Ihre Meinung zu: Die zwei Optionen nach dem Brexit-Aufschub

22. März 2019 - 11:51 Uhr

Der Brexit-Termin ist verschoben - doch wie geht es nun weiter? Der Aufschub sieht zwei Szenarien vor, abhängig davon, wie das Unterhaus in der kommenden Woche auf die Gipfelbeschlüsse reagiert. Ein Überblick.

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Kommentare

EU-Wahl

Wäre es wirklich realistisch, dass GB noch an der Wahl teilnimmt. Die müssten das ja noch vorbereiten, Kandidaten aufstellen und Wahlkampf wäre gar nicht mehr möglich.
Auch die Sitze im EU-Parlament sind ja schon verplant. Wie soll das gehen? Aber die werden schon wissen, wie das geht, sonst hätten sie es nicht angeboten. Eher halte ich es für wahrscheinlich, dass in GB keiner Lust auf die Wahl hat.
Und dann muss jetzt endlich mal eine Entscheidung fallen. Das wäre auch ohne Verlängerung der Fall gewesen, aber dann wäre der schwarze Peter bei der EU gelegen. Jetzt ist das Unterhaus wieder am Zug.

Was sagt das Staatsoberhaupt dazu?

Nix! Alle reden von größter Krise des Vereinigten Königreichs seit werweißwielange. Es wäre an der Zeit, dass sich das geschätzte Staatsoberhaupt einmischt würde. Macht die Queen aber nicht, darf sie nicht? Wofür braucht man so ein Oberhaupt?

12:08 von Bahnbenutzer

Es wäre an der Zeit, dass sich das geschätzte Staatsoberhaupt einmischt würde. Macht die Queen aber nicht, darf sie nicht?
.
warum fragen sie, wenn sie es doch wissen
es ist ihr verboten !
und für was die Briten ein Oberhaupt / ne Königin brauchen
soll also ihre Sorge gewiss nicht sein

Theater

Was ist das bloß für ein unsägliches und unerträgliches Theater. Am 31.03.2019 wäre Schluss gewesen, egal in welcher Form, aber es hätte endlich ein Ende gefunden.

EU-Gipfel: Der Chaos-Brexit

EU-Gipfel: Der Chaos-Brexit ist verschoben
Auch das € Chaos in seinen Auswirkungen verschiebt sich etwas. Die Frage, warum die Briten den Exit zelebrieren ist diskutabel. Herr Hans Werner Sinn hat da faktisch belastbare Expertisen über Wirtschaftskraft von EU Staaten, Finanzplätzen und ihrer Gewichtung. Mal auf das Nord-Süd Gefälle achten.

"Urabstimmungs-Referendum"...

Könnte die Brexit-Verspätungsinfo auf der politischen Anzeigetafel bedeuten, nun mal bis gegen den 12. April von täglichen Wasserstandsmeldungen zum Brexit verschont zu bleiben?
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Meine Meinung: Klar, eine "reguläre" Scheidung ist zumeist aufwändig und manchmal auch schwierig. Insbesondere bei unklarem Lastenausgleich. Deshalb werden Ehescheidungen auch vor einem speziellen Gericht verhandelt, dessen Beschlüssen sich beide Parteien zu beugen haben. Im Interesse des Rechtsfriedens.
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Im "Scheidungsfall Brexit" überlässt man die strittigen Verhandlungen jedoch den beiden Parteien selbst und wundert sich dann, daß eine völlig verfahrene Situation entsteht.
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Längst schon hätte man eine neutrale Institution / Kommission bestimmen können (meinetwegen ähnlich wie bei einer Tarifschlichtung), um ein endgültiges Ergebnis zu erreichen. Und meinetwegen hätte man das dann auch abschließend allen EU-Bürgern in allen EU-Mitgliedsstaaten als "Urabstimmungs-Referendum" vorlegen können.

Dieses neue Kapitel beim

Dieses neue Kapitel beim Brexit zeigt in erster Linie zwei Dinge deutlich:
1. Was immer schon klar war: Großbritannien ist gespalten über die Entscheidung, daher geht es nur schleppend voran mit der Umsetzung.
2. Was immer verleugnet wurde: In Brüssel zittert und klappert man mit den Zähnen, weil man weiß, dass die EU nicht gestärkt aus einem Brexit hervorgehen wird, sondern dass Großbritannien mittelfristig möglicherweise sogar der lachende Gewinner sein wird, während die EU sich intern in den nächsten Jahren immer weiter selbst zerlegen wird.
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Wäre dem nicht so, hätte die EU nun endlich einen Schlussstrich gezogen und auf einen fristgerechten Austritt bestanden.

Frau May – unverantwortlich

Seit einiger Zeit wird mehr und mehr darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, öffentlich geäußerte Worte verantwortungsvoll zu wählen. Insbesondere in Hinsicht auf diskriminierende und zu Haß aufstachelnde Äußerungen. Vor zwei Tagen hat allerdings Frau May im Unterhaus gesagt, sie stünde auf der Seite der Bürger, während die Parlamentarier verantwortlich sind dafür, daß noch immer keine Entscheidung für den Weg des Brexit getroffen werden konnten. Mehrere Parlamentarier berichteten von haßerfüllten Nachrichten, die sie erreicht hätten, inklusive Morddrohungen. Frau May hat mit ihrer unverantwortlichen selbstgerechten Art und Weise Parlamentatier ans Messer geliefert und Haß geschürt. Es ist zu hoffen, daß sie in der Tat ihren Rücktritt anbietet, der durchaus überfällig ist.
Die Vorgänge können im Parlaments-TV nach wie vor gesehen/gehört werden.

@Wäre dem nicht so,... 12:27 von Digitaler Fußabdruck

"hätte die EU nun endlich einen Schlussstrich gezogen und auf einen fristgerechten Austritt bestanden."

Hätte, hätte Fahrradkette oder mathematisch ausgedrückt:
nehmen Sie mal ein Mathebuch in die Hand,
und lesen nochmal das Kapitel über 'Umkehrschlüsse' und ihre logische Un(sinnigkeit).

re digitaler fußabdruck

"2. Was immer verleugnet wurde: In Brüssel zittert und klappert man mit den Zähnen, weil man weiß, dass die EU nicht gestärkt aus einem Brexit hervorgehen wird, sondern dass Großbritannien mittelfristig möglicherweise sogar der lachende Gewinner sein wird, während die EU sich intern in den nächsten Jahren immer weiter selbst zerlegen wird."

Da gibt es gar nichts zu verleugnen, weil es eine haltlose Spekulation ist.

re zwicke

"Und meinetwegen hätte man das dann auch abschließend allen EU-Bürgern in allen EU-Mitgliedsstaaten als "Urabstimmungs-Referendum" vorlegen können."

Ihretwegen werden ganz bestimmt keine Veranstaltungen aufgeführt, für die es keine rechtliche Grundlage gibt.

Und über einen Austritt kann nur das Land entscheiden, das austreten will. Sollte eigentlich auch jedem einleuchten.

@12:27 von Digitaler Fußabdruck

"Was immer verleugnet wurde: In Brüssel zittert und klappert man mit den Zähnen, weil man weiß, dass die EU nicht gestärkt aus einem Brexit hervorgehen wird,"

Die EU hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass ihr lieber wäre, wenn GB nicht austräte. Es war auch immer klar, dass es durch einen Austritt nichts zu gewinnen gibt. Die EU hatte nur keine Möglichkeit, den Austritt zu verhindern.

"sondern dass Großbritannien mittelfristig möglicherweise sogar der lachende Gewinner sein wird,"

Das glauben die Brexiteers, andere nicht. Wird man erst sehen und hängt am Ende davon ab, wie gut es GB gelingt, eigenen Handelsabkommen zu schließen.

"Wäre dem nicht so, hätte die EU nun endlich einen Schlussstrich gezogen und auf einen fristgerechten Austritt bestanden."

Die wollten nicht den schwarzen Peter haben, dass die Brexiteers am Ende, falls der Brexit kein Erfolg wird sagen können, die EU sein schuld. Aber das werden die auf jeden Fall sagen.

um 12:04 von dr.bashir

"Wäre es wirklich realistisch, dass GB noch an der Wahl teilnimmt. Die müssten das ja noch vorbereiten, Kandidaten aufstellen und Wahlkampf wäre gar nicht mehr möglich."

Aus diesem Grund (denke ich zumindest) der 12.April. Ich vermute, dass bis dahin die "offizellen" Vorbereitungen wie z.B. Registrierung, Anmeldung etc. abgeschlossen sein müssen.
Ich denke, dass nach diesem Termin keine EU-Wahl mehr durchführbar/vorbereitbar ist.

@OlliH um 12:29Uhr

Grundsätzlich haben Sie Recht, denn vielleicht hat @Bahnbenutzer wirklich nicht gewußt, was die Königin in einer konstitutionellen Monarchie darf oder nicht darf, außer möglichst viele Familienangehörige irgendwelche Titel zu verleihen. Manche Foristen fühlen sich eben dazu berufen zu maßregeln oder oberlehrerhaft ihre Erkenntnisse zu verteilen oder bei Kritik das als persönlichen Angriff aufzufassen. Nehmen Sie also den Kommentar von @Sisyphos einfach ni.cht so ernst!

@ 12:27 von Digitaler Fußabdruck

"dass Großbritannien mittelfristig möglicherweise sogar der lachende Gewinner sein wird"

Dass die EU kein Interesse hat, dass die Briten die EU verlassen wollen, hat man nie geleugnet. Ich frage mich jedoch, wie man auf der Insel der lachende Gewinner sein kann, wenn zahlreiche Großkonzerne und Banken ihre Zelte dort abbrechen und auf den Kontinent umsiedeln.

Eine kleine Frage

Was würde mit der EU passieren, wenn Großbritannien austreten würde und es in einigen Jahren den Briten besser gehen würde?

Was sagen die Briten?

(OlliH)
Sie fragten neulich, was denn die Briten selbst zu dem ganzen Hin und Her sagen. Daraufhin gab ich ihnen den Tip, doch einmal beim BBC-Forum reinzugucken, dort könne man Meinugen von Bürgern jeder Fasson kennenlernen.
In der Tat scheint es wirklich wichtig, sich dort und auch anderswo zu informieren und sich nicht nur einseitig zu belesen. So kann man nebenbei auch sein Herz finden für die ganz normalen Leute irgendwo in der Welt. Versuchen Sie es doch einmal.

Auch wenn Unterhaus-Sprecher John Bercow

die Abstimmung genehmigt: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Unterhaus dem "Deal" zustimmt? Und was geschieht, wenn diese Zustimmung nicht erfolgt?

Und was ändert sich, wenn das UK eine Beteiligung an der Europa-Wahl ablehnt.

Dann geschieht das, was eigentlich am 29.03. geschehen müßte eben am 12.04. Wo soll hier der große Unterschied sein außer einer Verschiebung um 2 Wochen?

Wer immer davon träumt, dass das UK in der EU bleibt, sollte seinen Realitätssinn bemühen.
Das UK will aus der EU raus und die Politiker wollen dafür der EU den schwarzen Peter zuschieben.
Egal, wie weit die EU-Politiker noch einknicken um das UK zu halten, es wird nichts nützen.

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Viele Grüße
Die Moderation

Sorryy aber es gibt nur eine richtige Antwort: Exit vom Brexit!!

Sorry aber in Sachen Brexit bleibt es dabei, dass es nur eine richtige Antwort gibt: EXIT vom Brexit.

Denn ich lese in anderen Quellen, dass die Petitin gegen den Brexit inzwischen durch die Decke geht mit mehr als drei Millionen Unterschriften!!

https://www.tagesschau.de/ausland/petition-gegen-brexit-101.html

Die Brexit-Gegner haben über eine Petition mehr als drei Millionen Unterzeichner gegen den EU-Austritt Großbritanniens gesammelt. Das Parlament wird sich damit beschäftigen müssen - dafür hätten schon 100.000 Unterstützer gereicht.

Viele Briten scheinen inzwischen das Gezerre um den EU-Austritt satt zu haben. Bis zum Mittag unterzeichneten mehr als drei Millionen Menschen eine ans Unterhaus gerichtete Online-Petition, in der gefordert wird, den Brexit einfach abzusagen und in der Europäischen Union zu bleiben.

May ignoriert die Mehrheit in England und hört nur noch auf diese Rechsextremisten bei den Tories und bei der DUP.

@dr.bashir, 12:04

"Wäre es wirklich realistisch, dass GB noch an der Wahl teilnimmt"

Ich finde das schon realistisch. Denn GB gehört (aus meiner Sicht jedenfalls) definitiv zu Europa.

"Die müssten das ja noch vorbereiten, Kandidaten aufstellen und ..."

Wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg.

"... und Wahlkampf wäre gar nicht mehr möglich."

Macht nichts, finde ich.
Wie diese "Wahlkämpfe" ablaufen, sollte ja mittlerweile jedem aus bitterer Erfahrung zur Genüge bekannt sein.

„Eher halte ich es für wahrscheinlich, dass in GB keiner Lust auf die Wahl hat“

Ich halte gerade in Anbetracht der derzeitigen politischen Situation eher das Gegenteil für wahrscheinlich.

Außerdem zum Independent: das Spiel von May ist aus!

Außerdem sage ich mal zu dem hier vom Independent:

https://tinyurl.com/y52wkvmy
n-tv.de: "EU übernimmt Kontrolle über Zeitplan" (Freitag, 22. März 2019)

"Der Premierministerin gelingt es nicht, ihre Amtskollegen zu beeindrucken", resümiert der "Independent". Auf die Frage, ob May sich die Kontrolle zurückerobere, schreibt die Zeitung weiter: "Theresa May wurde warten gelassen, während die europäischen Staats- und Regierungschefs die Zukunft des Brexit hinter verschlossenen Türen entschieden." Statt der von May erhofften Verlängerung bis 30. Juni hätten die 27 Staats- und Regierungschefs "einen komplizierten Plan mit Bedingungen" entworfen.

Dieses Verhalten der EU ist richtig so nach dieser ganzen Rosinenpickerei durch England in den letzten Jahrzehnten. Mit diesem Briten-Rabatt ist es vorbei, Frau May. Außerdem werte Frau May: Ihr Spiel ist aus, Frau May!! Die Mehrheit in England ist gegen den Brexit!! Geben Sie endlich auf und treten Sie zurueck!!

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