Ihre Meinung zu: Studie: YouTube Leitmedium für Jugendliche - auch zum Lernen

4. Juni 2019 - 14:55 Uhr

YouTube ist das Leitmedium für Kinder und Jugendliche: Laut einer neuen Studie nutzen 86 Prozent der 12- bis 19-Jährigen die Videoplattform. Hoch im Kurs: Erklärvideos.

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Kommentare

YouTube

Ich finde manche Videos auf YouTube auch hilfreich, wenn dort erklärt wird, wie was gemacht wird. Anleitungsvideos sind einige super. Dann kann man einige Serien falls verpasst nachholen.

Lernen

Auch ich bzw.meine Kinder nutzen YouTube.
Es kann aber nur eine Ergänzung zum Lernen sein,denn die Grundlagen sollten in der Schule gelegt werden

Ich habe u.a. mit Kindern zu

Ich habe u.a. mit Kindern zu tun.

Was die mir über ihre Lehrer und deren Unterricht erzählen, stellen sich mein Haare zu Berge, außerdem frage ich mich, wie so jemand diesen Beruf ergreifen konnte.

Von "ja hast du es immer noch nicht kapiert" über Verbalinjurien und Bloßstellungen vor der gesamten Klasse ist alles dabei.

Ein besonderes Beispiel - und hier komme ich zu dem Artikel- ist, wenn Schüler von einem Thema etwas nicht verstanden haben und nachfragen, dass es Lehrer gibt, die sagen: "frag dein Nachbar" oder "informiere dich über youtube".

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You tube ist ein fantastisches Medium, wenn es um (Er) Lernen geht.

Ob im schulischen Bereich (Mathe, Chemie) oder Hobbys (Musikinstrumente, Stricken usw. lernen, Gartenarbeit usw. es ist sehr viel in diesem Medium zu erfahren.

Deshalb Daumen hoch.....

PS. Vielleicht sollten wir die Schulpflicht abschaffen, stattdessen Youtube-Pflicht zum Lernen einzuführen, grins....

Alles beim Alten

Ich bin ein Vater von zwei schulpflichtigen Kindern (7 und 9 Jahre alt).
Unser Schulsystem ist aus meiner Erfahrung heraus, einfach nur erbärmlich.
Es hat sich quasi nichts in den letzten 30 Jahren geändert. Zu große Klassen, zu wenige und unmotivierte Lehrkräfte, veraltetes Material und vieles, wirklich vieles, mehr.
Es ist kein Zufall, dass bei uns in bildungsfernen Familien die Kinder keine Aussicht haben, erfolgreich die Schule zu beenden. Denn die Hälfte der Arbeit wird von den Eltern erwartet. Wenn das Kind nicht mitkommt oder einfach unruhig und etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt, wird einfach zurückgestuft. Nochmal erklärt wird heute nichts mehr.

"Machen die Lehrer etwas falsch?"

Was soll diese Frage überhaupt?
Gab es vor YouTube keine Nachschlagewerke und keine Nachhilfestunden?

In einer Klasse mit 30 Schülern kann der Lehrer nicht jedes Mal auf jeden einzelnen eingehen.

Und wie bei allen Menschen muss die Chemie stimmen. Das geht nicht bei allen Menschen gleichermaßen gut.

Bei YouTube gibt es eine Vielfalt, die es möglich macht mehrere Erklärungsversuche anzuschauen und einen zu finden, der einem zugänglich ist. Das alles auch noch dem Alter entsprechend und mit Graphik und Filmchen erklärt, mit Beispielen aller Art, so dass man seine spezielle Frage beantwortet bekommen kann und dann noch beliebig oft anzuschauen, bis es wirklich"Klick" gemacht hat.

Das geht nicht im Unterricht.

Immerhin muss bei den meisten Themen eben nicht nachgeholfen werden, jeder Schüler hat nur hier und da ein Nachholbedarf.

@Lernen 15:02 von skydiver-sr

"Es kann aber nur eine Ergänzung zum Lernen sein,denn die Grundlagen..."

der Medienkompetenz müssen auch erst erlernt werden.
Weil nämlich sonst Fake-Wissen(schaft) noch mehr Einzug in unsere Köpfe erhält.

Sinnvolle Ergänzung

"Trotzdem ist es für die Kids nicht nur eine Spaß-Plattform zum Zeitvertreib. Fast jeder zweite junge YouTube-Nutzer (47 Prozent) sagt auch, die Clips seien wichtig oder sogar sehr wichtig bei Schulthemen. Die meisten davon nutzen die Plattform für Hausaufgaben, oder um sich Dinge erklären zu lassen, die sie im Unterricht nicht verstanden haben - YouTube als Nachhilfelehrer"

Die Kids auf dem Foto machen es schon mal richtig:

Sie gucken sich das gemeinsam an.

YouTube ist klasse als Nachhilfelehrer

Bin Naturwissenschaftler. Könnte meinem Kind Nachhilfeunterricht in Mathe geben, aber die findet das schrecklich. Guckt lieber YouTube. Mehr Zeit für mich, ein sympathischer Lehrer für das Kind. Klappt meistens sehr gut. Ich wünschte ich hätte damals das Lehrangebot aus dem Internet gehabt (während des Studiums und so). Aber ich habe es ja heute. Es wäre allerdings ganz schön, wenn es weniger Monopolisierung von Plattformen gäbe. Ich meine, der Inhaltsreichtum im Internet hat abgenommen in den letzten 15 Jahren.

Nunja, alles schön und gut,

aber wie schnell kommt man bei YouTube von Hölzchen auf Stöcksken und hängt plötzlich ganz woanders?
Daher muss das Fach Medienkompetenz bez. Internet und Co. ein Pflichtfach an allen Schulen werden, sonst rutscht der ein oder andere Schüler schnell auf irgendwelchen ESO-Seiten (Chemtrails usw.) aus.

Youtube ist doch nicht nur

Youtube ist doch nicht nur für schulkinder gut. Ob kochrezept, arbeitsanleitung zum heimwerken, für hobbies, .. es gibt nichts, was nicht erklärt wird. Früher hatte man für sowas Mitschüler, verwandte, bekannte, etc.
Und das lehrer heute keinen bock mehr auf dauererklären haben, wenn kinder sowieso machen dürfen, was sie wollen, ist kein neues Problem.
Wie diszipliniert man einen Querolanten, ohne Strafarbeit, Zusatzaufgaben, gewaltfrei und nachhaltig?
Ich sehe keine lösung.
In den 70ern gab es noch körperliche "Anwendungen". Und allein die Möglichkeit derer, hat mich dazu veranlasst, keine zu bekommen.
Es ging nicht um züchtigung. Es war eine funktionierende Drohkulisse. Wie ein Flugzeugträger vor einem Schurkenstaat.

Ja und nein

wenn das Wissen richtig vermittelt wird, dann ja, wer prüft das bei so einem Video.
Darf doch jeder eins drehen und hochladen, eine gewisse Gefahr gibt es da schon.
Und meine Generation hat Schule, Facharbeiter oder Studium auch ohne das Ganze geschafft. Und das zu einer Zeit wo nicht mal jeder TV oder Telefon hatte ;-).
Aus unserer Grundschulklasse, der ich angehörte, sind 6 Doktoren und 9 Ingenieure hervorgegangen, 2 Künstler und der Rest Facharbeiter und Handwerksmeister später geworden.

Das alles mit Schule im klassischen Sinne, sollte das heute ohne die neue Technik nicht mehr gehen ?.

Ich habe das ehrlich gesagt, so meine Zweifel, der Grund warum es heute angeblich nicht mehr geht, die Lehrer angeblich schlecht sind.
Der muss andere Wurzeln haben.

Leitmedium?

da bin ich skeptisch. Wer prüft denn die
Inhalte? Und Jeder lernt anders, ein Video geht nicht auf das Individuum ein. Youtube bietet sicher vieles im Hobbybereich, z.B. Gitarrentutorials etc. Leider werden oft die besonders guten gelöscht, weil sie aus Russland kommen;-(

18:05 von Monrab

YouTube ist klasse als Nachhilfelehrer

Bin Naturwissenschaftler. Könnte meinem Kind Nachhilfeunterricht in Mathe geben, aber die findet das schrecklich. Guckt lieber YouTube. Mehr Zeit für mich, ein sympathischer Lehrer für das Kind. Klappt meistens sehr gut. Ich wünschte ich hätte damals das Lehrangebot aus dem Internet gehabt (während des Studiums und so). Aber ich habe es ja heute. Es wäre allerdings ganz schön, wenn es weniger Monopolisierung von Plattformen gäbe. Ich meine, der Inhaltsreichtum im Internet hat abgenommen in den letzten 15 Jahren.
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Richtig, aber die bisherige Qualifizierungs- und Integrationsindustrie ist doch bisher auch sozialdemokratisch monopolisiert.

Es sollte auch mal überlegt

Es sollte auch mal überlegt werden, warum Lehrer nicht in der Lage sind, ein Thema so aufzubereiten, dass alle Kinder es begreifen können.
Wozu ist der Lehrer denn sonst da?
Wenn Kinder sowieso Nachhilfe nehmen müssen, egal ob bei YouTube oder bei Nachhilfeinstituten, scheinen sich Lehrer überflüssig zu machen.
Warum kann Unterricht nicht allen Kindern Spaß machen?
Ranga Yogeshwar kann doch auch komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge erklären ohne dass es zu schwierig ist oder gar langweilig.
Schule sollte eigentlich so gut sein, dass die Kinder weinen müssten, wenn die Ferien beginnen.
Warum gibt es solche Schulen und solche Lehrer nicht?
Mit wesentlich kleineren Klassen und 2-3 Lehrern pro Klasse könnte man ein Anfang machen und sicherlich können dann auch digitale Medien sinnvoll genutzt werden.
Vielleicht sollten mal Lernforscher und Erziehungswissenschaftler die Schulkonzepte schreiben und dann ohne Abstriche umsetzen.
Auch wichtig: G15 statt G8 oder G9.
Zeit gibt’s genug!

@ nie wieder spd

"Ranga Yogeshwar kann doch auch komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge erklären ohne dass es zu schwierig ist oder gar langweilig." Am 04. Juni 2019 um 18:57 von nie wieder spd

Soll das ein Witz sein?
Ranga Yogeshwar macht zwar gute Arbeit, aber sein Publikum sucht sich die Sendung schon mal aus Interesse selbst aus.

Es ist etwas anderes eine zusammengewürfelte Gruppe zu unterrichten, die den Stoff machen und mitarbeiten muss.

Ich mache seit Jahren als Nachmittagsbetreuung eine AG in einer Grundschule. Die Kinder wählen die AGs selbst. und trotzdem hat man immer welche dabei, die schneller sind und sich langweilen, die langsamer sind, nicht mitkommen und sich langweilen und welche, die sich das schlicht anders vorgestellt haben. Und dann muss vielleicht noch dies oder das mit dem Kumpel besprochen werden usw.

Als ich an der Uni noch Studentengruppen betreut habe, war das auch nicht anders. Selbst in einem Fach Biologie gibt es Dutzende "Unter"-Fächer.

Wer hier kleinere Klassen

Wer hier kleinere Klassen fordert, ist komplett schief gewickelt. Schüler sind unterschiedlich. Und auch zu unterschiedlichen Arbeiten zu gebrauchen.
Irgendwer hat mal studium als Maxime ausgegeben. Deshalb sitzen zu viele unterbegabte, besser falsch begabte, in der Schule fest. Das produziert lehrerfrust, fachkräftemangel, leistungsdruck, verdrossenheit.
Warum und für was soll das gut sein? Ich habe mich fürs handwerk entschieden. Mir gehts gut. Und ich kann jedem Akademiker sagen, dass er um nichts besser ist, als ich. Meinen dipl ing habe ich zugunsten eines Meistertitels gecanceled. Lasst euch nicht peitschen, um besser zu sein. Seid besser, und macht, was euch spass macht.

@18:57 von nie wieder spd

"Es sollte auch mal überlegt werden, warum Lehrer nicht in der Lage sind, ein Thema so aufzubereiten, dass alle Kinder es begreifen können.
Wozu ist der Lehrer denn sonst da?"

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass in einer Klasse zwischen 20 und 30 unterschiedliche Kinder mit ebenso unterschiedlichen Interessensschwerpunkten sitzen? Die einen sind kleine Naturwissenschaftler, die anderen lieben Sprachen und noch andere finden Geschichte oder Geografie hochinteressant.
Daher kann ein/e z.B. Chemielehrer/in meist nur einen Teil der Schüler/innen erreichen, die anderen finden das langweilig.

Daran wird auch YouTube nicht viel ändern können.

"Ranga Yogeshwar kann doch auch komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge erklären ohne dass es zu schwierig ist oder gar langweilig."

Ranga Yogeshwar (und auch seine Nachfolger/innen) ist in der Tat ein sehr guter "Erklärbär" und immer aktuell. Nur: Viele Leute gucken die Sendung "Quarks" nicht, da null Interesse.

@Superschlau

"Irgendwer hat mal studium als Maxime ausgegeben." Am 04. Juni 2019 um 19:36 von Superschlau

Das ist Quatsch.
Wie viele Näherinnen könne heute in Deutschland beschäftigt werden, und mit "Made in Fernost, wo Fabriken über den Näherinnen zusammenbrecht" konkurrieren?
Also schickt man die Kinder in die Richtung, wo noch Jobs zu haben sind. Hier in Deutschland zu haben, nicht in Slums in der 3. Welt.

*

Mein Vater ist handwerklich tätig, und er sagte uns "Was du im Kopf hast, das wird dir nie wieder jemand wegnehmen können".

Es ist nicht verkehrt Kindern möglichst viel beizubringen, nur der "Tatbestand" der Überqualifizierung ist schlicht daneben.

@ um 19:46 von DoJo

Laut erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen sollte eine Klasse/Gruppe von Kindern vom Kiga bis zum Abitur nicht größer sein, als 5-7 Kinder und dann von 2 Lehrern unterrichtet werden.
Und diese Erkenntnis wird auch schon seit mindestens 2 Jahrzehnten(!) von Lernforschern und Neurologen unterstützt.
20 - 30 Kinder sind zwar die Realität, aber eben absolut falsch.
Und deshalb gibt es Kinder, die versagen.
Aber eigentlich versagen die, die so etwas zulassen. Unsere Politiker, aber auch die Eltern und Lehrer, die sich nicht dagegen wehren.
Weil uns unsere Kinder im Endeffekt und wenn es drauf ankommt genauso egal sind, wie unsere Eltern, die in meist grauenhaften Heimen dahinvegetieren müssen.
Vielleicht sollten auch die Eltern nicht so viel arbeiten, dass sie keine Zeit mehr für ihre Kinder haben. Aber dann fehlt das Geld. Wer denkt sich solche Konstruktionen eigentlich aus?
Aber wir wundern uns lieber weiter.

@ morgentau19

Ich habe u.a. mit Kindern zu tun. Was die mir über ihre Lehrer und deren Unterricht erzählen, stellen sich mein Haare zu Berge

Ich vermute aber stark, dass das auf Gegenseitigkeit beruht, wenn ich da an meine Schulzeit denke. Oh oh.

Weil Youtube Konten und Beiträge sperrt...

Da man bei Youtube Konten sperrt und Beiträge zenziert, ist diese Quelle maximal eine einseitige und fehlgeleitete Meinungsmachermaschine.
Nichts daran ist verbindlich und schon gar nicht wissenschaftlich.
Behaupten kann jeder, was dem Betreiber oder Gesetzgeber gefällt. Ist dem nicht so, so kann man sich einer Sperrung sicher sein und damit ist die Zensur perfekt.
Meinung kann man sich nicht bilden, sondern bilden lassen.

Nicht alles Gold was glänzt

Nicht alle Youtube-Tutorials sind immer automatisch richtig. In Mathe habe ich da schon haarsträubende Dinge gefunden, voller Fehler. Ob die Kinder das dann auch merken?

@15:15 von morgentau19

//You tube ist ein fantastisches Medium, wenn es um (Er) Lernen geht.

Ob im schulischen Bereich (Mathe, Chemie) oder Hobbys (Musikinstrumente, Stricken usw. lernen, Gartenarbeit usw. es ist sehr viel in diesem Medium zu erfahren.

Deshalb Daumen hoch.....//

Das sehe ich genauso. Hat mir z.B. den Kauf einer neuen Fernbedienung erspart, weil gezeigt wurde, wie ich die defekte wieder 'fit' kriege. Wenn ich im Konzert ein unbekanntes Stück sehr schön finde, suche ich es später auf YouTube, um es erneut zu hören. Weil meine Englischkenntnisse zu wünschen übrig lassen, aber Physik mein größtes Interesse findet, höre ich mir die Vorträge von Richard Feynman an und verbinde so das angenehme mit dem Nützlichen. Einziger Haken: Ich bin ablenkbar.

@ nie wieder spd

"Laut erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen sollte eine Klasse/Gruppe von Kindern vom Kiga bis zum Abitur nicht größer sein, als 5-7 Kinder und dann von 2 Lehrern unterrichtet werden." Am 04. Juni 2019 um 20:03 von nie wieder spd

Das ist eine Großfamilie, keine Schulklasse.

Und bis zum Abitur brauchen Kinder (dann eigentlich schon Erwachsene) das ganz sicher nicht.

*
Man darf nicht vergessen, dass in Schulen auch der menschliche Umgang miteinander geübt und erlernt wird. Mutti und Vati werden nicht immer da sein.

@20:23 von Wir Sofa-Revoluzzer

"Nicht alle Youtube-Tutorials sind immer automatisch richtig. In Mathe habe ich da schon haarsträubende Dinge gefunden, voller Fehler. Ob die Kinder das dann auch merken?"

Solche Videos habe ich auch schon gesehen. Vielleicht könnten Lehrer ja auch bei einer Vorauswahl behilflich sein (und dabei selbst noch etwas lernen). Allerdings entwickelt man mit der Zeit auch ein Gespür für "Schrottvideos". Aber die Zeit haben die lernenden Kinder wohl nicht.

@ Wir Sofa-Revoluzzer

"In Mathe habe ich da schon haarsträubende Dinge gefunden, voller Fehler." Am 04. Juni 2019 um 20:23 von Wir Sofa-Revoluzzer

Deswegen soll YouTube auch keinen Lehrer ersetzen, sondern nur eine kurze Nachhilfe.

Und die Nachhilfe-Videos suchen sich meine Kinder nicht selbst aus. Ich mache das.

(Ich mache ihnen als Mutter im Alltag gefühlt schon so viele Vorschriften, dass sie mich meistens gar nicht mehr hören mögen, wenn es um ein Thema geht, mit dem sie eh schon Schwierigkeiten haben.)

@20:32 von Tada @ Wir Sofa-Revoluzzer

(Ich mache ihnen als Mutter im Alltag gefühlt schon so viele Vorschriften, dass sie mich meistens gar nicht mehr hören mögen, wenn es um ein Thema geht, mit dem sie eh schon Schwierigkeiten haben.)

Ihre Selbstkritik in Ehren, da bleibt dann nur zu hoffen, dass es wirlich nur von Ihnen "gefühlt so viele Vorschriften" sind.
Mit Vorschriften, die man nicht gut begründet, beißt man bei vielen Kindern auf Granit. Ich habe auch oft den Eltern gegenüber auf "stur" geschaltet und selbst am Arbeitsplatz habe ich nicht alle Vorschriften bedingungslos akzeptiert.

@ um 20:27 von Tada

Es gebt um besseres lernen und leben aus Sicht von Fachärzten, Lernforschern und anderen Wissenschaftlern.
Aber wenn Sie an ihre eigene Schulzeit zurückdenken, werden Sie feststellen, dass sie auch in Ihrer Klasse nicht mit mehr als 10 Personen wirklich etwas zu tun hatten. Ob die anderen anwesend gewesen wären oder nicht, wäre egal gewesen.
Und das ist schon hoch geschätzt.
Ausserdem heisst das ja nicht, dass man solche Kinder von allen anderen Kindern fernhält.
Nur(!) eine Klasse sollte nicht größer sein, damit auch jeder gefördert werden kann, von Lehrern, die die Zeit und die Musse dazu haben.
Und es geht um unsere Kinder. Für die sollte an Möglichkeiten nur das Beste vom Besten gut genug sein.
Und zwar für alle unsere Kinder!

15:02 von skydiver-sr

"Auch ich bzw.meine Kinder nutzen YouTube.
Es kann aber nur eine Ergänzung zum Lernen sein,denn die Grundlagen sollten in der Schule gelegt werden"

Sollten vielleicht, ja. Aber in der Realität sind in Mathe bestimmte youtube-Anbieter um Klassen besser als viele Lehrer.
Die Grundlagen kann man bei diesen guten bis hervorragenden youtube-Anbietern finden, in der Schule eher weniger.
Leider sind auch die Mathe-Bücher dermaßen hochgestochen und unpädagogisch, dass youtube - jedenfalls in Mathe - ein Segen ist.

Letztlich - sage ich mal etwas ketzerisch - braucht man die Lehrer in der Schule gar nicht mehr. Ich glaube, das ahnen sie selber und bemühen sich auch gar nicht mehr ums Erklären.

18:33 von Superschlau

"Wie diszipliniert man einen Querolanten, ohne Strafarbeit, Zusatzaufgaben, gewaltfrei und nachhaltig?
Ich sehe keine lösung."

Die Lösung ist ganz einfach:
Man muss Kinder mögen, Querulanten ebenfalls mögen und sie zu verstehen suchen.
Gerade letzteres ist einfacher, als man denkt. Falls man ein echter Pädagoge ist.
Wer aber Strafarbeit, Züchtigung etc. nachtrauert, sollte es so machen wie viele Lehrer:
Einfach nur Zettel austeilen und den Schülern sagen, dass sie sich die Zettel mit Hilfe von youtube erarbeiten sollen.
Dann werden die Schüler jedenfalls nicht von den Lehrern in ihrer Seele beschädigt.

20:23 von Wir Sofa-Revoluzzer

"Nicht alle Youtube-Tutorials sind immer automatisch richtig. In Mathe habe ich da schon haarsträubende Dinge gefunden, voller Fehler. Ob die Kinder das dann auch merken?"

Gerade für Mathe ist bekannt, welche Anbieter was taugen und welche nicht. Das hat man im Nu raus.
Im Übrigen nimmt man ja nicht nur einen von ihnen, sondern zwei oder drei.

Wahrscheinlich gehen da auch keine "Kinder" zu youtube, die das Einmaleins nicht verstehen, sondern etwas ältere Schüler.

Und ja, die Schüler merken es, wenn der Youtube-Lehrer sich live verrechnet hat. Das wird dann in den Thread geschrieben, und später wird es korrigiert.

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