Ihre Meinung zu: Einkommenssteuer: Wettstreit um Europas Superreiche

2. April 2019 - 17:10 Uhr

Die EU-Staaten buhlen um besonders reiche Bürger und unterbieten sich gegenseitig bei der Besteuerung. Dabei verzichten sie auf Einnahmen in Millionenhöhe. Von P. Eckstein und J. L. Strozyk.

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Kommentare

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der Grünen im Eu

Wozu noch eine teure Studie, was eh schon jeder weiß. Mit ehrlicher Arbeit, kann keiner so reich werden.

es gibt nur eine Lösung:

Ein weltweit einheitlicher Einkommenssteuersatz, Festgelegt von der Weltregierung.

...

Die AfD und "konservativ-liberale" Medien beklagen einen zunehmenden Sozialismus.

Wenn in Ländern wie Italien Reiche nur 5%-10% Einkommenssteuer zahlen müssen, fühlt sich dies hier natürlich unerträglich an.

Die Mittelschicht fürchtet um Ihre Profite; davor irgendwann in Verantwortung genommen zu werden. Daher der Kampf gegen den imaginierten Sozialismus.

es ist ja nicht so

dass der Staat das Geld letzten Endes nicht bekommt. Er bekommt es nur von jemand anderem, nämlich den Nicht-Superreichen.
Es ist doch richtig schön, wenn wir Normalverdiener den Reichen auch noch die Steuern bezahlen dürfen. So habe ich mir den "Sozialstaat" immer vorgestellt.

Institutioneller Wettbewerb

Das heisst Institutioneller Wettbewerb, und ist was gutes.

Das eigentliche Problem, ist dass Regierungen Steuergelder zum Fenster rauswerfen. Da könnte man vieles machen und verbessern.
Die Gier nach dem Geld anderer ist scheinbar grenzenlos.
Was sozialistische Parteien hier fordern ist nichts anderes als staatliche Absprachen und die Bildung eines Kartells gegen den institutionellen Wettbewerb. Zum Glück werden sie diesen Kampf verlieren.

Steuergeschenke für Superreiche

Es ist unfassbar. Zunächst verursachten die Superreichen die Weltwirtschaftskrise 2009. Die Vermögen der Superreichen wurden vom Staat gerettet und die Kosten auf die Bevölkerung umgelenkt. Nun ist ein „Wettbewerb“ im verteilen von Steuergeschenken für Superreiche entbrannt. Während die Mieten kaum noch zu zahlen sind und der Sparer über Niedrigzinsen enteignet wird wirft das politische Esteblishment den Superreichen Steuergelder in Millionenhöhe hinterher.

Inclusion und Integration = Fehlanzeige

Da scheint weder die Inklusion noch die Integration zu funktionieren.
Aber angesichts von 1 Billionen Euro, die in den EU - Staaten pro Jahr an Steuern hinterzogen werden, ist das auch nur ein kleiner Beitrag.

anstatt diese megareichen

menschen vermehrt, zum wohle der allgemeinheit, zur kasse zu bitten, werden sie also noch staatlich gepampered. na ja, man muss sich nur anschauen, wer die grossspender hinter der CDU/CSU sind und es wird einiges klar. aber einem Hartz IVer, der mal vergisst nur 1€ verdienst anzugeben, gleich massiv geld abziehen, sperren aufbrummen.

ich nenne so ein verhalten den schwerreichen gegenüber pervers! und nein, das hat nichts mit sozialneid zu tun. diese menschen generieren ihr vermögen letztendlich, aus der arbeitskraft der allgemeinheit, also sollen sie auch angemessen dafür blechen!

Wofür das flennen ?

Eine klare Bevorzugung von Reichen und großen Firmen ist integraler Bestandteil des neoliberalen Systems.

Wettbewerb ebenso.

Solidarität (auch zwischen den Staaten des Staatenbundes EU) ist im neoliberalen System eigentlich verpönt, das es den Wettbewerb verzerrt.

Und selbst wenn man es dennoch schaffen wuerde, innerhalb der EU eine gemeinsame Linie Durchzuziehen, hat der Reiche immer noch die Moeglichkeit außerhalb der Eu zu leben.

Man mag sich fragen :
Wie soll ob solcher Verhaeltnisse noch ein Minimum an Sozialstaat bestehen bleiben ?

Die Antwort heißt :
Gar nicht
Die Zukunft Europas und auch der Welt ist die freie Marktwirtschaft ohne soziale Komponente.

Viel Spaß dabei....

19:41 von Initiative Neue...

Es ist unfassbar. Zunächst verursachten die Superreichen die Weltwirtschaftskrise 2009

Schlechte Finanzpolitik hat die Krise ermöglicht. Staatsgemacht. Es ist unfassbar, wie schlecht so viele Staaten Politik gemacht haben.

Die Vermögen der Superreichen wurden vom Staat gerettet und die Kosten auf die Bevölkerung umgelenkt.

Mehr schlechte Finanzpolitik. Bankenrettung ist nicht freimarktwirtschaftlicher Kapitalismus, sondern Staats'kapitalismus'. Beim freimarktwirtschaftlichen Kapitalismus geht man pleite, wenn man aufs falsche Pferd setzt. Man wird nicht gerettet.

Und der billigste ist.............

So zum Beispiel im Berner Oberland, Schweiz, beträgt der Steuersatz für Superreichen 0,2 %.
Zo laut einer großen Schweizer Zeitung heute gross berichtet. Und kommen tun sie alle, weltweit und der EU. Es wurden da einige Namen genannt, da kann man nur noch staunen. Da regen sich sogar die Schweizer auf. Der Normalbürger zahlt für eine perfekte Infrastruktur und die Herrschaften wohnen an den schönsten Plätzen. Übrigens die 775 Millionen Steuerersparnis in den Niederlanden sind tatsächlich wesentlich höher, bei Google und Ikea zum Beispiel handelt es sich um einige Milliarden.

ein grund mehr

für _mehr_ EU

@Konsenssoße

Was hat das mit Gier zu tun? Diese Leute verdienen ihr vieles Geld dank mir, dem Durchschnittsbürger, der deren Waren kauft. Als Dank behalten sie das Geld, das sie eigentlich an den Staat zurückführen sollten. Wenn Sie jemandem Gier vorwerfen wollen, dann den Menschen, die sich die Umstände machen, aus Steuervermeidungsgründen ihren offiziellen Wohnsitz in ein anderes Land zu verlagern, während sie gleichzeitig im Heimatland wohnen bleiben und die Infrastruktur nutzen, welche sie durch ihre Steuern eigentlich mitfinanzieren sollten. Der Staat sind Sie, der Staat bin ich. Steuern werden erhoben, um unsere Infrastruktur auszubauen, Verschwendung hin oder her.
Wenn ein Superreicher in die Schweiz auswandern will und dann auch da wohnt, ist das sein gutes Recht und ich hab kein Problem damit. Wenn er allerdings hier wohnen bleibt und nur steuerrechtlich dort gemeldet ist, nutzt er MEINE Steuerinvestitionen aus, zahlt aber selbst gar nichts. Was ist daran gut?

Eine EU die Reiche und Großunternehmen so bevorzugt

braucht wirklich Niemand.

@18:32 von Seacow

"es gibt nur eine Lösung:
Ein weltweit einheitlicher Einkommenssteuersatz, Festgelegt von der Weltregierung."

Wenn man sich nicht einmal in der EU einigen kann, bleibt alles andere leider nur ein Traum.

Ich möchte nur erinnern,

dass es Politiker der jeweiligen Länder sind, die "Modelle" bzw. "Sonderregelungen" usw. beschließen.

So weit zum Amtseid, Schaden vom Volk abzuwenden und das Wohl zu mehren.

Es ist klar zu erkennen, dass das Wohl nur für einige in den Ländern gilt.

Die anderen , der "kleinverdienende Mann" müssen den Schaden bezahlen. (geringes Einkommen, keine Abschreibungsmöglichkeiten, hohe Steuern usw.)

18:34 von frosthorn

"Es ist doch richtig schön, wenn wir Normalverdiener den Reichen auch noch die Steuern bezahlen dürfen. So habe ich mir den "Sozialstaat" immer vorgestellt."

Ich versuche es trotzdem noch einmal mit einem Zitat aus dem "SPIEGEL" als Ergänzung zu Ihrem Kommentar:

>>Wer wenig verdient, hat vom deutschen Sozialstaat nicht viel zu erwarten – außer der Verpflichtung, ihn kräftig mitzufinanzieren.<<

(SPIEGEL Nr.8 vom 16.02.2019, Seite58)

Reiche haben Kapitalerteäge

Reiche haben Kapitalerteäge früher nach dem persönlichen Steuersatz in Deutschland besteuert. Seit der Kapitalertragssteuer zahlen sie dafür nur noch knapp die Hälfte der Steuer - doch anscheinend besser als garnichts. Hochgeachtete Menschen wie Schumi wurden in Deutschland zwar gefeiert, aber er hat seine Erträge schön im Ausland versteuert.

Wettstreit um Europas Superreiche

Es ist schlicht ergreifend eine Riesensauerei!!

Wertegemeinschaft EU

Das mit der einheitlichen EU scheint nicht zu funktionieren.
Aber solange die dummen Bürger zahlen.

@collie4711

Eine EU die Reiche und Großunternehmen so bevorzugt braucht wirklich Niemand.

Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Darum muss die EU reformiert, ja vielleicht sogar völlig neu konstituiert werden. Aber eine Abschaffung der EU würde nicht nur den "Reichen und Großunternehmen" schaden.

Die EU-Kommission, Freund und Helfer des einfachen Bürgers

"Auf Anfrage erklärte eine Sprecherin der EU-Kommission, man habe das Problem dort bereits erkannt und plane die Einberufung einer Expertengruppe aus den Mitgliedsstaaten, die bis Ende dieses Jahres Sicherheitsmechanismen vorschlagen solle."

Ich bin ein bekennender EU Gegner. Schon seit Jahrzehnten, da ich dieses ganze Ding, EU, nicht verstehe. Nun bin ich der Meinung, dass die EU-Strukturen selbst für die Kritik sorgen, die mehr als angebarcht ist.

Wie kann man als Sprecherin der EU-Kommission so etwas verlautbaren? Das Problem der Steuerflucht und des sog. Steuerwettbewerbs ist doch schon ewig bekannt?

Gerade hier könnten die EU-Strukturen mit ihrem "Fanklubanhängsel" ihr immer wieder ins Feld geführte Argument einsetzen, dass internationale Probleme nur in Brüssel gelöst werden können.

Und diese EU-Kommission lässt den Steuerzahler wissen, dass sie erst jetzt irgendeine Expertengruppe irgendwelche Vorschläge ausarbeiten lässt?
Wo sind eigentlich die Vorschläge des EU-Parlament

Ständesystem

Ohne eine Verschwörungstheorie im Hintergrund kann man getrost feststellen, dass es Kräfte gibt, die im Resultat an einem Ständesystem arbeiten. Vermögensverteilung ähnlich dem Mittelalter. Das größte Problem dabei ist, dass die Leute sich das gefallen lassen und schön brav weiter ihre Merkel, Lindner, Scholz & Co wählen oder Leuten wie Trump, Poroschenko, Meuthen, Orban & Co auf den Leim gehen. Wie soll sich da etwas grundlegend ändern?

... weiteres Beispiel

Die EEG-Umlage, die Otto Normalverbraucher anstelle unserer notleidenen Industrie zahlt. Ähm, ist Deutschland nicht Export-Überschuss-Weltmeister? Egal. Man nehme es von unten und gebe es nach oben. Auf dass es dann wieder nach unten sickert. Nur dass unsere Unternehmen nicht investieren, sondern sparen. Es ist zum Mäusemelken.

20:01, Autochon

>>Eine klare Bevorzugung von Reichen und großen Firmen ist integraler Bestandteil des neoliberalen Systems.<<

Dies war schon das Prinzip des Kapitalismus, lange bevor es das Schlagwort "neoliberal" überhaupt gab.

18:34, frosthorn

>>es ist ja nicht so
dass der Staat das Geld letzten Endes nicht bekommt. Er bekommt es nur von jemand anderem, nämlich den Nicht-Superreichen.<<

Es ist ja noch viel bizarrer.

Natürlich bekommt der Staat das Geld von den Superreichen, allerdings nur geliehen.

Das nennt sich dann "Staatsverschuldung".

19:41, Konsenssoße

>>Das heisst Institutioneller Wettbewerb, und ist was gutes.

Das eigentliche Problem, ist dass Regierungen Steuergelder zum Fenster rauswerfen. Da könnte man vieles machen und verbessern.
Die Gier nach dem Geld anderer ist scheinbar grenzenlos.<<

Die Gier nach dem Geld anderer.

Aha.

So kann nur jemand argumentieren, der dem neokonservativen Staatsmodell anhängt.

Anekdotisch folgendermaßen auf den Punkt zu bringen:

Der Staat muss derart verschlankt werden, daß er beim Duschen durch den Abfluss flutscht. Erst dann haben wir den reinen, echten, ordoliberalen Kapitalismus.

Dazu passt dann auch die Klage von der angeblichen Geldverschwendung.

Aber wie wurde denn eigentlich die Infrastruktur unseres Landes geschaffen, die Sie gewiss gern nutzen?

Nur mal so als Beispiel.

Ihr Ansatz führt jedenfalls zu einer Verelendung breiter Bevölkerungsschichten.

Glauben Sie denn, so ein System wäre auch nur ansatzweise stabil?

Oder halten Sie Stabilität für unwichtig?

Es wird nichts helfen.

Die Mittelschicht wird ebenfalls, wie die Superreichen, "mobil" werden müssen, um zu ihrem Recht zu kommen.

Also mehrere Wohnsitze anlegen (zur Not reicht ein Briefkasten) und dem dortigen Staat mitteilen: "Steuerdeal, oder ich ziehe weiter."

Anders wird sich nichts ändern. Auf ihre "europäische Lösung" können die Grünen lange warten...

Die europäische Einigung (und damit die Steuerharmonisierung) ist dahin, von den Bürgern nicht gewollt, warum auch immer.

Das Ziel jeder absolut gerechten Gesellschaft sollte es sein,

dass das Einkommen jedes - aber auch wirklich jeden, ohne Ausnahme - Bürgers genau gleich groß ist.
Und wenn dann auch noch zusätzlich völlig egal sein sollte, wieviel die Arbeitsleistung eines jeden Bürgers beträgt, sind wir im Sozialismus, Tendenz Kommunismus.
Doch genau dahin sollten wir kommen....!

@0815Nutzer um 20:22

Ich konnte noch nie verstehen, dass von Medien und einer großen Zahl in der Bevölkerung ein Hype um "Volkshelden" im Sport gemacht wird, die nicht in Deutschland wohnen und Steuern im Ausland entrichten. Allen voran insbesondere im Automobilsport.

21:30 von fathaland slim

20:01, Autochon

>>Eine klare Bevorzugung von Reichen und großen Firmen ist integraler Bestandteil des neoliberalen Systems.<<

Dies war schon das Prinzip des Kapitalismus, lange bevor es das Schlagwort "neoliberal" überhaupt gab.
////
*
*
Warum haben die Edlen der reinen Lehre nur 1989 überall aufgehört?
*
(pardon, das war ja noch nicht der Sozialismus)

Politik für das Kapital

"Europa droht in einen Wettbewerb um die günstigsten Steuerregelungen für Superreiche zu geraten."

Wie kann ein Ereignis "drohen", das längst Realität ist? Die Politik bedient das Kapital und nicht den Bürger. Ob das nun superreiche Personen oder Konzerne betrifft, spielt letztendlich keine Rolle.

Im Übrigen ist dieser Wettbewerb ein schönes Beispiel für die stets betonte Einigkeit der EU.

20:22 von 0815Nutzer

Reiche haben Kapitalerteäge früher nach dem persönlichen Steuersatz in Deutschland besteuert. Seit der Kapitalertragssteuer zahlen sie dafür nur noch knapp die Hälfte der Steuer - doch anscheinend besser als garnichts. Hochgeachtete Menschen wie Schumi wurden in Deutschland zwar gefeiert, aber er hat seine Erträge schön im Ausland versteuert.
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Die Abgeltungssteuer wurde Anfang 2009 eingeführt.
*
Wer war denn damals Kanzler, Merkel wurde das doch erst am Jahresende?
*
(die Demokraten in Amerika würden jetzt Mueller untersuchen lassen, ob Putin damals Einfluss gennommen hat)

21:32 von fathaland

21:32 von fathaland slim
18:34, frosthorn
>>es ist ja nicht so
dass der Staat das Geld letzten Endes nicht bekommt. Er bekommt es nur von jemand anderem, nämlich den Nicht-Superreichen.<<

Es ist ja noch viel bizarrer.

Natürlich bekommt der Staat das Geld von den Superreichen, allerdings nur geliehen.

Das nennt sich dann "Staatsverschuldung".

----

Andersrum wird ein Schuh draus:

Erst bekommts der Staat von Superreichen geliehen, um die Schulden dann von den Nicht-Reichen tilgen zu lassen.

Das beste daran: Daran verdienen wiederum die Superreichen und für die Staatsmännlein fällt sicher auch noch ein Brocken ab.

Ist doch weder neu noch überraschend

deshalb versteh ich die Aufregung nicht wirklich. Flüchtlingsaufnahme, Energiesubventionen, Aufstockung für Niedriglöhne, E-Auto-Prämien, Respektrente, Subvention für Ladestationen kostet Steuergeld.Und Irgendwer muss es doch finanzieren. Die Superreichen können sich immer im Niedrigsteuerparadies einkaufen, funktioniert auch innerhalb der EU. Das gibt es doch seit vielen Jahren. Profifußballer aus dem Rheinland wohnen deshalb in Belgien, Großverdiener aus Formel1 in Monaco , Boris Becker in London, der grundgute Grönemeyer auch. Nichts als ein Steuermodell in den meisten Fällen.Die solidarische Staatengemeinschaft schafft ja auch Steueroasen für Weltkonzerne, z.B. Luxemburg, die NL, Irland, GB und konkurriert mit Steuerdumping um Investitionen. Wo ist da die Neuigkeit? Und was macht die Politik und die Medien, damit das aufhört?

Da hilft nur Eines:

Die vereinigten Staaten von Europa. Wo man superreichen Steuerzahlern und Arbeitgebern nicht mehr hofieren muss, weil sie überall in dieselbe Kasse einzahlen.

Die EU wie sie heute dasteht ist kurz vor dem Ende. Entweder man schafft was Neues und Besseres, oder der Zug fährt dann ab.

Am 02. April 2019 um 21:32 von fathaland slim

"18:34, frosthorn
>>es ist ja nicht so
dass der Staat das Geld letzten Endes nicht bekommt. Er bekommt es nur von jemand anderem, nämlich den Nicht-Superreichen.<<

Es ist ja noch viel bizarrer.
Natürlich bekommt der Staat das Geld von den Superreichen, allerdings nur geliehen.
Das nennt sich dann "Staatsverschuldung".

Sie haben Recht.

Aber es kommt noch bizarrer.

Es ist nicht so, dass

„Die Schulden des einen das Geldvermögen des anderen sind.“

Sondern

„Die Ersparnisse des einen sind stets die Schulden des anderen!“

21:44, rossundreiter

>>Die europäische Einigung (und damit die Steuerharmonisierung) ist dahin, von den Bürgern nicht gewollt, warum auch immer.<<

Ich sehe es nicht ganz so schwarz wie Sie, aber in der Tendenz haben Sie schon Recht. Aus für mich schwer nachvollziehbaren Gründen glauben Viele, auch und gerade hier im Forum, das Problem, welches der Artikel, den wir hier diskutieren, beschreibt, ließe sich mit mehr Nationalstaat bändigen.

Wie kann man nur auf diese Idee kommen? Das genaue Gegenteil ist ja richtig. Mehr Nationalstaatlichkeit würde den Unterbietungswettbewerb natürlich befeuern.

Der "Bürgerwille" ist mir immer schon ein großes Rätsel gewesen. Aus irgendwelchen Gründen wählen die Kälber ihren Schlachter gern öfter mal selber. Wenn mir der Chirurg suspekt ist, gehe ich lieber zum Metzger. Bei der nächsten Wahl wähle ich dann den Wolf, das wird dem Hirten eine Lehre sein.

Ich begreife das nicht so richtig, vorsichtig ausgedrückt.

@WM-Kasparov-Fan

"Und wenn dann auch noch zusätzlich völlig egal sein sollte, wieviel die Arbeitsleistung eines jeden Bürgers beträgt, sind wir im Sozialismus, Tendenz Kommunismus.
Doch genau dahin sollten wir kommen....!"

Das ist so grotesk, das kann unmöglich ernst gemeint sein. Satire?

21:58 von StöRschall

21:32 von fathaland

21:32 von fathaland slim
18:34, frosthorn
>>es ist ja nicht so
dass der Staat das Geld letzten Endes nicht bekommt. Er bekommt es nur von jemand anderem, nämlich den Nicht-Superreichen.<<
Es ist ja noch viel bizarrer.
Natürlich bekommt der Staat das Geld von den Superreichen, allerdings nur geliehen.
Das nennt sich dann "Staatsverschuldung".
----
Andersrum wird ein Schuh draus:

Erst bekommts der Staat von Superreichen geliehen, um die Schulden dann von den Nicht-Reichen tilgen zu lassen.

Das beste daran: Daran verdienen wiederum nd für die Staatsmännlein fällt sicher auch noch ein Brocken ab.
///
*
*
Aber wenn das alles Oligarchen, ehemalige Kommunisten sind, dann ist das alles in Ordnung?
*
(weil das Volk dort nicht interessiert?)
*
(aber wer sich verschlechtern möchte)

22:11 von Werner Krausss Das

22:11 von Werner Krausss

Das allerbizarrste ist:

Dass die Nicht-Reichen von ihren Schulden, die sie vom Staat erhalten, gar keinen Gegenwert bekommen. Den sahnen die Superreichen plus Zinsen ab.

Und jetzt der Oberknaller:

Also arm wird der Staat nicht durch die Armen, sondern durch die Superreichen.

Die dafür, noch nicht mal mehr Steuern zahlen brauchen.

NEEEIIIIN .... DIE sind sooo grooooßzügig und spenden freiwillig der Allgemeinheit mal eine Rutschbahn und eine Schaukel, weil sie so toll und so großzügig sind. Und freuen sich auf jedes Dankeschön und Aufwiedersehen :D

@ deutlich um 22:06

"Wo ist da die Neuigkeit? Und was macht die Politik und die Medien, damit das aufhört?"

Eine Neuigkeit wäre, wenn die Medien, mit den ör an der Spitze, diese parlamentarische Demokartie, in Deutschland, endlich dazu bewegt, nach dem Top-Down Prinzip zu besteuern.

Soll m.M.n. heißen, nicht der Bodensatz der Gesellschaft soll unseren Staaten alleine tragen und unsere Infrastruktur pflegen, erneuern und aufbauen. Sondern der Staat sollte anfangen bei den obersten den Gesellschaftsanteil zu holen, damit die Schere nicht soweit auseinandergeht.

Statt dessen erhalten wir fake-Debatten über zu bauende Flugzeugträger, Gender-Witze und vieles mehr.

Meinen Dank, an die politsche Sparte der ör Medien.

22:11, Werner Krausss

>>Es ist nicht so, dass

„Die Schulden des einen das Geldvermögen des anderen sind.“

Sondern

„Die Ersparnisse des einen sind stets die Schulden des anderen!“<<

Beides ist richtig.

Man kann es auch noch anders ausdrücken:

Geld, das man sich leiht, gehört jemand anders. Und Geld, welches man verleiht, gehört einem selbst. Durch das Verleihen oder Leihen ändern sich die Besitzverhältnisse nicht.

Selbst Geld, welches unterm Kopfkissen gebunkert wird, ist gleichzeitig Schuld. Denn ein Geldschein ist ein Zahlungsversprechen der Zentralbank.

Das kapitalistische Finanzsystem ist schuldbasiert. Wäre das nicht so, bräuchte es keine Banken.

22:21 von Boris.1945 Aber

22:21 von Boris.1945
Aber wenn das alles Oligarchen, ehemalige Kommunisten sind, dann ist das alles in Ordnung?
*
(weil das Volk dort nicht interessiert?)
*
(aber wer sich verschlechtern möchte)

----

Lieber Boris, Sie müssten mich doch eigentlich schon kennen und wissen, was ich darauf jetzt sage ....

@deutlich um 22:19

"grotesk"

Sie glauben eindeutig auch nicht an den Nutzen des Bedingungslosen Grundeinkommens.
Und auch nicht daran, dass Menschen einfach nur aus Freude arbeiten, statt für Geld/Gehalt/materielle Entschädigung...

In der Leistungsgesellschaft verhaftet, das sind die meisten. Sie kennen es nicht anders.

@fathalandslim, 22:17

Ich kann nur vermuten, die rechten Integrationsfeinde gehen in ihren "wilden Ideen" noch weiter und wollen die Superreichen (Stichwort Grenzschutz) gar nicht aus dem Nationalstaat heraus lassen.

Das sagen sie uns natürlich nicht.

Alles andere ergibt aus meiner Sicht keinen Sinn.

22:29 von fathaland slim Aber

22:29 von fathaland slim

Aber das wirklich fiese an der Sache ist, dass der Nicht-Reiche noch nicht mal mehr Zinsen bei den Banken bekommt, wenn er dort schon mit seinem Nicht-Reich- Sein hausieren muss.

Das gabs ja früher wenigstens noch.

Mittlerweile gibt es, wie gesagt, Zinsen nur noch für Superreiche.

Der Nicht-Reiche Sparer ist nur noch zum Erhalt der Infrastuktur zuständig, an der sich die Superreichen selbstverständlich in voller Wonne laben können.

Was würden die auch ohne die Nicht-Reichen tun???

Ganz schön alt aussehen, würden die...

Am 02. April 2019 um 22:29 von fathaland slim

"Denn ein Geldschein ist ein Zahlungsversprechen der Zentralbank."

Sie haben Recht.

In der Schule hat man gelernt, Zahlungsversprechen sind z.B. Scheck, Bürgschaft, ..
Zahlungsmittel ist Bargeld, sonst nichts.

"Geld, das man sich leiht, gehört jemand anders. Und Geld, welches man verleiht, gehört einem selbst. Durch das Verleihen oder Leihen ändern sich die Besitzverhältnisse nicht."

Da ist was dran.

Aber
erlässt man einem Land einen Teil seiner Schulden, bedeutet das, dass der Anleger auf einen Teil seines Vermögens verzichten müsste.

Und das um diese Uhrzeit.

@ Boris.1945

Zitat um 21:53 Uhr: "Die Abgeltungssteuer wurde Anfang 2009 eingeführt.
*
Wer war denn damals Kanzler, Merkel wurde das doch erst am Jahresende?"
_______________

Ja, und?

Was hat das eine mit dem anderen tun?

@collie4711

Bitte noch einmal lesen: die einzelnen Länder unterbieten sich in der Reichensteuer, nicht die EU...

Die soll jetzt dagegen vorgehen. Und das geht natürlich auch nur mit so einer Dachorganisation und nur, wenn alle 27 Mitgliedstaaten sich einigen können. Es wird aber nicht leicht werden, die Länder zu überzeugen, die davon profitieren, dass sie Reiche mit Niedrigsteuern anlocken.

Da wäre es gut, wenn die Normalbürger dieser Länder Druck machten.

Aber mittelfristig muss die Vermögenssteuer und die Unternehmenssteuer in der EU gleichgeschaltet werden, sonst werden diese Steuervermeidungstaktiken und die soziale Ungerechtigkeit nur schlimmer.

@WM-Kasparov-Fan 22.35

Beim ersten Satz gebe ich Ihnen völlig Recht! Es gibt nicht wenige Menschen, die Freude an der Arbeit haben, aber ohne anständiges Geld vergeht die Freude schnell. Das muss man sich erst Mal leisten können. Ich arbeite z.B. ehrenamtlich, ganz ohne Geld.
Und ja, ich bin in der Leistungsgesellschaft verhaftet. Das war immer ursozialdemokratisches Prinzip, dass Jede(r) nach Leistung bezahlt wird und vorwärts kommt. Von Nichts kommt allerdings auch nichts.

22:29 von fathaland

22:29 von fathaland slim
22:11, Werner Krausss
>>Es ist nicht so, dass

„Die Schulden des einen das Geldvermögen des anderen sind.“

Sondern

„Die Ersparnisse des einen sind stets die Schulden des anderen!“<<

Beides ist richtig.

Man kann es auch noch anders ausdrücken:

Geld, das man sich leiht, gehört jemand anders. Und Geld, welches man verleiht, gehört einem selbst. Durch das Verleihen oder Leihen ändern sich die Besitzverhältnisse nicht.

---

Und weil Geld ohne Gegenwert nix wert ist, ist es EXTREM wichtig, dass der mittlere Sockel ... also die Nicht-Reichen auch nicht reich werden können, durch ihre Arbeitskraft.

Denn DIE ist wertvoller als Geld.
Das haben sogar die Superreichen geschnallt und der Staat. Nur leider nicht die Nicht-Reichen.

Und deshalb kann dieses System nicht gerecht verteilen.

@ Schlimmer

Zitat um 20:41 Uhr:
"Ohne eine Verschwörungstheorie im Hintergrund kann man getrost feststellen, dass es Kräfte gibt, die im Resultat an einem Ständesystem arbeiten. Vermögensverteilung ähnlich dem Mittelalter. Das größte Problem dabei ist, dass die Leute sich das gefallen lassen und schön brav weiter ihre Merkel, Lindner, Scholz & Co wählen oder Leuten wie Trump, Poroschenko, Meuthen, Orban & Co auf den Leim gehen. Wie soll sich da etwas grundlegend ändern?"
__________________

Ich stimme Ihnen zu, würde es aber anders nennen.

Wir sind auf dem Weg in ein neues Feudalsystem.

22:06, deutlich

>>Flüchtlingsaufnahme, Energiesubventionen, Aufstockung für Niedriglöhne, E-Auto-Prämien, Respektrente, Subvention für Ladestationen kostet Steuergeld.Und Irgendwer muss es doch finanzieren.<<

Ja sicher. Und noch Vieles mehr. Wir alle haben da unsere Aufregerpräferenzen.

>>Die solidarische Staatengemeinschaft schafft ja auch Steueroasen für Weltkonzerne, z.B. Luxemburg, die NL, Irland, GB und konkurriert mit Steuerdumping um Investitionen. Wo ist da die Neuigkeit?<<

Steueroasen gab es schon zu meiner Kindheit. Liechtenstein, die Schweiz, Luxemburg, die Kaimaninseln und noch einige mehr. Zu Reagan/Thatcher/Kohlzeiten wurden es dann mehr, und unter Schröder/Blair lief das dann noch mehr aus dem Ruder. Eine der Sachen, die der weltweiten Sozialdemokratie das Genick gebrochen haben.

>>Und was macht die Politik und die Medien, damit das aufhört?<<

"Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen."
G.B. Shaw

@ StöRschall um 22:50

"Und weil Geld ohne Gegenwert nix wert ist, ist es EXTREM wichtig, dass der mittlere Sockel ... also die Nicht-Reichen auch nicht reich werden können, durch ihre Arbeitskraft.

Denn DIE ist wertvoller als Geld.
Das haben sogar die Superreichen geschnallt und der Staat. Nur leider nicht die Nicht-Reichen.

Und deshalb kann dieses System nicht gerecht verteilen."

Die Fake-Lefties brauchen noch eine Weile, bis sie verstehen, dass Geld nach einem Buchungsvorgang einer Bank, aus dem nichts generiert wird. Bis dahin, halten die gestandenen "Sozialisten" wie George Soros die Stange.

Aber erlässt man einem Land

Aber
erlässt man einem Land einen Teil seiner Schulden, bedeutet das, dass der Anleger auf einen Teil seines Vermögens verzichten müsste.

Und das um diese Uhrzeit.

----

der Anleger? Ja?
Was hat er denn PRODUKTIVES zur Wertschöpfung beigetragen, der Herr Anleger?

Im Vergleich zum Nicht-Reichen, der täglich seinen Beitrag leistet, dem die Schuld erlassen werden soll?

WER hat WAS verdient?

22:41, Werner Krausss

>>Aber
erlässt man einem Land einen Teil seiner Schulden, bedeutet das, dass der Anleger auf einen Teil seines Vermögens verzichten müsste.<<

Ja klar. Schuldenschnitt heißt Vermögensvernichtung.

Am 02. April 2019 um 22:50 von StöRschall

"Und weil Geld ohne Gegenwert nix wert ist, ist es EXTREM wichtig, dass der mittlere Sockel ... also die Nicht-Reichen auch nicht reich werden können, durch ihre Arbeitskraft."

Sie haben Recht.

Mit Arbeit ist noch niemand reich geworden.

Nur wer es besser macht, hat es auch besser.

@ deutlich

Zitat um 22:06 Uhr:

"Und was macht die Politik und die Medien, damit das aufhört?"
______________

Bisher nichts!

Das heisst machen tut sie schon etwas. Sie sorgt dafür, dass ihre Drehtüren immer gut geölt sind!

@ flegar

Zitat um 21:47 Uhr:
"@0815Nutzer um 20:22

Ich konnte noch nie verstehen, dass von Medien und einer großen Zahl in der Bevölkerung ein Hype um "Volkshelden" im Sport gemacht wird, die nicht in Deutschland wohnen und Steuern im Ausland entrichten. Allen voran insbesondere im Automobilsport."
_________________

Geht mir ganz genau so.

22:50 von Feininger @

22:50 von Feininger
@ Schlimmer
Zitat um 20:41 Uhr:
"Ohne eine Verschwörungstheorie im Hintergrund kann man getrost feststellen, dass es Kräfte gibt, die im Resultat an einem Ständesystem arbeiten. Vermögensverteilung ähnlich dem Mittelalter. Das größte Problem dabei ist, dass die Leute sich das gefallen lassen und schön brav weiter ihre Merkel, Lindner, Scholz & Co wählen"

Was immer noch besser als Erdogan, Putin, Kim, Honecker und wie sie alle heißen ... ist.

"oder Leuten wie Trump, Poroschenko, Meuthen, Orban & Co auf den Leim gehen. "

DAS ist eine zweifelsohne echte Gefahr.
Das liegt aber nicht nur am System, sondern an der einfältigen Verdrossenheit einzelner Individuen.

"Wie soll sich da etwas grundlegend ändern?""

Gar nicht. Denn von allem Schlechten, ist es immer noch das beste.

22:59 von Werner Krausss Am

22:59 von Werner Krausss
Am 02. April 2019 um 22:50 von StöRschall
"Und weil Geld ohne Gegenwert nix wert ist, ist es EXTREM wichtig, dass der mittlere Sockel ... also die Nicht-Reichen auch nicht reich werden können, durch ihre Arbeitskraft."

Sie haben Recht.

Mit Arbeit ist noch niemand reich geworden.

Nur wer es besser macht, hat es auch besser.

----

naja .... das ist jetzt Interpretationssache, was "besser" ist.

Jedenfalls:

Wer besser verdrängt hat es besser.

Am 02. April 2019 um 22:57 von StöRschall

"Was hat er denn PRODUKTIVES zur Wertschöpfung beigetragen, der Herr Anleger?"

Ja was denn?

Wenn man 35 Jahre und mehr gearbeitet hat.
Nicht 2 x im Jahr in Urlaub gefahren ist, sondern jeden Monat brav seine Hypothek bezahlt hat,
so dass man in Rente geht und schuldenfreies Wohneigentum hat.

Dann hat man schon gut angelegt.

Andere, die 35 Jahre ferngesehen haben vielleicht auch?

@ WM-Kasparov-Fan

Zitat um 21:45 Uhr: "Und wenn dann auch noch zusätzlich völlig egal sein sollte, wieviel die Arbeitsleistung eines jeden Bürgers beträgt, sind wir im Sozialismus, Tendenz Kommunismus."
_____________________

Wie groß ist denn die Arbeitsleistung bei Einkommen aus Kapitalanlage?

22:36, rossundreiter

>>@fathalandslim, 22:17
Ich kann nur vermuten, die rechten Integrationsfeinde gehen in ihren "wilden Ideen" noch weiter und wollen die Superreichen (Stichwort Grenzschutz) gar nicht aus dem Nationalstaat heraus lassen.

Das sagen sie uns natürlich nicht.

Alles andere ergibt aus meiner Sicht keinen Sinn.<<

Die Rechten kapieren nicht, daß es im Kapitalismus, den sie ja nicht in Frage stellen, für Geld noch nie Grenzen gab und auch gar keine geben kann. Abschottung führt unweigerlich zur Verarmung, denn man könnte ja am weltweiten Markt nicht mehr teilnehmen. Und niemand, der einigermaßen bei Troste ist, kann noch von nationaler Autarkie träumen. Meine Eltern kannten noch die Holzkochervergaserautos, um mal ein bizarres Beispiel aus alten Tagen zu erwähnen...

Nein, es geht nur mit einheitlicher Besteuerung zumindest in der EU, aber da müssten die EU-Bürger durch ihre Wahlentscheidung eine Mehrheit für eine engere Integration ins EU-Parlament wählen und nicht das Gegenteil.

Unser System ist eines der

Unser System ist eines der seltenen, in der es wenigsten noch möglich ist, IMPULSE sozialer Energie zu realisieren.

Das ist in anderen Strukturen noch nicht mal mehr im Ansatz umsetzbar.

Wie schon gesagt:

mit Fehlern behaftet (wobei der einschlagenste Fehler der menschliche ist)

aber von allen schlechen das beste.

Umtausch ausgeschlossen.

23:08 von Werner Krausss Sie

23:08 von Werner Krausss

Sie sind inhaltlich eine Etage tiefer gerutscht.

@ Boris.1945

Zitat um 22:21 Uhr: "Aber wenn das alles Oligarchen, ehemalige Kommunisten sind, dann ist das alles in Ordnung?"
____________

Jetzt hab ich endlich verstanden.

War mir gar nicht klar, dass die superreichen Oligarchen Europa und USA alles ehemalige Kommunisten sind.

22:55, Pilepale

>>Die Fake-Lefties brauchen noch eine Weile, bis sie verstehen, dass Geld nach einem Buchungsvorgang einer Bank, aus dem nichts generiert wird. Bis dahin, halten die gestandenen "Sozialisten" wie George Soros die Stange.<<

Ihre Schmähungen sind wieder mal mehr als unterkomplex und auch rein sprachlich nicht wirklich verständlich. Aber Hauptsache Soros taucht endlich mal auf. Diesen Liebling der Querfront hatten wir bisher noch gar nicht hier im Thread. Er fehlte auch eigentlich gar nicht. Also lassen wir ihn doch besser ruhen.

Ich bin politisch links einzuordnen.

Dennoch bin ich gegen eine Vermögens- und Erbschaftssteuer. Ich bin jedoch für eine stärkere Besteuerung von Einnahmen aus Mieten (bin selbst Vermieter) und sonstigen Anlagengeschäften (z.B. Aktien). Ich will mit meinen Vermietungen nicht reich werden, aber ich wundere mich immer wieder darüber, was ich steuerlich absetzen kann. Ich lasse einen großen Teil der steuerlichen Erstattung meinen Mietern (allesamt ALG2 Empfänger) zukommen, da diese in ihrem gesundheitlichen Zustand nicht mehr arbeiten können und mit 50 oder 55+ dem Arbeitsmarkt, in dem körperliche Kraft erforderlich ist, nicht mehr zuzuführbar sind. Natürlich kann man denen vorwerfen, dass sie nicht rechtzeitig für ihre Zukunft vorgesorgt haben. Aber mal ehrlich: wie viel Prozent der Dachdecker, Maurer und anderen körperlich schwer arbeitenden Menschen tut das? Und wer bekommt denn eine vernünftige Beratung in Hinblick auf die Zukunftsaussichten?

Weg mit dem...

arm reich Geschwafel. Das führt zu nix sondern hin, endlich hin zur Diskussion Wer tut etwas rein in unsere Gesellschaft, wer schafft neue, nachhaltige Arbeitsplätze, wer wendet sein Wissen und das ständig zu erneuernde Wissen an und schafft etwas, für andere und für sich?! Mir ist es völlig egal, wenn mein Nachbar Multimilliardär ist und seine Steuern bezahlt wie ich auch. Solange ich mich anstrenge, lerne, werde ich genug haben, um gut zu leben. Wenn ich sehe, dass andere nicht lernen wollen, nicht arbeiten wollen, und faul auf der Haut liegen, dann werde ich sauer, richtig sauer, wenn sie dann noch Ansprüche an andere stellen. Den Bedürftigen können wir immer unterstützen, wenn auch er/ sie etwas reintut. Hilfe zur Selbsthilfe ja , Umverteilung von reich zu arm: Nein! Das löst unsere Probleme absolut nicht! Ideologen packt endlich die Koffer, die Welt ist viel zu komplex geworden als dass man die Probleme mit den alten Klassenkampfparolen verbessern könnte.

Sozialneid...

...dieses Wort ist im Zusammenhang dieses Themas deplatziert.

Es geht nicht um Neid, sondern um Gerechtigkeit.

Der Reichtum dieses Landes (und der anderen Länder) wird von hart arbeitenden Busfahrern, Krankenschwestern, Erziehern, Polizisten, Altenpflegerinnen, Paketboten, Bäckereifachverkäuferinnen und vielen anderen erarbeitet - Menschen, die im Schichtdienst arbeiten, am Wochenende, die eine hohe Verantwortung für andere Menschen tragen, die sich emotional einbringen und Schicksale "mit nach Hause nehmen", und die miserabel dafür bezahlt werden.

Andere lassen "ihr Geld für sich arbeiten", in Wirklichkeit profitieren sie von den arbeitenden Menschen, die das Funktionieren der Gesellschaft aufrechterhalten.

Es ist schäbig, dafür nicht einen angemessenen Steuersatz zu zahlen. Und es ist schäbig von der Politik, dies zuzulassen.

Es muss gerecht zugehen, sonst macht das Zusammenleben keinen Spaß.

@ von fathaland slim

Zitat um 23:11 von fathaland slim: "Die Rechten kapieren nicht, daß es im Kapitalismus, den sie ja nicht in Frage stellen, für Geld noch nie Grenzen gab und auch gar keine geben kann."
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Lloyd C. Blankfein hatte das einmal so formuliert:

"I am just a banker doing God's work"

Am 02. April 2019 um 22:59 von Werner Krausss

"Mit Arbeit ist noch niemand reich geworden."
Definieren Sie, was Sie als "reich" betrachten. 1 Mio auf dem Konto? Habe ich nicht. Ein Einkommen, dass stetig meinen Kontostand mehr als ein Familienabendessen anwachsen lässt? In dem Fall bin ich reich.
Mal im Ernst: Reichtum ist für mich nicht ein komfortabler goldener Lebensstil sondern das dabei Zusehen, wie meine Kinder wohlbehütet eine Ausbildung machen, dann ihre Familie gründen und die selben Werte meinen Enkelkindern weitervermitteln können. Das bedeutet für mich Reichtum.

Am 02. April 2019 um 23:15 von StöRschall

"Sie sind inhaltlich eine Etage tiefer gerutscht."

Sie haben Recht.

Aber morgen früh ist die Nacht rum.

"Was hat er denn PRODUKTIVES zur Wertschöpfung beigetragen, der Herr Anleger?"

Wer einen Immobilienkredit aufnimmt, zahlt heute schon keine Miete mehr, nicht erst in 20-30 Jahren.

Die Mieten und Immobilienpreise steigen.
Für das Wohl einer Volkswirtschaft ist nicht die Höhe der Schulden entscheidend, sondern das Verhältnis zum Wirtschaftswachstum.

So ist zu erklären, warum trotz Schuldenkrise, die Geldvermögen weltweit steigen.

Danke für diesen schönen Abend.

23:04, StöRschall

Danke für den wunderschönen Begriff "einfältige Verdrossenheit". Besser kann man die Haltung so einiger lieber Mitmenschen nicht charakterisieren. Es ist manchmal echt bitter. Man weiß nicht, ob man sie trösten oder in den Allerwertesten treten soll.

Am besten beides.

Mein erster Gedanke:

Alle Tiere sind gleich, manche sind gleicher.

Zitat : "Dennoch bin ich

Zitat : "Dennoch bin ich gegen eine Vermögens- und Erbschaftssteuer. Ich bin jedoch für eine stärkere Besteuerung von Einnahmen aus Mieten (bin selbst Vermieter) und sonstigen Anlagengeschäften (z.B. Aktien)."
_____________________

Na ja, ein erster Schritt wäre es, alle Einkommen gleichmäßig zu besteuern.

Also Einkommen aus Kapitalanlage genauso zu besteuern wie solche aus realwirtschaftlicher Tätigkeit und nicht nur über eine lächerliche Quellensteuer.

um 23:22 von

um 23:22 von birdycatdog:
"
Ich lasse einen großen Teil der steuerlichen Erstattung meinen Mietern (allesamt ALG2 Empfänger) zukommen
"

...hmm....

...die ALG2-Empfänger müssten allesamt diese Einnahmen - ihre steuerliche Erstattungen,die Sie diesen ALG2-Empfängern spendieren - angeben & werden dann auf deren ALG2-Satz angerechnet.

Wird das so gemacht ?
Oder ist das hier grad ein Eingeständnis,dass Sie ALG2-Empfänger dazu anstiften,den dt. Staat finanziell zu schädigen? ( genauso wird es gewertet,wenn ein ALG2-Empfänger Zusatzeinnahmen unterschlägt - auch einmalige)

22:50, Feininger

>>Wir sind auf dem Weg in ein neues Feudalsystem.<<

Nee, das nun nicht.

Feudalismus heißt Leibeigene. Die sind wie Vieh, man muss also für sie sorgen, kann sie aber natürlich verkaufen oder verschenken.

Der entwickelte Kapitalismus hingegen lebt vom Heuern und Feuern. Da kann man nicht noch für jemanden sorgen. Unnötiger Ballast.

Aus Sicherheitserwägungen könnte man fast den Feudalismus vorziehen...

@ Fakelefty

">>Die Fake-Lefties brauchen noch eine Weile, bis sie verstehen, dass Geld nach einem Buchungsvorgang einer Bank, aus dem nichts generiert wird. Bis dahin, halten die gestandenen "Sozialisten" wie George Soros die Stange.<<

Ihre Schmähungen sind wieder mal mehr als unterkomplex und auch rein sprachlich nicht wirklich verständlich. Aber Hauptsache Soros taucht endlich mal auf. Diesen Liebling der Querfront hatten wir bisher noch gar nicht hier im Thread. Er fehlte auch eigentlich gar nicht. Also lassen wir ihn doch besser ruhen."

Ich wiederhole mich gern:
"Die Fake-Lefties brauchen noch eine Weile, bis sie verstehen, dass Geld nach einem Buchungsvorgang einer Bank, aus dem nichts generiert wird."

Das in einer Diskussion über Steuerhinterzieher durch staatlichen Segen, Typen wie Herr Soros nicht genannt werden sollen, wollen nur Fakelefties, die m.E. mit linken Ideen und vor allem linker Politik rein garnichts zu tun haben.

Am 02. April 2019 um 23:22 von birdycatdog

"Ich lasse einen großen Teil der steuerlichen Erstattung meinen Mietern (allesamt ALG2 Empfänger) zukommen,

Am 02. April 2019 um 23:32 von birdycatdog
Reichtum ist für mich nicht ein komfortabler goldener Lebensstil sondern das dabei Zusehen, wie meine Kinder wohlbehütet eine Ausbildung machen, dann ihre Familie gründen und die selben Werte meinen Enkelkindern weitervermitteln können. Das bedeutet für mich Reichtum."

Sie sind ein guter Mensch!

23:20 von fathaland

23:20 von fathaland slim
22:55, Pilepale
>>Die Fake-Lefties brauchen noch eine Weile, bis sie verstehen, dass Geld nach einem Buchungsvorgang einer Bank, aus dem nichts generiert wird. Bis dahin, halten die gestandenen "Sozialisten" wie George Soros die Stange.<<

Ihre Schmähungen sind wieder mal mehr als unterkomplex und auch rein sprachlich nicht wirklich verständlich. Aber Hauptsache Soros taucht endlich mal auf. Diesen Liebling der Querfront hatten wir bisher noch gar nicht hier im Thread. Er fehlte auch eigentlich gar nicht. Also lassen wir ihn doch besser ruhen.

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Soll er ihn halt nennen ... gut, er scheint wohl auch ein Superreicher zu sein, aber immerhin mal einer, der sich für sympathische Ziele einsetzt und diese nicht zimperlich finanziert.

Bin ich absolut convenu.

23:36 von fathaland

23:36 von fathaland slim
23:04, StöRschall
Danke für den wunderschönen Begriff "einfältige Verdrossenheit". Besser kann man die Haltung so einiger lieber Mitmenschen nicht charakterisieren. Es ist manchmal echt bitter. Man weiß nicht, ob man sie trösten oder in den Allerwertesten treten soll.

Am besten beides.

Erst mal letzters, schlag ich vor. Sonst kommt der Trost am End zu spät;)

23:34, Werner Krausss

>>Wer einen Immobilienkredit aufnimmt, zahlt heute schon keine Miete mehr, nicht erst in 20-30 Jahren.<<

Aber dafür zahlt er den Kredit ab. Wenn nicht, dann ist Essig mit Immobilie.

23:34 von Werner Krausss Am

23:34 von Werner Krausss
Am 02. April 2019 um 23:15 von StöRschall
"Sie sind inhaltlich eine Etage tiefer gerutscht."

Sie haben Recht.

Aber morgen früh ist die Nacht rum.

"Was hat er denn PRODUKTIVES zur Wertschöpfung beigetragen, der Herr Anleger?"

Wer einen Immobilienkredit aufnimmt, zahlt heute schon keine Miete mehr, nicht erst in 20-30 Jahren.

Die Mieten und Immobilienpreise steigen.
Für das Wohl einer Volkswirtschaft ist nicht die Höhe der Schulden entscheidend, sondern das Verhältnis zum Wirtschaftswachstum.

So ist zu erklären, warum trotz Schuldenkrise, die Geldvermögen weltweit steigen.

Danke für diesen schönen Abend.

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Die Geldvermögen steigen weltweit, richtig, .... nur für bestimmte Personengruppen;)

Danke, für ebendiesen ...

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