Kommentare

Ob bis Oktober eine Lösung daher kommt ?

Einfach nur den Chef/in auswechseln, wird nicht gehen. Da wird es wohl erst Neuwahlen geben müssen und selbst dann bleibt wahrscheinlich GB tief gespalten. Was so ein Brexit, dazu am Anfang mit verlogenen Argumenten alles bewirkt ?
Wichtig wird wohl sein, das alle anderen EU Staaten daraus lernen, nicht ihre Bürger falsch informieren oder gar anlügen und letztendlich die EU Politik und Programme in der Zukunft für die Bürger machen und diese im positiven Sinne mitnehmen.
Wie es nicht mehr sein sollte ? - siehe die letzte "Anstalt" Sendung, ZDF, vom Dienstag Abend.

Bei allem Respekt vor Frau

Bei allem Respekt vor Frau Dittert: Diese ernste politische Frage zur Soap, 2. Staffel herabzuwürdigen, mag zwar an manchem Stammtisch punkten und auch bei Anhänger*innen der "Partei" und allen anderen, die die Verwechslung von Politik und Satire hypen; mir gefällt das nicht, denn es geht um eine zentrale Richtungsentscheidung für Großbritannien und Europa. Da brauch ich kein Statement eines Theaterkritikers.
Sollten die Tories auf den Blender Boris Johnson hereinfallen, schaffen sie selbst ihre Seriosität ab, indem sie eher auf Show als auf solides politisches Alltagsgeschäft setzen: dann wird Politik tatsächlich zu einer Staffelsoap und Satireshow - womit sich der Kreis schließt und möglicherweise eine subtile Kritik von Frau Dittert beschrieben ist, die sie dazu brachte, dieses schräge Format ihres Berichtes zu wählen.

Wichtiger ist das Firmenkarusell

Da schwarze Peter Personal Quartett interessiert doch keinen.

Selbst ohne Brexit ist die Britische Automobilindustrie nebst Zulieferern um 44% eingebrochen.

Hauptsache ...

... der Brexit kommt!

Eine, trotz des ernsten Hintergrundes,...

...wieder herzerfrischende Reportage von Annette Dittert. Dafür vielen Dank!

Dass der von ihr interviewte Theaterkritiker, dessen Namen ich nicht recht verstanden habe, Boris Johnson als potentiellen Nachfolger von Theresa May letztlich aussortiert, muss nichts heißen, und obwohl ich den Struwwel nicht sonderlich mag, sehe ich in ihm nach wie vor den aussichtsreichsten Kandidaten.
Bemerkenswert für mich war übrigens auch hier wieder die Argumentation des Interviewten für den Brexit: Nicht die Zahlungen in die EU-Kasse, sondern die fehlende Eigenständigkeit GBs gibt er als Hauptgrund für den Brexitwunsch an, un damit dürfte er für den Großteil der Brexiteers sprechen. Die Regelungswut des EU-Parlaments ist ja nicht nur den Engländern ein Dorn im Auge, und vielleicht schafft es der/die Nachfolger(in) Junkers, mehr Augenmaß in die Beschlussfassungen zu bringen.

@ andererseits, um 09:13

Es ist schon interessant, wie unterschiedlich man die Form der Reportage von Frau Dittert werten kann.
Spontan erschien sie mir, wie ich das ja auch in der Überschrift meines Beitrags andeute, etwas zu fröhlich angesichts der ernsten Situation, doch als ich die vielen auch im Vorspann angedeuteten Sitzungen des Unterhauses vor Augen hatte, konnte ich mich des Schmunzelns letztlich nicht erwehren.
Mal sehen, wo Boris Johnson letztlich landet. Ob die Tories ihre Seriosität selbst abschaffen - das haben die doch längst getan!
Meiner Meinung nach ist es keine Frage mehr, mit welcher Haltung GB den Club verlässt, sondern nur noch: wann.

Brexit-Diary: Die Tories ....

Der x-te Teil der falschen Schow … ein Köpfewechsel ist natürlich eine Showveranstaltung vor allem weil es um eine ernste Sache geht. Richtig, wenn auch viel zu spät wäre die Bestimmung eines neuen Kopfes durch Neuwahlen, alles andere bleibt Kosmetik und Verrat an der Demokratie.

Es ist....

immer noch unerklärlich, welche Erwartungen die Brexitiers mit dem Brexit verbinden. Ich glaube, daß die Brexitiers grundsätzlich nicht kompromissfähig sind bzw. dies immer von den Anderen erwarten. Dabei war doch von Anfang an klar, daß die EU ausschließlich auf Kompromissen aufbaut! Was hat man denn von 28 Staaten erwartet? Vermutlich ist genau darin die Hoffnung der Hardliner wie Johnson versteckt, denn auf Seite der EU sehe ich keinen künftigen Hardliner, der ebenfalls konsequent "Nein" sagt. Es wäre schön, wenn man Irland nicht "opfern" und damit den Rest an Glaubwürdigkeit verlieren würde. Allein in dieser Hinsicht erwarte ich mir von Weber nicht viel, sondern etwas mehr von Timmermanns.

09:13 von andererseits

«Diese ernste politische Frage zur Soap, 2. Staffel herabzuwürdigen, mag zwar an manchem Stammtisch punkten und auch bei Anhänger*innen der "Partei" und allen anderen, die die Verwechslung von Politik und Satire hypen … dann wird Politik tatsächlich zu einer Staffelsoap und Satireshow … mir gefällt das nicht … denn es geht um eine zentrale Richtungsentscheidung für Großbritannien und Europa.»

Wichtiger als der Theaterkritiker, war der Brexiteer in Frau Ditterts Interviewpartner. Wie er die Chancen der möglichen Kamdidaten einschätzt, hat mit Klamauk, Satire und der PARTEI nichts zu tun (deren Wähler ich bin).

Chancen hätten nur Kandidaten, die einen Brexit auch ohne Abkommen wollen. M. Gove (moderate) und D. Raab (the hard one) seien die aussichtsreichsten Bewerber. Eine Einzelmeinung, zwar ja. Aber wohl doch recht exemplarisch für die, die dem Brexit entgegen sehnen.

Mit satirischer Betrachtung lässt sich nicht selten im Tohuwabohu der Blick fürs Wesentliche zurück gewinnen …

9.27 Karl Klammer:"Auch ohne

9.27 Karl Klammer:"Auch ohne Brexit ist die brit. Autoindustrie samt Zulieferern um 44% eingebrochen"
09:34 von Einfach Unglaublich:"Hauptsache...der Brexit kommt."
So kann man die Welt auch sehen. Hauptsache, die eigene Weltsicht setzt sichdurch...

Es ist alles nur noch Theater

Die Briten werden die EU nicht verlassen. Das sage ich nun seit fast 3 Jahren. Es ging und geht nur darum, wie sie diese Karre aus dem Dreck ziehen. Und das prognostiziere ich jetzt einmal ohne hellseheriische Fähigkeiten ->
Dieses Parlament hat überhaupt keine Legitimation mehr, über den Brexit zu entscheiden. Deshalb sind entweder Neuwahlen erforderlich, bei denen sich die Parteien im Wahlkampf explizit positionieren - für und das wie auch immer - oder gegen den Brexit, oder es gibt ein neues Referendum. Es gibt keinen anderen Weg (mehr),, weshalb alles bis dahin wirklich recht belangloses Theater ist bzw. sein wird. Weshalb die Presse jetzt auch nicht mehr alles so aufblasen sollte. Es langweilt schon ziemlich!

@ 09:50 harry_up

Es wird eine spannende Frage, ob und wie der Brexit vollzogen wird. Wenn sich Labour klarer positioniert für ein Folge-Referendum, in dem die Bürger*innen ihr Votum zu konkreten Varianten eines Brexit incl. einer Zurücknahme des Brexit abgeben können, dann werden bei einer Neuwahl in GB die Karten wirklich neu gemischt. Das müssten eigentlich auch Brexit-Befürworter favorisieren, da in den Diskussionen der vergangenen Jahre erst die wirklichen Fragen, die Vor- und Nachteile, die Kosten-/Nutzen-Rechnungen und vor allem auch die schwierigen Fragen rund um Nordirland auf den Tisch kamen: Da müssten doch gerade die, die für mehr direkte Demokratie sind, die Bürger*innen einbeziehen. Oder ist es doch so, dass das nur dann vorgeschoben wird, wenn die politische Richtung einer Entscheidung gerade passt?

@ 09:13 von andererseits

"Sollten die Tories auf den Blender Boris Johnson hereinfallen, ......"
.
Sie sollten sich nicht von Ihrer persönlichen Meinung blenden lassen, sondern sich mit Fakten beschäftigen.
Boris Johnson ist der mit Abstand beliebteste Politiker. Er ist bei 32% aller Briten beliebt, 43% halten ihn sogar für eine sympathische Person (alle anderen so um die 10%, Javid kommt noch auf 26%). 28% aller Briten trauen ihm einen guten oder sogar sehr guten Job als Prime Minister zu.
Und an diese Werte kommt erst mal lange nichts, weder von Labour, Grünen, Liberalen, noch Tory.
.
Wenn Sie sich noch die Ergebnisse der Brexit Partei von Farage (Beliebtheit in UK 24%) bei der EU-Wahl in Erinnerung rufen (bei den Kommunalwahlen nicht angetreten), ist Johnson genau der richtige Mann, damit die Konservativen 1. Stimmen von Brexit zurückholen und 2. über 10% landen.
.
Da ist Ihre Sympathie für Johnson uninteressant.
Schließlich wählen die Briten und nicht Sie.

Die Tories

sind doch längst Geschichte nachdem sie bei
den EU Wahlen auf mickrige 8.9% abgestürzt sind.
Das Gerangel um den PM Job ist unter diesen Umständen nur noch lächerlich.
Bei den nächsten Parlamentswahlen werden die Tories dann völlig weggefegt - und das haben sie dann auch redlich verdient.

Mitten im Spiegelkabinett

Früher gab es auf dem Jahrmarkt ein Spiegelkabinett. Das war zum einen ein Labyrinth aus Glasscheiben, zum anderen gab es eine Menge Spiegel, die einen verzerrten, auf den Kopf stellten etc., und oft, wenn man meinte, den Durchgang gefunden zu haben, landete man mit der Nase an einer Glasscheibe. So kommt mir der britische Brexit-Zirkus vor. Immer, wenn jemand voran will, rennt er gegen eine Wand, und alle Perspektiven werden ständig verzerrt und ad absurdum geführt.
.
Wären man Boris Johnson und Konsorten doch bloß auf dem Jahrmarkt in ein Spiegelkabinett gegangen, das wäre für England wesentlich billiger geworden.

Ich fand's interessant, dass

Ich fand's interessant, dass ein Theaterkritiker genau dieselben stereotypen Argumente für den Brexit anführt, wie sie sonst immer mit der Leserschaft des Daily Mail verknüpft werden.
Und noch dazu ist er Anhänger von Johnson, des Mannes, der mit seinen Lügen in der Brexit-Kampagne und vielmehr noch mit seinen jahrelangen Anti-EU-Glossen während seiner Korrespondentenzeit in Brüssel und seinen sprachlichen Entgleisungen als kurzfristiger Außenminister vermutlich als Einzelperson den größten Beitrag zum Brexit geliefert hat.

Das bestätigt einmal mehr: der Brexit ist nicht die Krankheit sondern nur ein Symptom für die gesellschaftliche Krise, in der sich das UK seit Jahren zunehmend befindet.
Also soll das Land mit einem - nicht gewählten - neuen Premier schnell austreten und seine Probleme angehen; es hat inzwischen 3 Jahre lang EU-Energien und -Zeit verpulvert, und auch in den kommenden Jahren wird es nun keinen positiven Beitrag mehr zur Entwicklung der EU leisten können.

Die Steigbügelhalter des Großkapitals

"Die Regelungswut des EU-Parlaments ist ja nicht nur den Engländern ein Dorn im Auge, und vielleicht schafft es der/die Nachfolger(in) Junkers, mehr Augenmaß in die Beschlussfassungen zu bringen."
.
Gratulation! Gerade, wo die EU sich anschickt, einen EU-weiten Mindestlohn, Steuern auf Digitalkonzerne etc. in Angriff zu nehmen, schmeißen sich die, denen es nützen soll, in die Speichen des Rades der Geschichte! Und worauf stützen sich diese "Experten"? Auf den ANGEBLICH von der EU festgelegten Krümmungsgrad der Gurke. Den hat es nie gegeben, aber der geht so gut ins Kleinhirn rein, dass .............

Im Interview mit dem Theater-Kritiker

kam gut zum Ausdruck, dass nach Meinung der Brexiteers die armen (geknechteten) Bewohner des UK von der unerträglichen Despotie der EU ("die da in Brüssel") befreit werden müssen.

Die heute noch geknechteten müssen wieder alleine über ihre Belange/Gesetze entscheiden dürfen (jeder einzelne soll seine Gesetze machen dürfen, denn jeder einzelne ist "Das Volk".

Selten so viel Unsinn von einem intelligenten Menschen gehört.

Egal wie was im UK ausgeht: Centerum censeo ... sollte das UK ohne Vertrag aus der EU aussteigen.

In ein bis zwei Jahren sehen dann hoffentlich die Bewohner des "greatest Empire ever" wohin sie sich verirrt haben. Dann ist es aber zu spät.

@ andererseits, um 10:05

Das sehe ich anders, und der theaterkritisierende Gesprächspartner von Frau Dittert ist m. E. ein Paradebeispiel:
Ein bislang überzeugter (“bornierter“) Brexitbefürworter wird sich angesichts eines erneuten Referendums - das aus unserer Sicht vernünftig wäre, das es trotzdem nicht geben wird - auch aufgrund neuer Erkenntnisse nicht einen Deut anders entscheiden als bisher; diese felsenfeste Überzeugung des Herrn im Interview steht quasi stellvertretend, und die Irlandfrage ist für diese Leute Sache der “anderen“. Mit dem Kopf durch die Wand...

Und der Demokratie, so deren Argumentation, wurde durch das Referendum Mitte 2016 Genüge getan.

@ 10:30 von B. Pfluger

"Die Tories sind doch längst Geschichte nachdem sie bei den EU Wahlen auf mickrige 8.9% abgestürzt sind.[....] Bei den nächsten Parlamentswahlen werden die Tories dann völlig weggefegt - und das haben sie dann auch redlich verdient."
.
Die nächsten Unterhauswahlen sind aber erst 2022 und bis dahin werden sie weiter regieren (ansonsten müsste man nach der EU-Wahl ja auch den Bundestag auflösen, ist ja nix mehr mit "GroKo").
Die Wählerstrafe erfolgte, weil der Brexit nicht vollzogen wurde. Egal wie. Wenn nicht geordnet, dann ungeordnet.
Und sollte es bis 2022 nicht zum Brexit kommen oder einem Kurswechsel unter Johnson, werden die Konservativen von der Brexit Party abgelöst.
Und der Affentanz geht weiter.
.
Hier wird auch verkannt, dass der Brexit nicht nur eine Idee der Tories ist, sondern das sich Befürworter in allen politischen Lagern finden, auch bei Labour.
Man streitet nur über das "Wie", nicht über das "Ob".

@ DeHahn, um 10:41

Der Inhalt Ihres Kommentars ist mir zwar nicht durchgängig verständlich, dass Sie offensichtlich ein Befürworter des EU-weiten Mindestlohns sind, zeigt ziemliche Realitätsferne.
Aber wünschen darf man sich Vieles.

Was will die Mehrheit der Briten?

Wie auch immer das sehr schwache Ergebnis der Europawahl für die Tories zu werten ist, Neuwahlen wären die einzige Option, um Klarheit für GB zu bringen. Die Tories werden sich sehr genau überlegen
müssen, welcher Bewerber
(nur Männer?) dann geeignet ist, die Führung mit dem passenden Wahlprogramm zu
übernehmen! Einen No-
Deal Brexit will die Mehrheit der Briten nun
mal nicht. Mit einem
Hardliner liefe es unweigerlich darauf
hinaus.

na dann hat sie ja den informiertesten gefunden

bestens dass sie den Informiertesten gefunden hat der meint das EU alles vorschreibt wie die ihr Tee trinken. Einfach die Wirtschaft wegschmeisen dann profitiert nicht das Land sondern Banken die dann Steueroasen werden koennen und so Reiche anlocken koennen, auf Kosten von Sicherheit und Gesundheit der Buerger. Gechlortes Huehnchen wird in Britanien von USA dann importiert und andere Importe die den EU Sicherheitsstandart nicht entsprechen. Die haertesten Brexitiers sind am ende die Reichen die ihr Geld bereits im Ausland haben wie Farrage.

@ 10:43 von Niemand

"In ein bis zwei Jahren sehen dann hoffentlich die Bewohner des "greatest Empire ever" wohin sie sich verirrt haben. Dann ist es aber zu spät."
.
Es ist nie zu spät.
Trotz der hier teilweise vertretenen Meinung geht es auch nicht um eine "Bestrafung" der Briten oder denen das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Deswegen hat man ja GEMEINSAM einen Vertrag ausgehandelt. Wenn der nicht passt, ist das keine Verfehlung der EU, sondern der britischen Premierministerin, die anscheinend geglaubt hat das im Parlament alleine bestimmen zu können.
Aber die Briten sollten erst mal gehen und ihre Psychosen aufarbeiten.
.
Und nichts steht einer zweiten "Hochzeit" im Wege. Kommt in den besten Familien vor.
Dann aber nicht wieder "I want my money back!" (and the big sausage....).

RE: Weiß-mehr-als Sie um 10:42

"Ich glaube nicht daran, dass der Brexit nicht kommt; das beweist mir die fortwährende Verschiebung des Brexit. "

Ähhh, sie verneinen doppelt !
Wenn sie nicht daran glauben, das der Brexit nicht kommt, so glauben sie dann doch das er kommt.
Dies steht aber im Gegensatz zum Kontext ihres restlichen Kommentars.

Gruß Hador

Erste Gelegenheit zum Kommentar...

seit einiger Zeit schon. Mir persönlich gefällt die inhaltliche Einstellung von Frau Dittert und bin auch kein Fan von Frau May. Die Berichte von Frau Dittert der vergangenen Tage haben mir dennoch nicht gefallen.

Den ein oder anderen Kommentar über Frau May fand ich respektlos, wenig taktvoll und auch etwas herabwürdigend. Auch hier in diesem Bericht gibt es Dinge (Roboter - hatten wir gerade, "der hat zuviel Zähne") die ich unpassend finde.

Manchmal glaube ich auch eine gewisse Häme und Schadenfreude in den Berichten entdeckt zu haben und das gefällt mir auch nicht. Mir scheint Frau Dittert hat eine zu große Nähe zu Labours Positionen aufgebaut. Ich persönlich tue mich zusehends schwerer in ihr eine objektive Berichterstatterin zu sehen - sorry.

von NeutraleWelt um 11:08

Trotz der hier teilweise vertretenen Meinung geht es auch nicht um eine "Bestrafung" der Briten oder denen das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Von einer "Bestrafung" habe ich Nichts geschrieben. Was mich an den Brexiteers stört ist ihre eingeschränkte (um nicht zu sagen bornierte) Sicht hinsichtlich der Gesetzgebungskompetenzen und ihr Wunsch nach "Freiheit" von der "despotischen" EU-"Diktatur". Fast so, als würden die EU-"Despoten" den armen UK-lern vorschreiben, wie sie ihren Tee zu trinken haben (wieviel gr. Tee auf wieviel Wasser, wieviel Zitrone, Zucker, Milch in den Tee, mit welcher Hand die Tasse zum Mund führen).

Von daher: Die armen Geknechteten müssen erst "befreit" (Brexiteer-Meinung) werden, ehe sie die Zusammenhänge bereit sind zu bedenken.

Egal wer in GB regiert

Bevor der Nachfolger von PM May der britischen Bevölkerung etwas verspricht, sollte er/sie sich zunächst mit dem ausgehandelten Vertrag beschäftigen.

Es gibt für GB nur zwei Möglichkeiten, diesen Vertrag oder keinen. Das muss der/die zukünftige PM der Bevölkerung und vor allem auch dem Parlament ganz deutlich sagen.

Danach ist es ganz einfach. Das Parlament darf abstimmen über Vertrag oder No-Deal-Brexit.

Wenn der/die neue PM schlau ist, läßt er/sie noch ein Referendum durchführen. Begründung: "Vor dem ersten Referendum wurden die Wähler*innen belogen."

Ich sehe zur Zeit nur zwei mögliche Varianten:
1. Der Brexit wird abgesagt. (Das wäre schlau)
2. Es gibt eine No-Deal-Brexit. (Dann tun mir die Briten heute schon leid)

@ 10:48 harry_up

Genau das, was Sie in Ihrem letzten Satz anführen ("der Demokratie ... wurde durch das Referendum Mitte 2016 Genüge getan") ist doch eine arg brüchige Argumentation: Der Brexit-Wahlkampf (übrigens wie bekannt vom damaligen Premier leichtfertig auf den Tisch gelegt, um das eigene politische Überleben zu sichern, nicht um wirklich die Bevölkerung einzubeziehen) war geprägt durch falsche Horrorzahlen und -szenarien, die am zweiten Tag nach der Abstimmung sogar von denen, die damit Stimmung machten, als falsch zugegeben wurden; Farage trat nach dem Brexit-Referendum zurück statt Verantwortung zu übernehmen und schweigt weiter beharrlich zur Frage, wie der Brexit aussehen könnte: alles Gründe, weshalb ein Folgereferendum sinnvoll und angebracht ist.

von TrautSich um 11:22

Auch hier in diesem Bericht gibt es Dinge (Roboter - hatten wir gerade, "der hat zuviel Zähne") die ich unpassend finde.

Das waren die Übersetzungen der Aussagen des von Frau Dittert interviewten Herrn. Frau Dittert für die Aussagen des Interview-Partners verantwortlich zu machen ist unfair.

Sex life.

"They envy his sex life."

Sie beneiden Johnsons Sexleben? Wird uns da etwas vorenthalten?

Insgesamt eine sehr schöne Idee von Frau Dittert, diese Seifenoper.
Sehr passend. Gibt kein happy end.

Dass sie den Herrn, der gegen den Brexit ist, als "reasonable" bezeichnet, zeigt aber auch, dass sie die Briten immer noch nicht richtig verstanden hat.

Die Briten wollen raus, das müsste doch auch bei einer Frau Dittert endlich einmal angekommen sein.

@ 10:23 NeutraleWelt

Sie wollen tatsächlich einen Politiker wie Nigel Farage, der nach dem "erfolgreichen" Brexit-Referendum zurücktrat - wahrscheinlich die klügste Entscheidung, die er in dem ganzen Wirrwarr traf, weil er nämlich inhaltlich bis heute nichts zur Gestaltung des Brexit gesagt hat - als Argument dafür anführen, dass es richtig ist, Johnson zum Tories-Chef zu machen? Das ist sowohl logisch wie inhaltlich nicht nachvollziehbar. Farage hat mit seiner in wenigen Wochen aus dem Boden gestampften Brexit-Partei nichts anderes als das Abschöpfen der frustrierten Brit*innen erreicht (in einer Mischung aus Brexit-Befürworter*innen wie -Gegner*innen), die nicht verstehen, warum sie für ein EU-Parlament wählen sollen, wenn spätestens Ende Oktober Schluss sein soll: Das ist der Klassiker einer Protestwahl, die rein gar nichts darüber sagt, wo Farage mit seiner Bewegung ab dem 1. November bei den Brit*innen rangiert; es gehört nicht viel dazu zu prophezeien, dass er zum 2. mal weg vom Fenster sein wird.

RE @ 11:29 von Niemand

"von NeutraleWelt um 11:08
Trotz der hier teilweise vertretenen Meinung geht es auch nicht um eine "Bestrafung" der Briten oder denen das Leben so schwer wie möglich zu machen."

Von einer "Bestrafung" habe ich Nichts geschrieben."
.
Ich meinte damit auch nicht Sie persönlich, wie aus dem Kontext erkennbar ist.
Aber diese Haltung gibt es durchaus bei einigen Mitforisten.
Und was mich auch stört ist diese überhebliche Haltung einiger Mitforisten, dass die Briten auf dem geistigen Niveau eines sechsjährigen Kindes sind und nach 3 Jahren erfolglosem Brexit noch immer nicht verstanden haben, worum es geht.
Quasi nur wie Zombies auf der Straße rumlaufen "Brexit, Brexit..".
Und der Rest Europas so etwas wie ein "Sorgerecht" hat, damit den kleinen, dummen Briten nichts passiert.
.
Und ja: Dann macht doch erst mal euren Brexit!
Und dann kommt vielleicht wie bei kleinen Kindern nacher das "Duuu, tut mir leid..."
Oder eben nicht!

@ 10:23 NeutraleWelt

In einem haben Sie recht: Meine (nicht vorhandene) Sympathie für Johnson ist genauso uninteressant wie Ihre. Ich bewerte ihn aber hier nicht nach Sympathie sondern nach seinen politischen Positionen und nach seiner in meinen Augen arg ramponierten Glaubwürdigkeit. Falls Sie möchten, dass ich hier keinen Kommentar schreibe, weil "schließlich nicht ich wähle, sondern die Briten" und politische Meinungsäußerung hier durch Beliebtheitsumfragen ersetzen wollen und mit dieser Begründung keinen kritischen Kommentar von mir zu Johnson lesen möchten, muss ich Sie leider enttäuschen: Ich kommentiere... Sie können gerne inhaltlich auf meinen Kommentar antworten zur Überlegung, in einem Folgereferendum die Wähler*innen über die verschiedenen Konzepte von Brexit (von "hart" bis "weich") und über einen Verbleib in der EU abstimmen zu lassen.

Wahlanalysen, Wählerwanderung

Da die Tories ihren Wahlanalysen entnehmen können, warum und zu
welchen Parteien ihre
Wähler abgewandert sind, müssten sie sich auch bei der Wahl ihres Vorsitzenden daran orientieren. Unter früheren Wählern der
Partei werden Brexit-
Befürworter sowie EU-
Unterstützer gewesen
sein. Farage und andere
Hardliner können letztendlich nicht die
absolute Mehrheit ver-
buchen.Ein Referendum
mit differenzierteren Multiple - Choice -
Fragen als 2016 brächte
Klarheit!

@ 11:53 von rossundreiter

"Die Briten wollen raus, das müsste doch auch bei einer Frau Dittert endlich einmal angekommen sein."

Sie suggerieren, dass "die Briten" bzw. alle Briten sich sehnlichst den Brexit herbeisehnen. Dem ist jedoch nicht so, denn dann würde es den ganzen Eiertanz auf der Insel nicht geben. Frau Dittert macht ihre Sache schon sehr gut. Denn sie lässt alle Positionen zu Wort kommen.

Wer hat es denn zur Soap gemacht?

May machte genau das, was sie sollte: verzögern und weiter verzögern.
Damit Zeit ist, die Insel EU - reif zu schießen.

All die Anstrengung. Die armen Briten. Die wussten ja gar nicht was sie da taten.

Hach weh, die Welt geht unter, wenn die Briten gehen.

Die Medien haben ein Theater veranstaltet, das war nicht mehr feierlich.

Zeitweise hätte man meinen können: verlassen die Briten die EU, werden alle Bürger, die sich im falschen Land befinden, mit einem Katapult übers Meer in die Heimat geschossen.

Es wurde gedroht. Es wurde gelästert. Die Politiker waren sich zu nichts zu schade, um die Briten umzustimmen.

Auch alles Heraufbeschwören einer angeblichen Mehrheit gegen den Brexit nutzte nix.

Die EU Wahl war in GB wie ein 2. Referendum. Die Botschaft war die gleiche: raus wollen wir.
Vielen (s. Wahlbeteiligung) scheint es egal zu sein. Hauptsache endlich Ruhe.

Wenn eine Partei erst 4 Monate alt ist, nur ein Thema hat und Wahlsieger wird - dann ist die Botschaft klar.

Neues Referendum !

eine neues Referendum für oder gegen den Verbleib in der EU wäre durchaus gerechtfertigt! Nach 3 Jahren ist nämlich so manchem britischen Bürger aufgegangen, dass er durch Lügen, falsche Versprechungen in seiner Entscheidung beeinflusst wurde. Bei den jetzt schon gravierenden Nachteilen für die Wirtschaft sehen manche ihr Votum anders als vor 3 Jahren und die damaligen Nichtwähler sind alarmiert und die, die damals noch nicht wählen durften haben Einfluss auf ihre Zukunft ...
Vermutlich wäre dann dem ganzen Spuk ein Ende gesetzt!

@ 11:58 von andererseits

"Das ist sowohl logisch wie inhaltlich nicht nachvollziehbar."
.
Das ist keine Überaschung für mich.
Wo gehen dann die "abgeschöpften", "frustrierten" Brexit-Wähler hin ohne eine erneuerte Konservative Partei?
.
Oder haben die sich das dann überlegt und wählen alle Grün? Die machen dann den Brexit?
.
Und ich prophezeie nichts, sondern stütze mich lieber auf Fakten, die habe ich Ihnen mitgeteilt.

@12:21 von tisiphone: Wahlsieger

Die Brexitpartei ist zwar Sieger bei der EU-Wahl, hat aber nur ca. 30% der Stimmen bekommen. Da sind dann noch 70%, die vielleicht keinen Brexit wollen.

Ich denke nicht, dass die Botschaft so klar ist wie Sie meinen.

@ 13:01 von GeMe

"Die Brexitpartei ist zwar Sieger bei der EU-Wahl, hat aber nur ca. 30% der Stimmen bekommen. Da sind dann noch 70%, die vielleicht keinen Brexit wollen.

Ich denke nicht, dass die Botschaft so klar ist wie Sie meinen."
.
Da wäre ich vorsichtiger........
Brexit Party steht nicht als einzige Partei für den Brexit. Tory dazu und UKIP wäre ich rechnerisch bei 42,5% (gut, der eine oder andere weniger, sagen wir 40%).
Labour ist auch noch da, die im Prinzip nicht über einen Brexit gestritten haben, sondern über das "Wie".
.
Bei den EU-Befürwortern komme ich nur auf gute 32% (rechnen wir mit Splitterparteien auch noch mal schön, 35%)
.
Also ich sehe da eine eindeutige Tendenz......

@ 12:55 NeutraleWelt

Ich bewerte und positioniere mich argumentativ, wie das in Kommentaren nicht nur üblich, sondern auch erwünscht ist. Manche behaupten, Sie "stützten sich lieber auf Fakten" und tun dabei so, als ob nicht die Auswahl der Fakten auch schon eine Positionierung ist. Zu den Fakten gehört übrigens, dass Farage direkt nach dem Brexit-Referendum zurücktrat und bis heute keine konkreten Konzepte und Schritte zum Brexit-Vollzug vorgelegt hat. Zu den Fakten gehört auch, dass die Grünen in GB enorm auf 12,5% zugelegt haben; und nein: die machen nicht den Brexit, weil sie sich klar für "remain" ausgesprochen haben und aussprechen. Auch ein Fakt. Und wenn Sie meine Aussage, Farage und seine neue aus dem Boden gestampfte Partei wird wahrscheinlich nach dem 1. November wieder von der Bildfläche verschwunden sein, als "Prophetie" ablehnen, steht Ihnen das natürlich frei.

@um 12:21 von tisiphone

Sie haben es wie immer auf den Punkt gebracht.

Ich kann dieses Gejammer über die "armen manipulierten Briten", die angeblich und endlich aufgewacht seien, ebenfalls nicht mehr hören. Das gleiche gilt für die winselnd-peinlichen "Liebe-liebe-Briten-bleibt doch-in-der-EU"-Kommentare. Die Mehrheit der Brexit-Gegner sind nicht innerhalb, sondern außerhalb von Großbritannien zu finden. Und das können auch nicht die Berechnungsrächer mit ihrem ewigen Prozente-Gelaber schön-deuten.

@einfach unglaublich

"Hauptsache ...
... der Brexit kommt!"
Einfach unglaublich, wozu ideologische Verblendung führen kann. Es geht vorliegend aber nicht um Ideologie, sondern um den Scherbenhaufen, vor dem die Briten stehen.
Letztlich leiden natürlich auch Deutschland und die EU darunter. Aber das scheint Sie nicht sonderlich zu interessieren. Schade!

@tisiphone: Eben nicht!

Zitat: "Die EU Wahl war in GB wie ein 2. Referendum. Die Botschaft war die gleiche: raus wollen wir."

Vielleichten sollten Sie sich die Ergebnisse der EU-Wahl in GB doch nochmal genauer ansehen. Liberaldemokraten und Grüne, zum Beispiel, treten mit ebenfalls klaren Botschaften ("Bollocks to Brexit", Lib Dems) für den Verbleib in der EU ein und kamen zusammen auf ziemlich genau die gleichen Prozente wie die Brexit Partei. Ein erheblicher Anteil der Labourwähler und die klare Mehrheit der Labourmitglieder ist ebenfalls gegen den Brexit, lediglich deren Parteichef würde das gerne ignorieren.

Wie schon jemand weiter oben anmerkte: wenn wirklich alle Briten aus der EU würden austreten wollen, dann wäre der Drops längst gelutscht. Dem ist aber nicht so.

Und warum wohl fürchten die Brexiters eine zweite, d.h. informierte Abstimmung wie der Teufel das Weihwasser?

@NeutraleWelt 13:19

Sie wissen, dass nicht jeder Tory Wähler den Brexit will oder wollte? Es gibt Gründe warum bei einem erneuten Referendum die Mehrheit gegen den Brexit stimmen würde. Natürlich wird dies von den ganzen Populisten Fans und Brexit Fans unter den Tisch gekehrt.

@GeMe 13.01

Aber ich bitte Sie.

Jeder wusste doch, worum es bei dieser Wahl in GB wirklich ging.

Jedem war klar, wer keinen Brexit will muss wählen - irgendwas außer der Brexit-Party.

Und wenn ein entsprechendes Wahlergebnis auch nur zu Legitimation eines 2. Referendums gedient hätte.

Aber nix war. Den Briten scheint das Ding mit dem Brexit oder doch nicht Brexit nicht halb so wichtig zu sein, wie so manchem im EU - Ausland.

Ich finde die Botschaft war in Anbetracht der Umstände sehr klar.

Viele Briten haben die Schnauze voll vom Wählen und sind erst gar nicht hingegangen.

Viele wollen den Brexit und haben sich nun nochmal Gehört verschafft.

Und die Parteien, die verantwortlich sind für das Hin und Her - die wurden massiv abgestraft.

Ich glaube sogar die Brexit Gegner haben inzwischen genug von dem Theater. Besser raus - als weiter Show.

@Peter Meffert 10:03

Passt zu meinem Eindruck von einem großen Teil der Foristen in diesem Forum. Hauptsache die eigene Welt setzt sich durch. Egal wie. Mit dem Kopf durch die Wand. Auf die Weise zerstört man natürlich jede Diskussionsgrundlage

@ 13:21 von andererseits

"Ich bewerte und positioniere mich argumentativ, wie das in Kommentaren nicht nur üblich, sondern auch erwünscht ist. Manche behaupten, Sie "stützten sich lieber auf Fakten" und tun dabei so, als ob nicht die Auswahl der Fakten auch schon eine Positionierung ist."
.
Ähhh....
Fakten kann man nicht auswählen, weil sie Fakten sind.........
.
Wenn Sie "alternative Fakten" haben, dann lassen Sie es mich wissen........

10:50 von NeutraleWelt

Richtig, die Unterhauswahlen sind erst 2022.
Allerdings ist es mehr als fraglich, ob ein neuer Tory - PM bis dahin durchhält.
Das Gezerre mit Labour wird auch unter
einem neuen PM weiter gehen und Labour wird weiterhin Misstrauensanträge stellen
weil sie unbedingt Neuwahlen wollen.
Ausserdem sind die Tories untereinander total zerstritten, was die Sache für den Neuen
auch nicht besser macht.

@13:19 von NeutraleWelt: Brexit Pro & Contra

Ich habe mir mal die Umfragen in GB zum Brexit angesehen. Die stehen immer irgendwie auf der Kippe. Mal sind 50 + ein bisschen für den Brexit, dann wieder sind es 50 + ein bisschen für den Verbleib in der EU.

Seit Juli 2017 liegen meist die Remainers leicht vor den Leavers. Letzten Endes ist es aber so, dass egal was dabei herauskommt, ca. 50% der Briten nicht bekommen, was sie wollen.

Eines dürfte aber klar sein. Wenn es zum Brexit kommt und besonders, wenn es zum harten Brexit kommt, werden alle Briten in einen sehr sauren Apfel beissen müssen.

Ausser vielleich Herr Farrage. Er und vermutlich ein paar seiner Kollegen sind durch die lange Zeit im EU-Parlament glänzend versorgt und brauchen sich keine Sorgen zu machen.

EU so wie Sie ist

Was viele Brexit Gegner und EU Befüworter nicht einsehen wollen.
Mit Great Brittania wird es keine "Union der vereinigten Europäischen Staaten" geben.
Die Britten werden sich von keinen Europäischen Parlament vorschreiben lassen wohin Sie Ihre Rüstungsprodukte nicht hin zu liefern haben (z.B. Saudi Arabica). Welche Flüchtlinge und Asylsuchende Sie aufzunehmen haben. Welche Finanzprodukte Sie zu besteuern haben, und wie hoch und worauf Sie Steuern zu bezahlen haben.
Die EU hat schon genug Ärger mit Irland, Niederlande und Luxemburg wegen Steuerdumping, Briefkästenfirmen, D. wegen Lohndumping.
Wenn die EU gegen China, RF, USA im Wettbewerb bestehen wollen brauchen keine Nationalegoisten.

@ 13:32 von Adeo60

"Einfach unglaublich, wozu ideologische Verblendung führen kann. Es geht vorliegend aber nicht um Ideologie, sondern um den Scherbenhaufen, vor dem die Briten stehen."
.
Ach?
Der Scherbenhaufen sei mal dahin gestellt.
Aber wir haben die moralische Verpflichtung ein Land, welches nicht mehr Mitglied sein will vor irgendwelchen Konsequenzen zu bewahren oder zu zwingen?
Genau an diesen Vorstellungen kränkelt die EU!
Wir wissen was gut für euch ist.........
Woher wissen Sie was besser für die Briten oder uns ist?
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Wer sagt Ihnen das?
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Die EU leidet am Austritt der Briten?
Wer?
Die Griechen? Oder Malta? Portugal?
Ich leide unter dem Austritt der Briten?
Warum?
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Sie verkennen da was. Es ist egal ob ich für meine Firma einen Plastiknippel brauche und der jetzt in 5 Tagen geliefert wird oder einem. Das nennt man "Logistik".
Über Abkommen kann man reden, war ja auch so geplant.
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Aber wir müssen die armen Briten bewahren.....
Nee, alles klar....

@Zeitungsente: Falsche Zahlen - besser informieren.

Zitat: "Die Mehrheit der Brexit-Gegner sind nicht innerhalb, sondern außerhalb von Großbritannien zu finden. Und das können auch nicht die Berechnungsrächer mit ihrem ewigen Prozente-Gelaber schön-deuten."

Mit dem Schöndeuten sind Sie selbst offenbar wohlvertraut. Denn bei der Europawahl haben in GB jene Parteien, die sich klar für den Verbleib in der EU positioniert haben (Liberaldemokraten, Grüne, SNP, Plaid Cymru, Change UK), eindeutig mehr Stimmen erzielt als die Brexit Party plus UKIP. Nachzulesen ist das amtliche Endergebnis auch in den Medien Ihrer politischen Couleur (Daily Telegraph gefällig?). Da können Sie Ihr Schildchen mit dem Ergebnis der Brexit-Partei so hoch halten, wie Sie wollen.

RE @ 13:21 von andererseits

"Ich bewerte und positioniere mich argumentativ, wie das in Kommentaren nicht nur üblich, sondern auch erwünscht ist."
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Nein, genau DAS machen Sie nicht.
Sie hauen da irgendeine persönliche Meinung raus, weil das ist ja so, und alle die nicht so denken haben keine Ahnung.
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Ich habe Ihnen nüchterne Fakten in Form von Umfragen unter der britischen Bevölkerung geliefert, aber die sind Ihrem Meinungsbild ja nicht "genehm".
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Also dann liefern Sie mal nach!
Und in einem Punkt muss ich Ihnen widersprechen. Nutzlose Behauptungen mit dem Anspruch einer repräsentativen Meinung sind nicht erwünscht.
Sagen Sie direkt "ich will", aber nicht "die Briten wollen".
Auch wenn Sie für sich in Anspruch nehmen die Meinung der Briten und Deutschlands zu vertreten.

13:01 von GeMe

Die Brexitpartei ist zwar Sieger bei der EU-Wahl, hat aber nur ca. 30% der Stimmen bekommen. Da sind dann noch 70%, die vielleicht keinen Brexit wollen.
Ich denke nicht, dass die Botschaft so klar ist wie Sie meinen.
Ihre Argumentation hinkt, dann könnte man ja auch sagen 80% haben nicht Grün gewählt und sind somit gegen CO2

13:21 von andererseits an NeutraleWelt

Gut gebrüllt Löwe!

Ich kann's nimmer lesen bzw. hören!

Wenn Boris Johnson Premier werden sollte verstehe ich die Briten wirklich nicht mehr.
Wo war er als es darum ging den "Brexit" klar zu machen?
Hat sich verkrochen wie ein Hund der was angestellt hat.
Wenn die Briten diesen Brexit wollen wieso schmeisst die EU sie nicht einfach raus? Weil von alleine scheinen die nicht zu gehen. Ist doch nicht so dolle der Brexit?!
Diese Briten waren schon immer etwas anders als er Rest der EU. Aber was sie seit 3 Jahren veranstalten geht auch keine Kuhhaut.
Dieser B. Johnson hat erst gewartet bis die May sich an den Brexit die zähne ausbeisst und nun will er Premier werden. Schämen sollte er sich, in Grund und Boden.
Wie sagte Oberlix immer? Die spinnen die Briten!

Boris Johnson wohl nicht

Das Unterhaus hat mehrheitlich gegen den harten Brexit gestimmt. Gibt es keine Neuwahlen, so bleiben die Mehrheitsverhältnisse bis Oktober gleich.

Wenn sich das Unterhaus selber ernst nimmt, muss es jeden Regierungschef ablehnen, der genau dieses will.
Ergo kommen dann jede Menge Kandidaten und Kandidatinnen nicht mehr in Frage.

Grossbritannien bleibt dann auch nach dem Oktober noch in der EU.

Gruss, Niccolo

re von Adeo60

"Einfach unglaublich,wozu ideologische Verblendung führen kann".

Richtig,sie führt zur Befürwortung eines neoliberalen Konstruktes mit militärischer Komponente(Pesco).
Und man sieht nicht,wie durch anhaltende Exportüberschüsse und die ökonomischen und sozialen Folgen in anderen Ländern,die Widersprüche verschärft werden.Bis zum Bruch.

Am 31. Mai 2019 um 10:50 von NeutraleWelt

<< Die nächsten Unterhauswahlen sind aber erst 2022 und bis dahin werden sie weiter regieren <<

Ich befürchte, Sie übersehen, dass es in Groß-Britannien die Möglichkeit vorgezogener Neuwahlen gibt.

Erinnern Sie sich nicht daran, dass es 2017 vor dem Hintergrund der damals anstehenden Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens auf Betreiben Frau Mays solche gab?

fehden und niedergang

keine angst, boris kommt nicht mehr, die konservativen haben sich selbt zerstört, nur noch ein fascho-ableger von ukip mit farange ist übrig.
die ganze diskussion ist hinfällig, das land wird sich selbst kaputt machen, wirtschaftlich abstürzen und politisch bedeutungslos werden. zudem gibt es 2 ziemlich gleich starke parteien , brexit -no und brexit -yes, die werden sich auf der insel noch lange bittere fehden und gefechte liefern.
schauen wir zu und schütteln den kopf über soviel dummheit - wobei wir mit ostdeutschland selbst eine region im land haben, bei deren ansichten man nur noch mit dem kopf schütteln kann

14:05 @Theo Hundert

Bin ganz ihrer Meinung. Wenn die EU sich
zukunfts-fit machen will, dann geht das nur
OHNE GB. Diese Nation taugt für keine Art
von Bündnis. Sie ist irgendwo im Empire stecken geblieben.
Insofern ist der Brexit (wenn auch ungewollt)
eine gute Vorbereitung für eine EU Reformierung. Allerdings gibt es da noch den einen oder anderen Staat der nicht besonders
EU kompatibel ist.

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