Ihre Meinung zu: UN-Sicherheitsrat: Was hat Deutschland vor?

1. April 2019 - 8:37 Uhr

Von heute an übernimmt Deutschland für einen Monat den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat. Wie funktioniert dieses Gremium? Und was hat Deutschland vor? Von Sandra Stalinski.

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Kommentare

Lame Duck

das ist die UN leider.
Es ist super das es ein Podium gibt auf dem alle miteinander reden können, beim Reden bleibt es aber leider meistens.

Denn solang es Vetomächte gibt wird es auch weiter bei jeder wichtigen Entscheidung einen geben der alles blockiert.

Wie oft haben Russland, die USA und Co. schon Entscheidungen zu Fall gebracht, die ansonsten eine mehr als stabile 2/3 Mehrheit hatten?

Dies ist das globale Beispiel dafür wie sich unsere demokratischen Institutionen selbst schlimmer sabotieren und unglaubwürdig machen als es je ein Populist könnte.

Hört endlich auf wegen kleinlichem Nationalegoismus den fragilen Frieden der uns zumindest vor einem 3. Weltkrieg bewahrt zu gefährden.

Na endlich!

Jetzt geht s los, jetzt wird dort zügig gearbeitet und geplant, geplant in Umweltschutz, Verdrängung der Armut auf dem Planeten, gerechtere Verteilung des Reichtums, Beendigung der Vermüllung der Meere, Bekämpfung der Cholera, Beendigung der Kriege usw.
Deutschland, ich wünsche dir grossen Erfolg,
irgendwann wirst auch Du ein permanentes Mitglied der UNO!

Wie funktioniert der Vorsitz im UN-Sicherheitsrat?

...gar nicht, so lange es Veto-Mächte gibt die nur ihre eigenen Interessen vertreten!

Auch Deutschland kann kein Veto verhindern

Ohne Reform bleibt der UN-Sicherheitsrat ein zahnloser Tiger.
Ich halte mehr von den Entscheidungen der UN-Vollversammlung - dort gibt es zwar Beeinflussung, aber kein Veto.

Erstaunlich,......

was hier in einen turnusmäßigen Wechsel schon wieder hineininterpretiert wird! Es erinnert an die Schlagzeile einer bekannten Zeitung "Wir sind Papst" oder noch weiter zurück, an den "Boxer-Aufstand" in China, als das deutsche Kontingent turnusmäßig die Spitze der Entsatztruppen übernahm, aber der Satz "the germans to the front" im damaligen kaiserlichen deutschen Reich mit Absicht falsch interpretiert wurde, um das Selbstwertgefühl zu steigern! Gleiches geschieht nun wieder hier! Sogar als sogenannte Atom-Mächte hat man im Sicherheitsrat der UNO keine Bedeutung, außer als Veto-Anwender! Noch bedeutungsloser sind die übrigen Sitze im Sicherheitsrat, aber immerhin garantieren sie eine großzügige Besoldung, oder?

UN Sicherheitsrat,der

UN Sicherheitsrat,der zahnlose Löwe.

Das nennt man dann

Das nennt man dann umgangssprachlich " Den Bock zum Gärtner machen. " Auch wenn einige Vorkommentatoren das Vetorecht abschaffen wollen. Ich bin der Meinung das es bleiben sollte. Man muss sich nur die Mehrheitsverhältnisse im Sicherheitsrat anzuschauen um sich auszumalen was auf unsrer Welt passieren würde ohne das Vetorecht. Ich persönlich kann auf Massendemolratisierung ala Nato verzichten.

Gute Idee

" Maas möchte unter anderem das Thema Abrüstung und Nichtverbreitung von Atomwaffen auf die Tagesordnung setzen. "

Als erstes darf man aber selber keine A-Waffen auf seinem Land haben, auch wenn es nicht die eigenen sind.
Und als zweites muss man selber abrüsten statt auf, erst dann kann man als Vorbild etwas von den Anderen fordern.

Das alles wird aber nicht passieren, das Sagen haben die 5 Großen, und ganz besonders einer davon.
Und dem werden wir am Ende folgen, wie immer.
Wird also nicht so viel passieren.

UN-Sicherheitsrat:Was hat Deutschland vor ??

Im Artikel steht,daß Deutschland den Klimaschutz und die atomare Abrüstung voran
bringen möchte.
Beim Klimaschutz ist es aber bezogen auf das eigene Land eher ein Bremser.Und bei der Abrüstung ? Die Bundesregierung hat sich,nach der Aufkündigung des INF-Vertrages sehr mit Aussagen zurück gehalten,bezüglich einer künftigen Stationierung entsprechender Waffen in der Bundesrepublik.
Ob das eine Bereicherung des Gremiums ist ?

Habe ich da etwas verpaßt?

Hat sich unser Herr Vorsitzender vorgenommen alle Waffenexporte zu verbieten? Da wäre ja toll, wenn er das durchsetzen könnte. Aber da haben wohl die Lobbyisten aus USA und anderswo etwas dagegen.
Schade, da werden unserem Herrn Vorsitzenden die passenden Worte fehlen. Also wieder nur Klein Klein und nichts Gescheites. Naja, vielleicht im nächsten Jahrhundert, wenn es unsere Enkel noch erleben werden.

@09:16 von rimitino - Ernst oder Satire?

"Jetzt geht s los, jetzt wird dort zügig gearbeitet und geplant, geplant in Umweltschutz, Verdrängung der Armut auf dem Planeten, gerechtere Verteilung des Reichtums, Beendigung der Vermüllung der Meere, Bekämpfung der Cholera, Beendigung der Kriege usw."

Ist das Ihr Ernst oder Satire?

09:41 von Kantstein

oder andere, die sich nur an Resolutionen halten, wenn es ihnen was bringt

Das mit einem Sitz der EU

Das mit einem Sitz der EU, statt für jeden Mitgliedsstaat der EU kann man doch einfach lösen.
Es muss nur ein entsprechender Staat gegründet werden in dem die Mitgliedsstaaten aufgehen.
War das nicht das Ziel so mancher EU-Befürworter Die Vereinigten Staaten von Europa?

Mit Sicherheit

Mit keinem Wort werden Palästina, die Besetzten Gebiete oder Israel genannt. Damit ist der Sicherheitsrat normalerweise ordentlich beschäftigt. – Also keine Ideen oder Ansätze hier.

Wichtig wäre mal eine israelfreundliche Politik

Aber da hat D bis dato viel verpasst. So viele Resolutionen gegen Israel und kaum welche gegen andere Länder. Das spricht Bände. Und das trotz unserer Vergangenheit und Schuld den Juden gegenüber! Ich schäme mich für D!

Nun wäre mit dem Vorsitz ein wenig die Chance neue Schwerpunkte zu setzen! Aber es sieht so aus, als ob Maas auf ganzer Linie weiter enttäuscht... so wie er bisher gehandelt hat. Ich schäme mich - und noch mehr im Blick auf unsere Taten vor nicht mal 100 Jahren.

@MatthiasS, 11:44

Wichtig wäre eine menschen-, nicht irgendjemandesfreundliche Politik.

Zu diesem Thema ist die Meldung "UN-Sicherheitsrat über Nahost - Heusgen löst unerwartete Debatte aus" (www.tagesschau.de/ausland/israel-667.html) lesenswert; daraus:

"(...) hatte gereicht. Und dem deutschen UN-Botschafter Christoph Heusgen reicht es auch. (...) 14 Redner lasen vor ihm ihre schriftliche Reden ab - die ritualisierte Ohnmacht des Sicherheitsrates (...)
Und plötzlich diskutiert dieser Sicherheitsrat(!).
Der Palästinenser meldete sich erneut.
Er sagt, er sei bereit, keine Reden vorzulesen, aber er wollen kein Treffen hinter verschlossenen Türen".

Offenbar ist Heusgen entschlossen, verkrustete Strukturen innerhalb der UN aufzubrechen, mit den immer gleichen (gleichermaßen sinn- wie fruchtlosen) Ritualen aufzuräumen und echte Diskussionen in Gang zu bringen.

Das wäre wirklich Anlass zur Hoffnung, dass die UN offener, transparenter, bürgernäher, vor allem aber durchsetzungsfähiger werden.

"(...) hält Heusgen den Jemen-Konflikt für das drängendste Problem"
Da hat er Recht.

@Nettie 13:35

Das eine schliesst das andere nicht aus.
Aber anti-israelische Politik ist anti-menschlich und nicht schon gar nicht verantwortungsbewusst im Hinsicht auf unsere üble (antimenschliche) Vergangenheit.

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