Ihre Meinung zu: Artensterben - "so bedrohlich wie Klimawandel"

29. April 2019 - 12:51 Uhr

Der Weltartenschutzrat in Paris diskutiert seinen Report zum Zustand der Natur. Bis zu eine Million Arten könnten bald verschwinden. Eröffnet wurde die Konferenz mit einem eindringlichen Appell.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.285715
Durchschnitt: 3.3 (7 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Ein wertvoller Schatz, die

Ein wertvoller Schatz, die Erde - nicht nur zerstört durch natürliches Artensterben, sondern fleissig nachgeholfen vom Menschen. Aber es will keiner wissen, keinen kümmerts. Nach wie vor gilt vor allem das "Weiter so". Und wenn eine Änderung diskutiert wird, kommt sofort das Totschlagargument "Ökofaschist". Ich frag mich nur, wer ist der grössere Faschist? Für mich der, der die Erde nicht mehr umkehrbar zerstört.

Wachstum

Die Forscher Kimberly A. Nicholas und Seth Wynes haben festgestellt, dass nichts den Klimawandel so sehr beeinflusst wie eine Überbevölkerung der Welt. Punkt

Die Überschrift stimmt nicht:

Die Überschrift stimmt nicht: es geht nicht um "so schlimm wie...", es geht vielmehr um ein dramatisches Artensterben gerade durch den Klimawandel (für alle, die mehr über Hintergründe erfahren möchten: https://tinyurl.com/yyqwyzap - ein WDR-Beitrag), die Zusammenhänge sind erdrückend evident.

"Umweltministerin Schulze hofft auf gemeinsame Lösungen"

Haha! Ich kann mir diese gemeinsamen Lösungen auch schon vorstellen. Es wird Absichtserklärungen geben und man einigt sich auf die nächste Konferenz in zehn Jahren. Mittlerweile geht die Zerstörung des Planeten ungebremst weiter.

Auch riecht es schon wieder nach Kommentaren à la "alles Fakes, in die Welt gesetzt von ein paar NGO's und Wissenschaftlern, die daran verdienen wollen." Und natürlich "etwaige Maßnahmen würden unsere Wirtschaft endgültig zerstören", "Rückkehr in die Steinzeit vorprogrammiert" etc. Alles von Leuten, die hoffen, die Katastrophe, die sie da anrichten, selbst nicht mehr zu erleben.

Wir haben einen winzigen Garten, aber der reicht schon, um das Artensterben tagtäglich zu beobachten. Und im Voraus zu wissen, welche Arten den ausgestorbenen bald nachfolgen werden. Und nicht zu ahnen, sondern sicher zu sein, dass es letztendlich auch den Menschen treffen wird. Man muss nur die Augen aufmachen.

Wälder weichen ökonomischen Interessen

...trotz der noch unübersehbaren Waldschäden durch die Dürre im Sommer 2018 soll bei uns im Naturpark Oberberg in Lindlar für eine weitere Industrieklause ein zusammenhängendes Waldstück gerodet werden, obwohl die alte Klause sowie weitere Räumlichkeiten in der Umgebung noch Kapazität haben...!

Alles Heuchelei....

....solange in D die Agrar-Lobby (bzw. die teilnehmenden "Landwirte") das Trinkwasser mit Nitrat durch Dung verseuchen duerfen - und der Rest Welt noch saemtliche anderen Industrie-Abfaelle im Wald, Ozean oder sonst wo in der Natur verkippen darf...

Jedes Tier u. Pflanze hat sein eigenes spezielles Habitat -
Was bringt es uns ein paar Lebewesen die wir "Moegen" zu schuetzen, wenn diese keinen Lebensraum mehr haben...werden...?!

Dazu sei auch die aktuelle brasilianische Regierung erwaehnt, die mit der versuchten Ausrottung der Urvoelker im Regenwald dazu beitraegt. Ein Oekosystem was mehr als 50% aller Tier und Pflanzenarten weltweit beinhaltet, Aufgrund von kurzeitigen "Profitdenkens" abzuholzen und bestenfalls mit Palmoel-Plantagen zu ersetzen...

Wieso gibt es da keinen Weltweiten politischen Aufschrei und vor allem wirklich nachhaltige Taten ?!

Wie gesagt - Alles Heuchelei...

Das Artensterben ist

Das Artensterben ist letzendlich durch das ungehemmte Wachstum der Menschheit verursacht. Statt hier eine weltweite Vereinbarung zu schliessen wird weiter an Folgeerscheinungen wie z.B. dem Klimawandel mit viel Geld herumgedoktert. Bevölkerungsexplosion scheint ein Tabuthema zu sein.

Man...

sieht es wenn wir eine Autobahnfahrt unternehmen. Es gibt weniger Insektenrückstände auf der Windschutzscheibe. Schauen wir auf den Regenwald in Afrika und Südamerikas da rodet der Mensch rücksichtslos es ist unsere grüne Lunge. Die Polkappen schmilzen der Meeresspiegel steigt. Einige Inselvölker im indischen Ozean und der Südsee des pazifischen Ozean merken das schon heute.

solange Politik

von Lobbyisten diktiert wird, ändert sich nichts.
Wichtige Entscheidungen werden erst dann getroffen, wenn kurzfristige, wirtschaftliche Interessen bedoht sind. Dann ist es aber längst zu spät.
Selbst Bauernverbände arbeiten so, Augen zu, und durch, obwohl sie wissen müssten, dass ihnen ihr Konzept in wenigen Jahren massiv um die Ohren fliegen wird.
Wirtschaft kennt keine Weitsicht, sie orientiert sich stets nur an kurzfristigem Profit.
Also kann der erste Schritt nur sein, Lobbyismus (faktisch=Korruption) in der Politk unter Strafe zu stellen.
Alles andere werden nur Absichtserklärungen sein.

Re Werner 40

Guter Gedanke - jedoch sinnlos. Beispiel: Mahazou Mahaman ist skeptisch. Er leitet 'Animas-Sutura', eine nichtstaatliche Organisation, die sich mit Fragen der Familienplanung beschäftigt. "Wir wollen Kinder haben, weil das auf sozialer Ebene von uns erwartet wird. In unserer Kultur wird eine Person daran gemessen, wie viele Kinder sie hat."

Istzustand in einem oberbergischen Ort

...vor 40 Jahren gab es in unserem Ort im Naturpark Oberberg mehrere Landwirte, die vielfältig anbauten (Kartoffeln, Rüben, mehrere Getreidesorten, Gemüse, Obstwiesen u. a. m. ) und verschiedene Tiere nicht nur im Stall hielten.
Heute gibt es noch einen und seit Jahren subventionierten Landwirt, welcher mit riesigen Maschinen nur noch Mais anbaut und Wiesen für Heugewinnung und Gülleentsorgung nutzt.
Für diese Monokulturen auf Wiesen und Äckern wurden im selben Zeitraum auch immer mehr Waldflächen gerodet.
Was ist da in der Gülle an Medikamentenrückständen u. a. eigentlich enthalten und welche Güllemengen werden auf Wiesen und Äckern nebst Kunstdünger und Glyphosat verteilt?
Unser Bürgermeister empfahl kürzlich in der Lokalpresse, in den privaten Gärten (vielleicht 15% der Gesamtfläche) bienenfreundliche Pflanzen zu halten...!?

Die Biosphäre hat eine andere Priorität

Die Erhaltung oder die Wiederherstellung einer Wohlfühl-Umwelt für die Spezies Homo sapiens steht auf ihrer Prioritätenliste nicht an erster Stelle, siehe z.b. https://heise.de/-4327615

Übrigens: die Biosphäre toleriert den sehr erfolgreichen aktuellen Weg der Menschheit, sich aus ihrem Artenschutzprogramm zu verabschieden, aber sie möchte auch den Menschen noch eine Chance geben, die sich diesem Erfolg verweigern.

"Die Belege sind unbestreitbar: Die Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme hat ein Niveau erreicht, das unser Wohlergehen mindestens genauso bedroht wie der durch den Menschen verursachte Klimawandel"

Also, mein Wohlergeben bedroht die Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme stärker als der Klimawandel. Denn was „weg“ ist, ist weg. Meist unwiederbringlich.

„Eindringliche Appelle“ bringen bei einer weltpolitischen "Machtkonstellation“, bei der die „tonangebenden“ Protagonisten sich eher aus dem Lager der Klimawandelleugner und Waffenfetischisten als dem der Bewahrer rekrutieren (und die Themen wie Menschrechte, Umwelt-, Klima- und Artenschutz gern als Hirngespinste weltfremder "Gutmenschen" abtun) aber überhaupt nichts.

Zumal die meisten aus dem "anderen Lager" den Ernst der Lage auch so schon lange erkannt haben. Ihnen sind nur leider allzu oft die Hände gebunden, wenn es darum geht, flächendeckend(!) wirksame Maßnahmen für Klima- und Artenschutz zu implementieren.

Traurig, traurig!

Es ist einfach nur traurig, wie die selbsternannte "Krone der Schöpfung" - der Mensch - mit der in Jahrmillionen entstandenen Natur umgeht.

Einziger Trost: der Mensch ist Teil der Natur. Wenn das Ökosystem der Erde sich so wandelt, wie es die Prognosen andeuten, wird der Schädling Mensch aussterben. Dann besteht Hoffnung, dass sich die Natur wieder regenerieren kann.

So, so...

Der Pegel in Amsterdam wird schon sehr lange und sehr genau gemessen. Der Anstieg hat sich in den letzten 50 oder 100 Jahren nicht verändert.

ja klar doch

@werner40:
Das Artensterben ist letzendlich durch das ungehemmte Wachstum der Menschheit verursacht.
@sternenkind:
Die Forscher Kimberly A. Nicholas und Seth Wynes haben festgestellt, dass nichts den Klimawandel so sehr beeinflusst wie eine Überbevölkerung der Welt. Punkt

Erst kürzlich habe ich gelesen, dass in Bangladesch schon wieder ein Kind geboren wurde. Und gleich drauf hat in meinem Garten ein Marienkäfer sein Leben ausgehaucht.
Fazit: bevor wir uns Gedanken über unseren ökologischen Fußabdruck machen, sollen andere erst mal aufhören, Kinder zu kriegen.
Ignoranter - und egoistischer - geht's nimmer.

Sternenkind @13:01

"Die Forscher Kimberly A. Nicholas und Seth Wynes haben festgestellt, dass nichts den Klimawandel so sehr beeinflusst wie eine Überbevölkerung der Welt. Punkt"

Die Studie bezieht sich auf Maßnahmen zur CO2-Einsparung in USA, CAN, AUS und EU-Ländern. Eine Geburtenreduktion in afrikanischen oder asiatischen Ländern bringt diesen Einspareffekt nicht, da hier der pro Kopf-Verbrauch bzw. pro Kopf-Emissionen längst nicht so hoch wie in den o.a. Ländern ist.

@ Werner40:

Bevölkerungswachstum ist kein Tabuthema. Jeder der es wissen will, weiß dass die Anzahl der Kinder überall dort massiv zurückgeht, wo es Gleichberechtigung für Frauen, Sexualerziehung, Bildung, Zugang zu Geburtenkontrolle, soziale Absicherung und Wohlstand gibt. Denn keine Frau will mehr als ein bis zwei Kinder, wenn sie darüber Kontrolle hat und auch anders leben kann. Und sobald der Durchschnitt auf weniger als zwei Kinder pro Frau sinkt, geht die Bevölkerung zurück. Und das ist völlig unabhängig von Nationalität, Religion etc. so.

Zu einem Tabuthema wird das (zu Recht) erst dann, wenn Leute gerne möglichst viele Menschen sterben lassen wollen, um die Bevölkerungszahlen zu senken. Oder gerne IHRE Bevölkerung wachsen, aber andere sinken sehen wollen. Das ist letztlich immer der Punkt, an dem das politisch und irrational wird (denn die eigene Bevölkerung verarmen und verdummen lassen, damit sie mehr Kinder in die Welt setzt, will dann auch wieder niemand).

Der Erde ist es egal...

... wie warm sie ist, wie viele Tiere auf ihr Leben und wie der Mensch auf ihr lebt. Die grüne Suppe des Lebens wird den Planeten erst verlassen, wenn in vielen Milliarden Jahren, die Sonne die Erde verschlingen wird. Bis dahin ist es nur eine Frage des Geldes und der Kosten.
Wichtig für uns ist es zu erkennen, wie teuer es wird, die Lebensgrundlagen für den Menschen aufrecht zu erhalten. Wie viel sind wir bereit dafür zu bezahlen, dass nach UN-Schätzungen, bis zu 400 Millionen Menschen vor den Auswirkungen des Klimawandels migrieren müssen? wie viel wir bereit sind für Deichbau entlang der 360.000 km Küstenlinie der Erde zu investieren? Wie wir die Verschiebung der Anbauzonen bewerkstelligen?
"Migrationskritiker" sollten eigentlich die schärftsten Umweltschützer sein.

@So, so... 13:39 von Paul Puma

So,so wieder mal Fake News probieren?

Und ich dachte immer, Amsterdam sei nicht der Nabel der Welt.
Wie man sich täuschen kann ;)

Auch global denken muss ja nicht jeder.
https://de.wikipedia.org/wiki/Meeresspiegelanstieg_seit_1850

Amsterdam reicht völlig.
Hauptsache in die Schlagzeilen.
Zum Glück ist hier nicht die BILD...

Überbevölkerung genauer betrachtet

Es stimmt, die Überbevölkerung ist ein Problem dieses Planeten. Aber dabei ist Mensch nicht gleich Mensch. Ein US-Amerikaner oder Europäer schädigt den Planeten ein Vielfaches dessen eines Afrikaners oder Europäers. Je nachdem was man betrachtet irgendwo grob ein Faktor 10 oder 100.

Weiß es hier jemand genauer?

Mal ein paar beeindruckende Zahlen

Wenn man mal das Gesamtgewicht aller Säugetiere auf der Welt als Maßstab für den Ressourcenverbrauch hernimmt, sieht das inzwischen so aus: 35% Menschen, 60% die Tiere, die wir halten, um sie zu essen, die restlichen 5% sind noch wilde Tiere.

Wer echt noch glaubt, dass der Mensch nur ein kleiner Teil der Natur sei, der verkennt die Lage völlig. Die Welt ist schon lange nur noch ein Bauernhof, und zwar ein verdammt schlecht geführter Bauernhof, in der Natur nur noch als Unkraut an den Wegesrändern vorkommt.

Der Traum von einer Welt als unberührte Natur ist aus und vorbei, wir können aus dem Bauernhof nur noch einen besser geführten, halbwegs ökologisch funktionierenden Bauernhof machen. Das aber wird nicht von allein geschehen. Von allein werden wir unsere Existenzgrundlage einfach ruinieren.

Raubbau im eigenen Garten...

In Duisburg wurde vor einem Jahr die Baumsatzung ersatzlos gestrichen, seit dem wurde "gefühlt" ganze Wälder /Lebensräume abgeholzt. Zuvor musste man für eine Fäll-Genemigung ca.300€ zahlen, auch wenn der Baum krank war, wie krank ist das denn?

Ersatzpflanzungen werden zudem dort gepflanzt, wo es keinen Sinn macht...

Einfach nur Krank unsere Politik und nicht nur die...

@29. April 2019 um 13:36 von Nudging

Danke fuer den Link...
Super geschrieben- waere zum Schmunzeln, wenn die Lage nicht so ernst waere...

@Paul Puma:

Schon mal was von Deichen, Fluttoren etc... gehoert- diese gibt es fuer die Schnellsuche schon auf "Tante Googles Karten zu sehen"?!

Oder ist es einfach nur in meinen Augen eine verunglueckte Satire ;-)

Es gibt Hoffnung

Sowohl die Folgen unseres Missbrauchs der Natur und anderer Rohstoffe als auch unserer
Mitmenschen (siehe andere Meldungen vom Tage, wie z.B. 25% Niedriglöhner) wird uns so viel schneller ins Chaos stürzen als die meisten Leute glauben.
Ich bezweifle, dass die Zukunft der Menschheit auch nur noch in Jahrzehnten gemessen werden kann. Ich halte wenige Jahre für wahrscheinlicher.
Und die Erde wird sich in den nächsten Jahrmillionen schon von uns erholen.

Re: Sternenkind 13:01

Die CO2-Produktion für den menschengemachten Anteil des Klimawandels hängt von vielen Faktoren ab. Ein wichtiger Faktor ist - wer hätte das gedacht -auch die Anzahl der CO2-Produzenten: wenn sich die Anzahl der Menschen vervielfacht, wird ihr CO2-Ausstoß ganz sicher nicht gleich bleiben oder sich gar vermindern.

@ frosthorn

„Fazit: bevor wir uns Gedanken über unseren ökologischen Fußabdruck machen, sollen andere erst mal aufhören, Kinder zu kriegen.
Ignoranter - und egoistischer - geht's nimmer.“

Man muss schon sehr tief in einer Blase stecken, wenn man das benennen von Problemen (neben vielen anderen Problemen / Faktoren) als ignorant und egoistisch bezeichnet. Jeder muss seinen Teil zum Thema Klima und Umwelt leisten und dazu gehört AUCH, dass Afrika mal prüfen muss, ob es sinnvoll ist, in den nächsten 50 Jahren die Bevölkerung zu verdreifachen, obwohl Afrika schon jetzt nicht annähernd in der Lage ist, sich selber zu versorgen.
Es gibt auch unangenehme Wahrheiten auf der Welt. Diese nicht erkennen zu wollen ist ignorant und egoistisch. Und ja, ich nehme ihren Einwand vorweg. Auch wir können viel tun und gerne den ersten Schritt machen, aber Afrika muss auch schauen, was für ihren Kontinent verträglich ist. Es passen nunmal nicht 1000 Leute in einen Bus, egal wie sehr sie sich das wünschen mögen

Wenn es gut läuft verschwindet

auch die Art, die den Stein ins Rollen gebracht hat. Dann passt wieder alles, selbstregulierend.

Falsch

Es geht hier nicht um egoistische Aussagen oder Ignoranz. Es geht auch nicht darum, dass in Entwicklungsländern die Bevölkerung dezimiert werden soll. Klimawandel und Artensterben sind globale Probleme, die m. E. direkt aus einer globalen Überbevölkerung resultieren.
So bitter es klingt und ob die Spezies Mensch es wahr haben möchte oder nicht: der Planet wird nach dem "großen Knall" noch da sein. Der Mensch bestenfalls in reduzierter Anzahl!

Realpolitik

Wenn es um den Schutz und der Erhaltung unserer Natur geht, sprechen viele Politiker von der Realpolitik und das man angemessen zum Schutz der Wirtschaft und Arbeitsplätze handeln sollte. Real ist das die Natur in einem Umfang zerstört wird, das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Politik wird von Lobbyisten zu stark manipuliert. Zu Lasten der Natur. Hier zählt nur der Dollar...

Artensterben schlimmer

In der Tat ist das Artensterben noch schlimmer als der Klimawandel - und das will etwas heißen.
Allen voran: Deutschland. Wir haben in den letzten Jahrzehnten schon ganze Arbeit geleistet. Unsere Pflanzen- und Insektenwelt ist allem voran durch unsere "Landwirtschaft" schon fast vollständig ausgerottet. Die kläglichen Reste werden wir nicht verteidigen können, wenn wir - was ja geschieht - so weiter machen. Auf Tagesschau.de stand heute auch ein Artikel über Lobbyismus und Landwirtschaft. Sehr viel Richtiges darin. Nur: es müsste sich ändern, und zwar sehr sehr schnell. Sonst ist es zu spät.

Re berelsbutze

Guter Kommentar.

@13:33 von wibo

"Also kann der erste Schritt nur sein, Lobbyismus (faktisch=Korruption) in der Politk unter Strafe zu stellen."

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

"Alles andere werden nur Absichtserklärungen sein."

Das gilt für alle Bereiche. Aber man wird seitens der Politik immer Wege finden, Otto-Normalverbraucher klarzumachen, dass ER das Problem ist und handeln muss.

14:06 von berelsbutze

Zitat eines anderen: «Fazit: bevor wir uns Gedanken über unseren ökologischen Fußabdruck machen, sollen andere erst mal aufhören, Kinder zu kriegen.»

«Jeder muss seinen Teil zum Thema Klima und Umwelt leisten und dazu gehört AUCH, dass Afrika mal prüfen muss, ob es sinnvoll ist, in den nächsten 50 Jahren die Bevölkerung zu verdreifachen, obwohl Afrika schon jetzt nicht annähernd in der Lage ist, sich selber zu versorgen.»

Ursprünglich ging es ja um ein Kind, das in Bangladesh geboren wurde … aber es soll nicht Thema sein, Spitzfindigkeiten zur geografischen Lage von einzelnen Ländern zu treiben.

Nun ist Afrika ein Kontinent mit > 50 Ländern, in denen die Bevölkerungsentwicklung sehr unterschiedlich ist. In Addis Abeba ist die ø Geburtenrate nur geringfügig höher als in DEU.

Viele afrikanische Länder unternehmen große Anstrengungen, um heimische Tierwelt zu schützen. Bei nur begrenzt vorhandenen Mitteln (Botswana !).

Gut, dass Elefanten nicht in DEU leben.
Das würde kosten!

@Nudging

"wenn sich die Anzahl der Menschen vervielfacht, wird ihr CO2-Ausstoß ganz sicher nicht gleich bleiben oder sich gar vermindern."

Mal davon abgesehen, dass der Klimawandel (und damit auch Ihr Kommentar) mit dem Thema Artensterben erst einmal nicht viel zu tun hat: Doch, genau diese Übung wird auf uns (die Menschheit insgesamt) zukommen: den CO2-Ausstoß trotz Bevölkerungswachstums deutlich zu reduzieren.

Einfach mal anfangen

Liebe Politiker, man muss nicht auf einen Konsens warten. Alles nötige Wissen ist vorhanden- die Papierlage ist gut. Einfach mal aktiv werden, auch gegen Widerstände, Maßnahmen starten, die über den nächsten Wahltermin hinaus reichen!!!

Wir werden es noch schaffen...

...Das was damals die Dinosaurier aussterben ließ
war ein großer Meteor aus dem All.

Und heute? Heute wütet ein Berserker seit mehr als Hundert Jahren auf dieser kleinen blauen Kugel irgendwo im Nichts.

Ja, die Menschheit wütet wie ein Wahnsinniger und bringt sich selbst um, indem er seine Umwelt zerstört.

Trotz aller Intelligenz schaffen wir es nicht, diejenigen zu stoppen
denen es nur um eines geht.
Soviel Profit und Reichtümer wie es irgend möglich ist
in einem Menschenleben anzuhäufen.

Und das ohne jegliche Rücksicht auf Mensch, Tier und Umwelt.

Was? ihr glaubt mir nicht?
Dann schaut euch die Erde von heute an und vergleicht sie
mit der vor 150 Jahren.

Aber bitte nicht erschrecken.
Damals gab es z.B. noch riesige Gletscher etc. p.p.

"Robuste" Antwort der Natur...

Mit Verlaub - aber den Hype selbsternannter Ökologie-Aktivisten zum Artensterben mache ich nicht mit ... finde ihn größtenteils sogar unsinnig.!
_
Meine These: Die "Natur" als lebender und sich evolutionär ständig anpassender "Organismus" hat in Jahrmillionen diverse Organismen in Flora und Fauna erschaffen, die je nach Lebensbedingungen zeitweilig prosperierten, wieder vergingen, oder sich in beständiger Veränderung weiterentwickelten. Frühmenschen (Jäger + Sammler) nutzten ihre Umwelt bedenkenlos zwecks Ernährung.
_
Erst die heutige Menschheit meint in einer Art Hybris, den Lauf der evolutionären Natur aufhalten zu müssen... durch die krampfhafte Bewahrung bestimmter Tier- u. Pflanzenarten. Diese Hybris ist pathologisch krankhaft, weil sich gleichzeitig die Menschheit exponentiell ungebremst vermehrt und den Lebensraum von Wildtieren und Pflanzen immer weiter zerstört. Ich vermute, die "Natur" wird mit neuen Pflanzen und Tieren robust antworten... auch mit Bakterien und Viren...

@14:06 von FritzF

"Wenn es gut läuft verschwindet
auch die Art, die den Stein ins Rollen gebracht hat. Dann passt wieder alles, selbstregulierend."

Ich bin überzeugt, dass es eher früher als später genauso laufen wird.
Davon abgesehen: Auch die nächste Seuche kommt bestimmt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es bei einer Steigerung der Durchschnittstemperatur von ca. 2° C in unseren Breitengraden neue Erreger geben wird, die wir nicht so schnell in den Griff bekommen können.

Aussterben

werden noch viele Arten, ehe die Menschheit untergeht. Forschungen haben ergeben, dass die Natur sich sehr schnell und gut vom Menschen erholt. Danach werden ausgestorbene Arten durch neue ersetzt. Hoffentlich ist nicht wieder so ein Irrtum, wie der Mensch dabei. Sollten von der Art Mensch einige das Chaos überleben, werden es die gesunden Reichen sein. Dann geht das dumme Spiel in die nächste Runde. Die Natur stimmt mich immer wieder optimistisch und fröhlich. Der Mensch in seiner grenzenlosen Dummheit lässt mich verzweifeln.

"Artensterben"...(?)...

...haben vor den kurzfristigen Gewinninteressen "anderer" zurück zu stehen, na klar.

Die UNION bzw. Herr Altmaier,
wird das schon dem Bürger (billigst) "verkaufen", schließlich möchten auch er selbst und seine Lieben "von und mit den Resten" leben ?!?!?!?!?!??!

Andererseits, wenn die USA die Umwelt nicht schonen, dann Deutschland, in devoter GEFOLGSCHAFT, ...natürlich auch nicht.

"Artschutz ist Quatsch", schließlich geht es ums GELD !!!

Die Union (CDU / CSU) pur erleben, heißt: Kurzfristige Gewinne (Tage / Wochen) auf Kosten der nächsten Generationen und der Umwelt . Wie gehabt...

13:35, Sternenkind

>>Re Werner 40
Guter Gedanke - jedoch sinnlos. Beispiel: Mahazou Mahaman ist skeptisch. Er leitet 'Animas-Sutura', eine nichtstaatliche Organisation, die sich mit Fragen der Familienplanung beschäftigt. "Wir wollen Kinder haben, weil das auf sozialer Ebene von uns erwartet wird. In unserer Kultur wird eine Person daran gemessen, wie viele Kinder sie hat.<<

Meine Großmutter war das zehnte von elf Kindern. In ihrer Kultur, heute als "kölscher Klüngel" bekannt, war das damals üblich.

Aber dann schlug in den darauffolgenden Jahrzehnten das demografisch-ökonomische Paradoxon zu. Den Begriff empfehle ich nachzuschlagen. Das wird in den heutigen "Viel Kind Regionen" auch passieren. Es passiert sogar schon. Die Geburtenrate sinkt und sinkt. Auch das kann man nachschlagen.

Auch wenn es jetzt nicht so

Auch wenn es jetzt nicht so aussieht - wenn keine radikale Veränderung kommt wird die Zeit kommen, da auch der Mensch vom Aussterben bedroht sein wird. Leben beruht auf Leben, im Grunde genommen ist das Leben auf der Erde ein einziger Superorganismus, und wir sind grad dran, uns eigenhändig zu amputieren.

@ Zwicke:

"Erst die heutige Menschheit meint in einer Art Hybris, den Lauf der evolutionären Natur aufhalten zu müssen... durch die krampfhafte Bewahrung bestimmter Tier- u. Pflanzenarten. "

Der Mensch bewahrt sie ja nicht, er rottet sie aus. Diese Tier- und Pflanzenarten sterben ja nicht einfach so von allein aus. Das "Bewahren" ist eher ein Versuch, diese vielleicht meist unbeabsichtigten, aber auf jeden Fall globalen und massiven Eingriffe stellenweise zu verringern.

Ausgerechnet denen Hybris zu unterstellen, die darauf hinweisen, dass das brandgefährlich ist, hat schon etwas Absurdes. Das ist so, als wolle der Brandstifter der Feuerwehr erklären, wie unsinnig es ist, ein Feuer löschen zu wollen, bevor das Haus abgebrannt ist, denn brennen tut es ja immer mal wieder.

Was wohl garantiert nicht so schnell aussterben wird, sind Mücken, Fliegen, Borkenkäfer und überhaupt alles, was die meisten von uns wohl eher unter „Ungeziefer“ einordnen.

Wem das reicht: Willkommen in der schönen „Neuen Welt“.

Alle anderen sollten besser heute als morgen ihre Konsumgewohnheiten überdenken.

und der Beitrag der deutschen Politik ?

wenn überhaupt werden Absichts und Bedauerungsbekundungen abgegeben. Wenn es aber ernst wird und konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden sollen,Artensterben zu verhindern,wird man an entscheidender Stelle genau da wieder blockieren,wo es drauf an käme zu reagieren. Hauptsache man hat medienwirksam sein Entsetzen über das Artensterben zum Ausdruck gebracht. Ähnlich wie man dies beim Umweltschutz praktiziert. Es darf die Witrschaft auf keinen Fall in irgendeiner Weise einen Cent kosten oder Wachstum gefährden.

um 13:01 von Sternenkind

>>
Die Forscher Kimberly A. Nicholas und Seth Wynes haben festgestellt, dass nichts den Klimawandel so sehr beeinflusst wie eine Überbevölkerung der Welt. Punkt
<<

Was gab es denn da zu forschen ? Und dann auch noch zu zweit. Aber was folgt daraus ? Die Bevölkerungsdichte in D und NL ist zum Beispiel eine der höchsten. und nun ? Punkt, Punkt, Punkt

17:26 von Zwicke

«Frühmenschen (Jäger + Sammler) nutzten ihre Umwelt bedenkenlos zwecks Ernährung.»

Damals war ja auch noch sehr viel Natur überall, und nur sporadisch sehr wenige Menschen irgendwo. Und wenn es in unmittelbarer Umgebung nix mehr zu beißen zu finden gab - dann zog man halt weiter dorthin, wo noch genügend war.

Änderte sich grundlegend, als aus Jägern und Sammlern sesshafte Ackerbauern wurden. Man vermutet, es sei eine kuge und neugierige Frau gewesen, die mal sehen wollte, was passierte, wenn man gesammeltes Wildgetreide nicht nur verarbeitete, sondern die Samen gezielt in den Boden pflanzte.

Auf diese Art gelang es der Menschheit, sich so auf dem Planeten auszubreiten und weiter zu entwickeln, dass die Spezies "Homo Sapiens" inzwischen zu einem evolutionären Einflussfaktor wurde, den es so zu Zeiten der Dinosaurier, Jäger und Sammler, Neandertaler nie gab. Wissenschaftler benennen das Zeitalter seit ca. Anfang / Mitte des 19. Jahrh. nicht umsonst als "anthropogen" beeinflusst …

"Am 29. April 2019 um 13:40

"Am 29. April 2019 um 13:40 von frosthorn
Fazit: bevor wir uns Gedanken über unseren ökologischen Fußabdruck machen, sollen andere erst mal aufhören, Kinder zu kriegen."

Sie haben natürlich Recht.

Aber Kinder sind diejenigen, die etwas ändern können.

Bei den Alte Betonköpfen, bleibt alles wie es ist.

Naturschutz heißt oft Nichtstun!

Die meisten Arten werden in Europa durch die Land- und Forstwirtschaft bedroht.

Wir brauchen wieder geschützte Naturräume! Pflicht zur Brache und mehr unangetastete Wälder!

re zwicke

"Diplomaten und Wissenschaftler der 132 Mitgliedstaaten"

Dass Sie so ein Gremium als "selbsternannte Ökologie-Aktivisten" diffamieren zeigt bei Ihnen in etwa gleichem Ausmaß Arroganz und Ignoranz.

Darstellung: