Ihre Meinung zu: Nicaragua: Die Kinder der Sandinisten lehnen sich auf

21. Juli 2019 - 12:13 Uhr

Es sind die Söhne und Töchter der Revolutionäre, die in Nicaragua gegen das Regime protestieren - und gegen den einstigen Revolutionsführer Ortega. Anne Demmer war vor Ort - 40 Jahre nach dem Sieg der Sandinisten.

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Kommentare

die Studenten hatten nur Steine.

sind das Argumente um meinen Gegenüber zu überzeugen ?
ob das die geeigneten Mittel sind Gewalt um seinen Willen durchzusetzen

Immer wieder ...

Und wenn man sich die Geschichte Nicaraguas ansieht, weiß man auch, wer für das seit Jahrzehnten währende Dilemma in Nicaragua verantwortlich ist.
Unsere besten Freunde!

Die Kinder der Sandinisten lehnen sich auf-40 Jahre Revolution..

Ob das die Kinder der Sandinisten sind ? Studentenvertreter reisten vor einiger Zeit in die USA zu Treffen mit Senatoren und für finanzielle Unterstützung.Auch in dem Land strebt Washington einen Regimechange an.
Auch steht leider nicht viel in dem Artikel über die Zeit von 1990 bis 2006,als konservative und neoliberale Regierungen an der Macht waren.Und etliche Errungenschaften der Revolution zurückdrehten.Im Ergebnis war das Land das zweitärmste in der Region neben Haiti.

Erinnert an Ägypten, Kuba und Iran

Durch eine Revolution von einer Diktatur in die andere - wobei in Nicaragua dazwischen wenigstens ein paar Jahrzente Demokratie bestand, bevor es wieder zu einer Diktatur kam, nämlich durch die Machtübernahme des ehemaligen Revolutionsführers.

Wie man leider oft feststellen muss: Macht korrumpiert.

Der mutigen rechtschaffenen idealistischen Jugendbewegung viel Glück für eine erneute Revolution!

14:11, Bernd Kevesligeti

>>Ob das die Kinder der Sandinisten sind ? Studentenvertreter reisten vor einiger Zeit in die USA zu Treffen mit Senatoren und für finanzielle Unterstützung.Auch in dem Land strebt Washington einen Regimechange an.
Auch steht leider nicht viel in dem Artikel über die Zeit von 1990 bis 2006,als konservative und neoliberale Regierungen an der Macht waren.Und etliche Errungenschaften der Revolution zurückdrehten.Im Ergebnis war das Land das zweitärmste in der Region neben Haiti.<<

Ortega ist längst zum Neoliberalen mutiert. Trump hat nur wegen seiner Nähe zu China Probleme mit ihm.

13:25, Sisyphos3

>>die Studenten hatten nur Steine.
sind das Argumente um meinen Gegenüber zu überzeugen ?
ob das die geeigneten Mittel sind Gewalt um seinen Willen durchzusetzen<<

Sie haben aber schon verstanden, daß Milizen der Regierung mit Waffengewalt gegen die Menschen vorgehen?

Am 21. Juli 2019 um 14:12 von Anonymer-User

Zitat:
"...Wie man leider oft feststellen muss: Macht korrumpiert.

Der mutigen rechtschaffenen idealistischen Jugendbewegung viel Glück für eine erneute Revolution!..."

Zu ihrer ersten Anmerkung, man braucht nicht erst nach Nicaragua zu schauen.

Zu ihrer zweiten Anmerkung, sollten eventuell die Gedanken von @Bernd Keveskligeti, 14:11 Uhr Beachtung finden.

Ich finde persönlich auch Revolutionen gut, wenn diese nicht unter dem Sternenbanner stehen.

Am 21. Juli 2019 um 13:49 von nie wieder spd

Hatte auch einen kritischen Beitrag dazu geschrieben, aber es ist dabei geblieben.

Es wird sich über Diktaturen aufgeregt, aber kritische Meinungen unterdrückt.

von fathaland slim 14.27

Und deshalb will Washington den Regimechange ? Und ein beträchtlicher Teil der Presse auch ?

Am 21. Juli 2019 um 13:25 von Sisyphos3

>>die Studenten hatten nur Steine-- sind das Argumente um meinen Gegenüber zu überzeugen ?-- ob das die geeigneten Mittel sind Gewalt um seinen Willen durchzusetzen >>

Warum zitieren Sie den TS-Artikel so, dass man den Eindruck haben könnte, die Studenten hätten sich mit Steinen bewaffnet um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Das vollständige Zitat lautet: "Die Kugeln sind hier eingedrungen. Mein Sohn wurde am Kopf getroffen. Das ganze Kirchengrundstück war von schwer bewaffneten Paramilitärs umzingelt und die Studenten hatten nur Steine.".

14:29 von fathaland slim

Sie haben aber schon verstanden, daß Milizen der Regierung mit Waffengewalt gegen die Menschen vorgehen?
.
sicher
gegen die Mehrheit der Menschen des Landes
gegen eine Minderheit ....
wissen sie das ?
bestenfalls Vermutungen können wir anstellen
freie Wahlen sind selten auf der Welt
und Leute welche das Ergebnis einer freien Wahl bereit sind zu akzeptieren,
wohl noch seltener

Borniertheit ...

Nicaragua , Sandinistas haben damals die Revolte angeführt , ..ob es heute noch so revolutionär im Alltag zugeht ?
Wissen wir nicht ...
Aber vergessen wir nicht den langen Kampf gegen die reinen Kapitalinteressen der amerikanischen Haiifische , und ihre doch so glaubwürdige Politik für die Menschen ; siehe Venezuela ...

meine Meinung:

Es fällt schon auf , dass diejenigen Staaten den Stempel "Regime" aufgedrückt bekommen, die der Politik der USA entgegenstehen.
Ging es der breiten Bevölkerung Nicaraguas unter den konservativ- neoliberalen Regierungen besser?. Nein

Ortega ..

Wandelbar ?
Wie einst die westdeutsche Linke ?
Na ja , man will weiterkommen , ..und akzeptiert schließlich den Kapitalismus ...

Die Familiendiktatur Ortegas

Die Familiendiktatur Ortegas hat die Revolution verraten. Eine Schande. Ortega sollte schleunigst verschwinden.

15:10 von falsa demonstratio

ich war nicht dabei
sie ?

@Ortega .. 15:27 von Boxtrolls

"Na ja , man will weiterkommen , ..und akzeptiert schließlich den Kapitalismus ..."

Eher den modernen Feudalismus.
Der Ortega-Clan hat längst vieles im Griff.

Es gibt sone und solche ehemaligen 'Revolutionäre'.
Die Geschichte füllt Bildbände mit Ihnen.

Die Kinder der Sandinisten lehnen sich ..

Wenn es der wenigen denn genug sind - die Kinder (nicht unbedingt der Sandinisten) wohl aber der Revolution tun das mit Recht. Mag sein, das da im Hintergrund wer bohrt, aber es bleibt doch, dass wenn eine politische Clique zum Entwicklungshindernis wird, diese entweder aus eigener Einsicht (was selten ist), oder von den Benachteiligten zurückgetreten wird (werden sollte) was auch richtig so ist. Alles andere hieße unselige Umstände zementieren, das passiert schon viel zu oft.

14:29, fathaland slim

>>14:29 von fathaland slim
Sie haben aber schon verstanden, daß Milizen der Regierung mit Waffengewalt gegen die Menschen vorgehen?
.
sicher
gegen die Mehrheit der Menschen des Landes
gegen eine Minderheit ....
wissen sie das ?
bestenfalls Vermutungen können wir anstellen
freie Wahlen sind selten auf der Welt
und Leute welche das Ergebnis einer freien Wahl bereit sind zu akzeptieren,
wohl noch seltener<<

Wenn von Regierungsseite mit Waffengewalt gegen Menschen vorgegangen wird, dann ist es komplett egal, ob es sich dabei um eine Mehr- oder Minderheit handelt.

@ Boxtrolls

"... Kapitalinteressen der amerikanischen Haifische, und ihre doch so glaubwürdige Politik für die Menschen; siehe Venezuela ..."
Vielleicht können Sie uns mal erläutern, welche wunderbare Politik "für die Menschen" von den Diktatoren in Venezuela und Nicaragua gemacht wurde und wird. War nicht immer von Korruption, Vetternwirtschaft usw. die Rede?

Man kann keine Goldkette aus einem Bleiklumpen machen

"wir glaubten an eine bessere Welt, soziale Gerechtigkeit, eine neue Gesellschaft."

Verspricht nicht jeder zukünftiger Machthaber solche blauen Wunder?
Wie will man eine neue Gesellschaft aufbauen, wenn die Leute immer noch dieselben sind?
Man kann doch keinen Mord- und Totschlag a la Che Guevara veranstalten.
Und das Warten auf einen Messias bringt auch nichts.
Kleine selbst angeregte Projekte bringen die größten Erfolge.

Wie hier nicht anders zu

Wie hier nicht anders zu erwarten eine sehr einseitige Darstellung. Vielleicht hilft ein Blick auf die Zustände in den übrigen zentralamerikanischen Staaten.

Auch hier ein Beispiel

wie sich ein einst hoffnungsvolles linkes Projekt von einer Befreiungsbewegung in ein autoritäres System gewandelt hat. Ich weiß noch, wie die linksalternativen Kneipen Spenden sammelten unter dem Motto "Waffen für Nicaragua". Aber das waren dann ja die guten Waffen?

Am 21. Juli 2019 um 15:15 von Sisyphos3

14:29 von fathaland slim: Sie haben aber schon verstanden, daß Milizen der Regierung mit Waffengewalt gegen die Menschen vorgehen?
.
<<sicher
gegen die Mehrheit der Menschen des Landes----gegen eine Minderheit ....
wissen sie das ? --- bestenfalls Vermutungen können wir anstellen
freie Wahlen sind selten auf der Welt
und Leute welche das Ergebnis einer freien Wahl bereit sind zu akzeptieren,
wohl noch seltener
>>

Was wollen Sie damit sagen?

Dürfen politische Minderheiten nicht demonstrieren?

Darf man gegen Demonstranten mit Waffengewalt vorgehen, wenn Sie nur der politischen Minderheit angehören?

Einige der Kommentare sind

Einige der Kommentare sind leider nicht fundiert.
1. Demonstrierende wurden von Polizeieinheiten und paramilitärischen Gruppen erschossen; nach Aussagen von nicaraguanischen Ärzten, die die Opfer betreut hatten, erfolgten die Schüsse oftmals (gezielt) in Kopf und Brustbereich.
2. Die Demonstrationen gingen weder auf Veranlassung der USA aus noch wurden sie von dort gesteuert.
3. Die Verfolgungen (auch) von (früher) friedlich Demonstrierenden gehen weiter.
4. Einen interessanten Einblick in die neuere Geschichte Nicaraguas (und den Grund der Unzufriedenheit der Bevölkerung) bietet das Buch "Nicaragua, die privatisierte Revolution" von Hannes Bahrmann, der sicher nicht im Verdacht steht, die US-Interessen zu vertreten.

Weiter so Präsident Ortrga!

Ortega, Castro und Chávez, die Leuchttürme der Menschlichkeit und Befreiung der Unterdrückten Südamerikas, stehen für eine visionäre sozialistische Gesellschaft voller Güte und Gleichheit. Nachdem der US-Imperialismus commandante Maduro nicht brechen könnt, versuchen es iihre Agitstoren und studentischen Marionetten nunmehr in Nicarsgua. Die von Washingtons Marionetten geforderten " Freihheiten" gehen zulasten der von Ortega geschützten armen Bevölkerung. Und wer Steine schmeißt, zieht zu recht die Wut der bis dahin friedlichen Volxmassen auf sich!

Was war mit Somoza

War das nicht ein bester Freund der heutigen EU Staaten?
Na klar.
Und wieviel Schaden haben die von den USA geführten Comtras damals Nicaragua zugefügt?(wirtschaftlich und menschlich)

@Freischeler um 14:35Uhr

Ich weiß nicht, ob es genehm ist, aber ich stimme Ihnen voll zu.

14:27 von fathaland slim

«Ortega ist längst zum Neoliberalen mutiert. Trump hat nur wegen seiner Nähe zu China Probleme mit ihm.»

"Die Probleme", die die Bevölkerung von NIC mit der "Familiy Ortega" hat, sind stark gewachsen, seit ca. in 2010/11 der lange und häufig diskutierte Plan wieder auflebte, den Nicaragua-Kanal als Alternative (Konkurrenz) zum Panama-Kanal zu bauen.

2014 wurde eine Konzession an ein chinesisches Konsortium vergeben (ausgewiesener Sitz in Hongkong). Anfans hieß es, Baubeginn sei noch 2014, fertig sei er 2020.

Geschehen ist noch gar nichts. "Die Pläne" sind konfus, was genau sie beinhalten, weiß so gut wie niemand. Veröffentlicht (öffentl. debattiert) wurden sie nie. Der Vertreter des Staates NIC im Konsortium ist Ortegas Sohn Laureano.

Immer mal wieder schleichen seither Chinesen in NIC entlang der mögl. Trassenverläufe umher. Kein Mensch weiß so recht, was wo geschieht. Wer evtl. dem Kanal weichen müsste. Ob (und wo) evtl. enteignet werden könnte.

In äußerstem Maße dubios …

Wie sich die Bilder gleichen!

Ukraine, Syrien, Venezuela, Nicaragua - immer der gleiche Ansatz eines Regimechange. Erst mit Steinen werfende Studenten auf die Straße, dann die böse Polizei die dagegenhält, dann fallen Schüsse, USA, Verbündete und westliche Medien klagen die Regierung an und unterstützen die Opposition. Mal klappt's und mal nicht.

Wer kann's mir sagen?

Wie gingen denn die letzten Wahlen aus und wie sind die derzeitigen Machtverhältnisse? Das vermisse ich im Artikel.

@nie wieder spd um 13:49Uhr

Haben Sie auch mal was anderes auf Lager , als das dauernde und endlose USA-bashing? Wie wäre es mal ausnahmsweise mit neueren, belastbaren Angaben - und bitte nicht wieder die alte Leier der Iran-Contra-Sache!

15:41 von Sisyphos3

"15:10 von falsa demonstratio
ich war nicht dabei
sie ?"

Sie müssen theoretisch dabei gewesen sein, auf der Basis Ihrer Behauptungen von 13:25.

Und anschließend verfälschen Sie, wie so oft, die Aussagen des Artikels, nur um die Macht und das Unrecht zu verteidigen.

Haben Sie denn nicht einmal Respekt vor einer Mutter, deren Sohn erschossen wurde?

@fathaland slim um 14:27Uhr

Und wieder einmal hat der Faktor Mensch versagt, nicht wahr? Wenn es den Menschen nicht gäbe, wüden die Ideen von Marx und Engels das Paradies auf Erden erschaffen, oder? Es ist nur immer wieder erstaunlich daß diese beiden Ideologen nicht erkannten, daß der Faktor Mensch alle diese Ideen immer wieder scheitern läßt. Das hindert aber wohlhabende Aktionäre nicht, wie eine Schallplatte mit Sprung, diese fehlerlose, bibelgleiche Ideologie zu verkünden. Zu bedauern sind die Optimisten und Naiven, die tatsächlich an Theorien glauben und erkennen müssen, daß die Realität ganz anders aussieht! Wenn es um den Machterhalt geht, dann ist kein großer Unterschied mehr zwischen Somoza und den Sandinisten. Wikipedia ist da sehr aufschlussreich!

von Werner40 15.39

"Ortega hat die Revolution verraten".Eine Revolution,die Sie doch prinzipiell ablehnen.
1990 gewann ein Bündnis von 14 rechtskonservativen Parteien die Wahl.Unterstützt mit 11 Millionen $ vom National Endowment of Democracy (NED).Aber die Menschen konnten sie offensichtlich nicht überzeugen.
2006 gewannen die Sandinisten.2009 stellte die UNO fest,daß der Analphabetismus überwunden ist.Nach schlechten Erfahrungen mit dem IWF(Auflagen) gehört das Land jetzt dem linken Staatenbündnis ALBA(u.a. mit Bolivien) an und orientiert auf eine strategische Partnerschaft mit China und Russland..

16:31, deutlich

>>Auch hier ein Beispiel
wie sich ein einst hoffnungsvolles linkes Projekt von einer Befreiungsbewegung in ein autoritäres System gewandelt hat. Ich weiß noch, wie die linksalternativen Kneipen Spenden sammelten unter dem Motto "Waffen für Nicaragua". Aber das waren dann ja die guten Waffen?<<

Ja, das waren gute Waffen, wie ich damals glaubte.

Waffen, mit denen sich das von Reagans "Contras" zusammengeschossene Volk gegen seinen Unterdrücker wehren konnte.

Auch ich habe damals gespendet. Mit großen Bauchschmerzen, weil ich Pazifist bin. Aber Leute wie Ernesto Cardenal überzeugten mich.

Ernesto Cardenal hat sich, wie die meisten damaligen Genossen, längst von Ortega abgewendet und bezeichnet ihn als Verräter. Nur die Querfrontler halten ihm noch die Stange, weil er angeblich gegen die Amis ist.

Mittlerweile würde ich nirgendwo und nie für irgendwelche Waffen spenden.

Wenn man nicht immer an der Macht kleben bleiben müsste

Das Problem ist das Klebenbleiben an der Macht. Bisher gab es wohl nur eine ganz geringe Anzahl an Fällen, bei denen die Machthaber dazu gezwungen werden mussten weiter an der Macht zu bleiben. Vielleicht sollte man sich diese wenigen Vorbilder mal zu Herzen nehmen und analysieren, was die richtig gemacht haben.

16:57, schabernack

>>"Die Probleme", die die Bevölkerung von NIC mit der "Familiy Ortega" hat, sind stark gewachsen, seit ca. in 2010/11 der lange und häufig diskutierte Plan wieder auflebte, den Nicaragua-Kanal als Alternative (Konkurrenz) zum Panama-Kanal zu bauen.

2014 wurde eine Konzession an ein chinesisches Konsortium vergeben (ausgewiesener Sitz in Hongkong). Anfans hieß es, Baubeginn sei noch 2014, fertig sei er 2020.

Geschehen ist noch gar nichts. "Die Pläne" sind konfus, was genau sie beinhalten, weiß so gut wie niemand. Veröffentlicht (öffentl. debattiert) wurden sie nie. Der Vertreter des Staates NIC im Konsortium ist Ortegas Sohn Laureano.

(...)

In äußerstem Maße dubios …<<

Nicht nur das.

Denn sollte dieser Kanal gebaut werden, so würde der Nicaragua-See, ein Süßwassersee, versalzen. Das wäre erstens eine immense Umweltkatastrophe, und zweitens würde den Menschen, hauptsächlich Fischer, die dort leben, die Lebensgrundlage entzogen.

Aber was kratzt das einen neoliberalen Oligarchen.

Zerbrochene sozialistische Träume

Die Visionen von früher haben sich in eine monströse Diktatur verwandelt. Nichts ist von dem Revolutionär Ortega geblieben...sein Familienbetrieb hat mit den üblichen Getreuen das Land jetzt ausgeplündert. Friedliche Proteste werden mit Gewalt im Keim erstickt. Nicaragua ist mit der Ortega-Clique zu einem failed state geworden. Wer kann wandert in die Nachbarländer aus.

Am 21. Juli 2019 um 16:31 von deutlich

Zitat:
"... Ich weiß noch, wie die linksalternativen Kneipen Spenden sammelten unter dem Motto "Waffen für Nicaragua"..."

Und ich kann mich erinnern, das es eine Bewegung hier gab unter dem Motto "Schwerter zu Pflugscharen", aber was ist aus diesem Ideal bloß geworden.
Ich erinnere mich auch noch an die Ostermärsche oder Demos gegen den Vietnamkrieg, alles schon vergessen.
Der Wohlstand zerfrisst unser Hirn, aber gut so, denn mit einem solchen "Michl" lässt es sich besser regieren.

Schlimme Zustände

@ von Sisyphos3
Was ist das für ein Argument: "Ich war nicht dabei..sie?". Informieren können sich doch zumindest über die Diktatur der Ortega-Clique über sehr viele Augenzeugenberichte seriöser Korrespondenten. Wenn sie dennoch diesen Quellen nicht glauben, weil diese nicht ihren Glaubenssätzen entsprechen, dann sollten sie diese einmal kundtun, statt solche nichtssagenden Beiträge einzustellen.

17:01, KarlderKühne

>>Wie sich die Bilder gleichen!
Ukraine, Syrien, Venezuela, Nicaragua - immer der gleiche Ansatz eines Regimechange. Erst mit Steinen werfende Studenten auf die Straße, dann die böse Polizei die dagegenhält, dann fallen Schüsse, USA, Verbündete und westliche Medien klagen die Regierung an und unterstützen die Opposition. Mal klappt's und mal nicht.<<

So fanden Volksaufstände schon statt, bevor es die USA überhaupt gab.

Und ich war mein Leben lang solidarisch mit Menschen, die gegen autokratische Systeme aufstanden. Früher wurden diese autokratischen Systeme meist von den USA gestützt. Das hat sich mittlerweile ein wenig geändert.

Verherrlichung autoritärer Systeme

16:35 von falsa demonstratio;
15:15 von Sisyphos3;
14:29 von fathaland slim: "Sie haben aber schon verstanden, daß Milizen der Regierung mit Waffengewalt gegen die Menschen vorgehen?"

Der oben genannte Gedankenaustausch hier im Forum verdeutlicht anschaulich, wie sich ausgewiesene Sympathisanten einer bekannten rechtsradikalen deutschen Partei (hier beispielhaft der Herr Sisyphos) stets für autoritäre Machthaber und deren korrupte Systeme stark machen.

Die gleichgerichteten "Argumente" vor Wochen am Beispiel Hongkong haben dieses Politik(un-)verständnis genauso anschaulich gezeigt. Weitere Beispiele in der Regel: Putins autoritäres Machtgehabe in Russland.

Kaum verwunderlich bei den engen ideologischen Verbindungungen dieser korrupten Ultranationalisten (Putin-AfD)

Jetzt also Ortega und seine neoliberale Machtclique, die bei autoritär-strukturierten AfD-Anhängern Verständnis hervorruft.

Bezeichnend.

16:42 von skydiver-sr ... ein feiner Beitrag, der...

zeigt, wie viel andere hier, wie undialektisch Geschichte aufgefasst wird.
Die Feinde von Gestern müssen keineswegs auch die von heute sein. Der Rückgriff auf die Somoza und die Kontras ist ja nicht verkehrt, belegt er doch, das damals schon Geschichten aufgenommen, das dadurch "Geschichte" aber nicht begreifbarer wurde.
Heute ist halt de Familie Ortega ein Großgrundbesitzer und hat ganz andere Interessen als das gemeine Volk oder der gemeine Städter … Für die meisten Leute reicht das dabei, wenn das Brot (nicht der Kuchen) ausreichend preiswert und verfügbar ist, wenn Wasser sauber und nicht zu knapp und Medikamente, Essen und Bildung einigermaßen zugänglich sind, wenn das nicht klappt, ist halt Demo und das mit Recht.
Der Bericht besagt folgendes, es ist deutlich leichter eine Revolution durchzufechten, als ihre Ziele zu bewahren - was wir schon wussten.

16:01 von fathaland slim

Wenn von Regierungsseite mit Waffengewalt gegen Menschen vorgegangen wird,
,

Demo von Schwulen
und eine Gruppe von Menschen nehmen das zum Anlass diese Demomitglieder zu bedrohen gar totzuschlagen
was erwarten sie dann
dass die Behörden zuschauen ?

17:06 von karlheinzfaltermeier

"@nie wieder spd um 13:49Uhr
Haben Sie auch mal was anderes auf Lager , als das dauernde und endlose USA-bashing? Wie wäre es mal ausnahmsweise mit neueren, belastbaren Angaben - und bitte nicht wieder die alte Leier der Iran-Contra-Sache!"

Jetzt habe ich extra zu 13:49 zurückgescrollt, um das USA-bashing zu lesen, und was finde ich da NICHT? Ein USA-bashing.
Nicht einmal im Ansatz.

Jetzt verstehe ich, warum Sie die User immer nicht zitieren, die Sie beschimpfen.

17:04 von KarlderKühne

«Wer kann's mir sagen?
Wie gingen denn die letzten Wahlen aus und wie sind die derzeitigen Machtverhältnisse? Das vermisse ich im Artikel.»

Ist doch vollkommen wurscht.

Drei Minuten vor diesem schrieben Sie einen anderen Kommentar.
Dass es auch in NIC nur um "Regime-Change" ginge.

"Egal wer da in NIC dran ist".
Wird doch eh von den USA + Vasallen "weggechanged".
Solange er nicht brav ins gewünschte Horn tutet …

Können Sie sich auch die eigene 5-Minuten-Recherche im Netz ersparen.
Die Sie selbst unternehmen könnten, wenn Sie tatsächlich an den politischen Gegebenheiten in NIC interessiert wären …

Detailliert

@17:04 von KarlderKühne
Detaillierter geht es kaum noch in diesem Artikel..alle ihre Fragen sind darin beantwortet..die Familie Ortega hat alle wesentlichen Posten inne...zusammen mit dem Militär, der Spezialpolizei und den Geheimdiensten ist die Macht vollständig in den Händen dieser Regierung. Die Opposition dagegen wird drangsaliert, manche Vertreter sogar weggesperrt. Was sind aber ihre wahren Interessen...bloße Neugier wohl eher nicht?

17:26 von karlheinzfaltermeier

«Und wieder einmal hat der Faktor Mensch versagt, nicht wahr? Wenn es den Menschen nicht gäbe, wüden die Ideen von Marx und Engels das Paradies auf Erden erschaffen, oder?»

Wenn es den Menschen nicht gäbe.
Gäbe es auch die Ideen von Marx und Engels nicht.

Die beiden waren ja auch welche.
Menschen nämlich …

Am 21. Juli 2019 um 16:42 von skydiver-sr

Und wieviel Schaden haben die von den USA geführten Comtras damals Nicaragua zugefügt?

Sie meinen Contras?

Unter den Sandinistas gabs auch USA Buereger die fuer dieselben Kaempften,aber das ist ja nicht wichtig,in einer all zu einseitigen immer schuldigen USA Meinung!

Am 21. Juli 2019 um 16:40 von Jaroslaw P

Ortega, Castro und Chávez, die Leuchttürme der Menschlichkeit

Ja,mit sehr viel Blut an deren Haenden,aber Die haben ja nur schlechte Menschen umgebracht,so schoen kann man sich die Welt machen!

Am 21. Juli 2019 um 15:23 von andreas0068

Es fällt schon auf , dass diejenigen Staaten den Stempel "Regime" aufgedrückt bekommen, die der Politik der USA entgegenstehen.

Was mir immer auffällt ist das von den Regime Staaten abertausende sich in richtung USA aufmachen,warum wohl,wenn Sie doch das Sozialistische Paradise haben?

17:39 von fathaland slim

«Denn sollte dieser Kanal gebaut werden, so würde der Nicaragua-See, ein Süßwassersee, versalzen. Das wäre erstens eine immense Umweltkatastrophe, und zweitens würde den Menschen, hauptsächlich Fischer, die dort leben, die Lebensgrundlage entzogen.»

Der Zeichen waren zu wenige, um den Nicaragua-See "auch noch reinzufummeln", in meinen Beitrag. Sind aber natürlich immens wichtig Faktoren, die Sie erwähnen. Gar nicht zu überschätzen in ihrer Wichtigkeit …

Selbst unter politischen Gefolgsleuten von Ortega löst "das Gerücht" Empörung aus, der Konzessions-Vertrag mit dem chinesischen Konsortium beinhalte einen gewissen Passus. Der China die Kontrolle über die potentielle "Kanalzone" garantiere. Und einen definitiven Anteil der Einnahmen aus Passage-Gebühren + den beiden mit dazu geplanten (erweiterten, neuen) Häfen am Pazifik / am Karibischen Meer.

Angeblich garantiert auf 99 Jahre ab Eröffnungsdatum.
Erinnert mich an Panama-Kanal + USA + Señor Somoza & Co.
Wie es einst in PAN war …

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