Ihre Meinung zu: Handelsdeals nach Brexit: In jedem Zollbündnis stecken Tücken

14. März 2019 - 18:02 Uhr

Welche Handelsbündnisse eignen sich am besten für Großbritannien nach einem Austritt aus der EU? Die "norwegische Lösung" ist schon länger im Gespräch. Ein neuer Vorschlag: das Modell "Zollverein". Wolfgang Landmesser stellt es vor.

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Kommentare

Das Problem mit den Wünschen

Das Problem mit den Wünschen der Briten ist vergleichbar mit einem Säufer, der aber auch Auto fahren will... Spaß aber ohne Verantwortung.
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Wer mit der EU Handel treiben möchte, der hat sich gefälligst an die Rgeln der EU zu halten.
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Wer die Regeln der EU oder des Binnenmarktes mitgestalten will, muss Mitglied sein... mit allen Konsequenzen (z.B. Freizügigkeit in beide Richtungen).
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Wer diese Konsequenzen nicht möchte, kann gerne draußen bleiben... muss dann aber damit leben, ein "Drittstaat" zu sein. ...Ganz einfach!

schon lustig

der Austritt soll in 2 Wochen von statten gehen
und jetzt diskutiert man grundsätzliches
Dinge die in den letzten beiden Jahren geklärt hätten gehört

No Brexit

So langsam glaube ich nicht mehr an den Brexit.
Vermutlich in letzter Sekunde Rücktritt vom Brexit und dafür viele Extrawürste. Dann sind fast alle wieder glücklich. Politikshow !

Zollverein klingt vernünftig

Wieso aber, war der in den Jahren bisher, nie ein Thema in den Verhandlungen EU vs GB? Weil die EU eben die Rote Linie nicht überschreiten wollte? Weil die EU GB abstrafen wollte? Als Abschreckung für andere austrittswillige Länder.

Oder war die gute May einfach zu borniert, zu kurzsichtig, zu unentschlossen und wankelmütig, um diesen Vorschlag einer Zollunion in der EU durchzusetzen?

Es gab ja mal die Bloody Merry, aber nun haben die Briten die blutleere May. Uninspiriert und scheinbar ahnungslos. Sie fliegt seit Jahren regelmäßig auf die Schnauze, kann nichts richtig einschätzen. Erst jetzt ihr unerfüllter Glaube, dass eine kleine Umformulierung ihres ausgehandelten Vertrages das Parlament zur Zustimmung bringen würde; wie dumm hielt die Frau ihre Abgeorneten, dass diese auf so einen billigen Trick hinein fallen könnten. Was die prompt nicht taten und gerade eben den Vertrag klar abschmetterten.

Was bringt es, dieser Frau noch zusätzliche Zeit zu geben? Sie bringt es ja doch nicht

Es ist ja nicht Großbritannien, das die EU ...

verlässt - wie bei der Kontinentalblockade ihrer Zeit, werden wir es sein, die von der Mutter aller Kolonialmächte verlassen ein marginalisiertes Dasein führen werden.

Zollverein

Egal wie der neue Laden heißt, hauptsache die britischen Extrawürste werden weiter gebraten und von der EU geschluckt.
Hat die EU noch immer nicht begriffen was GB will?

Zölle sind etwas für Angsthasen

Und gehören eigentlich abgeschafft! Hinter einem Zoll verbirgt sich immer die Angst eines Landes (oder Union :-)), dass aus dem Ausland importierte Produkte unter Umständen besser oder günstiger sein könnten als die eigenen. Wenn Produkte aus dem Ausland vermehrt gekauft werden, obwohl man selber kein Konkurrenzprodukt anbietet, machen Zölle überhaupt keinen Sinn mehr. Ein gutes Produkt erkennt man übrigens daran, dass es trotz hohem Zoll gekauft wird. Lasst also die Käufer entscheiden was sie kaufen wollen. Wer für die Globalisierung ist, der sollte auch gegen Zölle sein.

so isses ;)

@dutzfreund

Wir werden ein "marginalisiertes Dasein" führen, weil verlassen und allein von good old britain. :))))

Herrlich - u made my day !!!

um 17:49 von Duzfreund

Duzfreund: "Es ist ja nicht Großbritannien, das die EU ..." verlassen will, sondern eigentlich nur England. Schottland will auf jeden Fall in der EU bleiben und wahrscheinlich auch Wales und Nordirland? Es ist ein trauriges Spiel, das die Engländer hier treiben.

Alles wäre gut.

Was ist mit "Gegenseitigen Tücken" gemeint ... vielleicht jeweilige Handelsinteressen unter Ausnützung bestehender Verträge..? Oder doch eher deren mißbräuchliche Nutzung aufgrund irgendwo verteckter Tricks zur Aushebelung normaler Gesetze..?! Letzteres wird auch in ÖR-Portalen in der Berichterstattung nicht ganz klar... Zwar werden neuerdings von ts-de. auch andere Semi-Vertragswerke von Drittstaaten zur EU (bspw. Norwegen) mal nebenher erwähnt... dies aber niemals im Kontext zum GB-Bexit.
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MEINE MEINUNG: Der seinerzeit ins Militärische eskalierte Konflikt zwischen Nordirland und Irland aufgeschaukelte Konflikt war niemals religiöser Natur, sondern seit jeher nur ein politisch - unnatürlich - aufgerührter und initiierter Konflikt zwischen Nordirland und der Republik Irland. Würde das UK sofort auf die Provinz verzichten, wäre der Konflikt von jetzt auf gleich weg ... Hardliner könnten über den Kanal nach GB übersiedeln, und dort bei Keksen und Tee weiter opponieren... Alles wäre gut.

17:23 von Sisyphos3

schon lustig

der Austritt soll in 2 Wochen von statten gehen
und jetzt diskutiert man grundsätzliches
Dinge die in den letzten beiden Jahren geklärt hätten gehört
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*
Die glauben aber Sie schaffen das.
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Sie wissen eben nur noch nicht was.
*
Bekannt?

Zollunion?

Das britische Parlament hat doch bis dato die Möglichkeiten Norwegen/Schweiz strikt abgelehnt als auch eine Zollunion wie es die Labour Partei vorgeschlagen hat.
Lassen sich die Verantwortlichen der EU in eine neue Zockerrunde ein?

Zollverein?

Habe ich das jetzt richtig verstanden?

Die Konsequenz des Zollvereins wäre, dass EU und Großbritannien als gleichberechtigte Partner zusammen Handelsabkommen mit Dritten abschließen? Also GB alleine so viel zu sagen hätte, wie die restlichen EU-Staaten?

Wenn das stimmen sollte, dann verstehe ich, warum der Vorschlag hohe Wellen geschlagen hat - das wäre ja ein Geschenk für die Brexiteers wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Keine Personenfreizügigkeit mehr, ein echtes Machtwort bei der Handelspolitik und keine negativen wirtschaftlichen Konsequenzen was Zölle und Marktzugang anbelangt.

Dann kann man die EU aber auch gleich auflösen - denn das wäre politischer Sprengstoff, der sie zerreißebn muss. Egal ob Finnland oder Frankreich, überall provozieren die Nationalisten ja schon mit EU-Austrittsforderungen und das wäre ja der Beweis, dass es tatsächlich noch belohnt wird, so starrsinnig zu sein.

Also alles kein Problem!

Anders, als Politik und Medien verbreiten, gibt es einfache, faire Lösungen.

18:06 von Umfaller

>>Und gehören eigentlich abgeschafft! Hinter einem Zoll verbirgt sich immer die Angst eines Landes (oder Union :-)), dass aus dem Ausland importierte Produkte unter Umständen besser oder günstiger sein könnten als die eigenen.<<

Und das stimmt so nicht. In einer (ex-)Firma in der ich beschäftigt war wurden Formen für die Automobilindustrie hergestellt. Wie wir annahmen zu einem unschlagbaren Preis; bis wir feststellen mussten das ein ähnliches Produkt aus Portugal mit 60% Subvention des Staates hier in D angeboten wurde. Qualität gleichwertig; was denken Sie wie der Kunde entschieden hat? Bitte ein wenig tiefer in die "globale" Vernetzung eingehen und dann beurteilen warum es Zölle auf einige Produkte gibt.
Oh, by the way, Portugal ist Mitglied der EU, also kein Zoll möglich, wir haben geloost.

Brexit

Meine Meinung zu dem Schauspiel!
Wenn die Briten austreten wollen, dann sollten sie auch gehen. Solch eine lange Zeit der Verhandlungen wie hier ist einfach lächerlich. Es gibt und gab Verträge. Die müssen von beiden Seiten eingehalten werden.
Von der EU hätte ich erwartet, dass es für solch einen Ablauf sorgt.
Die Gelder und die Zeit hätten anderweitig eingesetzt werden können. Zum Beispiel hätten alle Firmen, die ihren Stammsitz in den restlichen 27 Mitgliedstaaten haben, durch finanzielle Anreize dazu bewegt werden können ihre Produktionsstätten von der Insel aufs Festland zu verlegen.
Danach alle Waren die zur Insel gehen müssen mit erheblichen Preissteigerungen versehen, Zollabgaben erheben und somit die Wirtschaft in den restlichen Staaten der EU fördern.
Alle, die den Brexit befürworten, werden es noch bereuen. Alle werden es merken, dass eine Gemeinschaft stärker ist als jeder Einzelkämpfer! Nur die EU knickt immer wieder ein.
Schade!

In jedem Zollbündnis stecken ....

worin nicht - aber es handelt sich ja allerseits um gewiefte Fachleute, de vom Leben gestählt wissen worum es geht. Also kann man voller Vertrauen in die Zukunft blicken.

Die EU ist für einen Brexit-Vertrag mit "Backstop".

Dabei sollte es bleiben.

Zollverein u.a. hätte man schon alles verhandeln können

Aber seit gestern(!) weiss man wenigstens
was die Briten nicht wollen; immerhin.
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Was etwas nervt an der medialen Berichterstattung; dass fortwährend behauptet wird, die automobilen just-in-time Lieferketten würden post Brexit zusammenbrechen und die Fertigung stark behindert werden, wg. der Zollabfertigung.
Also wer so findig ist eine Fertigung aufzubauen, wird es wohl hinbekommen einen Puffer einzurichten, damit nichts zusammenbricht.
Ausserdem; wer wollte das(?) UM JEDEN PREIS DIE EU VERLASSEN !
(Also; immer aufpassen was man sich wünscht)

18:29 von Walter2929

Zollunion?

Das britische Parlament hat doch bis dato die Möglichkeiten Norwegen/Schweiz strikt abgelehnt als auch eine Zollunion wie es die Labour Partei vorgeschlagen hat.
Lassen sich die Verantwortlichen der EU in eine neue Zockerrunde ein?
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Wer hat also im britischen Parlament gegen bisher gegen alle Vorschläge May gestimmt?
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Und Labour hatte für seine Zollunion die Zusage der EU?

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