Ihre Meinung zu: Brinkhaus will billigere Neubauten - Forderung an GroKo

10. Juni 2019 - 10:01 Uhr

Unionsfraktionschef Brinkhaus hat viele Vorschläge, um die Wohnungskrise in den Ballungsräumen zu bewältigen. Adressat ist auch die eigene Koalition. Von der Mietpreisbremse hält er aber nichts.

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Kommentare

Regulierung bremst Märkte aus

An erster Stelle steht das Problem der Besitzstandswahrung - wer einmal einen Mietvertrag abgeschlossen hat, kann meist bis zum seligen Ende in dieser Wohnung bei fast festgeschriebener Miete wohnen bleiben. Es ist oft billiger, eine inzwischen viel zu große, viele Jahre schon bewohnte Wohnung beizubehalten, statt in eine kleinere umzuziehen. So werden nicht nur große Wohnungen blockiert, auch die Vermieter können an ihren Wohnungen nur noch daran verdienen, wenn ihre Mieter wechseln und die Miete neu bestimmt werden kann. Wer also Pech hat und wegen Beruf oder Familienzuwachs umziehen muss, zahlt die Zeche für die anderen, viel zu hohe Mieten, kein Angebot an größeren Wohnungen etc. Dazu kommt die Regulierung des Baugrunds, ein abgrundtiefes, oft korruptionsgetriebenes Komunalkapitel. Aber auch die Nachfrage wächste gewaltig: Während früher Studenten in Mehrbettzimmern schliefen, muss es heute für jeden Studenten ein Appartment sein, in dem früher eine kleine Familie gewohnt hätte.

innerörtliche Brachflächen besser nutzbar machen

fordert Herr Brinkhaus.
Das funktioniert nur, wenn die Gemeinden selbst bauen.
Wenn die Brachflächen, wie bisher, an den Meistbietenden vergeben werden (EU weite öffentliche Ausschreibung) dann bleibt es teuer.

Vielleicht entrümpelt man

Vielleicht entrümpelt man auch mal die Bauvorschriften, die seit 1979 neu dazu kamen. Bauen ist viel zu teuer geworden. auch könnte man mal an den anderen Ausgaben, wie Grundbucheintrag, Notar, Grundsteuer, etc etc ansetzen.

Schaffe, schaffe, Häusle baue

Wenn Löhne und Gehälter an die Miete angepasst werden, ist alles gut. In vielen Berufszweigen stagnieren allerdings die Vergütungen seit weit über einem Jahrzehnt.
Verbilligtes Bauen eines Eigenheims bei gleichzeitiger Abschaffung oder Einschränkung der Mietpreisbremse treibt Menschen in ein bankfinanziertes Wohnen, die sich nicht verschulden wollen und deshlab zur Miete wohnen.
Privater Wohnungsbau dient keiner sozialen Komponente, sondern einzig der Gewinnmaximierung.
Solange sozial eingestellte Wohnungseigentümer - ja, die gibt es tatsächlich - allderings vom Staat geszwungen werden, eine Miete zu verlangen, die sie womöglich in dieser Höhe weder benötigen noch fordern wollen, nimmt die Schieflage des Wohnungsmarktes zusehends an Fahrt auf.

Was Politiker so alles wollen

Zum Thema Wohnraum mal ein kleiner Bericht aus unserer Stadt hier.

Auf den Konversionsflächen gibt es reichlich Platz. Also: Wohnraum schaffen. Klingt erst mal klasse.

Aber: der wird eben nicht günstig.

1. Es entsteht ein komplett neuer Stadtteil für die SUV-Helikopter-Eltern-Fraktion.

2. Auf der Fläche gegenüber, da GIBT es bezahlbaren Wohnraum. Kleine Wohnungen. Ideal für Singles, Studenten etc. Die wurden sogar vor 2,5 Jahren renoviert. Klingt auch toll. Die werden alle abgerissen. Da kommen riesige Bauten von Bauhaus und Segmüller hin.

3. Eine weitere Fläche. Da soll bezahlbarer Wohnraum hin. Sagt man. Richtig ist allerdings: der Oberbürgermeister hat da sein Prestige-Objekt geplant: Wohnraum für sehr gut verdienende Leute. Denn: Topmanager etc ziehen immer in die Nachbarstadt. Er will das ändern.

4. Noch eine Fläche: da hat sich die Stadt mit Ruhm bekleckert, denn die ist nun dank schlechter Verträge zum totalen Spekulationsobjekt geworden. Der Käufer kann da gar nix g

Billiger Bauen

Die Kommunen sollten billiges Bauland zur Verfügung stellen und darauf sollte kleiner, einfacher und billiger gebaut werden. Ich fänd's gut, wenn alle jungen Familien sich ihr Eigenheim oder ihre eigene Wohnung leisten könnten. Das ist auch eine super Altersvorsorge.

Wichtiger als die Reduzierung....

Von ein paar Abgaben wäre wohl die Bereitstellung von Baugrund in sehr großer Menge, eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im Umland der Metropolen und die Beseitigung des Förderprogramms fuer die deutsche Dämmmittelindustrie - der EnEV.

Weiterhin die Förderung von Wohnraum für jene, die die Bundesregierung als Arbeitskräfte in das Land der Deutschen locken will.
Das werden vor allem eher mäßig verdienende Menschen sein.

Daran muss sich die Förderung der Schaffung neuen Wohnraums orientieren.

Will heißen:
Ein weitgehendes Ende der Förderung des Eigenheimbaus.
Statt dessen bevorzugte Förderung für mittelgroße Wohneinheiten zur Miete.

Falsche Prioritäten

In meiner Stadt wurde aus einem ehemaligen Kasernengelände in bester Lage, ein Gewerbegebiet aus dem Boden gestampft und ein möglicher, lebenswerter Wohnraum für immer ruiniert.
Es wäre so viel Platz gewesen, um den Wohnungsmarkt wieder etwas zu entspannen aber wie immer fehlt der Weitblick oder es werden wieder nur die Interessen, einzelner Geschäftsbereiche vorgezogen.
Wenn man weiterhin mit wertvoller Fläche in innerstädtischen Bereichen so umgeht, wird die Wohnungsnot weiterhin größer und die Lebensqualität sinkt.

Am 10. Juni 2019 um 10:20 von Autograf

"An erster Stelle steht das Problem der Besitzstandswahrung - wer einmal einen Mietvertrag abgeschlossen hat, kann meist bis zum seligen Ende in dieser Wohnung bei fast festgeschriebener Miete wohnen bleiben."
#
#
In Deutschland leben Sie nicht. Es gibt keine festgeschriebene Miete in DE. Jeder Vermieter darf gesetzlich die Miete erhöhen und der Mieter muss dies sogar unterschreiben, sonst Droht die Kündigung.

@ stöberkarl

Wenn die Brachflächen, wie bisher, an den Meistbietenden vergeben werden (EU weite öffentliche Ausschreibung) dann bleibt es teuer.

Wir haben unser Grundstück direkt von der Gemeinde gekauft.

Brinkhaus will billigere Neubauten

Politikergeschwätz
der soll doch mal seine Augen aufmachen
wo bekommt man denn heute noch nen Handwerker her ?
die sind doch ausgebucht bis über die Hals und können deshalb
die unverschämtesten Preise verlangen
und dann, wer verteuert denn die Preise sonst noch ?
mit bekloppten Bauvorschriften ebenso mit übertriebener Wärmedämmung
und unsinnige Dingen wie Wärmepass
und zu guter Letzt, wer - mit klarem Verstand -
investiert heute noch in den Wohnungsbau, wenn massiv gedroht wird
Immobilien zu enteignen
und dieser Juso Chef sprach dabei Zitat: "maximal eine Immobilie"
was wäre dann die minimale Variante
kurzum Vertrauen wäre wichtig und keine Sprüche

Brinkhaus will billigere Neubauten....

Was immer - es gibt wohl keinen schlechteren Wirkungsgrad, als "Eigenheime bauen", wie oben abgebildet, hohe Kosten, hoher Flächenverbrauch, viel Außenwände etc. etc..., was wir uns auf keinen Fall erlauben können, ist unsere Betonwelt sich immer weiter auswachsen zu lassen. Sinnvoll, wenn wohl auch ungesund, ist also weitere Verdichtung. Das Getto ist also die Zukunft des Wohnens, die wenig wohnliche Variante der Massenmenschhaltung. Solange, bis wir endlich damit anfangen unsere Fortpflanzung zu zügeln - wenn wir wenig genug wären, könnten wir uns auch dörfliches Leben im innerstädtischen erlauben - ohne Not.

von Sisyphos3 um 11:29

Politikergeschwätz
der soll doch mal seine Augen aufmachen

Und von wem kommt es? Wieder mal von der CDU/CSU.

Lernen die Damen und Herren dieser Partei(en) denn nicht dazu?

So löst die CDU die Soziale Frage...

Wer kein Geld (für Miete) hat, soll gefälligst noch mehr Geld (für einen Hausbau) ausbauen.

Wie war das noch mit dem Brot und dem Kuchen?

Die Baupreissteigerungen seit 20 Jahren sind das Problem

aber halt leider nicht das einzige Problem. Quadratmeterpreise von >= 10€ pro Wohnung sind leider bei Neubauten nicht zu unterbieten (was eben bei ner 80 Quadratmeterwohnung mind. 800€ Kaltmiete entspricht). Die ganzen Auflagen z.B. für Wärmedämmung treiben die Preise dermaßen in die Höhe. Da helfen auch keine Befreiung der Grundsteuer oder billigerer Baugrund. Der Quadratmeterpreis für Bauland beträgt ca. 50 km von Frankfurt immer noch 200€. In den Ballungsgebieten im Rhein-Main Gebiet ein Mehrfaches.

Die Spekulation mit "Betongold" beenden.

Nachdem herauskam, dass große "Wohnungsbaugesellschaften" überhaupt keine Wohnungen bauen, sondern sich vor allem der Spekulation mit vorhandenem Wohnraum widmen, sollte man vielleicht hier ansetzen.

Mangels sinnvoller Anlagemöglichkeit kaufen sie sich schon in deutsche Zahnarztpraxen ein.

Enteignung?

@Sisyphos3: es wird massiv gedroht zu enteignen?? Der Vorsitzende der Jungendabteilung einer inzwischen kleinen Partei hat die Idee geäussert, dass man Wohnbaukonzerne enteignen könne, um bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wo genau ist da die massive Drohung? Enteignung bedeutet übrigens in D immer "gegen Entschädigung!". Die gemeinten Wohnungen waren übrigens mal in der öffentlichen Hand und wenig begabte Kommunalpolitiker haben das Tafelsilber der Städte verramscht. Das zu normalen Preisen zurück zu fordern halte ich für legitim.

Brinkhaus will billigere Neubauten-Forderungen an GroKo....

Für die Mietpreisbremse ist er nicht,jedenfalls für keine wirksame.
Aber dafür,daß bei Luxussanierung die Kosten weiter auf die Mieter umgelegt werden.Dafür,die Macht von Deutsche Wohnen oder Vonovia einzuschränken,auch nicht.
Für Mieter bringt Brinkhaus nichts.

Dieses Instrumentarium helfe nur auf kurze Sicht, weil dadurch kein neuer Wohnraum geschaffen werde.
----
Richtig. Wenn wir einen Zuzug von Menschen in Deutschland haben, die jährlich eine ganze Kleinstadt ausmachen, dann müssen wir mindestens pro Jahr eine Kleinstadt bauen, wenn wir nicht die Obdachlosenzahlen durch die Decke treiben wollen, oder?
Die Verdrängung hat doch längst begonnen und ist vollzogen, wenn man sich die Obdachlosenheime von Innen anschaut.
Dort sind nicht nur die Abgehängten zu finden, wie man glauben könnte, sondern Studenten, Akademiker, Rentner und viele mehr, die man als quer durch die Gesellschaft bezeichnen könnte.
Ich bin regelmäßig im Obdachlosenheim und kenne die Zusammensetzung und die unglaublichen Geschichten, die nichts mit Scheitern im Leben zu tun haben ( wie noch vor Jahren) sondern mit fehlendem Wohnraum und der daraus resultierenden Obdachlosigkeit.
Niemandem wird etwas fehlen, hat Schäuble einst geunkt; dann wird es unlängst Zeit für Taten!

Ankündigungsweltmeister...

"Bauen, bauen, bauen."

Wie wäre es erstmal mit bauen?

Dann bauen, bauen.

Und wenn man das geschafft hat, kann man dann bauen, bauen, bauen.

Ohne massiven Bürokratieabbau

wird hier nichts billiger.
Handwerker und Selbständige werden so mit Regel und Strafen überhäuft das keiner mehr Lust auf diese Berufe hat.
Alles komplett durch unsere ach so tolle Regierungsparteien verursacht.

das problem

sind nicht zu hohe geburtenraten (die waren auch schon mal höher) - das problem ist eine massive spekulation mit wohnraum in kombination mit landflucht...

wenn sie das lösen wollen, müssen sie a) die spekulation mit wohnraum eindämmen und b) die ländlichen gegenden wieder atraktiver machen.

11:32 von Rumpelstielz

bis wir endlich damit anfangen unsere Fortpflanzung zu zügeln
.
machen sie es mal halblang
wer holt denn Millionen ins Land
die bestimmt die Situation am Wohnungsmarkt
mit den fehlenden 800.000 Wohnungen nicht entspannen werden
ebenso wie diese Gruppe mittelfristig kaum einen Beitrag
für die sozialen Sicherungssysteme leisten werden
und langfristig ??

klientelpolitik,

sonst wieder nichts neues aus der Union.

hausbau billiger machen, keine mietpreisbremse.

damit die vermögenden noch günstiger immobilien hinstellen können, die sie zum wucherpreis vermieten.

und dann sitzt Brinkhaus in einer talk-runde nach der anderen und sinniert darüber, warum der Union die wähler abhanden kommen. und das schlimme für die CDU: es kommt kein nachwuchs, der mal eigenen ideen hat und die struktur der partei so verändert, dass sie wieder wählbar wird. Amthor, Junge Union, nachwuchspolitiker, die in ehrfurcht vor den alten der CDU erstarren und mit 20 schon in anzug und schlips auftreten, die damen im glockenrock und blüschen, weil sich das ja so gehört.

und die kirsche auf der torte: jetzt wollen sie alle ernstes auch noch Merz als neue hoffnung installieren. der mann, der die superreichen berät, wie sie ihren schotter noch mehr anhäufen können.

Selbstgemachte Wohnungsnot?

Diese Selbstgemachte Wohnungsnot hat viele Ursachen
1.Facharbeitermangel auch auf dem Land, dort wurden früher die Häuser mit viel Eigenleistung gebaut, allerdings war durch die Hohen Zinsen der Hausbau immer ein Finanzieller Kraftakt für die Familie
2.Jährlich 200.000 Zuwanderer brauchen eben Wohnraum der nicht vorhanden ist oder nicht mehr, es stehen sehr viele Wohnungen leer weil sie die Energie und Brandschutzauflagen nicht mehr erfüllen
3.Es lohnt nicht mehr überall Wohnungen zu bauen bzw. zu vermieten

Billiger bauer - eher doch preiswerter !

Die tausende von Bauvorschriften dazu noch in jedem Bundesland andere gehören gehörig entrümpelt.
Muss auch immer das Bauland gekauft werden ? was ist mit Pachten? Die Kirchen besitzen viel Land und auch so manchen Gemeinden. Viele Stiftungen besitzen ebenfalls Land. Auch so würde das Bauen preiswerter.
Viele Baunebenkosten könnten gesenkt werden, wenn es der Staat nur wollte.
Und noch eine Überlegung: beim Bauen fallen enorme MwSt. Beträge an, bei einem 400.000 € Häusle der Betrag von bereits 64.000 €.
Auch hier könnte der Staat mal ansetzen. Das Baukindergeld ist sowieso ein Taschenspieler Trick, von der linken Tasche raus und zurück holen in die rechte Tasche.
Nur billig bauen ist langfristig keine Lösung, auf Qualität sollte schon geachtet werden, sonst ist man in 10 Jahren bereits am Renovieren, und das kostet.

Brinkhaus ist wenigstens

Brinkhaus ist wenigstens ehrlich und zeigt auf, dass alle, die eine soziale Regelung des Wohnungsbau- und Mietmarktes möchten, bei der Union schlecht aufgehoben sind, weil dort das glatte Gegenteil favorisiert wird: Zahlungskräftige Leute, die neu bauen, sollen entlastet werden und dann, wenn der Bau steht, das Maximum durch die Mieter*innen rausholen können - so heißt das übersetzt, wenn der Unionsfraktionsvorsitzende billigeres Bauen fördern will und von Mietpreisbremse nichts hält. Die Zerstörung der CDU durch die eigenen Leute schreitet voran.

11:04 von Autochon

Ein weitgehendes Ende der Förderung des Eigenheimbaus.
Statt dessen bevorzugte Förderung für mittelgroße Wohneinheiten zur Miete.
.
Ansichtssache !
also ein Fass ohne Boden ist - meine ich - die unsinnigste Sache der Welt
wer ein Eigenheim hat kostet die Gesellschaft nur einmalig Geld
der kommt mit einer geringeren Rente aus und die Kosten fürs Pflegeheim
zahlt der selbst mit dem Verkauf seines Häuschen und nicht die Allgemeinheit

Dörfliches Leben

hat durchaus seine Vorzüge.
Hier hat man einen ganz anderen Gestaltungsfreiraum und auch finanziell ein viel besseres Auskommen als in der
Stadt.
Ich kenne beides,möchte aber nicht mehr in der Stadt wohnen.
Gelegentlich aber nicht zu oft besuche ich die Stadt auch gerne wieder.

11:42 von erde2070

Der Vorsitzende der Jungendabteilung einer inzwischen kleinen Partei hat die Idee geäussert
Enteignung bedeutet übrigens in D immer "gegen Entschädigung!
.
.... und der Vorsitzenden einer gerade sich im Aufwind befindlichen Partei hat dem nicht widersprochen im Gegenteil diesem Vorschlag durchaus einen Platz in seiner Politik eingeräumt
und wenn sie das für legitim halten
dann ist das ja in Ordnung (aus ihrer Sicht)
nur dürfen sie dann nicht erwarten, dass Leute so "dämlich" sind in einen Bereich zu investieren wo sie mit Garantie Schiffbruch erleiden
also in meinem speziellen Fall habe ich mich an die Vorgaben/Vorschläge unserer Politik gehalten privat was für meine Sicherheit im Alter zu tun
Lebensversicherung ist ja negativ behaftet, durch Geld Geld zu verdienen, also Wohneigentum und mit der Miete die Rente aufzubessern,.
also da will man mir jetzt was wegnehmen - und auf das läuft es ja raus, oder wer bezahlt denn den Immobilienkauf als die Immobilienbesitzer über Extra Steuern

Billiger bauen?

Ich frage mich, wie das wohl in einer Marktwirtschaft funktioniert. Die Mietpreise an einem Ort werden ja wohl von Angebot und Nachfrage und ggf. von einem Mietspiegel bestimmt. Wie viel Miete wird ein gewerblicher Investor wohl verlangen, wenn er zwar billiger gebaut hat, der Markt aber trotzdem 15€/qm hergibt?
Also für Leute, die selbst bauen mag das was bringen, aber für Mieter....

Günstige Mietwohnungen gibt es nur, wenn der Staat selbst oder Genossenschaften bauen. Aber das will man ja nicht mehr.

Re: Billiger Bauen

(Die Kommunen sollten billiges Bauland zur Verfügung stellen und darauf sollte kleiner, einfacher und billiger gebaut werden. Ich fänd's gut, wenn alle jungen Familien sich ihr Eigenheim oder ihre eigene Wohnung leisten könnten. Das ist auch eine super Altersvorsorge.)

Nicht immer ist die selbstbewohnte Immobilie automatisch eine gute Altersvorsorge, sondern häufig nur ein Luxus, den man sich leistet.
Allein das Geld durch die Nebenkosten und hohen Zinsen, die im Schnitt noch ein Drittel auf den Kaufpreis draufkommen, bekommt man nie wieder.
Wenn man jetzt viel später bei schmaler Rente das Haus immer noch selbst bewohnt, hat man weiterhin nur Kosten, denn das reingesteckte Geld sitzt einfach fest. Wenn dann noch die üblichen, teuren Reparaturen unweigerlich kommen, kann selbst ein bezahltes Haus zur Kostenfalle werden.
Mit Glück für den Schuldner, steigen die Immo-Preise weiterhin stark an und kann den Kasten mit Plus/minus oder leichten Gewinn wieder verkaufen.

Billigere Neubauten

Das geht und dafür gibt es ein Beispiel und das ist die Grunderwerbssteuer bzw. die Grundsteuer.
Wenn jemand ein Grundstück kauft , zahlt er die Grunderwerbssteuer. Das ist soweit auch gut allerdings nicht die Höhe derselben! Nun bebaut er das Grundstück , was er bezahlt hat, und zahlt nun monatlich Grundsteuer für Land welches ihm gehört !!!
Würde er jetzt ein Haus gebaut haben, mit Eigentumswohnungen, würde er erst einmal die Grunderwerbssteuer zahlen müssen dann bauen und dann die Wohnungen verkaufen. Der jeweilige Käufer zahlt nun wieder die Grunderwerbssteuer gemäß der Anteile und ab dann monatlich wieder Grundsteuer. Es ist der übliche Behördenwahnsinn gekoppelt mit der aktuellen Haushaltslage ..... aber für die Schulden sind ja auch die jeweiligen Behörden zuständig ... ach deshalb,na dann !

In Deutschland finden jede

In Deutschland finden jede Woche Enteignungen statt, wo kleine Leute ihren Grund verlieren für Großprojekte von Großkonzernen; da kräht kein Hahn. Aber wenn das Grundrecht auf Wohnen kleiner Leute bei kapitalistischen Großkonzernen als Ultima Ratio auch Enteignungen vorsieht, schreit mancher laut auf. Das verstehe wer will...

Der Staat ist der größte Preistreiber

und jetzt stellt sich einer hin und erzählt vom billigeren Bauen, aber die unsinnigen Vorschriften und Auflagen sind natürlich einzuhalten.

Niedrige Zinsen

Dauerhaft niedrige Zinsen schaffen uns finanziellen Spielraum und Sicherheit in der Baufinanzierung. Für Kapitalbesitzer bedeutet das zwar weniger Profit, aber das ist insgesamt gerechter als früher.

@Dörfliches Leben

Ich nehme an, 'Vorausschauender', dass Sie der jüngeren Generation angehören. Denn für ältere Menschen wie mich, hat das Wohnen in der Großstadt unbedingt Vorteile:
- Geschäfte in der Nähe,
- Ärzte aller Art in der Nähe,
- Restaurants in der Nähe,
- Krankenhäuser in der Nähe.
usw.
Wo haben Sie, die Sie auf dem Land wohnen, den nächsten Arzt, das nächste Krankenhaus, den nächsten Bäcker oder Metzger oder Supermarkt?
Sicher nicht fußläufig zu erreichen, oder? So hat alles seine Vor- und Nachteile.

Genossenschaftlich bauen

@ dr.bashir:
Billiger bauen? Ich frage mich, wie das wohl in einer Marktwirtschaft funktioniert.

Miete und Eigentum kann durch genossenschaftliche Modelle sozialer werden. Bei sozialer Marktwirtschaft können sich SPD und CDU doch eigentlich treffen.

@11:56 von suomalainen

"damit die vermögenden noch günstiger immobilien hinstellen können, die sie zum wucherpreis vermieten."

Wo Gewinne gemacht werden können, werden auch Gewinne macht. Das liegt in der Natur des Kapitalismus (und des Menschen). Aber Wucherpreise kann man nur verlangen, wenn ein begrenztes Angebot auf eine steigende Nachfrage trifft. Und für das begrenzte Angebot sind nicht die Vermögenden verantwortlich, sondern der Statt, der zu wenig Wohnraum geschaffen hat. Zusätzlich hat er das Bauen verteuert. Und das Problem war abzusehen, aber die Zeiten, in denen Politiker durch Weitsicht gegläzt haben, sind lange vorbei. Würden mehr Wohnungen gebaut, könnten die Vermögenden auch keine Wucherpreise verlangen, weil die dann keiner mehr zahlen würde. So einfach ist das. Die Vermögenden sind hier der falsche Adressat, aber zur Zeit halt ein sehr populärer.

@um 12:16 von dr.bashir

@um 12:16 von dr.bashir
Ich frage mich, wie das wohl in einer Marktwirtschaft funktioniert.
...
Nachfrage regelt das Angebot.
Da unsere Politik die Nachfrage nach Wohnraum selbst in der Hand hat durch die Regulierung von Zuzug und Ausweisung von Abgelehnten, ist das eine ganz klare Sache, die der Staat damit selbst in der Hand hat.
Mir scheint er er das Problem zu sein, als der Abhilfeschaffende.

Ob Herr Brinkhaus wohl das

Ob Herr Brinkhaus wohl das Rezo-YouTube-Video geschaut hat? Spätestens dann wüsste er, dass in den letzten 20 Jahren die ärmeren Schichten deutlich mehr Steuerlast tragen als die Gutverdienenden und die Schere zwischen wenigen Superreichen und einer großen Gruppe (nahezu die Hälfte der Bevölkerung) immer größer wurde: aber eine "Mietpreisbremse" befürwortet der CDU-Fraktionschef nicht. Klare Position.

Der eigentliche Grund

Der eigentliche Grund für die Wohnungssituation in süddeutschen Großräumen ist doch der massenhafte Zuzug von Wirtschaftsmigranten aus dem Norden /Nordosten, die dann meistens im "Servicebereich" arbeiten.Genau diese Neophyten regen sich aber über die Situation und den Flächenfraß auf.
Denn die Übernutzung jeglicher Art ist nach UN- Umweltbericht das eigentliche Problem!

Vorschriften abbauen

@ Augustus Cäsar:
... und jetzt stellt sich einer hin und erzählt vom billigeren Bauen, aber die unsinnigen Vorschriften und Auflagen sind natürlich einzuhalten.

Nein, auch da setzt Brinkhaus an.

Der Staat muss bauen, bauen, bauen...

Nur dann können die Preise auf ein vertretbares Mass sinken.
* Modernisierungen müssen zeitgerecht in die Mieten eingerechnet werden. Fenster z.B. werde nicht alle 9-11 Jahre gewechselt, sondern bleiben mindestens 25 Jahre im Haus, usw..
* Brachland nicht verkaufen sondern billig verpachten mit Auflagen. (billige Mieten, gutes energetisches Bauen für niedrige Nebenkosten ...)

Aber solange die CDU ein Sammelbecken für Menschen ohne Sachverstand, aber mit viel Geschick beim, der Industrie in den Hintern kriechen, bleibt, wird sich da nichts ändern.

@ andererseits

Ob Herr Brinkhaus wohl das Rezo-YouTube-Video geschaut hat?

Wozu? Hat der Ahnung vom Bauen?

Thema "Ländlichen Raum ertüchtigen":

Wie wäre es erst mal mit vernünftigem, schnellen Mobilfunk und Internet in ganz Deutschland?
Vorher brauchen wir nämlich gar nicht anfangen zu träumen. Keine Firma mit einer geistig gesunden Führung zieht aufs Land ohne diese Mindestvorraussetzungen!

Punkt 2) Erlaubt wieder den Bau von Windrädern im ländlichen Raum!!!
Das schafft dort Arbeitsplätze und Wohlstand!

Es ist schon interessant,

dass die Politiker von der CDU in dieser Situation nicht nur weitermachen wie bisher, sondern das sogar noch laut herausschreien.

Ich habe ernsthaft den Eindruck, diesen Poltikern (z.B. auch Glöckner mit dem ranwanzen an Nestle oder Scheuer an die Automobilindustrie) geht es nicht darum die Union zu retten, sondern nur noch nach dem nächsten Wahldesaster eine Anschlussverwendung zu finden.

@13:34 leider geil

Genau. So geht's. Wesentliche Erkenntnisse zur Verteilung von arm und reich in unserem Land braucht man nicht, um zur Wohnungsmarkt- und Mietpolitik etwas zu sagen; stattdessen wischt man das weg mit "... hat der Ahnung von Bauen?" ... Leider nicht geil; sinnvoller wäre die Frage: Hat Brinkhaus Ahnung von Einkommensverhältnissen, Steuerpolitik und Mietenexplosion? Da wär mir sogar egal ob er das Wissen über ein Rezo-YouTube-Video hat - oder weil er diese Ahnung qua Amt und Mitarbeiter*innenstab hat.

Staat muss bauen

Wohnen in nachhaltigem Wohnraum ist keine Sache von Investoren, die haben nur Interesse an Rendite.
Hier ist der Staat insbesondere die Gemeinden gefordert.
Günstige Erbpachtgrundstücke ausweisen und an gemeinnützige Genossenschaften vergeben....Industrielle Fertigung senkt Baukosten und natürlich eine Rückführung der Bauvorschriften.
Aber unsere Regierungen in Bund, Land und Gemeinden haben kein Konzept, keinen Plan und nur falsche Ideen wie zb die Mietpreisbremse oder Steuererleichterungen für Investoren. Schade.

@silverbeard

Sie bringen viele scheinbare Argumente. Wer es sich nicht leisten kann in seiner Wunschstadt zu wohnen sollte von der Allgemeinheit nicht fordern das für ihn zu erledigen. Die Mieten sind so hoch weil es Menschen gibt, die sich das leisten wollen. Gäbe es nur wenige davon hätten einige Boomstädte nicht dieses Problem. Die Subvention von Mieten verschärft das Problem nur. Und dass Windräder die Landflucht stoppen sollen ist auch eine gewagte Aussage. Man könnte es auch umdrehen und behaupten, es ziehen so viele in die Stadt, weil sie die Windräder auf dem Land nicht mehr ertragen.

Bauen in Ballungsgebieten ist

Bauen in Ballungsgebieten ist teuer, aber immer noch billiger als mieten, da die Hypothekenzinsen sehr niedrig sind. Beispiel: eine Wohnung mit 100 m² koste € 1000 im Monat Miete, also € 12.000 im Jahr. Kaufpreis ist € 400000. Bei 2% Hypothekenzins also € 8000 pro Jahr, macht eine Ersparnis gegenüber mieten von € 4000 bzw. einem Drittel.

Paradox

Es wurde tatsächlich sehr viel gebaut in den letzten Jahren - den niedrigen Zinsen sei dank, welche Investoren drängt ihr Geld in Betongold anzulegen. Natürlich nur gegen entsprechende Rendite. Ironischerweise ist der Mietspiegel beim Bestand aber in gleichem Maße gestiegen. Hier heißt das Zauberwort oft „Sanierung“. Mit eines der unsinnigsten Gesetze war das zur „Energetischen Sanierung“ bzw. „Dämmverordnung“. Man kann nämlich super Passiv- bzw Niedrigenergierhäuser NEU bauen - sogar ganz ohne Styroporplatten mit Lüftungspflicht und Schimmelfolgen! Die Nebenkosten sind trotzdem gestiegen für Mieter. Außer dem Handwerk und der Dämmstoff- und Bauindustrie hat niemand profitiert. Hätte man den Blödsinn gelassen, wären viele Bestandsmieten heute bezahlbarer. Übrigens: zahlreiche Neubauten sind keine Miet-sondern Eigentumswohnungen die zur Gegenfinanzierung durch die Käufer (teuer) vermietet werden. Ein boomendes Geschäft für Banken und Baufirmen!

@ Abracadabra45

„Ich nehme an, 'Vorausschauender', dass Sie der jüngeren Generation angehören. Denn für ältere Menschen wie mich, hat das Wohnen in der Großstadt unbedingt Vorteile:
- Geschäfte in der Nähe,
- Ärzte aller Art in der Nähe,
- Restaurants in der Nähe,
- Krankenhäuser in der Nähe.
usw.
Wo haben Sie, die Sie auf dem Land wohnen, den nächsten Arzt, das nächste Krankenhaus, den nächsten Bäcker oder Metzger oder Supermarkt?
Sicher nicht fußläufig zu erreichen, oder? So hat alles seine Vor- und Nachteile.„

Ich wohne auch auf dem Land, habe 4000qm Grundstück (eine große Arbeitsbelastung, um das in Schuss zu halten, aber für Kinder ein Traum) und muss ca. 20 min gehen, um einen Arzt, einen Supermarkt, eine Apotheke, eine Bank zu erreichen. Das ist mit dem Rad alles in knapp 5 min zu erreichen.
Man muss von der Vorstellung weg, dass die Leute, die auf dem Land wohnen, 2 Stunden fahren müssen, um Infrastruktur zu finden. Ländlich wohnen und trotzdem nah an der Stadt ist eben auch möglich

Die Politik ist der größte Mietentreiber

Niemand hat die Mietpreise so getrieben wie die Politik.
Beispiel Grunderwerbssteuer: In NRW von 1,5% auf jetzt 6,5% mehr als vervierfacht.
Beispiel Energieeinspargesetz: Die Baukosten haben sich so deutlich erhöht, dass diese Kostensteigerung die Energieersparnis um ein vielfaches übertrifft.
Beispiel neue Landesbauordnung NRW: ab dem 4`ten Stock ist jetzt eine Aufzug Pflicht. Dies konterkariert die Bemühungen, durch Dachaufstockungen günstigen Wohnraum zu schaffen.
Das schlimmste aber: Der Verkauf von tausenden Sozialwohnungen an Investoren.
Und danach hat die Politik den Investoren die ultimative Waffe zur Mieterhöhung geladen in die Hand gedrückt: energetische Sanierung. Diese darf auf die Miete umgelegt werden, die Mieter haben kein Widerspruchsrecht und können während der Sanierungszeit nicht einmal Mietminderung wegen Dreck und Baulärm geltend machen.
Dabei können die enormen Mietsteigerungen niemals durch Einsparungen im Energiebereich kompensiert werden.
Tolle Politik.

Es gibt keinen Wohnungsmangel!

Warum bauen? Es gibt keinen Wohnungsmangel!

Es gibt Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Wenn wir jetzt 100 Millionen (!) Wohnungen bauen würde (völlig übertriebenes Gedankenspiel), würde das kein bisschen was an der Wohnungsnot ändern.

Das Problem ist nicht zu wenig Wohnraum.
Das Problem ist, dass die Politik öffentlichen Wohnraum verkauft hat und Sozialwohnungen im Sinkflug sind.

"Bauen, bauen, bauen" ist deshalb nichts weiter als Augenwischerei. Und gefährlich. Denn es vernebelt uns die Sicht auf das wirkliche Problem.

Jedem sein Schloß

Bauen, bauen, bauen.
Und jedem einen Kredit.
Je höher, desto besser.
Wer Kredite abzahlen muß, zuckt nicht auf und ist immer ein braver Bürger.
Wer geht schon auf die Straße um zu protestieren,wenn er anschließend auf der Straße steht.
Der Staat weiß schon, wie er seine Bürger in Abhängigkeiten bringt.

billiger oder preiswerter?

Billigbauten werden aufgrund der Bauvorschriften erst gar nicht erlaubt. Manch einer würde sich in einer eigenen! "Holzhütte" sehr wohl fühlen, doch was soll der Nachbar sagen, wenn er in einer Villa und evtl. auch noch auf seinen Schulden sitzt und ständig auf die Hütte seines Nachbarn schauen muss, der sich nebenbei auch noch etwas zum Leben gönnen kann.
Hier muss etwas geändert werden!
Es sollten mehr Schrebergärten zum Wohnen & Leben geschaffen werden, doch der Staat will ja keine Zufriedenheit der Bürger, sondern nur seine Abhängigkeit vom Kapital.
Es wird sich nichts ändern! Die Mieten werden noch steigen, damit auch dementsprechend die Steuern angehoben werden können. Wenn dann der Mietpreispegel mal wieder fallen sollte, dann bleiben die hohen Steuern mit Sicherheit bestehen!
Und wie sieht die andere Realität aus? Wenn man krank, arbeitslos, ... werden sollte, dann geht Haus&Hof wieder an den Staat! (In einigen EU-Ländern erfolgt dieses nicht so schnell!)

@ 12:29 von Bleu de Q

Sind Sie Vermieter oder Anlageberater und fürchten um Ihr Geschäftsmodell? Ihre Aussagen sind hahnebüchen. Wer einen Hausbau gewissenhaft plant und nicht meint in der teuersten Gegend und mit den teuersten Materialien bauen zu müssen kann gar nicht besser vorsorgen. Allerdings habert es denen, die über hohe Mieten jammern sowohl an gewissenhafte Umgang mit Geld als auch an Weitsicht, vielleicht auch an falscher Risikoabschätzung. Das Risiko wegen hoher Mieten nie genügend vorsorgen zu können, scheinen viele niedriger Einzuschàtzen als bei Bau eines Hauses pleite zu gehen. Aber: Mieten steigern in keinem Fall das Vermögen des Mieters, Investitionen ins eigene Haus könnten sich auszahlen.

@ yolo

Ich verstehe Sie nicht. Da Sie offenbar intelligent und zudem sozial engagiert sind, warum sehen Sie dann nicht, wie zunehmend die unteren Ränder der Gesellschaft gegeneinander ausgespielt werden? Wohnungsnot entsteht nicht, weil ein paar absolut arme Flüchtlinge relativ arme Einheimische aus ihren Wohnungen verdrängen (wer Abdullah heißt, hat doch null Chance auf dem normalen Wohnungsmarkt), sondern weil Reiche und Einflussreiche die Kosten für Wohnraum in die Höhe treiben.

Keine Handwerker mehr

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es im Moment einfach zu wenige Handwerker gibt (Nachwuchsmangel) und man deshalb beim Kauf einer gebrauchten Immobilie für die anschließenden Renovierungsarbeiten exorbitante Mehrkosten hat. Die Handwerker suchen sich die Kunden aus. Das würde mich aktuell davon abhalten, ein gebrauchtes Haus zu kaufen. Da nützen auch niedrigen Zinsen oder das Baukindergeld nix.

Flächenfraß durch Reihenhaussiedlungen

"Das scheitere insbesondere daran, dass nicht genügend Flächen zur Verfügung stünden. Diese müssten bereitgestellt und Gebäude in die Höhe gebaut werden - "und zwar dort, wo die Menschen wohnen wollen", sagte Brinkhaus".

Da ist was dran: Jeden Tag werden überall Flächen versiegelt (nicht nur für Wohnungen). Logisch, dass besonders in Ballungsgebieten Flächen knapp werden. Im Berliner Umland haben sich seit der Wende die Einwohnerzahlen teils verdoppelt. Die Leute wohnen in flächenfressenden Einfamilen- und Reihenhaussiedlungen. Das ist unökologisch und auch unökonomisch (und wie ich finde, oft ziemlich hässlich).

Mehrgeschossige Bauten und dafür mehr freie Grundfläche (z.B. Gärten für Selbstversorgung oder einfach Grünfläche oder Spielplätze etc.) wäre ein sinnvoller Ansatz. Wenn mans richtig macht, kann auch so eine hohe Wohnqualität gewährleistet werden - vielleicht sogar höher als in diesen monotonen Reihenhaussiedlungen.

Mehr Angebot = günstigere Mieten

Die simple Erklärung für gestiegene Mieten lautet :zu geringes Angebot. Dadurch können die Vermieter alle Preise durchsetzen. Beste Lösung? Bauen einfacher und billiger machen. Geht nicht? Doch! In Holland kostet Bauen nur rund die Hälfte, weil es weniger Vorschriften gibt. Aber in Deutschland versucht man es lieber mit noch mehr Vorschriften.

@ zöpfchen

„Die simple Erklärung für gestiegene Mieten lautet :zu geringes Angebot. Dadurch können die Vermieter alle Preise durchsetzen. Beste Lösung? Bauen einfacher und billiger machen“

Einfacher ok, aber billiger. Seit der geringen Zinsen müssten neue Bauvorhaben deutlich günstiger sein. Sind sie aber nicht. Grund: trotz niedriger Zinsen weiß die Baubranche, wieviel Geld Familien zum Bauen zur Verfügung haben. Jetzt sinken die Zinsen, dafür lassen sich die Bauunternehmen halt das „Mehr-Geld“ der Bauherren überweisen.
Und preislich drücken sich die Bauunternehmen gegenseitig auch nicht nach unten. Die Auftragslage ist gut, die Bauunternehmen müssen eher Aufträge absagen, als das sie Lücken hätten. Daher ist jeder Bauherr froh, wenn er überhaupt schnell Bauunternehmen / Handwerker findet. Diese Not spiegelt sich in hohen Preisen wieder

@14:55 von Delphieye

>>Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es im Moment einfach zu wenige Handwerker gibt (Nachwuchsmangel) und man deshalb beim Kauf einer gebrauchten Immobilie für die anschließenden Renovierungsarbeiten exorbitante Mehrkosten hat. Die Handwerker suchen sich die Kunden aus. <<

Der Handwerkermangel liegt aber auch an der zu schlechten Bezahlung im Verältnis zu Jobs mit Studium. D.h. mehr Handwerker würden keine niedrigere Kosten für die Kunden bedeuten.

Es ist ganz einfach: Der

Es ist ganz einfach: Der Staat hat es verbockt.
Da gibt es nichts schön zu reden. Die ganzen Wohnungen an Mietkonzerne wie Vonovia verhökert. War ja das schnelle Geld. Und jetzt wird rumgejammert statt gehandelt.
Mal einen Blick nach Österreich werfen, wie man das machen kann.
Und es wird nur mit Bauen und Rückkauf gehen, wenn man genug und günstigen Wohnraum will.
Statt Wohnungen ewig staatlich zu subventionieren (der Gewinn bleibt dem Vermieter, ein Schrecken ohne Ende) besser direkt Rückkauf.

@15:16 von zöpfchen

>>Die simple Erklärung für gestiegene Mieten lautet :zu geringes Angebot. Dadurch können die Vermieter alle Preise durchsetzen. Beste Lösung? Bauen einfacher und billiger machen. Geht nicht? Doch! In Holland kostet Bauen nur rund die Hälfte, weil es weniger Vorschriften gibt. Aber in Deutschland versucht man es lieber mit noch mehr Vorschriften.<<

Da gibt es kleine Probleme, die gerne übersehen werden:

Häuser werden für 50-100 Jahre gebaut und wir haben ein riesen Problem mit der Umwelt.
Jetzt billigen Müll zu bauen wird uns später auf die Füsse fallen.

Das einzige, was da helfen könnte wäre Bauland nicht mehr teuer zu verkaufen sondern billig zu verpachten. Das gibt es nämlich nicht unendlich. Deshalb wird es in Ballungsgebieten immer teurer, je weniger davon frei ist.

Tiefgaragen kosten 20% der Bausumme. Was wollen wir tun? Autos verbieten? Jedes Auto braucht einen Parkplatz, aber schauen Sie sich mal Wohnbezirke an, die gebaut wurden, bevor jeder ein Auto besaß.

@14:26 von Erich Kästner

>>Warum bauen? Es gibt keinen Wohnungsmangel!<<

Leider schon.
Menschen ziehen vom Land ohne Arbeit und Infrastruktur in die Ballungsgebiete, wo es das gibt.

Diesen Trend können wir nicht ignorieren. Arbeitsplätze entstehen nun mal im Moment nur in Städten und Ballungsgebieten. Da wäre z.B. die CDU als Regierungspartei gefragt daran etwas zu ändern. Die bekommen es aber noch nicht mal hin, vernünftiges Internet und Mobilfunk in abgehängte Gebiete zu liefern.

@13:54 von andererseits

Es ist nun mal ein Fakt, dass die Baukosten in den letzten Jahren durch allerhand Regularien stark gestiegen sind. Dies führt dazu, dass die Mieten von Neubauten auch eher hoch sind, weil es sich für den Investor ja lohnen muss zu bauen. Genauso ist es ein Fakt, dass der soziale Wohnungsbau in den letzten Jahren vernachlässigt wurde und massenhaft Wohnungen aus kommunalem Bestand verkauft wurde. Das Problem hat nichts mit der Verteilung von arm und reich zu tun und sie bringen auch keine Argumente, warum das so sein sollte.

Schreibautomat?

"An erster Stelle steht das Problem der Besitzstandswahrung - wer einmal einen Mietvertrag abgeschlossen hat, kann meist bis zum seligen Ende in dieser Wohnung bei fast festgeschriebener Miete wohnen bleiben. " @Autograf
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Die Technik schreitet immer weiter fort! So kommen praktisch automatisch die Sprechblasen des Wohnungs-Wirtschafts-Verbandes ins Forum. Wir leben eben im postfaktischen Zeitalter.
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Wie kommen nur die Mietpreissteigerungen vor diesem Hintergrund zustande? Ach ja, das ist Propaganda von der links-grün-versifften Presse, nicht wahr?

@ leider geil

@ stöberkarl

Wenn die Brachflächen, wie bisher, an den Meistbietenden vergeben werden (EU weite öffentliche Ausschreibung) dann bleibt es teuer.

Wir haben unser Grundstück direkt von der Gemeinde gekauft.
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wo?, auf dem Dorf, oder in Düsseldorf, München, Stuttgart, Wiesbaden??

14:19 von berelsbub

@ Abracadabra45
Kommt natürlich darauf an,wo auf dem Land man wohnt.
Bin auch schon 50+ und zugegeben,ohne Auto geht es nicht ganz,zumindest hier wo ich wohne.
Versuche aber das Auto zu vermeiden wo es geht.Fahre z.B. viel mit den E-bike,Akku lade ich auf mit eigener pv Anlage.
Schlechtes Wetter oder größere Erledigungen mache ich dann doch mit dem Auto.
Pv Anlage oder Warmwasseraufbereitung mit Solar hätte ich in einer Stadtwohnung alles nicht.

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