Ihre Meinung zu: Behinderung und Pflege: Entlastung für Angehörige geplant

26. April 2019 - 10:48 Uhr

Die Kosten für Angehörige von Menschen mit Behinderung und pflegebedürftigen Eltern kann enorm sein. Das zuständige Sozialministerium arbeitet an einem Gesetzentwurf, der große Entlastung bringen könnte.

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Kommentare

Absoluter Wahnsinn. Jetzt

Absoluter Wahnsinn. Jetzt haben wir es geschafft, dass endlich jeder Geld verdienen muss, weil es sonst zum Leben nicht reicht, da bemerkt man, dass die Hausfrau doch nicht Nichts gemacht hat. Die hat in der Regel die Kinder, Kranke und Eltern versorgt. Dazu musste aber den Partner genug Geld bekommen. Wenn man genau schaut, drehen wir uns im Kreis.

Merkt da wieder keiner auf?

Schon wieder ein Monstrum von Gesetz, daß Lichtjahre von jeder Realität entfernt ist. Wenn es hier heißt, die Kinder von pflegebedürtigen Eltern, wo sind hier die Menschen mit pflegebedürftigen Partnern? Jeder kennt doch die Berichte, wo sich Ehepartner nach dem Prinzip 24/7 (24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, OHNE Urlaub) aufopfern. Selbst wenn man wollte! Der Pflegeplatz in einem Pflegeheim für EINE Person verschlingt die Rente BEIDER Partner. Selbst Kurzzeitpflege, um wenigsten für bis zu 3 Wochen den Rhytmus 24/7 zur eigenen Entlastung zu durchbrechen, ist in Deutschland nicht möglich. Es gibt diese Plätze einfach nicht. (auf 200 Anmeldungen kommt EIN Platz!)
Jetzt dass Problem verstanden? Das sagt übrigens jemand, der seit 19 Jahren eine Angehörige mit MS betreut.
Um das zu verdeutlichen. Ein Pflegeplatz in Polen, 4*Niveau kostet 1750.-€, zum gleichen Platz in Brandenburg zu 3750.-! (pro Person!)

Große Entlastung für die

Große Entlastung für die verantwortungsgesteuerten Bürger, die ihre Angehörigen möglichst selber pflegen? Wer verspricht denn so was? Das passt doch gar nicht zusammen, sind wohl demnächst wieder Wahlen, oder was?
Das glaubt doch keiner mehr. Das Geld könnte ja am Ende unseren Dauergeldsäckchenverteilern aus dem Außen und Bundespräsidialamt bei ihren Dauerspendenaktionen fehlen. Ein furchtbarer Gedanke für unsere beiden obersten, weltweiten im Dauereinsatz arbeitenden Weihnachtsmänner, sie greifen hinter sich und plötzlich wären da keine Geldsäckchen zum verteilen mehr auf dem Schlitten. Ne, ne da ist für eine Entlastung pflegender Familienangehöriger kein Platz. Man kann ebnen nicht alles haben und irgendwo ist der Staat eben Verpflichtet seinen (selbsternannten) Verpflichtungen im Ausland nach zu kommen. Man hat ja dort auch einen Ruf zu verteidigen. Im Gegensatz ist der Ruf hier eh schon schlecht, also da braucht man auch nix zu verteidigen. Also, nix gibt's, höchstens mal fünf €!

Wer mit dem Thema Bekanntschaft macht, merkt dass es wie beim Krankheitswesen am Ende ums Geld verdienen geht. Der Betroffene und Angehörige sind nur der Einsatz oder Erfüllungsgehilfe bei dem Spiel und haben die Lasten zu tragen.

Richtiger Schritt

Das ist ein richtiger Schritt. Die Kosten für eine Betreuung im Pflegeheim lagen bei einem Fall in meiner Familie letztes Jahr bei 2000€ pro Monat. Das kann eine sehr teure Angelegenheit für die Angehörigen werden, wenn Rente und Ersparnisse nicht mehr ausreichen. Das Problem wird dann künftig sein, einen Pflegeplatz für demente Angehörige zu erhalten.

Entlastung für Angehörige...

Mit dem Entwurf setzt Heil eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um, wonach die Kinder pflegebedürftiger Eltern finanziell geschont werden sollen und erweitert sie auf die Eltern erwachsener behinderter Kinder. 
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Endlich einmal ein vernünftiger Ansatz der Koalition ! Ich hoffe das dieser Gesetzentwurf auch wirklich schnellstens umgesetzt wird. Es ist eine Schande, das Angehörige Eltern und Kinder von Pflegebedürftigen auch noch bis zur Belastungsgrenze finanziell belastet werden. Nichts desto Trotz... hätte ich 100000 € in Jahr an Einkommen zur Verfügung, würde ich mich gerne an den Kosten beteiligen.Hab aber leider auch nur eine durchschnittliche Rente...

Vorsicht vor Fallen!

Meine Mutter überschrieb mir ihr Häuschen einige Jahre, bevor sie nach Schlaganfall ins Pflegeheim mußte, als Schenkung. Ihre Rente lag geringfügig über dem H2-Satz, so daß ich ihren Pflegeheimaufenthalt mitfinanzierte. Das Häuschen wurde vermietet, mit den Mieteinnahmen ihre Pflegeheimkosten finanziert.

Das Finanzamt versteuerte die Mieteinnamen in meinem Namen voll, aber die Zuschüsse zu den Pflegeheimkosten durfte ich nicht absetzen, mit der Begündung, daß die Schenkung noch keine 10 Jahre her sei und daher das Haus steuerrechtlich noch meiner Mutter gehöre und zwecks Finanzierung verkauft werden könne, ich also kein Geld aufwenden müsse. Die Mieteinnahmen aus dem Haus wurden jedoch steuerrechtlich mir, nicht etwa meiner Mutter, angerechnet.

Diese Logik hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Heute würde ich das demzufolge anders machen, so daß die Mieteinnahmen direkt im Namen meiner Mutter liefen und gar nicht durch mein Konto flössen.

Na endlich, das wird auch

Na endlich, das wird auch allerhöchste Zeit, wenn man bdenkt, dass die Unterbringung und Versorgung pflegebedürftiger Eltern in einem Pflegeheim mindestens 2500-3000 € pro Monat(!) kostet (Anteil der Krankenkasse bereits abgezogen), und dass dies deren Kinder alles bezahlen müssen, wenn das Vermögen/Rente der Eltern nicht ausreicht! Bis jetzt ist die Regelung einfach nur Armut per Gesetz für einkommensschwache Familien! Denn Unterstützung vom Staat diesbezüglich bekommt man bis jetzt nur dann, wenn man sein eigenes Vermögen nachweislich komplett aufgebraucht hat(!), für ein so reiches Land wie Deutschland eine Schande!

Entlastungen ???

Mehr Geld löst sicher das eine oder andere Pflegeproblem. Aber so lange viele Pflegeheime Gewinn orientiert arbeiten, steigen die Kosten dafür. Darüber hinaus kommen durch mehr Geld alleine nicht auch mehr Pflegekräfte. Der Personalmangel ist inzwischen das größte Problem. In die Zukunft geschaut: Bald kommen die Babyboomer in Rente und später viele in die Pflege - wir werden zwar älter, aber sicher nicht gesünder. Und wo sind die Jungen, welche diese Aufgabe bewältigen sollen ?
So wie bald 2 Arbeitnehmer einen Rentner versorgen sollen, so kommt bald auf jeden 4. Arbeitnehmer ein Pflegefall. Und wieder sind wir beim Generationen Konflikt. Ohne Kinder ! - Geld alleine füttert keinen Pflegebedürftigen - geht es eben nicht.

Das glaube ich erst,

Wenn es in trockenen Tüchern ist. Und ohne eine Million Schlupflöcher für das Sozialamt! Sonst ist das nichts weiter als Marktgeschrei für die anstehenden Landeswahlen...und damit wie immer, wenn es um was für den einfachen Bürger und gegen dessen Belastungen geht: heiße Luft!

Selbst 2500,-€ Rente

reichen bei einer Pflegestufe 4 und Unterbringung in einer Vollpflege hier in Köln nicht aus! Zu dem Pflegegeld in Höhe von 1780,-€ durch die Kasse, zahlt die Stadt Köln noch ein Wohnpflegegeld in Höhe von rund 450,-€ dazu. Taschengeld ?!? Fehlanzeige, daß muss dann von dem im Laufe der Jahre selbst angesparten Beerdigungsgeld finanziert werden. So geht man mit Menschen um, die 45 Jahre, neben Haushalt und 2 Kindern voll berufstätig waren!

Bernd39 schreibt: "Um das zu

Bernd39 schreibt:
"Um das zu verdeutlichen. Ein Pflegeplatz in Polen, 4*Niveau kostet 1750.-€, zum gleichen Platz in Brandenburg zu 3750.-! (pro Person!)"
Die Hälfte der Polen liegt 2018 mit ihrem Lohn über 3510 zl (ca. 835 €), die andere Hälfte darunter. Die Kosten für einen Pflegeplatz von 1750 € in Polen erklären sich von selbst. Für die Polen selbst ebenfalls eine hohe Belastung. Ansonsten haben Sie vollkommen recht. Auch die pflegenden Ehepartner müssen in gleichem Umfang entlastet werden.

@13:12 von jetzttexteich

"So geht man mit Menschen um, die 45 Jahre, neben Haushalt und 2 Kindern voll berufstätig waren!"

Ja, am Umgang mit Alten und Kranken kann man den Zustand einer Gesellschaft ablesen. Deutschland muss da den Blick in den Spiegel scheuen. Die Fratze, die der Spiegel zeigen würde, ist in den vergangenen Jahren nicht gerade ansehnlicher geworden.

@12:49 von Anonymer-User

"Bis jetzt ist die Regelung einfach nur Armut per Gesetz für einkommensschwache Familien!"

Das entspricht auch meiner Erfahrung. Bis heute ärgert mich auch der Umstand, dass bei der Berechnung der Höhe meiner Unterhaltspflicht, die Sparbeträge für die private Altersvorsorge nicht als finanzielle Belastung anerkannt wurde, da nicht "notwendig".
Es würde mich nicht wundern, wenn Sozialämter auch heute noch derart dreist argumentieren. Und später soll man sich dann auch noch anhören, dass man eben besser hätte vorsorgen müssen

Wen wundert es, wenn die Poltik ein Glaubwürdigkeitsproblem hat?

...

Ich befürchte dies läuft darauf hinaus, dass Kommunen private Pflegeheime subventionieren durch eine pauschale Kostenübernahme.

Eine Subventionierung der Caritas erschien mir da effizienter.

Entlastung für Angehörige...

Die Mehrkosten für Länder und Kommunen könnten bei 300 Millionen Euro im Jahr, aber auch deutlich niedriger liegen.
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Dann dürfte der Gesetzentwurf ja noch vor der Sommerpause durchgehen...hoffendlich nicht nur Wahlkampfgetue.
Und das dieses erst jetzt angegangen wird in einen Land wie Deutschland, in den nicht Millionen sondern zig Milliarden Euros für Dinge ausgegeben werden die völlig überflüssig sind ist einfach nur traurig. Ich erinnere mich noch an den Webewirksammen Werbegag von Kanzlerin Merkel in einen Pflegeheim. Es ging zwar um die belastung der Pflegekräfte, aber es zeigt den Stellenwert wie das ganze Thema von der Regierung angegangen wird. Über die Sorgen der Angehörigen wurde überhaupt nicht gesprochen obwohl gerade diese eine hohe Belastung haben.Und die ist nicht nur Finanziell...

13:57 von Anna-Elisabeth

>> die Sparbeträge für die private Altersvorsorge nicht als finanzielle Belastung anerkannt wurde, da nicht "notwendig". <<

Das riecht für mich als Laien für eine solide Chance auf ein entsprechendes Urteil in Karlsruhe. Wenn ich mich nicht schwer irre, kommen aus der Politik immer wieder Sätze wie "die Rente allein wird nicht reichen" oder "eine private Zusatzversicherung ist notwendig". Wenn ich auf der einen Seite aufgefordert werde "zu riestern", kann auf der anderen Seite nicht mit "nicht notwendig" argumentiert werden.

Mehr als sinnvoll - gerecht

"Das Arbeits- und Sozialministerium plant, Angehörige von Menschen mit Behinderung zu entlasten. Zukünftig sollen nur noch Eltern mit einem Bruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro pro Jahr verpflichtet werden, sich selbst zu beteiligen, wenn zum Beispiel Eingliederungshilfen gewährt werden."

Richtiger Ansatz.

Die Betroffenen haben es ohnehin schon schwer genug.

Da müssen sie nicht zusätzlich mit ständigem und immer weiter ausuferndem „Behördenkram", Streitigkeiten mit Behörden, Krankenkassen und sonstigen Institutionen und dazu zu allem Überfluss oft auch noch finanziellen Sorgen belastet werden.

Wie man überhaupt bei der

Wie man überhaupt bei der ganzen Diskussion so über die Gegebenheiten hinweggeht. Da muss man akzeptieren, dass da monatliche Kosten zusammen kommen, für die manch alter Mensch nie selber gelebt hat und das ganze dafür, dass die Alten da eh kaum mehr als eine Schale Pudding oder Brei verköstigen. Hochgerechnet könnte man da täglich im Kempinski Kaviar essen. Die Verhältnismäßigkeiten sind einfach total überzogen, damit u.U. die meist durch Kredite mit engagierten Banken ordentlich verdienen. So wurden auch wir zu der glücklichen Angehörigenklasse geschoben, die das uns in Aussicht gestellte Erbe in Form einer kleinen Wohnung, die wir gerne zu unserer eigenen Altersabsicherung verwendet hätten, in Etappen, am Ende ganz, für horrende Monatsbeträge ans Pflegeheim 'spenden' durften. Aber wir hatten am Ende dann doch noch das kaum zu fassende Glück, dass noch so viel übrig blieb, um sogar noch die Bestattung unserer Angehörigen zu bezahlen. Am Schluss will der Staat auch noch Steuern, toll!

13:12 von jetzttexteich

So geht man mit Menschen um,
.
was soll man sagen
4.000 Euro Pflegeheim paar 100 Euro für Medikamente und ähnliches
Wenn es dann Pflegegeld gibt 1.900 Euro
die Rente 1.500 Euro
bleiben 1.000 übrig
die werden dann vom Sparbuch bezahlt
und/oder das Häuschen kommt unter den Hammer (nach einigen Jahren)
oder die Allgemeinheit zahlt ....
wenn beide Eltern im Pflegeheim liegen sieht es noch übler aus - finanziell
durch geringere Renten und den Unwillen Vermögen zu schaffen
wird die Situation nicht unbedingt besser für die Gesellschaft

@14:10 von Guy_Fawkes

"Wenn ich mich nicht schwer irre, kommen aus der Politik immer wieder Sätze wie "die Rente allein wird nicht reichen" oder "eine private Zusatzversicherung ist notwendig"."

Wie schon geschrieben, das war in den 90igern (habe ich alles noch schriftlich). Da galt die Rente (für Politik-Gläubige) noch als sicher. Ob der sogenannte 'Selbstbehalt' immer noch der Sozialhilfesatz ist, weiß ich nicht. Wundern würde es mich aber nicht.

Als Riester eingeführt wurde, hatte mein Arbeitgeber eine Firma beauftragt, uns Mitarbeitern eine Beratung hinsichtlich der Möglichkeiten einer Zusatzrente anzubieten. Kollegen meines Jahrgangs wurde ausdrücklich erklärt, dass sich für uns zusätzliche Verträge nicht mehr lohnen. Im Zusammenhang mit der Rente fühle ich mich vom Staat betrogen.

14:22 von He pheistos

könnte man da täglich im Kempinski Kaviar essen
.
ich weiß nicht ob sie mal in so nem Pflegeheim waren
was da gelegentlich an Aufwand getrieben wird (Personalmäßig)
das "Füttern" der Alten ist ne recht langwierige Aufgabe,
Toilettengeschäfte funktioniert auch nicht immer reibungslos
und besonders "pflegeleicht" geben sich nicht alle Alten
Der Tag hat 24 Stunden .... sicherlich ist nicht das ganze Personal auch nachts da
aber rechnen sie mal den Personalbedarf
35 Stundenwoche - die Woche hat 168 Stunden also 5 Personen für eine Planstelle
und da ist der Urlaub und die Fehlzeiten nicht abgerechnet
ich denke mit etwas nachdenken kommt man selber drauf,
dass es nicht nur die gierigen Pflegeheim Träger sind

@14:19 von Nettie

"Da müssen sie nicht zusätzlich mit ständigem und immer weiter ausuferndem „Behördenkram", Streitigkeiten mit Behörden, Krankenkassen und sonstigen Institutionen..."

Ich habe meine Zweifel, dass dieser ätzende Teil damit wegfällt. Aber schön wär's.

14:47 von Sisyphos3

*Unwillen Vermögen zu schaffen* ?!? Wie sollen denn die jungen Familien heute noch Vermögen schaffen?!? Keine festen Arbeitsplätze, Leiharbeit, Lohndumping, Digitalisierung die Arbeitsplätze vernichtet, Unternehmen die ihre Firmen mit EU Subventionen ins Ausland auslagern, Horrormieten.....
Die Kinder können froh sein, wenn wir Alten sterben bevor wir zu Pflegefällen werden ...und wenn dann noch ein Häuschen zu vererben ist...Glück gehabt! Ich wünsche es den Jungen!

re bernd39

" Der Pflegeplatz in einem Pflegeheim für EINE Person verschlingt die Rente BEIDER Partner."

Das ja wohl nicht, denn der Beitrag eines unterhaltspflichtigen Angehörigen wird nur herangezogen, wenn er den eigenen Bedarf übersteigt.

Jahrelang

habe ich mich um meine Mutter, die mit Pflegegrad 2 in den eigenen vier Wänden leben konnte, gekümmert. Auf vieles haben meine Eltern verzichtet, um im Alter ruhig in der eigenen Wohnung leben zu können.
Dann wurde mein Mann zum Schwerstpflegefall (ALS). Ich habe ihn zu Hause gepflegt. Das Problem war, dass deshalb meine Mutter in eine Pflegeeinrichtung ziehen musste. Es war ihr Wunsch, weil sie gesehen hat, dass ich das sonst nicht schaffe. Auf Grund der Erkrankung meines Mannes mussten wir unser Geschäft aufgeben und ich verlor damit meinen Arbeitsplatz. Die Wohnung meiner Mutter musste aus finanziellen Gründen verkauft werden.
Pflegeeinrichtung - das Sparbuch meiner Mutter schmilzt dahin wie Butter an der Sonne; unser/mein Sparbuch - trotz häuslicher Pflege - fast leer; ich musste mir mit 60 einen Arbeitsplatz (leider nur Teilzeit) suchen und weiß, wie meine Rente (Kindererziehung) aussehen wird.
Und nun hoffe ich, dass ich nicht irgendwann zum Pflegefall werde.

re jetzttexteich

"Selbst 2500,-€ Rente

reichen bei einer Pflegestufe 4 und Unterbringung in einer Vollpflege hier in Köln nicht aus! Zu dem Pflegegeld in Höhe von 1780,-€ durch die Kasse, zahlt die Stadt Köln noch ein Wohnpflegegeld in Höhe von rund 450,-€ dazu. Taschengeld ?!? Fehlanzeige, daß muss dann von dem im Laufe der Jahre selbst angesparten Beerdigungsgeld finanziert werden. So geht man mit Menschen um, die 45 Jahre, neben Haushalt und 2 Kindern voll berufstätig waren!"

Was wollen Sie denn? Die Höhe der Rente ergibt sich aus den Rentenbeiträgen, nicht aus dem Wunsch, bei voller Pflegebedürftigekeit alles aus der eigenen Rente bezahlen zu können.

Welche Mindestrente hätten Sie denn gern, und wer sollte die finanzieren?

@15:51 von Margareta K.

Ihr Beitrag macht mich betroffen. Wie hält man es aus, wenn man dann noch immer wieder lesen und hören muss, dass man eben hätte vorsorgen sollen?
Ich wünsche Ihnen alles Glück dieser Erde für die Zukunft.

Sie hatten offensichtlich eine großartige Mutter und Sie waren eine großartige Tochter und Ehefrau.

16:05 von karwandler

*Welche Mindestrente hätten Sie denn gern, und wer sollte die finanzieren?*

Höhere Beiträge an die Pflegeversicherung könnten schon viel ausmachen. Natürlich hälftig ...so wie früher!

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