Ihre Meinung zu: Tiananmen-Massaker: Festnahmen, Hausarrest, Zwangsurlaub

3. Juni 2019 - 9:52 Uhr

Aktivisten wurden festgenommen oder aus Chinas Hauptstadt gebracht, die Kontrollen über Regimegegner verschärft. Auch 30 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker sind die Geschehnisse in Peking weiterhin ein Tabu.

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Kommentare

Was hat sich in 30 Jahren in

Was hat sich in 30 Jahren in China geändert, nur wenig , die Demokratiebewegungen werden unterdrückt. Mit diesem Land machen wir Geschäfte, lassen dort billigst produzieren , Unterdrückung und Tötung von Menschen die nur Demokratie wollen, das ist anscheinend allen Industriestaaten egal, Hauptsache die Marge stimmt, da interessieren Menschenrechte in keiner Weise.

Sinn und Zweck aller „staatlichen Gewalt“ ist es ganz offensichtlich nicht, für ein funktionierendes Staatswesen zu sorgen (und zwar ein harmonisches, konsistentes und damit friedliches), sondern in erster Linie, ihre Interessen gegen die ihrer Bürger "durchzusetzen".

Und das beileibe nicht nur in China.

ich höre nichts von Boykott

seitens unserer Regierung
wo mögen denn da die Gründe liegen
bzg. eines so zurückhaltenden Verhaltens

10:43 von Didib57

da interessieren Menschenrechte in keiner Weise.
.
ohne jetzt die "chinesische Seele" zu kennen
sind Menschenrechte für den Durchschnittschinesen
auf der Hitliste als Nr. 1 gelistet ?

10:59 von Nettie

Wer bestimmt eigentlich darüber, was "Recht und Gesetz" ist?

Sinn und Zweck aller „staatlichen Gewalt“ ist es ganz offensichtlich nicht, für ein funktionierendes Staatswesen zu sorgen (und zwar ein harmonisches, konsistentes und damit friedliches), sondern in erster Linie, ihre Interessen gegen die ihrer Bürger "durchzusetzen".

Und das beileibe nicht nur in China
///
*
*
Dann sollen wir uns schon vorbereiten, auf die Berichte vom S.2 in Deutschland??
*
Kleiner chinesischer Tip zur Verhinderung von Volksverhetzung:
*
Die Regierung habe damals "korrekt" gehandelt, indem sie Maßnahmen ergriff, um die "politischen Turbulenzen zu stoppen?
*
(entweder Pleite oder Gewalt)

Nach 30 Jahren immer noch so

Nach 30 Jahren immer noch so viel Angst in der Führung der chinesischen Diktatur im Umgang mit der Vergangenheit ? Was für ein schwaches, rückgratloses Regime.

@Sisyphos Boykott

Na dann befürworten Sie wohl Trumps Boykott-ähnliche Strategie, mittels Zöllen China zu wenigstens außenpolitisch-ökonomisch fairem Verhalten zu "überreden" und mittels diversem Druck die Iranische "Demokratie" u.a. zum Verzicht auf Unterdrückung zu "überreden"?

Nebenbei: ökonomische Boykotte haben selten den erhofften Erfolg gebracht: Siehe die Kontinalsperre der Briten gegen Festlandsökonomie in Napoleons Zeit: damit wurde u.a. die Schwerindustrie in Deutschland angeregt, da vom englischen Eisen & Stahl abgeschnitten.

Nebenbei 2: Immerhin sind durch diese Funktion als billige "Werkbank" der Welt 1/2 Milliarde Menschen in China aus dem ständigen Risiko des Verhungerns gehoben worden, zT sind sie sogar wohlhabend, zT heftigst als Wandertagelöhner ausgebeutet.

(Das ist KEIN Plädoyer für diktatorisches korruptes Regieren! Und Steinmeier hat in China das Demokratiedefizit durchaus deutlich artikuliert.)

Das ist alles nicht nur Schwarz-Weiß zu sehen und mit Simpel-Strategie zu ändern.

@Was hat sich in 30 Jahren in 19:43 von Didib57

"China geändert, nur wenig , "

Etwas wenig. Dafür ist Amerika China etwas mehr 'nähergerückt'.
Zumindest was Menschenrechte angeht, zum Ausgleich sozusagen.

Sage keiner, es wär nicht alles im Gleichgewicht. *sfg

China !

Der größte Teil unserer Politiker und Wirtschaftsbosse
sollten sich schämen und in der Kirche mindestens hundert
mal beichten für ihre Arroganz und Ignoranz der immer
noch währenden Unterdrückung des chinesischen Volkes,
den Umgang mit den "schwierigen" Menschen dort und
des Schweigens der Gräueltaten der Machthaber.
Unsere Politiker und die Wirtschaft sind nur an guten Zahlen
und Geld interessiert, da hofiert man lieber die Mörder und
Sadisten der chinesischen Regierung.
Das zeigt mir, unsere oberen Damen und Herren haben auch
kein Gewissen.

Dieses Tabu in Sachen Tiananmen muss gebrochen werden

Dieses Tabu was Tiananmen angeht:

https://www.tagesschau.de/ausland/tiananmen-festnahmen-hausarrest-101.html

Aktivisten wurden festgenommen oder aus der Hauptstadt gebracht, die Kontrollen über Regimegegner verschärft. Auch 30 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker sind die Geschehnisse in Peking weiterhin ein Tabu.

muss gebrochen werden. Denn Tiananmen war ein ungerechtfertigtes Massaker an unschuldigen Studenten die lediglich Demokratie und Menschenrechte eingefordert hatten!! Und genau dass steht in der UN-Menschenrechts-Charta drin, wertes China.

@ Sisyphos3 (11:10): Dann muesste man auch andere boykottieren

hi Sisyphos3

ich höre nichts von Boykott seitens unserer Regierung wo mögen denn da die Gründe liegen bzg. eines so zurückhaltenden Verhaltens

Wenn, dann muesste man nicht nur China boykottieren, sondern auch die USA, England, die Tuerkei, Israel, die Saudis, Russland und so viele mehr. Viel mehr muss deutlich mehr dafuer getan werden, die Menschenrechte weltweit durchzusetzen, auch in den USA, England, der EU, in Deutschland, in der Tuerkei, in Israel, in Russland, in China und im gesamten Rest der Welt.

Daher bringt ihre Boykottforderung nichts. Aber natuerlich muss China in Sachen Einhaltung der Menschenrechte - genauso wie die USA, England, die EU, die Bundesregierunug und alle anderen - hart rangenommen werden.

Armselig.

Wenn das massenhafte Massakrieren und Verhaften der eigenen Bevölkerung so völlig ok war, warum spricht die Führungsetage dann nicht seit 30 Jahren offen darüber?

Unsere Landes- wie Europapolitiker mögen zu einem nicht unerheblichen Teil faul und unfähig sein, aber diese chinesischen Verantwortlichen sind in meinen Augen nichts weiter als feige Mörder.

@ Michael Meier (13:12): vollumfänglichste Zustimmung!

hi Michael Meier

Auch Ihnen kann ich mich nur absolut anschließen. Ganz besonders bei ihrem letzten Absatz:

Unsere Landes- wie Europapolitiker mögen zu einem nicht unerheblichen Teil faul und unfähig sein, aber diese chinesischen Verantwortlichen sind in meinen Augen nichts weiter als feige Mörder.

exakt genauso ist es. Es gab ueberhaupt keinerlei Rechtfertigung fuer diese Niederschlagung:

https://www.tagesschau.de/ausland/tiananmen-festnahmen-hausarrest-101.html

Chinesische Politiker äußern sich nur selten zu den Vorfällen, zuletzt hatte allerdings ein hochrangiger Politiker die Niederschlagung der Proteste auf dem Tiananmen-Platz als gerechtfertigt bezeichnet.

Die Regierung habe damals "korrekt" gehandelt, indem sie Maßnahmen ergriff, um die "politischen Turbulenzen zu stoppen", sagte Verteidigungsminister Wei Fenghe bei einer Sicherheitskonferenz in Singapur.

Das war nichts weiter als feiger Massenmord.

Immer den Finger in die Wunde legen...?

Nach dem Verständnis der chinesischen Führung war Tiananmen ein großer Gesichtsverlust. Da wagten Teile der Bevölkerung die großen Denker und Lenker herauszufordern, in dem sie mehr Rechte haben wollten, als ihnen "zustanden". Und das obwohl die Partei stets und ständig die schützende Hand zum Wohle des Volkes über sie hält, um sie vor schädlichen Einflüssen zu schützen.

Wenn jetzt von außen andauernd und agressiv auf die Einhaltung der Menschenrechte gedrungen wird, werden die Machthaber ihre Politik der Abschottung weiter betreiben. Und die oppositionellen Kräfte werden noch stärker verfolgt als bisher.

Also sollten wir eher einen moderaten Weg wählen, allen Bauchschmerzen zum Trotze, und der chinesischen Gesellschaft durch das Vorleben von Demokratie und "Sympathie" den Weg in ein neues Denken nahebringen.

Zuerst vor der eigenen Tür.....

Was war los auf dem Platz des Himmlischen Friedens? Die einen sprechen von einigen hundert Toten, die anderen von einigen tausend. Nicht einmal das weiß man genau, aber unser Bewusstsein für Menschenrechte....das wird gerade wieder so richtig aufgewühlt. Wer weiß noch genau, wieviele Menschen im europäischen Mittelmeer im vergangenen Jahr ohne unsere mögliche Hilfeleistung, ertrunken sind? Wieviele in den vergangenen fünf Jahren? Es waren zig tausende!! Schon vergessen?
Und wer eine einigermaßen objektiv-politische Betrachtung der Ereignisse in China vor 30 Jahren haben will, der lese das Buch von Henry Kissinger (ein Republikaner!), „On China“. Es ist sehr aufschlussreich.

Brutales Regime

Die kommunistische Partei und Regierung hat aus China ein brutales Unterdrückungsregime gemacht...Menschenrechte sind nichts wert...die Menschen werden drangsaliert und abgehört...es herrscht ein Klima der Angst. Das Auslöschen der Erinnerung an das Massaker vor 30 Jahren wird irgendwann dem Regime auf die Füße fallen und es wegblasen
wie Sand im Wind. Vergessen kann man nicht erzwingen...es ist ein zutiefst menschliches Element. Die Aggressivität der Regierung kann den Energieverlust für die Verdrängungsarbeit der Chinesen nicht ewig kompensieren. Niemann sollte - vor allem im Ausland - das Massaker verschweigen und relativieren. Sonst macht man sich mitschuldig.

@ Sisyphos3 (11:24): bei den Chinesen schon

hi Sisyphos3

ohne jetzt die "chinesische Seele" zu kennen sind Menschenrechte für den Durchschnittschinesen auf der Hitliste als Nr. 1 gelistet ?

Bei den normalen Chinesen schon. Aber genau das wird von der chinesischen Fuehrung unterdrueckt und dazu kommt dieses Totschweigen von diesem Massaker auf dem Tiananmenplatz. Sie sollten wissen, wie viele Aktivisten und Menschenrechtsunterstuetzer schon insgeheim hingerichtet wurden in China und wie viele von denen in Straflager verschleppt wurden. Das zeigt auch dass:

https://www.tagesschau.de/ausland/tiananmen-festnahmen-hausarrest-101.html

Wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtete, wurde auch die Kontrolle von führenden Mitgliedern der "Mütter von Tiananmen", einem Netzwerk der Familien, seit Ende Mai verstärkt.

Ihre Möglichkeiten, mit der Außenwelt zu kommunizieren oder sich zu bewegen, seien schwer eingeschränkt worden, berichtete die in den USA ansässige Organisation.

Die chinesische Sicht der Ereignisse

Ich lebe in China und möchte daher einmal die Sicht wiedergeben, wie ich sie von meinen chinesischen Kollegen am Mittagstisch höre. Ich hoffe die TS hält eine kontroverse Sicht aus. Die Kollegen haben die Entscheidung von Deng Xiaoping folgendermaßen gerechtfertigt:

Der Aufstand und die Forderungen wurden nur von einer kleinen Elite in Beijing getragen, nicht aber von der großen Masse der Bevölkerung. Insbesondere in den Provinzen Chinas war weder etwas über die Ereignisse bekannt. Insbesondere die radikaleren Forderungen hätten das Land möglicherweise zerrissen und zu einem Bürgerkrieg in China führen können. Da wäre es nicht um ein paar Millionen Opfer und Flüchtlinge wie in Syrien gegangen, sondern eventuell um zig Millionen. In dieser Situation -so meine chinesischen Kollegen- hat Deng Xiaoping die richtige Entscheidung für China getroffen und das kleinere Übel gewählt. Im Vergleich zu den Opfern, die ein Bürgerkrieg gekostet hätte, wären nur wenige Menschen gestorben.

Konfuzius

China war schon immer ein Problem der Kolonialen "Glücksbringer" von den Opium Kriegen bis zu den NGO gestützten Tianem (Maidan) Aufständen. China hat seine 2000 Jährige Kultur, mit einer Mauer und Abschottung gegen die Barbaren geschützt. Konfuzius hat nicht viel mit "Westl. Menschenrechten" gemein.
Warum versuchen die westl. Demokratien nicht Ihre "Werte" in befreundete Staaten wie Saudi Arabien, Pakistan, Maroko´usw. zu bringen.(Wäre doch viel einfacher).

Währe China wirtschaftlich auch so Erfolgreich bei geglückten "regime change" gewesen.

Statistik vs. Ideologie

Inhaftierte je 100.000 Einwohner
- USA 693
- Russland 451
- Brasilien 307
- Türkei 238
- England 146
- China 118
Quelle: stern, statista
.
Da sieht man mal, was für ein Unrechtssystem China ist! Da sind viel zu wenige im Gefängnis, zumindest, wenn man mit der "Fackel der Freiheit" USA vergleicht

@Am 03. Juni 2019 um 14:32 von DeHahn

Zitat;: "Statistik vs. Ideologie
Inhaftierte je 100.000 Einwohner
- USA 693
- Russland 451
- Brasilien 307
- Türkei 238
- England 146
- China 118
Quelle: stern, statista
.
Da sieht man mal, was für ein Unrechtssystem China ist! Da sind viel zu wenige im Gefängnis, zumindest, wenn man mit der "Fackel der Freiheit" USA vergleicht"

Was wollen Sie mit dieser Statistik?
Was wollen Sie damit "belegen"?

Newsflash: in aller Regelmäßigkeit handelt es sich bei Gefängnisinsassen um verurteilte Verbrechen, vorausgesetzt, dass kein Justizirrtum vorliegt. Potzblitz!

Worin besteht jetzt genau das "Unrecht"?

13:50 von Demokratieschue...

da habe ich eine total andere Meinung dazu

Frauenrechte waren im Mittelalter kein Thema und von Schwulenrechten einige Jahrhunderte später sprach auch keiner, von Heiraten ohnehin nicht
das hat sich langsam im Bewußtsein der Gesellschaft entwickelt
und erst dann wurde es ne Forderung der breiten Masse und realisiert
von daher denke ich in China explodiert der Topf auch erst dann
wenn der Dampfdruck zu hoch wird
ist Dampf im Topf ?

@Didib57 10:43

Offenbar waren Sie in den letzten 30 Jahren nie in China. Sie würden sonst nicht sowas von sich geben. In China hat sich extrem viel geändert und in Sachen Menschenrechten gibt es andere Länder die viel schlimmer drauf sind als China. Man darf auch nicht vergessen wie groß China ist. China ist ein wichtiger, vertrauensvoller und loyaler Handelspartner und für uns wichtig, viel wichtiger als die USA oder die Russische Föderation. China gibt den Puls der Weltwirtschaft vor und an dem müssen wir uns orientieren.

@Sisyphos3 11:00

Wer China wirtschaftlich meint zu boykottieren begeht ökonomischen Selbstmord. Wir werden es bei der USA noch sehen. China kann man nicht auf diese Weise in die Knie zwingen, dafür ist es wirtschaftlich zu stark.

@ DeHahn

"Statistik vs. Ideologie"
Ich glaube so ganz kann man diese Zahlen nicht vergleichen.
In Unrechtsregimen sind ja nicht alle Menschen inhaftiert, aber trotzdem nicht frei hinsichtlich Lebensführung, Aufenthalt, Berufswahl, Meinungsfreiheit etc..

Ich würde einmal behaupten, der Anteil der Menschen, die in China staatlichen Repressalien ausgesetzt ist, ist wesentlich höher als der Anteil von Gefängnisinsassen in den USA.

@Bote_der_Wahrheit 14:44

Ich glaube es ist klar was DeHahn da belegn will. Die von Ihnen so heißgeliebte USA mit Trump und dass von Ihnen so heißgeliebte Putin System in Russland ist für die meisten Inhaftierten weltweit zuständig. Der großteil der Inhaftierten ist auch noch zu unrecht dort. Es gibt Statistiken die klar belegen wie viele Unschuldige in den USA und in Russland in Gefängnissen sitzen. Aber so ist es mit der Ideologie, da hat User DeHahn vollkommen recht!

@ Magfrad (14:57): die Menschenrechte duerfen nicht egal sein!!

hi Magfrad

Wir werden es bei der USA noch sehen. China kann man nicht auf diese Weise in die Knie zwingen, dafür ist es wirtschaftlich zu stark.

Auch wenn China den Handelskrieg wohl haushoch gewinnen wird, weil es wirtschaftlich viel stärker ist als die USA, duerfen die Menschenrechte deswegen trotzdem nicht mit Fueßen getreten werden sondern muessen auch in China durchgesetzt werden!! Wie war das noch mit: "Die Menschenrechte sind unteilbar, unverhandelbar und unveräußerlich"??

Von daher:
erst kommen die Menschenrechte, DANN das Geschäft und nicht umgekehrt, auch wenn China uns Usern mit diesem neuen Prozessor hilft und es gut wäre wenn der bei uns in Deutschland und Europa auf den Markt kommt. Die Menschenrechte haben FIRST zu gehen und NICHT die USA und NICHT die Wirtschaft!!

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