Ihre Meinung zu: Brexit-Folgen: Ungewissheit bei deutschen Exportfirmen

13. März 2019 - 18:31 Uhr

Lange Wartezeiten, Engpässe, Bürokratie: Einige Branchen in Deutschland träfe ein harter Brexit besonders hart. Viele betroffene Firmen wissen noch nicht genau, was alles auf sie zukommt. Von Wolfgang Landmesser.

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Kommentare

Brexit-Folgen:Ungewissheit bei deutschen Exportfirmen.....

So ist das wenn man stark auf den Export setzt.Etwa 46 Prozent des deutschen BIP´s werden durch den Export erziehlt.Das ist auch ein Grund warum deutsche Politiker und Unternehmen so an der EU und der Eurozone "hängen"(im Nachzug auch die Gewerkschaftsvorsitzenden).Natürlich hat das eine hierzulande wenig beachtete Kehrseite:Andere Länder werden volkswirtschaftlich an die Wand gedrückt.Kann man an den Handelsbilanzen ablesen(Exportüberschüsse oder auch Handelsbilanzdefizite).In der letzten Woche hat ein Freiburger Wirtschaftsinstitut festgestellt,daß vor allem Frankreich und Italien deswegen erhebliche ökonomische Verluste haben.
In den meisten anderen Ländern ist der Exportanteil an der Volkswirtschaft geringer als in der Bundesrepublik.

Die ganzen Aufzählungen

zeigen doch nur das auch die Deutsche Wirtschaft die 2 Jahre verschlafen hat.

" Firmenchef Hinrich Mählmann ist selten um eine Antwort verlegen. Aber bei der Frage nach den Folgen eines No-Deal-Brexit antwortet er nur: "Sie sehen mich ratlos".

Und der Firmenchef hätte auch in 2 Jahren sich um andere Anbieter kümmern können, oder selber die Dinge in Deutschland produzieren, die kritisch sind.
Es wird immer nur GB vorgeworfen, aber selber hatte man ja auch 2 Jahre Zeit, man wusste das GB aus der Zollunion austreten will. Weil eigene Verträge machen möchte.
Das Jammern bringt jetzt nichts wenn man 2 Jahre schläft, das Vertrag nicht so ausfällt wie GB gedacht hat, dazu muss man die EU befragen.
Wäre sicher auch anders gegangen.

Exit wichtig wenn Gefahr droht

Aber vielleicht kehrt doch wohl auch auf der Insel der common sense wieder ein, wenn wenigstens der harte Brexit stirbt. Anscheinend hat das Parlament doch auch etwas Angst vor Folgen.
Eine reine Verschiebung könnte als Trick mißbraucht werden, später anderen Schuld in die Schuhe zu schieben.
Doch "Stop Brexit" bleibt ja immer noch als saubere Lösung. Je früher, desto besser für das gemeine Volk beiderseits des Kanals.

"Ungewissheit bei deutschen Exportfirmen"

Die hat hoffentlich bald ein (für alle Seiten halbwegs glimpfliches) Ende.
Nervenzerfetzend, dieser politische Eiertanz.

"Ein No-Deal-Brexit wäre ein absoluter Supergau"

Weshalb er vermieden werden muss (und kann!).

Da hat man sich vielleicht was eingebrockt. Mann, Mann, Mann.

"Verinfachtes Verfahren"

Das wird für Unternehmen lustig, die die "vereinfachte" Zollabwicklung bisher weder beantragt noch in ihre Warenwirtschaft integriert haben. Problem: Hat man diese Genhemigung, kann man bis zu einem Warenwert von 1k EUR ohne gesonderte Anmeldung, von 1-3 kEUR im einstufigen Verfahren und ab 3kEUR im zweistufigen Verfahren seine Exporte abwickeln. Konkret: Man muss zu seiner zuständigen Binnensollstelle fahren (einstufiges Verfahren) und die Ware vorführen, oder eine "Beschau" durch den Zoll im zweistufigen Verfahren beantragen. Im ersten Fall kostet es mindestens Zeit (weiter Anfahrtsweg), im zweiten zahlt man die Zollmitarbeiter nach Aufwand, nachdem man eine Beschau rechtzeitig beantragt hat.

Ich sehe hier ein Personalprobleme auf Seiten des Zolls und logisitsche Probleme bei den Unternehmen ohne Drittlandexporterfahrung.

@Allahkadabra um 18:36

Hat man diese Genhemigung, kann man bis zu einem Warenwert von 1k EUR ohne gesonderte Anmeldung, von 1-3 kEUR im einstufigen Verfahren und ab 3kEUR im zweistufigen Verfahren seine Exporte abwickeln.

Das ist alles sehr schön! Aber: Auf einem modernen Truck sind ggf. sehr viele Teile geladen. Die haben dann wohl auch einen Wert von deutlich über 3000 €. Also nützt die ganze vereinfachte Zollabfertigung gar nichts.

so mal sehen

ob es nun heute am späten abend 4:0 für england steht

eine Show

ich kann das Thema bald nicht mehr hören.
Die sollen doch endlich mal ihren "Brexit" vollziehen diese Weicheier, wissen ganz genau dass es falsch war.

Sowas passiert wenn man das Volk abstimmen lässt, da kommt nur Mist bei raus, die Leute haben einfach keine Ahnung von komplexen Dingen.

Gott sei Dank gibt es hier keine direkte Demokratie...

re bernd kevesligeti

"Brexit-Folgen:Ungewissheit bei deutschen Exportfirmen.....

So ist das wenn man stark auf den Export setzt."

Klingt so wie: Selbst schuld.

Erzählen Sie das mal den Arbeitnehmern, die wegen der britischen Chaostage um ihren Job fürchten.

re campus

"Doch "Stop Brexit" bleibt ja immer noch als saubere Lösung. Je früher, desto besser für das gemeine Volk beiderseits des Kanals."

Ich glaube nicht. Dieses zerrissene, non-United Kingdom wäre beim Verbleib in der EU ein Bremser, ein Nörgler, ein Störenfried.

Sozusagen der englische Patient.

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