Kommentare

Wie definiert ein "Europäer" Nationalismus?

"Eine Woche vor der Europawahl sind Zehntausende Menschen in vielen deutschen Großstädten und anderen europäischen Städten auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Nationalismus zu setzen."

Ich frage mich wie diese überzeugten EU-Gläubigen und "Brüssel über alles" Anhänger den Begriff Nationalismus definieren?

In Berlin und Köln

nur je 20 000 auf der Straße?
Nicht gerade viele die da gegen die"Gefahr von Rechts" antreten.
Die"Gefahr" ist wohl doch nicht bei vielen Menschen angekommen bzw wird gar nicht als Gefahr gesehen?
Für mich persönlich ist Nationalismus keine Gefahr. Ein Europa der Vaterländer ist das erstrebenswerte Ziel.

Soziales und liberales?

Sind das nicht Gegensätze in der Parteienlandschaft?

Ich habe wieder einmal.....

den Eindruck, daß mit der Schlagzeile "Zehntausende bei Demo für ein soziales Europa" gezielt eine Tendenz hervorgerufen werden soll. Wenn ich nämlich z.B. das Tranparent auf dem Foto betrachte, dann steht da "Ein Europa für alle - gegen Nationalismus"! Ich habe auch den Verdacht, daß die Verwender des Wortes "Sozial" mit Absicht ihre Anhänger im Unklaren lassen. Anders ist nicht erklärbar, daß viele Anhänger der grundsätzlich richtigen Idee, unterstellen, daß süßes Nichtstun belohnt wird. Oder habe ich irgendwo übersehen, daß wenigstens noch eine Spur von Leistungsprinzip vertreten wird?

@Pilepale

"Nationalismus' ist heutzutage lediglich zu einen politischen Totschlagsargument verkommen, unter dem man heutzutage und das auch völlig beliebig alles Mögliche einbringen kann!

Bin ja nicht untätig ...

... aber scheinbar bin ich im "falschen" Pro-Europa-Lager - es gab keine der ansonsten mannigfaltigen Einladungen auf die Straße. Etwa zu kritisch?

Es wundert mich auch, dass der Meldung zufolge Politiker "teilnehmen wollten"?

Na dann Prost auf den "Push", Frau Nahles.

Gütiger ... Hauptsache "Europa", aber keiner weiß, was das Gute daran ist oder sein kann.

@Pilepale um 19:03 Uhr

Das steht doch im Artikel ;-)

Es geht schlicht weg darum, nationale Anliegen immer unter dem Aspekt des gemeinsamen Europas zu sehen. Keine nationalen Alleingänge, keine Ausgrenzung von "Fremden" ... und ... Entscheidungen müssen ganzheitlich getroffen werden, wo immer es möglich ist.

Nur so kann es gehen, nur so kann es funktionieren.

Vor allen Dingen ist es auch wichtig, ein Zeichen gegen die seltsamen Vorstellungen rechter Parteien zu setzen, die letztendlich ja gegen die europäische Kultur und die Demokratie sind ... und somit ein Gefahr für alle darstellen.

Danke daher an alle Demonstranten für euer Zeichen für ein gemeinsames Handeln ... für ein gemeinsames Europa.

Wahre europäische Demokraten: Zustimmung

Zu: 19:03 von Pilepale

Hunderttausende von Menschen haben heute ein starke Zustimmung für die Errungenschaften von Europa auf die Straße gingen, nämlich Frieden, Freiheit, Wohlfahrt, Sicherheit, Solidarität, Vielfalf, eben Zukunft für alle.

Um auf Ihre Frage einzugehen: ob die Menschen, welche heute für die Einheit in Europa ein Bekenntnis ablegten, eine einheitliche Definition von "Nationalismus" haben, kann sicherlich nicht bestätigt werden.

Auf jeden Fall sieht die deutliche Mehrheit der wahren Demokratinnen und Demokraten in Europa "Nationalismus" als etwas negatives und überholtes, aus der Zeit gefallenes, eines der "ismen", welche millionenfaches Leid hervorbrachten.

Die Meinung dieser Bürgerinnen und Bürger ist damit völlig konträr zu allen linken Rechtsaußen oder rechten Rechtsaußen, allen national-sozial-patriotischen oder national bolschewistischen.

Abgelehnt werden Egoismus, "Grenzen dicht", Unmenschlichkeit, Führersysteme ohne Menschenrechte und gerechte Teilhabe.

@ Piliepale

Empfehle Ihnen den Duden:
unter Definition "Nationalismus" finden Sie:
Nationalismus ist eine IDEOLOGIE,
die Ruhm, Wohlergehen, Macht und Überlegenheit der eigenen Nation in den MITTELPUNKT stellt. Das war mal
die Definition der Machthaber im 3. Reich.
Wohin hat das geführt?
Ich hoffe und wünsche Ihnen schnelle Einsicht.

Positiv und progressiv statt pessimistisch und von gestern!

Bitte mehr davon ÖR!
Es wäre schön, wenn der ÖR auch im Vorfeld ausführlich von solchen Demonstrationen berichtet, damit es uns anständigen Menschen leichter fällt daran teilzunehmen. Es kann ja nicht angehen, dass sich die Mehrheit gern am demokratischen Dialog beteiligen möchte aber kaum im Vorfeld davon erfährt. Sobald rechte Hetzer aber mit Ausländerhass kommen, gibt es Hofberichterstattung und damit für gerade mal 15% der Wähler Raum, der ihnen doch gar nicht zusteht.

Also, lieber ÖR noch einmal: Bitte auch im Vorfeld mal mehr davon!
Das Gesülze der Berufsskeptiker mussten wir uns schließlich unfreiwillig lange genug anhören!

19:03 von Pilepale

Ich frage mich wie diese überzeugten EU-Gläubigen und "Brüssel über alles" Anhänger den Begriff Nationalismus definieren?
.
wahrscheinlich wie vor wenigen Jahren das nicht mal als Patriotismus aufgefallen
und gesehen worden wäre
aber es ist ja das schöne daran, es gibt ne Meinungsvielfalt, auch bei der Betrachtung der Zukunft eines Europas und deren Ausstattung

Nationalismus

Ich würde gerne an die letzt Disskussion dazu anknüpfen:

Einige User haben mir geantwortet und ausgeführt, wohin übertriebener Nationalismus bereits hingeführt hatte.

Das ist völlig richtig, aber dieser Weg ist absolut kein Muss!

Man kann auch nicht Dynamit per se verdammen, nur weil damit Unheil angerichtet wurde (deshalb gibt es den Nobelpreis).
Genauso hat die Intelligenz der Menschen zum Nutzen des Feuers und schlussendlich zum Zünden von Atombomben geführt.

Man muss nicht alles extrem ausleben, aber es auszulöschen ist das andere Extreme.
Ich glaube, ich habe schon die UdSSR genannt, in der Nationalitäten oder jegliche kulturelle Identität nicht erwünscht waren. Sie haben trotzdem überdauert.

Jetzt soll in der EU das freiwillig stattfinden, was China mit Druck seit -zig Jahren erfolglos versucht?
Mit Realität hat das nichts zu tun.

@Pilepale

Also wenn sie meinen dass der Europäische Gedanke auch Nationalismus ist, weil man ja keinen gemeinsamen Rechtsraum mit China und Saudi-Arabien bildet und sich somit abschottet: Bis dahin ist es noch ein sehr sehr langer Weg.

das Haus Europa ist doch was erstrebenswertes

ein großes gemütliches Wohnzimmer, wo man sich trifft
und ein eigenes Zimmer für jeden, um sich zurückzuziehen zu können
wenn es ihm zu laut und zu bunt wird
übrigens ist das auch bei ner Ehe/Beziehung vorteilhaft
wenn man ein wenig Freiraum hat und nicht auf 20 qm zusammenhocken muß

immer wieder Strohmann-Argumente

Diese Demo ist nicht gegen Nationalismus sondern gegen Patriotismus. Die Demo ist auch nicht für ein liberales Europa, sondern für ein zentralistisch-autoritäres.

Der "mein Land ist besser weil ich hier geboren bin"Nationalismus ist tatsächlich unsinnig. Dieser harte Form des Nationalismus dient den Zentralisierern als Strohmann-Argument gegen die patriotischen Parteien Europas, die diesen Nationalismus in Wahrheit gar nicht wollen. Stattdessen wollen die patriotischen Parteien eine respektvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe unter Wahrung der eigenen Interressen. In den freiheitlichen Demokratien außerhalb der EU, ist sowas das Normalste auf der Welt.

Zehntausende bei Demo für

Zehntausende bei Demo für soziales Europa
Nicht nur Dr. Daniel Stelter kann den Reichtum, insbesondere der Deutschen, in Europa von Ursache und Wirkung erklären. Das reicht zur Gewinnung von Ein-,Ansichten!!

Musterbeispiel

Spannend: die ersten sechs Beiträge zeigen mustergültig auf, die wie Propagandisten der rechten Ecke, die tatsächlichen Feinde der Idee eines gemeinsamen Europa, die Diskussion mit den üblichen Buzz-Wörtern, Anfeindungen und Unsachlicheiten kapern und bestimmen wollen.

Anstatt über den Artikel zu diskutieren und über die Ziele und Botschaften der Demonstrationen sollen allein die Narrative aus den extremistischen Ecken bestimmen: ergo, die Demokratie wieder in Rechtfertigung- und Widerlegungsdruck bringen.

Dabei hat doch die AfD bei den letzten beiden Plenarsitzungen gut selbst demonstriert, wie die recht Ecke die Europäische Union zerstören will. Dieser Angriff auf die beste Initiative für Frieden und Solidarität sowie Rechtstaatlichkeit und Wohlstand für alle europäischen Länder ist abzuweisen.

Die Europäische Union, selbst mit all ihren Fehlern, ist für die Bürgerinnen und Bürger, Demokratinnen und Demokraten Europas alternativlos. Die EU ist ein Glücksfall, der zu schützen ist.

@ Frank von Bröckel um 19:12 & @"Europäer"

@ Frank von Bröckel

Danke für Ihre Antwort und Ihre Ansicht bezüglich meiner Frage. Lassen Sie uns doch bitte überzeugte "Europäer" zu diesem Thema antworten.

@"Europäer"

Meine Frage ist ernst gemeint. Wie definiert ihr den Begriff Nationalismus? Seid bitte so freundlich und schreibt dies in unserem Forum nieder um darüber zu diskutieren. Der Themenkontext dürfte durch den TS-Text mehr als gegeben sein.

@Edding

„Hauptsache Europa, aber keiner weiß, was das Gute daran ist oder sein kann“.
Hinweis: Kein Krieg zwischen Mitgliedsländern der EU (früher EG) seit deren bestehen. Also ich finde, das ist zB. das Gute daran, und das würde ich auch nicht dafür aufgeben, dass wir in Deutschland wieder alleine bestimmen könnten wir krumm unsere Gurken sein dürfen.

Für ein soziales und

Für ein soziales und liberales Europa bin ich auch, das grüne Transparent auf dem Vorschaubild zeigt jedoch, dass Radikale für einen Systemwechsel demonstrieren.....

OK na dann

einige Organisationen mit GEZ Medien laufen auf Hochtoren um Wahlwerbung Grün Merkel zu betreiben .Dieses System hatten wir schon in der DDR und brauche es nicht wieder solche Manipulation mit diesen Mitteln um Wählerstimmen zu erhalten .Mit allen Mitteln wird hier vor der Wahl Manipuliert .Nationalismus nein aber bei Steuern vom Bürger da wird verlangt ,dass er solidarisch mit dem Land ist ,also Patriotisch ? Warten wir die Wahlen ab wie sie in der EU ausgehen .Der De fällt auf alles rein .

re Hallelujah: Keine Gefahr?

„Für mich persönlich ist Nationalismus keine Gefahr.“
Natürlich nicht! Aber wenn man sich nur ein ganz ganz kleines bisschen mit der Materie befasst, dann erkennt man sehr sehr leicht, dass jede kriegerische Auseinandersezung in Europa ein Kampf um nationale Grenzen war. Nationalistische Kriege eben, in denen die einen Nationen mindestens der Gegner der anderen Nationen sind. Denn sonst könnte man ja die Grenzen überwinden versuchen und schon wären wir wieder bei der EU.

„Ein Europa der Vaterländer ist das erstrebenswerte Ziel.“

Sie wollen wirklich den Kalender um 120 Jahre zurückdrehen? Die „Vaterländer“ können Sie z.B. in Verdun oder an der Somme besichtigen. Sie können sogar darüber laufen. über die Länder, auf denen unsere „Väter“ verreckt waren.

Wachen Sie auf und fallen Sie nicht auf solche Worthülsen rein. Denken Sie Nationalismus zu Ende und Sie werden ihn verstehen. Und fürchten. Auch Sie!

Und: Wer will Ihnen eigentlich Ihre Nation wegnehmen? Die EU bestimmt nicht.

19:09 von karlheinzfaltermeier

aber auf dem foto sieht man wie hier im block auch, daß die linksgrünen nun offenbar zum letzten gefecht aufgebrochen sind. auch hier am we waren die lohnschreiber schon am frühen morgen unterwegs. und auch unsere regierung vergibt doch sozusagen freibier für alle,, mit dem guten kita gesetz, dem guten familie gesetz und bald mit der gute laune rente für alle

Meiner Meinung nach...

Sehen wir doch ziemlich klar das die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung die Nase voll hat von unseren Eliten!
Natürlich wäre ein einiges starkes Europa sicher ein Zugewinn für alle!
Dieser muß jedoch spürbar sein!
Für die Bürger Europas, nicht nur für die Eliten, Lobbyisten und Großkonzerne!
Das ist jedoch der Eindruck!
Genau das macht die Gegner Europas stark!
Die Demonstrationen von ca.0.15% zu so einem Thema sind beschämend für Deutschland.

Warum demonstriert man vor der Wahl

Möchten diese Leute meine persönliche Meinung beeinflussen?
Also manchmal hat man das Gefühl, das solche Demos gekauft sind.

Und Supernationalismus oder

Und Supernationalismus oder Kontinentalismus mit nur einer Idee und einer Regierung ist jetzt besser als ein Europa mit ihren eigenen vielen unterschiedlichen Ideen und Kulturen?

Übrigens stellte letztens die ARD die Parteien zur EU-Wahl vor. Da gab es eine Menge marxistischer und kommunistischer Parteien, die die EU zerschlagen wollen.

Verwechselt auch bitte nicht EU-Feindlichkeit mit Europafeindlichkeit. Europa bestand nie aus einem zentral-regierten Superstaat sondern aus einer Vielzahl unterschiedlicher Völker und Kulturen.
Bunt ist eine Vielzahl von Farben, die nebeneinander existieren, sich aber abgrenzen müssen, damit sie sich alle nicht untereinander vermischen. Wenn sich alle Farben vermischen kommt grau dabei raus.

19:05 von Hallelujah

nur je 20 000 auf der Straße?
Nicht gerade viele die da gegen die"Gefahr von Rechts" antreten.
Die"Gefahr" ist wohl doch nicht bei vielen Menschen angekommen bzw wird gar nicht als Gefahr gesehen?

Re ich las das Plakat von der IGM in den verschiedenen Firmen ,da wird nur solidarisch erwähnt, für was wie nicht , sah für mich also mehr ein bezahlter Familienausflug aus nach Berlin aber es war eine Pro Merkel für Migration .
Sie hatten zu wenig Zeit dieses Mal für das Spiel .
Traurig werden langsam die Methoden.

Die wirksamste Demonstration für ein geeintes Europa ...

... ist die Teilnahme der Bürger an den Wahlen zum europäischen Parlament.

An der Wahlurne lässt sich das demokratische Engagement für ein freiheitliches Europa in einer pluralistischen Gesellschaft am besten zeigen.

Auf einem Kontient, in dem sich die Völker über 1000 Jahre regelmäßig in Kriege verstrickt und militärische Auseinandersetzungen Not und Elend und über weite Landstriche gebracht haben, ist die europäische Union ein Friedensprojekt, das seit Jahrzehnten ein Zusammenrücken und Solidarität gegenüber über dem unheilvollen Nationalismus gebracht hat.

Der Vergleich der längsten Friedensperiode in Europa mit der Vergangenheit spricht eine klare, empirische Sprache.

Was wäre auch die Alternative ? Die Nationalisten in Italien, die über den Nachbarn Frankreich hetzen. Oder die in England über einen Krieg um Gibraltar schwadronieren ? Nationalisten haben noch nie eine Lösung zeigen können.

Die Zivilgesellschaft zeigt Flagge und das ist gut so.

Europa

Was mich beruhigt, wenn ich solche Kommentare wie oben lese ist, dass die junge Generation anders denkt. Dem Himmel oder wem auch immer sei Dank dafür.

Pro Europa und gegen Kapitalismus/rechts

Die Demonstrant*Innen gehen für das Richtige auf die Straße. Allerdings fehlt eine klare und deutliche Abgrenzung gegen den Kapitalimperialismus BRD-stämmiger Prägung und die migrant*Innen-feindliche Abschottungspolitik des BRD-Regimes. Es reicht nicht, Strache & Co. zu diskreditieren. Es ist auch erforderlich, auf Lobbyismus und Verquickung von Politik und BRD-stämmigen militaristisch-kapitalimperalistischem Komplex hinzuweisen. Nur wenn der Einfluss BRD-stämmiger in Europa überwunden und die rechten von CDU, CSU und FDP von den Schalthebeln der Macht durch eine links-grüne Mehrheit verdrängt sind, kann ein wahrhaft solidarisches, für alle offenes Europa entstehen.

19:03 von Pilepale

«Wie definiert ein "Europäer" Nationalismus?»

Erst mal wird sich ein Europäer nicht selbst in Anführungszeichen setzen.
Ist er / sie doch ein Mensch, der in Europa lebt.

Im Hinblick auf die EU ist vielen Menschen daran gelegen, Europa als größere witschaftlich-politische Einheit zu verstehen, als es einzelne europäische Nationalstaaten je sein könnten. Ausgerichtet auf die Gegebenheiten (USA) und Entwicklungen (CHN) in der Welt- und Welthandelspolitik. RUS dabei als weniger potente Handelsmacht im Auge behaltend.

Nur ganz wenige sind "EU-Gläubige + Brüssel über alles Anhänger".
Auch wenn es denen gerne unterstellt wird, die nicht mit verbalen Knüppeln auf "das Bürokratie-Monster" einprügeln mögen.

"Nationalismus" ist es nicht, die Eigenarten + Vorzüge einzelner Nationen zu schätzen + zu bewahren. "Nationalismus" ist die übersteigerte Wahrnehmnung der eigenen Nation in dem Sinn:

"Wir sind mehr wert, und können alleine alles besser.
Als die um uns drumrum + die von weiter weg" …

Über 100.000 gegen Nationalismus

Wenn bundesweit über 100.000 Menschen gegen den Nationalismus auf den Straßen waren, dann ist das eine ganze Menge. Diese Zahl sollten sich die ewig Gestrigen, die nichts aus dem Nationalsozialismus in Deutschland gelernt haben, hinter den Spiegel stecken. Alle persönlichen Freiheiten, der Wohlstand und Frieden in Deutschland und seinen Nachbarländern sind nur durch das sich einigende Europa entstanden. Wer Europa abschaffen will, rüttelt an Freiheit, Wohlstand und Frieden.

EU

Die Rechten würde es garnicht geben, wenn diese EU nicht eine EU der Konzerne wäre.

Rechte gibt es immer nur dann wenn es den Leuten schlecht geht.

was

soll an einem "Europa der Vaterländer" falsch bzw. schlecht sein ? Das solch ein Europa ein Europa ohne Vergemeinschaftung von Schulden und ohne Transferzahlungen von Ländern mit niedrigerem durchschnittlichen Bürger-Vermögen zu solchen mit höherem durchschnittlichem Bürger-Vermögen wäre? Dass illegale Grenzübertritte innerhalb der EU wirksam verhindert würden ? Dass keine gemeinsamen Sozialkassen geschaffen würden (mit den oben beschriebenen Transferzahlungen von "arm nach reich") ? Ich kann an all dem nichts Negatives finden.

Ein soziales und liberales Europa

ist ja eine schöne Idee- leider ist die EU weder sozial, noch liberal (jüngstes Beispiel die uploadfilter u.a.) Soziale Politik funktioniert in manchen Nationalstaaten noch, in andern nicht und ob der Apparat EU da Gerechtigkeit schaffen will und kann und "Soziales" überstülpen, da fehlt mir die Leichtgläubigkeit. Vielleicht habe ich auch schon zu lange politische Erfahrung machen dürfen

19:03 von Pilepale

"Ich frage mich wie diese überzeugten EU-Gläubigen und "Brüssel über alles" Anhänger den Begriff Nationalismus definieren?"

Ihre Frage unterstellt tendenziös, dass die Demonstranten "Brüssel über alles" im Herzen tragen und "EU-gläubig" sind.

Genau diese Tendenziösität ist Teil des heutigen Nationalismus.

Soziales Europa ?

Das Europa, um das es dieser Tage geht - die Eu - steht für schrankenlose wirtschaftliche Liberalisierung.
Für den Wunsch, öffentliche Güter an Konzerne zu verscherbeln.

Für die Absenkung sozialer Standards.

Für die Vereinigung von Arbeitsmärkten ohne vorherige Angleichung des Lebensstandards.
Und somit Lohndumping.

Für den versuch, eine europäische Verfassung ohne sozialpflichtigkeit von Eigentum durchzusetzen (Lissaboner Vertrag).

Ich weiß nicht, wo jene Demonstranten das in der aktuellen EU finden.

Falls es jemals ein soziales und vereintes Europa geben sollte, dann erst nach einem völligen Neustart der EU.

Ansonsten wird es ein unerträgliches Konstrukt, von welchem sich die Menschen früher oder später befreien werden.

Bitte über den Tellerrand gucken.......

Bitte gehen Sie alle wählen, aber lesen mal was über den Nationalismus, bitte besser in-
formieren. Schreiben sie auf, was EOROPA für Sie ist?!?

Ein kraftvolles Europa der 510 Millionen statt der 28 Zwerge

...mit einem schon existierenden Rahmen in Form der Europäischen Union.

(1) Mit einem Kooperationskonzept für die Bereiche

- Sicherheit
- Binnenmarkt
- Arbeitnehmerfreiheiten
- Freiheit für Unternehmensgründer und Investoren
- barrierefreie Lieferketten
- gigantische Marktauswahl für Konsumenten

(2) Nur die EU mit ihrem vereinten BIP-Volumen, nicht aber 28 einzelne Zwerge haben ein wahrnehmbares Standing gegenüber den großen Blöcke der Weltwirtschaft, also die USA und China

- um die kritische Masse an Mitteln für Forschung und Technologie aufzubringen

- in der Handelspolitik ein Gewicht in Verhandlungen über Zölle und nicht-tariffäre Bedingungen einzubringen.

- vielen Unternehmen eine kritische Marktgröße mit freiem Zugang zum Binnemarkt zu ermöglichen, der als Sprungbrett für globale Expansion dient.

- in der Währungspolitik wahrgenommen zu werden

- als attraktiver Partner in der globalen wirtschaftlichen Entwicklung wahrgenommen zu werden.

„Am 19. Mai 2019 um 19:15 von

„Am 19. Mai 2019 um 19:15 von edding

...
Gütiger ... Hauptsache "Europa", aber keiner weiß, was das Gute daran ist oder sein kann.“

————

Frieden auf dem ganzen Kontinent seit nunmehr über zwanzig Jahren und ein Ende ist aktuell nicht in Sicht. Zum Glück könnte ich schreiben, aber es hat eben nicht mit Glück zu tun, sondern vor allem mit der EU und der Gedanke an ein vereintes Europa als umgesetzte Idee.

Ich weiß nicht wie alt sie sind, aber der heutige Zustand in Europa ist nicht selbstverständlich und Krieg ist nicht nur ein Wort oder existiert in Computerspielen.

Ich war auch auf einer dieser Demos heute und sie verlief sehr harmonisch und friedlich.

Ach ja, die Definition von Nationalismus kann man recht schnell herausfinden im digitalen Zeitalter. Und dieser führt zwangsläufig zu Konflikten.

Das Märchen, dass sich jedes Land um sich kümmern soll und alles ist prima, wurde in der Geschichte sowas von deutlich widerlegt.

Für ein soziales und

Für ein soziales und liberales Europa bin ich auch!
Das grüne Transparent auf dem Vorschaubild zeigt jedoch, dass die "Guten" Hand in Hand mit Linksradikalen demonstrieren die sich einen "Systemwechsel" auf die Fahne geschrieben haben.....

19:05 von Hallelujah

"In Berlin und Köln
nur je 20 000 auf der Straße?
Nicht gerade viele die da gegen die"Gefahr von Rechts" antreten."

Um mal ein Gefühl für Relationen zu geben:
In Hamburg gab es am 5.9.18 eine "Anti-Merkel-Demonstration" - die von rechts bis rechtsradikal organisiert war - und gleichzeitig zwei Gegendemonstrationen gegen die "Anti-Merkel"-Demonstration.

Dei beiden Gegendemonstrationen hatten zusammen rund 10.000 Demonstranten, die Anti-Merkel-Demonstration hingegen rund 180 Demonstranten.

Die Anti-Merkel-Demonstrationen wurden danach in Hamburg auch endgültig abgeblasen, da sie immer weniger Teilnehmer hatten.

"Die"Gefahr" ist wohl doch nicht bei vielen Menschen angekommen bzw wird gar nicht als Gefahr gesehen?"

Das kann man doch nicht an der Zahl der Demonstranten ablesen!
Meine Freunde sind alle entschieden gegen die Gefahr von rechts, aber keiner von ihnen geht demonstrieren.
Das gibt doch wohl auch noch andere Möglichkeiten, dieser Gefahr zu begegnen.

19:09 von karlheinzfaltermeier

«Ich habe wieder einmal den Eindruck, daß mit der Schlagzeile "Zehntausende bei Demo für ein soziales Europa" gezielt eine Tendenz hervorgerufen werden soll. Wenn ich nämlich z.B. das Tranparent auf dem Foto betrachte, dann steht da "Ein Europa für alle - gegen Nationalismus"!»

Auf dem Transparent steht ja nicht: "… gegen Nationalstaaten".

"Die Tendenz" ist eher undifferenzierte Kritik an der EU. Plus das Schlecht-Reden von allem, was mit der EU zusammenhängt. Wer erwähnt es bspw. als positive Errungenschaft, dass Telefonate + SMS innerhalb der EU nun nur noch max. 19 Cent/Minute bzw. 6 Cent/SMS kosten dürfen? Wir werden einiges sparen, wenn meine Freundin günstiger mit ihren Freunden auf Sizilien telefonieren / smsen kann (wo sie 18 Monate lebte).

Leider kommt es durch viele Stimmen in vielen Ländern, die nun vom "Europa der Vaterländer" reden, zu immer weniger Gemeinsamkeiten, die gefördert werden könnten, anstatt sie zu zerfaseln.

Und was sagen eigentlich die Mütter dazu …?

@ Old Lästervogel

"Nationalismus ist eine IDEOLOGIE, die Ruhm, Wohlergehen, Macht und Überlegenheit der eigenen Nation in den MITTELPUNKT stellt." Am 19. Mai 2019 um 19:18 von Old Lästervogel

Mal abgesehen davon, dass Ideologie auch nichts schlechtes ist, sondern nur die Grundeinstellung und vertretene Werte, die man hat:

Ist Selbsterhalt auch eine Ideologie, da der eigene Ruhm, Wohlergehen, Macht und Überlegenheit* im Mittelpunkt stehen?

*Das sieht man auch an unseren Beiträgen hier: jeder weiß alles besser und mich nehme ich da nicht raus.

Solange es nicht aus dem Ruder läuft ist das auch in Ordnung.

19:18 von Old Lästervogel

ja das Problem mit den Definition
wo fängt Nationalismus gar Chauvinismus an wo endet Patriotismus
„Ein Patriot ist jemand, der sein Vaterland liebt.
Ein Nationalist ist jemand, der die Vaterländer der anderen verachtet.
also ich denke wenn jemand auf etwas stolz ist
seinen beruflichen Erfolg, der seiner Kinder
auf "seinen" Sportverein, oder auch "seine" Nation
Dinge auf die er Einfluß hat, bedingt oder eigentlich gar nicht
wo liegt das Problem ?
sich als Deutscher zu fühlen oder als Europäer, oder als Weltbürger
und wenn ich stolz auf etwas bin,
warum muß ich mich dann automatisch überlegen fühlen
gegenüber Nichtdeutschen - Nichteuropäern ....
schlimmer noch mir das von anderen unterstellen lassen

@ LifeGoesOn um 19:16

Danke für Ihren Kommentar. Eine trennscharfe Definition ist es noch nicht, aber immerhin ein Anfang.

Ich finde es sehr interessant, was Sie alles aus dem TS-Text lesen können.

"Es geht schlicht weg darum, nationale Anliegen immer unter dem Aspekt des gemeinsamen Europas zu sehen."

Wie sieht dieser gemeinsame Aspekt Europas denn aus? Nennen Sie bitte ein Beispiel um sich nicht in abstraktem, kaum greifbaren abzuarbeiten.

"Keine nationalen Alleingänge, keine Ausgrenzung von "Fremden" ... und ... Entscheidungen müssen ganzheitlich getroffen werden, wo immer es möglich ist."

Der Teil führt mich zur nächsten Frage. Sie schreiben zuerst keine "nationalen Alleingänge" und beenden den Absatz mit "Entscheidungen müssen ganzheitlich getroffen werden, wo immer es möglich ist."

Das ist für mich schwer zu verstehen. Entweder es gibt keine Alleingänge oder jeder macht was er will.

Und gilt dieses Zeichen gegen "Rechts" (was ist damit gemeint?) denn für gesamt Europa?

@Tada

Sozial und Liberal müssen sich nicht unbedingt widersprechen.

Wenn es um Freiheit jenseits wirtschaftlichem Liberalismus geht, ist es vereinbar.

Der Wirtschaftsliberalismus hingegen ist aus sich heraus nicht sozial.

Siehe zb folgendes Zitat des wirtschaftsliberalen Vordenkers von Hayek :
„Ich kann nicht sozial denken, denn ich weiß gar nicht, was das ist“
Ein Monstrum....

Der Wirtschaftsliberalismus ist nüchtern betrachtet noch nicht mal freiheitsstiftend.

Wie sich klar im wirtschaftsliberalen Musterstaat Pinochet - Chile zeigte, den von Hayek und sein Gesinnungsgenosse Milton Friedman als Verwirklichung ihrer Visionen verehrten.

@ wie- a.k.a. tagtest um 19:17

Danke auch für Ihren Kommentar.
"Hunderttausende von Menschen haben heute ein starke Zustimmung für die Errungenschaften von Europa auf die Straße gingen, nämlich Frieden, Freiheit, Wohlfahrt, Sicherheit, Solidarität, Vielfalf, eben Zukunft für alle."

Ich bewundere ihre schriftliche Eloquenz. Was hat genau Brüssel mit diesen aufgezählten Errungenschaften zu tun? Denn diese wurden von Bürgern in Nationalstaaten erstritten.

"Auf jeden Fall sieht die deutliche Mehrheit der wahren Demokratinnen und Demokraten in Europa "Nationalismus" als etwas negatives und überholtes, aus der Zeit gefallenes, eines der "ismen", welche millionenfaches Leid hervorbrachten.
[...]
Abgelehnt werden Egoismus, "Grenzen dicht", Unmenschlichkeit, Führersysteme ohne Menschenrechte und gerechte Teilhabe."

Danke für Ihr abstraktes PR-Agentur-Geschreibe. Seien Sie so freundlich und schreiben Sie Ihre persönliche und konsistente Definition von "Nationalismus" nieder. Meinetwegen nur für den Kontinent Europa. Danke.

sozial?

Als Gegenteil eines "sozialen Europas" müsste eigentlich ein "Europa der Großkonzerne" benannt werden, nicht eines der einzelnen Nationaltaaten. Wer profitiert denn mehr von der EU: die einfachen Leute oder die Großkonzerne? Wer hat denn die meisten Lobbyisten in Brüssel sitzen? Wer profitiert vom Steuerdumping in Luxemburg? Wer entzieht sich der Steuerpflicht im vereinten Europa: die Bürger in ihren Nationalstaaten oder die internationalen Großkonzerne?

Auferstehung des Sozialismus?

Zitat: "Solidarisches Europa statt Europa der Vaterländer".
Es sollen also die Vaterländer abgeschafft werden und statt dessen eine Neuauflage des so kläglich gescheiterten Sozialismus geschaffen werden? Jetzt im Ernst? Ich kann es nicht glauben.

@ Old Lästervogel um 19:18

Vielen Dank für Ihren Kommentar.

"... Duden:
unter Definition "Nationalismus" finden Sie:
Nationalismus ist eine IDEOLOGIE,
die Ruhm, Wohlergehen, Macht und Überlegenheit der eigenen Nation in den MITTELPUNKT stellt. Das war mal
die Definition der Machthaber im 3. Reich.
Wohin hat das geführt?
Ich hoffe und wünsche Ihnen schnelle Einsicht."

Gilt denn diese von Ihnen ausgesuchte Definition auf dem gesamten europäischen Kontinent oder gibt es da verschiedene lokale bzw. regionale Eigenheiten, die manchmal bekämpft und manchmal toleriert werden können?

Kann Ihre Definition denn auch auf die Anhänger dieses Brüssler Dings, kurz EU genannt, angewendet werden? Gegen Nichtmitglieder vielleicht, andersdenkende und "nicht so produktive EU-Mitglieder"? Die Frage ist ernst gemeint. Mich würde Ihre Ansicht diesbezüglich sehr interessieren.

was soll an europalismus

besser sein als nationalismus?
wir deutsche wurden ja noch nicht mal gefragt ob wir dabei sein wollen...
kann an z.b. dem zwang gegenüber der schweiz nichts gutes finden, auch wenn ich für schärfere waffengesetze bin.
die eu wird immer mehr zum machtapperat den ich nie wollte, denn nicht jede entscheidung der eu wird sich nachträglich als richtig erweisen.
und mit einer zu mächtigen eu kann ganz schnell mal einer zu etwas aufsteigen was vorher niemand wollte.
belasst es bei den einzelstaaten und koordiniert die zusammenarbeit und versucht nicht ein united staates of europe und eine neue weltmacht zu bauen.

Für welches Europa?

Das Europa der EU oder das Europa vom Atlantik zum Ural? Wir sollten aufhören grosse Sprüche zu schmieden, wir sollten uns auf Fakten, die die Zeit in der wir leben geschaffen hat, konzentrieren! Ein starkes und
freies Europa innerhalb der EU, kann nur entstehen, wenn die Bürger der einzelnen Staaten, die diese EU bilden, ihren eigenen Heimat-Staat aufgebaut und gefestigt haben!
Genau diese Forderung ist bei den meisten Mitgliedstaaten nicht oder ungenügend erfüllt! Warum ist das so? Das ist die Frage, die von Brüssel beantwortet und bearbeiten muss! Der soziale Unterschied in der EU ist viel zu gross! Wenn Bürger aus dem EU-Staat Y in den EU-Staat X flüchten, weil sie
hier Arbeit bekommen, dann muss die Flucht verhindert werden, indem Arbeitsplätze geschaffen werden, durch Hilfe der Reichen und Erfolgreichen! Es geht nicht, dass in der EU Staaten gibt, der fast kolonialen Charakter haben!

@ von wie

100.000e aus 500 Mio Menschen, das ist eine kaum wahrnehmbare Größe. Es ist eher verwunderlich, dass diese doch eher geringfügige Menschenmenge so euphorisch kommentiert wird. Bitte, die Kirche im Dorf lassen.

Ich gönne allen ihren

Ich gönne allen ihren Nationalismus, aber es soll bitte nicht meiner werden. Wir leben allerdings in einer Welt, wo sich Mehrheiten bilden (sollen), die dann auch Minderheiten beherrschen und ich denke, davon müssen wir weg.

Wie Vorredner schon andeuteten, alle Seiten müssen aufeinander zu gehen aber besonders die Rechten sollten ihre Pauschalforderungen überdenken (zB absolute Aussagen wie "Grenzen dicht", "kein bisschen Asyl mehr") - aber das heisst nicht, dass "wir" ihnen nichts mehr anbieten bräuchten. Wir brauchen eine moralische Grenze, und auch ein bisschen Verständnis für die Ängste der 1/3 Rechten/Wutbürger. "Wir" sind in einer Demokratie, und sollten uns auch so verhalten, also keine pauschalen Ausgrenzungen weil einer einer bestimmten Gesinnung angehört (die Positionen müssen wir ja nicht teilen).
Danke.

@pilepale

„Brüssel über alles“ wurde heute nicht vertreten sondern der Protest gegen Parteien und Nationalisten, die den Kampf gegen ein Europa führen, das uns hier nie gekannte 70 Jahre Frieden beschert hat. Gegen Demagogen und Populisten, die sich wider den Grundprinzipien unserer Gesellschaft stellen, das die Menschenwürde (aller Menschen!) unantastbar ist.
Es wurde für ein Europa demonstriert, das den Menschen dienen soll und weniger Konzerninteressen. Das durch seine Politik dafür sorgt, dass es den Menschen weltweit besser geht, indem nicht Handelsabkommen und Zollregelungen dazu führen, das heimische Märkte zerstört und Arbeitnehmer noch mehr ausgebeutet werden, das in Europa Steuerregelungen nicht nur den „Konzernen“ dienen, gegen eine zunehmende Militarisierung der EU ...

Es wurde dafür demonstriert, das die EU in diesem Sinne weiterentwickelt wird und eben gegen die Versuche, die EU im Sinne Orbans, Meuthens und ihrer europäischen Kameradschaften von innen zu zerstören.

@ Pilepale:

"Nationalismus" war früher das Eintreten für die Nation (als Staat) anstelle eines Sammelsuriums von Fürstentümern und Ländern (wie im Gebiet des heutigen Deutschlands) oder ethnisch definierter Völker. Die Idee der Nation ist die eines übergeordneten politischen Gebildes, unabhängig von Abstammung oder Volkszugehörigkeit. In Deutschland hieß das damals, für einen deutschen Gesamtstaat einzutreten, der die deutschen Länder und Völker unter einem Gesetz und in einem Staat vereint. Deshalb "Einigkeit und Recht und Freiheit".

Die damaligen Nationalisten wären heute überzeugte Europäer. Eine "Nation" entsteht nicht aus Abgrenzung zu anderen, sondern aus Zusammenschluss von kleineren Einheiten zu etwas Größerem.

Reflexartiges Zubeißen

Wie leicht man Sie doch triggern kann. Jetzt reicht schon eine Kategorie wie "sozial", um gleich einen Zettelkasten von Stereotypen abzurufen.

Sozial gleich Hängematte. Soso, Sie sollten mal bei Ludwig Erhard o. anderen Nachkriegskonservativen nachlesen, welches Wirtschaftsmodell den westdeutschen Staat nach 1949 vergleichsweise so erfolgreich gemacht hat. Da hatten selbst Konservative in der CDU verstanden, dass die sog. Marktwirtschaft bestimmte Regelungsmechanismen benötigt damit sie zum Erfolgsmodell werden kann.

Ihr Zubeißaffekt würde vielleicht noch etwas mehr verunsichert, wenn Sie den empirischen Belegen auf den Grund gehen würden, wieso in den Ostländern unter den AfD-Mitläufern relativ viele Sozialstaatsanhänger vertreten sind.

Wenn denen verstandesmäßig bewusst würde, was für ein Gesellschaftsmodell "Ihre" marktradikalen West -AfDler (Meuthen, Seidel, v. Storch) vertreten (nämlich das radikale Schleifen jedes Sozialstaats à la v.Hayek) wären die schnell auf & davon.

Demos für ein liberales und soziales Europa

Gegen ein nationalistisches und für ein liberales soziales Europa. Hört sich interessant an. Aber wie soll das konkret aussehen? Z. B. als europäischer Einheitsbrei - zufallsmultikulti, anstatt gewohnte gewachsene traditonelle Strukturen in den einzelnen Ländern in einem Europa der nationalen Vielfalten. Wenn ich das mal genau betrachte, so finde ich für dies Europa ein geeignetes psychologisches Beispiel. Ein Mensch, der sich / seine Persönlichkeit / Leben innerhalb seiner Kultur nach seinen Möglichkeiten entwickeln kann. Oder ein Mensch der in einer ihn überfordernden Vielfalt an Kultur grenzenlos schizophren ohne ureigene Identität und Persönlichkeit entwickelt, da er keine konkreten Wurzeln mehr ausbilden kann und innerhalb der Vielfalt an Kulturen nur noch scheitern kann, da ihm die Orientierung fehlt. Kurzum: Erreicht werden soll eine globale wirtschaftliberale grenzenlose Gesellschaft, in welcher für Geld, Arbeiter und Waren Freizügligkeit herrscht. Das Großkapial sagt Danke!

Parteinahme

Die Art und Weise der Berichterstattung mach sich gemein mit dem Anliegen:

"Es geht darum, die Stimme gegen Nationalismus und für ein soziales Europa zu erheben:"

So etwas möchte ich nicht hören. Auch wenn ich das Anliegen teile.

"Solidarität"

....wenn ich das in Zusammenhang mit Europa lese, dann werde ich das Gefühl nicht los, dass die Solidarität wie sie momentan aussieht eine ziemliche Einbahnstraße ist.
Wenn ich da z. B. an die quasi nicht existenten Zinsen denke, die die EZB verordnet hat mit dem primären Ziel, die finanziell klammen EU-Staaten zu unterstützen. Dadurch ist hier in Deutschland die private Altersvorsorge einer ganzen Generation in Gefahr. In meinen Augen ist das nicht solidarisch, sonder eher eine Umverteilung zu Lasten der wirtschaftlich und finanziell solide arbeitenden EU-Staaten und ich kann jeden Deutschen verstehen der nach dem Blick auf sein Sparbuch keine Lust mehr auf dieses Europa hat!

Leeres Geschwätz

Solange die Staaten Europas eher gegeneinander arbeiten als miteinander, weil einigen die transatlantischen Beziehungen wichtiger sind als die innereuropäischen; solange es ein Europa des gegenseitigen Neids ist, bei dem jeder für die eigene Nation anstatt für Europa den größtmöglichen Vorteil rausholen möchte; solange es keine gemeinsame Wirtschafts-, Finanz- (wichtige Voraussetzung für eine gemeinsame Währung!), Sozial-, Innen- und Außenpolitik gibt; solange die Strukturen keine direkte Demokratie bieten:

Solange ist Europa gescheitert.

Die letzte Aufnahmerunde kam für die aufgenommenen Staaten viel zu früh, sie waren und sind weder wirtschaftlich noch politisch "Europäer". Ein Neuanfang wäre vonnöten, mit den ursprünglichen 6, dazu vielleicht noch Österreich und Irland. Und dann eine "richtige" Europäische Union, nicht ein Haufen selbstsüchtiger Nationen. In Deutschland hat es doch auch geklappt: aus unzähligen Einzelstaaten wurde ein gemeinsam agierender deutscher Staat.

Nicht gerade üppig

war die Teilnehmerzahl insgesamt. Ein "Aufruf für ein soziales, friedliches und demokratisches Europa" hätte wahrscheinlich mehr Menschen auf die Straßen gelockt und wäre ebenso ein Signal gegen Rechts gewesen.

Ein Europa der Zukunft für die Menschen

und nicht beschränkt auf Frieden und Armut.

@19:17 von wie-

Abgelehnt werden Egoismus, "Grenzen dicht", Unmenschlichkeit, Führersysteme ohne Menschenrechte und gerechte Teilhabe.

Ein starkes, einheitliches Europa wäre willens und in der Lage, seine Außengrenzen zu schützen und sicherzustellen, daß es keine unkontrollierten Übertritte gäbe. Bis zur letzten Beitrittswelle hat das auch gut funktioniert, denken Sie an die EU-Außengrenzen zu Polen und Tschechien, die seinerzeit sehr intensiv überwacht wurden.

Aber Europa ist in sich selbst zerstritten, besteht aus einem Kindergarten selbstsüchtiger Staaten. Der wirtschaftliche und politische Einfluß auf die Weltpolitik schwindet wegen dieser internen Querelen immer mehr.

Man kann durchaus überzeugter Europäer sein und dennoch für die Sicherung und Kontrolle der EU-Außengrenzen, und auch gegen einige allzu liberale Entwicklungen der Gesellschaft, auch wenn diese Meinung mittlerweile als "rechts" gilt.

@ nelumbo um 19:23

Danke für Ihren Kommentar.

"Also wenn sie meinen dass der Europäische Gedanke auch Nationalismus ist, weil man ja keinen gemeinsamen Rechtsraum mit China und Saudi-Arabien bildet und sich somit abschottet: Bis dahin ist es noch ein sehr sehr langer Weg."

Ich weiß nicht wie Sie darauf kommen, was ich zu dem "Europäische Gedanke" meine? Ich kenne auch diese Definition nicht. Aber lassen Sie uns bei dem Versuch bleiben eine konsistente Definition von Nationalismus zu finden.

Haben Sie eine Definition parat? Dann schreiben Sie sie bitte, in unserem Forum, damit wir darüber diskutieren können.

@karlheinzfaltermeier - 19:09

"Ich habe auch den Verdacht, daß die Verwender des Wortes "Sozial" mit Absicht ihre Anhänger im Unklaren lassen. Anders ist nicht erklärbar, daß viele Anhänger der grundsätzlich richtigen Idee, unterstellen, daß süßes Nichtstun belohnt wird."

Offenbar muss der Begriff "sozial" für Sie ein Reizwort sein, wenn Sie die Motive für ein sozialeres Europa mal so pauschal auf die einfältige Gleichung "sozial = süßes Nichtstun belohnen" reduzieren.
Ebenso liegen Sie falsch, dass Menschen, die sich ernsthaft sozial engagieren, den Ansatz verfolgen andere sprachlich hinters Licht führen zu wollen.

@Pilepale 19:03 Frank von Bröckel 19:12

""Eine Woche vor der Europawahl sind Zehntausende Menschen in vielen deutschen Großstädten und anderen europäischen Städten auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Nationalismus zu setzen."
Ich frage mich wie diese überzeugten EU-Gläubigen und "Brüssel über alles" Anhänger den Begriff Nationalismus definieren?"

>@Pilepale<
"Nationalismus' ist heutzutage lediglich zu einen politischen Totschlagsargument verkommen, unter dem man heutzutage und das auch völlig beliebig alles Mögliche einbringen kann!

Bei der Definition zieht es einem wirklich die Schuhe aus. Nationalismus stellt den eigenen Staat über alles, ausnahmslos. Deswegen ist der Zusammenschluß der rechten Kräfte in Europa an Absurdität nicht zu überbieten. Sie sind sich ja auch nur in einem einzigsten Punkt einig, die EU zu zerstören. Und das wollen mit Abstand die meisten Menschen in Deutschland nicht. Nur, - wenn ich wieder höre, "das Volk will".

Vielleicht kann mir mal

Vielleicht kann mir mal jemand der Nationalisten erklären, warum ausgerechnet Deutschland eine Ebene für diesen Nationalismus sein soll und nicht etwa Königreiche Preußen (oder Freistaat Preußen bis 1932), Hannover, Bayern etc., vielleicht ja auch die Gebiete von Fürstenhäusern ?

Meine Ansicht über Europa

lautet : Mit der Heimat im Herzen Europa zu gestalten.

@Pilepale, 19:03

„Ich frage mich wie diese überzeugten EU-Gläubigen und "Brüssel über alles" Anhänger den Begriff Nationalismus definieren?“

Die Bezeichnung „„Brüssel über alles“-Anhänger“ halte ich für eine Diffamierung.

Und als „Nationalismus“ würde ich jede Weltanschauung bezeichnen, die auf dem Prinzip „Wir gegen die“ beruht - also auf einer per se destruktiven Denkweise.

Die einem Vertreter eines sozialen und liberalen Europas von Natur aus völlig fremd ist. Weil sich dessen Sichtweise m.E. in etwa so beschreiben lässt: „Wir kommen aus oft völlig unterschiedlichen „Gegenden“ und haben deshalb natürlich auch unterschiedliche Traditionen und kulturelle Hintergründe - aber wir gehören schon, weil wir alle auf demselben Kontinenten leben - uns also schon aus geographischen Gründen relativ nahe sind - zusammen. Und sollten alle im Laufe der letzten Jahrzehnte neu hinzugekommenen Möglichkeiten nutzen, uns ungehindert untereinander auszutauschen.

Mit Brüssel hat das alles im Grunde nicht viel zu tun.

19:25 von Konsenssoße

«Diese Demo ist nicht gegen Nationalismus sondern gegen Patriotismus.»

Sie ist selbstverständlich nicht gegen Patriotismus. Nicht gegen den Gedanken, sich mit der Nation und ihren Eigenarten positiv zu identifizieren, in der man geboren wurde, bzw. aus der die Eltern stammen.

«Die Demo ist auch nicht für ein liberales Europa, sondern für ein zentralistisch-autoritäres.»

Die Demo wendet sich gegen nationale Egoismen, die Gemeinschaft behindern, oder sie gar verunmöglichen.

Bei weitem nicht alles, was in der EU glänzt, ist Gold.
Unzulänglichkeiten und Ungereimtheiten gibt es dabei mehr als genug.

Wenn man mit einer "Organisationsform" nicht zufrieden ist.
Stellt sich die Frage, ob man sie verbessern will.
Oder sie "mit verbalen Knüppeln" zerschlagen.
Mit einer nur sehr vagen Perspektive dessen.
Was dann wodurch besser werden sollte.

"Kleinstaaterei" ist im beginnenden 21. Jahrhundert mit CHN als "aufstrebender" Weltwirtschaftsmacht ein Anachronismus aus bleiernen Zeiten …

@tias 19:32

"OK na dann einige Organisationen mit GEZ Medien laufen auf Hochtoren um Wahlwerbung Grün Merkel zu betreiben .Dieses System hatten wir schon in der DDR und brauche es nicht wieder solche Manipulation mit diesen Mitteln um Wählerstimmen zu erhalten .Mit allen Mitteln wird hier vor der Wahl Manipuliert ."

Sie haben schon gelesen, daß es um Demonstrationen von besorgten Menschen ging.
Über die Demonstration, oder auch Pegida, informieren Medien. Was wäre gewesen, hätten Medien nicht über die Demos in der DDR berichtet?
Es gibt schon einen Unterschied zwischen Wahlwerbung und Information. Das sollte man schon merken.

"Nationalismus nein aber bei Steuern vom Bürger da wird verlangt ,dass er solidarisch mit dem Land ist ,also Patriotisch ? Warten wir die Wahlen ab wie sie in der EU ausgehen .Der De fällt auf alles rein ."

Steuern zahlen hat weder mit Nationalismus, noch mit Patriotismus zu tun, sondern mit Steuerrecht. Die EU bietet allen Mitgliedern weitaus mehr Vor-, als Nachteile.

@ Cosmopolitan_Citizen um 19:37

"Der Vergleich der längsten Friedensperiode in Europa mit der Vergangenheit spricht eine klare, empirische Sprache."

Von wann bis wann galt denn dieses "empirische" "Friedensperiode in Europa" Ihrer Meinung nach?

"Was wäre auch die Alternative ? Die Nationalisten in Italien, die über den Nachbarn Frankreich hetzen. Oder die in England über einen Krieg um Gibraltar schwadronieren ? Nationalisten haben noch nie eine Lösung zeigen können."

In Kiew wird eine mehr als extrem nationalistische politische Option von den EU-Anhängern unterstützt!
In den baltischen Staaten haben Menschen, vornehmlich Slawen, seit ihrer Geburt keine Staatsangehörigkeit obwohl sie da in zweiter oder dritter Generation leben. Und Brüssel tut nichts gegen diese chauvinistischen politischen Kräfte dort. Das ist kein Parallel Universum, sondern Ihr "Europa"!
Definieren Sie bitte das Wort "Nationalismus" konsistent bezogen auf das Ding EU. Ich verstehe es nicht, warum in einigen "Ecken" gut und in anderen schlecht!?

19:25 von Sisyphos3

"das Haus Europa ist doch was erstrebenswertes
ein großes gemütliches Wohnzimmer, wo man sich trifft
und ein eigenes Zimmer für jeden, um sich zurückzuziehen zu können
wenn es ihm zu laut und zu bunt wird"

Wunderschön ausgedrückt. Danke.

Naja ... die paar Spinner ...

... kann man doch tolerieren.
.
Da stehen Sie, die Linken Parteivorsitzenden und laufen hinter Plakaten her die die Abschaffung ihrer Vaterländer befürworten. .... Bis sie beim nächsten mal wieder in den Bundestag streben.
.
Lasst die paar doch laufen. Die tun nix. Die wollen nur spielen.

@cosmopolitan citizen

Es ist schon sehr befremdlich, wenn sie in dem Ding namens EU scheinbar keine wesentlichen Fehler sehen und es als unterstuetzenswuerdig sehen.

Was das soziale und was die Verantwortung fuer die „kleinen Leute“ angeht, versagt der Apparat EU jedoch.
Mit Absicht, wie ich meine.

Und nicht positiv reformierter, wie ich gleichfalls meine.

Was das „Friedensprojekt“ angeht :
Was bringt der Frieden zwischen den Ländern, wenn man eine Art Krieg gegen die abhängig beschäftigte Bevölkerung führt.

Wie sagte ein mit viel Verstand und Offenheit gesegneter Starinvestor :
„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“

Der Apparat EU und die Klasse der Reichen verstehen sich hervorragend.

Populismus ist jetzt kein

Populismus ist jetzt kein Wort das die rechten für sich gepachtet haben. Wenn man genau hinschaut kann man von grün und links exakt die gleichen Mechanismen erkennen. Die geben sich da gar nichts nur wird da nicht drüber gesprochen.
Amerika hat um ihr vereinigtes einen sehr schmerzhaften Prozess hinter sich gebracht.
Diesen zu bringen ist man hierzulande nicht bereit. Nein, in Straßburg und in Brüssel (warum wohl zwei Städte - Geld vernichten??)
sitzen Leute, hochbezahlte Leute, die alle nach oben verschoben wurden. Und genau das merkt man.
Das nimmt alle Überzeugungskraft.
Nein Europa muß deutliche Änderungen erfahren um von den Leuten akzeptiert zu werden. Es macht auch keinen Sinn lauter arme Länder aufzunehmen. Das hilft nur der Niedriglohnpolitik in Deutschland aber führt zu keinen Bindungen welche auf gleichen Idealen oder Interessen beruhen.

Soziales Europa?

"soziales Europa" ist doch im Sinne der SPD, Grünen und Linken gleichbedeutend das der deutsche Michel alles zahlt? Kindergeld in andere EU-Partnerländer für Kinder die in diesen anderen Länder gross werden. Sozialleistungen das die Schwarte kracht an jeden Erdenbürger der hier in Deutschland das Zauberwort mit den vier Buchstaben lallt. Sozial bei den genannten Parteien bedeutet das jeder ohne Pass einfach so reinspazieren und bleiben darf. Es gibt da noch viel mehr aber der Platz wird eng. Ich mag diese genannten Definitionen von einem "sozialen Europa" nicht und wähle deshalb rechts.

19:37 von Cosmopolitan_Citizen

"Der Vergleich der längsten Friedensperiode in Europa spricht eine klare,empirische Sprache."
Da haben sie vollkommen recht,aber hier liegt vielleicht auch das Proplem.Die meisten hier,auch ich Gott sei Dank haben keinen Krieg mehr selbst erlebt.Die Generation welche es noch selbst erleben mussten ist inzwischen schon weitestgehend ausgestorben.
Europa war ein Projekt der Nachkriegsgeneration die es noch selbst erlebt haben und natürlich ihre Gründe hatten und sich dabei auch etwas gedacht haben.

@19:43 von deutlich

Mir gefällt ihr Beitrag. Zum Einen inhaltlich, zum Anderen wegen der möglichen Aussicht.
Seit der Verabschiedung des Bertelsmann/GEMA-Gesetzes gehöre ich nicht mehr zu den öffentlichen Verteidigern der EU. Das wäre mir doch ein wenig zu peinlich.
Wenngleich man nicht außer Acht lassen sollte, dass die EU tatsächlich hier und da auch soziale oder gesellschaftliche Fortschritte und Verbesserungen gebracht hat (gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort; Pariser Klimaabkommen; ...).

Die derzeitige EU tut sehr viel dafür, ihre Ablehner zu bestätigen, Lobbyismus tritt so stark zu Tage wie lange nicht.
Und sozial ist da auch schon lange nichts mehr gekommen, an was ich mich erinnern würde.

Aber: Das alles wäre ohne EU genauso. Lobbyismus, Politik für die Vermögenden und die Konzerne, Abbau von Sozialleistungen, Einschränkung und Abschaffung von Bürgerrechten. Das hätten wir auch völlig ohne die EU.

...kein Platz mehr...

@Klaus Leist 20:25

"..Es sollen also die Vaterländer abgeschafft werden und statt dessen eine Neuauflage des so kläglich gescheiterten Sozialismus geschaffen werden? Jetzt im Ernst? Ich kann es nicht glauben..."
.
Glauben Sie es! Und erinnern Sie sich bitte bei Gelegenheit wer hinter solchen Plakaten herläuft: "...In Berlin wollten unter anderen Grünen-Chefin Annalena Baerbock und die Grünen-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Ska Keller, teilnehmen. In Köln hatten sich SPD-Chefin Andrea Nahles und die SPD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Katarina Barley und Udo Bullmann, angekündigt."
.
Es sind Sozialdemokraten und Grüne, die eine Gefahr für das eigene Vaterland darstellen indem sie es gegen einen Europäischen Superstaat austauschen wollen.

@ schabernack um 19:40 Teil I

Danke für Ihren Kommentar.

"Erst mal wird sich ein Europäer nicht selbst in Anführungszeichen setzen.
Ist er / sie doch ein Mensch, der in Europa lebt."

Ich persönlich stimme voll und ganz mit dieser Definition überein. Europäer ist wer aus Europa kommt. Jetzt müsste noch der Kontinent Europa definiert werden. Aber belassen wir es erst einmal dabei. Leider lese ich sehr häufig in den Brüssler Strukturen und Posaunen-Werbe-Medien, das Hijacking des Wortes "Europäer" für Bürger aus Mitgliedsstaaten dieses Dings EU. Die Ausgrenzung beginnt m.M.n. also schon bei dem profanen Wort "Europäer". Demnach würde ich von diesen EU-Anhängern die dies tun, schon unterstellen, dass die genauso wie Nationalisten andere Menschen ausgrenzen.

20:36 von uhuznaa

Eine "Nation" entsteht nicht aus Abgrenzung zu anderen, sondern aus Zusammenschluss von kleineren Einheiten zu etwas Größerem.
.
??
das sich dann eben zu anderen Nationen abgrenzt
außer die ganze Welt wird ne Nation

@ Sparer

Genau dasselbe gilt doch für deutsche Bundesländer auch, oder? Warum sollen deutsche Länder mit niedrigerem durchschnittlichen Bürger-Vermögen solche mit höherem durchschnittlichem Bürger-Vermögen alimentieren? Warum sollen die Grenzen durchlässig sein? Warum soll es gemeinsame Sozialkassen geben? Die Idee der "Nation" war es eben, zusammenzustehen anstatt kleine Länder und Fürstentümer sich in Auseinandersetzungen vergeuden zu lassen, den Warenverkehr mit Zöllen zu behindern und Menschen auszugrenzen. "Nationalisten" waren wirklich einmal Menschen, die die Idee einer übergeordneten Nation über solche Kleinstaaterei stellten. Es ging da nicht um Abspaltung, es ging um Vereinigung. "Einigkeit und Recht und Freiheit".

Das war einmal eine fortschrittliche und damals unerhörte Idee. Heute, wo das selbstverständlich ist, sind Nationalisten genau das Gegenteil: Sie wollen abgrenzen, zerteilen, Grenzen abriegeln. Sie sind die Kleinstaater von heute. Wie jämmerlich.

um 19:19 von lePecheur

>>"..damit es uns anständigen Menschen leichter fällt daran teilzunehmen.."<<

Mich würde mal interessieren wie Sie "uns anständige Menschen" definieren?

@ schabernack um 19:40 Teil II

"Im Hinblick auf die EU ist vielen Menschen daran gelegen, Europa als größere witschaftlich-politische Einheit zu verstehen, als es einzelne europäische Nationalstaaten je sein könnten. Ausgerichtet auf die Gegebenheiten (USA) und Entwicklungen (CHN) in der Welt- und Welthandelspolitik. RUS dabei als weniger potente Handelsmacht im Auge behaltend.
[...]
"Nationalismus" ist es nicht, die Eigenarten + Vorzüge einzelner Nationen zu schätzen + zu bewahren. "Nationalismus" ist die übersteigerte Wahrnehmnung der eigenen Nation in dem Sinn:

"Wir sind mehr wert, und können alleine alles besser.
Als die um uns drumrum + die von weiter weg" …"

Nach Ihrer eigenen Definition von Nationalismus ist das Ding EU nationalistisch. Da das Ding ein Supra-staatengebilde ist, ist es sogar supra-nationalistisch. Warum muss Ihrer Meinung nach Russland als "weniger potente Handelsmacht" ausgegrenzt werden? Warum Teile des Balkans? Warum die Türkei? Liest sich für mich supra-nationalistisch.

20:48 von riewekooche

In Deutschland hat es doch auch geklappt:
.
sind wir das Maß aller Dinge ?
vielleicht herrschen unter 27 Staaten und 500 Millionen Menschen
unterschiedliche Vorstellungen
die unter einen Hut zu bringen ein (zu) ambitioniertes Ziel

Man sollte an dieser Stelle festhalten, dass es ....

... die Parteivorsitzenden der SPD und der Grünen sind die, wie hier berichtet, hinter Plakaten herlaufen die ein "soziales Europa" einem Vaterland vorziehen.
.
Man sollte diese Damen und Herren vor den nächsten Wahlen zum Deutschen Bundestag daran erinnern.
.

@19:08 Tada

Soziales und liberales sind keine Gegensätze, aber in manchen Parteien gibt es dazu unterschiedliche Definitionen und Priorisierungen. Allerdings sind sozial und liberal für die Leute ganz rechts auch kein Gegensatz, weil sie es einerseits plump als linksgrünen Einheitsbrei diffamieren und andererseits selber sowohl zu "sozial" wie zu "liberal" ein gestörtes Verhältnis haben.

@Torsten Seel

Haben Sie es vielleicht auch etwas kleiner?

Schon Deutschland ist nicht EINE Kultur und Identität, das sind Dutzende oder Hunderte Kulturen und Identitäten. Fragen Sie mal konkret, was die bayerische und friesische Kultur gemein haben. Wo ist da die gemeinsame konkrete Verankerung in EINER Kultur? Und was ist mit all den nicht ganz so traditionellen Subkulturen, die sich herausgebildet haben? Wollen Sie die auch abschaffen? Dieser rechte Traum von einem Europa angeblich in sich homogener Vaterländer als identitätsstiftende Wurzeln ist doch nur genau das: Ein Traum. Das sind erträumte Schablonen, die Sie vielleicht ihren Worten überstülpen können, aber nicht 500 Millionen Menschen.

Das finden Sie doch noch nicht einmal in einer Stadt, geschweige denn in einem deutschen Bundesland oder gar in der ganzen Bundesrepublik. Das finden Sie bestenfalls in einem Dorf, in dem sich keiner traut, aus der Reihe zu tanzen, bzw. die, die diese Homogenität nicht ertragen, schon lange abgehauen sind.

@ Sausevind um 19:45

Danke für Ihren Kommentar.

>>"Ich frage mich wie diese überzeugten EU-Gläubigen und "Brüssel über alles" Anhänger den Begriff Nationalismus definieren?"

Ihre Frage unterstellt tendenziös, dass die Demonstranten "Brüssel über alles" im Herzen tragen und "EU-gläubig" sind.

Genau diese Tendenziösität ist Teil des heutigen Nationalismus.<<

Also Menschen, die dieses Ding EU nicht verstehen da nur mit Buzz-Words am laufen gehalten (danke User tagtest für den Einfall dieses passenden Wortes. Weiter so!), die keinerlei Hilfe bekommen um zu verstehen, wie diese Wahl für das Europaparlament, eine demokratische Wahl sein kann, da diese insgesamt 705 "Abgeordneten" dort, keinerlei Befugnisse haben außer dem Abnicken von "Gesetzen" der Kommission und des Rates. Und das schon seit Jahrzehnten. Und noch viel mehr.
Alle diese Menschen, Bürger sind Ihrer Meinung nach Nationalisten, vielleicht sogar anti-Demokraten?

Habe ich Ihre Definition von "Nationalismus" richtig verstanden?

19:40 von 043911

"Die Rechten würde es garnicht geben, wenn diese EU nicht eine EU der Konzerne wäre.

Rechte gibt es immer nur dann wenn es den Leuten schlecht geht."

Ich denke, da irren Sie. Das waren immer die Linken, die stark wurden, wenn die Konzerne zu mächtig wurden. Der Marxismus entstand als Kritik am Kapitalismus.

Die Rechten werden stark, wenn sie zu viele Dunkelhäutige täglich im Supermarkt sehen.
Da meinen sie dann, subjektiv, dass es ihnen nun schlecht geht. Wo ist meine Heimat denn hin? fragen sie.

Ich kann das ein wenig nachvollziehen.
Aber wir sind eben AUCH Weltbürger und haben auch das in uns.
Wenn der Nachbar irgendwann nicht mehr "der Dunkelhäutige" ist, sondern Tyron, der einem manchmal die Einkaufstüten trägt, dann verändert sich etwas in einem, und Tyron ist dann auch Teil der Heimat.

@ vweh um 20:28

"was soll an europalismus

besser sein als nationalismus?"

Eine schönes Wortspiel um die EU-Fanatikern die anderen ihr politisches System aufzwingen wollen zu betiteln. Danke dafür.

Das ist schon ein schweres

Das ist schon ein schweres Wochenende für die europäischen nationalistischen Rechtspopulisten: erst geht ihnen der österreichische Vizekanzler flöten, weil er aus Machtgier in eine plumpe Falle tabst und angesichts eines lukrativen Angebotes politisch alle Hosen runter lässt, und dann gehen Zehntausende für ein gemeinsames Europa gegen die typischen rechtspopulistischen Spaltungsmuster auf die Straßen. Da ist klar, dass viele hier verbal um sich schlagen, um Frust abzubauen.

Europäer

Zu: 21:35 von Pilepale

Tja, hier ist sie wieder, die gerne aus der extremistischen Ecken angestoßene spitzfindige Diskussion um semantische Details (Beispiel: was sind nun "Jagdszenen"?). Aber immerhin eine gute Vorlage.

Ein Europäer ist selbstverständlich eine Person, welche aus dem geographisch definierbaren Raum "Europa" stammt. Doch die Abgrenzung dieses Raumes ist fließend. Die Orientierung an seismischen Bruchlinien und Küsten genügt nicht. Kulturell hat dieses Europa seine Wurzeln im Raum rings um das gesamte Mittelmeer bis hin nach Persien. Heute reicht Europa kulturell bis nach Alaska oder aber Wladiwostok. Kapstadt und Santiago de Chile oder Sydney ganz zu schweigen.

Politisch ist ein Europäer, der sich für die Idee eines gemeinsamen Europa begeistert, der für wahre Demokratie, universelle Menschenrechte, Solidarität, soziale Errungenschaften, Freiheit der Presse, Minderheitenschutz, Bewusstsein um die Geschichte, Frieden und Wohlstand für alle uneingeschränkt einsetzt.

@uhuznaa um 21.47

Danke, dass sie das Beispiel der Vielfalt der Kulturen (z. B.: Bayern, Norddeutsche, ...) innerhalb einer Deutschland Einheit bringen. Genauso sehe ich die verschiedenen Länder (z. B.: Deutschland, Ungarn, ...) mit ihrer verschiedenen Kulturen innerhalb einer gemeinsamen EU / eines gemeinsamen Europas.

Gerade WIR Europäer haben in den letzten..

2.000 Jahren doch fast JEDE mögliche Form von supranationalen Gebilden und Vielvölkerstaaten in der Realität auch tatsächlich ausprobiert!

Die letzten drei Vielvölkerstaaten hier in Europa waren Jugoslawien, die Tschechoslowakei und die Sowjetunion!

Und bei denen hat es ebenfalls nicht funktioniert!

@ StepHerm um 20:34

Danke auch für Ihren Kommentar.
"„Brüssel über alles“ wurde heute nicht vertreten sondern der Protest gegen Parteien und Nationalisten, die den Kampf gegen ein Europa führen, das uns hier nie gekannte 70 Jahre Frieden beschert hat."

Dies Phrase wird gerne von Brüsselanern benutzt, stimmt leider keinesfalls! Nord-Irland Konflikt. Der griechisch-türkische Konflikt wegen Zypern. Der Britische Konflikt gegen Argentinien (Flaklandinseln oder Malwinen). Blutige Zerstörung Jugoslawiens. EU-Intermetzo in der ehemaligen Ukraine. Nur einige Beispiele eines blutigen Europas während dieser Zeitspanne.

"Gegen Demagogen und Populisten, die sich wider den Grundprinzipien unserer Gesellschaft stellen, das die Menschenwürde (aller Menschen!) unantastbar ist."

Das ist mir zu abstrakt. Wer sind denn bitte Ihrer Meinung nach die Demagogen und Populisten?

"Es wurde dafür demonstriert, das die EU in diesem Sinne weiterentwickelt..."

EU wurde niemals im menschlichen Sinne entwickelt.Es gibt Bsp. zu hauf

21:47 von uhuznaa

Das finden Sie bestenfalls in einem Dorf, in dem sich keiner traut, aus der Reihe zu tanzen, bzw. die, die diese Homogenität nicht ertragen, schon lange abgehauen sind.
.
kennen wir das nicht aus unserer eigenen Vergangenheit
wo man die Leute in ein gemeinsames Korsett zwang
und für diejenigen die ganz uneinsichtig waren nen Zaun errichtete

@19:40 von 043911 sehe ich

@19:40 von 043911
sehe ich genauso!
@ 21:50 von Sausevind
Stimmt schon, die Angst ist komplex. Aber das sind ja nicht alle, die so von Angst beherrscht sind. Viele sind tatsächlich in einer prekären Arbeit / Existenz und fürchten doch immer wieder: "Die Migranten rauben den Sozialstaat aus". Ich denke Rechtsextreme sind nicht dasselbe wie "die (neuen) Rechten" (manche sind natürlich Rechtsextreme aber der grosse Kern der Wähler sind existentiell in der Angst). Ich denke da ist also schon was dran, was 043911 sagt.

21:39 von Pilepale / schabernack, 19:40

«Nach Ihrer eigenen Definition von Nationalismus ist das Ding EU nationalistisch. Da das Ding ein Supra-staatengebilde ist, ist es sogar supra-nationalistisch. Warum muss Ihrer Meinung nach Russland als "weniger potente Handelsmacht" ausgegrenzt werden?»

RUS wird nicht prinzipiell von der EU "ausgegrenzt". Um so weniger, als dass RUS nie das Begehren äußerte, Mitglied in der EU werden zu wollen.

"Die EU denkt nicht, sie könne alles besser als andere".
Aber sie kann gewisse Dinge, die einzele Nationastaaten "nicht hinbringen".
Sie verweigert sich auch nicht der Kooperation mit Ländern, die ihr nicht angehören.

Man konnte Japan schlecht in die EU aufnehmen (hätte JAP auch nicht gewollt). Aber das am 01.04.2019 in Kraft getretene Freihandels-Abkommen wäre mit einzelnen Staaten der EU nicht gelungen. Und das JAP mit GB nach dessen evtl. Austritt so nicht weiter führen wird.

Viele Probleme + offene Fragen in der EU.
Aber nicht ein einziger Grund, sie beständig "das Ding" zu nennen …

@ 21:46 von Giselbert

"Egal wie viele auf die Straße gehen, letztlich wird die Entscheidung durch die Wahl getroffen.

Solange es bzgl. Flüchtlinge keine Solidarität und einen Verteilerschlüssel gibt ist die EU für mich gescheitert."
.
Wer nimmt eigentlich die abgelehnten Asylbewerber auf? Gibt´s da auch einen "Verteilerschlüssel"?

Darstellung: