Ihre Meinung zu: Papst verpflichtet Klerus zum Melden von Missbrauch

9. Mai 2019 - 13:33 Uhr

Papst Franziskus verpflichtet Geistliche, dass sie Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche melden. Diözesen weltweit sollen zudem bis Juni 2020 leicht zugängliche Anlaufstellen einrichten.

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Kommentare

Wieso keine Meldepflicht bei der Polizei!

Steht die Kirche unter einem besonderen Schutz! Jede Form von sexuellen Übergriffs und auch der Versuch sollte umgehend der Polizei gemeldet werden.

Ich finde es sehr schade, dass hier gar nichts, bzw. nur schleppend vorangegangen wird und das es von Seiten des Staats keine klaren Vorgaben an die Kirche gibt!

Traurig!

war es nicht schon immer geboten,

beim wissen von einer straftat, diese bei der polizei anzuzeigen?

Meldepflicht

Meldepflicht an wen, bitte?
Etwa an die Staatsanwaltschaften?

Überhaupt fällt doch auf, daß die Staatsanwaltschaften scheinbar untätig sind.

Denn wer sonst als die Staatsanwaltschaften sind für die Strafverfolgung zuständig?!

Meldpflicht?? Wie bei

Meldpflicht??

Wie bei Röteln???

Gotz nee...

Das ist ein Straftatbestand!!!

Warum darf das SO offiziell geleugnet werden, verdammt noch mal???!!!

Mehr als zu spät!

"Für Kleriker und Ordensleute werde ab Juni die Verpflichtung eingeführt, innerhalb der Kirche Missbrauchs- und Vertuschungsfälle umgehend anzuzeigen."

Unfassbar, eine solche Selbstverständlichkeit überhaupt nur erwähnen zu müssen. Die Amoralität der RKK und ihres Personals scheint keine Grenzen zu kennen.

interessieren.
Kindesmissbrauch ist eine schwere Straftat. Diese muss immer angezeigt werden. Der Täter gehört vor ein staatliches Gericht und falls für schuldig befunden ins Gefängnis.

Dort kann ihn der Papst dann gerne noch besuchen und mit erhobenem Zeigerfinger sein "Du, Du, Du das macht man aber nicht" überbringen.

Aber vielleicht kann man ja beim ersten Fall diejenigen, die den Fall nicht zur Anzeige gebracht haben gleich mit vor Gericht stellen.

Leider gibt es bei Sexualstraftaten keine Anzeigepflicht in Deutschland. Begründung: Opferschutz.

Wer ist zur Anzeige verpflichtet?

Das ist ein wichtiger
Schritt. Unklar ist nur,
wer die Pflicht hat, den
Missbrauch anzuzeigen.
Der Täter wird es nicht
tun und anderen kann
man eher nicht nachweisen, ob sie etwas wussten.
Familien der Opfer darf
ja keine Strafe drohen,
wenn sie den Mut zur
Anzeige nicht aufbringen.
Das Beichtgeheimnis ist
auch nicht zu umgehen.
Ich hoffe, dass in jedem
Missbrauchsfall letztendlich die staat-
liche Gerichtsbarkeit zuständig ist.

Was für ein großer Schritt?

Die pädophilen Geistlichen sollen sich jetzt selber anzeigen? Und der weltlichen Justiz werden diese Verbrecher nicht zugeführt. Ich bin fassungslos? Bin froh nicht mehr zur röm. kath. Kirche zu gehören.

Meldepflicht bei der Kirche

Guter Schritt, Franziskus!

was,

so eine Meldepflicht gab es bislang noch nicht ? Und jetzt kommt sie auch nur auf großen Druck ? Einfach unglaublich. "Unbeweglich" ist noch eine sehr nette Umschreibung für die Vorgehensweise des Va.

In allen Institutionen sollte gelten:

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ob in Kirche, Politik und Wirtschaft.

Ich erwarte eine Welle der

Ich erwarte eine Welle der Selbstbeschuldigungen......
*
Mir wird übel, wenn ich diese scheinheilige
Versammlung sehe.

Missbrauch ist strafrechtlich zu verfolgen und da

hat die Kirche keine Extra Meldestelle einzurichten! Das ist dann der nächste Versuch, die eigenen Leute vor Verurteilung zu schützen. Sorry aber sowas ist eine Frechheit!

nicht fair

In der neuen Anordnung des Papstes wird (Art. 19) deutlich auf die Meldepflichten an die zuständigen staatlichen Behörden hingewiesen. Ich finde, da ist es tendenziös, wenn der Artikel formuliert "Eine Meldepflicht an staatliche Stellen ist allerdings nicht vorgesehen." Wer das liest und sich nicht auskennt, wird natürlich denken, der Papst würde sich nicht um die staatlichen Gesetze kümmern. So manipuliert man seine Leserschaft.

Sehr gut. Damit zeigt sich

Sehr gut. Damit zeigt sich die Kirche fortschrittlich und ist im 20. Jahrhundert angekommen. Zwar immer noch knappe 100 Jahre hinter der moralischen Realität, aber immerhin.
Einer sollte der Kirche den Tipp geben, dass man in Deutschland besser bei einer Staatsanwaltschaft eine Straftat meldet, als in der Kirche...
aber das lernt die Kirche sicher in den nächsten 100 Jahren

"Meldepflicht"

Das macht mich fassungslos ...

Mit Attest ist der Vergewaltiger dann aus dem Schneider , oder was ??

Defender411,

ja sexueller Mißbrauch ist strafrechtlich zu verfolgen, was es aber in Deutschland nicht gibt, das man eine begangene Straftat anzeigen muß. Es gibt also keine gesetzliche Meldepflicht.

Anders bei geplanten schweren Straftaten, wenn man davon erfährt muß man das melden.

Guter Schritt!

Noch einmal:
Das ist ein guter und wichtiger Schritt, den Franziskus gegangen ist.

Dass deshalb wieder das Zetern anfängt, habe ich geahnt. Selbst gute Nachrichten scheinen da nichts zu nützen. Armes Deutschland.

"Während diese Verpflichtung

"Während diese Verpflichtung bis dato in einem gewissen Sinne dem persönlichen Gewissen überlassen war, wird sie nunmehr zu einer universell gültigen Rechtsvorschrift",

Köstlich.
Dem persönlichen Gewissen überlassen.

Und wie wurde man hier im Forum zurecht gewiesen, das würde immer intern gemeldet gemeldet, und natürlich auch immer der Staatsanwalt informiert wenn eine Straftat im Raum stand.
Das Vertuschen und Decken von Tätern sei übertrieben dargestellt.

Persönliches Gewissen, man glaubt es fast nicht...
Aber Menschen exkommunizieren und vom Arbeitplatz feuern, weil sie sich unsittlich verhalten, durch Wiederheirat, oder Ehelosigkeit, da ist dann nichts mit persönlichem Gewissen, gelle....

@ 13:42 von starbucks78

Zuerst mal wird es sich um einen Anfangsverdacht handeln, keine bewiesene Tat. Franziskus ist Chef einer weltweit tätigen Kirche - wollen Sie wirklich im Iran oder in Nordkorea einen Anfangsverdacht gegen einen Priester der "Polizei" melden? Das wäre das Todesurteil für den Priester, ohne dass er auch nur eine Chance auf eine sachgerechte Ermittlung hätte, geschweige denn ein faires Gerichtsverfahren. Selbstverständlich müssen sich Priester in allen Rechtsstaaten and das dortige Recht halten - wenn dieses eine Anzeige bei der Polizei fordert, müssen sie das auch tun, ganz ohne Vorgabe aus Rom. Das gilt auch heute schon. Zu Recht sind Priester strafrechtlich verfolgt worden, die sich daran nicht gehalten hat. Das sieht die Kirche genauso. Wir sollten nicht immer nur die ganze Welt aus unserer Brille sehen - der Papst hat eine weltweite Verantwortung und er muss vorsichtig abwägen, was weltweit umsetzbar ist.

Da es sich vermutlich um keine Straftat handelt,

wird es auch nicht die Polizei oder Staatsanwalt interessieren. Es bleibt dann ein kleines beicht Geheimnis.

Deutschland und die Welt

Einer sollte der Kirche den Tipp geben, dass man in Deutschland besser bei einer Staatsanwaltschaft eine Straftat meldet, als in der Kirche...

Wenn Franziskus dann mal irgendwann ein Kirchengesetz speziell für Deutschland erlässt, steht das vielleicht so drin.

Das aktuelle Schreiben wendet sich an die Kirche in rund 200 Ländern, und da sind die Verhältnisse doch sehr unterschiedlich.

Missbrauch von Kindern

ist hochkriminell und die Verfolgung durch Polizei und Staatsanwalt bedarf keiner Meldepflicht. Es passiert aber nichts.

Geistliche die im Namen Gottes Straftaten begehen scheinen ueber dem Gesetz zu stehen.

Wenn ich mir vorstelle das sich ein Geistlicher an meinem Sohn vergehen wuerde und nicht zur Rechenschaft gezogen wird, koennte ich durchdrehen.

Richtiger und lange überfälliger Schritt

„Mit dem neuen Kirchengesetz soll Vertuschungs- und Deckaktionen in der Kirchenhierarchie entgegengewirkt werden (…). Eine Meldepflicht an staatliche Stellen ist allerdings nicht vorgesehen“

Die Meldepflicht innerhalb der katholischen Kirche ist gleichwohl ein „scharfes Schwert“. Zumal Missbrauchsopfern selbstverständlich immer die Inanspruchnahme der „weltlichen“ Rechtsprechung und ihrer Institutionen offensteht.

Mindestens genauso wirkungsvoll dürfte auch diese Anordnung von Papst Franziskus sein:

"Diözesen weltweit sollen zudem bis Juni 2020 leicht zugängliche Anlaufstellen einrichten".

Pabstr verpflichtet zum Melden: & wenn Keiner meldet wie bisher?

Wer kontrolliert das überhaupt ?

Etwa die "heilige Konklave"(Namensumbenennung vom Bischoff Ratzinger in den 50`gern) , was ja ursprünglich die "Heilige Inquisition", danach "Heiliges Offizium" ist

Zum Schieflachen LOL !
Kein Verbrecher kontrolliert sich selbst

Für mich ist auch dieser Papst...

in dieser Frage leider letztlich ein
Heuchler!
Diesen ganzen Missbrauchs-Irrsinn
könnte man schlagartig stoppen,
indem man endlich das verlogene
Zölibat als Voraussetzung für ein
Priesteramt abschaffen würde!!
Es ist unehrlich und offensichtlich,
dass das Zölibat seinen eigentlich
Sinn doch in Wahrheit nicht erreicht!
Warum sollte eine christliche Lehre
wie ihn die Protestanten mit einem
Ehepartner und Kindern leben,
weniger Gott zugewandt sein, als
die katholische, die den Sexualtrieb
auch nach all den Skandalen noch
immer versucht zu ächten und
zu beherrschen! Schluß damit!

Gute...

Nachricht aus dem Vatikan.
Papst Franziskus hat eine gute Entscheidung getroffen. Der Vatikan braucht für so eine Entscheidung lange aber nochmals ich meine eine gute Nachricht aus dem Vatikan.

Staat im Staat

Beim Dieselskandal wurde u.a. die Firmenzentrale von VW von der Staatsanwaltschaft durchsucht, da klare Hinweise auf Straftaten vorlagen.
Kein Bistum wird zur Herausgabe der internen Unterlagen über Missbrauchsfälle gezwungen, da insbesondere die katholische Kirche den Staat fest im Griff hat mit alten Verträgen. So werden jährlich die Bischofsgehälter zu großen Teilen aus Steuergeldern finanziert, als Wiedergutmachung für sogenannte Enteignungen aus napoleonischer Zeit. Welcher teilweise zweifelhaften Herkunft die kirchlichen Besitztümer waren? Darüber decken wir den Mantel der Barmherzigkeit... Sonderrechte allenthalben. Schon die Weimarer Verfassung forderte die Aufhebung der Verträge, aber die Verfilzung von Klerus und Politik erweist sich als stabiles konservatives Bollwerk gegen eine strikte und tatsächliche Trennung von Staat und Kirche.

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