Ihre Meinung zu: Facebook-Währung Libra: Die Sorge ums digitale Geld

17. Juli 2019 - 19:36 Uhr

Es war eines der zentralen Themen bei den G7-Finanzministern: die von Facebook geplante Währung Libra. Doch so schön die Idee vom neuen digitalen Bezahlen klingt, so groß ist auch die Skepsis. Von Tom Schneider.

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Kommentare

Die Sorge ums digitale Geld ... ...

Dem würden andere wohl entgegenstellen, ihre Sorge ums Geld an sich, egal ob digital oder papiern,
Die Übersichtlichkeit in punkto Netzt Währungen ist doch spätestens seit der E-Gold Einmache durch US-Behörden ein Thema. Letztlich, das ist ersichtlich, geht es weniger ums Geld, als um die Durchschaubarkeit seiner Wege und Besitzverhältnisse. Es geht also weniger um Funktionales als um Machtsicherung. Letztlich sind die Staaten nur zu langsam, sonst müssten sie sich längst auf eine "gemeinsame" Netz-Währung eingelassen haben, aber dann hätten wir einen Präzedenzfall, was den Einstieg in eine gemeinsame Währung angeht, etwas das so einige fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

Kann ich mir vorstellen

das die Herrn der Währung nicht begeistert sind.
" Und natürlich auch darum, dass das, was an demokratischer Kontrolle hinter Währungen steht, verloren geht."

Ich bin zwar ein Bargeldbürger, und würde nie Digitales benutzen, zahle immer in Bar.
Mir also im Prinzip egal, aber es wäre schon gut die Vorherrschaft des Dollars und der USA zu brechen, was sie damit in der Welt machen ist ja für alle sichtbar.
So könnte in Ländern bezahlt werden die von den USA blockiert werden, aus welchen Gründen auch immer.

Demokratische Kontrolle, ein schönes Wort, mehr aber auch nicht.
Die ganzen Skandale wie Cum-Ex und Panama vergessen Herr Scholz, die Kontrolle klappt nur unten, oben wird Geld in Mengen verschoben und Steuergeld abgezockt.
Das dieses den USA ganz besonders nicht in Kram passt ist klar, Herr Scholz sollte sich erst mal um die ganzen Steuervermeider kümmern, ehe Er das Wort Demokratie in den Mund nimmt.

Aufpassen

Die Facebook-Währung ist wohl das gefährlichste, was uns passieren kann. Denn wenn man Facebook schon beim Datenmissbrauch nicht kontrollieren kann, wie soll das bei einer Währung gehen, die man weder rückverfolgen noch habhaft werden kann. Das öffnet dem Betrug, dem Missbrauch Tür und Tor! Ich hoffe, sie wird mit allen Mitteln verhindert!

Wieso wird eigentlich

Wieso wird eigentlich Digitalwährung immer optisch mit einer Goldmünze in Verbindung gebracht ?

Schon....

Besorgniserregend wenn ein Konzern zum Geld greift. Es müssen Konzerne verboten werden eine eigene digitale Währung zu betreiben. Währungen obliegt nur Staaten. Wir haben beim Euro Probleme der Dollar ist auch nicht ohne Mängel da stehen aber Staaten dahinter. Was ist wenn eine digitale Währung abschmiert muss da auch der Steuerzahler geradestehen oder zahlt Herr Zuckerberg den entstanden Schaden? Erst muss die Haftung geklärt werden

@Icke1

Ich finde das sollte nicht verhindert werden, den wer nicht hört muss spüren. Ich denke das man niemand dazu zwingen werden kann und wird Facebookwährung zu nutzen.

Libra böse , Paypal ok :-)

Was wird denn nicht schon alles digital
gebucht und mit dem Handy oder Payback Guthaben bezahlt ?
Keiner ist gezwungen diese Zahlungsarten zu nutzen.

Libra kann schließlich auch nur zum Schluß
gemäß Tageskurs wie z.b Dollar oder Euro verrechnet werden :-)

Jeder sollte so bezahlen wie

Jeder sollte so bezahlen wie er das für richtig hält. Ob bar, Visa, EC oder eben digitale Währung.
Einzig interessant ist die Stabilität der Währung.
Da traue ich keinem. Hoffentlich müssen wir nicht noch eine Schröpfung/Währungsreform erdulden. Die Euroumstellung hat mich schon die Hälfte meines Geldes gekostet. Hoffentlich bleibt es dabei. Sooo viel Geld habe ich auch nicht, aber es muß ja immer weniger Jahre für mich und meine Frau reichen....

Was nicht ist, das kann noch werden

„Kryptowährung werde "wenig Ansehen und Zuverlässigkeit haben", und basiere auf "dünner Luft", so Trump“

Bei einer Kryptowährung, die tatsächlich „demokratisch kontrolliert“ wird - nämlich von allen und niemandem, weil jede einzelne damit getätigte Transaktion für jedermann jederzeit transparent nachvollziehbar ist (also NICHT nur für einzelne Marktteilnehmer wie z.B. Staaten und Unternehmen), dürfte die Luft eher für ihn selbst dünn werden.

Geld wäre dann nämlich kein Kontroll- bzw. Machtinstrument mehr, sondern ein reines „Steuerungsinstrument“ in einer auf den weltweit anerkannten humanitären Prinzipien (hier allen voran dem der Vernunft und der Verhältnismäßigkeit) beruhenden sozialdemokratischen Marktwirtschaft.

Eine solche Kryptowährung gibt es aber nicht. Ich hoffe: noch. Die technischen Voraussetzungen dürften heute jedenfalls gegeben sein.

Aber zu viele haben an der Entwicklung einer solchen „Weltwährung“ keinerlei Interesse - und leider auch die Macht, die zu verhindern.

Die Idee ist genial

Facebook bekommt echtes Geld für virtuelles Buchgeld, das es selbst macht. Zwar müsste Facebook das Geld auch wieder zurücktauschen, aber wenn viele Leute die Libra anerkennen, wird einfach nur Libra weitergetauscht und nur wenige tauschen es zurück. Dh es wird immer mehr Währung in Libra getauscht und Facebook sammelt die Billiarden Dollars, Euros usw. ein. Damit kann Herr Zuckerberg dann leicht mal Microsoft, Google, Amazon und Alibaba kaufen. Und alle börsennotierten Firmen. Das beste: die Aktionäre erhalten echtes Geld für ihre Anteile, das sie gleich wieder in Libra tauschen. So fließt das Geld gleich wieder zu Facebook zurück.

Mal unter uns, wer dieser

Mal unter uns, wer dieser Libra traut wird sicherlich einen echt hohen Aufschwung erleben, genau die Zeit in der sich Marc Zuckerberg bereichern kann. Aber dann wird dieses künstliche Konstrukt zunächst unbemerkt langsam sinken um dann irgendwann einen echten Sinkflug zu erleben, die Zeit eben in der Herr Zuckerberg nicht mehr involviert sein wird.
Dieses Konstrukt kommt nur ganz am Anfang in mein Portfolio.

Echtes CO² für eine Illusion

Um 'virtuelle' Kryptowährung herzustellen, werden gigantische Mengen 'reale' Energie in Form von Rechenleistung benötigt.

Wir versauen also eine reale, paradiesische Welt für eine Illusion von Reichtum.

Damit wäre wohl bewiesen, dass die Menschheit zu dumm ist, um zu überleben.

@ Karl Klammer 21:23

Falsch!

Paypal ist keine Währung!

Es ist ein Zahlungssystem und wird in offizieller Währung abgerechnet.

@th711

Vielleicht erleben auch die „echten“ Währungen den Sinkflug. Wenn die Leute dem Euro nicht mehr trauen zum Beispiel.

@nelumbo

Ich denke genau das ist der Plan.
Es gibt etwa eine Milliarde Facebooknutzer, als soziales Netzwerk verliert es bereits an Bedeutung. Wenn ein Teil der Nutzer einen gewissen Anteil seiner Geschäfte in libra tätigt bildet sich ein gehöriger Berg von frei handelbaren Währungen. Wenn dieses Geld auch nur kurzfristig angelegt würde, ab einer bestimmten Masse an Geld werden die Zinsen, auch wenn sie relativ gering sind, absolut gesehen exorbitant sein. Das da Banken nervös werden ist klar.
Dann muss man auch sehen das es in den letzten Jahren etliche Konstrukte gab bei denen amerikanische Player den Rest der Welt per juristischen Tricks Milliarden abgenommen haben oder noch abnehmen werden (Monsanto, Deutsche Bank, VW...) Angesichts dieser Erfahrungen, muss man fragen was würde im Falle einer Pleite geschehen? Ich wäre jedenfalls sehr misstrauisch.

@SUV-Proll

Nein, virtuelle Kryptowährung kostet nicht grundsätzlich gigantische Mengen Energie. Das ist nur bei Bitcoin so und das ist Absicht, damit nicht jeder praktisch kostenlos beliebig viel Geld herstellen kann. Das ist ein Feature von Bitcoin, mit dem die völlige Unabhängigkeit von zentraler/staatlicher Kontrolle erkauft wird.

Wenn die Kontrolle wie bei dieser FaceBook-Währung dadurch gewährleistet ist, dass das zentral kontrolliert und durch wirkliche Währungen abgesichert ist, kostet das nicht mehr Energie als diese Website hier. Das sind nur ein paar Datensätze, die kosten nix in der Herstellung.

@SUV Proll

Der/Die Libra wäre keine Kryptowährung, sondern eine reale. Die muss nicht mit Rechenleistung geschöpft werden, wenn sie gegen existierende Währungen getauscht wird. Es reicht, dass die Menschen dem Tauschwert vertrauen. Das ist so ähnlich wie mit Gold und Papiergeld.

Was daran so traurig ist:

So etwas hätte es schon lange von Deutschland, der EU oder der UNO oder sonstwas geben können. Da sie aber nur Akten wälzen und alles aussitzen und das alles nur "Neuland" ist, mit dem man nichts zu tun haben will, machen halt Firmen so etwas, weil das gebraucht wird.

Mittlerweile traue ich diesem Laden FaceBook fast mehr als unseren Regierungen, die alles nur aussitzen und immer nur nichts tun. Da weiß ich wenigstens woran ich bin und kriege mehr als nur salbungsvolle Warnungen. Und dabei habe ich da nur einen Account, in den ich einmal im Jahr reinsehe.

Aber wirklich: Was sollen all diese Warnungen, wenn die deutschen Banken sich nur gegen alles wehren und gleichzeitig ihren Service abbauen und sogar Geldautomaten ihnen schon zu teuer sind? Was erwartet man da? Da verkaufe ich doch lieber meine Daten an FB, denn überwacht werde ich doch so oder so und bei FaceBook kriege ich wenigstens was dafür.

Was für ein Trauerspiel.

Der Dollar ist privat.

Kennedy hatte einen staatlichen Dollar initiiert.
Da gab es heftige Widerstände in den USA.
Die Kontrolle über die eigene Währung erscheint mir grundsätzlich für einen funktionierenden Staat.

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