Ihre Meinung zu: Johnson wird Premier: Nach der Show ist vor der Show

24. Juli 2019 - 11:49 Uhr

Boris Johnson wird heute von Königin Elizabeth II. formell zum neuen britischen Premierminister ernannt. Ab dann droht die große Planlosigkeit in der Downing Street, wie Annette Dittert analysiert.

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Kommentare

Abwarten und Tee trinken

Bleibt zu hoffen, dass die EU jetzt nicht doch noch einknickt.

Lasst sie zurückkommen

Mein Vorschlag ist: Lasst die Britten krachend scheitern, aber eröffnet ihnen für einen begrenzten Zeitraum (ein oder zwei Jahre) einfach wieder mit allen Rechten und Pflichten in die EU zurückzukehren. Mit einer Ausnahme: Der Thatcher-Rabat wird abgeschaft.

Bin gespannt,...

...wie die vollmundigen Ankündigungen umgesetzt werden sollen.

Selbst wenn die EU sich auf neue Verhandlungen einließe ist die Zeit bis Ende Oktober wohl zu knapp, um ein substanziell anderes Abkommen zu erreichen.

Und dann will er ja auf jeden Fall austreten.

Die SZ spekuliert heute schon, dass man ihm irgend etwas anbietet, was er seinen Anhängern als Erfolg verkaufen kann.

Falls nicht bleibt ja nur der „No-Deal“ und für den muss er das Unterhaus austricksen. Hat er im Vorfeld ja schon versucht und ist erst mal gescheitert.

Aber Johnson hat ja erfahrungsgemäß wenig Hemmungen, seine Meinung zu ändern.

Man wird sehen. Auf jeden Fall werden wir in den nächsten Wochen hier wieder trefflich diskutieren können.

Ok so?

Was solls, dann gehen sie ohne Vertrag. Kein Problem. In 2-3 Jahren werden sie es sowieso bereuen. Wichtig ist es nur, dass der Souverän, das Volk, endlich an dem Beispiel lernt, auch zur Wahl zu gehen! Denn mit hoher Beteiligung wäre das Referendum anders gelaufen.
Das zu beleuchten wäre mal Aufgabe hiesiger Medien. Stattdessen aber wird man, fordert man heute Volksentscheide, in eine Ecke gestellt. Doch selbst wenn es so läuft wie in GB, ist das allemal besser als sich von 600 Männekens (Volksvertreter) 4 Jahre lang auf der Nase rum tanzen zu lassen...quasi mit Freibrief

Egal wie man es sieht

Der Mann kann nur scheitern. Er hat es selbst mitgerührt, an der Spaltung des Landes und nun muss er es selbst ausbaden. Wie im Artikel erwähnt, eine Einigung so vieler Interessen und Meinungen in so kurzer Zeit unter einen Hut zu bekommen ist unmöglich. Egal was er macht seine politische Karriere ist beendet, ob er jemals weiter gedacht hat?

13:17, Klartexxter

>>Ok so?
Was solls, dann gehen sie ohne Vertrag. Kein Problem. In 2-3 Jahren werden sie es sowieso bereuen. Wichtig ist es nur, dass der Souverän, das Volk, endlich an dem Beispiel lernt, auch zur Wahl zu gehen! Denn mit hoher Beteiligung wäre das Referendum anders gelaufen.
Das zu beleuchten wäre mal Aufgabe hiesiger Medien. Stattdessen aber wird man, fordert man heute Volksentscheide, in eine Ecke gestellt. Doch selbst wenn es so läuft wie in GB, ist das allemal besser als sich von 600 Männekens (Volksvertreter) 4 Jahre lang auf der Nase rum tanzen zu lassen...quasi mit Freibrief<<

Die sechshundert Männekens, unter denen viele Frauen sind, wurden demokratisch gewählt, um den Job zu machen.

Aber mit Parlamentarismus haben diejenigen, die sich in der Ecke befinden, in die sie nicht gestellt werden möchten, immer schon Probleme gehabt. Aus dieser Ecke stammen Begriffe wie "Schwatzbude" etc.

re dr.bashir

"Man wird sehen. Auf jeden Fall werden wir in den nächsten Wochen hier wieder trefflich diskutieren können."

Nur die Johnson-Follower werden es schwer haben, seinen Wendungen und Windungen zu folgen ...

englischer Humor?

Ich liebe ja den englischen Humor. Aber ich hatte nicht erwartet, dass die Briten ihn in die Realität umsetzen wollen. Die Situation erinnert doch ein wenig an den schwarzen Ritter aus Monty Pytons "Ritter der Kokosnuss", der auch angesichts des Verlustes von Armen und Beinen meint, den Kampf zu gewinnen.

PM Boris Johnson in London, Downing Street 10

....„Ab dann herrscht die große Planlosigkeit in der Downing Street, wie Annette Dittert analysiert.“
Abwarten und Tee trinken. Als Bürgermeister von London (der für mich schönsten Hauptstadt der Welt) hat Boris Johnson gezeigt was er kann. Und warum sollte er diese Möglichkeit als Premier Minister ungenutzt lassen? Die 100 Tage, die fairer Weise ihm zustehen und zustehen sollten, bevor schon vor Amtsantritt negativ „geunkt“
wird, finde ich nur gerecht. Deshalb meine Gratulation nach London.

rer Truman Welt

Bringen wir die Situation jetzt mal emotionsfrei auf den Punkt ->
Die Briten wollen raus aus der EU, aber wie?
Mit Vertrag?
Ohne Vertrag?
Oder dann doch lieber in der EU bleiben?
Das sind doch die bestehenden Alternativen oder?
Johnson bläst sich auf und will neu verhandeln. Womit bläst er sich auf - also neben der vielen heißen Luft aus seinen Kindertagen -? Mit einem "Cold Break". Wie groß ist das Drohpotential für die EU? Was der potentielle Nachteil/Schaden für die Briten? Das muß jede Seite einschätzen und bildet die jeweilige Verhandlungsposition.
Dabei können beidseitig Fehler passieren. Daneben kommt der "Poker" Aspekt -> wer schätzt wen wie ein. Wenn die EU sicher den Vertrag unter keinen Umständen mehr neuverhandelt, wird Johnson die Luft ausgehen.
Dann bleibt theoretisch nur noch die Frage für ihn:Cold Brexit oder in der EU bleiben.
Hm, und dann?
Dann wird er gefeuert!
Das war's dann schon mit seinem Kindheitstraum!
Und dann?
Dann will er doch lieber König werden.

Auch Boris Jonson kocht trotz aller vollmundigen...

...Sprüche nur mit Wasser!
Jetzt kann diese EU ihren Bürgern
wenigstens einmal beweisen, das
geschlossene Verträge und auch
von GB vorgegebene Vereinbarungen
nicht einfach so über Bord gehen...!!
Nur eine knallharte Haltung der EU
kann jetzt und auch für die Zukunft
glaubhaft machen, dass es im
wahrsten Sinne GRENZEN für ein
weitere GB-Theater gibt!!

No Deal

Die Briten müssen ohne Deal gehen und den Brexit krachend an die Wand fahren. Danach ist es dann klar und wir reden über einen erneuten Beitritt ohne Rosinen.

Die Lage von GB muss deutlich schlechter werden

Die EU wird peinlich genau darauf achten, dass GB in keinem einzigen Punkt besser da steht, als vor dem Brexit. Es ist enorm wichtig, ein deutliches Exempel zu statuieren.

Passt doch

Groß-Brittanien bekommt den Premierminister, den es verdient.
Boris Johnson hat für den Brexit gekämpft. Er ist der richtige Mann um ihn durchzuführen.

Im Übrigen stehe ich weiterhin zu meiner Aussage, dass Groß-Britanien nicht der Zerstörung anheim fällt.
Aber das Britische Empire wird auch nicht entstehen.
Vielleicht wird sich Schottland trennen.
Die Wirtschaft wird wohl etwas schrumpfen.
Der Nordirland-Konflikt dürfte sich wieder melden, wenn auch nicht so schlimm wie früher.

Das Leben geht weiter und die Briten werden nach einiger Jahren auch nicht glücklicher sein, als vor dem Referendum.

Eine Option wäre jedoch...

..... dass der Charismatiker Johnson, Überzeugungsarbeit leistet, die Andere vor ihm nicht zu leisten vermochten. Zunächst hat der Mann auch Ministerposten zu vergeben.... und dann...... Grosses Ego, grosse Klappe, vielleicht aber auch ein grosser Leader? Eventuell kriegt Johnson das hin, was sich seine Amtsvorgängerin sich tausend mal gewünscht hat, - die Abschaffung des britischen Parlamentes? Frau Dittert, mir erscheint es etwas früh, für einen "Nachruf".

Die EU scheitert eher als GB

Johnson eifert seinem Vorbild Churchill nach. Fehlt nur noch das Johnson nur „Blut, Schweiß und Tränen“ verspricht. Aber bis zum 31.10. ist ja noch etwas Zeit. Schon heute sieht man in Berlin mit Verärgerung das London die Steuergerechtigkeit innerhalb der EU nicht durchsetzen möchte, weshalb GB viel arabisches Kapital angezogen hat. Bei den Unternehmenssteuern hat Britannien viel Spielraum nach unten, desgleichen bei den Wechselkursen. Verlierer des No Deal Brexit wird die EU, vor allem Deutschland sein. Man könnte sich vorstellen, dass die EU noch einknickt, wenn Johnson seinen Willen zum harten Brexit nur glaubhaft genug machen kann. Die EU hat mehr zu verlieren als GB. Vor allem dann, wenn GB ein Vorzugsabkommen mit den USA erhält. Denn dann ist Großbritannien plötzlich ein preiswertes Sprungbrett für Konzerne in den US Markt. Möglich das dann selbst deutsche Firmen es vorziehen in GB zu investieren um von dort den amerikanischen Markt zu bedienen.

re klartexxter

"Das zu beleuchten wäre mal Aufgabe hiesiger Medien. Stattdessen aber wird man, fordert man heute Volksentscheide, in eine Ecke gestellt. Doch selbst wenn es so läuft wie in GB, ist das allemal besser als sich von 600 Männekens (Volksvertreter) 4 Jahre lang auf der Nase rum tanzen zu lassen"

Ich weiß nicht recht ... bescheuerte Entscheidungen sind immer noch bescheuert, auch wenn sie vom Volk statt von einem Parlament getroffen werden.

Wo sehen Sie den Vorteil?

Was will Boris denn verhandeln?

Weiß eigentlich irgend jemand, welches Zugeständnis der Boris denn von der EU verlangen soll, damit die erzkonservativen Brexiteers einem Abkommen zustimmen? Die wollen doch gar kein Abkommen.

Und daher ist es auch völlig unwahrscheinlich, dass die EU sich überhaupt auf Verhandlungen einlässt. Boris wird in Brüssel maximal einen Händedruck und einen Kaffee bekommen.

Wie soll das funktionieren?

Erstmal muss man feststellen, dass das britische Wahlsystem noch fragwürdiger ist, als das amerikanische. Da bestimmen ca. 92.000 Parteimitglieder, wer denn zukünftig die Geschicke des Landes u. von 55 Mio. Einwohnern lenken wird. Dann stellt sich die Frage, wie sich denn der liebe Herr Johnson aus der Bedrängnis herausmanövrieren will, in die er sich selbst gebracht hat. Das Parlament sagt "no deal" ist keine Option, der Vertrag mit der EU ist für ihn keine Option und für die EU ist eine neue Verhandlung keine Option. Schöne Aussichten für den 31. Oktober.

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Annette Dittert bringt das auf den Punkt,...

...was hier im Forum ja auch bereits -zigfach vermutet oder vorausgesagt wurde.
Bloß: Warum sehen das seine “Follower“ nicht? Denen genügt es offenbar, einen Leithammel kreiert zu haben, den sie im Falle des Scheiterns genüsslich schlachten können - was das Problem ja keineswegs löst, so schlau dürften sie doch wohl sein.

Am 31. Oktober wird es nach menschlichem Ermessen also keinen Brexit geben. Allenfalls eine erneute Denkpause, und dann: Keinen Brexit.

Möge man mich eines Besseren belehren.

re schokoschnauzer

" Als Bürgermeister von London ... hat Boris Johnson gezeigt was er kann. Und warum sollte er diese Möglichkeit als Premier Minister ungenutzt lassen?"

Was auch immer er als Bürgermeister geleistet haben soll - das hilft ihm Null bei den anstehenden Problemen.

Egal, wie schlecht der Deal

Egal, wie schlecht der Deal wird. Johnson ist der richtige um es dem Volk als Erfolg zu verkaufen. Er konnte schon vor der Abstimmung hervorragend Fakten verdrehen und dabei erfolgreich aussehen und letztendlich (die Karriere beweist das) auch sein.

re wladimir pudding

"Und daher ist es auch völlig unwahrscheinlich, dass die EU sich überhaupt auf Verhandlungen einlässt."

Vor allem gibt es gar keine Zeit dafür. Was sind denn knappe 3 Monate für solche Verhandlungen inkl. der parlamentarischen Mitwirkung beider Seiten?

re lando cariss

"Egal, wie schlecht der Deal wird. Johnson ist der richtige um es dem Volk als Erfolg zu verkaufen. Er konnte schon vor der Abstimmung hervorragend Fakten verdrehen und dabei erfolgreich aussehen und letztendlich (die Karriere beweist das) auch sein."

Was beweist denn die Karriere? Premierminister wurde er durch das Votum von nicht mal 1oo.ooo konservativen Parteimitgliedern. Und mindestens die Hälfte der Briten, die gegen den Brexit stimmten, sind gegen seine Lügen immun.

@14:12 von Waldimir Pudding

„Weiß eigentlich irgend jemand, welches Zugeständnis der Boris denn von der EU verlangen soll,“

Das ist mir auch trotz der intensiven Berichterstattung ein Rätsel. Natürlich geht es um den Backstop. Den wollen sie nicht, weil sie Angst haben, auf ewig an die EU gefesselt zu sein.

Aber andererseits haben die Brexiteers auch noch keine Lösung für die ansonsten drohende harte Grenze in Irland geliefert. Wolkige Sätze über „technische Lösungen“ ohne konkrete Vorschläge halten eben der Realität nicht stand.

Das war jetzt bald 3 Jahre so kompliziert, dass keiner eine Lösung gefunden hat. Und jetzt glaubt Johnson, es nach der Einarbeitungsphase seiner Regierung, den Parlamentsferien und dem anstehenden Wechsel der EU-Kommission in einparken Wochen schaffen zu können.

Da kann ja nur ein No-Deal oder ein irgendwie gearteter Formelkompromiss herauskommen, den er dann wortreich als Erfolg verkaufen kann.

Zum Beispiel sinkt der Betrag, dem GB der EU schuldet mit jedem Monat Mitgliedschaft.

Nichts als Spekulationen

Johnson wird jetzt Premier, und jetzt sollte man ihm zunächst einmal auch die Chance einräumen, tätig zu werden, bevor man über ihn urteilt. Ich gehe davon aus, das er jetzt den Brexit endlich zügig abwickelt. Alles "könnte, hätte, Fahrradkette" ist nichts als Spekulation, und daher nicht Zielführend.

!Berlin/Brüssel wird London entgegegnkommen, müssen

Zahlen lügen nicht. Wenn man der Quelle von BPB glauben schenken kann, dann exportiert UK ca. 186,31 Milliarden € in die EU Zone.
UK importiert gleichfalls ca 295,88 Milliarden € aus der EU Zone.
Das macht ein negatives Handelsvolumen von -109,57 Milliarden €. Nur mit zwischen UK und EU. Die generelle negative Handelsbilanz von UK liegt insgesamt bei -179,5 Milliarden €.
Quelle:
https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/
europa/70552/binnenhandel-der-eu-27
(Alle Zahlen Stand 09/2018)

Wer von den Mitforisten behaupten wird, dass Berlin oder meinetwegen Brüssel, London jetzt unter Druck setzen wird um sich noch schneller um das große Kuchenstück von 110 Milliarden Euro zu bringen, die es nach UK verkaufen kann, der scheint die Realitäten nicht ganz begriffen zu haben.

Fällt dieser Dominostein, ist das Eliten-Projekt Euro, beendet. Ein für alle mal!

Die Verluste eines EU-Zonen Teilnehmers sind die Verluste von uns allen. Gewinnen tun in dem Spiel nur die Eliten.

Pausenclown bis zur Neuwahl

Mit gerade mal 3 Stimmen mehr im Parlament und den davon geliehenen
10 Stimmen der Irischen DUP , ist der Abgang schon beschlossen :-)

re thomas wohlzufrieden

" Ich gehe davon aus, das er jetzt den Brexit endlich zügig abwickelt."

Sie können ruhig davon ausgehen.

Fakt ist trotzdem: Den No Deal will das Parlament nicht, einen anderen Austrittsvertrag will die EU nicht (ist sowieso nicht machbar in der kurzen Zeit), und was auch immer Johnson anbieten wird, er hat dafür keine Mehrheit.

re pilepale

"Zahlen lügen nicht. Wenn man der Quelle von BPB glauben schenken kann, dann exportiert UK ca. 186,31 Milliarden € in die EU Zone.
UK importiert gleichfalls ca 295,88 Milliarden € aus der EU Zone.
Das macht ein negatives Handelsvolumen von -109,57 Milliarden €. Nur mit zwischen UK und EU. Die generelle negative Handelsbilanz von UK liegt insgesamt bei -179,5 Milliarden €."

Wenn man jetzt mal fiktiv annimmt, dass dieser Handel von jetzt auf gleich auf Null gesetzt wird: Wieviel % vom britischen Export sind dann weg, und wieviel % vom EU Export sind dann weg?

Zahlen lügen nicht. Aber man kann Sie sich so zurechtlegen, wie Sie es tun.

@15:56 von Pilepale

Ihre Rechnung ist ja ganz interessant, aber der Schluss, das die Handelsvolumina nach einem harten Brexit wegbrächten ist ja nicht richtig. Es wird nur komplizierter und teuerer mit dem Im- und Export. Wie viel das dann ausmacht und wie sehr sich das auf die Mengen auswirkt kann man nur schätzen.

GB importiert mehr als umgekehrt, aber die können ja nicht einfach damit aufhören. Zum Beispiel müssen ja BMW, Toyota usw. weiter Teile zu ihren Fabriken bringen und Autos aus GB heraus. Auch z.B. Medikamente muss GB unbedingt weiter importieren.

Beide werden aber sicher bluten und kein vernünftiger Mensch hat Lust auf einen harten Brexit. Johnson and Friends tun so, als würden sie den harten Brexit locker in Kauf nehmen. Vielleicht tun sie aber auch nur so in der Hoffnung damit Druck in die Verhandlungen zu bringen.

Der richtige Mann ist jetzt

Der richtige Mann ist jetzt auf dem richtigen Posten!
Tschüß Britain, Hauptsache Tschüß!

Von den schlechtesten der beste?

"Ohne Lügen und falschen Versprechungen kommt doch kein Politiker oder Regierungsvertreter in ein Parlament." @weise und klug
.
Das erinnert mich an folgenden Spruch: "Alle schossen vorbei, nur mein Sohn Louis, der schoss am dichtesten vorbei!".
.
Wir leben in einer Zeit, wo es nicht mehr darum geht, vorbildlich zu sein. Man klaut halt und sagt dazu, dass die anderen ja noch viel mehr klauen. Und so entsteht der unendliche Morast in dem alles hin und her gewälzt wird.

Ein sehr guter Kommentar.

Guten Tag,
ein ausgezeichneter Kommentar.
Ich habe hier schon einige Male aus dem Naehkaestchen geplaudert,denn Vater Johnson und Boris Johnson sind mir aus Bruesseler Zeiten bekannt!
Stanley war der typische Brite in den EG-Institutionen -der Kommission GD11,Umwelt und Verbraucherschutz .
Freundlich,politisch befördert und nicht sonderlich kompetent.Er hatte meinen Vater -ein wirklich anerkannten Fachjuristen und Professor fuer Umweltrecht und Europarecht in Frankreich und Deutschland zum direkten Kollegen.
Sein Sohn war in den internationalen Schulen Bruessels ,zeitweilig sehr kostspielig.Er ist wirklich durch das EG-Budget zum Abitur gelangt .Danach hat er sich im Gegensatz zum Vater zum primitiven Antieuropaer von rechts entwickelt!
Es ist also der typische Vertreter des Establishments britischer Natur ,und hat in den Jahren in Belgien wie viele Briten nur fuer die Briten gewirkt.
Im Gegensatz zur Kritik von links an Europa ist diese Kritik vor allem unfundiert und dumm.

Dürrenmatt lässt grüßen

Nach Friedrich Dürrenmatt ist eine Geschichte erst dann "zu Ende gedacht, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat." Hier liegt die "schlimmstmögliche Wendung" aber wahrscheinlich gar nicht mal darin, dass Boris Johnson Premierminister geworden ist oder dass irgendwann der Brexit kommt. Die schlimmstmögliche Wendung ist wahrscheinlich erst dann eingetreten, wenn die Schotten die Schnauze endgültig vollhaben und dafür sorgen, dass Großbritannien zerfällt.

Wer ist krachend gescheitert?

In einem anderen ARD - Beitrag heißt es mal wieder, dass Theresa May "krachend gescheitert " sei. Ohne das "krachend" kommt man zur Zeit offenbar als Journalist / -in nicht aus. Doch wer ist also krachend gescheitert? Es war doch bitte schön nicht die PM, sie hat ja geliefert. Es war das Unterhaus und auch Corbyn, der die Mittel hatte gegen eine bockige Tory Fraktionshälfte den Vertrag durchzusetzen. Nun steht eine krachendes Chaos vor der Tür. Ich habe 1968 ein halbes Jahr in London gearbeitet und die Briten lieben gelernt, mir tut es im Herzen weh, was da geschieht.

@ karwandler um 16:13

"Wenn man jetzt mal fiktiv annimmt, dass dieser Handel von jetzt auf gleich auf Null gesetzt wird: Wieviel % vom britischen Export sind dann weg, und wieviel % vom EU Export sind dann weg?

Zahlen lügen nicht. Aber man kann Sie sich so zurechtlegen, wie Sie es tun."

Wenn der UK Markt von heute auf morgen zusammenbricht und von den 100+ Milliarden Euro mehr als die Hälfte verloren geht, was ist bitte Ihre Antwort als glühender EU-Fanatiker?
Euro-Bonds für die UK-Ausfälle ausstellen um die "Märkte", soll heißen die reichen Eliten zu beruhigen?

Sie können gerne weiter den EU-Superalisten spielen und harte Kante gegen UK fordern. Mir ist es gleich! Denn bei diesem jährlichen(!) Defizit, wird der Stein fallen. Entweder weil die Wirtschaft UKs zusammenbricht oder weil UK (längere Variante) eine Re-Industrialisierung vorangetrieben wird. Britsh-Products first. In dem Fall wird Schritt für Schritt der Export-Anteil nach UK verringert.

@ dr.bashir um 16:19

Danke für Ihren Kommentar.

"Ihre Rechnung ist ja ganz interessant, aber der Schluss, das die Handelsvolumina nach einem harten Brexit wegbrächten ist ja nicht richtig. Es wird nur komplizierter und teuerer mit dem Im- und Export."

Alleine schon das komplizierter werdende Geschäft ist m.E. ein Grund, dass sich beide Parteien eine Alternative suchen würden. Die Entkopplung dauert länger, aber das Geschäft wäre dann eben etwas später für den EU-Markt verloren.

"GB importiert mehr als umgekehrt, aber die können ja nicht einfach damit aufhören."

UK hat jedes Jahr eine Handelsdefizit von mehr als 150 Milliarden Euro. Laut Quelle im Jahr 2018 179,5 insgesamt und nur mit der EU, 109 Milliarden Euro. Und Ihre Meinung ist wirklich a) das wird ewig so weiter gehen und b) die Wirtschaft in UK könnte nicht zusammenbrechen?

"Beide werden aber sicher bluten und kein vernünftiger Mensch hat Lust auf einen harten Brexit."

Es werden beide Seiten verlieren, aber Brüssel wird entgegenkommen, müssen.

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