Ihre Meinung zu: Facebook vor Europawahl: Gegen Missbrauch von politischer Werbung

29. März 2019 - 8:02 Uhr

Facebook will mit "neuen Werkzeugen" die "Integrität der Wahlen" zum EU-Parlament schützen. Ziel sei es, die Nutzung von Online-Werbung für unerwünschte Eingriffe von außen zu verhindern, so das Online-Netzwerk.

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Kommentare

Einflüsse auf Wahlen

Was ist denn mit der unsäglichen Wahlwerbung welche sich nach Wahlen fast immer als Flop erweist.
Sollte sich demzufolge Wahlwerbung nur noch auf Parteiprogramme beschränken.
Fr mich ist es auch Wahlbeeinflussung wenn ich vor Wahlen an Plakatalleen vorbeifahre.

Nur noch wirtschaftskonforme Meinungen erlaubt?!

Ich habe das Gefühl, dass künftig nur noch Meinungen im Sinne der Konzerne, Banken und Regierungen erlaubt sind. Mit Upload-Filtern lassen sich politische Meinungen sehr gut in die gewünschte Richtung kanalisieren. Schon jetzt liegt die Meinungsmache in Deutschland in den Händen der Eigner der vier Medienkonzerne.
Meinungsfreiheit erwarte ich künftig nicht mehr.

Wahlkampf wird verweigert

In weniger wie 2 Monaten wird gewählt. Medien und Politiker verweigern der Bevölkerung einen für eine demokratische Wahl notwendigen Wahlkampf. Weder Personen noch Themen werden ausreichend thematisiert.

Wenn z.B. ein amerikanisches Wirtschaftsforschungsinstitut für die Neoliberale Politik der FDP wirbt soll dies in der Zukunft auf Facebook nicht mehr möglich sein. Die Thematisierung von politischen Inhalten ist in den Medien Redaktionen vorbehalten. In Deutschland entscheiden immer noch Journalisten über die Sende- und Redezeit der Kandidaten. In Frankreich regelt ein Gesetz die gerechte Verteilung der Rede- und Sendezeit. Wer schützt die Wahlen vor den politischen Vorlieben der Journalisten für z.B. Merkel und Kramp-Karrenbauer oder der Abneigung von Wagenknecht oder Weidel?

Schon wieder ein Fake!

Und die Redaktion weiß das auch, oder ihre Korrespondenten in den USA machen ihre Arbeit nicht.
"Facebook war in die Kritik geraten, nachdem von Russland aus betriebene Propaganda-Kampagnen im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 bekanntwurden."
Hier werden zwei Dinge verknüpft, die inhaltlich nicht zusammengehören.
Propaganda-Kampagnen - ja, allerdings wird Propaganda von allen Seiten gegen alle Seiten betrieben. Wer das bestreitet, lügt einfach. Ob man Propaganda oder (ungefragte) "Förderung von Demokratie" in anderen Länder dazu sagt, ist doch unerheblich. Der Inhalt bleibt Propaganda im Wortsinne. Und "im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016" gehört hier einfach nicht hin. Jetzt die Herren Ganslmeier und Co, dazu gibt es eine Untersuchung einer großen US-Zeitung. WANN wurden Anzeigen geschaltet, in welchen Bundesstaaten. Pikantes Ergebnis:
- VOR und NACH dem eigentlichen Wahlkampf, und
- NICHT, wie immer behauptet, in den Swingstates. UND quantitativ minimal.

Propaganda-Kampagnen aus Russland

nachdem ich in den ÖR Sendern gleich mehrfach in nächtlich gesendeten Dokumentationen zum Propagandamärchen von der selbstlosen Hilfe durch den Marshall-Plan (z.B. "Marshall-Plan - Die wahre Geschichte" von der ARD) aufgeklärt wurde, tendiere ich eher zur Vermutung dass hier die Methode "Haltet den Dieb" Anwendung findet. In der Wissenschaft wird, wie ich gelesen habe, die größte Kompetenz auf diesem Gebiet den Amis und Briten zugeschrieben.

Den etablierten Parteien

geht ganz schön der Stift.
Keine Wahlwerbung über Facebook. Braucht man eh nicht zu machen. Vor der Wahl wird versprochen und nach der Wahl weiß kein Politiker mehr was davon. Hauptsache ich wurde gewählt und kassiere ordentlich Diäten. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Die Leute sind nicht mehr so blöd und können ganz genau unterscheiden.

@ 08:41 Denkerist

Es scheint so, dass Ihnen da einiges durcheinandergeraten ist: Die Diskussion um Upload-filter ist - auch konzerngesteuert - in eine mächtige Schieflage geraten; Heribert Prantl weist darauf hin: "Nicht das Internet ist bedroht, sondern das Urheberrecht. Wenn die Reform des Urheberrechts nicht kommt, dann geht es mit dem Urheberrecht zu Ende, dann wird es im Internet zerrieben. Die Zahl illegaler Downloads von urheberrechtlich geschützten Werken wird schon jetzt auf monatlich eineinhalb Milliarden geschätzt." Es ist erschreckend, wie wenige User von facebook, instagram und co checken, dass sie sich vor einen Karren spannen lassen und übersehen, dass diese Konzerne mit den Daten der User ihre - meist nur lächerlich versteuerten (wenn überhaupt...) - Milliardengewinne machen. Und facebook versucht natürlich, auch jetzt den unabhägigen Saubermann zu spielen; dabei interessiert Zuckerberg und Co keine politische Spielregel und keine "Anstandsregel", es interessieren Image und Gewinn.

Da kann man schon

Da kann man schon mutmaßen,wem das von Vorteil ist,und was da unterdrückt werden soll.

Willkommen in der neuen Zeit.

Vor 20 Jahren staunte man noch im "Das fünfte Element" über Mega-Konzerne der Zukunft, die die Weltpolitik bestimmen - willkommen in der Zukunft, nun ist es soweit!

Ein Konzern wie Facebook bestimmt also nun, was Lobbyismus ist, was freie Meinungsäußerung und was aus Sicht des Konzern Propaganda bzw. "Einmischung" und vor allem wer das darf? Na herzlichen Dank auch!

Die nächste Stufe wird dann sein, dass soziale Bewertungssystem dieser Konzerne unseren Alltag bestimmen. Auch das wurde in Science Fiction schon thematisiert.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie groß der Bogen ist, den ich um Facebook & Co. mache, aber deren politischer Einfluss ist mittlerweile so groß, dass darüber mal ernsthaft nachgedacht werden sollte!

Genau, denn "es darf nicht

Genau, denn "es darf nicht zugelassen werden, dass Wahlen etwas ändern" (Wolfgang Schäuble zur Finanz- und Wirtschaftspolitik).

Lächerlich

Russische Geldgeber können zukünftig nicht mehr Werbung für, z.B., die CDU machen. Diese Werbung müsse von einem Deutschen gebucht und bezahlt werden. So soll die Beeinflussung der Wähler durch Ausländer verhindert werden.

Das ist lächerlich. Russen könnten Deutsche beauftragen um Wahlwerdung auf Facebook zu mieten.

Die NSA bricht massenhaft das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Sie sammelt private Daten und wertet diese Daten aus. Einzelne Personen oder ganze Bevölkerungsgruppen können ausspioniert werden. Aufgrund der umfangreichen Datensammlungen kann der Bürger manipuliert werden, Themen zu Ablenkung gesetzt werden und Argumentationen entwickelt werden. Der ausspionierte Bürger und Politiker ist manipulierbar.

Diese Gefahr für die Demokratie ist viel größer und wird leider ausgeblendet.

@10:12 von eifel: Keine Wahlwerbung über Facebook.

Den etablierten geht ganz sicher nicht der Stift, wie Sie es formulieren. Das dürfte eher bei der Altenative der Fall sein, denn diese lebt von facebook.

Ich halte von Wahlwerbung über facebook nichts.
Als politisch interessierter Mensch schaue ich mir regelmäßig facebook-seiten der Parteien an.

Jede Partei hat eine oder mehrere facebook-seiten. Dass es diese Seiten gibt, weiß jeder facebook-nutzer.
Um zusätzlich Wähler auf diese Seiten zu locken, kann eine Partei im Fernsehen oder im Radio auf die eigene facebook-seite verweisen. Das sollte völlig ausreichen.

Auf manchen facebook-seiten wird man allerdings eher von der Wahl der Partei abgeschreckt als überzeugt.
Besonders dann, wenn man die Kommentare der Anhänger dieser Partei liest, möchte man doch eher nicht dazu gehören.

Der Hauptgrund

warum Die Propaganda aus Russland und Co. so erfolgreich ist, ist weil sie auf fruchtbaren unbeackerten Boden fällt.

Die Etablierten Politiker sind schlicht nicht in der Lage oder Unwillens sich mit den Modernen Medien auseinander zu setzen.

Das führt dazu, dass den oftmals leeren Behauptungen der Propagandakrieger keine sinnhaften Inhalte entgegenstehen.

Wäre das der Fall würden erste recht einfach entkräftet werden.

Unser Bundestag alleine kostet pro ja ca. 1 MRD. € warum ist da bei all den Mittarbeitern die das ermöglicht nicht einer dabei, der sich mit diesen Inhalten auseinandersetzt?

Wahrscheinlich, weil im Innenministerium zu viele Ressourcen gebunden sind um selbst rechtsgerichteten Populismus zu verbreiten, das Verkehrsministerium verbrät sein Budget dafür Sanktionen für VW abzuwenden und das Bildungsministerium ist zu sehr damit beschäftigt, die Lehre und Forschung in Deutschland mit den "christlichen Grundwerten" in Einklang zu bringen. (Inquisition inklusive?)

@Denkerist - Was hat Upload-Filter mit Meinungsfreiheit zu tun ?

Denn Sie können jederzeit ihre freie Meinung
und ihre """eigenen""" Bilder,Texte & Filme auf kommerziellen Webseiten veröffentlichen.

Ein Schlag für die vielen politisch raubkopierten und gefakten Orginalbeiträge in den Social Medien :-)

@Initiative Neue... - Wer schützt ?

Wer schützt die Wahlen vor den politischen Vorlieben der Journalisten

Seien sie froh, das auch selbst Sie hier "in einer demokratie gemäß unseren Grundgesetzes"
nicht in iher Meinungsfreiheit eingeschränkt sind.
Bitte differenzieren !
Selbstverständlich haben sie auch zu Hause ihr Hausrecht, wie auch der Webseitenbetreiber gemäß seiner AGB´s :-)
Auch ist der gesperrte "rechtsklick" nicht politisch zu sehen, sondern ein Schutz vor dem kopieren (Diebstahl)von geistigen Eigentum.

@08:41 von Denkerist: Meinungsfreiheit

"Meinungsfreiheit erwarte ich künftig nicht mehr."

Dann sind Sie selber schuld. Sie dürfen in Deutschland frei ihre Meinung in Wort und Schrift äußern, solange Sie niemanden beleidigen oder z.B. Volksverhetzung betreiben.

Das gilt auch für facebook oder das Forum hier.

Hier müssen Sie ggf. damit leben, dass ein Beitrag, der nicht zum Thema passt oder gegen die von Ihnen akzeptierten Richtlinien des Forums verstößt, nicht veröffentlicht wird.

Bei facebook sind Sie sehr frei Ihre Meinung zu äußern. Da darf man auch schon mal z.B. seiner Fremdenfeindlichkeit oder der Wut auf unsere Regierung freien Lauf lassen. Das stört facebook nicht.
Bei nackter Haut sollten sie vorsichtig sein. Da reagiert facebook allergisch. Mord und Totschlag hingegen ist meist keine Problem.

Bei all dem greifen auch keine Upload-Filter solange sie alles was sie bei facebook hochladen selbst erstellt haben oder in Lizenz verweden.

wann lösen wir uns endlich von facebook?

Alle jammern über Facecbook oder Twitter, aber alle machen mit... Das ist das Problem.
Warum z. B. schafft es unserer Bundeskanzlerin nicht, einen eigenen Chatroom zu betreiben? Warum muss ich mich als Bürger bei facebook anmelden, wenn ich mit ihr chatten will? Damit meine Daten missbraucht werden können? Damit mein Profil gespeichert werden kann?
Ich tue es nicht obwohl ich gerne mal mit der Kanzlerin chatten würde...
Konsequenz ist gefordert! Ich rufe die Politiker in Deutschland auf, ihre facebook-accounts zu löschen und ich fordere die Bundesregeirung auf, für MdB's einen Server zur Verfügung zu stellen, auf dem sie hier eigenen Chattrooms eröffnen können.

Facebook vor Europawahl:Gegen Missbrauch von politischer Werbung

Facebook will gegen Missbrauch handeln ?
Zum Geschäftsmodell von Facebook gehört auch ein Abkommen über Datennutzung mit dem Digital Forensic Research Lab..Es gehört dem Atlantic Council der NATO.Die Institution bekommt also die Daten der Facebook-Gemeinde.
Und "Missbrauch politischer Werbung" ? Wenn das genau genommen würde.......

@ cari

"wann lösen wir uns endlich von facebook?
Alle jammern über Facecbook oder Twitter, aber alle machen mit... "

Ich nicht. Und ich hatte auch noch nie das Gefühl, irgendetwas vermisst zu haben. Letztendlich wissen wir glaube ich alle, was wir von den Internet-Medien zu halten haben: institutionalisierte Irrelevanz. Von daher hat der Nachrichtendienst Twitter seinen Namen perfekt gewählt: was Leute da von sich geben, ist ungefähr so relevant wie Vogelgezwitscher.

@institutionalisierte Irrelevanz.? 13:38 von vox moderandi

Nun ganz so irrelevant sind diese Dienste leider nicht,
sonst könnten Sie nicht ganze Länder destabilisieren bzw.
in kürzester Zeit ihre Macher zu Mega-Mogulen machen.

Ich spreche nicht Alexa, 'instagramme' auch nicht,
kugele mich bestenfalls vor Lachen und
trotzdem fühle ich mich
täglich eingeschränkt bzw. verfolgt von Werbe-Followern dieser Dienste.

Es sollte sich inzwischen herumgesprochen haben,
dass man selbst als Nichtnutzer mit den Folgen konfrontiert ist.

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