Ihre Meinung zu: Spanien-Wahl: "Das rechte Projekt ist nur vorerst gescheitert"

29. April 2019 - 18:12 Uhr

Die Rechtspopulisten haben in Spanien stark zugelegt, die frühere Regierungspartei PP massiv verloren. Warum das "rechte Projekt" nur vorerst gescheitert ist, erklärt Experte Günther Maihold im Interview mit tagesschau.de.

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Kommentare

Ich...

finde es gut das die Wahlbeteiligung gestiegen ist. Trotz der dritte Wahl in vier Jahren. Aber das Abschneiden der Partei VOX hat mich erstaunt. Gut das das Mitte Rechts keine Mehrheit bekommen hat. Ebenso hat das Mitte Links Bündnis auch keine Mehrheit eingefahren. Ich bin gespannt wie es im Königreich Spanien jetzt politisch weitergeht.

Recht unterschiedlich

"Vox ist anders als andere rechte Parteien"

Richtig. Nicht alles was 'rechts' ist, ist gleich.

Als AfD wähler halte ich vieles was die Vox-Partei will für richtig, aber für Stierkampf, streng katholische Ideen, und Unterdrückung katalonischer Autonomiebestrebungen habe ich kein Verständnis.

Trotzdem sollte die AfD, wo es Gemeinsamkeiten gibt, mit der Vox im EU-Parlament kooperieren. Mit Salvinis Partei gibt es bei Finanzthemen auch große Unterschiede, aber da auch arbeitet man gut zusammen wo es Gemeinsamkeiten gibt.
Wenn man den autoritären EU-Superstaat verhindern will, kann man sich zu viel interne Spaltung eben nicht leisten.

Es ist so einfach

Mehr und mehr Leute haben in Europa genug vom linksgrünen Wahnsinn, der die eigene Kultur und Gesellschaft zerstört. Deshalb gewinnen wirklich konservative Parteien hinzu.

18:34, Konsenssoße

>>Wenn man den autoritären EU-Superstaat verhindern will, kann man sich zu viel interne Spaltung eben nicht leisten.<<

Die "Verhinderung des autoritären EU-Superstaates" ist mehr als Spaltung, es ist Atomisierung.

Nationalisten gegen Spaltung?

Hihihi

Eine "herrliche" Vorstellung, die vox von Europa hat!

Ja zur EU, weil Spanien Nettoempfänger ist.

Und dann hat diese EU ja zugesehen, wie Politiker eines Volkes, das jahrhundertelang von Spanien unterdrückt wurde, verhaftet wurden. Politische Gefangene in der EU? No problem.

Da kann vox davon ausgehen, dass die EU auch nur zusehen würde, wenn vox in eine rechte Regierung kommen würde. Und viel mehr verhaftet.

Und dann deren Zuwendung zu einem der schlimmen Massenmörder des 20. Jhr. Nicht des schlimmsten, dieses "Privileg" hat D. Dem wieder huldigen - das ist wohl schon Faschismus, meine ich.

Wie erfreulich der Erfolg des Premiers. Die Chance auf ein lichteres Spanien. Weg vom dumpfen, nationalistischen, menschenverachtenden.

Ich würde mir wünschen, dass er mit der gemäßigteren, linken, Partei aus Katalonien zusammenarbeitet und Katalonien zukzessive mehr Autonomie zugesteht. So viel, bis die Mehrheit nicht mehr um jeden Preis Spanien verlassen muss.

Hoffen wir, Sanchez hat die Kraft dazu. Spanien braucht einen demokratischen Könner.

Spanien

Bevor ich damit anfange, das Wahlergebnis in Spanien zu analysieren, frage ich mich zuerst einmal, wie wohl die Stimmungslage in einem Land sein mag, in dem es starke Separatismus-Bestrebungen gibt. So etwas kennen wir ja bei uns überhaupt nicht. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist VOX der rechte Flügel der Konservativen, also Wählerpotenzial, das es schon vorher gab.

Ansichtssache.

Von 0,25%im Jahre 2016 auf 10,3% 2019, ist für VOX schon mehr als nur ein achtbarer Erfolg. Sehr gut zu sehen ist aber, dass in Europa, ausser in Deutschland, die Grünen KEINE Rolle spielen. Und das Macht die EU-Wahl noch interessanter.

Mit dem Franquismus ist "kein Staat zu machen"

Die politische Landschaft in Spanien hat sich über die Fronten des Bürgerkrieges von 1936-39 hinaus entwickelt, aber es gibt noch immer Einflussgrößen aus dieser Zeit.

Vox steht in der Tradition des Franquismus, ihre Anhänger denken in dessen Weltbild und politischen Wertvorstellungen: rückwärtsgewandt, alt-klerikal, autoritär, Führer-affin, illiberal, stark zentralstaatlich und gegen jegliche Autonomie der Regionen.

Bei Veranstaltungen und Demonstrationen, wie etwa dem Erhalt der pompösen Grabstätte des Diktators Franco im "Tal der Gefallenen", ist der Faschisten-Gruß Standard.

Die spanische Gesellschaft hat sich in ihrer großen modernen Mehrheit längst über diese überkommenen Weltbilder hinaus entwickelt. Die Reste des Franquismus kombiniert mit Impulsen der Migrantenfeindlichkeit erhalten noch Infusionen. Lösungen für die pluralistische Gesellschaft Spaniens sind hier nicht zu erwarten.

Warum....

sollte es unter "rechten" Parteien keine religiös, kulturell oder nationalistisch "gefärbte" Strömungen geben? Oder haben nur "linke" Parteien ein Recht auf Verschiedenartigkeit oder kleinsten gemeinsamen politischen Nenner? Der Chauvinismus z.B. der front nationale dürfte z.B. der AfD überhaupt nicht passen und manche Positionen der Lega Nord dürften heftigen Widerspruch von der FPÖ produzieren. Auch wenn die PP diesmal stark verloren hat, sollte man sie noch nicht für tot erklären. Die kurzfristigen Stimmengewinne der VOX werden nicht von Dauer sein. Entscheiden wird in Zukunft, wer für die Einheit von Spanien ist und das ist die Chance der Sozialisten, die sie nutzen sollten!

Reines Ablenkungsmanöver

Hier wird vom Interview-Partner (natürlich Experte) ein reines Ablenkungsmanöver inszeniert. Der spanischen Mittel- und Unterschicht geht es nicht um Stierkampf oder kath. Kirche, sondern um rasant steigende Kriminalität, um immer höhere Sozialausgaben für (illegale) Migranten, Arbeitsplätze und Mieten.

Die Kriminalität in Spanien ist in allen Bereichen in den letzten Jahren rasant gestiegen, proportional mit dem Zuzug von (illegalen) Migranten. Wohnungseinbrüche, massenhaft Diebstähle in Bussen und U-Bahn, Vergewaltigungen in Straßen-Unterführungen, usw. Das ist der wesentliche Grund, warum die VOX-Partei aus dem Stand 10 Prozent der Stimmen erhalten.

Aber das darf in den ÖR natürlich nicht thematisiert werden, denn für sie ist eine schon Partei "rechtsextrem", wenn sie sich des Problems der illegalen "Migranten" annehmen will.

Die PP steht vor einer Zerreißprobe

Die PP, ehedem Alianza Popular, hat ihre Ursprünge in dem Nachlass des Franquismus.
Alleine 6 ehemalige Franco-Minister brachten ihre Vereinigungen und Parteien in diese Allianz ein. Die hinzu kommenden Christdemokraten machten die neue Partei für größere Kreise wählbar und die zeitweise Erlangung der Regierungsmacht übertünchte die Differenzen zwischen Demokraten und Alt-Franquisten. Aber das Erbe Francos blieb immer eine Hypothek für die daraus hervor gegangene PP.

Die steht nun, wie vom Autor treffend beschrieben, vor der Zerreißprobe. Die rechtsradikale Vox gräbt ihr die Franquisten ab, die Ciudadanos wildern in ihrem konservativ-liberalen Wählerreservoir.

Am Ende wird sich die PP entscheiden müssen, ob sie sich am demokratischen Spektrum oder am rechten Rand orientieren will.

...weiter als fünf vor zwölf...

Ungeachtet der nun schwierigen Regierungsbildung in Spanien ist klar - der Rechtstrend in den "alten" EU-Staaten ist immanent..! Und da hilft auch keine nun linksintellektuell-dümmliche Fragestellung nach dem "Warum". Die Antwort ist klar: Die immer weiter ins Neoliberale gedrifteten Regierungen der führenden EU-Länder haben mit ihrer Politik fleißg strampelnde Bürger immer ärmer gemacht, und Riche immer reicher. Die einen krebsen am Existenxminimum herum, die anderen essen Hummerschwänzchen schon zum Frühstück...
_
Okay - Vermögensunterschiede gab es schon immer, und kein Arbeiter hat früher seinem Arbeitgeber dessen Haus und Einkommen missgönnt... Wenn aber heute z.B. Millionenerträge = Vermögen einfach mal unter den Augen des Staates und am Fiskus vorbei irgendwohin außer Landes gebracht werden dürfen... und diese gleichen "Unternehmer" weiter nach staatl. Förderung schreien... dann ist die Uhr schon weiter als fünf vor zwölf...

"Für das rechte Lager ist jeder Dialog mit den Basken oder mit den Katalanen, die sich ja für Unabhängigkeit aussprechen, ein Verrat. Und Sánchez war auf die katalanische Regionalregierung zugegangen. Da wurde dann mit heftigen Worten von Putschisten und Terroristen gesprochen. Dadurch sind neue Spaltungen und Grabenkämpfe entstanden, die den Konsens im Land sehr schwierig machen und extreme Positionen befördern"

Das ist aber nicht Sánchez' Schuld. Auf andere (alle!) zuzugehen ist grundsätzlich richtig und die Essenz von Demokratie.

"Ministerpräsident Sánchez ist auf die Unterstützung anderer Parteien angewiesen - und die dürfte ihren Preis haben" (aus "Der Sieger braucht Unterstützung"):
Wenn sie fair sein wollen, sollten die anderen Parteien den Wählerwillen dahingehend respektieren, dass sie diesen Preis nicht zu hoch treiben, indem sie eine effiziente (und konsistente!) Gestaltung der Politik unnötig erschweren.

Pragmatismus und die Interessen der Wähler sollten Vorrang haben.

Chance vertan

Casado hat seiner Partei einen Bärendienst erwiesen, als er ein Bündnis mit VOX in Aussicht stellte. Viele bürgerliche Wähler fühlten sich dadurch abgeschreckt und wählten die Sozialisten. Ein ähnliches Schicksal könnte auch der CDU in Sachsen blühen, wenn sie ein Bündnis mit der AFD nicht kategorisch ausschließt. Wähler, die dies verhindern wollen, wählen dann das kleinere Übel, die SPD. Man kann nur hoffen, dass die CDU sich in Sachsen klar von der AFD abgrenzt.

Ciudadanos - der zweite Gewinner der Wahl ...

... ist eigentlich als sozial-liberales Projekt gestartet, das sich zwischen den jahrzehntelang unversöhnlichen Blöcken der Linken und der Rechten als neues Angebot positioniert hat. Blieben sie bei dem Ansatz, könnten sie den Spaniern ein neue Option für Regierungskoalitionen der progressiven Mitte bieten.

Allerdings wird die Versuchung, die Schwäche der PP zu nutzen, um sich an dieser vorbei zur mittelfristig stärksten Kraft im bürgerlichen Lager zu entwickeln, jetzt groß sein.

Das würde dann im Ergebnis darauf hinauslaufen, die "neue PP" ohne die dort vorherrschende Korruption und die franquistischen "Altbestände" zu werden.

@ Joes daily world um 18:49

Sie schrieben:
"Und dann deren Zuwendung zu einem der schlimmen Massenmörder des 20. Jhr. Nicht des schlimmsten, dieses "Privileg" hat D."
Nach welchen Kriterien richtet sich denn Ihr "Massenmörder-Ranking"? Wenn es nach den Opferzahlen geht, liegen Mao und Stalin uneinholbar vorne. Alleine Maos "Kulturrevolution" kostete 100 Millionen Menschen das Leben.

An Wahrnehmungsstörungen

oder Visionen leidet derjenige, der meint, dass Spanien in der Mehrheit die Sozialisten gewählt hat. Im Gegenteil hat in Spanien sich wie in den Niederlanden die Diversität durchgesetzt. Das macht die spanische Zukunft nicht einfach.

@ fathaland slim

Kann jemand erklären was der Forist meint?

re einfach unglaublich

"Die Sozialisten in der EU werden keine solchen Ergebnisse bei der Europawahl erzielen."

Was soll denn der Vergleich von Sozialisten in der EU mit Sozialisten in Spanien?

"Die SPD wird wahrscheinlich bei unter 15 % landen. Und auch das ist eigentlich noch zu viel."

Überlassen Sie das doch einfach den Wählern, statt die vorab zu zensieren.

@ Cosmopolitan_Citizen um 19:04

Sie schrieben:
"Vox steht in der Tradition des Franquismus, ihre Anhänger denken in dessen Weltbild und politischen Wertvorstellungen: rückwärtsgewandt, alt-klerikal, autoritär, Führer-affin, illiberal, stark zentralstaatlich und gegen jegliche Autonomie der Regionen."
Kulturmarxismus in Reinform. Es muss jede Tradition, jeder überlieferte Wert, jede historische Überlieferung und Leistung allein um des Zerstörens Willen zerstört werden!
Wenn Sie etwas gegen "Rückwärtsgewandtheit" haben, frage ich mich, wie Sie zur linksgrünen Ideologie der Deindustrialisierung und der Rückkehr zur Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts stehen? Die Massentierhaltung war doch gegenüber der extensiven Weidewirtschaft auch ein "Fortschritt". Warum ist man dann in Ihrem Lager so "rückwärtsgewandt" und will dahin zurück?

Egal, wie die nächste Regierung

in Spanien aussieht: Sie sollte sich dringend um die steigende Kriminalität und die gestiegenen Mieten kümmern, sonst ist es bei der nächsten Wahl wieder vorbei. Und die PSOE sollte sich nicht wieder von katalanischen Separatisten abhängig und erpressbar machen

Genau hinschauen!

Das Interview ist schon in allen Punkten richtig, es erwähnt aber nicht die Besonderheiten des spanischen Wahlrechts.
So zählt eine Stimme in Soria mehr als in Madrid und wenn man die Stimmen einfach zusammengezählt hätte, hätte der Rechtsblock die Wahlen gewonnen. Hätte- Fahrradkette, aber so klar ist der Sieg der Linken nicht.
Das Blöde an der Sache ist, - und das war schon bei Zapatero so, die Wähler der Sozialisten leiden am meisten unter der Regierung jetzt. Sanchez muss 12 Milliarden einsparen, so die EU. Das hat er vor den Wahlen nicht gesagt und es geht nur mit den Spritpreisen. Das trifft die Armen, die die Geld haben, kümmert das nicht.
Wir sagen hier, disfruteis de lo que han votado, zu deutsch, genießt was ihr gewählt habt!

18:57 von R.W.1955 ... Verdehung des Tatsächlichen

"Achtbare Erfolge" benötigen einen achtbaren Anlass. Die Widerauferstehung des europäischen Nationalismus und Faschismus, ist kein solcher insofern können "Erfolge" der erstarkten Recht niemals achtbar sein, sie sind bestenfalls beängstigend.
Es geht um eien Welt und um Menschen udn beides gibt man Menschenverächtern und zivilisatorischen Reduktionisten nicht in die Hand.

@Konsenssoße

Es ist schon irgendwie schizophren, dass rechtsnationalistische Parteien, die für das EU-Parlament kandidieren, dieses letztlich abschaffen wollen.

...gut dass Spanien keine

...gut dass Spanien keine Grünen im Parlament hat...

18:57, R.W.1955

>>Ansichtssache.
Von 0,25%im Jahre 2016 auf 10,3% 2019, ist für VOX schon mehr als nur ein achtbarer Erfolg.<<

Das liegt wohl hauptsächlich daran, daß die Franco-Fans, deren bisherige Partei die PP war, in Scharen zur VOX übergelaufen sind. Die PP hat ihr Wahlergebnis ja im Vergleich zur letzten Wahl halbiert.

19:07 von Rolando

"Aber das darf in den ÖR natürlich nicht thematisiert werden, denn für sie ist eine schon Partei "rechtsextrem", wenn sie sich des Problems der illegalen "Migranten" annehmen will."

Huch, was für ein Aberglaube.

In "rechtes Projekt" ist ein

In "rechtes Projekt" ist ein Begriff falsch: Projekt; kommt von lat. 'proicere'/'proiectum' und bedeutet so viel wie „Das nach vorn Geworfene“; rechtsnationale und rechtspopulistische Truppen kennen nur rückwärts/"nach hinten zurück"...
In Spanien kommt dazu, dass Sánchez und seine Partei den Rechten eine harte Linie im Bereich Flucht- und Migrationspolitik weggenommen haben - eine der wenigen Punkte, in denen ich der Linie Sánchez' nicht folgen kann.
Das Wagnis einer Minderheitsregierung ist in Spanien allerdings immer auch verknüpft mit den Regionalparteien, die dort wahrlich eine andere Rolle spielen als unsere bayrische Folkloretruppe von Seehofer, Söder und Co.

19:07, Rolando

>>Die Kriminalität in Spanien ist in allen Bereichen in den letzten Jahren rasant gestiegen, proportional mit dem Zuzug von (illegalen) Migranten. Wohnungseinbrüche, massenhaft Diebstähle in Bussen und U-Bahn, Vergewaltigungen in Straßen-Unterführungen, usw. Das ist der wesentliche Grund, warum die VOX-Partei aus dem Stand 10 Prozent der Stimmen erhalten.<<

Und wie erklären Sie die Halbierung der PP?

Für Ihr spanisches Gruselszenario hätte ich dann doch Belege abseits rechter Seiten. Ich bin oft in Spanien, und von dem, was Sie hier beschreiben, haben weder ich noch meine spanischen Freunde auch nur ansatzweise etwas mitbekommen. Ich empfinde die Atmosphäre dort eher als entspannter als noch vor einigen Jahren.

re 20:02 von Adeo60

Es ist schon irgendwie schizophren, dass rechtsnationalistische Parteien, die für das EU-Parlament kandidieren, dieses letztlich abschaffen wollen.

Mann braucht nur kurz darüber nachzudenken was Demokratie bedeutet um zu erkennen, dass es weder schizophren noch nationalistisch ist.

Die patriotischen Parteien Europas wollen, dass die Kompetenzen des EU Parlaments züruck an die Parlamente in Madrid, Berlin und Rome usw. gehen. Wie es auch mal war, auch damals demokratisch. Aber solange das EU-Parlament Enscheidungen treffen kann wovon ihre Wähler auch betroffen sind, wollen diese Parteien selbstverständlich dabei sein.

Es ist traurig und bezeichend für das allgemeine Demokratieverständnis in der EU, dass man sogar intelligenten Menschen wie Christian Lindner dies erklären muss. Er hatte die angeblich "schizophrene Haltung" der "nationalistischen Parteien" zur EU-Parlament auch kritisiert.

"Das rechte Projekt ist nur vorerst gescheitert."

Das Projekt Mitte der Gesellschaft ist längst und endgültig gescheitert.
Danke, dass das so hier bestätigt wird.
Die europäische Bevölkerung erkennt das immer mehr und mehr: was hat Konzern- und Bankenrettung auch mit der Mitte zu tun? Gar nichts! Es war nur Ausdruck von Korruption in der Oberschicht.

@ Adeo60 um 20:02

"@Konsenssoße

Es ist schon irgendwie schizophren, dass rechtsnationalistische Parteien, die für das EU-Parlament kandidieren, dieses letztlich abschaffen wollen."

Für mich ist es gerade umgekehrt. Ich kann nicht verstehen wie politische Kräfte, die sich "liberal" geben, die innerhalb dieses Dings EU agieren, die nationalstaaten abschaffen wollen, die dieses Ding EU überhaupt erst ermöglicht und vor allem füttert.

Der Bürger egal wo in Europa er lebt braucht dieses Ding EU nicht. Die EU geauso wie der gleiche Bürger brauchen aber sehr wohl funktionierende Nationalstaaten.

Das mag zwar einigen Konzernen und Banken nicht zu passen die Europa Jahrzehnte lang ausgesaugt haben, damit müssen sie sich aber abfinden.

Mich beschleicht der

Mich beschleicht der Verdacht, dass immer mehr Foristen zum "Stilmittel" greifen zu behaupten, man sei oft im Land, um dann die rechte Filterblase hinterher zu schieben: steigende Kriminalität und man wisse ja, woher das kommt... in der Summe nichts anderes als die rechtspopulistischen Filterblasenparolen und -vorurteile, de facto keineswegs abgeglichen mit Fakten.
Spanien hat wirtschaftliche Probleme und vor allem eine zu hohe Jugendarbeitslosigkeit; Migration und Kriminalität stehen weit im Hintergrund.
Aber Vox hat in der Tat solche Parolen gebraucht, weil sie wie alle ultrarechten Gruppierungen keine differenzierten Politikkonzepte kennt und mit 2-3 emotional hochgepuschten Sündenbock-Symbol-themen auf Stimmenfang ging. Das reichte für 10%, den klassischen rechtslastig verführbaren Teil der meisten europäischen Gesellschaften.

@ fathaland slim um 20:14

Ob der User Rolando übertreibt, weiß ich nicht.

Das Sie wie so häufig so anmassend sind anderen zu vorzuschreiben, dass sie falsch liegen ist Ihr typischer Schreibstil.
Das Sie von anderen Belege fordern, finde ich gut. Das Ihr "Beleg" ihres subjektiven Empfindens ist und damit in ganz Spanien eine "entspanntere Atmosphäre" zu herrschen hat, die fern von Kulturschaffenden und Homosexuellenverbänden herrscht, auf die Idee kommen Sie wohl erst gar nicht.

Bei dieser Wahl ist es noch einmal gut gegangen mit einer potenten Rechten. Die Rattenfänger schlaffen allerdings auch in Spanien nicht. Und wenn Herr Sanches mit seiner mPartei und der Regierung die er wahrscheinlich bilden wird, versagt, kann dass kommende Wahlergebniss ganz schnell, ganz anders aussehen. Aber solche Kleinlichkeiten interessieren einen EU-Fascho nicht. Der will nur einen EU-Superstaat in dem die Bankster und Konzerncheffs uns plündern und herrschen. Right?

Rechte Projekt gescheitert?

Man kann auch alles schönreden? Die guten Rechten haben einen beachtlichen Erfolg für sich zu verbuchen und es wäre sicherlich übertrieben ihnen eine Mehrheit prognostizieren zu wollen? Jedenfalls wir VOX sicherlich dafür Sorge tragen das Spanien nicht weiterhin das Einfallstor für illegalen Migranten sein wird und da haben wir alle in der EU was davon.

re spirit of 1492

" frage ich mich, wie Sie zur linksgrünen Ideologie der Deindustrialisierung und der Rückkehr zur Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts stehen?"

Warum fragen Sie nicht nach etwas Konkretem und nicht nach den Gespenstern Ihrer eigenen kranken Phantasie - z.B. Rückkehr zur Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts?

20:14 von fathaland slim @19:07, Rolando

"Für Ihr spanisches Gruselszenario hätte ich dann doch Belege abseits rechter Seiten. Ich bin oft in Spanien, und von dem, was Sie hier beschreiben, haben weder ich noch meine spanischen Freunde auch nur ansatzweise etwas mitbekommen. Ich empfinde die Atmosphäre dort eher als entspannter als noch vor einigen Jahren."

Ich habe eben mal unter "Kriminalität Spanien" im Netz gesucht. Bei sehr oberflächlichem durchsehen, habe ich keinen Zusammenhang mit Migration gefunden. Drogenkriminalität scheint u.a. ein großes Problem zu sein. Aber auch hier werden nirgendwo (in den seriösen Medien) Migranten erwähnt. Dass immer auch ein gewisser Prozentsatz an Ausländern daran beteiligt ist, liegt wohl in der 'Natur' des Drogenhandels.

@ Adeo60 um 20:10

Sie schrieben:
"Es ist schon irgendwie schizophren, dass rechtsnationalistische Parteien, die für das EU-Parlament kandidieren, dieses letztlich abschaffen wollen."
Was für eine unreflektierte Aussage! Aktuell gibt es dieses Parlament nun einmal. Das ist nicht zu leugnen. Wenn man die Spielregeln ändern will, muss man eben in die Position kommen, die dazu nach den aktuellen Spielregeln legitimiert. Ist die Position, die zur Änderung der Spielregeln legitimiert, erreicht, kann man die Spielregeln ändern. Sich nicht am Spiel zu beteiligen würde ja dem Gegner komplett das Feld überlassen.
Nach Ihrer Logik dürfte ein Pazifist, der angegriffen wird, sich nicht verteidigen, da er sich ja dann den Regeln des nicht friedliebenden Angreifers beugt.

18:47 von Dr.Hans

genug vom linksgrünen Wahnsinn,
.
das ganze sollte man mit Augenmaß sehen,

das Denken der Menschen ändert sich eben und deren Sicht der Dinge
nichts ist beständiger als der Wandel
und es ist wie ein Pendel, mal schlägt es in die eine Richtung aus, mal in die andere
solange die Ausschläge nicht zu extrem sind ist doch alles im "grünen" Bereich
von daher sehe ich auch das mit der AfD nicht so kritisch, zumal - wenn man ehrlich ist -
die doch Thesen vertreten, die vor 30 oder 40 Jahren doch Teil des "normalen"
im Sinne von üblichen Weltbilds waren

@ Paco um 19:59

Sie schrieben:
"Das Interview ist schon in allen Punkten richtig, es erwähnt aber nicht die Besonderheiten des spanischen Wahlrechts.
So zählt eine Stimme in Soria mehr als in Madrid und wenn man die Stimmen einfach zusammengezählt hätte, hätte der Rechtsblock die Wahlen gewonnen. Hätte- Fahrradkette, aber so klar ist der Sieg der Linken nicht."
Na, da bin ich jetzt aber gespannt, ob diejenigen, die sich nach Trumps Wahlsieg so fürchterlich über das Wahlmännersystem der USA echauffierten, auch in diesem Fall aufjaulen werden!

@19:26 von Zwicke

"Die Antwort ist klar: Die immer weiter ins Neoliberale gedrifteten Regierungen der führenden EU-Länder haben mit ihrer Politik fleißg strampelnde Bürger immer ärmer gemacht, und Riche immer reicher. Die einen krebsen am Existenxminimum herum, die anderen essen Hummerschwänzchen schon zum Frühstück..."

Ich denke auch, dass hier die Wurzel allen Übels zu suchen ist.

Zu Spanien hatte ich eben auf die Schnelle gelesen:
>>Hinzu kommt, dass die Eigentümer meist schwer zu kontaktieren sind. Gala Pin blättert in ihren Unterlagen. 60 Prozent der leerstehenden Wohnungen gehören Banken oder Immobilienfonds, mit Sitz in Steuerparadiesen. Für die ist der Wohnraum in erster Linie Spekulationsobjekt.<<
(Deutschlandfunk 2018)

@Spirit of 1492: Ein Versuch der Ablenkung vom Thema

„Kulturmarxismus“ ist ein im Grunde anti-semitisches Narrativ der neuen amerikanischen extremen Rechten, das - oh Wunder - seinen Weg auch in das Milieu der Neuen Rechten in Europa gefunden hat. Eine alternative, breitbärtige „Botschaft der Wahrheit“, die hier wie dort eigentlich primär die Funktion hat, Diskussionen aus der Sphäre des Faktischen auf eine nichtssagende, ideologische Meta-Ebene zu entführen und von unliebsamen Themen abzulenken. Durchsichtig und gähnend langweilig.

Das konkrete Thema um das es hier geht, ist eine Partei wie Vox, die ein antiquiertes Gesellschaftsbild hat, in welcher gesellschaftliche Errungenschaften negiert oder zurück gedreht werden sollen, sei es im Hinblick auf die Gleichberechtigung der Frau, das Scheidungsrecht, Schwangerschaftsabbrüche oder Fragen der Toleranz gegenüber Andersdenkenden, anderen Kulturen oder auch der spanischen Landsleute in den autonomen Provinzen Katalonien oder dem Baskenland.

Das ist der Themenbezug des Artikels.

Titel des Artikels

Der Titel des Artikels ist irreführend und ein unbelegtes Zitat. "Das rechte Projekt ist nur vorerst gescheitert" findet sich im Folgenden nicht als Zitat von Herrn Maihold,weder direkt als wörtliches Zitat noch indirekt, denn auch im übertragenen Sinn wird im Interviewverlauf nicht klar, inwiefern es sich hier um ein nur vorläufig gescheitertes Projekt handeln könnte.
Das ist mit Verlaub schlechter Journalismus,es ist außerdem fahrlässig und unprofessionell.... und es riecht hier nach "Clickbait".

18:57 von R.W.1955

dass in Europa, ausser in Deutschland
.
wird das hierzulande von unseren Medien kommuniziert ?
Wir sind doch die "Falschfahrer" wenn man es genau betrachtet, schwimmen gegen den Strom
Das kann man am Wahlverhalten unserer europäischen Nachbarn erkennen,
wenn sie konservative Parteien favorisieren
und man braucht sich nur mal das Denken über z.B. die AKW´s anschauen
uns macht man glauben, die werden überall kritisch gesehen,
klar gibt es Prämien von der EU, aber nicht für den Abriss sondern den Neubau !
das scheint hier auch noch nicht angekommen zu sein

@19:26 von Zwicke

"Okay - Vermögensunterschiede gab es schon immer, und kein Arbeiter hat früher seinem Arbeitgeber dessen Haus und Einkommen missgönnt... Wenn aber heute z.B. Millionenerträge = Vermögen einfach mal unter den Augen des Staates und am Fiskus vorbei irgendwohin außer Landes gebracht werden dürfen... und diese gleichen "Unternehmer" weiter nach staatl. Förderung schreien... dann ist die Uhr schon weiter als fünf vor zwölf..."

Ich meine gehört oder gelesen zu haben, dass früher die Arbeitgeber etwa das Zwanzigfache eines Angestellten verdient hatten, währen es heute das 200fache sein soll.
Letzteres hat mit "verdienen" wirklich nichts mehr zu tun.

@ Duzfreund um 20:01

Sie schrieben:
"Es geht um eien Welt und um Menschen udn beides gibt man Menschenverächtern und zivilisatorischen Reduktionisten nicht in die Hand."
Nehmen wir einmal an, es kommt irgendwann der Tag, an dem die Mehrheit der Bevölkerung diesen "Menschenverächtern" (was soll das überhaupt sein?) und "zivilisatorischen Reduktionisten" die Welt mittels freier und geheimer Wahlen doch in die Hand geben will. Was wollen Sie als guter Demokrat, der den Willen des Wählers natürlich respektiert, dann dagegen tun?

19:26, Zwicke

>>Und da hilft auch keine nun linksintellektuell-dümmliche Fragestellung nach dem "Warum".<<

Ihre Definition von "intellektuell" würde mich interessieren.

Denn meine ist mit dem Begriff "dümmlich" nicht kompatibel. Ein dümmlicher Intellektueller? Das ist so etwas wie ein schwarzer Schimmel.

Und weswegen soll die Frage nach dem Warum dümmlich sein? Für mich ist das eine kluge Frage.

@ karwandler um 22:51

Sie schrieben:
"Warum fragen Sie nicht nach etwas Konkretem und nicht nach den Gespenstern Ihrer eigenen kranken Phantasie - z.B. Rückkehr zur Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts?"
Oho, da vergisst aber jemand seine mit Sicherheit sehr gute Kinderstube!
Sie wollen also bestreiten, dass in linksgrünen Kreisen das Ideal einer Landwirtschaft, bei der jedes Tier vollkommen artgerecht, d.h. mit Auslauf, ohne Kraftfutter, ohne Antibiotika etc., gehalten und jedes Feld ohne Kunstdünger, ohne gentechnisch veränderte Pflanzen, ohne Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel bestellt wird, propagiert wird?

22:23, Pilepale

>>Das Ihr "Beleg" ihres subjektiven Empfindens ist und damit in ganz Spanien eine "entspanntere Atmosphäre" zu herrschen hat, die fern von Kulturschaffenden und Homosexuellenverbänden herrscht, auf die Idee kommen Sie wohl erst gar nicht.<<

Mehr saublöde Klischees konnten Sie wohl nicht auffahren, oder?

Spanien ist von ganz normalen Menschen bevölkert. Von denen kenne ich so einige.

Aber was heißt schon normal? Jeder Jeck ist anders.

Ich bewege mich übrigens auch in Spanien mittels öffentlicher Verkehrsmittel fort.

Aber schön, daß Sie so praktische Schubladen haben. Sie erleichtern die Weltsicht ganz ungemein. Beziehungsweise das, was man dafür hält.

re spirit of 1492

"@ Adeo60 um 20:10

Sie schrieben:
"Es ist schon irgendwie schizophren, dass rechtsnationalistische Parteien, die für das EU-Parlament kandidieren, dieses letztlich abschaffen wollen."
Was für eine unreflektierte Aussage! Aktuell gibt es dieses Parlament nun einmal. Das ist nicht zu leugnen. Wenn man die Spielregeln ändern will, muss man eben in die Position kommen, die dazu nach den aktuellen Spielregeln legitimiert. Ist die Position, die zur Änderung der Spielregeln legitimiert, erreicht, kann man die Spielregeln ändern. Sich nicht am Spiel zu beteiligen würde ja dem Gegner komplett das Feld überlassen."

Das ist deshalb völliger Unsinn, weil das EU Parlament gar keine Spielregeln ändern kann. Die Spielregeln stehen in den EU-Verträgen. Das Parlament kann kein einziges Komma daran verändern.

Im Grunde

ist es doch nicht so schwer: wenn die Bürger den Eindruck haben, dass ihre Sorgen ernst genommen werden, die täglichen Sorgen um bezahlbare Wohnungen, den Arbeitsplatz, um persönliche Sicherheit, dann haben es extremistische Parteien schwer. Wenn sich die Politiker aber nicht kümmern, Probleme klein reden oder gleich ganz abstreiten, dann haben sie es leicht. Von Nichts kommt Nichts! Extreme Parteien fallen nicht grundlos vom Himmel

23:23, Spirit of 1492

>>@ karwandler um 22:51
Sie schrieben:
"Warum fragen Sie nicht nach etwas Konkretem und nicht nach den Gespenstern Ihrer eigenen kranken Phantasie - z.B. Rückkehr zur Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts?"
Oho, da vergisst aber jemand seine mit Sicherheit sehr gute Kinderstube!
Sie wollen also bestreiten, dass in linksgrünen Kreisen das Ideal einer Landwirtschaft, bei der jedes Tier vollkommen artgerecht, d.h. mit Auslauf, ohne Kraftfutter, ohne Antibiotika etc., gehalten und jedes Feld ohne Kunstdünger, ohne gentechnisch veränderte Pflanzen, ohne Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel bestellt wird, propagiert wird?<<

Ihre Vorstellung von der Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts ist schon eine sehr romantische. Aber offensichtlich wissen Sie wenig über ökologische Landwirtschaft. Na ja, da können Sie unserer momentanen Landwirtschaftsministerin mühelos das Wasser reichen.

@ Cosmopolitan_Citizen um 23:05

Sie schrieben:
"Das konkrete Thema um das es hier geht, ist eine Partei wie Vox, die ein antiquiertes Gesellschaftsbild hat, in welcher gesellschaftliche Errungenschaften negiert oder zurück gedreht werden sollen, sei es im Hinblick auf die Gleichberechtigung der Frau, das Scheidungsrecht, Schwangerschaftsabbrüche oder Fragen der Toleranz gegenüber Andersdenkenden, anderen Kulturen oder auch der spanischen Landsleute in den autonomen Provinzen Katalonien oder dem Baskenland."
Und Sie bestätigen doch gerade meinen Eindruck! Für Sie sind "gut" und "neu" Synonyme. Für Sie ist alles, was nicht "neu" ist, gleichbedeutend mit "schlecht". Für Sie gibt es nichts, was erhaltenswert wäre.
Warum dann aber die Natur erhalten? Warum die Eigenheiten der spanischen Regionen erhalten? Die beruhen doch auch auf von Ihnen so verachteten "gestrigen" Werten, Wertvorstellungen und Traditionen.

re spirit of 1492

"Sie wollen also bestreiten, dass in linksgrünen Kreisen das Ideal einer Landwirtschaft, bei der jedes Tier vollkommen artgerecht, d.h. mit Auslauf, ohne Kraftfutter, ohne Antibiotika etc., gehalten und jedes Feld ohne Kunstdünger, ohne gentechnisch veränderte Pflanzen, ohne Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel bestellt wird, propagiert wird?"

Die nicht unbeträchtliche Anzahl von Landwirten, die - gemäß Ihrer Phraseologie - linksgrüne Landwirtschaft betreiben, wäre längst verhungert, wenn sie das so machen würden, wie es in Ihrem Propagandaflm dargestellt wird.

Da muss ich nichts bestreiten, weil der fehlende Wahrheitsgehalt in Ihren Beiträgen offensichtlich ist.

@ karwandler um 23:25

Sie schrieben:
"Das ist deshalb völliger Unsinn, weil das EU Parlament gar keine Spielregeln ändern kann. Die Spielregeln stehen in den EU-Verträgen. Das Parlament kann kein einziges Komma daran verändern."
Wenn das so ist, dann frage ich mich zweierlei.
1. Warum wählen wir dann überhaupt ein Parlament, warum schicken die Staaten nicht einfach ein paar Beamte in dieses Parlament? Die Spielregeln stehen ohnehin bis zum letzten Komma fest, was braucht es da Politiker und Debatten? Warum schaffen wir den teuren Spaß nicht einfach ab?
2. Wenn das Parlament ohnehin nichts verändern kann, warum grassiert dann in Ihren Kreisen eine so exorbitante Angst vor einer zu starken "Rechten"? Die könnte doch eh nichts verändern, wenn ich Ihren Einlassungen Glauben schenken darf?

23:29, deutlich

>>Im Grunde
ist es doch nicht so schwer: wenn die Bürger den Eindruck haben, dass ihre Sorgen ernst genommen werden, die täglichen Sorgen um bezahlbare Wohnungen, den Arbeitsplatz, um persönliche Sicherheit, dann haben es extremistische Parteien schwer. Wenn sich die Politiker aber nicht kümmern, Probleme klein reden oder gleich ganz abstreiten, dann haben sie es leicht. Von Nichts kommt Nichts! Extreme Parteien fallen nicht grundlos vom Himmel.<<

Die Politiker sind schuld. Sicherlich. Da sind die Extremisten natürlich die Rettung, klar. Ich traue dem Chirurgen nicht, also gehe ich zum Metzger.

@ Rolando

Die Kriminalität in Spanien ist in allen Bereichen in den letzten Jahren rasant gestiegen, proportional mit dem Zuzug von (illegalen) Migranten. Wohnungseinbrüche, massenhaft Diebstähle in Bussen und U-Bahn, Vergewaltigungen in Straßen-Unterführungen, usw.

Dem von Ihnen verbreiteten Horror-Szenario der Kriminalität möchte ich entgegnen, dass in Wirklichkeit zwar die Zahl der Diebstähle zuletzt leicht angestieg, die Zahl der Vergewaltigungen aber rückläufig ist.

Dass die Kriminalität in Spanien mit der Migration einher ginge, ist zunächst mal nur eine Behauptung von Ihnen.

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