Ihre Meinung zu: Elf Hochschulen und Verbünde sind "Exzellenzuniversitäten"

19. Juli 2019 - 17:06 Uhr

Es war eine einstimmige Entscheidung: Elf deutsche Universitäten und Universitätsverbünde dürfen sich künftig "Exzellenzuniversität" nennen. Mit dem Titel sind Fördermittel in jeweils zweistelliger Millionenhöhe verbunden.

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Kommentare

Toll!

Als könnte man „Exzellenz“ am Verhandlungstisch entscheiden. Die Idee alleine ist Ausdruck blanker Inkompetenz in der Bildungspolitik! (Sagt einer, der an einer dieser Unis studiert hat.)

naja

obwohl - oder gerade weil? - ich vor 40 Jahren in Heidelberg studiert habe, hätte ich der Ruprecht-Karls-Uni diese Ehre nicht zuteil werden lassen. Aber vielleicht hat sich da auch einiges zum Besseren gewandelt.
Das KIT in Karlsruhe hingegen hat sich den Rang verdient.

Aber insgesamt sehe ich die ganze Sache schon mit gemischten Gefühlen. Forschung und Lehre tut man mit diesem Exzellenz-Brimborium keinen Gefallen. Da die Fördergelder gewiss nicht vom Himmel fallen, wird für die nicht geförderten Hochschulen weniger übrig bleiben. Schon die Bewerbung für das Auswahlverfahren hat bestimmt manche Uni ein erkleckliches Sümmchen und viel Manpower gekostet. Und die müssen sicher ohne die hochgelobten Drittmittel gewuppt werden.

wer hat sich denn so was ausgedacht?

Also eine weitere Teilung der Gesellschaft.

Jetzt kommt noch ein Faktor für die selbsternannte Elite und Exzellenz.

Exzellent!

Nicht exzellent

Na da hat Hessen ja wieder Geld gespart. :-)

Muss ich jetzt frustriert sein, weil meine Tochter an der "normalen" Goethe-Uni in Frankfurt studiert?

Konservative ideologische Geldverschwendung

Der derbe Spruch "der Teufel sch.... auf den groessten Haufen" ist leider sehr treffend. Ich war selbst bei der Begutachtung einer der "Eliteunis", das Verfahren ist ein Witz. Die Idee eine Verfehlte Unipolitik basierend auf weltfremden konservativen Ideologien. Mit foerderung exzelender Forschung und Lehre hat dies nichts zu tun. Hier zaehlt m.E. nur oberflaechlicher Schein.

Skepsis, trotzdem Gratulation

Hochschulfoerderung ist immer gut, daher zunaechst mal viel Erfolg an alle die kuenftig davon profitieren werden. Schoen dass meine Alma Mater in Tuebingen auch darunter ist.
Trotzdem bin ich skeptisch gegenueber diesem Nachmachen amerikanischer Verhaeltnisse, die ich als seit mehr als 20 Jahren in USA Lebende nicht ideal finde. Die besten Leute zu foerdern ist schoen und gut, aber direkt dahinter ist ein grosses Feld auch ganz toller Leute die vielleicht sogar mehr Allgemeinkompetenz haben, die Topliste nicht schaffen weil sie nebenher arbeiten oder (hier in USA) weder reich genug sind um die horrenden Studiengebuehren selbst zu zahlen noch arm genug um Stipendien zu bekommen, keiner Minderheit angehoeren und auch keine besonderen Beziehungen haben. Und die Leute kommen zu kurz. Wenn sie Glueck haben bekommen sie Studienkredite die sie nach dem Studium fuer Jahrzehnte belasten und mit denen sie trotzdem nicht eine Eliteuni bezahlen koennen. Nicht alles in USA ist nachahmenswert.

zwei Exzellenzuniversitäten in München

München, München, über alles! so schön und bedeutend diese Titel sind, das Wohnungsproblem wird sich eher verschärfen!

Warum so negativ?

Es ist eine Initiative, die zu exzellenten Ergebnissen führen soll und dafür besondere Förderung erhält. Es geht doch gar nicht darum, in der internationalen Forschung irgendeinen Titel zu tragen. Davon ließe sich ohnehin niemand beeindrucken. Da zählen ausschließlich Ergebnisse und gute Netzwerke unter Forschergruppen. Und da kann zusätzliche Förderung durchaus helfen. Und besser viel an wenige ausgewählte Projekte geben, die auch etwas bewirken können als an alle ein bisschen ohne jeden Effekt.

Exzellenz an was ?

Finde ich interessant:
Als ich in Kiel Medizin studierte, sind sehr viele im Physikum schnell an ihre Grenzen gekommen.
Die haben dann zu "Exzellenzunis" wie Hamburg und Berlin gewechselt und dort ohne Probleme die Prüfungen bestanden an welche man in Kiel gescheitert war.

Auf solche neoliberale Ideen

muss man erst mal kommen.
Die einen jubeln, und viele andere schauen in die Röhre und haben Schwierigkeiten, weil sie unterfinanziert sind.

Und in der Mitte ein Loch

Na, mit der Karte sollte es dann auch jedem klar werden: Das Ganze erscheint wie eine riesige Bildungslücke in der Mitte Deutschlands.
Ich bin sicherlich absolut kein Fan von diesem "Bildung ist Ländersache" Blödsinn, der es leichter macht die Schule über Kontinente hinweg zu wechseln als 200km in Deutschland - aber etwas mehr geographisches Gleichgewicht hätte Sinn gemacht.

RWTH-Aachen immer noch Nr. 1

Meiner Meinung nach gibt es nur 2 Universitäten, die hier besonders herausstechen. Das ist einmal die TU-München und die RWTH-Aachen. Wobei die Aachener im Bereich Ingenieurswissenschaften führend sind. So sieht es auch das Ausland. Dort ist die RWTH immer noch die 1. Adresse. Aber Aachen ist halt keine Großstadt wie München. Die Uni Konstanz spielt in einer ganz anderen Liga.

Das finde ich falsch

Meine Uni ist nicht dabei und ich finde die einseitige Förderung nicht richtig. Alle Unis sollten gefördert werden. Sonst zementiert man ja nur das gegenwärtige Gefälle.

@ Nico Walter um 17:31

Bei den "Exzellenzuniversitäten" geht es auch nicht um Bildung, sondern um Ausbildung und Forschung zum Zwecke der raschen Anwendung ihrer Ergebnisse für Industrie und Konsumwelt.
Universitäten haben heute mit ihrem Ursprung als Bildungsstätte (Universitas und artes liberales) nichts mehr zu tun. Ist aber auch schon wirklich ein alter Hut.
Am "Verhandlungstisch" wird über die Verteilung der Gelder nicht entschieden, sondern Politik und Wirtschaft haben gemeinsam über nunmehr Jahrzehnte hinweg, Kriterien und Maßnahmen zur besseren Dienstbarmachung dieser öffentlichen Einrichtungen ergriffen, um bei diesen den Wettbewerb um den ökonomischen Wert ihrer Resultate zu befördern. Dass die Universitäten dadurch als Räume für Orientierung und Sinnsuche ausdienen, ist natürlich im politischen Zusammenhang beabsichtigt.
Nach der Gefahr, ausgehend von Studentenrevolten und Bildungsreformen in den 1960er und 1970er Jahren, sahen sich Staat und Wirtschaft herausgefordert. Ihre Antwort: Wettbewerb.

rowed

Die Frage sei erlaubt:
Warum hat München eine derart hohe Anziehungskraft, nicht nur bei Arbeitsplätzen.
Für mich sind Excellenzuniversitäten sehr, sehr wichtig, denn da wo die Begabtesten und "Besten" ausgebildet werden und auch die Lehrenden an diesen Orten zur "Spitze" gehören, da kommen auch fast immer die besten Ergebnisse heraus.
Förderung von Spitzenforschung bringt uns weiter, als das sozialisierte Giesskannenprinzip.
Glückwunsch für die Preisträger.

Premium-Account, Exzellenz-Uni, ..

... schön, dass auf diese Weise das schon destaströse, wohlstandsbedingte Bildungsgefälle in Deutschland noch weiter befeuert wird.

Spalten, was noch spaltbar ist. Oben und Unten, das muss schon brav so bleiben!

Bildungspolitik in Deutschland Anno 2019.

Ich bin von solchen US- oder Frankreich-Methoden rest-los "begeistert"! Neeeein, es ist ja nicht schon seit Jahren so, dass sich ignorante, wirtschaftliche Individualinteressen mittels des Mammons immer tiefer in die Freiheit und Unabhängigkeit der Hochschulforschung hineinfressen.

Ein Schelm, der dabei Böses denkt ...

Ach - schönen Gruß auch an den geplanten Kahlschlag betreffs der Krankenhäuser.

@frosthorn

"obwohl - oder gerade weil? - ich vor 40 Jahren in Heidelberg studiert habe, hätte ich der Ruprecht-Karls-Uni diese Ehre nicht zuteil werden lassen. Aber vielleicht hat sich da auch einiges zum Besseren gewandelt.
Das KIT in Karlsruhe hingegen hat sich den Rang verdient."

Das bedeutet: Sie kennen die Kriterien dieser Initiative und die Bewerbungsunterlagen sowohl der Heidelberger als auch der Karlsruher Uni so gut, dass Sie das beurteilen können?

"Da die Fördergelder gewiss nicht vom Himmel fallen, wird für die nicht geförderten Hochschulen weniger übrig bleiben."

Nein, da dieses Geld, das hier verteilt wird, zusätzliches Geld ist. Wenn es nicht in dieses Projekt fließen würde, könnte es gut sein, dass es stattdessen an ein Maut-Konsortium oder an die Flüchtlingshilfe ginge.

"Schon die Bewerbung für das Auswahlverfahren hat bestimmt manche Uni ein erkleckliches Sümmchen und viel Manpower gekostet."

Das ist allerdings ein großer Kritikpunkt, auch und gerade der Studentenvertreter.

"Exzellenzuniversitäten" ...

Da is er wieder, der Veitstanz um die nächste ideologisch verblasene Sau, die auf Teufel komm raus durchs Dorf muss.
Deutschland täte sich mit einer anständigen modernen Studienorganisation gut und ökonomischen Anreizen für diejenigen, die es denn hinter sich gebracht haben … Man muss sich keinesfalls an den Auswüchsen messen, die durch andere Bildungstraditionen gezeugt wurden.

@leider geil

"Meine Uni ist nicht dabei und ich finde die einseitige Förderung nicht richtig. Alle Unis sollten gefördert werden."

Ich glaube, Sie verstehen da etwas nicht richtig.
In Deutschland werden alle Unis gefördert. Ansonsten würde es kein kostenloses Studium geben.

Hierbei geht es lediglich darum, dass mittels zusätzlicher Mittel versucht wird, einige Unis aus dem grundsätzlich in Deutschland sehr guten Uni-Niveau auf Weltspitze zu heben.
Das geht nicht unbedingt mit allen Unis.

@rowed

"München, München, über alles! so schön und bedeutend diese Titel sind, das Wohnungsproblem wird sich eher verschärfen!"

Warum? Weil jetzt 15 ausländische Forscher nach München gelockt werden? Voll sind die Münchner Unis doch ohnehin schon.

Warum so negativ?

Es ist nicht schlecht, wenn einige Unis sich mal in einem Wettbewerb messen. Wir sind weit von einem US-amerikanischen System entfernt. Als ob diese geringe Förderung auch nur annähernd an eine der Unis wie Harvard, Stanford etc. heranreicht.

Und jegliche Förderung für alle gleich zu machen, halte ich auch für falsch. Das führt nur dazu, dass es gar keinen Wettbewerb mehr gibt. Wir beschweren und über ein immer schlechter werdendes Bildungssystem, bei dem heutzutage mehr 1er Abi‘s gibt als insgesamt Abiturienten vor 50 Jahren. Auch nur weil Standards nach unten geschraubt werden. Dann geht’s in die Uni und es folgt das Gleiche.... und plötzlich wachen wir auf und müssen erfahren, dass wir international konkurrieren und der Rest der Welt und überholt hat (z.B. Asien).
Dieses Projekt wird mit Sicherheit nicht alle Probleme lösen, aber es geht in die richtige Richtung. Ich hoffe, dass sich ein paar Unis beweisen können und auch international Anerkennung finden

Eine unnötige Entscheidung zur falschen Zeit

Die Bundesrepublik Deutschland hatte einmal den sozialen Anspruch, universitäre Bildung für alle Bevölkerungsschichten zugänglich und erschwinglich zu machen. Wir leben in einem Land, dessen Steueraufkommen es erlauben sollte, JEDE Universität exzellent auszustatten.
Und was erleben wir? Nicht einmal das Thema Inklusion ist ansatzweise gelöst und damit die Frage: Sind unsere Universitäten für jeden zugänglich, der das will?

All die Probleme aus dem Bologna-Prozess wurden nicht zu Ende gedacht. Und jetzt beginnt man, völlig falsch, auch noch mit Förderung nach anglo-amerikanischem Vorbild. Gießkannenprinzip.

Die heutige Entscheidung ist ein Armutszeugnis für die Bildungspolitik. Sie stellt nicht nur eine Verhöhnung der Bildungsgerechtigkeit dar, sondern auch all der anderen Hochschulen und Unis, die sich um exzellente Bildung bemühen und zusehen müssen, wie sie zurechtkommen dürfen. Was bekommen die? Almosen in Millionenhöhe?

Völlig falscher Ansatz.

Ich frage mich,

wer diese Auswahl trifft. Genau wie bei den so genannten "Top Arbeitgebern" kann ich nur sagen, alle, die ich davon kenne sind eine einzige Katastrophe und ich kann nur abraten dort zu arbeiten.

Gleiches gilt für die LMU München, da gibt es auch nur Negatives zu berichten.

Ich gebe nichts auf diese Empfehlungen.

Auch Exzellenz muss gefördert werden

Gute Ausstattung in der Lehre sollte nicht gegen Gute Ergebnisse in der Forschung ausgespielt werden. Wir brauchen beides.
Die Kritik an der Förderung Guter Forschungsergebnisse also Exzellenz ist mir völlig unverständlich. Wollen wir keine Gute Forschung in Deutschland und nur Lehre. Sollen die die sich besonders anstrengen nicht besonders belohnt und in ihrem Streben unterstützt werden ? Ist gute wissenschaftliche Forschung nicht ein wichtiger Teil deutscher Geschichte und Identität ?
Es ist ja nicht gerade so, dass die Lehre und weniger erfolgreiche Forschung nicht mehr finanziert würde. Im Gegenteil 90% der Mittel fließen in diese Bereiche. Unis, neue Studiengänge und Uniplätze schießen wie Pilze
aus dem Boden.
Faktisch wird viel zu wenig getan, um Gute Forschung also Exzellenz zu fördern. Dies ist angesichts der großen Herausforderungen bei Klimawandel, Hunger, Energie und Verkehrsfragen, Artensterben etc. dringend nötig

Bin skeptisch

An einer der erwählten Exzellenzunis war ich lange tätig. Viele andere Unis kenne ich nicht perfekt, aber doch ein wenig von innen.
Aus dieser Sicht sind mir die Auswahlkriterien nicht wirklich klar.
Zumindest die Qualität der studentischen Ausbildung war an allen mir bekannten "kleinen" Unis, die in der Exzellenzinitiative aber keine Rolle spielen, qualitativ teilweise deutlich hochwertiger.
Zumindest in meinen Augen sollte die Ausbildung die Kernaufgabe einer Uni sein, und die Unis sollten auch an der Qualität der Ausbildung gemessen werden.

Das Ziel, in den Oxford/Yale-Olymp aufsteigen zu wollen, verstehe ich natürlich. Ist die Exzellenzinitiative ein geeigneter Weg?

Meine Uni ist dabei...

...dennoch studiere ich in teilweise maroden Räumlichkeiten und völlig überfüllten Hörsälen, die Qualität der Dozenten ist oftmals miserabel, die einzige Qualifikation, die man hier erwirbt, ist das effektive Selbststudium und -management, wenn man nicht im Behördenapparat untergehen will... bleibt zu hoffen, dass wenigstens die Forschung profitiert! Schön wäre mal zu erfahren, warum die Gelder aus der Exzellenzinitiative nicht zur schnellen Modernisierung von Räumlichkeiten und zur qualitativen Verbesserung der Lehre verwendet werden, bzw. welche universitären Abteilungen tatsächlich davon profitieren, am besten einmal pro Semester, gemeinsam mit dem Gebührenbescheid...

17:56 von pxslo

und die RWTH-Aachen
.
also zu meiner Studentenzeit (vor 35 Jahre) hielt man den Atem an,
wenn einer erzählte er wäre in Aachen

17:48 von Sinotra

wie formulierte es mein "boshafter" Dozent am "Stall" in Esslingen
wenn ihr hier ne 4 kriegt oder abbrecht
geht nach Berlin da schließt ihr mit nem zweier ab - bequem -

Viele Kirchenaustritte: Neue Wegeist das verteilen von Geld..

sagte mal ein Politiklehrer und einer hielt das für platt - der hat sich aber geirrt. Elite hat was mit Kohle zu tun, nicht mit Leistung per se - Ideologie kann man kaufen und wenn ein paar nur daran glauben, dann hat sich der Deal gelohnt.

Unterfinanzierung setzt

bessere Impulse frei als "Schwimmen im Geld". Wenn man sich seinen Versuchsaufbau mit Bordmitteln zusammenschustern muss lernt man mehr. Sieht zwar nicht so hübsch aus wie der weiße Elefant aus der Exzellenzkasse aber ist "meins". In welchem Fall lernt man mehr? FH Hintertupfingen ist besser....

18:01 von leider geil

so ist das Leben
die Qualifikation der Studierenden ist nicht homogen
warum sollte es bei UNI´s nicht auch gewisse unterschiede geben
oder hat jeder das Zeug für den Nobelpreis ?

Das finde ich gut, aber ...

... wie viele andere, sehe ich hier auch das Problem, daß Exzellenzuniversitäten sich immer weiter entfernen werden. Die Wahrscheinlichkeit das die jetzigen Exzellenzuniversitäten durch die Zuwendungen wieder zu den Exzellenzuniversitäten gewählt werden liegt ziemlich nahe. Das bedeutet entweder, daß andere Universitäten keine Chance haben werden oder dies immer schwieriger wird. Vielleicht, wenn man diese Auszeichnung erreichen kann, aber die Zuwendungen für zB 10 Jahre geblockt sind und diese dann den darauffolgenden Universitäten zugute kommen würde wäre eine Möglichkeit. Oder vielleicht sogar die Auszeichnung zum einen die Zuwendungen jedoch genau umgekehrt (lach; ist wohl keine gute Lösung ;-) ). Aber ich vermute es gibt Exzellenzen, die diese FAIR lösen könnten. Ist FAIR denn gefragt?

hierarchische Abstufungen bis ins kleinste Detail

Das Nachäffen aus USA und GB wird niemals eine bessere Gesellschaft hervorbringen.
Aber wer - da oben - will das auch?

Es ist auch scheinbar (gewollt oder unabsichtlich) zweitrangig, wenn (unerkannte/verkannte) Genies ganz unten einen Hauptschulabschluss erhalten und niemals etwas zu sagen haben dürfen. Dagegen Streber und fleißige Auswendiglerner schnell mit der sonstigen Elite (in den oberen Konzernetagen) vernetzt werden.
Diese egozentrische Kombination aus Beziehungsgeflecht und Ehrgeiz wird dem Kapitalismus in ferner Zukunft auf die Füße fallen. Und ich möchte nicht dabei sein, denn es wird sehr häßlich für die Menschheit ausgehen...

Förderprogramme für

Wohnraum für Studenten wären angebracht....die "exzellenten" Hochschulen sind doch auch ohne Mio-Segen zur Exzellenz aufgestiegen.....

17:31 von Nico Walter

Toll!

Als könnte man „Exzellenz“ am Verhandlungstisch entscheiden. Die Idee alleine ist Ausdruck blanker Inkompetenz in der Bildungspolitik! (Sagt einer, der an einer dieser Unis studiert hat.)

Re
gut getroffen und die Frage ist wie gut sind sie im Internationalem Vergleich?

Elite

Ich hatte das Glück, meine Ausbildung an der TU Braunschweig zu absolvieren.
Das ist über 25 Jahre her.
Ich erinnere mich an Diskussionen bezüglich Elite und Fördergeldern.
Eine solide Ausbildung ist gefragt. Kann ich beruflich bestätigen.
Unsere damalige Position, die ich auch noch heute noch vertrete, war
ALLES FÜR ALLE, UND ZWAR UMSONST!
Bedeutet, nicht nur kostenfreie Ausbildung für Hochschulberechtigte, auch die Hochschule für Leute öffnen die Interesse haben, Bildung kostenfrei zu erhalten, weil sie die Finanzierung leisten, wenn nach Bankenrettung noch Geld übrig bleibt...

@tettigonia, 17:44h

Sie schreiben von "exzelender" Forschung... nomen est omen: exz-elender?
Danke für den erheiternden Tippfehler, der hier nicht so ganz fehl am Platze ist. ;-)

Na endlich

geht es in Richtung US-amerikanische Verhältnisse. Elite-Einrichtungen öffnen den Absolventen alle Türen (egal, wie hohl sie sind). Die Absolventen der staatlichen (hier: nicht geförderten Unis) erhalten nur bescheidene Jobs, egal wie gut sie sind.
Weiter so! Das pflegt die Ellenbogen-Gesellschaft und fördert den Egoismus.

Ich finde die einzelnen

Ich finde die einzelnen Fachbereiche sollten wenn überhaupt geehrt werden und nicht ganze Unis. Bonn beispielsweise hat im Fachbereich Mathematik seit kurzem mit Prof. Dr. Peter Scholze neben Prof. Dr. Gerd Faltings den zweiten Träger der Fields Medaille. Von so Größen wie Michael Rapoport ganz zu schweigen. Und was ist mit den anderen Fachbereichen der Uni Bonn? Sind da auch so hochkarätige Wissenschaftler vertreten? Ich weiß es nicht, aber gehört habe ich nichts davon. Übrigens, was bewirkt denn mehr Geld? Ein Mathematiker bspw. braucht nicht viel für seine Forschung. Lieber dort fördern wo es nötig ist.

Exzellenz nach dem Gießkannen Prinzip

Mich wundert es doch sehr, warum man die akademische Elitebildung und Förderung nicht an den einzelnen Fakultäten ausrichtet. Keine Hochschule ist in allen Disziplinen exzellent. Aber diejenigen, die nun nicht zu den auserkorenen Exzellenzen gehören und trotzdem exzellente Fakultäten haben gehen leer aus. Das ist mal wieder pure Inkompetenz nach dem Gießkannen Prinzip.

@BrBeyer, 18:29

[...] der platz reicht nicht, um mich selbst zu zitieren [...]

Das bedeutet: Sie kennen die Kriterien dieser Initiative und die Bewerbungsunterlagen sowohl der Heidelberger als auch der Karlsruher Uni so gut, dass Sie das beurteilen können?

Nein. Ich wollte damit einfließen lassen, dass ich die Heidelberger Uni nicht als "excellent" in Erinnerung habe. Nehmen Sie es nicht als argumentativen Beitrag, sondern als Seitenhieb zur persönlichen Genugtuung. Ich habe aber schon im nächsten Satz eingeräumt, dass meine Erinnerung überholt sein könnte. Rehabilitiert mich das?
[...]
Nein, da dieses Geld, das hier verteilt wird, zusätzliches Geld ist.
Es gibt kein "zusätzliches Geld", oder kann man den Bundeshaushalt per Zaubertrick vergrößern, wenn man ein lohnendes Investitionsfeld entdeckt? Übrigens, ein Maut-Konsortium wäre mir auch zuwider, aber eine Konkurrenz zur Flüchtlingshilfe würde ich nicht aufbauen wollen.

@Südstaatlerin um 19:32 Uhr

"Keine Hochschule ist in allen Disziplinen exzellent."

Leider werden heute Allrounder fast als Nichtskönner herabgestuft, dagegen sogenannte Fachidioten in den Himmel gehoben/gelobt.
Das ist eine Folge der Heraushebung einzelner Disziplinen. Ich (wohl Einzelgänger) bin für das Gießkannenprinzip, denn es gleicht flächendeckend - wenigstens ansatzweise - die Ungleichheit etwas aus.
(In der Natur ist jeder neu ergrünte Grashalm auf einer vertrockneten Wiese ein Zeichen von Hoffnung, so zu werden, wie die ständig immergrünen Wiesen, die aber (in letzter Zeit) die ebenso große Wasserzufuhr erhielten...)
Jedoch aufgrund der Selektion im Bildungssystem der BRD gehen Alleskönner vergleichsweise lehr aus, Fachidioten dagegen erhalten ungerechtfertigt viele Finanzspritzen.

Wirklich Ost vs. West???

Ich finde das ständige Betonen (oder auch Herbeireden?) einer Ost- Westspaltung ziemlich nervig. Schaut man hier auf die Karte ist es wohl eher eine Nord- Südspaltung in Deutschlands Bildungslandschaft. Warum ist außer Hamburg und Berlin keine einzige Uni nördlich von Bonn bis Dresden vertreten? Diese Linie finde ich viel auffälliger, wenn man unbedingt von Spaltung sprechen will.
Da fragt man sich doch woran das liegt und wer oder was da vernünftiger ist...
Vielleicht sollten die eh auch strukturschwachen Gebiete sowohl in Nord- als auch in Ostdeutschland nicht ausgerechnet auch noch im Bildungsbereich weiter abgehängt werden! Das verstärkt doch den Effekt. Gerade dort sollte in Hochschulstandorte investiert werden!

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