Ihre Meinung zu: EU-Staaten im Vergleich: Konzepte für weniger Essen im Müll

5. Juni 2019 - 14:56 Uhr

20 Prozent aller Lebensmittel in der EU werden weggeworfen. Im Kampf gegen diese Verschwendung setzen die Mitgliedsländer auf verschiedene Konzepte - und teils auf harte Strafen. Ein Überblick von Jens Eberl.

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Kommentare

Das wird nichts

Mit der Lebensmittelverschwendung ist es wie mit der Unweltverschmutzung: wenn ich etwas dagegen tun will, muss ich bei mir selbst anfangen, meine eigenen Gewohnheiten hinterfrqgen und womöglich auf etwas verzichten. Dazu ist kaum jemand freieillig bereit. Es geht uns einfach zu gut.

Auch hier sind Supermärkte

Auch hier sind Supermärkte verpflichtet, unverkaufte Lebensmittel an Wohltätigkeitsorganisationen weiterzugeben.
.
und was machen die damit, diese Wohltätigkeitsorganisationen ?
Sondergenehmigung für Tafeln das dort der Wirtschaftskontrolldienst nicht tätig werden darf ?
im übrigen klingt das doch einfach - statt auf den Müll eben auf die Rampe und die Tafel holt das ab - wenn es dann nicht ganz vergammelt ist wie Milchprodukte/Gemüse an nem heißen Sommertag

Nichtssägend

"Dänemark ist europäischer Spitzenreiter im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung: Innerhalb von fünf Jahren konnte das Land seine Essensabfälle um 25 Prozent senken."

Und?
Das ist doch nichtssagend.
Wenn etwas um 25% gesenkt wurde, dann kann es vorher 80% und nachher 55% gewesen sein, oder vorher 30% und jetzt 5%.
Interessieren solche "Kleinigkeiten" keinen Journalisten mehr?

Wie viel schmeißt man in Dänemark denn nun weg?

Essen die Dänen jetzt mehr, wenn sie 3 zum Preis von 2 kaufen? Werden sie adipös, oder wird weniger produziert / importiert?

Zählt das in privaten Haushalten weggeworfene essen mit?

Wegwerfen vermeiden geht ganz einfach

Damit kein Essen mehr weggeworfen werden muss, ist es derzeit notwendig, im Supermarkt ständig auf das MHD zu achten und vor Ablauf den Preis kräftig zu reduzieren.
Lidl oder Kaufland zeigen, wie es geht.
Ein enormer Personalaufwand ist dafür aber notwendig.

Deshalb testet der niederländische Supermarkt Albert Heijn einen Preis-Algorithmus.
Der berücksichtigt das Mindesthaltbarkeitsdatum, das Wetter, den Vorrat im Geschäft, den bisherigen Verkaufsverlauf des Produktes usw.
Das elektronische Preisschild am Regal kann so den jeweils optimalen Preisnachlass ausweisen.
Am Ende des Tages sind dann keine unverkaufbaren Waren im Regal, wenn die Kunden "mitspielen" und nicht zu viel einfach so "mitnehmen"
Das kann der Rechner nämlich nicht beherzigen, da müssen wieder Menschen zählen.

Wir werfen sehr selten was

zu essen weg. Bei zwei Personen lässt sich der Verbrauch auch ganz gut einschätzen. Als die Kinder noch im Haus waren kauften wir notgedrungen größere Packungen und Mengen. Wenn das umworbene Produkt was alle unbedingt haben wollten dann schmeckte wie Knüppel auf dem Sack wurde es entsorgt. Ich zwinge doch nicht mein Kind zum Essen damit erzieht man es zur Fettleibigkeit. Heute Spenden wir viel für die Tafel oder für das Tierheim. Der Verkäufer der Zeitschrift Asphalt wird immer mit der von ihm geliebten Rotwurst bedacht. Was mich immer wieder wundert sind die zum Teil immensen Mengen die Bedürftige bei der Tafel rausschleppen. Wenn das nur begrenzt haltbar ist muss es sofort gegessen werden oder es landet im Müll. Die Zeiten wo die eigene Sau mit den Abfällen gefüttert wurde sind leider vorbei, wäre heute auch nicht mehr erlaubt. Im übrigen ist die Entsorgung für Restaurants recht kostspielig.

Dänemark

mal wieder :)

von diesem kleinen Land kann Deutschland eine Menge lernen.

Wenn - tja wenn wir nicht eine Ernährungsministerin Julia Klöckner hätten, die ausschließlich Lobbyarbeit betreibt - ich sage nur - Zuckersteuer oder Kennzeichnung von Lebensmitteln, die ungesund sind. In allen Fällen verhindert sie Gesetze, die für den Verbraucher sinnvoll wären

Diese Frau ist untragbar - solange die im Amt ist, wird das nix.

Freiwilligkeit - ja, sicher.

Die Bundesregierung setzt also wiedermal auf Freiwilligkeit. Das hat schließlich bisher immer fantastisch funktioniert. Derweil verpasst sie die Klimaziele, bekommt Ärger mit der EU wegen der Luftverschmutzung und Nitrat im Grundwasser etc. ...

Mit Freiwilligkeit geht gar nichts!
Wenn man etwas in großem Maßstab bewegen will, erfordert das gesetzgeberische Maßnahmen. Dazu gehören natürlich Ambitionen, Weitsicht, Offenheit und ein entsprechender politischer Wille. Diese scheinen den Politikern während der letzten 20-30 Jahre abhanden gekommen zu sein. Schon bei anderen Zukunftstechnologien hat Deutschland sich die Butter vom Brot nehmen lassen (siehe Photovoltaik). Das machen jetzt andere.

Klöckner, Scheuer und der Rest ... meine Güte, nee, was ist denn das für ein unsäglicher Haufen von lobbyhörigen Bremsern?! Ökologische Vorreiterrolle - das ist inzwischen ziemlich lange her!

Entschuldigung. Mir geht bloß dieses Freiwilligkeitsgefasel zunehmend auf den Senkel.

Weniger Essen im Müll

Vermutlich müsste es heissen Weniger Müll im Essen und weniger vorhalten. Wieso muss auch noch kurz vor Ladenschluß das gesamte Lebensmittelangebot vorhanden sein. Habe es bzl. Baguette in Frankreich anders erlebt. Wenn aus dann aus. Gute Qualität der Lebensmittel und weniger Quantität wären der Lösung des Problems erheblich näher.

Kleiner Tipp:

Statt sich in langen politischen Diskussionen zu verheddern, könnte man auch einfach das am besten funktionierende "Modell" zur Vermeidung der Lebensmittelverschwendung (das scheint auf jeden Fall die dänische zu sein) als "Richtschnur" für die eigene Politik ansehen.

Dass der Grund für diesen Erfolg kein Gesetz oder eine staatliche Initiative ist, sondern er vor allem auf die Initiative einer Einzelperson zurückgeht [„Selina Juul (...) hat ihr Leben dem Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln gewidmet“], ist nämlich alles andere als Zufall. Sondern Ergebnis kluger politischer "Strategie":

Auf die aktive "Einbindung" aller Mitglieder der Gesellschaft und deren Gemeinsinn zu setzen, indem man an ihren guten Willen und ihre Motivation appelliert (diese dürfte nicht zuletzt auf dem allgemeinen Frust über solche Missstände beruhen) bringt allemal mehr als Bevormundung, Gesetze und Strafen. Und dieser Wille und die Motivation sind offensichtlich reichlich vorhanden.

@vox moderandi

Und wie soll das gehen? Ich brauche keine zig Varianten von einem Artikel. Muss ich nun alle kaufen, damit die bei mir und nicht vom Supermarkt auf den Müll landen? Vielleicht gezielter produzieren lassen?

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