Kommentare

Thema Raubkopien

Die habe ich als Kind schon im Sozialismus auf dem Markt gekauft. Sie wurden in Fernost produziert.

Da gab es noch kein YouTube oder Wikipedia.

Und das Meiste, was man heute in Literatur und Musik verkauft sind auch keine Neuheiten, sondern bereits irgendwann irgendwie schon geschrieben worden. Es ist heute schwer wirklich etwas Neues zu machen, dessen Urheber man voll und ganz ist.

Das ist das Schöne am Patentamt: Das prüft zuerst, ob ein Patent gerechtfertigt ist, bevor einer sich als Erfinder schimpfen darf und irgendwelche Rechte einfordert. Und dann läuft das Patent auch ab.

"Internetplattformen wie YouTube oder Google"

Es ist schade, dass die Artikel immer wieder von "Internetplattformen wie YouTube oder Google" reden. Das begünstigt den falschen Eindruck, dass nur die großen Anbieter betroffen sind. Uploadfilter sind zwar generell problematisch, aber die Großen können das immerhin tatsächlich leisten.

Es betrifft aber quasi jeden, der eine Webseite betreibt. Viel treffender wäre daher so etwas wie "Internetplattformen wie YouTube, das Blog des Kleintierzüchtervereins Kleinkleckersdorf und von Freiwilligen betriebene Diskussionsforen, die bei Computerproblemen helfen".

Alle diese Betreiber haben gemeinsam, dass sie in der Regel keine Urheberrechtsverstöße auf ihren Seiten haben wollen und zügig sperren und löschen, sobald sie Kenntnis davon haben. Aber das ist nachträglich, so wie es das aktuelle Gesetz auch fordert. Vorsorglich filtern, wie es die Reform fordert, ist für Leute, die Webseiten in ihrer Freizeit betreiben, anders als für die großen Plattformen gar nicht möglich.

Es ist interessant

Es ist interessant wie die deutschen Verlage reagieren. Entweder schweigen die Zeitungsseiten es tot oder setzen auch gerne mal (SZ, Zeit) negative Kommentare auf die Hauptseite die die Demonstranten als naiv oder großkonzernhörig diffamieren. Es ist traurig, dass die deustche Medienlanschaft ihrer Aufgabe der Berichterstattung aus Eigeninteresse nicht nachkommen kann. Darum Danke das hier ein neutraler Bericht erfolgt ist. Es zeigt wie wichtig ein öffentlich-rechtlicher Print-Journalismus im Online-Bereich ist.

Was ist denn die Alternative?

Es ist sehr demokratisch “dagegen” zu sein , in diesem Fall: Uploadfilter. Aber was ist der konkrete Gegenvorschlag?

Danke an alle Mitdemonstranten - weg mit der "Reform"

Danke an alle Mitdemonstranten:

https://www.tagesschau.de/inland/eu-urheberrechtsreform-protest-101.html

In mehreren deutschen Städten sind Tausende Menschen gegen die von der EU geplante Urheberrechtsreform auf die Straße gegangen. Vor allem die Angst vor einer Zensur durch die Upload-Filter treibt den Protest an.

Außerdem gehört nicht nur dieser Artikel 13 weg:

https://www.tagesschau.de/inland/eu-urheberrechtsreform-protest-101.html

Das Motto, unter dem die Teilnehmer durch die Städte zogen, war überall ähnlich: "Das Internet bleibt wie es ist", "Macht unser Internet nicht kaputt" oder "Stoppt Artikel 13".

sondern diese ganze Urheberrechtsreform an sich, weil sie von vorne bis hinten verpfuscht ist.

Außerdem möge sich die EVP dass hier anschauen!

Außerdem sollten sich die EVP und diese anderen EU-Kommissionsparteien auch mal dass hier anschauen:

http://tinyurl.com/y2dbpmog
n-tv.de: Zehntausende protestieren gegen Artikel 13 (SAMSTAG, 23. MÄRZ 2019)

"Viele kleine Plattformanbieter werden verschwinden und diejenigen, die übrig bleiben, geraten in die Abhängigkeit der ganz großen Player", sagt auch der Wirtschaftswissenschaftler Steffen Roth von der Universität Köln. "Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform scheint daher in seiner aktuellen Fassung wettbewerbsfeindlich und würde das Oligopol der ganz Großen deutlich stärken."

Von daher: weg mit disem ganzen Mist!!

Wer soll wirklich profitieren?

Nur Naivlinge können glauben, daß diese Reform NICHT in erster Linie
den "ganz Großen" von großem Nutzen sein soll.
Seit wann dienen denn Gesetzesreformen nicht primär den Reichen und Superreichen?
Von ein paar Kleinigkeiten zur Ablenkung mal abgesehen.

Zensur droht

und das ist genau so gewollt! Unter dem Vorwand des Urheberrechtsschutzes, weil es "fair" klingt, wird ganz Anderes verfolgt! Urheberrechtsverstöße sind auch bisher strafbar und können verfolgt werden. Indem jetzt aber die Seitenbetreiber haftbar gemacht werden, macht es sich der Gesetzgeber sehr einfach. So muss man nicht den einzelnen Verstoß ahnden und lagert gewissermaßen wieder mal Verantwortung und Regelüberwachung aus. Übrigens wie bei Heiko's verfassungswidrigem NetzDG. Die Proteste sind vollkommen berechtigt- auch wenn sie nicht den Zuspruch der Kanzlerin oder des BP finden werden, oder gerade deshalb! Und dann finden sie auch noch samstags statt, wenn die Schüler keine Zeit haben...

Urheberrechtsreform

Herr Voss hat weder die Generation Internet verstanden noch das worldwide wide web. Anstatt das Urheberrecht aus dem 19. Jahrhundert der Welt des Internet anzupassen, versucht dieser auch juristisch schlecht gestrickter Gesetzesentwurf das analoge Urheberrecht der digitalen Welt aufzuzwingen. Die Durchsetzung dieser sog. EU-Reform wird in einer Prozesslawine enden und schließlich scheitern. Die Generation Internet mit ihrem Scharmgedächtnis geht als Wähler für die CDU nicht nur für die Europawahl auf lange Zeit verloren.

Es wird natuerlich kein „Aus geben“

Weil die Europaeischen Verlage und die EU als derer willfährige Sachwalterin es nicht will.

Ich persoenlich bin sehr gespannt, was aus der neuen Regelung entsteht.

Zu erwarten ist wohl eine neue Form von Abmahnindustrie.

Die nicht auf den Endnutzer fokussiert ist, sondern auf kleinere Platformen, die sich weder Uploadfilter noch eine ausreichende anwaltliche Vertretung leisten koennen.

Gespannt bin auch ich darauf, wie sich der Charakter des Internets Verändern wird.

meine Meinung :
Dessen grosse Zeit ist mit dieser Regelung in Euopa vorbei.

Es wird endgültig einflussreichen Marktteilnehmern gefügig gemacht.

Zu hoffen und zu erwarten ist, das sich die Menschen von diesem Medium abwenden und den Persoenlichen Kontakt zu Mitmenschen wieder stärker in den Focus stellen.

Unzuverlässige SW-Uploadfilter brauchen nur die Großen

Unzuverlässige SW- Uploadfilter brauchen nur die Großen, die jeden Mist automatisiert, also ohne Moderatoren, veröffentlichen um Reibach zu machen.

Freies Internet - ja ... jeder soll seine Meinung sagen können oder Ungerechtigkeiten anprangern.

Allerdings bedeutet Freiheit nicht auch Freibeuterisch.

Meine Bilder, egal in welcher Situation, meine Werke Gesänge
sollen nicht ohne meine Zustimmung veröffentlicht werden. Die sind dann geklaut und das hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun.

Darum geht es, um die Rechte der Menschen.

Die Sache mit den Upload- Filtern ist nur eine Krücke. Wenn FB, Instagram und Co. da fehlerhafte Software einsetzen, dann müssen diesen Plattformen halt Ihren Laden dicht machen -

Oder, wie hier bei der TS, bei Wikipedia oder bei Vereinen, eben menschliche Moderatoren dran setzen, die klug sind und die Beiträge manuell überprüfen.

Für die Uploadfilter wird man über 10 Kohlekraftwerke benötigen

Ein Aspekt der leider auch immer vergessen wird ist der gigantische Rechenaufwand, der nötig wäre, um die Uploadfilter umzusetzen.

Die Datenmenge im Internet verdoppelt sich fast jedes Jahr und die Uploadfilter müssten wirklich alles prüfen ob es schon einmal da war und einem Urheber gehört.
Der dafür notwendige Rechenaufwand wird den der Kryptowährungen um mehrere Größenordnungen übersteigen.

Die Uploadfilter werden dazu führen, dass man mindestens 10 Kohle- oder Atomkraftwerke in Betrieb nehmen muss um die notwendigen Rechner mit der erforderlichen Energie zu versorgen.

@ all: schaut mal beim ZDF quer - der Widerstand wächst!

@ all

Schaut mal beim ZDF quer. Immer mehr Politiker und andere schließen sich uns Protestlern an!! Klasse!! Weiter so:

http://tinyurl.com/y28jhwle
ZDF-Nachrichten: Breiter Protest gegen neues Urheberrecht (23.03.2019 17:20 Uhr)

FDP: Uploadfilter als "Grundstein für Zensurinfrastruktur"

Der FDP-Politiker Jimmy Schulz warnte: "Uploadfilter wären der Grundstein für eine europaweite Zensurinfrastruktur und würden die Meinungsfreiheit einschränken." Linken-Chef Bernd Riexinger twitterte: "Die geplanten Uploadfilter nützen nur den Großkonzernen. Ohne massiven Druck vieler Menschen wird diese Bundesregierung an ihrer Zustimmung gar nichts ändern."

Und auch die Gruenen, Anke Domscheidt-Berg und andere schließen sich ebenfalls an. Super!! Weiter so!!

Hier dann die Gruenen und Anke Domscheidt-Berg

Und hier:

http://tinyurl.com/y28jhwle
ZDF-Nachrichten: Breiter Protest gegen neues Urheberrecht (23.03.2019 17:20 Uhr)

Die Grünen halten neue Verhandlungen für einen möglichen Ausweg. Urheber müssten an der Wertschöpfung ihrer Werke in der digitalen Welt angemessen beteiligt werden, aber dabei dürften keine Hürden für freien Meinungsaustausch und Informationsfluss entstehen, sagte Fraktionschef Anton Hofreiter. "So lange diese Ziele nicht miteinander vereinbart werden, ist diese Richtlinie ein echter Rückschritt und sollte abgelehnt und zur Not neu verhandelt werden."

Hier dann Anke Domscheidt-Berg in den ZDF-Nachrichten:

http://tinyurl.com/y3oat2rz
ZDF-Nachrichten: "Eklatante Nebenwirkungen" (3 min | 22.03.2019)

Die Urheberrechtsreform sei eine Bevorzugung großer Unternehmen und mache vor allem Kreativen das Leben schwer, so Anke Domscheit-Berg, netzpolitsche Sprecherin Die Linke. Die Methoden zum Schutz des Urheberrechts seien nicht verhältnismäßig.

CDU: Gekaufte Demonstranten

Die CDU/CSU im Europaparlament findet übrigens, dass das alles nur gekaufte Demonstranten waren (natürlich von den amerikanischen Konzernen bezahlt, die am meisten von der Reform profitieren würden):

https://twitter.com/CDU_CSU_EP/status/1109467763825889281

Wieviel mehr Verachtung kann man seinen Wählern eigentlich noch entgegenbringen? Ich hoffe, bei der Europawahl gibt es die Quittung.

Vielleicht doch nicht so dramatisch, aber denoch hässlich

Gemäß dem, was bisher berichtet wird, sind nur kommerzielle Anbieter, die länger als drei Jahre bestehen und mit mehr als 10 Millionen € Umsatz betroffen.
Das hieße, dass der normale Verein mit seinen Kommentarseiten keine Bedenken zu haben braucht.
Dieses Forum bräuchte also auch keine Angst zu haben.

Blöd wird es für wachsende Anbieter im Web. Da wächst man über die Umsatzgrenze hinaus und muss plötzlich einen immensen Betrag für Uploadfilter investieren.
Und natürlich ist die automatische Zensur auch nicht mehr weit.

(Wobei man sich bei menschlichen Prüfern auch manchmal fragt, ob die Beurteilung, ob ein Beitrag hochgeladen wird, objektiven Kriterien entspricht.)

@ Wasserkocher (19:10): auch dass duerfte mitspielen

hi Wasserkocher

Ein Aspekt der leider auch immer vergessen wird ist der gigantische Rechenaufwand, der nötig wäre, um die Uploadfilter umzusetzen.

Die Datenmenge im Internet verdoppelt sich fast jedes Jahr und die Uploadfilter müssten wirklich alles prüfen ob es schon einmal da war und einem Urheber gehört. Der dafür notwendige Rechenaufwand wird den der Kryptowährungen um mehrere Größenordnungen übersteigen.

Die Uploadfilter werden dazu führen, dass man mindestens 10 Kohle- oder Atomkraftwerke in Betrieb nehmen muss um die notwendigen Rechner mit der erforderlichen Energie zu versorgen.

stimmt exakt und das ist wohl auch mit eine Absicht hinter dieser Verzweiflung der EVP. Denen geht es wohl auch um die Erhaltung dieser hochgefährlichen Atommeiler und dieser dreckigen Kohlekraftwerke. Aber die Suppe versalzen wir denen. Raus aus den fossilen Energien und eine europäische Energiewende ist ueberfällig!!

@kurtimwald 18.54

"Oder, wie hier bei der TS, bei Wikipedia oder bei Vereinen, eben menschliche Moderatoren dran setzen, die klug sind und die Beiträge manuell überprüfen."

soso, wie bei wikipedia - genau mein Humor;-) da kann Jeder ungeprüft posten und ein paar haben dann Sonderrechte zum Überschreiben und Löschen. Da werden regelrechte Rufmordkampagnien geführt, das ist bekannt. Außerdem hat nicht jeder Verein die Manpower der TS, weil dort Ehrenamtliche sind und keine GEZ-Gebühren zur Verfügung sind

@18:19 von Sunkissed

"Es ist sehr demokratisch “dagegen” zu sein , in diesem Fall: Uploadfilter. Aber was ist der konkrete Gegenvorschlag?"

Wie wäre es damit, diejenigen verantwortlich zu lassen, die mit ihren Uploads das Urheberrecht verletzen? Die Plattformen müssen ja sowieso schon löschen, sobald sie Kenntnis von einer Urheberrechtsverletzung bekommen.

Ich sehe da ehrlich gesagt keinen Änderungsbedarf. Die aktuelle Rechtslage schützt Urheber, bestraft Verletzer und stellt vernünftige und umsetzbare Anforderungen für Betreiber von Webseiten.

Zensur droht....

genau das ist der springende Punkt. Das Bankgeheimnis ist schon lange ad acta. Das Postgeheimnis könnte man auch noch kappen. Macht es doch wie in der DDR oder neuerdings in China. Jedem Bürger Bonuspunkte verteilen: wer nicht spurt kein Internet, kein Fernsehen, keine Reisen. Gesichtskennung haben wir ja schon. Wie gut, dass bald Europawahl ist. da kann der Bürger seinen
Unmut äussern. Die Politikverdrossenheit wird immer mehr zunehmen. Aber ist ja egal ob man mit 20 %oder 40 % gewählt wird. Hauptsache man bekommt eine Mehrheit zustande.

@18:19 von Sunkissed

Es ist sehr demokratisch “dagegen” zu sein , in diesem Fall: Uploadfilter. Aber was ist der konkrete Gegenvorschlag?

Es braucht keine Reform, also braucht es auch keinen Gegenvorschlag. Das Urheberrecht ist geregelt und jeder kann seine Rechte in der EU durchsetzen! Ich kann die Briten immer mehr verstehen!

@kurtimwald

"Meine Bilder, egal in welcher Situation, meine Werke Gesänge sollen nicht ohne meine Zustimmung veröffentlicht werden. Die sind dann geklaut und das hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun."

Sie brauchen sich da keine Sorgen machen. Falls Ihre Bilder, Werke und Gesänge Ähnlichkeiten zu bereits existierenden Werken haben, können Sie diese zukünftig nicht mehr hochladen und niemand kann Sie Ihnen stehlen.

um 18:46 von TheIndependent

Eine wunderbare Satire. Ihr Post könnte so direkt vom Postillion übernommen werden.

Nichtsdestotrotz, diese Reform wird nur das von den meisten hier beschriebene Massensterben bringen. Die Urheberrechte werden weiter gebrochen mit Seiten in Übersee (.to usw.).
Das einzige was kinox.to den Hals umdreht ist übermäßige Werbung und Vermüllung mit schlecht programmierten Trojaner und ähnlichem

An der richtigen Stelle ansetzen!

„Urheberrechte müssten geschützt werden. Doch Upload-Filter seien der falsche Weg.“

Richtig. Wenn Urheberrechte-Inhaber sich in ihren Rechten beschnitten sehen, sollten sie diese Rechte direkt bei denjenigen geltend machen können, die sich an deren semi- bis illegaler Nutzung durch ihre „Kundschaft“ (indirekt) eine goldene Nase verdienen:
den großen Plattformanbietern.

Um ihnen dies zu ermöglichen, kann man auch ganz ohne die Offenheit des Internets einschränkende „Filter“ zum Ziel kommen.

Ein gangbarer Weg, der allen Interessen weitestgehend gerecht wird, und das ohne im Internet überflüssige „Barrieren“ einzubauen, lässt sich da sicher finden.

Wenn man ihn finden will.

Ich bin es leid!

Die Berichterstattung zu dem Thema geht permanent an den relevanten Teilen vorbei:
1. Es wird so getan, als ob die Richtlinie Youtube einen schweren Schlag versetzt. Das ist Quatsch. Youtube gewinnt bei der Sache. Kommt das Gesetz, gut, dann filtert man. Manche mögen die Zeit vergessen haben, wo Musik in Deutschland gefiltert wurde (Dieses Video ist in ihrer Region nicht verfügbar!). Kleine Unternehmen wird es betreffen. Die könenn nur den Filter bei einem großen Konkurrenten kaufen oder dicht machen.
2. Die Künstler bekommen nicht genug Geld. Das Beispiel von Herrn Reitz ist interessant. Er wurde schlecht bezahlt. Aber das ändert sich nicht mit der Richtlinie. Raubkopien waren vorher bereits illegal und warum sollte YT mehr bezahlen?
3. Als sich der erste Protest regte, hat Herr Voss die Menschen pauschal als Bots bezeichnet. Das ist wahrlich demokratisch.
4. Es gibt Alternativen, aber über die wird nicht berichtet. Man berichtet, das man dagegen ist, weil Panik gemacht wird.

Anstatt Internet für die Leute, nur noch Kommerz-Net

Die Politik handelt und entscheidet in diesem Fall, als könnten sie nicht an die Konsequenzen ihrer Gesetze denken. Es gibt bereits Uploadfilter. Offenbar liegt es an den Lizenznehmern (Künstler, Verlage), ob sie ein entsprechendes Video einreichen. Ich sehe hier nicht, wie man effizient und ohne das Internet abzuschaffen, dafür sorgen will, dass jeder Künstler von den Uploadfiltern aufgenommen wird, der dies wünscht.

Für normale User kann ein Uploadfilter dafür sorgen, dass YT sich gezwungen sieht, bei einem Verstoß (also auch Irrtum) womöglich aus Personalmangel sofort die entsprechenden User zu bannen, damit nur noch kommerzielle Inhalte die Werbeeinnahmen für YT bringen.

Am klarsten formuliert es für

Am klarsten formuliert es für mich Anton Hofreiter von den Grünen, wenn er darauf hinweist, Urheber müssten an der Wertschöpfung ihrer Werke in der digitalen Welt angemessen beteiligt werden, aber dabei dürften keine Hürden für freien Meinungsaustausch und Informationsfluss entstehen: "Solange diese Ziele nicht miteinander vereinbart werden, ist diese Richtlinie ein echter Rückschritt und sollte abgelehnt und zur Not neu verhandelt werden." Da steht noch viel Arbeit an.

@Allgemein, @Paddy B., @kurtimwald

@Allgemein
Schwierig bei diesem Gesetz ist vor allem, dass fast keiner den Inhalt genau kennt bzw. ihn versteht. Viele Sachen wirken nicht ganz klar definiert.
Insgesamt habe ich auch den Eindruck, dass eine große Panikmache durch Fehlinformationen entsteht, wenn Leute behaupten, dass sämtliche Websites künftig zenzieren oder filtern.
Die Ausnahmen von Artikel 13 sind geregelt.
Das Gesetz ist in Gänze sicherlich nicht komplett transparent und hat auch manche Hürden, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn das Urheberrecht wird im Internet seit Jahrzehnten mit Füßen getreten und ich verstehe alle Urheber welche sich mehr Kontrolle und Verantwortung wünschen.

@Am 23. März 2019 um 18:17 von Paddy B.
"Es betrifft aber quasi jeden, der eine Webseite betreibt."

Eben nicht. Private und gemeinnützige Webseiten sind von Artikel 13 nicht betroffen. Ebenso nicht kleinere bzw. jüngere kommerzielle Webseiten.

@Am 23. März 2019 um 18:54 von kurtimwald

Weitestgehende Zustimmung

um 19:19 von ohnein2004

Ob das mit den Briten so gut ist? Die merken auch gerade, das sie da jemandem auf den Leim gegangen sind.

Am 23. März 2019 um 18:49 von

Am 23. März 2019 um 18:49 von 68igerin:
"Die Generation Internet mit ihrem Scharmgedächtnis" -
Ich nehme an, Sie meinten "Schwarmgedächtnis".
Auf ein Schwarmgedächtnis oder eine Schwarmintelligenz würde ich mich nicht verlassen.
Das Brexit-Referendum war vor nicht allzu langer Zeit, und die mutmaßlich zu diesem Schwarm gehörige Generation Internet glänzte durch Desinteresse, welches in Ignoranz an den Wahlurnen gipfelte.
Urheberrechtsreform? Interessiert wahrscheinlich leider auch nur eine Minderheit.

@ Sunkissed (18:19). Gegenvorschlag heißt opensource!

hi Sunkissed

Der konkrete Gegenvorschlag sind opensource-Lizenzen wie GPL und Creative-Commons und die ausschließliche Verwendung von solchen Sachen. Hier mal so einige Beispiele wo es opensource-Bilder und so weiter gibt:

Bilder mit GPL:

https://www.gnome-look.org/browse/cat/300/ord/latest/

oder hier:

https://store.kde.org/browse/cat/299/ord/latest/

oder hier:

https://www.desktopnexus.com

oder hier:

http://tinyurl.com/y75jsnzf
chip.de: Lizenzfreie Bilder zum Gratis Download: Geniale Fotosammlungen für jedermann (11.03.2019, 14:00)

oder hier:

http://tinyurl.com/yxug4qzj
giga.de: Copyright-freie Bilder - die drei besten Seiten für lizenzfreie Fotos

Bilder mit Creative-Commons:

https://freephotos.cc/de

oder hier:

https://unsplash.com/creative-commons-images

und fuer Buecher gibt es dass hier:

https://www.bookrix.de/books.html

Von daher: es geht anders und OHNE proprietär!!

@19:41 von derSteph

"Eben nicht. Private und gemeinnützige Webseiten sind von Artikel 13 nicht betroffen."

Jein. Im Entwurf steht eine Ausnahme für "non-profit", die könnte einige private Seiten retten. Kein Mensch weiß aber, wie das am Ende genau definiert wird. Ich möchte an die gerichtlichen Auslegungen von "gewerblichen" Webseiten erinnern, die es z.B. in Sachen Impressumspflicht gab. Das hat auch Seiten betroffen, die nach gesundem Menschenverstand niemand als gewerblich angesehen hätte, nur weil ein Werbebanner zu sehen war oder bei einem ITler die Seite als Referenz bei der nächsten Job-Bewerbung benutzt werden könnte.

Mir wäre das rechtlich zu unsicher. Wenn ich mich darin verschätze, ob mein Forum als non-profit gilt oder nicht, dann ist das halt nicht ein Bußgeld wie beim Falschparken, sondern geht vermutlich in den vierstelligen Bereich (geschätzt nach typischen Urheberrechts-Abmahnungen) und das tut schon ordentlich weh für ein Hobby.

@19:10 von Carlos12

"Gemäß dem, was bisher berichtet wird, sind nur kommerzielle Anbieter, die länger als drei Jahre bestehen und mit mehr als 10 Millionen € Umsatz betroffen.
Das hieße, dass der normale Verein mit seinen Kommentarseiten keine Bedenken zu haben braucht."

Die Bedingung, ab der die Pflicht besteht, ist leider nicht "älter als drei Jahre UND großer Umsatz", sondern "älter als drei Jahre ODER großer Umsatz". Spätestens nach drei Jahren greift diese Ausnahme nicht mehr, auch wenn nach wie vor kein nennenswerter Umsatz da ist.

@Carlos12

"Gemäß dem, was bisher berichtet wird, sind nur kommerzielle Anbieter, die länger als drei Jahre bestehen und mit mehr als 10 Millionen € Umsatz betroffen."

Wird/wurden bisher tatsächlich derartige Falschaussagen berichtet?

Dies ist (leider) nicht korrekt, Herr Carlos. Betroffen sind Anbieter, die länger als drei Jahre bestehen oder mit mehr als 10 Millionen € Umsatz".

Das Stichwort ist "oder".

Wenn eine Webseite mehr als 3 Jahre besteht, dann ist sie i.d.R. betroffen, unabhängig von der Größe.

Bitte keine Google-Youtube-Framing

"Es ist schade, dass die Artikel immer wieder von "Internetplattformen wie YouTube oder Google" reden."

Ich frage mich, ob hier eine Absicht dahinter steckt. Bei der Zeit der FAZ oder der Welt gibt es ja gute Gründe, den Protest so darzustellen als ginge es um Google und Youtube und Co. Bei dem von unseren Gebühren finanziertem Rundfunk würde ich mir aber doch auch eine breitere Darstellung der Bedenken der kleinen Webside-Betreiber und der Internet-Nutzer wünschen.

@derSteph

"Es betrifft aber quasi jeden, der eine Webseite betreibt."

"Eben nicht. Private und gemeinnützige Webseiten sind von Artikel 13 nicht betroffen. Ebenso nicht kleinere bzw. jüngere kommerzielle Webseiten."

Es steht sehr viel Halbgares im Artikel. Und das ist das Problem. Die meisten Webseiten sind älter als drei Jahre. Ab wann ist man eine kommerzielle Webseite? Wo ist der Unterschied zwischen yt und einem Forum, die sich beide durch Werbung refinanzieren? Ab wann ist eine Webseite nicht mehr klein?

Solange das nicht geklärt ist, betrifft es zunächst jede Webseite, die ein bischen Geld einspielt. Betreiben auf eigene Gefahr.

@ Paddy B und Dana

Herzlichen Dank für die Klarstellung.

Langsam kristallisiert sich bei mir heraus, warum diese Urheberrechtsreform übel ist.

@21:27 von Jonas Bürger

"Ich frage mich, ob hier eine Absicht dahinter steckt. Bei der Zeit der FAZ oder der Welt gibt es ja gute Gründe, den Protest so darzustellen als ginge es um Google und Youtube und Co."

Wobei ich zugeben muss, dass deren Absichten für mich rätselhaft sind. Es ist bekannt, dass die Zeitungsverleger massiv Lobbyarbeit für die Reform und vor allem Artikel 11 betreiben, der das deutsche Leistungsschutzrecht auf EU-Ebene einführt, aber ich verstehe nicht warum.

In Deutschland wurde das Gesetz ja angeblich eingeführt, damit Google News sich nicht an Artikeln der Zeitungen unfair bereichert. War aber in dieser Hinsicht ein Rohrkrepierer: Google hat kostenlose Lizenzen von allen bekommen, weil es die Zeitungen sonst einfach nicht mehr aufgenommen hätte.

Ergebnis: Google macht weiter wie immer, aber die Kleinen dürfen nicht mehr. Vormachtstellung von Google zementiert.

Warum setzen Zeitungen sich für so etwas auf EU-Ebene ein?

@ Jonas Bürger (21:27): warum youtube betroffen ist

hi Jonas Bürger

Zu dem hier von Ihnen:

"Es ist schade, dass die Artikel immer wieder von "Internetplattformen wie YouTube oder Google" reden."

Ich frage mich, ob hier eine Absicht dahinter steckt. Bei der Zeit der FAZ oder der Welt gibt es ja gute Gründe, den Protest so darzustellen als ginge es um Google und Youtube und Co. Bei dem von unseren Gebühren finanziertem Rundfunk würde ich mir aber doch auch eine breitere Darstellung der Bedenken der kleinen Webside-Betreiber und der Internet-Nutzer wünschen.

Doch, youtuber und andere sind betroffen. Denn wenn youtube jetzt diese Filter machen muss, dann werden sich viele youtuber von dort abwenden weil ihnen damit klargemacht wird, dass sie nicht mehr erwuenscht sind. Und das wäre fuer youtube das Ende.

Auch ich habe meine Musik bislang bei youtube geholt wenn ich mal was wollte. Aber auch ich schaue mich seit heute Abend sicherheitshalber nach anderen GEMA-freien Musikseiten um.

@ Carlos12 (21:51): youtube wird sterben und andere auch

hi Carlos12

Diese "Reform" ist deshalb so uebel, weil zum Beispiel viele normale youtuber damit aus dem Netz verdrängt werden, genauso wie viele kleine Blogger die sich die Kosten fuer diese Uploadfilter nicht leisten können. Ein User hat heute Nachmittag hier mal was von - angeblichen - 15 Millionen pro Filter gesprochen. Aber ich weiss leider nicht, woher der seine Angaben hatte. Aber wenn das so teuer ist, wer soll das bezahlen???

Damit werden auch viele kleine solche wie chefkoch.de und andere schließen. Damit geht das Domino dann erst richtig los und am Schluss gehört das Netz dann dieser Content-Industrie alleine.

Die fuehren einen regelrechten Vertreibungskrieg gegen uns User im Netz.

Bitte keine Google-Youtube-Framing

@Am 23. März 2019 um 21:27 Jonas Bürger

natürlich geht es um Internetplattformen wie YouTube oder Google!!!

Die sind es, die damit Geld machen den Leuten zu suggerieren: im Internet dürfe man alles, man darf sogar unter einem versteckten Pseudonym beleidigendes oder verbotenes tun, was dies selben Menschen unter ihrem richtigen Namen nie aussprechen oder veröffentlichen würden.

@ Paddy B. (21:56): Haupttreiber ist Axel-Springer

hi Paddy B.

Ich kann Ihnen bei dem hier:

In Deutschland wurde das Gesetz ja angeblich eingeführt, damit Google News sich nicht an Artikeln der Zeitungen unfair bereichert. War aber in dieser Hinsicht ein Rohrkrepierer: Google hat kostenlose Lizenzen von allen bekommen, weil es die Zeitungen sonst einfach nicht mehr aufgenommen hätte.

Ergebnis: Google macht weiter wie immer, aber die Kleinen dürfen nicht mehr. Vormachtstellung von Google zementiert.

Warum setzen Zeitungen sich für so etwas auf EU-Ebene ein?

nur absolut zustimmen und durch Julia Reda (Piratenpartei) bei n-tv.de weiss ich dass die Haupttriebskraft dahinter in Wahrheit der Axel-Springer-Verlag ist. Die haben wohl Angst um ihre Vormachtstellung im Netz obwohl sie bereits mit einem Reporter Betrug begangen haben mit gefälschten Artikeln. Darueber berichten der BR, welt.de und andere.

@ Paddy B. (21:56): warum machen die dabei mit??

@ Paddy B

Und dass hier von Ihnen:

Warum setzen Zeitungen sich für so etwas auf EU-Ebene ein?

wuesste ich auch gerne mal und zusätzlich sollte man denen die Frage stellen, warum die bei diesem Vertreibungskrieg gegen uns User mitmachen.

Zusätzlich wuerde mich interessieren, wo die bisherigen youtuber dann ihre Musikvideos hochladen duerfen?? Denn diese Content-Industrie hat schon so viele User-Plattformen zerstört. Angefangen hat es mit Napster, dann ging es mit Grooveshark weiter und danach haben die sich - unter Lizenzverstoß - Spotify unter den Nagel gerissen und aus opensource eine Bezahlplattform gemacht (also proprietär). Gleiches war es auch mit Simfy.

@redaktion

Wenn ihr schon den Eindruck erweckt, alle deutschen Städte in denen größere Demonstrationen stattgefunden haben, aufzuzählen, solltet ihr Frankfurt am Main mit mehreren tausend Demonstranten und deren Marsch nicht unterschlagen. Diese finden weder in Text noch im Video Erwähnung und erwecken so leicht den Eindruck von Parteilichkeit.
Schön auch, dass die selbstgefälligen Urheber in kleiner Runde in Berlin bei Kaffee und Kuchen im bequemen Ledersessel in ihren Statements absolut NICHTS zu den kritisierten Punkten der Reform sagen:
- Grundlage für Filterung von Content (jeglicher Art, nicht nur Videos!) im Internet in Europa schaffen und somit eine Zensurinfrastruktur schaffen.
- Freie Meinungsäußerung im Zweifelsfall mit Urheberrecht unterdrücken können. (Zuviel zitiert? Blockiert! Lied läuft bei einem Video bei einem Großereignis im Hintergrund? Blockiert! Bild, Gebäude oder Skulptur taucht in einem Foto auf? Blockiert!)

Von der Totgeburt "Leistungsschutzrecht" ganz zu schweigen.

@ kurtimwald (22:06): sind Sie sich bei dem hier so sicher???

hi kurtimwald

Also zu dem hier:

natürlich geht es um Internetplattformen wie YouTube oder Google!!!

Die sind es, die damit Geld machen den Leuten zu suggerieren: im Internet dürfe man alles, man darf sogar unter einem versteckten Pseudonym beleidigendes oder verbotenes tun, was dies selben Menschen unter ihrem richtigen Namen nie aussprechen oder veröffentlichen würden

sind Sie sich da so sicher?? Mich wuerde bei dem Vertreibungskrieg, an dem auch die werte GEMA und so weiter nicht unschuldig sind, nichts wundern. Hier mal was zu dem Ende von Grooveshark:

http://tinyurl.com/oogm6g2
pcgameshardware.de: Musik-Streaming: Grooveshark und Simfy sind am Ende (04.05.2015 um 16:45 Uhr)

Die beiden Musik-Streaming-Dienste Grooveshark und Simfy sind am Ende. Bei Grooveshark setzte eine Gerichtsverhandlung den Endpunkt der Tätigkeiten, bei Simfy ist schlichtweg das Geld ausgegangen.

@ kurtimwald (22:06): hier mehr aus dem Artikel zu Grooveshark

@ kurtimwald

Außerdem hier mehr dazu was die Musikindustrie Grooveshark angetan hat:

http://tinyurl.com/oogm6g2

Lange hatte sich Grooveshark mit Händen und Füßen gegen die Forderungen der Musikindustrie gewehrt – erfolglos. Der Dienst wurde mit sofortiger Wirkung geschlossen, nachdem ein New Yorker Gericht das Unternehmen der vorsätzlichen Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden hat. Eine große Überraschung dürfte das Ende nicht gewesen sein, aber es kam dann doch etwas plötzlich. Grooveshark war technisch gesehen ein Mix aus Filehoster und Verzeichnisdienst. Die Dateien lagen also auf Servern, wurden offiziell aber von Nutzern bereitgestellt.

Lange behauptete man, alles an Grooveshark ist legal. Dies unterstrich man mit schneller Umsetzung etwaiger DMCA-Meldungen durch Rechteinhaber. Die Kläger konnten aber Beweismaterial vorgelegen, dass Grooveshark nicht nur von den Nutzern gefüttert wurde, sondern auch von den Angestellten.

@ kurtimwald (22:06): sowas ist verbotener Protektionismus

@ kurtimwald

Seither teilen drei größere Major-Label den Markt unter sich auf:

http://tinyurl.com/oogm6g2
pcgameshardware.de: Musik-Streaming: Grooveshark und Simfy sind am Ende (04.05.2015 um 16:45 Uhr)

Schon im Januar schied Warner Music aus. Das sind drei der vier Major-Labels, die auch heute noch einen großen Teil des Marktes abdecken – selbst wenn immer mehr Indie-Labels Erfolge verbuchen können.

Sowas nennt man eigentlich illegalen Protektionismus zu Lasten von User-Plattformen und man kann es auch wieder dieses "America First" nennen. Denn diese Major-Label sind so gut wie alle us-amerikanisch.

Und diese werte Abmahnindustrie und die GEMA spielen dieses elendigliche Spiel noch mit. Denn diese Major-Label sacken das ganze Geld aus den GEMA-Beiträgen ein, geben aber nichts weiter. Deswegen gab es ja schon diese Alternative zur GEMA:

https://www.c3s.cc

Und aus dem Grund frage ich mal: warum lassen sich alle so von der GEMA und so weiter so erpressen??

ach zu @um 22:21 von

ach zu @um 22:21 von Demokratieschue...

der Name "Grooveshark" ist doch schon Programm.

Die haben das doch schon vorsätzlich getan, damit und mit ihrem Namen geworben.

Das muss ich nicht kommentieren.

Das Gesetz ist richtig und gut.

Die Tech-Giganten verdienen Milliarden mit der Urheberschaft von Menschen, die kaum über die Runden kommen.
Deal ? Gebt den Autoren die Waren die Ihr herstellt umsonst, dann können wir uns unterhalten.
Unfassbar was diese Milliardenunternehmen von der US-Westküste in Bewegung setzen und so viele fallen darauf rein.

Wünschen

Ob es nun teilweise die Artikel, oder auch wieder der Kommentar hier auf der Tagesschauseite sind, es wäre so schön wenn mal informierte über das Thema berichten würden! Auch insgesamt würde ich mir in der Diskussion mehr Sachlichkeit und von den einen weniger Arrogante Herablassung über die "Kinder die demonstieren" und von den anderen weniger Panikmache wünschen!
Kein Politiker hat für Uploadfilter gestimmt noch stehen die in Art.13 drin. Wer was anderes Behauptet schürrt nur Ängste!
Es gibt auch zur Zeit und sicher auch sobald keine technische Möglichkeit Filter zu konstruieren die alles was Arrt.13 von imh verlangt könnte! Denn dort steht auch drin was eben nicht gefiltert werden darf...wird in der Disku gerne vergessen.
Also bitte alles ein wenig beruhigen und dann nochmal nach einer Lösung suchen.
mfg

@Paddy B.

Ein kleine Korrektur, da Sie diesen Punkt mehrfach falsch anbrachten: Die Haftung wird keineswegs vom Uploader auf den Plattformbetreiber verlagert, sondern der Plattformbetreiber wird zusätzlich in die Haftung genommen, sofern er nicht bestimmte Maßnahmen durchgeführt hat. Jemand, der Werke auf einer Plattform veröffentlicht, an denen er nicht die erforderlichen Rechte hat, haftet wie bisher, sofern er nicht das Glück hat, dass ein vom Plattformbetreiber genutzter Uploadfilter den Rechtsverstoß verhindert oder der Plattformbetreiber anstelle des Uploaders über die erforderlichen Rechte verfügt.

@ kurtimwald (22:35): was ist so schlimm an Grooveshark??

hi kurtimwald

Frage an Sie:

was haben Sie so fuer ein Problem damit, wenn sowohl User als auch Angestellte dort Musik hochladen konnten?? Außerdem war es ein Hoster und Linkverzeichnis. Warum kann man sowas nicht gemeinsam betreiben??? Und was ist am Namen Grooveshark so schlimm??

Wenn es um die Legalisierung von Gesetzen geht,

sind doch überwiegend die Mächtigen aktiv. So doch wohl auch bei der Knebelung der Meinungsfreiheit und der Verhinderung, dass Informationen die als Privat-Eigentum benannt werden könnten so nicht ohne Gefahr einer Abmahnung und Bestrafung öffentlich, nicht Profit-orientiert weiter gegeben werden dürfen. Welche Profit-Konzerne sind nun an der Herrschaft, dem Kauf von Meinung interessiert ? Hier soll doch kein kleiner Musiker geschützt werden, kein kleiner Schreiber, es geht um die Vermarktung durch ganz bestimmte Kreise und das wollen die gesetzlich legalisiert haben. In der Meinungsknebelung ist ein starker Konzern aktiv tätig, der mit B anfängt. Da werden sogar die Meinungsfreiheits-Gesetze mißachtet und gegen diese verstoßen. Realität Europa, nein danke.

@ OrwellAG

"Anstatt Internet für die Leute, nur noch Kommerz-Net" Am 23. März 2019 um 19:38 von OrwellAG

Aber nicht doch.
Radikale jeder Richtung werden weiterhin ihre Propaganda verbreiten können, da sie damit kein Urheberrecht verletzen.

@ kurtimwald (22:35): Filme schon per Crowdfunding finanziert

@ kurtimwald

Und was ist so schlimm an solchen Filesharing-Plattformen wie kino.to und sowas?? Denn die gehen doch sowieso ins Kino. Und dabei wird keinerlei geistiges Eigentum geraubt wie es immer behauptet wird sondern es findet lediglich eine Vervielfältigung statt. Das geistige Eigentum bleibt doch beim urspruenglichen Autor.

Also: warum darf es bitte kein legales Filesharing mit Kinofilmen und mit Musik geben?? Halloo?? Denn viele Filme entstehen inzwischen sogar mit Crowdfunding durch uns User:

http://tinyurl.com/y6mhfw5g
kino-zeit.de: 9 FILME, DIE DANK CROWDFUNDING ENTSTANDEN SIND (18.03.2018)

Daher: warum kann sowas nicht gehen??

Zehntausende?

Waren es jetzt Zehntausende, oder warens sogar über Hunderttausend?
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Mr Newstime und Christian Solmecke haben auf Youtube von 40.000 gesprochen, also in Berlin. In München waren es lt. Polizei 40.000, lt. Veranstalter 50.000. Dazu kommen Demos aus 17 weiteren Städten dazu. Dort gab es Demos mit 2.000 und auch 11.000 Teilnehmern.
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Weitere Demos fanden in europäischen Städten wie Wien oder Warschau statt.
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... und wieder gab es einen CDU-Politiker, der gesagt hat, die Leute bekämen dafür 450€. Die Diffamierungen von friedlich protestierenden Bürgern wird weiter durchgeführt.
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In einer Demokratie sollten Politiker den Dialog mit dem Bürger suchen und nicht nur auf Lobbyisten hören.
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Artikel 13 gehört herausgenommen. Artikel 11 und Artikel 12 sind Hausartikel der großen Zeitungsverlegerkonzerne. Der freie Journalist, Kreative und Urheber werden hier benachteiligt.

Es ist nur noch traurig.

Es gab schon im Vorfeld fundierte Kritik an der Reform, die sich klar auf den Wortlaut der Richtlinie bezog. Dazu wurden die Probleme anhand konkreter Beispiele aufgeführt und um Klärung dieser Probleme gebeten.

Von den Befürwortern gab es darauf bis heute nicht eine einzige fundierte Antwort, sondern nur Sprüche, die nicht vom Text der Richtline getragen wurden, wie "Es wird sich für die Nutzer nichts ändern." oder "Es soll ja nur die ganz großen Anbieter treffen." Darüber hinaus kamen eigentlich nur Diffamierungen der Gegner, sei es die Behauptung, diese wären alles nur Bots von Axel Voss oder aktuell die Unterstellung, die Demonstranten heute (wohl mehr als 100.000) wären alle gekauft, die Daniel Caspary brachte.

Leider berichtet die ARD an keiner Stelle darüber wie diese Politikern mit dem Souverän umgehen.

@ TiffyvanKIOSK (22:40): dass hier stimmt so nicht

hi TiffyvanKIOSK

dass hier stimmt leider so nicht:

Kein Politiker hat für Uploadfilter gestimmt noch stehen die in Art.13 drin. Wer was anderes Behauptet schürrt nur Ängste!

Siehe dazu hier bei netzpolitik.org:

http://tinyurl.com/y6anczgs
netzpolitik.org: Absurde Beruhigungspille: CDU will Uploadfilter durchdrücken und dann verhindern (16.03.2019 um 02:24 Uhr)

Die CDU kämpft um ihr Image. Im Rahmen der Debatte um geplante Uploadfilter in der EU-Urheberrechtsreform wird jetzt plötzlich eine neue Idee präsentiert: Man könne ja zuerst für Uploadfilter stimmen, aber diese bei der späteren Umsetzung einfach rauslassen. Das ist absurd.

oder hier bei der Sueddeutschen:

https://www.sueddeutsche.de/politik/artikel-urheberrecht-parteien-1.4379187

Axel Voss sitzt an diesem Morgen nur zwei Plätze weiter auf demselben Podium. Der CDU-Politiker ist Chefunterhändler für die Urheberrechtsreform im EU-Parlament - und Redas härtester Gegner in der Debatte.

@ und-nachts-da-ruft (22:57): dem hier kann ich nur zustimmen

hi und-nachts-da-ruft

Dem hier von Ihnen:

Von den Befürwortern gab es darauf bis heute nicht eine einzige fundierte Antwort, sondern nur Sprüche, die nicht vom Text der Richtline getragen wurden, wie "Es wird sich für die Nutzer nichts ändern." oder "Es soll ja nur die ganz großen Anbieter treffen." Darüber hinaus kamen eigentlich nur Diffamierungen der Gegner, sei es die Behauptung, diese wären alles nur Bots von Axel Voss oder aktuell die Unterstellung, die Demonstranten heute (wohl mehr als 100.000) wären alle gekauft, die Daniel Caspary brachte.

kann ich nur zustimmen. Sowas habe ich heute Nachmittag von den Demonstranten bei Twitter auch gelesen. Die wurden als Bots beschimpft und einfach nur ignoriert.

@Sunkissed

Es gibt eine ganze Reihe an Alternativvorschlägen. Insbesonders auch welche, die den Urhebern zugute kommen und nicht den Rechteverwertern. Das fängt mit einer Pauschalabgabe für Plattformen an, geht über ein Verbot von "total buyout" (was übrigens auf bestreben der Rechteverwerter gestrichen wurde) bis hin zu ganz anderen Konzepten der Entlohnung von Urhebern für ihre Werke. Sie hier alle aufzuführen würde den Rahmen des Beitrags um Größenordnungen übersteigen.
Die derzeitige Lösung ist jedenfalls ausschließlich im Sinn der Rechteverwerter und stellt das Gegenteil eines "fairen Ausgleichs" zwischen Urheber und Nutzer dar.

@ TiffyvanKIOSK (22:40): hier mehr aus der Sueddeutschen

@ TiffyvanKIOSK

Hier noch mehr aus der Sueddeutschen dazu:

https://www.sueddeutsche.de/politik/artikel-urheberrecht-parteien-1.4379187

Der 55-Jährige kämpft für die Reform. Auch er bleibt leise. Es gehe darum, das Urheberrecht ins digitale Zeitalter zu hieven, Künstler und Verlage fair zu entlohnen, durch deren Arbeit Plattformen wie Youtube viel an den Inhalten im Netz verdienten, sagt Voss. "Die Freiheit im Netz" wolle keiner einschränken. Der CDU-Mann klagt, dass in der Debatte "Maß und Mitte" vollends verloren gegangen seien.

Juso-Chef Kevin Kühnert und andere wollten den Konvent nutzen, um "ein Zeichen" an die Demonstranten draußen zu setzen. Und zwar das Zeichen: "Wir stehen an eurer Seite." Sie bringen damit aber die Bundes-SPD und ihre Minister in eine unangenehme Lage.

@ TiffyvanKIOSK (22:40): auch Barly hat uns User verraten

@ TiffyvanKIOSK

Sogar unsere Justizministerin Barley hat uns User erneut verraten:

https://www.sueddeutsche.de/politik/artikel-urheberrecht-parteien-1.4379...

Denn für die EU-Richtlinie zum Urheberrecht ist in der Bundesregierung ausgerechnet Justizministerin Katarina Barley zuständig, die Spitzenkandidatin der SPD bei der Europawahl. Sie war es, die der Richtlinie in Brüssel für Deutschland zugestimmt hat - auch wenn sie dabei klarmachte, dass sie den umstrittenen Passus lieber gestrichen sähe. Nur durchsetzen können hat sich die SPD mit dieser Position in der Bundesregierung nicht. Seither stehen die Sozialdemokraten in Mithaftung und sind um Schadensbegrenzung bemüht. Doch geht das noch?

Diese Barley windet sich wie ein Aal. Dass heißt: die SPD und die Union haben schon zugestimmt, die SPD behauptet jetzt aber sie sei gegen die Uploadfilter. Wer soll der SPD denn dass jetzt noch abnehmen?? Die machen sich unglaubwuerdig.

um 18:19 von Sunkissed

Ich habe heute morgen schon einmal den Vergleich mit der Telefonabzockerei an Rentnern vorgebracht.
Also, vergleichweise wäre es so, als wenn der Staat die Telekom dafür haftbar macht und zwingen würde in Echtzeit diese Anrufe zu unterbinden.
Ansich doch erwünschenswert, wenn dem gefälschten Polizisten, der eine gutgläubige Rentnerin, dazu manipuliert, ihre Ersparnisse an den "Beamten" an der Haustüre zu übergeben dadurch am Betrug gehindert wird.
Aber wenn die Telekom dadurch verpflichtet würde, alle Gespräche live abzuhören, auszuwerten und gegebenfalls sofort zu unterbrechen, wäre die vielleicht sogar gut gemeinte Idee im Ergebnis so schlecht, dass es nicht mehr darum geht, was denn denn Gegenvorschlag wäre.

Man nimmt es hin, dass hunderte oder tausende von Menschen am Telefon abgezockt werden, weil es eben kein Mittel dagegen gibt, welches nicht gleichzeitig eklatant die Freiheit beschneiden würde.
Eine schlechte Lösung wird durch fehlende Alternativen nicht zur Guten.

@22:44 von und-nachts-da-ruft

"Ein kleine Korrektur, da Sie diesen Punkt mehrfach falsch anbrachten: Die Haftung wird keineswegs vom Uploader auf den Plattformbetreiber verlagert, sondern der Plattformbetreiber wird zusätzlich in die Haftung genommen, sofern er nicht bestimmte Maßnahmen durchgeführt hat"

Mea culpa, danke für die Korrektur. Ich muss gestehen, dass ich diesen Punkt (anders als manche andere Punkte) nicht selbst im Entwurfstext nachgelesen habe, sondern Herrn Voss (CDU) Glauben geschenkt habe. Ich hätte es besser wissen müssen, denn dieser Herr hat ja auch in mehr oder wenigen allen anderen Punkten bisher vor allem gezeigt, dass er seine eigene Reform nicht versteht.

Das fühlt sich etwas weniger ungerecht an, macht die Sache aber natürlich für Betreiber von Webseiten um keinen Deut besser.

@TiffyvanKIOSK 22:40

"Kein Politiker hat für Uploadfilter gestimmt noch stehen die in Art.13 drin. Wer was anderes Behauptet schürrt nur Ängste!"

Das spielt keine Rolle ob es drin steht oder nicht, wenn es die einzig bekannte technische Lösung ist, die Vorgaben umzusetzen.

Mit "es steht nicht drin" zu argumentieren, ist wie zu jemanden sagen er muß in 8 Stunden in New York sein, braucht aber ja nicht zu fliegen.

Damit zu argumentieren, daß etwas nicht gefiltert werden soll oder darf, ist auch irrelevant, weil yt alles filtern könnte, was es möchte (oder verbietet jemand in Europa weibliche Nippel?). Und wenn für yt overblocking einfacher/billiger ist als einen intelligenten Filter zu programmieren, dann gibt es halt overblocking.

@ und-nachts-da-ruft (22:57): stimmt aber dafuer tun es andere

hi und-nachts-da-ruft

Leider berichtet die ARD an keiner Stelle darüber wie diese Politikern mit dem Souverän umgehen.

stimmt allerdings. Aber dafuer tun es andere wie n-tv.de. Denn dort liest man, dass sogar ein Herr timmermans sich gegen uns User stellt:

https://tinyurl.com/y2dbpmog
n-tv.de: Zehntausende protestieren gegen Artikel 13 (SAMSTAG, 23. MÄRZ 2019)

Allerdings wies der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, die Kritik an der Reform zurück. Es sei "doch nicht gerecht", wenn nur Google mit geistigem Eigentum Gewinne mache, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Timmermans ist Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bei der Europawahl.

Genau dass ist auch sowas was falsch läuft. Solange Google nichts von diesen Gewinnen wieder an die Autoren abgibt und sich genauso mies verhält wie diese Major-Label ist es nicht in Ordnung. Auch die muessen einen fairen Anteil von diesen Gewinnen wieder an die Autoren abgeben.

@ und-nachts-da-ruft (23:06): warum wechseln die nicht zu C3S?

hi und-nachts-da -ruft

ich sage dazu

Das fängt mit einer Pauschalabgabe für Plattformen an, geht über ein Verbot von "total buyout" (was übrigens auf bestreben der Rechteverwerter gestrichen wurde) bis hin zu ganz anderen Konzepten der Entlohnung von Urhebern für ihre Werke. Sie hier alle aufzuführen würde den Rahmen des Beitrags um Größenordnungen übersteigen.

eine andere Maßnahme wäre, die Musik gleich unter opensource-Lizenz zu machen und dann auch zu diser C3S zu wechseln:

https://www.c3s.cc

Warum lassen die sich von diesen Major-Labeln so erpressen???

Urheberrecht an sich ...

... ist rechts- und menschenrechtswidrig! Insofern ist es zwar begrüßenswert, dass die Koalition gegen Uploadfilter ist – das eigentliche Problem bei der ganzen Thematik verkennen sie jedoch zur Gänze...

@ und-nachts-da-ruft (23:06): zu dem hier vollste Zustimmung

@ und-nachts-da-ruft

Aber zu dem hier von Ihnen:

Es gibt eine ganze Reihe an Alternativvorschlägen. Insbesonders auch welche, die den Urhebern zugute kommen und nicht den Rechteverwertern. Das fängt mit einer Pauschalabgabe für Plattformen an, geht über ein Verbot von "total buyout" (was übrigens auf bestreben der Rechteverwerter gestrichen wurde)

und zu dem hier von Ihnen:

Die derzeitige Lösung ist jedenfalls ausschließlich im Sinn der Rechteverwerter und stellt das Gegenteil eines "fairen Ausgleichs" zwischen Urheber und Nutzer dar.

absolut vollumfänglichste Zustimmung. Deswegen: die Mehrheit der youtuber will doch explizit, dass man ihre Videos teilt und benutzt. Und wenn solche wie Helene Fischer oder sonstige solche ihre Musikvideos bei youtube online stellen dann wollen die ja auch, dass man ihre Musik miteinander teilt und runterläd. Denn wenn die das nicht wollten, warum machen sie es dann online??

um 19:41 von derSteph

Private und gemeinnützige Webseiten sind von Artikel 13 nicht betroffen. Ebenso nicht kleinere bzw. jüngere kommerzielle Webseiten.

Diesen Spruch liest man immer wieder bei den Befürwortern der Richtlinie. Allerdings findet man ihn nicht in der Richtlinie. Dort sind bis auf wenige Ausnahmen alle Plattformen betroffen, die mit Profiterzielungsabsicht betrieben werden, länger als 3 Jahre bestehen und den wesentlichen Zweck der Verbreitung "großer Mengen" urheberrechtlich geschützter Werke haben.
Nach gängiger Rechtssprechung reicht für die Profiterzielungsabsicht ein einzelnes Werbebanner, egal ob der Betreiber eine Privatperson oder ein Verein ist und selbst Foren sind Plattformen mit unter anderem dem Zweck der Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials. Als einziger Hürde gegen die Anwendung bleiben die "großen Mengen". Wieviel das ist, kann keiner sagen, mit Sicherheit auch Sie nicht.

@ Paddy B. (23:13): das macht alles nur schlimmer

hi Paddy B.

@22:44 von und-nachts-da-ruft
"Ein kleine Korrektur, da Sie diesen Punkt mehrfach falsch anbrachten: Die Haftung wird keineswegs vom Uploader auf den Plattformbetreiber verlagert, sondern der Plattformbetreiber wird zusätzlich in die Haftung genommen, sofern er nicht bestimmte Maßnahmen durchgeführt hat"

Das fühlt sich etwas weniger ungerecht an, macht die Sache aber natürlich für Betreiber von Webseiten um keinen Deut besser.

stimmt in der Tat. Wenn es wirklich so sein sollte, dass die User und zusätzlich die Plattformbeteiber in Haftung genommen werden, dann macht das fuer niemanden irgenwas besser sondern alles nur schlimmer. Denn damit haften jetzt zwei Seiten. Und das eröffnet der Abmahnindustrie natuerlich wieder ein goldenes Zeitalter!! Und damit muss Schluss sein. Deswegen bin ich fuer legales Filesharing und gegen diese Abmahnindustrie. Diese ganze Störerhaftung gehört auf den Muell.

@ calahan (23:14): exakt genauso ist es

hi calahan

Mit "es steht nicht drin" zu argumentieren, ist wie zu jemanden sagen er muß in 8 Stunden in New York sein, braucht aber ja nicht zu fliegen.

Damit zu argumentieren, daß etwas nicht gefiltert werden soll oder darf, ist auch irrelevant, weil yt alles filtern könnte, was es möchte (oder verbietet jemand in Europa weibliche Nippel?). Und wenn für yt overblocking einfacher/billiger ist als einen intelligenten Filter zu programmieren, dann gibt es halt overblocking.

exakt genauso ist es. Dieses Overblocking schreckt youtuber ab, die youtuber gehen weg, machen eigene Plattformen auf, diese werden dann wiederum von dieser Content-Industrie zerstört (siehe Grooveshark, Simfy und weitere) und dann bleibt als einziges diese proprietäre Content-Industrie uebrig und reibt sich die Hände weil sie uns User aus dem Netz vertreiben konnte.

@ calahan (23:14): außerdem betrifft es auch ÖR-Sender

@ calahan

Außerdem betrifft es dann auch die ÖR-Sender wegen den Korrespondenten-Beiträgen die sie dann nicht mehr hochladen können wegen sowas und diese Filter können sich die ÖR-Sender finanziell nicht leisten weil die gebuehrenfinanziert sind. Folge daraus: die ÖR-Sender sterben ab und verschwinden. Aber damit wird eine Säule der Demokratie beseitigt und damit die Informationsfreiheit, die Pressefreiheit und die Meinungsfreiheit die per Grundgesetz, per EU-Grundrechte und per internationalem Recht garantiert sind.

Statt das Problem anzupacken wird die Demokratie angeschossen.

Das Problem:
Das Urheberrechtgesetz spricht nur von "Werk" das den Schutz bzw. das Privileg des Urheberrechts genießt.
Gedacht hatte man damals vor über 100 Jahre an ein Buch oder eine Oper, aber nicht diese 08/15 "Schöpfungen" ohne Schöpfungshöhe.
Kaum ein Gesetz hat eine so schlechte Definition. Ein Absatz ist sicher kein Werk.
Damals waren Produktionskosten, Investitionen und Risiko hoch, es dauerte z.Z. 10 Jahre bis ein Buch so bekannt war, das es übersetzt wurde. Heute ist das viel billiger, also müssen die Schutzfristen sinken oder?
Die Regeln sind nur ungerecht und nicht praktikabel.
Ungerecht: Das Patent läuft maximal 20 Jahre mit steigenden Kosten. Viele Erfinder=Urheber verzicherten früher darauf, weil Sie es nicht verwerten können. Urheberrecht läuft bis 70 Jahre nach den Tod. Unpraktisch: schon bei Lebenden ist es schwierig die richtige Person zu ermitteln. Mich gibt es 4 mal in meiner Großstadt. Zensur ist Gift für die Demokratie. §13 geht nur mit Uploadfiltern

um 23:10 von Demokratieschue...

Die SPD ist schon lange unglaubwürdig. Ich bin fast schon beindruckt von der Fähigkeit der SPD Politiker, das Gegenteil dessen zumachen was sie vertreten ohne dabei vor Scham die Blicke zu senken.
Im Gegenteil, sie schauen einem direkt in Augen, während sie einen vorsätzlich anlügen.
Ich hingegen schäme mich dafür, dass ich mindestens 10 Jahre zu lang in dieser Partei war.

@jautaealis

"Urheberrecht an sich ist rechts- und menschenrechtswidrig!"

Warum die Moderation einen so sachlich falschen und nur auf Provokation ausgerichteten Kommentar hat durchgehen lassen, verstehe ich nicht.

Nicht nur 13

Wie man auch auf den Bildern sieht, ging es um 11, 12 und 13. Dass das ständig auf Artikel 13 reduziert wird ist zu vereinfacht. Ebenso, dass es ständig nur auf Youtube reduziert wird. Gerade Youtube wird am wenigsten Probleme damit haben.
Die Berichterstattung ist hier leider auch lückenlos, wenn man mal von einigen Artikel bei heise, golem oder Spiegel absieht.

Übrigens fehlt Stuttgart, wo es 18000-20000 Demonstranten waren.

Kontrolle vs. ausspionieren

Was viele immer noch nicht verstanden haben ist:
Wenn etwas kontrolliert wird, dann wird auch ganz genau mitgelesen.
Wird das Mitgelesene auch irgendwo gespeichert oder gleich gelöscht?
Wo würden alle Daten dann gespeichert werden?
Und wer sorgt dafür, dass diese nicht in falsche Hände geraten.
Was passiert, wenn ich mehrfach versuche etwas zu verlinken oder hochzuladen, und das nicht genmehmigt wird?
Werde ich dann angezeigt weil ich versucht habe etwas illegales zu tun?

Das sind die Probleme die wir alle befürchten müssen.

"SW-Uploadfilter brauchen nur

"SW-Uploadfilter brauchen nur die Großen" - Im Gegenteil.
Youtube hat bereits Verträge mit GEMA, vielen Plattenlabels und TV-Sendern. Weiter haben sie das Geld sich freizukaufen und Anwälte an die Front zu schicken.
Es sind die kleinen, die am meisten leiden werden. Die können sich keine (guten) Filter leisten und sind bei Rechtsverstößen sofort bankrott. Und wie sollen sie gute Deals mit GEMA und so aushandeln? Sie sind gar nicht in der Position.
Es ist eigentlich offensichtlich, dass die Reform gerade die Giganten bevorzugt. Statt die US-Konzerne raus zu drängen, bewirkt es das Gegenteil. Es ist kein Zufall, dass Startup-Verbände dagegen sind.
Weiter bevorzugen 11 und 12 die großen Gesellschaften, während Künstler quasi enteignet werden. Wer nicht Knebelverträge eingeht hat künftig keine Rechte, um es vereinfacht zu sagen. Deswegen sind auch Künstler, Reporter ohne Grenzen und kleine Verlage gegen die Reform, aber riesige Verlage dafür.
Es ist ein Lobbygesetz.

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