Kommentare

Argumente gegenüber stellen!

Der bayerische Landesvorsitzende Michael Schwägerl sagte dem BR, er könne sich nicht vorstellen, dass lehrplanfremde Inhalte abgefragt worden seien.

Das ist doch ein Ausweichen. Die Schüler argumentieren nicht, etwas sei nicht im Lehrplan.
Die Schüler reklamieren, das bestimmte Themen im Unterricht nicht ausreichend behandelt worden.
Und das können die Schüler sogar belegen, mit Stunden Unterrichtsausfall und mit Stunden, in denen externe Ersatzlehrer nicht ausreichend vorbereitet waren, um die Themen didaktisch sinngemäß fortzusetzen.

Was ist 13 % von 100 ?

Diese Frage stellte ich neulich im Gespräch einer jungen Frau. Antwort: "Ich studiere Germanistik, das darfst du mich nicht fragen.".......
(Daß ich stilistisch besser "wieviel" gesagt hätte, hat sie nicht moniert).

Laut einem anderen...

...Medienportal hat ein Abiturient die besagten Matheaufgaben zur Stochastik & Geometrie auf Twitter gepostet. Über dieses Medienportal habe ich mir dann auch die Twitter-Einträge anzeigen lassen.

Vorab: ich bin kein Mathelehrer & habe auch sonst mit Mathe nichts am Hut. Mein letzter Kontakt mit diesem Fach ist auf den Mai 1995 zu datieren, da habe ich Mathe-ABI gemacht.

Fazit: Die Aufgabe erscheint mir insgesamt doch lösbar, im Sinne von schaffbar (lösbar ist sie auf jeden Fall), da bereits viele Parameter & Vergleichsgrößen vorgegeben sind. Aber die Masse an Text mit den Sub-Sub-Aufgaben ist ziemlich verwirrend, wie ich finde. Man bräuchte alleine nur zum Aufschlüsseln des Aufgabentextes vermutlich Deutsch-ABI mit mind. 10 Punkten. Aber das hat auch nicht jeder Abiturient! Insofern: Die Masse an Text kann die Schüler durchaus überfordern. Da hätte man eine andere Lösung für die Art der Aufgabenstellung finden können.

Trotzdem finde ich die "Proteste" reichlich übertrieben.

In einer Dokumentation

In einer Dokumentation behaupteten Professoren das zahlreiche Studenten trotz ihres Abi's nicht studiumtauglich seien.
Seit der ersten schlechten Pisa Erfahrung war es politisch gewollt das mehr Schüler Abitur machen.
Von ehemals 10 % Abiturquote sind wir heute bei 50% angelangt.
Ich würde gerne den Notenspiegel dieser Matheprüfung erfahren.
Sollten genügend 1 er Kandidaten dabei sein dann wird man wohl vielen 5 er Kandidaten reinen Wein einschänken müssen.
Ich habe die Erfahrung gemacht das vorallem Abiturienten von Gesamtschulen im Schnitt viel weniger kompetent sind als Schüler von alten Gymnasien mit Ruf.

Schwer is relativ?

Deutschland ist ja nicht gerade Spitzenreiter im globalen Vergleich wenn es um Schulbildung geht. Für mich stellt sich die Frage: Zu schwer für Deutschland oder zu schwer international?

@ kurtimwald

"Die Schüler reklamieren, das bestimmte Themen ... nicht ausreichend behandelt worden."

Insofern wäre wieder eine Dezentralisierung des Abiturs sehr zu empfehlen!

Ich kann nur von meinem Mathe-LK vor 23 Jahren schließen: weil wir nicht der hellste LK waren, sind wir gar nicht erst bis zur Stochastik gekommen, sodass man dann in der Abitur-Prüfung eben auch keine Aufgabe zur Stochastik gestellt bekam. Ich stelle mir vor, es hätte bereits damals das heutige Zentral-ABI gegeben: es wären alle in Mathe durchgerasselt.

So aber konnte die damalige Lehrkraft, übrigens die Schulleiterin, sich sehr ausführlich mit den Themen im Unterricht auseinandersetzen, bei denen wir Schüler erhebliche Schwierigkeiten hatten, vorallem bei den Differenzialen, & alles soweit herunterbrechen, bis auch der letzte Honk von uns verstanden hatte, wie das geht.

Halte ich für sinnvoller, als mit einem Zentral-ABI alles in ein enges Korsett zwängen zu wollen, welches Abweichung null toleriert.

Vielleicht......

könnte man die ganze Abitur-Problematik damit lösen, daß man wie in den USA nicht auf angeblich lebensfremde Anfordrungen abstellt, sondern die Aufnahme an einer Uni von hervorragenden Leistungen im Hochsprung, Weitsprung Schwimmen, also Sport allgemein abhängig macht?

Ich kann mich noch an den

Ich kann mich noch an den Mathe Unterricht beim Abi erinnern und hatte den Eindruck, das ist doch nur für angehende Mathematiker. Völlig von der Realität praktischen Nutzens entfernt! Und ncht jeder ist übrigens begabt abstrakt zu denken.

@ kurtimwald

Aber was hat Unterrichtsausfall mit Schwere der Aufgaben zu tun? Da ist der Adressat für die Beschwerde doch der falsche!

Im Übrigen ist es reichlich spät sich nach der Abi-Prüfung über den Unterrichtsausfall zu beschweren. Da waren so viele Stunden frei, in denen man hätte demonstrieren, Petitionen schreiben, in Arbeitsgruppen lernen können...

Wenn die Schüler

das Mathe Abitur zu schwer finden, dann
haben die Lehrer versagt, resp. das
Schulsystem. Bei richtiger und gründlicher Wissensvermittlung würden sie diesen
Vorwurf nicht erheben.

@ Worldobserver

"Zu schwer für Deutschland oder zu schwer international?"

Ich vermute, dass das deutsche Abi international zu schwer ist. In einem us-amerikanischen High-School exam würde da eine multiple-choice Aufgabe stehen ("Kreuzen Sie die richtige Lösung an: a) 51, b) 4367, c) ja, es gibt eine Lösung.")

Mal eben was zur Rechtschreibung bei den 'Experten':

- zweimal 'das' mit rundem 's' statt mit zwei s...also mal nachdenken,,,

@OrwellAG 17.18

"Und ncht jeder ist übrigens begabt abstrakt zu denken."
Jetzt schreib ich was ganz böses: Muss denn dann jeder Abitur machen?
Das Problem ist doch ein politisch gemachtes, weil man denkt, jeder müsse an die Uni. Deshalb haben wir keine Fachkräfte mehr. Und die wollen wir dann aus werweißwoher holen. Super Programm einer Politik, die selbst vermutlich mal geschult werden sollte.

EIne komplexe Aufgabenstellung ...

kann massiv verwirrend sein. Und ich saß schon oft mit Leuten zusammen, welche massive Probleme hatten Aufgabenstellungen richtig zu verstehen.

Neben dem Verständnisaspekt kommt dann noch der zeitlich Aspekt, ganz zu schweigen das im Hintergrund noch die Uhr mitläuft.

Die deutsche

Die deutsche Bildungslandschaft ist dringend reformbedürftig. Wer die hohen Anforderungen bayerischer, baden-württembergischer und sächsischer Schulsysteme, zugleich aber auch die fast inflationäre Verteilung von 1-er Noten in anderen Bundesländern kennt, empfindet den aktuellen Status als schreiende Ungerechtigkeit. Zwar werden sich Schüler aus
BAY, BW und Sachsen im Rahmen eines späteren Studiums von dem höheren Leistungsniveau profitieren, bei den Zugangsvoraussetzungen sind sie jedoch klar benachteiligt.

Am 06. Mai 2019 um 17:08 von

Am 06. Mai 2019 um 17:08 von RoyalTramp
Laut einem anderen...

Dem kann ich mich voll anschliessen ,sehe ich genau so,und hatte die selben Erfahrungen.

@orwellAG

Ich kann mich noch an den Mathe Unterricht beim Abi erinnern und hatte den Eindruck, das ist doch nur für angehende Mathematiker. Völlig von der Realität praktischen Nutzens entfernt! Und ncht jeder ist übrigens begabt abstrakt zu denken.

Das sollte aber einen Abiturienten, also jemanden mit Allgemeiner Hochschulreife, auszeichnen. Wer nur Mathematik für den praktischen Alltag zu lernen bereit ist, der soll auf die Real- oder Hauptschule gehen (oder wie auch immer das jetzt in den verschiedenen Bundesländern heißt).

Bitte Aufgaben veröffentlichen

Wäre es im Sinne der Transparenz nicht sinnvoll, einfach mal die Aufgaben zu veröffentlichen, vielleicht auch im Vergleich zu denen im Vorjahr? Die Klausur ist doch geschrieben, so dass da nichts mehr geheim bleiben muss. Ich würde mir wirklich gerne mal selbst ein Bild machen, werde aber einfach nirgendwo im Netz fündig...

Schwer ist weniger Mathe,

Schwer ist weniger Mathe, sondern mittlerweile mehr das mangelnde Textverständnis der mathematischen Problemstellung im Text für unsere textungewohnten Schüler. Kommt vielleicht davon, dass man mittlerweile als Generation sich nur noch Textverständnis angeeignet hat, um sein 'like it' richtig(?) anklicken zu können. Da hat erst Göthes Faust keine Chance und hinterher auch Adam Riese.

Also mir reicht

dieser Satz aus Bayern, oben aus dem Artikel.

" Wenn es Hinweise auf eine erschwerte Prüfung gebe, müsse man über eine Neubewertung nachdenken. Aber derzeit gebe es dafür keine Anzeichen. "

Und einige andere sehen ja auch keine größeren Probleme, dann geht das übliche Palaver los, Ausfallstunden und so weiter.
Muss jeder der es versucht, auch das ABI bestehen wenn das Wissen eben nicht reicht ?.
Heute ist es üblich fast alles auf dem Gym aufzunehmen, ich hab 14 Jahre dort gearbeitet, ich weis wovon ich schreibe.

Auch ist das ja nicht in allen Bundesländern so, fällt das keinem auf ?.
Bei Bremen und Hamburg wundert mich das nicht besonders, das aber mal was Bayern kommt ist schon etwas erstaunlich.
Aber bei den anderen Ländern ist nichts zu hören, wir brauch nicht nur Menschen mit ABI, ein paar Facharbeiter werden auch noch benötigt.

Das Fatale an

Das Fatale an Prüfungssituationen ist, dass neben dem Wissen auch die Nervosität/Stress eine Rolle spielt. Ist man der Stresssituation nicht gewachsen, kann man sein Wissen nicht vollständig abrufen.
MfG

@karlheinzfaltermeier 17.17

"könnte man die ganze Abitur-Problematik damit lösen, daß man wie in den USA nicht auf angeblich lebensfremde Anfordrungen abstellt, sondern die Aufnahme an einer Uni von hervorragenden Leistungen im Hochsprung, Weitsprung Schwimmen, also Sport allgemein abhängig macht?"

Geniale Idee! Wer am schnellsten vor der Mathe-Aufgabe wegrennt, kriegt nen Studienplatz an der Elite-Uni. So machen wir's! :-)

Der politisch gewollte

Der politisch gewollte Anstieg an Abiturabschlüssen war und ist nur durch Absenken der Anforderung im Abitur selbst erreichbar. Wenn nun die Anforderungen wieder steigen - was mehr als wünschenswert ist - sollte es niemanden wundern, dass viele Schülerinnen und Schüler überfordert sind. Ein Großteil der Studienanfänger bzw. -anfängerinnen sind laut Aussagen diverser Hochschullehrkräften insbesondere in den naturwissenschaftlichen Studiengängen nicht mehr studiumtauglich.
Was mich jedoch noch mehr irritiert, dass unter Umständen man nun durch Online-Petitionen sein Abitur "einfordern" möchte. Gilt das dann auch später bei den Gesellen- und Meisterprüfungen oder bei Staatsexamen und Hochschulabschlüssen? Wo hört es dann auf?
Sollte signifikantes schlechtes Abschneiden in einem Bundesland bemerkbar werden, ist es meiner Ansicht nach Aufgabe des jeweiligen Kultusministeriums zu überprüfen, ob es an den gestellten Aufgaben und/oder an der Unterrichtsversorgung lag.

Warum soll nicht ausgesiebt werden?

Einer meiner Lehrer in der 11. Klasse, also im Oberstufenjahr, hat uns mit den Worten begrüßt "... und das eines klar ist. ICH habe mein Abitur schon...". ca. 30% der Mitschüler in der 11. haben diese Klasse nicht geschafft. u.a. wegen seines Hauptfachs. Und das war auch gut so. Weil er einfach nur die Leistung gefordert hat, die von jemandem der das Abitur will verlangt werden kann.

Und es muss nicht der letzte Honk verstehen. Wenn wir nur noch die Hälfte an Abiturienten hätten, dafür die alle mit "richtigem" Abitur (also nicht Soziland-Gesamtschul-Schmalspurabitur) würde das als Potential für die erforderliche Zahl an Erstsemestern in den Fächern die wirklich studiert werden müssen vollkommen ausreichen. Der Rest ist vielleicht mir einer dualen Berufsausbildung incl. Techniker/ Meister/ Fachwirt besser aufgehoben....

Ungleiche Verhältnisse

Es ist schon länger bekannt, dass die länderspezifischen Schulsysteme in Deutschland starke Unterschiede in der Qualität und Standards aufweisen. Bei Mathe wird das bei einheitlichen Prüfungsaufgaben aufgrund der Vergleichbarkeit besonders deutlich. Es fehlen in den meisten Bundesländern in bestimmten Fächern Lehrer. Besonders für Mathe. Die SuS sollten nicht mehr Opfer der Sparpolitik und von Experimenten wie G8 sein. Die Verhältnisse in den Bundesländern sollten schnellstmöglich angeglichen werden. Aber bitte auf dem höchsten Niveau, dass man für unsere vielen Steuergelder kaufen kann. Dann kann man gern auch Tablets anschaffen...

Online-Petitionen

Online-Petitionen sind eben gerade groß in Mode, und wenn es um die Abi-Note und eine Chance auf deren Verbesserung geht, dann fällt das Unterzeichnen umso leichter.
.
Stattdessen sollte man einsehen, dass das inzwischen inflationär angestrebte Abitur eigentlich niemals als Schulabschluss für die Massen gedacht war, sondern als Voraussetzung für die Aufnahme an einer Universität.
.
Die Einstellung, dass alles weniger als Abitur nichts wert sei, muss endlich wieder an die Wirklichkeit angepasst werden. Ein Haupt- oder Realschul-Abschluss muss wieder Eintrittskarte ins Berufsleben werden, damit ersparen sich diejenigen Schüler, die noch nicht einmal die Aufgabenstellung zu einer Mathematikaufgabe verstehen, den quälenden Weg durchs Abi und den Frust, wenn es dann am Ende nicht wie gewünscht klappt.
.
Daher zeigt der jetzige Tumult vor allem die Fehler der Bildungspolitik auf, die den Erfolg des Systems nur noch daran misst, wie viele Schüler eines Jahrgangs das Abi schaffen.

Ich vermute, da wird der

Ich vermute, da wird der Notenschnitt angehoben, ohne, dass etwas an die grosse Glocke gehängt wird und alles ist gut.
MfG

Sind die Schüler zu dumm

war der Lehrer zu schlecht. Sicher, nicht jeder Lehrer kann gleich was dafür, dass er keine Klassen unterrichten kann. Viele wären eindeutig bessere Lehrer, könnten sie in kleinen Klassen lehren oder Privatunterricht geben.

Aber der deutschen Politik ist die Bildung des Volkes nichts wert. Was hätten die Eliten auf einmal für Probleme, würden sie von jedem Konkurrenz bekommen. So hält man das Bildungsniveau der Bevölkerung gerade so hoch, dass die Menschen Maschinen bedienen können, die in ihrer Generation aufgekommen sind.

Intelligenz ist nicht genetisch bedingt. Jeder hat ein gleich großes Gehirn. Und bis der Nutzungsgrad des Gehirns nicht erreicht wird, brauchen auch die Klugen nicht von Intelligenz sprechen bei den wenigen genetischen Unterschieden. :D

Aber soviel ist halt wichtiger als Bildung. Autos, Medizin ja sogar billiges Fleisch. Für die Inländer? Ach iwo. Fürs Ausland, für die Devisen..., die DDR ist doch nicht so fern, wie es sich die BRD so gerne wünscht...:P

@karlheinzfaltermeier 17.17

die Aufnahme an einer Uni von hervorragenden Leistungen im Hochsprung, Weitsprung Schwimmen, also Sport allgemein abhängig macht?" Dann müssten Sie aber die Anforderungen auch ganz weit unten ansetzen, beim Schwimmen etwa wie beim Seepferdchen. Sonst gäbe es wenigstens wieder Platz im Hörsaal;-)

Ist das ABI

zu schwer ,bist du zu dumm.
Jeder der 1+1 zusammen zählen kann, meint das er Abi braucht und bei 2+2 fängt es dann an schwierig zu werden und 7x 7 gibt dann nur noch feinen Sand.

@ RoyalTramp

"Insofern wäre wieder eine Dezentralisierung des Abiturs sehr zu empfehlen!" Am 06. Mai 2019 um 17:16 von RoyalTramp

Zu welchem Zweck?
Damit diejenigen, die nie Mathe hatten im Abi in Mathe das 1x1 abgefragt werden?
Und dann gehen die an die Uni und studieren dort Mathe?

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

bllv

interessant, dass sich der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband zu Wort meldet.
Die sind in der Vergangenheit nicht wirklich durch gymnasiale Kompetenz aufgefallen, sondern vertreten die Interessen der Mittel- und Realschüler...
Da glaube ich lieber dem Philologenverband aus Bayern.

Ja, kann ich verstehen, dass

Ja, kann ich verstehen, dass die Prüfungen "viel zu schwer" waren. Der fehlende Lehrstoff, der durch das Schwänzen des Unterrichts, nicht vermittelt werden konnte, fehlt natürlich. Ich finde es schon lustig, dass sich jetzt Schüler mit einer Petition an den Bürgermeister wenden. Sicherlich knickt der Berliner R2G-Senat ein, ging es ja beim Schwänzen um unsere Umwelt und dem Klimaschutz und die Prüfungsaufgaben werden dann auf dem Niveau 5.Klasse geprüft. Da ja der z.B. rbb24 auf Seiten der Schüler zu seien scheint, frage ich Sie: der bei der Abi-Prüfung abgefragte Stoff wurde doch irgendwann mal den Schülern vermittelt? Oder sind die Fragen aus der "Luft" gegriffen? Deutschland, ein Land der Dichter und Denker, war einmal. Letztlich aber wird mit einer hohen Abi-Quote die schon schechte PISA-STUDIEN Platzierung geschönt. Wir sollten überlegen, ob es nicht einfacher für die Schüler wäre, ihnen ungeprüft das Abi anzuerkennen - bei den Doktortitel (außer mann/frau wird erwischt)

Kann es nicht auch sein

das Mathe im Stundenplan zu kurz gekommen ist ? Da muss der " Hebel " angesetzt werden,denn Mathe ist ein sehr wichtiges lern Thema .

In Deutschland wurde früher

In Deutschland wurde früher Abitur als Reifezeugnis bezeichnet; und
mit Reife war gemeint, dass der Absolvent vorbereitet und reif war für ein Universitätsstudium.

Man hatte damit also die Fähigkeiten erworben, jedes Fach zu studieren!

Bis um die Jahrtausendwende hat sich bezüglich des Anspruchsniveaus relativ wenig geändert.

Seit den OECD-Diktaten nach hohen Abiturienten- und Akademikerquoten ist das anders: Eine Nivellierung der Bildungsansprüche auf breiter Front ist im Gange.

Die Verantwortlichen argumentieren, dies sei sozial gerecht.

Seitdem steigen die Zahlen der Abiturienten an - allerdings auch die Einstellungstests in Unternehmen.

Wenn heute Schüler sich über schwere Mathe- Abitur-Fragen beklagen, so ist das verständlich.

Hier hilft eine drastische Absenkung der Anforderungen.

Und bald darauf werden die Abiturabschlüssen rapide ansteigen....

Der Soll an soziale Gerechtigkeit ist erfüllt.

Bin selbst Mathelehrer

Ich bin Mathelehrer im einzigen Bundesland ohne (reines) Zentralabitur: RLP.

Die Problem, die ich sehe:

- Auf der einen Seite Kollegen, die fachlich überfordert sind und kaum mehr als den Stoff der aktuellen Stunde beherrschen. Freie Erkundungen eines Themas durch die SuS sind so schwer möglich, die Vorbereitung auf Unvorhergesehenes unzureichend.

- Auf der anderen Seite eine Schwemme von SchülerInnen, die oft nicht die notwendige Qualifikation aus der Mittelstufe mitbringen. Manchmal ist das Niveau das Problem, oft aber auch mangelndes Talent.

- Auf einer dritten Seite amateurhaft formulierte Aufgaben von Seiten der Kultusministerien, wo augenscheinlich den Autoren die didaktische Qualifikation fehlt. Wenn Mathematik geprüft werden soll, hat die Aufgabenstellung sprachlich maximal klar, präzise und schlicht zu sein.

@ zomil

"Von ehemals 10 % Abiturquote sind wir heute bei 50% angelangt." Am 06. Mai 2019 um 17:10 von zomil

Diese Aussage muss ich ergänzen:
Es wird mittlerweile für viele Ausbildungsberufe Abi verlangt.

Jemanden wie Mechatroniker gab es früher gar nicht.
Je nach Quelle etwa 33% [+/- 4%] der Auszubildenden zum Mechatroniker Abi. Hauptschulabschluss nur noch ca. 6% [+/- 3%].

Ich habe 1996 in Bayern Abitur gemacht. Wir mussten uns viel Lernstoff eigenständig aneignen, weil es zeitlich gar nicht möglich war, alles, was laut Lehrplan in der Prüfung drankommen konnte, vorher im Unterricht zu besprechen. Die Lehrer haben gesagt: „Die Themen x, y, z müsst ihr selber lernen für den Fall, dass das abgefragt wird.“

Wir haben uns nicht beschwert. Die Ausrede „Das haben wir aber nicht durchgenommen!“ galt nicht. Uns war klar, dass die Abiturprüfung kein Ponyhof ist und dass man von 18-jährigen Gymnasiasten durchaus verlangen kann, sich Lernstoff eigenständig anzueignen.

Damals haben allerdings bundesweit nur knapp 25 % unseres Jahrgangs Abitur gemacht, in Bayern noch weniger. Akademisierungswahn und „Abi für alle!“ lagen noch in der Zukunft. Seien wir ehrlich: Die gegenwärtigen Proteste sind auch ein Zeichen dafür, dass mittlerweile zahlreiche Schülerinnen und Schüler durchs Gymnasium gepusht werden sollen, die damit eigentlich überfordert sind.

es waren also nicht die Mathe-Themen als solche

sondern der Text der Aufgabenstellung war zu umfangreich und verwirrend?.....aha, von einem "Reifeprüfling" der sich das Anrecht zu einem Hochschulstudium erarbeitet kann man aber schon verlangen, dass er auch komplizierte Texte lesen, verstehen und umsetzen kann.....

Warum alle das Abitur wollen

Ich verstehe nicht die zahlreichen Kommentare nach dem Motto: "es sollten sich einfach weniger am Abitur versuchen".

Was denn sonst? Sich nach einer Ausbildung den Rest des Lebens durch prekäre Arbeitsverhältnisse bücken? Schauen Sie sich mal die wachsenden Einkommensunterschiede an!

Wer sich über zu viele Gymnasiasten beschwert sollte sich mal lieber für eine sozialere Marktwirtschaft einsetzen. Vermutlich bleibt es aber eher beim CDU wählen und von früher erzählen. Die Schüler von heute sind halt zu dumm.

Immerhin waren die Aufgaben lösbar.

Früher, als die Aufgaben noch von den Lehrkräften ausgearbeitet und nur von der Schulbehörde abgenickt wurden, gab es durchaus auch unlösbare Aufgaben.

@ RoyalTramp

"Ich kann nur von meinem Mathe-LK vor 23 Jahren schließen: weil wir nicht der hellste LK waren, sind wir gar nicht erst bis zur Stochastik gekommen, sodass man dann in der Abitur-Prüfung eben auch keine Aufgabe zur Stochastik gestellt bekam."

Ich habe ebenfalls vor genau 23 Jahren Abitur gemacht. Glücklicherweise hatten wir in Bayern damals schon ein Zentralabitur, sodass das von Ihnen beschriebene "Cherrypicking" unmöglich war. Alles andere wäre auch grob unfair gewesen. Es kann doch nicht sein, dass manche, weil sie "nicht die Hellsten" sind, das Abitur nachgeschmissen bekommen und dann denjenigen, die eigentlich viel leistungsstärker sind, die Studienplätze wegnehmen.

Die Ludwig-Maximilians-Universität München macht es meiner Ansicht nach richtig: Wer außerhalb Bayerns Abitur gemacht hat, bekommt dort nicht automatisch einen Platz, sondern muss erst nachweisen, dass er "an einer den bayerischen Verhältnissen gleichwertigen Unterrichtseinrichtung" die Hochschulreife erworben hat.

@ kleinermuck2012

"Das Fatale an Prüfungssituationen ist, dass neben dem Wissen auch die Nervosität/Stress eine Rolle spielt." Am 06. Mai 2019 um 18:04 von kleinermuck2012

Das ist normal, das ist das Leben, später im beruf und im Privaten wird es auch noch stressig. Wenn man keinen Streß und keinen Zeitdruck erwartet, dann hat man nach 2 Monaten Arbeit Burnout und erwartet in Rente gehen zu dürfen.

Ich oute mich als eine dieser Helikoptereltern: Eins von meinen beiden Kindern auf dem Gymnasium sollte da eher (noch nicht, vielleicht später) hin. Aber ich hatte nur noch die Wahl zw. Gymnasium und Gesamtschule, auf der die Schüler keinen Streß erleben dürfen:
- keine Noten, weil es Stress macht
- keine Hausaufgaben für Zuhause, weil es Stress macht (Zuhause ist zum Spielen da)
- Lernen nur das Grundpensum (also Hauptschule), alles andere freiwillig, weil es sonst Stress macht.

Sowas nannte man früher Dünnbrettbohrer.

@ Tada

"Damit diejenigen, die nie Mathe hatten im Abi in Mathe das 1x1 abgefragt werden? Und dann gehen die an die Uni und studieren dort Mathe?"

Nope. Sondern damit die Lehrer gezielter fördern und fordern können.

Übrigens: Ich wäre nach dem Abitur für eine allgemeine Hochschulaufnahmeprüfung, wie sie in vielen Ländern üblich ist, um die Studierfähigkeit der Aspiranten zu überprüfen. Das Abitur ist schlicht nicht dazu geeignet, um hier als Gradmesser zu funktionieren. Stellen Sie sich vor, ihr Kind hatte das Pech, dass z.B. der Englisch-Lehrer im LK eine Niete gewesen ist.

Wollen Sie die Zukunft ihres Kindes zu einem großen Teil dem reinen Zufall überlassen, dass die Lehrkräfte ihren Job gut gemacht haben? Ziemlich unfair, finden Sie nicht?

@RoyalTramp

So etwas, wie Sie schildern, erachte ich als wenig sinnvoll. Mehr Sinn macht eine vergleichbare Aufgabenstellung. Es ist ja nicht so, dass man automatisch durchfällt, wenn man nicht alle Aufgaben komplett löst. Spätestens an der Uni wird auf unterschiedliche Standards beim Abitur keine Rücksicht genommen. So hörten in dem von mir gewählten Studiengang fast die Hälfte der Studienanfänger im ersten Semester auf, weil ihnen die geforderte Mathematik zu schwer war.

@ 19:46 von Tada

Sowas nannte man früher Dünnbrettbohrer.

Nein, sowas nannte man früher Kindheit.

Das ist aber lange her. Damals, als an den Schulen und Unis nicht einfach nur Wirtschaftssklaven, sondern umfassend und selbständig denken könnende Menschen ausgebildet worden sind.

Zu meiner Zeit war das ganze

Zu meiner Zeit war das ganze Abitur schwer. Und die Uni noch schwerer. Wer aus dieser Lern-Mühle erfolgreich herauskam, der hatte einen ganz anderen Bildungshintergrund als die heutige von ihren Helikoptereltern verwöhnte Generation. Und genau aus diesem Grund möchte ich mir die Welt auch nicht von dieser Generation erklären lassen.

schon zu meiner Abizeit, 1971, gab es Probleme

Unser Mathelehrer erklärte uns damals:
"Die grössere Hälfte von Euch hat ein Problem mit Mathe. Es gibt aber keine grösserer Hälfte, sondern nur 2 gleichgrosse Teile mit jeweils 50%. Aber die grösserer Hälfte wird das nicht verstehen.!

@ Michael-11

"Da ja der z.B. rbb24 auf Seiten der Schüler zu seien scheint, frage ich Sie: der bei der Abi-Prüfung abgefragte Stoff wurde doch irgendwann mal den Schülern vermittelt? Oder sind die Fragen aus der "Luft" gegriffen?"

Ob der abgefragte Stoff wirklich vermittelt wurde, ist nicht immer gewährleistet. Ich hatte ja oben bereits die Erfahrung aus meinem Mathe-LK angeführt: wir sind gar nicht erst bis zur Stochastik gekommen & hätten bei der heutigen zentralisierten Form des Abis alle - auch die Guten - komplett Schiffbruch erlitten.

Übrigens: Ich musste damals Mathe-LK belegen, trotz des Wissens um meine Unfähigkeit im Umgang mit Zahlen, weil es sonst keine Möglichkeit gegeben hätte, einen Erdkunde-LK zu machen. Ich war zu Beginn in Mathe völlig überfordert, habe mich aber mit viel Blut bis zum Abi von einer glatten 5 auf 3+ gesteigert.

Ich finde es ärgerlich, wenn man mir nun hier aufgrund meiner schlechten Mathekenntnisse jede Studierfähigkeit absprechen würde. Ich bitte um Fairness!

19:27 von Henoch

"Ich bin Mathelehrer im einzigen Bundesland ohne (reines) Zentralabitur: RLP.
[...]
Auf einer dritten Seite amateurhaft formulierte Aufgaben von Seiten der Kultusministerien, wo augenscheinlich den Autoren die didaktische Qualifikation fehlt. Wenn Mathematik geprüft werden soll, hat die Aufgabenstellung sprachlich maximal klar, präzise und schlicht zu sein."

Gott sei Dank, dass Sie das schreiben.
Die Mathe-Abiturienten, die hier protestieren, nennen ja vor allem die Probleme mit verwirrenden Textumschreibungen.

Ich habe als Nachhilfelehrer Schüler sowohl in Deutsch als auch in Mathe bis zum Abi begleitet - und gerade, wenn man sehr logisch denkt, kann man die unpräzisen Aufgabenstellungen oft nicht verstehen.

Das ist also nicht Dummheit, sondern mangelnde Dummheit, die die Mathe-Abiturienten hier scheitern ließ.

Foto: kein Mädchen...

Hat nicht direkt was mit dem Thema zu tun, aber mit der Situation in der Mathematik: auch auf dem Foto der TS sind nur Jungs zu sehen - obwohl der Mathe-LK auch unter den Mädchen sehr beliebt ist!

DemokraSte 19.33

Sich nach einer Ausbildung den Rest des Lebens durch prekäre Arbeitsverhältnisse bücken? Schauen Sie sich mal die wachsenden Einkommensunterschiede an! "
Mal wieder sehr holzschnittartig und schlicht falsch! Warum sollte ein guter Handwerker z.B. prekäre Arbeitsverhältnisse erleben oder weniger verdienen als ein lausiger Student in einem brotlosen Fach? Germanisten gibt es wie Sand am Meer, wo sollen die alle beschäftigt werden? Politikbetrieb? oder doch Taxibranche?

19:32 von Zundelheiner

"es waren also nicht die Mathe-Themen als solche sondern der Text der Aufgabenstellung war zu umfangreich und verwirrend?.....aha, von einem "Reifeprüfling" der sich das Anrecht zu einem Hochschulstudium erarbeitet kann man aber schon verlangen, dass er auch komplizierte Texte lesen, verstehen und umsetzen kann....."

Hier wurde möglicherweise die Aussagen der Schüler nicht verstanden.
Denn wenn die Texte bei den Textaufgaben verworren und undurchdacht sind, dann ist es keineswegs die Aufgabe der Schüler im Abitur, zu verstehen, was diese minderwertigen Texte einem nun eigentlich sagen wollen.

An der Uni nämlich bekommt er ausgereifte und logische Texte, keine minderwertigen.
Und in der Mathematik ist Präzision und Knappheit das Maß, nicht ausuferndes Geschwafele.

20:09 von OlliH

Einfache Rechnung

Wenn der Notendurchschnitt für alle sehr schlecht ausfällt, dann haben wohl die Prüfer übers Ziel hinausgeschossen.
///
*
*
Ablauf der schriftlichen Abiturprüfung 2019 und 2020

Die Prüfungszeit beträgt 270 Minuten.
Der Lehrer erhält für den Pflichtteil 1 Aufgabensatz - bestehend aus ca. 7 kleineren Aufgaben der Analysis, Analytischen Geometrie und der Stochastik. Der Lehrer hat keine Wahlmöglichkeit. Es ist damit zu rechnen, dass die Analysis ca. 10 VP, die Analytische Geometrie ca. 8 VP und die Stochastik ca. 2 VP umfassen wird.
Der Lehrer erhält für den Analysis - Wahlteil 2 Aufgabenvorschläge und wählt einen davon aus. Hier können 20 VP erzielt werden.
Der Lehrer erhält für den Geometrie - Wahlteil 2 Aufgabenvorschläge und wählt einen davon aus. Hier können 10 VP erzielt werden.
Der Lehrer erhält für den Stochastik - Wahlteil 2 Aufgabenvorschläge und wählt einen davon aus. Hier können 10 VP erzielt werden.
*
*
Die Lehrer haben also die Qual der Wahl gehabt?

Abi zu schwer? Kopfschüttel ...

... Das kommt davon, weil jeder auf's Gymnasium gehen will. Da muss die Qualität doch sinken.

Zu meiner Zeit (ich bin Rentner) folgte die Zahl der Schüler in den drei Schularten noch einer statistischen Normalverteilung. Heute schicken die Eltern über 80% der Kinder auf das Gymnasium.

Und dabei haben heutzutage Handwerksberufe das beste Auskommen; da muss nicht immer gleich studiert werden. Aber wer will sich schon die Hände schmutzig machen ...

@ Laskaris

1. Ich will Ihnen nicht zu nahe treten: aber Ihrer Meinung schwingt eine enorme Menschenverachtung für alle mit, die nicht Ihrem Leistungsprofil entsprechen!

Übrigens habe ich niemandem einen Studienplatz weggenommen. Im Gegenteil: im Studiengang Sinologie war ich der einzige Student im Fachbereich in den Jahren 1996 bis 1998. Im Prinzip haben also die Dozenten mir zu einem gewissen Anteil ihren Arbeitsplatz zu verdanken!

2. Nur weil ich ein Mathe-Dämel bin, mir eine generelle Studierfähigkeit absprechen zu wollen, wie hier von einigen Forenusern implizit gefordert, ist unredlich bis asozial! Übrigens: Von einer 5 auf eine gute 3 zu kommen, ist mit wesentlich mehr Leistung verbunden, als die Mathe-Asse, denen alles im Schlaf zufällt. Wo ist denn deren "Leistung" dabei?

Noch eine Frage: Wie steht es eigtl. um Ihre Chinesisch-Kenntnisse? Ach ja? Tja... Diagnose: nicht studierfähig, also weg damit!

Sie merken hoffentlich, auf welch gefährlichem Grate Sie argumentativ wandeln.

"Noch nie zuvor behandelt

Zitat:"Die Schüler beanstanden, dass die Aufgaben zu schwer und zu umfangreich gewesen seien; es habe sogar Aufgabenstellungen gegeben, die so nie zuvor behandelt worden seien."

Was denn jetzt?

Es gibt Aufgaben, die nie zuvor behandelt wurden?

Jetzt haben die "Abiturienten" eifrig gelernt, was 5 und 8 sind. Und im Abi fragt man sie , was 7 und 3 ist???

Geht ja gar nicht!!

@Nachdenkerin2014

"Hat nicht direkt was mit dem Thema zu tun, aber mit der Situation in der Mathematik: auch auf dem Foto der TS sind nur Jungs zu sehen"

Also, ich kenne jetzt nicht so viele Jungs, die sich die Haare pflechten, wie bei einer Person auf diesem Bild. Und es gibt ja auch kurzhaarige Mädchen. Außerdem, nur weil jemand wie ein Junge aussieht, muss er / sie / es sich ja nicht als Junge sehen.

@ Hepheistos

"Da hat erst Göthes Faust keine Chance und hinterher auch Adam Riese."

Ich hoffe jetzt mal ganz inständig, dass Ihre Schreibweise vom Johann Wolfgang absichtlich ironisch war.

@ Rambay

"Was ist 13 % von 100 ?
Diese Frage stellte ich neulich im Gespräch einer jungen Frau. Antwort: "Ich studiere Germanistik, das darfst du mich nicht fragen."..."

Ich war bei Ihrem Gespräch nicht dabei. Aber könnte es evtl. sein, dass die junge Frau einen Scherz machen wollte? Das hätte ich bei so einer Frage wahrscheinlich auch geantwortet ...

"Zuvor nicht behandelt"

Zitat:"Die Schüler beanstanden, dass die Aufgaben zu schwer und zu umfangreich gewesen seien; es habe sogar Aufgabenstellungen gegeben, die so nie zuvor behandelt worden seien."

Was denn jetzt?

Es gibt Aufgaben, die nie zuvor behandelt wurden?

Newsflash: Mathematik ist DIE strikt rationale und deduktive Wissenschaft, die durch logische Definitionen selbstgeschaffene abstrakte Strukturen mittels der Logik auf ihre Eigenschaften und Muster untersucht.

Es geht nicht darum, irgendwelche Aufgaben wiederzugeben, sondern die Fähigkeit unter Beweis zu stellen, diese logisch-deduktive Problemlösungskompetenz an den Tag zu legen.

Die sind ja lustig!

Nein!

Wir dürfen hier nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Das Gymnasial Klientel ist ein anderes als das einer Gesamtschule. Häufig hat dies mit sozialen Aspekten zu tun. Menschen sind unterschiedlich.
2 Dinge kann ich aus der Schulpraxis als Lehrer feststellen:
1) Das Ministerium kommuniziert häufig wirr, zum Teil sogar Widersprüchlich, sodass Lehrkräfte wie Max in der Sonne darstellen. Dieses Mal hat es die Matheprüfungen getroffen. Oft stehet man unter Zeitdruck, vor allem wenn das Abi ansteht.
2) Ich habe 2009 Abitur gemacht, konnte Mathe aber noch umgehen. Ich habe schon damals (und heute auch nicht, wenn ich mit mathekollegen spreche) nicht verstanden, wozu ich das benötige. Es geht meiner Meinung nach viel mehr darum, Mathematik praktisch zu machen (Wirtschaftsmathe/Unternehmertum etc.). Wir müssen bei den Lehrplänen anfangen. Darüber hinaus ist unsere Kundschaft viel Heterogener als früher. Das ist auch gut so!

Zu schwer?

Wer freitags die Schule schwänzt, dem fehlt eben was. Es wäre besser gewesen am Unterricht teilzunehmen. 1. hätte man dann vielleicht das Abi geschafft und 2. auch Grundlagen erlernt, um zu verstehen, dass die Energiewende so nicht funktionieren kann. Mathe, Physik, Elektrotechnik, in dieser Reihenfolge aufbauend funktioniert es. Ohne Mathe, keine Physik, keine E-Technik. Abschreckende Beispiele gibt es ja genügend unter unseren extrem kompetenten Politikern.

Petitionen sind nicht der richtige Weg

Schüler sollten auf Stadt-, Kreis- und Länderebene Vertreter haben. Mit denen könnten dann Lehrervertreter vernünftige Gespräche führen.

O-Tom eines Jugendlichen: "Da war so eine Petition im Netz. Keine Ahnung, worum es ging, aber ich habs mal angeklickt. Schaden kann es ja nicht." Eben. Und deswegen werden die Beschwerden immer mehr. Schaden kann es den Schülern ja nicht.

Wenn wirklich eine begründete Beschwerde da ist, sollte Herr Meidinger das im direkten Gespräch klären. Dieses Wischiwaschi-gerede von dem Herrn ist ebenso unerträglich wie Klick-Petitionen.

Mir kommen fast die Tränen!

Wenn ich so an meine Abi-Prüfung zurückdenke! Damals hatte ich das Gefühl gefühlte drei Wochen nicht aus dem Haus gekommen zu sein. Nur ich und mein bester Freund der Taschenrechner. Face-Book, What's App und Twitter waren damals auch ein Fremdwort, ich weiss gar nicht ob ich das richtig geschrieben habe. Für mich bleibt nur eine Frage: Wenn die Mathe-Aufgaben für die schon zu schwer sind, wie wollen die dann unsere Welt retten? Ein Besuch einer Demo von der Greta wird's wohl kaum richten.

Problem an den Prüfungen

Ist doch Folgendes:

Mathe ist Pflichtabiturfach.
Die Anforderungen sind hoch, aber die Stunden begrenzt und die Lehrpläne voll.
Eine Wahl zwischen vertieft und grundlegend ist für die SchülerInnen abgeschafft worden.

Fazit: In einzelnen Kursen sitzt alles vom Schüler mit begrenzten Fähigkeiten, der nie die hohen Weihen erreichen wird/will, bis zum Crack.
Stoff muss geschafft werden. Echte Zeit zum Üben fehlt.

"Tolle" Voraussetzungen, aber die Kolleginnen und Kollegen kämpfen und üben mit den Kindern sogar nach Schulschluss und in den Ferien.

Dann kommt eine Prüfung, die zwar machbare Aufgaben enthält, aber die so formuliert ist, dass gerade schwache Schüler schon die Hürde nehmen müssen, überhaupt zu verstehen, was sie machen sollen. Anwendungsproblematik in Medizin, Pharmakologie oder Richtung Bauwesen und Architektur ist doch wohl eher was für die spätere Berufsausbildung oder das Studium.
Es soll doch die breite Basis geprüft werden und ob die Kinder Mathe können!!!

Abi für Alle

Eigentlich ist schon alles gesagt. Ich habe mein Abitur 1973 in der "ehemaligen" neben einer Berufsausbildung gemacht. Unsere Prüfungen waren für alle gleich und somit vergleichbar. Warum schafft man das nicht endlich in diesem hochentwickelten Land. Abitur muss vergleichbar sein. Ich glaube hier ist das werkeln der Kultusministerien absolut fehl am Platz. Ein einheitliches Bildungssystem wäre eine Lösung, die aber, warum auch immer, niemand will.

20:36 von Bote_der_Wahrheit

>> Zitat:"Die Schüler beanstanden, dass die Aufgaben zu schwer und zu umfangreich gewesen seien; es habe sogar Aufgabenstellungen gegeben, die so nie zuvor behandelt worden seien."

Was denn jetzt?

Es gibt Aufgaben, die nie zuvor behandelt wurden?

Jetzt haben die "Abiturienten" eifrig gelernt, was 5 und 8 sind. Und im Abi fragt man sie , was 7 und 3 ist???

Geht ja gar nicht!! <<

Durch leichte Manipulation des oben gegebenen Zitates kann man natürlich zu einem ganz falschen Schluss kommen.
Geht gar nicht!!! :-)

@ RoyalTramp

„Übrigens habe ich niemandem einen Studienplatz weggenommen. Im Gegenteil: im Studiengang Sinologie war ich der einzige Student im Fachbereich in den Jahren 1996 bis 1998.“

Mir geht es nicht um die Fächer, die ohnehin kaum jemand studieren will, sondern um die zulassungsbeschränkten Studiengänge. Wenn dort jemand, der dank leichter Aufgabenstellungen bequem durchs Abi kam, dank seines guten Numerus Clausus einen Platz bekommt, ein anderer, der das anspruchsvollere Zentralabitur machen musste, jedoch nicht, dann ist das schlichtweg unfair.

„Wie steht es eigtl. um Ihre Chinesisch-Kenntnisse?“

Chinesisch gehört nicht zu dem Wissenskanon, den man gemeinhin als „Allgemeinbildung“ definiert. Mathematik schon. Wir sprechen hier über den Stoff, den man fürs Abitur können sollte, und nicht vom späteren Studium. Ansonsten könnte ich Sie auch fragen, wie Ihre Kenntnisse in Logik und Wissenschaftstheorie sind (habe ich u.a. studiert).

Wer...

das Abitur macht der hat Zugang zur hohen Reife. Diese Leute bekommen Zugang zu Universitäten und werden die Elite Dann soll man auch eine schwere Prüfung meistern können.

Darstellung: