Kommentare

Tödlicher Stau auf dem Mount Everest

Tja, auch da bricht sich der menschliche Wahnsinn Bahn. Mein Mitleid hält sich in grenzen.

Lasst den Mount Everest

Lasst den Mount Everest einfach in Ruhe. Diese Sucht nach dem ultimaitven Kick, koste es, was es wolle (im doppeldeutigen Sinne) braucht klare Begrenzung.

Gut und schlecht zugleich.

Einerseits schön dass es so viel Wohlstand gibt, sodass immer mehr Menschen überall hinreisen können, sich die Welt ansehen, Berge besteigen... kein Traum mehr.
Anderseits eine Katastrophe für eben jene Orte die eben jeder sehen/erleben will; für mich bedeutend (grade 40 j. schon 65 Länder bereist) dass ich es nicht mehr will.
Zumindest den "must see" auf der Welt überlasse ich den (mega)Massen, verliere mich nicht mehr im Mainstream auf Insta, Facebook und Selfies - heute am Everest, morgen am Ayers Rock, übermorgen Machu Picchu.... das ist nicht mehr meine Entdecker-Welt, in der es was besonderes ist viel zu reisen.
Ob gut oder schlecht, nun müssen wir lernen mit bald 8 Mrd Mitmenschen (2-3 Mrd mit-Touristen) noch heraus zu finden, was wir von dieser Welt noch verlangen dürfen/wollen.

Gleiches Recht

Der Everest gehört allen Bewohnern der Erde, jeder hat ein Recht ihn zu besteigen. Die Regierung hat dafür gefälligst die Rahmenbedingungen vernünftig zu gestalten.

Es ist doch eigentlich nicht

Es ist doch eigentlich nicht zu fassen, wieso auf einem über 8000m hohen Berg am Ende der Welt immer mehr Spinner den Ehrgeiz entwickeln diesen unbedingt besteigen zu müssen. Da scheinen einige nicht ausgelastet genug zu sein, dass sie solche 'Neigungen' entwickeln und zu allem keinerlei Ehrfurcht vor dieser wunderbaren Natur haben, die sie in Massen zusammentrampeln. Komisch ist nur, dass sich da kein Umweltschützer in gleichem Maße wie hier, wenn nur eine Wiese bebaut werden soll gleich meldet, obwohl eben genau dort die Natur so empfindlich und besonders schützenswert ist. Nein, am Ende stellen sich diese suizidalen Bergebespringer ja auch noch gern als soo naturverbunden da. Aber diese wiedersprüche passen ja zu dem derteitigen Gesammtbild einer mittlerweile total versponnenen Welt von verzogenen Dauerkindgemütern, die eben genau diese Welt nur noch als ihren ihnen allein gehörenden Gesamtspielplatz für ihre überzogenen Kicks ansehen.

Rauf auf den Gipfel

Mich stört etwas die Arroganz der Profi-Bergsteiger. Warum soll nicht auch ein motivierter Amateur mit moderner Ausrüstung das Recht haben, diesen höchsten Gipfel zu erklimmen?

Für mich selbst wäre es leider nichts, ich bin etwas übergewichtig und nicht trainiert, hocke wohl zu viel am Rechner.

@ Kowalski

"Der Everest gehört allen Bewohnern der Erde, jeder hat ein Recht ihn zu besteigen. Die Regierung hat dafür gefälligst die Rahmenbedingungen vernünftig zu gestalten."

Hm... mal sehen... wie wäre es mit einem Aufzug zum Gipfel? Oder noch spektakulärer: einer Rolltreppe entlang des Grats? Und statt nur der 10 m² Platz da oben sollte man da eine 500 m² Plattform installieren, damit auch alle Touristen auf dem Gipfel Platz haben, ohne dass dann auch nur einer davon abstürzen muss.

Topp!

@14:30 von KowaIski

„Der Everest gehört allen Bewohnern der Erde, jeder hat ein Recht ihn zu besteigen. Die Regierung hat dafür gefälligst die Rahmenbedingungen vernünftig zu gestalten.“

Was soll die Regierung Ihrer Meinung nach tun, damit jeder Untrainierte da hoch kommt? Eine Rolltreppe bauen? Und dann kann natürlich nur jeder mit genügend Geld da hoch. Oder soll es auch Zuschüsse für Arme geben, die ihr Recht auf dem Mt. Everest wahrnehmen wollen.

Es kann auch nicht jeder über den Pazifik segeln oder in die Tiefsee tauchen. Manche Dinge sind eben begrenzt. An manchen Tagen bekommen Sie keine Eintrittskarte ins Schloss Neuschwanstein mehr, obwohl Sie das Recht haben, es zu besuchen.

@ KowaIski

"... jeder hat ein Recht ihn zu besteigen."

Es hat auch jeder das Recht, durch den Englischen Kanal zu schwimmen. Da man dabei aber untergeht, wenn man kein guter Schwimmer ist, hält sich der Andrang in Grenzen.

Das Recht, den höchsten Berg der Erde zu besteigen, sollte erfahrenen Bergsteigern vorbehalten bleiben.

Mein "Höhenrekord" liegt bei 3189 Metern und da war ich schon ziemlich am Ende. Ich gehe also mal davon aus, dass die doppelte Höhe auch heute noch eine ziemliche physische Herausforderung ist. Die persönlichen Rechte, den Berg zu besteigen sollten da enden, wo sie zu einer Gefahr für andere werden. Wenn ein reicher Nichtstuer der sich einfach mal eine Mt. Everest Besteigung kauft, einen Stau auslöst, weil ihm plötzlich die Luft ausgeht, dann hat er da oben nichts zu suchen.

Ich würde mir wünschen, dass die Nepalesischen Behörden nicht nur Geld kassieren, sondern auch eine gewisse Qualifikation einfordern, z.B. den Nachweis einer anderen Hochgebirgs-Besteigung.

Man könnte ja dem Ansturm begegnen ...

... in dem man die Gebühren erhöht.

Oder eine begrenzte Anzahl von Genehmigungen verlost oder versteigert.

Klar, jeder der so etwas macht ist selbst verantwortlich dafür, dass er sich in Gefahr bringt - das kann man niemandem anderen anlasten.

Aber wenn jemand aus finanziellen Gründen, oder weil er keine Erlaubnis erhält dazu keine Gelegenheit bekommt sich auf 8848 m Höhe umzubringen, dann wäre es vielleicht besser so.

Am 25. Mai 2019 um 14:30 von KowaIski

Ich finde auch, das die Regierung von Nepal endlich eine sicheren Treppensteig auf den Gipfel anlegen muss.!
Ferner nach jeden 1.000 m Hoehendifferenz eine Huette mit min. 4 ****, also mit Duschen KW, McDritt und Paulaner vom Fass.!
...
unfassbar, das solche Selbstverstaendlichkeiten in Nepal nicht durchzusetzen sind. Herr Rezo, das ist ein krasser Fall fuer Sie. Bitte uebernehmen Sie...
...
Gruss aus Bucharest
und vom Moldoveanu, ohne Rennsteig und ohne Seilbahn oder Moldoveanu-Spitz Bahn...
...

@ KowaIski

"Mich stört etwas die Arroganz der Profi-Bergsteiger."

Mich stört die Arroganz der Bademeister, die die Nichtschwimmer nicht ins tiefe Wasser lassen, obwohl die sich doch da ganz professionell an einer Gummiente feshalten können.

Was sind den "Profi-Bergsteiger?" vom Bergsteigen Leben können nur ganz wenige. Ich bin jedes Jahr in der Sierra Nevada unterwegs und mit ganz wenigen Ausnahmen sind alle Menschen, die ich bisher in den Bergen getroffen habe, motivierte Amateure mit guter Ausrüstung. Gegen die hat doch keiner was! Aber wenn der Bergrettungsdienst sein Leben riskieren muss, nur weil sich wieder mal jemand ohne Vorkenntnisse einen Abenteuerurlaub gekauft hat und versucht, einen Gletscher in Sandalen zu bezwingen, dann wird mir die Glatze stumpf - da werde ich dann auch ganz schnell zum "arroganten Profi-Bergsteiger."

@14:30 Kowalski

Sie haben vergessen, Ihrem Kommentar die Bemerkung "Satire" anzuhängen. Nicht dass jemand noch ernst nimmt, dass jede*r das Recht hat, den Mount Everest zu besteigen.

Wie bitte!?

Das ist genau der Egoismus, der hier das Problem ist.
Aber Sie haben ein kleines bisschen Recht, insoweit auch die Profibergsteiger sich über die anderen erheben sollten, auch sie sollten sich selbst fragen, ob Sie diesen zerstörerischen Massentourismus unterstützen möchten

Niemals für jeden

Profibergsteiger sind eben Profis, die in der Regel Jahrzehnte langes Training einschl. Besteigungen in sich haben.
Es kann nicht sein dass der Mainstream wie Malle dort Einzug hält.

Kontingente?

Da mit den Permits enorme Mengen Geld nach Nepal fließen und Nepal diese Devisen dringend braucht, darf eben jeder rauf, der sich das zutraut und, gerade im Fall des Mt. Everest, das nötige Kleingeld parat hat.

Man kann durchaus den Zugang zu Berg durchaus auf ein für alle Beteiligten (auch die Natur und die lokale Bevölkerung) erträgliches Maß reduzieren: Durch Kontingente. Wenn die Liste voll ist, dann ist sie voll.

Schreibt das Imalipusram, hoffend, daß es sich demnächst mit dem Imja Tse (um die Ecke) nicht übernimmt und daß es dort ein klein Wenig Bergeinsamkeit findet. Der Weg ist sein Ziel, ob der Berg berühmt ist, ist ihm egal.

Wir kaufen uns einen Abenteuerurlaub

Das digitale Zeitalter mit seinen Satellitentelefonen und Navigatoren hat die Welt schrumpfen lassen und erweckt in vielen Menschen den Eindruck dass alles was früher nur Wenigen möglich war, heute von allen erreicht werden kann. Da kommen dann Leute auf die Idee, die Welt umsegeln zu wollen, nur weil sie mit einem GPS-Navi umgehen können, und andere halten sich für Alpinisten, nur weil sie wissen, wie man den Reissverschluss and einem Thermo-Anorak zumacht.

Die Welt ist kein Abenteuerpark, sondern immer noch in weiten Teilen Wildnis. Ich würde niemandem verbieten wollen, die Schönheiten der Welt zu erleben - ich habe Vulkane bestiegen und habe die Wüste und den Regenwald erlebt. Aber immer nur nach ausgiebiger Vorbereitung und in Begleitung von Leuten, die sich in der Materie besser aukannten, als ich. Dieses wilde Drauflosstürmen ohne Rücksicht auf Gefahren und Verluste - nur weil man es sich leisten kann - ist gefährlich und rücksichtslos.

„Die nepalesischen Behörden sagen,

sie könnten niemandem verbieten, auf den Mount Everest steigen zu wollen“
Das Wollen können sie nicht verbieten, das tun aber schon. Auch sonst kann man gefährlich Höhlen oder überfüllte Nationalparks für die Öffentlichkeit sperren. Man will bloß nicht, weil das Geld wichtiger ist. Wie überall.

Müllberge

Ich würde jedem „Bergsteiger“ erstmal eine Kaution in Höhe von 5000€ hinterlegen lassen . Und für den Fall das er ohne seinen Verpackungsmüll zurück kommt oder Rettungskräfte bzw ärztliche Hilfe beansprucht , wäre die erstmal futsch. Mir ist es völlig Wurst ob da oben 1 oder hundert Holzköpfe ihr Leben lassen . Das ist die ganze Diskussion hier nicht wert.

Grenzen des Tourismus..

Das kann davon kommen, wenn sich zuviele Menschen auf einem Fleck aufhalten..dann wird es eng und immer mehr Leute können Nähe zu Anderen nicht mehr ertragen..

Wir erleben auch Massentourismus..als Bewohner von Rothenburg/Tauber ist das auch nicht immer schön..aber wenigstens nicht lebensgefährlich wie in Nepal..

Abenteuerlust und Selbstüber-

Schätzung hat schon vielen Menschen das Leben gekostet. Wer sich auf einen nicht selbst zu beherrschenden Weg begibt, muss den eigenen Tod einkalkulieren.

Die Hinterlassenschaften wie Müll zeugen von wenig Einklang mit der Natur.

Sportlich kann man sich auch ohne solche Ziele auspowern und bleibende Erfahrungen machen.

@14:22 von JensKwass - Guter Kommentar und wenn ich...

...hinzufügen darf.

Der Mensch ist wie eine Seuche (geworden).

Er breitet sich rasend schnell und unkontrolliert auf diesen kleinen Steinbrocken (ja der Planet Erde besteht zum größten Teil aus Gestein und nicht wie viele vermuten hauptsächlich aus Wasser. Wasser ist ein Luxusgut auf der Erde, obwohl vom All aus betrachtet, daß anders aussehen kann) im Nichts aus.

Und überall wo er sich ausbreitet muß die Tier- und Pflanzenwelt Platz machen.
Notfalls mit Gewalt eben.

Im Duden sollte unter dem Begriff Mensch folgendes stehen:
krankhafter, zerstörischer und feindseeliger Organismus auf diesen Planeten.
Natürliche Feinde = keine

P.S.:
Mit Ausnahme von Naturgewalten in Form von
Wind, Wasser, Hitze und Kälte.

Super. Stau am höchsten Berg

Super. Stau am höchsten Berg der Welt. Und dann wissen die nicht, wie ihr eigener nachbarort heist.
Da tut mir einzig nepal und fie nepalesen leid. Die aufschneider (bergsteiger) sind mir völlig egal . Oder muss man mit jedem grössenwahnsinnigen neuerdings mitleid gaben?

@ Biocreature, um 15:45

Erlauben Sie mir einen einzigen Einwand zu Ihrer Antwort auf JensKwass, 14:22:

Natürliche Feinde = Artgenossen

Am 25. Mai 2019 um 15:29 von Cashman72

geehrter Forist,
Ihr Name ist Symbol.!
Ich stimme Ihnen zu. Vielleicht sind ggf auch Euro 5.000,- zu wenig. Denn wer die Kosten fuer den M.E. aufbringt, Flug, Anreise, Gebuehren, etc, also weit mehr als 15.000,-, dem bereiten 5.000 keine Kopfschmerzen. Abgehakt.
Der prahlt auf dem naechsten Dorffest oder Betriebsfeier mit den Fotos.
...
Gruss vom Moldoveanu...
...

@von Kowalski

...hoffe nur, dass das nicht Ihr Ernst ist!

Und dann glaubt man,...

...dass Lemminge immer ins Meer stürzen.

Wer genauso verantwortungslos handelt, sind die nepalesischen Behörden, die nur Dollarzeichen in den Augen haben, und denen sowohl der mögliche Tod der “Amateur“-Bergsteiger, als auch die Umwelt auf dem Berg der Berge gleichgültig ist.
Die Begründung, den Ansturm nicht zu bremsen, ist sowas von billig, dass schon allein diese die Richtigkeit meines Vorwurfs bestätigt.

@14:30 von KowaIski

...Gilt Ihre Forderung auch hier in Deutschland?
Und falls ja, ist Ihre Wohnung davon dann ausgenommen und geschützt?

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Das ist eine berechtigte Frage auf den Beitrag des Users Kowalski.

Naja was heißt, man muss

Naja was heißt, man muss keinen Mitleid haben? Generell sollte man für jeden Menschen eine gesunde Portion Mitgefühl aufbringen können. Wer sich öffentlich dringend darauf hinweisen muss dass einem andere Menschen egal sind, leidet ja sicher auch selbst an einer Form von Größenwahn.

Im Rausch des Höhenwahns

Muss die mittlere Spur nicht frei bleiben für den Rettungsdienst?

Im Ernst - das Ganze wurde doch erst so richtig durch die Bergsteiger eingeheizt, die durch abenteuerliche Besteigungen richtig Kohle gemacht haben. Natürlich hat jedermann das Recht, sein Leben so abenteuerlich zu gestalten, wie irgend möglich. Im Bekanntenkreis kann man natürlich kein Schulterklopfen erwarten, wenn man einen Berg im Allgäu bestiegen hat. Also muss e schon was Höheres her.
Der Everest drängt sich natürlich geradezu auf; weil ihn ein jeder kennt. Mit einem 5000er im Karakorum ist eben kein staat zu machen.
So hebt man denn eben mal mehrere 10.000 Euro vom gut gefüllten Konto ab, statt sich vorher noch mit den neuesten und besten Klamotten aus - und ab nach Nepal. Ein spezielles Reiseunternehmen hat natürlich schon die Menge Sherpas geordert, die für die die nicht kleine Gruppe Besessener gebraucht wird. Mit leichtem Reisegepäck geht es zum Basislager. Das Große haben schon die Sherpas dorthin gebuckel

Berg zu!

Es gibt gute Bergsteiger, die den Berg lieben und es gibt die, die nur angeben wollen und in der Tat nur den Kick des Kicks wegen suchen. Bei zu vielen von Solchen muss man eben den Berg fuer vorerst eine Weile schliessen. Und sich derweil eine Strategie ueberlegen, wie man das Recht auf extreme Erfahrungen weiterhin gestattet, was offensichtlich nur sparsam verteilt werden kann. Aber die meisten werden doch nur angefixt, von selber kaemen die garnicht auf die Idee, den Everest zu besteigen. Wer sind diese verantwortungslosen Anheizer denn?

Das Problem

haben allerdings die sog. Profibergsteiger geschaffen. Auf den Mount Everest von Links und Rechts , ohne und mit, barfuss, zweimal und dreimal,... die Rekorde wurden im Jahrestakt ueberboten. Wen wunderts da dass ploetzlich alle was abhaben wollen vom Rekordwahnsinn.

Der erste Inder, die erste Mutter, der erste Opa, der erste aus Buxtehude...

Traurig wie der Berg mit von diesem Rekordwahnsinn vergewaltigt wird. Er wehrt sich , mit Recht.

Zusatz.

"Wer sind diese verantwortungslosen Anheizer denn?" schrieb ich.

Hier mein Zusatz: Die professionellen Bergsteiger sind es mit Sicherheit nicht. Es sind wohl eher z.B. Tourismusunternehmen.

Die höchste Müllhalde der Welt

Die Grenze zwischen Nepal und China zieht sich übrigens über den Mt. Everest.
Wie man das Problem in den Griff kriegen kann, zeigt der in dieser Reportage eingebettete Artikel "Die höchste Müllhalde der Welt".
Der kleine Abstecher auf die chinesische Seite lohnt sich.

Ich kann's gar nicht fassen!

Das Bild! Ist das wirklich echt? Unglaublich.

@Cashman 15:25 Das finde ich

@Cashman 15:25
Das finde ich eine gute Idee. Kaution und für „schlechtes Benehmen“ deren Einbehaltung kann ungemein helfen.
Mit dem Müll das finde ich krank.
Ich war einmal in Kalifornien. Dort standen am Freeway Schilder: Littering Fine 500$.
Vielleicht sollten die auch an deutschen Autobahnen aufgestellt werden.

@ 16:11 Biocreature

... und wenn man dann noch bedenkt, dass es Leute gibt, die propagieren, Europa müsse eine Festung werden und man müsse Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Dürre fliehen, abweisen. Aber freier Zugang für alle auf den Mount Everest ist Menschenrecht.
Verkehrte Welt.

Wo sind die Grenzen

Was soll das?Was hat man davon wenn man sich auf diesen Berg begibt und sich sein Gepäck von den Trägern herauf tragen lässt?
Was soll das sein-jeder übergewichtige untrainierte Tourist wird da herauf geschleppt?
Von daher Pech gehabt...
Wer sich auf solche Touren nicht extrem gut vorbereitet der überlebt sie ebend nicht

Theater

Das ganze Theater am Everest ist ein Spiegelbild unserer heutigen Gesellschaft.

Es muss immer alles jederzeit für jedermann/-frau möglich sein.

Im Basislager fehlt nur noch McDonald, am Südcol fehlt noch eine alpine Rettungsstation mit Rotem Kreuz und ADAC und am Gipfel ein großes öffentliches SmartPhone für das obligatorische Selfie, das mman sofort per Satellitentelefon nach Hause schickt.

Am Abstieg runter wird gekotzt und ein Sänftendienst trägt alle nach Katmandu.

Zu Hause Interviews bei Jauch und Gottschalk mit dem Thema: mein höchstes Kotzen - 8.848m.

Prof. Lawless

Vor etwa einer Woche stürzte Prof Lawless, einer der führenden KI-Spezialisten beim Abstieg ab. Von mangelnder Vorbereitung kann bei ihm sicher nicht die Rede sein - sie begann in seiner Kindheit.

Kowalski

Der Everest gehört den Menschen? Woher haben Sie denn das? Wie leben hier alle nur auf der Durchreise und jedem von uns gehört nicht mal ein Mückenschiß!
Es wäre manchmal gut, wenn sich manche Erdenmitbewohner nicht so wichtig nehmen würden! Demut und Dankbarkeit ist für manchen Erdenbewohner ein Fremdwort!!

Fakten nicht korrekt

Ihre Grundaussage ist richtig: Der Everest ist überlaufen, die Besteigung über die "Normalroute" hat mit Bergsteigen nur noch im Entfernten was zu tun - und die Warteschlangen sind höchst gefährlich.
Aber solche Aussagen werden verwässert, wenn Fakten nicht korrekt wiedergegeben werden. Vom Basislager bis zum Gipfel braucht man keinesfalls 4 Stunden. Hätte auch Reinhold Messner oder Ueli Steck zu besten Zeiten nicht geschafft. Der Geschwindigkeitsrekord Basecamp-Gipfel von der Südseite liegt bei 10 Stunden 56 Minuten mit Sauerstoff und 20 Stunden, 24 Minuten ohne Sauerstoff. Vier Stunden braucht man in etwa vom letzten Hochlager (South Col oder auch Camp IV) bis zum Gipfel.
Leider fallen mir solche Schlampereien in letzter Zeit bei der Tagesschau immer wieder auf. Es ist außerordentlich wichtig, auch bei "Kleinigkeiten" korrekt zu recherchieren.

Verbot der Besteigung

wäre hier angebracht!
Warum hier Einheimische ihre Natur nicht schützen, frage ich mich! Überall regiert der Mommon, die heute verbreiteteste Religion.

@andererseits

Die Gebühren für die Permits sind eine wichtige Devisen-Einnahmequelle für Nepal.

Dies ist für ein wirtschaftlich schwächeres Land viel würdevoller als Entwicklungshilfe oder Kredite durch IWF oder Weltbank.

stumpfsinnig und primitiv

Es müsste sich doch seit Jahrzehnten herum gesprochen haben, dass die Besteigung des Mount Everest nichts tolles oder gar besonderes mehr ist. Jeder mit ein paar Dollar kann das tun, ich schätze ca. 2...3 Milliarden Menschen.
Aber viele fallen auch heute noch auf die Angebote herein und machen solchen zwar sehr langweilig gewordenen, aber immer noch lebensgefährlichen Mist mit.

Bitte warten!

Hatte letztes Jahr den Wurmberg bezwungen und überlegte, vielleicht auch mal etwas höher hinaus zu gelangen. Aber bei den Wartezeiten kann mich der Everest mal am Rucksack kratzen. Außerdem möchte ich mit einer kleinen Gruppe allein sein, ansonsten kann ich mich auch in einer beliebigen Großstadt zur Stoßzeit in die U-Bahn stellen.
Beim Besuch des Louvre bin ich durch eine Extrazahlung an der langen Schlange vorbei durch den VIP-Eingang, was mir über zwei Stunden Zeitersparnis brachte. Das wäre doch auch was für überlaufene Berggipfel.

@skydiver-sr

"Was soll das sein-jeder übergewichtige untrainierte Tourist wird da herauf geschleppt?
Von daher Pech gehabt...
Wer sich auf solche Touren nicht extrem gut vorbereitet der überlebt sie ebend nicht"

Wie kommen Sie darauf, dass nur die schlecht Vorbereiteten bei solchen Unglücken sterben?

Das ist ja gerade das Schlimme: Durch diesen Massenansturm der schlecht Vorbereiteten kommen mit Sicherheit auch solche Leute ums Leben, die gute Bergsteiger und top vorbereitet dorthin gereist sind. U.U. haben diese ihr letztes Geld dafür ausgegeben, als Krönung ihrer bergsteigerischen Laufbahn einmal aufs Dach der Welt zu steigen, nur um dann dort in einer Schlange mit Adrenalinjunkies zu stehen und beim Warten darauf, dass diese eine Passage bewältigen, zu erfrieren.

Tödlicher Stau auf dem Mount

Wann werden die Anrainer endlich dazu übergehen, die wenigen Permits, die sie für den Aufenthalt im ME Areal verhökern so teuer zu machen, das sie davon spielend alle Zivilisationsschäden in der Region zur nächsten Saison abwickeln können. Warum wird der Aufenthalt am Dach der Welt (und. z. B. an Mt. Blanc) weniger restriktiv gehandhabt, als die Einreise nach Nord Korea, zum Berg Athos, oder nach Butan.

@IBELIN

"Auf den Mount Everest von Links und Rechts , ohne und mit, barfuss, zweimal und dreimal,... die Rekorde wurden im Jahrestakt ueberboten.
Der erste Inder, die erste Mutter, der erste Opa, der erste aus Buxtehude..."

Ihre Theorie in allen Ehren, sie dürfte aber eher weniger mit der Realität zu tun haben. Ich denke, dass die wenigsten aus solchen Gründen dort hochsteigen, zumal gar nicht jeder von irgendetwas Wichtigem der erste sein kann. Die allermeisten werden sicher nur "der 13432. Normalo auf dem Everest" sein.

"Wen wunderts da dass ploetzlich alle was abhaben wollen vom Rekordwahnsinn."

Mich wundert's. Ich bin sehr beeindruckt davon, dass jemand 200m tief taucht, würde aber niemals auf die Idee kommen, in meinem Jahresurlaub das gleiche zu machen.

"Das Problem haben allerdings die sog. Profibergsteiger geschaffen."

Nein.
Ich habe Reinhold Messners Buch der ersten Solo-Besteigung des M.Ev. ohne Atemgerät gelesen. Seine Motivation war eine ganz andere als von Ihnen unterstellt

@17:10 von andererseits Re.@ 16:11 Biocreature

...Wie wahr, wie Wahr!

---

Danke

Auch vor der eigenen Haustüre kehren

Jeder, der da oben ist, ist Teil des Problems, auch die Profibergsteiger. Solange der Zugang nicht limitiert wird, macht sich jeder, der dort aufsteigt, mitschuldig.

Bergsteiger oder Angeber?

Wenn ich sowas lese, wird mir schon fast schlecht.
Da brüstet sich ein Profi damit, er habe den Berg schon 14 mal bestiegen.
Tolle Leistung! Nur hat er damit auch schon 14 mal die Menschen in Lebensgefahr gebracht, die diesen tollen Profi bei einem unerwarteten Ereignis wieder vom Berg holen sollen!
Und nun stellen wir uns vor, jeder der den Berg schon bestiegen hat, möchte auch 14 mal da hoch???
Liebe Besteiger: " Einmal reicht und jeder sollte sein Glück welches er bei der Erstbesteigung hatte nicht ständig neu herausfordern!"

"Der Krug geht solange zu Wasser bis er bricht!"

Hat der Profi eigentlich seinen Müll wieder mit ins Tal gebracht oder liegt der noch auf dem Gipfel?
Das wäre dann ja der Gipfel!

@KowaIski - Recht auf Selbstgefährdung

14:40 von KowaIski:
"Warum soll nicht auch ein motivierter Amateur mit moderner Ausrüstung das Recht haben, diesen höchsten Gipfel zu erklimmen?"

Wenn es dieses Recht auf Selbstgefährdung nicht gäbe, wäre auf dem Gipfel weitaus weniger los.

Mir tun die Menschen leid, die die Leichen vom Berg runterholen müssen. (Oder bleiben die einfach liegen?)

Es ist traurig.

Als Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 als erste das Dach der Welt erklommen, sind sie dem Berg mit allergrößtem Respekt begegnet. Nun ist der Gigant aber zur Touristenattraktion verkommen, ein Missstand, den Hillary noch zu Lebzeiten angeprangert hat.

Jeder mit ein paar Dollar?

Aktuell kostet ein Aufstiegsversuch zum Gipfel zwischen 40000 und 60000$. Das kommen noch etliche Tausend für die Ausrüstung. Ich bezweifle mal sehr stark, dass sich das 2-3 Milliarden Menschen leisten könnten:-)

Warteschlange auf den Mount Everest

Haha, der Gipfel der Beklopptheit. Darwin hat sich geirrt. Evolution ist für garnüscht gut. XDDD

Mal ehrlich, das ist wie eine Warteschlange um ein ausbrechenden Vulkan. Für Nepalesische Mönche sind die Berge heilig und die bekloppten Touris stehen sich dort die Beine in den Bauch. Wie kann man nur so verrückt sein? Das deswegen sogar Menschen gestorben sind, weil sie alle möglichst sofort auf den Gipfel wollen... Ich wette, die Mönche routieren in ihren Tempeln bei soviel fehlenden Respekt gegenüber ihren Heiligtümern.

Wirklich, ohne Sinn und Verstand. Diesen Menschen hilft auch alle Technologie der Welt nicht. Aber naja, was soll man ihnen das auch vorwerfen. Bedeutsamkeit und Einmaligkeit, sprich Ruhm, sind, auch auf Grund des Massenmediums Internet, viel prägnanter geworden. Die Menschen haben ihre Winzigkeit erkannt und versuchen ihr Ego dem entgegengesetzt aufzuwerten. Höchster Berg, tödlichste Straße,...N24-Dokus sind ein ganzes Füllhorn solcher Minderwertigkeitskomplexe.

Wer is schuld?

Wieso wird hier andauernd auf den Alpinisten herumgedroschen? Auch wenn das Permit für den Everest ein Schweinegeld kostet und impliziert wird, daß die Sherpa einem alles rauftragen (was so nicht stimmt, das sind Expeditionen, die sich von einer Wochenendtour erheblich unterscheiden), muß man doch selbst raufklettern, um oben anzukommen.
Für mich ist außer Zweifel, daß es sich viele zu einfach machen mit dem Climb, es ist sicher zu leicht geworden die Tour anzugehen, seit der Erstbesteigung durch Tenzing Norgay und Edmund Hillary, dennoch sind die erfolgreiche Aufstieg und die gesunde Rückkehr eine Leistung.
Gerade deshalb sollte die Tour beschränkt werden, damit die Ressourcen nicht überlastet werden. Auf 8000+ Metern im Stau zu stehen ist ungesund und kann tödlich enden, wie wir gerade sehen. Niemand hat das so geplant, niemend geht auf einen Berg mit dem Ziel, nicht wieder gesund zurückzukehren.

@Am 25. Mai 2019 um 15:41 von Biocreature

nicht ganz richtig, weil:

Natürliche Feinde = andere seiner Art :D

Und aus "Menschlicher Sicht" ist absolut alles und jeder ein Feind, den der Mensch nicht kontrollieren kann. Also alles und jeden...:D

16:25 von das ding

"Aber die meisten werden doch nur angefixt, von selber kaemen die garnicht auf die Idee, den Everest zu besteigen. Wer sind diese verantwortungslosen Anheizer denn?"

Vielleicht ist es einfach die Liebe zur Natur, die in dem letzten Jahrzehnt stark gewachsen ist?
Man möchte sie erfahren, erleben.

Dass das dem Berg schadet, mag ihnen nicht bewusst sein, müsste dann bewusst gemacht werden.

15:41 von Biocreature

"Der Mensch ist wie eine Seuche (geworden)."

Das geht mir entschieden zu weit.
Wo kommt dieser Hass auf die Menschen eigentlich her?
Weil zu viele da sind? Aber man ist doch selber auch da.

"Im Duden sollte unter dem Begriff Mensch folgendes stehen:
krankhafter, zerstörischer und feindseeliger Organismus auf diesen Planeten."

Oder auch ganz anders:
'sich nach Liebe und Natur sehnendes Wesen, das da erst - durch Irrtum - hinfinden muss.'

Grotesk. Der Mount Everest

Grotesk. Der Mount Everest ist für mich ein Symbol für Leistung und Errungenschaft, wenn man ihn "bestiegen" hat. Die Natur ist da oben in Kälte und Kargheit ja kaum geniessbar. Da geht man doch eher woanders in die Natur, wenns um Naturerlebnisse ginge. Also hab mal eine Doku gesehen über diesen Mt. Everest Sport, der ist wirklich sehr überlaufen. Grotesk überlaufen.

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