Ihre Meinung zu: Brexit: London sucht das kleinste Übel

1. April 2019 - 16:10 Uhr

Nach den Testabstimmungen im britischen Parlament läuft die Auszählung der Stimmen. Zur Wahl standen erneut mögliche Alternativen zu Mays Brexit-Deal. Parlamentspräsident Bercow hatte vier Vorschläge zugelassen.

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Kommentare

Die EU mahnt zur Eile? Wer

Die EU mahnt zur Eile?

Wer ist denn die EU? Die Kommission? Das EU-Parlament? Der European Roundtable of Industrialists?

Zeitdruck

"Der Zeitdruck ist enorm: Kommt das völlig zerstrittene Parlament nicht bald zu einer Einigung, drohen ein Austritt ohne Abkommen am 12. April oder eine erneute Verschiebung des EU-Austritts"

Zeitdruck - so wie auch im Berufsleben.
Wenn es die letzte Sekunde nicht gäbe, würde nie etwas fertig werden ;-)

Wenn alle am Suchen sind und niemand weiß, wo es langgeht, wäre es vielleicht keine schlechte Idee, die Bürger beim Finden helfen zu lassen.

"Die Regierung teilte aber bereits mit, dass sie eine Rücknahme der Austrittserklärung ablehnt und sich an das Referendum von 2016 gebunden fühlt"

Und die Regierung täte m.E. in jedem Fall gut daran, mit ihren Bürgern zu klären, ob sie sich zu Recht immer noch an das damalige Referendum gebunden fühlt, oder ob nicht im Laufe der letzten Jahre eine Mehrheit von ihnen zu dem Schluss gekommen ist, dass dies nicht in ihrem Sinne ist.

Brexit Count-down

Soviel Zeit bleibt den Briten für eine Entscheidung.
https://interactive.news.sky.com/2017/brexit-countdown/

Wer will was?

Die Regierung will anscheinend etwas anderes als die aktuelle Mehrheit der nun Wahlberechtigten... und das Unterhaus weiß mehrheitlich anscheinend nicht, was es will.

Und die einzelnen Mitgliedsländer von GB wissen es auch nicht oder haben immer noch nicht begriffen, worum es geht. Schade!

Es wird nun wirklich Zeit, sich zu entscheiden - am 12.04. ist die Deadline. Es ist nicht fünf Minuten vor Zwölf, sondern maximal 5 Sekunden vor Zwölf.

Meiner...

Meinung soll es eine längere Fristverlängerung dem Vereinigten Königreich eingeräumt werden. Mit Teilnahme an den europäischen Parlament. Danach soll es entweder Neuwahlen zum House of Commons (Unterhaus) geben oder eine zweite Volksabstimmung geben. Wenn die Regierung ihrer Majestät und das House of Commons überhaupt keine Linie hin bekommt. Dann soll das House of Lords ( Oberhaus) eine Entscheidung herbeiführen. Außerdem soll Queen Elisabeth II. eine Ansprache an das Volk richten.

Brexitdebakel

Moin zusammen, ich bin sicher die EU wird am Ende einknicken und mit der Begründung man könne die Menschen nicht im Stich lassen alles durchwinken was die Engländer wollen. Das wissen die auf der Insel auch. Jetzt muss nur alles schön dramatisch aussehen und dann bekommen sie ihren Willen. Das mag für die Menschen sicher eine Gute Lösung sein, aber für das Ansehen der EU ist es Rückschritt. Es zementiert doch für viele den Glauben an die Unfähigkeit der EU eine vernünftige Entscheidung auch durch zu setzen.
Nur steht die EU vor dem Dilema: was Tun? Die Briten in Ruhe mit allen Rosienen ziehen lassen und riskieren das andere Staaten folgen? Oder die Harte Tour mit allen Nachteilen für die Bevölkerung, was auch nicht gut ankommt....
Vor der EU-Wahl werden nichts Entscheiden... Vermute ich.

Brexit ohne Exit

Wie lange will die EU diesen Brexitern eigentlich noch mit immer weiteren "Sondergipfeln" entgegen kommen? Und dies unmittelbar vor den Europawahlen?
Diese Logik versteht keiner mehr und schadet eher dem europäischen Gedanken als es ihm nützt.
Die Briten haben momentan besonders deshalb ein gravierendes Problem, weil neueste Meinungsumfragen die Befürworter eines "Remain" in der Mehrheit sehen. Offensichtlich werden die wirtschaftlichen Folgen eines Brexit nunmehr realistischer betrachtet. Wenn die Torys und Labour noch ein wenig demokratisches Rückgrat hätten, würden sie angesichts des Chaos und des partiellen Stimmungswandels eine neue Volksbefragung durchführen.

Diese comedy-show...

der selbsternannten "stand-up-comedians" im britischen Unterhaus nervt nicht nur, sondern sie beweist die maßlose Arroganz und Überheblichkeitder britischen Regierung und des Parlaments und vermutlich auch eines Teils der Bevölkerung! In London geht man einfach davon aus, daß die EU allen noch so unsinnigen Beschlüssen des Unterhauses zustimmen muß! So einfach ist die Denkweise, die durch unüberlegte Äußerungen von Herrn Tusk oder Frau Merkel zumindest als "Alternative" dargestellt wird. Man muß sich fragen oder auch nicht, was die EU als Konstrukt für Tusk, Merkel, AKK etc. überhaupt für einen Wert hat! Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, daß man sich von der Merkel´schen Kompromispolitik verabschieden muß, weil sie unweigerlich zum Stillstand führt. Es gab und gibt keinen Grund , den Briten Entscheidungen vorzuenthalten oder vorzuschreiben, aber auch keinen Grund nach deren Pfeife zu tanzen! Das Herumgeeiere der EU macht sie nur unglaubwürdig und lächerlich!

Die Alternativen

"Theresa May könnte außerdem versuchen, ihren bereits dreimal abgelehnten Brexit-Deal am Dienstag oder Mittwoch erneut zur Abstimmung vorzulegen"

Hieß es nicht vor einigen Tagen noch, auch hier in der TS, dass der letzte Freitag der letzte mögliche Termin war, den Deal noch anzunehmen? Wenn man solche Deadlines immer mehr verschiebt, gibt es auch keine Not für das Unterhaus, sich jemals zu einigen.

Zollunion? Kann GB die einfach beschließen oder muss da nicht auch noch mal ein bisschen verhandelt werden? Das klingt ja, als wäre eine Zollunion so einfach einzurichten wie ein Netflix-Account.

Irgendwie hat jede Nachricht in dieser Sache eine Halbwertszeit von wenigen Stunden. Auch ganz wichtige Fristen scheinen nur empfehlenden Charakter zu haben.

GB will austreten? Können sie machen, kann keiner verhindern. Hätte letzte Woche schon passieren können. Aber die paradiesische Unabhängigkeit nach einem Brexit scheint doch nicht mehr so verlockend zu sein.

Bitte jetzt kein Widerruf des BREXIT

Für GB wäre ein harter BREXIT mit Zöllen nach Trump'schem Vorbild das Beste.

Dadurch würde die eigene Industrie wiederbelebt mit Millionen neuer Jobs als Resultat.

Eine knappe Mehrheit.....

Da wird berichtet:
Die Regierung teilte aber bereits mit, dass sie eine Rücknahme der Austrittserklärung ablehnt und sich an das Referendum von 2016 gebunden fühlt. Damals hatte eine knappe Mehrheit (17,4 Millionen Menschen) für den EU-Austritt gestimmt.

Zu einem solchen Bericht gehört dazu, wieviel % der Wahlberechtigten zur Abstimmung gegangen sind und was genau knappe Mehrheit bedeutet.
Irgendwie finde ich die Berichte der Kommentatoren zunehmend recht oberflächlich. Schade - dies sollte besser werden.

"Neue Abstimmungen im

"Neue Abstimmungen im Unterhaus, London sucht das kleinste Übel "
-
Ich drücke jedenfalls die Daumen, abstimmen bis es passt, toi, toi, toi...
Die Briten haben aus der EU ein prima pigs breakfast gemacht.

"Am 01. April 2019 um 16:43

"Am 01. April 2019 um 16:43 von MSCHM1972
Dann soll das House of Lords ( Oberhaus) eine Entscheidung herbeiführen. Außerdem soll Queen Elisabeth II. eine Ansprache an das Volk richten."

Sie haben Recht.

"God shave the Queen."

Rücknahme der Austrittserklärung und Neuwahlen

Aus der verfahrenen Situation kommt niemand schadenfrei heraus. Das geringste Übel für die Briten und die EU wäre die Rücknahme der Austrittserklärung und Neuwahlen. Man hätte dann in GB die nötige Legitimation und Zeit für alle machbaren Lösungen und wäre nicht mehr hilflos den jetzt amtierenden Chaoten im britischen Parlament ausgeliefert.

Volkes Stimme

Was kann man aus diesem wirklich extremen Dilemma lernen?
Volksabstimmungen sind häufig genug Tagesstimmung. Wenn dazu noch kommt, dass "Volk" einen Großteil der "Meinung" aus besonders weit verbreiteten Medien bezieht, muss man wohl besonders vorsichtig sein. Natürlich kenne ich die britischen Medien nicht gut genug, aber es soll da Blätter geben, die "Bild" noch in den Schatten stellen.
Den Berlinern wird ja auch durchaus Interessenten-relevant ein Weiterbetrieb von Tegel schmackhaft gemacht und wurde das Tempelhofer Feld bei größtem Baulandmangel von jeder Bebauung weggestimmt.
Und nun dieser Brexit-Irrsinn. Leute, wir haben glücklicherweise eine parlamentarische Demokratie mit Parteien, die man wählen oder auch abwählen kann. Wenn man glaubt, diese Staatsform durch tägliche Demos (ja, auch von Kindern) ersetzen zu müssen, dann ist das ein Abschied und ein weites Tor für Einflüsterer und Interessenten aller Couleur und häufig genug mit sehr speziellen Interessen.

Auch eine Taktik!

Der Brexit wäre eine bittere Pille, die die Briten schlucken müssten - mit oder ohne Abkommen.

Wie in so vielen Fällen zeigt sich das Ausmaß erst nach dem Brexit. Die britische Wirtschaft bricht ein, die Freizügigkeit ist dahin und selbst als privilegiertes Drittland gehört GB irgendwie nicht mehr dazu, vom Verlust von Einfluss ganz zu schweigen.

Ich glaube, die Politiker dort wissen das. Aber was soll man machen, wenn man jahrelang für den Brexit war? Man mäkelt an den Abkommen herum und verhindert den Brexit auf diese Art. Ein erneutes Referendum wird immer wahrscheinlicher und die britischen Bürger "erlösen" die Brexiteers aus ihrer Zwickmühle.

Vielleicht schwingt bei meinem Kommentar noch etwas die Hoffnung mit ...

Brexit-Hickhack

Frau May versucht, ihre Gegner durch immer neue Abstimmungen weich zu kochen und der EU vorteilhaftere Regelungen bzw. Lösungen abzuringen. Doch das darf nicht passieren, sonst ist die EU nur noch ein chaotischer Hühnerstall, in den ein Fuchs eingebrochen ist. Die Briten haben pro Brexit abgestimmt, also sollen sie gefälligst schnellstmöglich die EU verlassen.

2. Referendum als Ausweg

Nachdem sich May und das britische Parlament als unfähig erwiesen haben, eine Entscheidung für oder gegen den Brexit zu treffen, ist das Volk aufgerufen, sein Votum abzugeben. Die erste Volksabstimmung war ohne Blick auf die Irland-Frage und die möglichen Folgen eines Brexit erfolgt, so dass
nach 2 Jahren eine erneute Abstimmung Sinn machen würde. Deren Ergebnis muss dann verbindlich sein.

Insel-Demokratie

Bei Phönix, live, stundenlang hineingeblickt in das Britische Parlament, frage ich mich, ob man dessen Zustand derzeit als "Affentheater" bezeichnen darf.
Ist es statthaft, dieses System in Frage zu stellen, wenn Entscheider zurückzugreifen be-rechtigt sind auf Jahrhundert-alte Rechtsvorschriften.
Es ist hoch an der Zeit, dieser kleinen Insel das "Euro-Reife-Zeugnis" abzuerkennen .

Es nervt...

Was ich nicht verstehe: Es gab eine Mehrheit für den Brexit. Wenn sich das Parlament und die Regierung nach 2,5 Jahren immer noch nicht einigen können, dann ist der harte Brexit aus meiner Sicht der einzig richtige Weg um die Volksbefragung umzusetzen.
Wenn man das Volk fragt, dann muss man auch mit der Antwrot leben können. Alles andere ist ein Farce und widerspricht allen demonkratischen Ideen.
Volksabstimmungen sind eben risky business, das sollte man vorher bedacht haben.
Also, raus am 12. April, ein paar Wochen Chaos und dann ruckelt sich das schon alles wieder ein.

@18:13 von hambacherschloss

Ist es statthaft, dieses System in Frage zu stellen, wenn Entscheider zurückzugreifen be-rechtigt sind auf Jahrhundert-alte Rechtsvorschriften.

Ob eine Rechtsvorschrift gut oder schlecht ist, lässt sich nun mal nicht an deren Alter ableiten. Der Habeas Corpus Act von 1679 ist im wesentlichen in allen modernen rechtsstaatlichen Ordnungen hinterlegt, wurde sogar in Deutschland übernommen (Art 104 GG), die Gebote Mose (Exodus 20,2–17), zum Beispiel "Du sollst nicht morden!" und "Stehle nicht!" sind sogar einige Jahrtausende alt und auch heute noch im Strafgesetzbuch verankert. Die Frage ist, ob eine alte Rechtsvorschrift heute noch sinnvoll ist oder abgeschafft werden sollte. Im Falle des Verbotes der Abstimmungen, bis das Ergebnis passt, kann man sich streiten, ich halte sie durchaus für sinnig.

@18:11 von DerFizz

"Trotzdem bin ich de Meinung die Briten am 12.04.2019 aus der EU zu schmeißen (wenn sie den mit der EU ausgehandelten Vertrag nicht annehmen). Und zwar einzig aus politischen Gründen. Es ist schlimm genug, dass sich das britische Parlament lächerlich macht. Eine weitere Demontage der EU vor der Europawahl wäre fatal."

Die Demontage der EU begann schon mit der Aufnahme von ungeeigneten Staaten zum Euro-Club. Die Euro-Krise ist alles andere als ausgestanden. Wir gehen nur in die nächste Runde....

Zum Glück für die Briten sind die dieses Problem bald los.

Corbyn, der Brexiteer,

Corbyn, der Brexiteer, versucht ein ums andere Mal, May scheitern zu lassen, nur um selbst an die Macht zu kommen.
Sobald May aufgibt, und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände ausgerechnet Corbyn ihre Nachfolge als PM antritt, wird der Brexit wahrscheinlich ohne weitere Verzögerungen beschlossen.
Corbyns Motive sind klar: Er fordert unverhohlen Mays Rücktritt, gefolgt von Neuwahlen, die er zu gewinnen hofft.
Der Brexit als solches ist für ihn deutlich geringer priorisiert als sein persönliches Machtstreben.
Also wie bei fast jedem Politiker;-)

@17:14 von HainFk

Zu einem solchen Bericht gehört dazu, wieviel % der Wahlberechtigten zur Abstimmung gegangen sind und was genau knappe Mehrheit bedeutet.

Seit Monaten kommen im Schnitt täglich so zwei bis drei Brexit-Nachrichten, mit gefühlt 120 Kommentaren jeweils. Die von Ihnen angemahnten Zahlen sind auch schon -zigmal genannt worden.

Das kann man glaube ich mal durchgehen lassen, dass die nicht jedes Mal wiederholt werden.

Mehrheitsentscheid

Hauptsache Brexit!

18:21 von roman15

Was ich nicht verstehe: Es gab eine Mehrheit für den Brexit.

Was heißt "der Brexit"? Verschiedene Optionen, wie die zukünftigen Beziehungen zwischen der EU und dem UK aussehen sollen, waren nämlich nicht Bestandteil der Abstimmungen bzw. die Versprecher äh Versprechungen der Leave-Fraktion haben Optionen aufgezeigt, die seitens UK, realistisch betrachtet, schlicht und einfach nicht durchsetzbar sind. So ist ein Herr Johnston immer noch der Meinung, die EU würde den Briten soweit entgegen kommen, dass sie alle Vorteile der EU behalten, alle Nachteile aber los werden könnten.

@roman15

"Was ich nicht verstehe: Es gab eine Mehrheit für den Brexit. Wenn sich das Parlament und die Regierung nach 2,5 Jahren immer noch nicht einigen können, dann ist der harte Brexit aus meiner Sicht der einzig richtige Weg um die Volksbefragung umzusetzen.
Wenn man das Volk fragt, dann muss man auch mit der Antwrot leben können. Alles andere ist ein Farce und widerspricht allen demonkratischen Ideen."

Sie haben schon Recht aber die Politiker wollen kein Brexit. Sie tun alles mögliche um es zu verhindern. Der Deal von Frau May ist kein Brexit. Darum geht es. Irgendwie durch die Hintertür ohne, dass die Leute es merken weiter in EU zu bleiben.

@ 17:11 von pxslo

Was meinen Sie denn bitte mit eigener Industrie? Airbus, Honda, Nissan? Die sind bald alle weg, und viele weitere werden folgen. Wenn die Banken auch noch auf den Kontinent umziehen, dann können die Briten nur noch als Steueroase ala Bahamas einen Blumentopf gewinnen, mit New-Nassau (ehemals London) als Hauptstadt.

Und immer wieder das gleiche Argument ...

... "Die Briten haben doch schon abgestimmt!"
Ja, stimmt, aber zum einen wurden sie von Anfang an belogen, und zum anderen konnte keiner von ihnen ahnen, WIE stümperhaft ihre Regierung ihr stolzes Schiff "Brexit" erst an sämtlichen Klippen ruiniert, bevor es dann endgültig auf's Riff knallt. Dabei werden sich dann viele blaue Flecken holen (wenn sie Glück haben), die damals aus Altersgründen nicht abstimmen konnten aber Jahrzehnte mit den Folgen leben müssen.
Mal davon abgesehen, werden wir auch alle paar Jahre befragt, wenn wir in der Regierung haben wollen.
Soll man sich die Wahlen sparen, weil sich die Deutschen doch schon einmal entschieden haben?

Im 12. Monat schwanger

Irgendwann sollte man die Geburt einleiten.
Notfalls per Kaiserschnitt.
Ich bin sowieso der Meinung, dass am 12.4 - um mit Herrn Schäuble zu sprechen - "over isch".

@17:11 von pxslo

Für GB wäre ein harter BREXIT mit Zöllen nach Trump'schem Vorbild das Beste.
Dadurch würde die eigene Industrie wiederbelebt mit Millionen neuer Jobs als Resultat.

Ach was, Millionen. Dutzende von Millionen, mindestens!

Ich hab grade Ihre Kommentare hier und auch zur Situation in der Türkei durchgelesen, und irgendwie kriege ich Ihre Einschätzungen nicht in Einklang mit den mir bekannten Fakten. Da kollidiert die Weltsicht doch knallhart mit der schnöden Wirklichkeit.

Lügen haben kurze Beine

Frau Mays Regierung sollte die Austrittserklärung schnellstens zurücknehmen. Ihre Vorgehensweise war zwar durch die Volksbefragung gedeckt, der aktuelle parlamentarische Prozess zeigt jedoch überdeutlich, dass die Tories kein demokratisches Mandat für diese Politik haben. Das haben schon die letzten Wahlen gezeigt. Man kann so etwas wie den Brexit nicht mit irgendwelchen Tricks machen.

Es gibt keine Alternativen

Tatsächlich wurde zwischen der britischen Regierung und der EU nur EIN EINZIGER Deal ausgehandelt. Jetzt tut man in UK schon wieder so, als könnte man alle möglichen Varianten mehr oder weniger selbst gestalten und dann von der EU abnicken lassen.

NEIN, auf dem Tisch liegt nur ein verhandelter Deal, dem auch alle restlichen 27 Mitgliedsstaaten zustimmen. Teile herauszuschneiden oder dazuzubauen liegt sicher im Interesse der Briten, darf aber nicht passieren.

Sollte es doch geschehen, wäre das wieder Rosinenpickerei und das Ansehen der EU wäre desaströs beschädigt.

Liebe EU-27, bitte nicht einknicken vor den unfähigen Volksvertretern von der Insel.

London sucht das kleinste Übel .... Das klingt nach...

gesteigerter Grenzdebilität - in solchen Fällen sucht man nicht das kleinste Übel, oder gar den KGN, sondern den größten gemeinsamen Nutzen, aber ach den hatten wir ja schon...

@ pxslo

Bitte jetzt kein Widerruf des BREXIT. Für GB wäre ein harter BREXIT mit Zöllen nach Trump'schem Vorbild das Beste.

Darauf würden die Partnerländer aber auch selbst mit Zöllen in gleicher Höhe antworten.
Das scheinen Sie auszublenden.

@ roman15

Was ich nicht verstehe: Es gab eine Mehrheit für den Brexit. Wenn sich das Parlament und die Regierung nach 2,5 Jahren immer noch nicht einigen können, dann ist der harte Brexit aus meiner Sicht der einzig richtige Weg um die Volksbefragung umzusetzen.

Nein. Der harte Brexit stand ja gar nicht zur Wahl. Daher sind ja heute viele vernünftige Menschen für eine zweite Abstimmung mit genauerer Fragestellung.

@ roman15

Wenn man das Volk fragt, dann muss man auch mit der Antwrot leben können.

Meines Wissens ist das im britischen Verfassungsrecht so klar nicht festgelegt. Wenn hingegen das Parlament mehrheitlich den Verbleib in der EU beschließen würde, dann wäre das Gesetz.

@ SysLevel

Sobald May aufgibt, und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände ausgerechnet Corbyn ihre Nachfolge als PM antritt ...

Eine Mehrheit für den bei der Bevölkerung relativ unbeliebten Corbyn ist völlig illusorisch.

Exit vom Brexit

Das Referendum war eine Farce. Niemand wusste über was überhaupt abgestimmt wurde. Ausserdem haben nur 37.x % von den Wahlberechtigten sich für den Brexit ausgesprochen. Der volkswirtschaftliche Schaden für den Brexit - egal wie - ist riesig und genaueres weiss niemand. Für mich gibt es nur einen Exit vom Brexit.

Es nervt nur noch...

Auch über ein erneutes Referendum wurde doch bereits abgestimmt. Gilt hier die schimmlige Regel von 15ungrad nicht, dass über dasselbe nicht erneut...?

Aber im Grunde ist es auch schon egal. Dieser Eiertanz nervt nur noch. Geht bitte, liebe Briten. Geht mit oder ohne Gott, mit oder ohne Deal, mit oder ohne Istmiregal, aber BITTE geht endlich!

Brexit

1. Jede Volksabstimmung enthält statistische Elemente, also einen statistischen Fehler. Deswegen ist eine Volksabstimmung mit einfacher Mehrheit blanker Unsinn - denn 1 einzige Stimme kann den Ausschlag geben und das liegt meilenweit außerhalb einer nennenswerten statistischen Sicherheit.
Sollte es zu einem zweiten Referendum kommen und wird die nicht an eine 2/3-Mehrheit gebunden, wäre das absolut lächerlich.
2.Mittlerweile - vor allem wenn man die heutige Debatte im Unterhaus verfolgt - kann man ohnehin von einer Farce sprechen. Allerdings wird diese Farce mit solcher Penetranz betrieben, daß man den Verdacht haben könnte, diese Farce sei eine höchst absichtliche. Mit welchem Ziel ?
Nun - dreimal dürfen alle raten !

Brexit statt EU Wahlkampf

Die tägliche Berichterstattung über den Brexit ist in England gerechtfertigt. Warum muss sich aber der deutsche oder französische Bürger immer wieder mit der innenpolitischen Debatte in England beschäftigen? Kann Deutschland oder Frankreich Einfluss nehmen in dem den Briten besser Bedingungen geboten werden? Oder erfüllt die immer wiederkehrenden Diskussion eine andere Funktion?

An die Stelle einer Diskussion über die Vor- und Nachteile der EU tritt die nervende Brexit Debatte. Die EU erscheint als alternativlos und ein Austritt wäre mit negativen Folgen behaftet. Der notwendige Wahlkampf und Reformen im Sinne der Bevölkerungsmehrheit werden leider verdrängt

London sucht das kleinste Übel...

... und nach der letzten mitverfolgten Stunde auf phoenix "vor ort" bin ich doch relativ desillusioniert was die Abstimmungen heute für eine Einigung betrifft.

... und bzgl. EU ist ist meine Hoffnung noch relativ groß, sich am Ende nicht doch noch erweichen zu lassen, und weitere Zugeständnisse zu geben.
Da bis jetzt Stärke seitens der EU gezeigt wurde, werden die auf der Zielgeraden wohl kaum einknicken.

*Think positive"

das kleinere Übel

Das kleinere Übel ist eindeutig ein zweites Votum! Ich empfehle allen, die gebetsmühlenartig auf die Gültigkeit des ersten Votums hinweisen, dass es ausser Zweifel steht, dass das erste Votum nur zustande kommen konnte, weil es hoch manipuliert und mit falschen Zahlen und handfesten Lügen der Brexiteers unterfüttert war. Und: die wichtigste Gruppe des Wahlvolks, die jungen Leute, die Menschen um die es letztlich geht, haben ihre Stimme nicht oder in zu kleiner Zahl abgegeben. Das war damals ein Fehler, was auch eingestanden wurde. Deshalb: nur ein zweites Votum ist ein echtes Votum, denn jetzt weiss jeder im Vereinigten Königreich um was es geht.
Ich bin gespannt, wann der letzte Ignorant begriffen hat, dass die grossen, dramatischen Probleme, die JETZT angepackt werden müssen -GEMEINSAM angepackt werden müssen - also wir alle, gemeinsam - MIT den Briten in einem gemeinsamen Europa!!

@pxslo 17:11

Wie oft wollen Sie diese Theorie eigentlich noch wiederholen? Dadurch wird sie auch nicht wahrer. Die UK Industrie wird 0 wiederbelebt und es gibt auch keine Millionen Jobs. Dies sind die Hirngespinste der Brexiteers und Leute wie Sie glauben sowas immer noch.

Es ist doch alles schon diskutiert

worden, es wurde immer wieder abgestimmt, es werden immer die gleichen Argumente vorgebracht:
das britische Unterhaus hat gezeigt, dass das Volk bei der letzten Wahl die falschen Leute als ihre Volksvertreter gewählt haben.
Die Briten sollten jetzt endlich zu Potte kommen und aus der EU ausscheiden,
egal ob hart oder weich.
Mir ist es eigentlich schnuppe egal, ob ich bei meiner nächsten Einreise nach GB meinen Pass vorzeigen muss und mein Gepäck evtl. kontrolliert wird. Das wird an Flughäfen ja auch so gemacht.
Ob die britische Wirtschaft den Brexit übersteht oder ob alles zusammen bricht, wird sich nach ein paar Jahren zeigen. Dann können sie ja wieder einen Aufnahmeantrag stellen, so es die EU in ihrer heutigen Form noch gibt.

@Aus dem Hohen Norden 16:50

Wenn die EU einknicken würde, dann hätte Sie es längst getan und hätte erneute Verhandlungen zugelassen. Dies ist nicht der Fall. Es ist klar dass es mit der EU die harte Tour geben wird und dies bedeutet keine Rosinenpickerei. Auch wenn Leute wie Sie wohl gerne der EU alles schlimme, schlechte und üble wünschen, es ist klar, dass die EU besser verhandelt als UK. Im Gegensatz zu den Briten ist man für jedes Szenario gewappnet. Die Briten haben die EU als Verhandlungspartner unterschätzt.

London sucht das kleinste Übel...

"Niemand weiß, wo es langgeht"
Die Regierung teilte aber bereits mit, dass sie eine Rücknahme der Austrittserklärung ablehnt und sich an das Referendum von 2016 gebunden fühlt.
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Nach den Referendum hat die Mehrheit der Briten für den Brexit gestimmt und das Palament sucht immer noch das kleinste Übel ? Man könnte meinen, keiner der Abgeordneten möchte die Verantwortung dafür übernehmen, wenn es nun wirklich zum Brexit mit all seinen Folgen und Risiken für alle Briten kommt. Nun, das haben die Mehrheit der Briten aber selber so gewollt, raus aus der EU, auch wenn das Ergebnis des Referendums noch so knapp war. Also macht nun endlich Nägel mit Köpfen und sucht nicht nach den für euch kleinsten Übel.

@18:52 von Kamminer

"Was meinen Sie denn bitte mit eigener Industrie? Airbus, Honda, Nissan?"

Die Briten besitzen Kapital, viel Kapital. Dazu sind die eine Industrienation, haben also Know-how. Das reicht um auf den Weltmärkten mitzuspielen.

Zusätzlich werden die auf den Kanalinseln noch ein bisher nicht dagewesenes (wegen der EU) Steuerparadies aufbauen, damit fremdes Kapital nicht aus der Londoner City abzieht.

um 18:58 von HappyGeoCacher

"NEIN, auf dem Tisch liegt nur ein verhandelter Deal, dem auch alle restlichen 27 Mitgliedsstaaten zustimmen. Teile herauszuschneiden oder dazuzubauen liegt sicher im Interesse der Briten, darf aber nicht passieren."
Das wird in der EU auch nicht passieren, denn die Briten haben immer noch nicht verstanden, dass der ausgehandelte Deal erst von allen 27 Mitgliedsstaaten ratifiziert werden müsste. Und dazu müssten alle 27 Länderparlamente erst ihre Zustimmung geben.

Völlig falsche Darstellung

Entschuldigung aber das ist eine falsche Darstellung oder Interpretation der Situation. GB sucht nicht das kleinste Übel sondern es geht nur darum für die Politiker, wie man in der EU bleiben kann trotz des Referendums.
Es gibt Politiker im Unterhaus, die den Willen des Volkes durchsetzen wollen und Politiker wie May und alle Anderen, die gegen harten Brexit zugestimmt haben (die Mehrheit), die trotz des Referendum in der EU bleiben wollen.

Frau May weiss genau, dass ein Referendum nicht so schnell organisiert werden kann. In dieser kurzen Zeit gibt es nur eine Möglichkeit den Brexit zu verhindern und das ist der deal.

Glaubt mir sie wird alles menschenmögliche tun zusammen mit Merkel um den Brexit zu verhindern. Deswegen würde sie es auch 10 x abstimmen lassen. Weil sie keinen anderen Weg mehr findet, kommt immer wieder dieser deal zu Abstimmung. Ein Brexit ist sonst nicht zu verhindern. Sonst hätte sie schon längst was anderes vorgeschlagen. Sie kriegen es aber nicht durch.

19:05 von cor ruptly ru

"Darauf würden die Partnerländer aber auch selbst mit Zöllen in gleicher Höhe antworten. Das scheinen Sie auszublenden."

Das ist überhaupt kein Problem. Die EU erhebt Zölle auf fast alle Staaten außerhalb der Union. Darunter auch Staaten wie China, USA, Japan, Korea usw.

Zölle sind etwas gesundes. Der Freihandel dagegen ist ein Krebsgeschwür, der nur wenigen Exportweltmeistern etwas nützt.

"London sucht das kleinste

"London sucht das kleinste Übel"
-
Während London das kleinste Übel sucht, mischen sich nackte Klimaretter ein.
Köstlich, sowas kann man sich einfach nicht ausdenken was heute so alles in der Welt passiert.

Gelebte Demokratie

Mrs. Mayday plant nun die vierte Abstimmung zu ihrem Deal; allerdings hat J. Bercow auch noch ein Wörtchen mit zu reden.
Es ist schon verwunderlich, dass Sie für ihren Brexshit keine beliebige Wiederholung (4x) scheut, dem Volk aber nur eine einzige Gelegenheit zu billigt seine Meinung zu äussern.

Schauen Sie mal was die Tagesschau schon 2013 schrieb.....

...interessant.

Und dann fragt sich bitte jeder Mal: wenn ein Land eh nicht wirklich dabei sein will, wofür dann jetzt dieses Drama? Das ist echt eine Farce!!

Hier der Hit zum Nachlesen:

https://www.tagesschau.de/ausland/euaustritt100~amp.html

Und die Schlagzeile mehrfach lesen! ;-)

Grüße

Frau May: treten Sie zurueck!! Ihr Spiel ist aus!!

Außerdem zu dem hier an die Adresse von Frau May:

https://www.tagesschau.de/ausland/brexit-abstimmungen-101.html

Premierministerin Theresa May hat sich seit Langem darauf festgelegt, sowohl Zollunion als auch Binnenmarkt zu verlassen. Sie könnte versuchen, ihren bereits dreimal abgelehnten Brexit-Deal am Dienstag oder Mittwoch erneut zur Abstimmung vorzulegen. Es könnte auch zu einer Stichwahl zwischen ihrem Vorschlag und dem Alternativplan mit den meisten Stimmen kommen.

Frau May, treten Sie zurueck! Sie haben keine Mehrheit und die Mehrheit in England ist GEGEN den Brexit! Frau May, ihr Spiel ist aus!! Sie haben Ihrem Land genug geschadet!!

Der Lifestrem ist ernüchternd.

Um 20:18 Miteleuropäische Sommerzeit
90% der Abgeordnen sind gerade abwesend
Nur 10% der Abgeordneten sind anwesend.
Sieht aus wie der deutsche Bundestag an normalen Tagen.
Demokratie ist ernüchternd.
https://www.phoenix.de/livestream.html
Livestream phoenix vor ort
LIVE aus dem britischen Unterhaus

Entstehung einer Lebenslüge

Ursache der ganzen Misere ist die Tatsache, dass der gesamte Austrittsprozess auf einer Lüge beruht. Gebetsmühlenartig wird wiederholt, dass "die Mehrheit des Volkes" einen Brexit wolle und das entschieden habe, obwohl alle Beteiligten genau wissen, dass das nicht stimmt. Gäbe es tatsächlich eine Mehrheit für den Brexit, könnte Regierung und Parlament mühelos auch unangenehme Entscheidungen treffen. Aber die gibt es nun mal nicht. Der einzige Ausweg ist, diese Meinung der Wähler in einem echten Referendum zu überprüfen. Wenn tatsächlich eine Mehrheit den Brexit will, dann wird diese Abstimmung das ergeben. Aber, wie gesagt: Jeder weiß, dass diese Abstimmung eben das Gegenteil ergeben wird. Weil es eben keine wirkliche Mehrheit für den Brexit gibt und nie gab. Zum Thema Lebenslüge gibt es reichlich Literatur, man würde den Verantwortlichen wünschen, sie zu lesen, um zu wissen, wo so etwas hinführt.

19:08 von Hinterdiefichte

Sie haben das zwar genau entgegen des eigentlichen Geschehens beschrieben, davon abgesehen aber völlig korrekt :)

Bin ganz klar ein Befürworter

Bin ganz klar ein Befürworter eines harten brexits. Egal welche exit strategie UK verfolgt. Alles ist besser als in dieser dekadenten EU mit Merkel an der Spitze zu verbleiben. Es War ein richtiger Schritt der Briten aus der EU aufzutreten. Ich hoffe das weitere Länder irgendwann diesem EU Verein den rücken kehren.

alles schlecht gemacht

Die Welt ist durch die Globaliesierung zu sehr vernetzt und was sich so mancher in GB wünscht wird nicht in Erfüllung gehen.
Es ist nur schade das unsere Politiker kein sozialeres Europa erschaffen haben. Ich glaube, dann würde es keinen Brexit geben, aber so wünschen sich die Menschen es wird so wie früher. Aber das wird das Kapital nicht zulassen.

Ist die Brexit-Debatte

am Ende doch nur ein potemkinsches Dorf? Geht es nicht doch eher um den Weg, die Brexit-Entscheidung irgendwie ins Leere laufen zu lassen? Für die Firmen, die sich mit großem Aufwand auf mögliche Szenarien vorbereitet haben ist das nicht mehr lustig.

Wenn denn immer alles so einfach wäre!

Zuvorderst meine ich dass eine vergleichbare Situation in Deutschland noch viel blamabler ausgehen würde, weil unser Parlament nicht aus zwei Blöcken sondern mehr Parteien besteht.
Natürlich hätten wir es alle gerne, wenn es so bliebe wie es war, weil Veränderung Unruhe stiftet. Aber ist es nicht so, dass wir den "Spaltern" nur alles Schlechte wünschen um unsere eigene Haltung bestätigt zu wissen?
Das Politspiel welches gerade in London stattfindet, ist nur Spiegel der heutigen westlichen Gesellschaften. Frau May versucht ihrem Auftrag und ihrer Partei gerecht zu werden. Alle anderen tun das Gleiche.
Die Unsicherheit ist der Auftrag, deshalb wissen alle was sie nicht wollen, aber eben auch nicht was sie wollen könnten im Sinne der Mehrheit.
Bei anderen können wir leicht sagen, stimmt nochmal ab.

Wie wurde eigentlich unsere heutige Regierung gefunden und wie schnell ging das eigentlich?

Ich vertraue darauf dass die Briten selbst am besten wissen was sie wollen.

BREXIT

GB fehlt der Wille, mehr als nur ein wirtschaftlicher Partner zu sein. Ich bin allein aus dem Grund für den Brexit, damit ich die Kasperlefigur Nigel Farage nicht mehr im EU Parlament sehen muss. Arme EU, sich so vorführen zu lassen. Farage hat seit 1999 sein Ziel Brexit verfolgt. Kein Wunder, dass er dieses höhnische Grinsen im Gesicht trägt, erlauben ihm die monatlichen Bezüge doch, einem Brexit Chaos völlig entspannt entgegenzusehen, zumal ihn später seine EU Altersrente absichert. Sein Mantra "Brexit means Brexit" hätte er konsequenterweise mit einem Austritt aus dem EU Parlament unterstreichen sollen, aber je mehr Jahre im Parlament, um so mehr Rente gibts. Und wenn ich ihn so arrogant daherkommen sehen, denkt er wahrscheinlich noch, dass ihm ein britischer Verdienstorden zusteht. Inwieweit bringen uns solche Politiker mit ihrer Gier und ewigen Unterhöhlung demokratischer Werte voran ? Ich hoffe wirklich, dass der Brexit ein wake-up call für Europa ist.

Die Senatorenmitglieder de EU

Und finden dann alle 2 bis 3 Jahre solche Brexit Gespräche statt und alle 2 bis 3 Jahre Sonderregelungen die nur Gültigkeit für Britannien haben. Und wie verhalten wir uns gegenüber die übrige EU Mitglieder. Und damit gibt es künftig eine Sonderklasse mit besonderen Vorzügen für einige wenige große Mitglieder und die übrigen Mitglieder haben zu zahlen und den Mund zu halten. Dies kann so nicht richtig sein, dies war nie die Absicht der EU.

abgestimmt wurde über:

„Sollte das Vereinigte Königreich Mitglied der Europäischen Union bleiben oder die Europäische Union verlassen?
O Mitglied der Europäischen Union bleiben
O Die Europäische Union verlassen“
(Wortlaut aus dem engl. übersetzt)
Also: ein Blankocheck ohne jedes Detail. Im Detail steckt die Arbeit, die leider nicht abstimmungsreif erledigt wurde.

@19:40 von Old Lästervogel

Die Briten sollten jetzt endlich zu Potte kommen und aus der EU ausscheiden, egal ob hart oder weich.

Nun, den harten Brexit haben die Briten ja letzte Woche (neben so ziemlich allen denkbaren Varianten des weichen Brexit) ausgeschlossen. Bleibt ein weicher Brexit als Option, aber alle denkbaren Varianten des weichen Brexit wurden, wie auch die Option harter Brexit, letzte Woche ausgeschlossen... An dieser Stelle fängt die Katze dann an, ihren eigenen Schwanz zu jagen.

@20:39 von senior1

Das Ganze ist eine Farce und zeigt nebenbei noch die Unfähigkeit der EU, einmal Ecken und Kanten sprich eine Position zu beziehen!

Die Position der EU ist sehr deutlich: UK lieber in der EU, als Brexit. Und wenn UK doch lieber draußen sein will, dann möglichst mit geringen Schäden für alle, insbesondere das EU-Mitglied Irland.
Andererseits hält die EU das UK auch nicht krampfhaft fest. Nur wird die Option Austritt ohne Pflichten (und dann logischerweise auch ohne Rechte) auch das House of Commons nicht.

@19:38 von Novalis1822

dass es ausser Zweifel steht, dass das erste Votum nur zustande kommen konnte, weil es hoch manipuliert und mit falschen Zahlen und handfesten Lügen der Brexiteers unterfüttert war. Und: die wichtigste Gruppe des Wahlvolks, die jungen Leute, die Menschen um die es letztlich geht, haben ihre Stimme nicht oder in zu kleiner Zahl abgegeben.

Gibt es beides nicht irgendwie bei jeder Wahl? Immer heißt es hinterher bei irgendwem "hätte ich doch" oder "das kann doch nicht wahr sein".

Sollte der Brexit Wirklichkeit werden, verdanken die Briten sowie auch wir Europäer das vermutlich nicht zuletzt denjenigen, die aufgrund von Bequemlichkeit oder Ignoranz nicht mitgestimmt haben, oder sich nicht umfassend informiert haben.

Das gilt so für jede Wahl. Darum: Bei jeder Wahl sollte man sich vorher gutinformieren und vorallem auch seine Stimme abgeben. Sonst ist man schlicht ein Mitläufer der Mehrheit derer, die sich die Mühe gemacht haben, zur Wahl zu gehen.

Hmmm, wie schafft man es den

Hmmm, wie schafft man es den Brexit zu verhindern so das es dabei wenigstens noch nach Demokratie aussieht ? Das ist garnicht mal so einfach.

April, April...

Das wäre doch mal ein Aprilscherz, indem man verkündet, das britische Parlament hätte sich auf eine Brexit-Option geeinigt. Ist nur so unwahrscheinlich, dass keiner darauf reinfallen würde.

@17:14 von HainFk

Zu einem solchen Bericht gehört dazu, wieviel % der Wahlberechtigten zur Abstimmung gegangen sind

Das spielt keinerlei Rolle, denn sie hatten die Wahl, mit abzustimmen, und sie haben es nicht getan, weil ihnen das Ergebnis gleichgültig war. Es gibt im Leben nicht immer eine zweite Chance, das Leben ist kein Videospiel. Wie es eine britische (!) Band einmal ausdrückte (es war The Style Council): "einer verpaßten Gelegenheit folgt eine Ewigkeit des Bedauerns".

@19:43 von Magfrad

Frau May wollte es vermutlich Frau Thatcher gleichtun, oder sie gar beim Überdentischziehen der EU übertreffen. Nun muß sie aufpassen, daß es ihr nicht ähnlich ergehen wird, wie ihrer Vorgängerin. Wer Frau Thatchers Trauerzug und die Aktionen drumherum gesehen hat, weiß, was ich meine.

Man denkt jeden Tag das der

Man denkt jeden Tag das der Gipfel der Peinlichkeit erreicht wäre, nein- man wird des Besseren belehrt.

Und wieder ein nein zu allen Anträgen.

Es ist unfassbar :-(

@21:30 von Goldenmichel

Genau so sehe ich das auch.

Ich frage mich nur auch immer wieder: diese Welt hat doch ganz andere große Probleme. Warum werden so viele Resourcen für sowas etwas hier verschwendet.

Auf die Gefahr hin dass ich mich wiederhole: Liebe Briten, bitte geht endlich!

Eins kann man den Briten nicht vorwerfen:

dass sie es sich leicht machen. So ein unterhaltsames demokratisches Spektakel wäre in Deutschland schon wegen Fraktionszwang undenkbar. Jeder Abweichler vom Regierungs- oder Parteikurs wäre in D politisch erledigt. Mal ganz abgesehen von einem Referendum, bei dem die Meinung der Bürger gehört wird- in D undenkbar. Da wird selbst das Parlament bei wichtigen Entscheidungen nicht konsultiert.

@Aus Monheim am Rhein um 20:09

Und dann fragt sich bitte jeder Mal: wenn ein Land eh nicht wirklich dabei sein will, wofür dann jetzt dieses Drama? Das ist echt eine Farce!!

Hier der Hit zum Nachlesen:

https://www.tagesschau.de/ausland/euaustritt100~amp.html

Und die Schlagzeile mehrfach lesen! ;-)

Der alte Artikel aus 2013 ist wirklich lesenswert! Das UK war praktisch niemals in der EU.

Das bestätigt mich in der Überzeugung, dass es, trotz aller Nachteile für die britische Jugend, besser wäre, wenn das UK ohne Vertrag [harter Brexit] ausscheidet.

Sollte das UK in Jahren seinen Irrtum einsehen, könnten sie einen Aufnahme-Antrag stellen und ein ganz normales Mitglied ohne "Sondervereinbarungen" werden.

Darstellung: