Ihre Meinung zu: No-Deal-Pläne: Kaum Zölle und keine Kontrollen

13. März 2019 - 13:11 Uhr

Vor der Abstimmung heute über einen ungeregelten Brexit hat die britische Regierung ihre Pläne dafür vorgestellt: Keine Zölle auf die meisten Importgüter und keine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland.

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Kommentare

Mischpoke West - 11:28 (geschlossener Thread)

"Ich finde es sehr schade, dass UK aus der EU austritt. Eines der wenigen Länder mit vernunftbegabten Politikern, die unseren auch mal Kontra geben konnten."

Nur "Kontra geben" ist noch längst kein Indikator für politische Lösungen, insbesondere dann nicht, wenn das Kontra ohne ein Konzept daherkommt.
Die Annahme, dass in GB "vernunftbegabte Politiker" den Brexit gestalten, dürfte durch die anhaltende Parlaments-Comedy hinreichend widerlegt sein.

Lesen Sie dazu mal, wie heute die britischen Zeitungen über diese politische Zirkusveranstaltung berichten.

"Kaum Zölle und keine Kontrollen"

Völlig gleichgültig, von wem jetzt der "Impuls" kommt:

Alles, was das Leben für alle Bürger (alle heißt hier: alle) einfacher macht, ist nur zu begrüßen.

Das Prinzip "Strafe muss sein" und "Störertum darf nicht belohnt werden" wird regelmäßig von den "Vertretern der Macht" postuliert und führt nicht nur zu nichts Gutem (nämlich zu noch mehr Unmut), es erschwert vor allem allen und jedem das Vorwärtskommen, also die gedeihliche Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.

Die heimische Industrie soll

Die heimische Industrie soll das wie überleben??OK GB hat nur 18 % Industriebeteiligung am Bip!Die 70% Dienstleistungsanteil zwicken da schon mehr!Also wird es denn Industriearbeiter den Job kosten,oder in den Niedriglohnbereich treiben!Tolle Aussichten!Referendum wird kommen,dann sollte die EU GB die Bonbons wegnehmen.

Kaum Zölle und keine Kontrollen

ist doch ein schlechter Witz !!

wenn es so kommen sollte hätten sie auch in der EU bleiben können und alle hätten weniger Stress

Good riddance! Schluss jetzt! Es nervt nämlich...

Die Briten wollen raus? Ja dann los! Wir sind froh, dass wir sie los sind. Die Briten waren jederzeit die größten Bremser und Extrawurst-Besteller in der EU.

Eines Tages können die Briten ja vielleicht wieder beitreten. Wenn die EU in ganzes Stück weiter ist. Nationaler Alleingang ist jedenfalls immer schlecht, Kooperation ist top. Das müssen die Briten jetzt m.E. lernen.

Zuerst, Zölle sind nicht das

Zuerst, Zölle sind nicht das Kennzeichen einer harten Grenze, es ist die Deklaration von Gütern.

Dann....
Nach WTO-Regeln darf kein Land einseitig bevorzugt werden (ausser es gibt einen Handelsvertrag).

Wenn jetzt also Zölle auf Null gesetzt werden muss es logischerweise für alle Länder gelten. Wenn also der Zoll auf Getreide der EU wegfällt, dann muss auch die USA kein Zoll dafür bezahlen.

Ansonsten kann GB dafür verklagt werden.

Stellt sich die Frage, wie Wettbewerbsfähig dann z.B. die britische Landwirtschaft gegenüber Länder wie USA, Brasilien, Argentinien usw ist. Oder gegen der EU.
Kann ganz schnell gehen, dass britische Farmer aussterben.

Und, wenn ich keinen Zoll verlange, wie groß ist dann der Anreiz einer anderen Nation, überhaupt einen Handelsvertrag abzuschliessen.
Fairness gibt es da nicht. Es geht ums Geschäft.

@ Wanderfalke

>>> Die Annahme, dass in GB "vernunftbegabte Politiker" den Brexit gestalten ... <<<
.
Ich bezog mich auf das EU-Parlament - im Verhältnis zu den unsrigen.

Mein Wunschszenario

sähe so aus.
Step 1 - Die Briten stimmen gegen einen No Deal-Brexit
Step 2 - Die Briten stimmen für einen Verlängerung des Austritts um 2 Monate.
Step 3 - Einige EU-Länder verweigern genervt die Verlängerung.
Step 4 - Die Briten stimmen am 25.03. panikartig ein drittes Mal über das bestehenden Vertragsangebot ab.
Step 5 - Bei der dritten Abstimmung scheitert das Vertragsangebot erneut.
Step 6 - Die Briten sind am 26.03. endlich draußen - ohne Deal.

Nun startet das große Experiment.

Keine Zoelle und keine Kontrollen

dazu keine Beitraege und keine Verpflichtungen. EU Light also, die Rosinen.

Hier wuerde die EU mega ueber den Tisch gezogen. Darauf kann sich die EU niemals einlassen.

um 12:34 von Nettie

"Alles, was das Leben für alle Bürger (alle heißt hier: alle) einfacher macht, ist nur zu begrüßen."

Dann erklären sie doch mal, wie man verhindern soll, dass irgendein gieriger britischer Importeur billigstes Fleisch (Hormon- und Antibiotikabehandelt, Chloriert, Genfutter) nach England einführt um den Mist für teuer Geld an seine Landsleute zu verkaufen.

Kommen US-Chlorhünchen ungehindert dann über diese Grenze

in die EU?

Dann geht es anscheinend

Dann geht es anscheinend hauptsächlich nur noch um den freien Personenverkehr innerhalb Europas ? Und dafür die ganzen massiven Nachteile in Kauf nehmen ? Wegen der paar Osteuropäer in GB ? May sollte den Exit vom Brexit im Parlament zur Wahl stellen.

Wasch mich ...

... aber mach mich nicht nass - das scheint die Meinung des britischen Unterhauses zu sein. Die EU schlägt vor, Trockenschampoo zu verwenden, allerdings müsste das Fell dann gebürstet werden. Dieser Kompromiss ist ebenfalls nicht tragfähig, denn die Bürste ist zu hart und man möchte lieber alternative Maßnahmen. Am Ende könnte es sein, dass überhaupt nicht gewaschen wird, sondern nur das Fell klatschnass ist. ;-)

Kaum Zölle, keine Kontrollen...

...wie soll diese Idee bitte funktionieren?

GB kann für sich natürlich entscheiden, auf Kontrollen an der irisch-/nordirischen Grenze zu verzichten. Dies mag sicherlich eine nationale Entscheidung sein.

Leider ist es aber auch so, dass diese Grenzlinie mit dem Austritt von GB zur EU-Außengrenze wird. Damit ist Irland gezwungen, diese genauso zu sichern und Kontrollen im Personen- und Warenverkehr einzuführen, wie dies an jeder anderen EU-Außengrenze (z.B. Polen/Ukraine oder Ungarn/Serbien) der Fall ist.

...get back control

jawoll, weiter so.

Na, geht doch!

Die Engländer und die Iren finden schon ihre Lösung. Da braucht sich die EU gar nicht einzumischen.
Und "offene Grenzen"? Hatten wir doch auch 2015 und heute noch, obwohl anderes mehr Sinn gemacht hätte.

Das ist ja nicht alles

Wenn die Briten die Grenze nicht kontrollieren ist das ihre Entscheidung. Aber umgekehrt Irland hat dann ja plötzlich eine EU-Außengrenze, an der die gleichen Regeln gelten, wie an anderen Grenzen, wo es kein Abkommen gibt. Und wenn ich in Dover für 13% der Waren Zölle erhebe, dies in Irland aber nicht kontrollieren, wo werden diese Waren dann wohl bevorzugt importiert?

Ja dann ist ja alles bestens!

Harter Brexit macht also gar nichts.

Man fragt sich warum Politiker und Medien so eine Panik gemacht haben.

Kaum Zölle und keine Kontrollen - besser geht es ja nicht!

Kaum Zölle und keine Kontrollen

Je länger der ganze Brexit-Zirkus in GB gastiert.
Desto mehr Rätsel führt er allabendlich in der Manege auf.

Hätte man dann nicht gleich alles beim Alten belassen können?
Anstatt sich im ganzen Land GB quer durch Regierung, Parlament und Bevölkerung heillos zu zerstreiten?

Inzwischen erscheint es mir einfacher, Grammatik und Schrift der japanischen Sprache zu enträtseln und zu verstehen, als den Sinngehalt der britischen Zirkusvorstellungen zu kapieren …

Irgendwie scheinen es ein

Irgendwie scheinen es ein paar auf der Insel nicht zu verstehen. Bei einem Brexit ohne Abkommen ist die irisch-nordirische Grenze EU Außengrenze. Die EU hat dann gar keine andere Wahl als eine harte Grenze einzurichten bis eventuell ein Abkommen steht. Es ist auch irrelevant ob GB Importzölle nimmt. Nach WTO Regeln wird es Zölle auf GB Produkte geben, solange kein Abkommen steht. Banken, die keinen Sitz in der EU vorweisen können verlieren ihre Lizenz. Für den Finanzplatz London, der ja die wichtigste Einkommensquelle des UK ist ein Disaster.

Das Chaos geht weiter

Zusammenfassend muß man feststellen, dass es endlich an der Zeit ist, auch für Politiker eine Eignungsprüfung einzuführen. Haare schneiden, Brötchen backen, Menschen pflegen, nichts geht ohne mehrjährige Ausbildung mit Abschlussprüfung. Um ein Land mitzuregieren reicht offensichtlich "kann schreiben u. lesen u. ist alt genug". Jeden Tag aufs Neue dürfen wir miterleben, wie sich Politiker in kleinkarierten Befindlichkeiten verfangen, parteipolitische Interessen vor alles Andere stellen u. selbst persönliche Interesse dem Allgemeinwohl vorziehen. Der Brexit ist ein Beispiel dafür u. belegt die Inkompetenz der meisten beteiligten Politiker-auf beiden Seiten. Mit übelster Polemik treiben in GB EU-Feinde ihre persönlichen Interessen voran, belügen das Volk u. sind für den angerichteten Schaden nicht mehr verantwortlich. In der EU läßt man sich am Nasenring durch die Arena führen u. bietet einen Kompromiss nach dem anderen an. Den Schaden haben am Ende mal wieder die Bürger. In der EU & GB.

Tolle Idee

Für eine Übergangszeit keine Zölle und keine Grenze bis zur endgültigen Regelung? Da hätte man auch einfach den Vertrag unterschreiben können.

Aber gut - macht einen harten Brexit damit endlich Ruhe ist. Verlängerung nervt.

@ collie4711

Die EU hat schon erklärt, dass sie die irische Binnengrenze zu einer harten Grenze machen und die irische Republik auf die Durchführung von Kontrollen verklagen wird.

Das Karfreitagsabkommen hält die EU für weniger bedeutend als die Abschottung des Binnenmarktes.

Kein Auslaufmodell

Die Briten haben die Chance der Welt zu beweisen, dass die Fokusierung auf den Nationalstaat längst noch kein Auslaufmodell ist!

@ Alex.o

Seit wann werden Personenkontrollen an der EU Außengrenze durchgeführt?

Das wären sozusagen Regeln für einen ungeregelten Brexit?

Was soll das denn bedeuten? Kaum Zölle und vor allem keine Kontrollen.
Kontrollen wird und muss es geben, wenn GB aus der EU wollen. Sonst sind sie ja noch drin.
Aus meiner Sicht sollte die EU sich auf keinen solchen Deal einlassen. Es gibt keinen Anlass dazu. GB will raus, also gibt es ganz normal wie überall an EU-Außengrenzen Zollkontrollen.
Zollverstöße sollten ganz normal verfolgt werden wie überall an den Außengrenzen. Wenn England Irland als ihr land betrachtet, und Irland die Teilung nicht akzeptiert und es zu Konflikten kommt, dann ist das ein Innenpolitisches Problem vom Königreich das sie selbst lösen müssen. Für die EU ist wichtig, dass der EU-Teil von Irland sich nach EU-Regeln friedlich verhält. Man kann ja Abkommen treffen um über die Grenzen hinaus Straftäter zu verfolgen. (Ähnlich wie bei anderen Ländern.)
Erst wenn dieses Szenario unmittelbar zur Anwendung kommen sollte, dann erst wird England vernünftig verhandeln.
Alles andere ist nur taktig.
Wo ist da ein Problem?

@ dr.bashir

Wenn Juncker und Tusk gewollt hätten, wäre dies möglich gewesen.

@12:47 von collie4711: US Chlorhühnchen

Man mag zu US-Chlorhühnchen stehen wie man will, aber wenn die Grenzkontrollen zwischen GB und Irland wegfallen, dann können Chlorhühnchen und Hormonrindfleisch und was der US-Markt sonst noch so hergibt ungehindert in die EU geliefert werden.

Wollen wir das?

Ich würde.....

mir wünschen, wenn endlich wieder über das Wesentliche geschrieben werden würde! Der Brexit ist ein rein innenpolitisches Thema der Briten gewesen und Cameron hat es ohne Not auf die EU-Ebene gehoben!Und was den "back-stop" betrifft: es geht doch nicht um vergleichsweise harmlose Zölle, sondern um das Verbot, daß das UK keine eigenen Wirtschaftsvereinbarungen oder Verträge abschließen darf, solange es sich nicht mit der EU auf ein neues Wirtschaftsabkommen geeinigt hat! Es geht deshalb auch nicht um die paar hundert Km Grenze zwischen den beiden Irlands! Der jahrzehntelange Konflikt hatte auch nie die Grenze zwischen Irland/Nord-Irland zum Anlaß. Es macht auch keinen Sinn, den Briten ihre lächerliche, veraltete Denkweise vorzuhalten! Sie würden das immer ablehnen und an ihren "Traditionen" festhalten, wie das Brimborium im Unterhaus beweist! Gerade deshalb sollte man bei der Wahrheit bleiben: die Briten werden zur Zeit von ihrer eigenen intellektuellen Vergangenheit eingeholt!

@13:09 von Einfach Unglaublich: Junker & Tusk

"Wenn Juncker und Tusk gewollt hätten, wäre dies möglich gewesen."

Was Junker und Tusk gewollt haben, ist nebensächlich. Die nationalen Regierungen der 27 EU Staaten müssen das wollen, denn sie entscheiden.

Die EU kann da nur Vorschläge machen. In unserer EU der Vaterländer muss nur eine Regierung sagen, dass sie das nicht will, dann ist das Thema durch.

Am 13. März 2019 um 12:57 von dermulla

" Nach WTO Regeln wird es Zölle auf GB Produkte geben, solange kein Abkommen steht. Banken, die keinen Sitz in der EU vorweisen können verlieren ihre Lizenz. Für den Finanzplatz London, der ja die wichtigste Einkommensquelle des UK ist ein Disaster. "

Nicht ganz richtig, GB will keine Zölle auf Importe erheben.
Das hat nichts mit GB Produkten die Exportiert werden zu tun.

Die Idee ist gar nicht so schlecht, nur der Wirtschaft in GB wird das nicht gut tun, weil Import billiger ist als selber herstellen.

um 12:47 von collie4711

"Kommen US-Chlorhünchen ungehindert dann über diese Grenze in die EU"

Ich bezweifel das. Denn GB kann ja gerne auf Zoll und Kontrollen verzichten.
Aber GB ist nicht die EU. Sollte GB das wirklich machen, dann muss die EU zwangsläufig die Schlagbäume aufstellen.

Somit sammeln sich dann die LKWs in GB und kommen nicht mehr raus.

Für mich klingt die Aufhebung von Zöllen wie ein Verzweiflungsplan der Brexiteers.

Und diesen Leuten traue ich weniger Expertise in Zollfragen zu wie ich Boris Johnson werfen kann.

Angst vor Chlorhühnchen und Hormonfleisch.

Mal so zur Info, das liegt etwas Wasser dazwischen. Man muss an den Häfen kontrollieren, wie jetzt auch.
Alles ganz normal.
Einzig die Innerirische Grenze. Das kriegt man aber gut in den Griff.
Austritt mit Zollkontrollen wie es uns beliebt oder besser, nach Notwendigkeit.
Regeln die man vertraglich nciht prüfen darf machen keinen Sinn.
Ich hoffe, dass hier kein so krummer Deal abgeschlossen wird. Es besteht für die EU überhaupt kein Anlass dazu.

/// Am 13. März 2019 um 13:06

///
Am 13. März 2019 um 13:06 von Gerhard Apfelbach
Kein Auslaufmodell

Die Briten haben die Chance der Welt zu beweisen, dass die Fokusierung auf den Nationalstaat längst noch kein Auslaufmodell ist!///
.
Sie glauben, die Globalisierung liesse sich rückgängig machen ? Warum nicht dann die weitere Aufspaltung in ein nationales Schottland, Wales, ...

um 13:06 von Einfach Unglaublich

"Seit wann werden Personenkontrollen an der EU Außengrenze durchgeführt?"

Fahren Sie mal in die Schweiz und wieder zurück. Da stehen Zöllner an der deutsch-schweizerischen Grenze.

@13:09 von Einfach Unglaublich

"Wenn Juncker und Tusk gewollt hätten, wäre dies möglich gewesen."

Wir werden uns wahrscheinlich nicht einig werden, wem wir die Schuld geben. Ich sehe das so, dass der jetzige Deal sagt, alles bleibt erst mal nach dem offiziellen Austritt, wie es ist (keine Zölle, keine Kontrollen) und man hat 2-4 Jahre Zeit die Details zu verhandeln. Und nur wenn man das in 4 Jahren nicht schafft, tritt der gefürchtete Backstop in Kraft. Die Angst der Bexiteers ist, dass die EU in den 4 Jahren nicht ernsthaft verhandelt und GB sozusagen am ausgestreckten Arm verhungern lässt. Das kann man natürlich unterstellen. Muss man aber nicht.
Aber wie wollen sie das garantieren? Junker hat vorgestern versprochen, "wir verhandeln ernsthaft". Kann man glauben oder nicht.
Sie können natürlich den Backstop ganz aus dem Vertrag nehmen und haben dann, falls die Verhandlungen scheitern, trotzdem eine harte Grenze in Irland. Das wollen die Briten aber auch nicht und der Backstop war eine britische Idee.

@ Einfach Unglaublich

Im Regelfall eigentlich grundsätzlich. Wenn ich aus dem nicht EU-Ausland (oder einem Nicht-Schengen-Staat) in die EU einreisen will, werde ich an der Grenze kontrolliert und muss mich ausweisen. Ggf. muss auch ein Visum für die Einreise vorgewiesen werden.

Das dieser Schutz der EU-Außengrenzen im Zuge der Flüchtlingskriese leider stark in Mitleidenschaft gezogen wurde und das Wort "Asyl" reguläre Einreiseformalitäten in den Hintergrund gedrängt haben, gehört in diesem Kontext nicht zur Debatte. Dieser mangelnde Schutz der EU-Außengrenzen war aber wahrscheinlich auch ein Grund für den Ausgang des Brexit-Votums in 2016...

um 12:57 von Einfach Unglaublich

"Harter Brexit macht also gar nichts."

Erst einmal wissen wir gar nicht, ob dieser Plan überhaupt funktioniert. Denn was Expertise in Handelsfragen/Zölle angeht hat sich die britische Regierung eher weniger hervorgetan.

Fakt ist, nach WTO müssen alle Länder bezüglich Zölle gleichbehandelt werden.

Dann die Frage, was macht "Null-Zölle" mit der heimischen Wirtschaft.
Werden billige Lebensmittel aus z.B. USA, Brasilien etc die heimische Landwirtschaft verdrängen?

Und wenn GB seine Einfuhren nicht mehr kontrolliert, auf Chlorhühnchen, in Antibiotika getränkte Schweinehälften, Weichmacher in Plastikspielzeug....
Dann muss das die EU um so stärker machen.

Oder wollen sie das Essen?

Am 13. März 2019 um 13:07 von Paul Hoos

Wieso das denn.
Wenn die Briten an ihren Grenzen keine Kontrollen machen und Zölle erheben,
dann ist das doch deren Sache.
Wenn die EU verhindern will das es sogeht, muß sie den Aufwand an ihren Grenzen betreiben, also hat die EU die Kosten.

Wieso die ganze Aufregung

GB gehört zu Europa, und hat somit hohe Standard der uns in teilen auch überlegen ist. Geschweige den der Militärische Aspekt der ohne die Engländer für uns ein Sicherheitsproblem bedeuten würde. Muß nicht sein, aber kann sein das wir an Bedeutung in der Welt verlieren da wir in der Richtung in Deutschland seit Jahren handlungsunfähig sind ohne das zu merken.
Von dem her liegt es an der EU was sie daraus macht.
Die Grenzen werden von Junker und seinen Anhängern gezogen die GB einschüchtern wollen.
Die Engländer werden zu gegebener zeit dann schon sagen wie sie es sich vorstellen. Es ist keine Eile geboten und muß auch nicht sein.
Was natürlich schon zum tragen kommt ist die Tatsache das Deutschland und Frankreich hier keine Nachahmer dulden wollen.

um 13:28 von hippojim

"Wenn die EU verhindern will das es so geht, muß sie den Aufwand an ihren Grenzen betreiben, also hat die EU die Kosten."

Die EU hat immer die Kosten, was UK an den Grenzen macht oder nicht ist ganz allein Angelegenheit der Briten.
Wenn sie aus der EU raus sind.

Wenn UK keine Zölle erheben kann....wohlgemerkt, das passiert nicht, weil die britische Regierung so nett ist, sondern weil sie verzweifelt ist...dann muss sie auch mit den Konsequenzen leben.

Gefahr der Vernichtung einheimischer Arbeitsplätze wenn importierte Waren billiger sind als heimische.
Gefahr von Strafzöllen auf brit Waren, wenn Zölle nicht nach WTO Standard erhoben werden.
Gefahr von "schädlichen" Gütern weil nicht mehr kontrolliert wird.

Wie gesagt, was GB hier ankündigt ist ein Kontrollverlust über einen Großteil des Warenhandels. Nicht mehr, nicht weniger.

Am 13. März 2019 um 13:28 von hippojim

" Wieso das denn.
Wenn die Briten an ihren Grenzen keine Kontrollen machen und Zölle erheben,
dann ist das doch deren Sache.
Wenn die EU verhindern will das es sogeht, muß sie den Aufwand an ihren Grenzen betreiben, also hat die EU die Kosten. "

Richtig, wenn GB nichts macht, keine Kontrollen, dann muss die EU etwas machen, wenn Sie das will.
Rein nach GB kein Problem, bis auf die Illegalen Einwanderer die mit den LKW kommen.

Aber das ist dann auch Problem von GB, nicht der EU.

Raus aus dem Land sieht es dann anders aus.
Also muss die EU in Irland die Grenze sichern, wird nicht so richtig gefallen.

Just in time Produktion

Da ich viele Kommentare gelesen habe, welche sich über die "Auslagerung des Lagers auf die Straße" beschwerten, möchte ich kurz erläutern wie dies gemeint war.
Es werden die Teile lediglich pünktlich geliefert und müssen so nicht lange Zeit in Lagern bleiben. Die Teile müssen in allen Fällen zum Produktionsort gebracht werden. Die Formulierung des "Lagers auf der Straße" ist unglücklich gewählt und deutet lediglich auf den Platz eines Teils vor der Verarbeitung hin. Das erhöht die Effiziens des Werkes und schont somit auch die Umwelt und führt nicht zur
Ausbeutung öffendlicher Straßen oder ähnlichem.

No-Deal-Pläne:Kaum Zölle und keine Kontrollen....

Wenn das so kommt,ja dann kann der Exportstärkste in der EU zufrieden sein.Ob Grossbritannien in der EU ist oder austritt hat dann ja keine Auswirkungen.Die EU hätte dann den Brexit faktisch verhindert.Davon träumen BDI und BDA.Das Geschäftsmodell liefe so weiter.

Was für GB wirklich wichtig ist

Das Wichtigste für GB ist, dass das Land aus diesem Moloch namens EU (bitte nicht mit Europa verwechseln) rauskommt. Wie auch immer, ist zweitrangig.

Ich bin völlig überzeugt, dass GB danach aufblühen wird. Da das natürlich gesehen werden wird, wird die EU gezwungen sein, sich komplett zu reformieren. Der Dank gebührt dann den Briten. Man darf optimistisch sein.

um 15:21 von Dr.Hans

"Ich bin völlig überzeugt, dass GB danach aufblühen wird. Da das natürlich gesehen werden wird, wird die EU gezwungen sein, sich komplett zu reformieren. Der Dank gebührt dann den Briten. Man darf optimistisch sein."

Tja, ich bin da anderer Meinung. Das UK jetzt Zölle massivst reduziert und auf Kontrollen verzichtet liegt nicht an der Stärke von Grossbritannien.

Wie z.B. das "EBA"- (Everything but arms)-Angebot, welches die EU den 50 ärmsten Ländern macht.

Es ist ein Zeichen von Schwäche. UK verliert gerade die Kontrolle.

Ich dachte schon, dass ich ziemlich pessimistisch bezogen auf die Zukunft von GB bin.
Aber so wie es aussieht und wie es sich anfühlt....bei weitem nicht pessimistisch genug.

Es wird, nach meiner Meinung, für die Briten richtig hart.

RE: Dr.Hans

"Das Wichtigste für GB ist, dass das Land aus diesem Moloch namens EU (bitte nicht mit Europa verwechseln) rauskommt. Wie auch immer, ist zweitrangig. "

Nach der Devise: Operation gelungen, Patient ... schwerbeschädigt ! Da kann ich mitnichten einen Vorteil für GB erkennen. Und "blühende Landschaften" wurden uns vor den Wahlen auch schon mal aufgetischt !

Gruß Hador

@Werner40

Die Globalisierung ist einer der vielen neoliberalen Mythen, um die Forderungen der Arbeitnehmer klein zu halten.
Z. B. wird nur 15 % des Bruttosozialprodukts der EU durch Handel mit den anderen Wirtschaftsräumen erzielt!
In meiner neuen Heimat Südostasien wird ebenfalls hauptsächlich untereinander gehandelt und Produkte aus Europa spielen kaum eine Rolle!
Dasselbe gilt für den nordamerikanischen Wirtschaftsraum, der trotz des großen Handelsbilandefizites der USA weiterhin stärker wächst als die EU!

Verschiebung

Für diesen Fall steht morgen ein Antrag auf Verschiebung des für den 29. März vorgesehenen Ausstiegs Großbritanniens aus der EU zur Entscheidung an. Dem müsste aber auch noch die EU zustimmen.

Was soll eine Verschiebung bringen? Die EU hat klargestellt, dass mehr Entgegenkommen nicht geht, und das ist gut so. Und die Brexiteers werden sich vermutlich auch nicht bewegen. Eine Verschiebung des Austrittstermins macht nur Sinn, wenn es in der "gewonnenen" Zeit entweder ein zweites Referendum oder eine Neuwahl des Unterhauses gibt.

@Nettie

Alles, was das Leben für alle Bürger (alle heißt hier: alle) einfacher macht, ist nur zu begrüßen.

Also: Zweites Referendum und dann in der EU bleiben. Genau das macht das Leben allen Bürgern einfacher, dann gäbe es keine Probleme mit der irischen Grenze, kein Problem mit Zollgrenzen und und und ...

re dr.hans

"Das Wichtigste für GB ist, dass das Land aus diesem Moloch namens EU (bitte nicht mit Europa verwechseln) rauskommt. Wie auch immer, ist zweitrangig.

Ich bin völlig überzeugt, dass GB danach aufblühen wird."

So, Sie sind überzeugt ...

Komisch, dass das Parlament nicht überzeugt ist. Und die Bank of England auch nicht.

no deal

Wenn es zum harten Brexit kommt, kann das Handelsverhaeltning nicht einfach so weiter gefuehrt werden als waere nicht geschehen. England wuerde sich wie ein Zechpreller verhalten.
Handelsvereinfachungen oder Ekstrawuerste kann es danach nicht mehr geben.
Beim No Deal Brexit bleibt das Land Europa vieles schuldig es waere ein unfreundlicher und teurer Akt.
Ich glaube nicht an, wie von vielen getraeumt an eine neue Wahl und das Votum muss natuerlich akzeptiert werden - es kann aber dennoch verlangt werden das es zu einem geordneten Austritt kommt.

Wenn GB aus der EU

austritt, dann kann der Warenstrom zwischen Nord Irland und Irland eben nicht unkontrolliert weitergehen. Entweder GB behaelt das EU Recht, dann braucht es keine Kontrollen, ( warum tritt man dann aber aus?) oder GB installiert eigenes Recht, dann muss eben kontrolliert werden. Leuchtet doch ein!

Nur so kann der Verbraucher in der EU vor Gefahren glaubhaft geschuetzt werden.

@ 13:17 von witch of endor

Haben Sie überhaupt eine Ahnung vom Aussenhandel ? Die ganze Zeit versuchten verschiedene Foristen uns weiszumachen, dass die Briten jetzt Zölle bezahlen müssen und deren Versorgung gefährdet ist, lange Wartezeiten und LKW-Schlangen vor GB. Jetzt plötzlich sollen die langen LKW-Kolonnen auf der Insel stehen. Keines von beiden wird eintreten, es wird so laufen wie bisher. Die EU muss Ausfuhrabfertigung und -kontrollen einrichten und in den Augen der EU-Exporteure deren Export nach GB erschweren. Damit werden sie sicher sehr viele Freunde gewinnen, besonders unter den Iren.

@ Dr.Hans 15.21h - start up

.............Ich bin völlig überzeugt, dass GB danach aufblühen wird..............

GB wird nach dem Brexshit vergleichbar mit einem start up Unternehmen sein. Die meisten start ups gehen schon nach kürzester Zeit den Bach runter.

@14:46 von witch of endor

"Gefahr von Strafzöllen auf brit Waren, wenn Zölle nicht nach WTO Standard erhoben werden." Seit wann verlangt die WTO die Erhebung von Zöllen ? Wenn GB keine Zölle erhebt, kann die WTO nicht plötzlich Zölle fordern und wird das auch nicht tun.

No Deal Now !

Es wäre ein Ende des Gewürges. Und für Großbritannien letztlich das Beste: keine Verpflichtungen, keine Zahlungen und völlige Freiheit bei Steuern und Zöllen.

Mit der Gründung der EU

..wurde auch ein Friedenswerk geschaffen, in dem aus Erbfeinden auch viele gute Nachbarn und Partner wurden. Grenzen sind gefallen und man könnte sich überall „zu Hause „ fühlen.
Gemeinschaftlich zum Wohle aller und nicht Recht des Stärkeren ! Verhandlungen statt Krieg.
Diese Lehre 74 Jahre nach Ende des letzten Weltkriege zu ziehen, ist doch auch heute sicher nicht falsch. Doch lange Friedenszeiten machen leider auch wieder leichtsinnig.

England war schon immer besonders, aber auch sehr vom Kontinent abhängig. Der „aufgehäufte Reichtum in den Händen weniger und unsägliches Elend in den großen Städten“ gab es dort auch schon vor hundert Jahren .
Frieden und Völkergemeinschaft kommen in der aktuellen Diskussion leider viel zu kurz. Warum?
Ein Grund mehr für : Stop-Brexit! Die EU hat dazu die Hand gereicht.

@IBELIN

...oder GB produziert jetzt wild alles mögliche Zeug, ohne sich noch an die verhassten EU-Vorgaben halten zu müssen, und versucht damit den EU-Markt zu fluten. Die EU MUSS dann Schranken aufbauen, sonst wäre alles witzlos. Die Normen hatten ja einen Sinn. Ich will mich darauf verlassen können, dass die Sachen oder Lebensmittel, die ich hier kaufen kann, wenigstens EU-Standards genügen... Boris, Du hast deinen Landsleuten ein sehr faules Ei ins Nest gelegt!

Schuldet GB der EU nicht 60 Mrd beim Austritt?

Was bedeutet denn das für den Nodeal Brexit? Zahlt GB dann nix?
Nicht schlimm dann erhöhen wir einfach die Einkommensteuer.

um 12:54 von Hinterdiefichte

"Ich stimme Johnson zu: 5 Minuten vorher hat das übliche Politiker-Rumgeeiere ein Ende."

Ja toll dieser absolut vertrauenswürdige Hellseher, nur warum sagt er uns das erst jetzt und warum behält er den Inhalt der Einigung weiterhin für sich? Zumindest könnte er uns mitteilen, auf welchem Programm das live übertragen wird.

Im ernst, ich kann so garnicht verstehen, wie man so einem "Warmluftgebläse" wie dem Abgeordneten Johnson (also auch so ein "Politikerrumeierer", oder?) so viel Vertrauen entgegenbringen kann, wo er doch schon zuvor so viele Gutgläubige genarrt hat.

@16:20 Möbius

Wenn es so einfach wäre...hätten Sie recht.
MP May hat aber gestern noch eindringlich davor gewarnt. Haben Sie das nicht gehört?

Der Brexit ist folgerichtig

Er wird zum Einen von - scheinbar - unreformierbaren EU Institutionen, zum anderen von Leuten, die gedanklich noch in der Kolonialzeit verharren und fuer die Partnerschaft ein echtes Lernziel ist, befeuert.

Beide werden vermutlich aus dem Brexit lernen. Die EU wird hoffentlich Kritik und Reformen zulassen ohne die Leute gleich als Antieuropaeisch zu verunglimpfen. Die Briten werden verstehen, dass Geld was man in eine Partnerschaft investiert auf anderen Wegen wieder zurueckkommt.

Am 13. März 2019 um 12:57 von schabernack

"Inzwischen erscheint es mir einfacher, Grammatik und Schrift der japanischen Sprache zu enträtseln und zu verstehen, als den Sinngehalt der britischen Zirkusvorstellungen zu kapieren …"

Sie haben Recht.

Die Opposition ist immer dagegen
und könnte mit einer großen Kampagne gegen die Regierungspläne mobil machen.
Wochenlange Aufrufe in den Medien, Großdemonstrationen etc..

Aber um zu wissen, gegen was man ist, muss man zuerst wissen, wofür die Regierung ist.

Und hier lässt sich Theresa May bis zuletzt nicht in die Karten schauen.
Einige Abstimmungen,
mal nach Deutschland und Brüssel reisen, Aktionismus vortäuschen.

Das ist kein Zirkus, das ist clever.

@Möbius

Und für Großbritannien letztlich das Beste: keine Verpflichtungen, keine Zahlungen und völlige Freiheit bei Steuern und Zöllen.

Ob da für Großbritannien gut ist, wird sich noch zeigen. Die britische Wirtschaft ist davon alles andere als überzeugt ...

Totale Hysterie

Bei einem No Deal Brexit (hierzulande auch gerne polemisch „Chaos Brexit“ genannt) wird erstmal garnichts passieren, weil es Übergangsregelungen gibt. Großbritannien wird in Folge Steuern senken, Regeln der EU in GB außer Kraft setzen. Damit wird in Großbritannien kein „Chaos“ ausbrechen. Russland ist zB nicht in der EU und ist von dieser sogar noch mit Sanktionen belegt. Das „Chaos“ ist dennoch ausgeblieben. Warum muss es also nach dem 29.03. in GB ausbrechen ?

Irland/Nordirland ist Außengrenze

Die EU muss im Falle eines Brexit auf Zölle und Kontrolle bestehen sonst macht sie sich unglaubwürdig.

Haben die einen im Tee?

Als Regierung könnte man wissen, daß man ohne entsprechende Verträge keine alleinige Verfügung über die Durchlässigkeit einer Grenze hat und deshalb keine genau das suggerierenden Maßnahmen (keine harte innerirische Grenze) in die Öffentlichkeit hinausblasen sollte.

Nur ein Kinkerlitzchen im Chaos der GB-Abgeordneten, was aber einmal mehr deren momentane Unzurechnungsfähigkeit zeigt. Mittlerweile finde auch ich, die sollten gehen, wie auch immer, aber unbedingt pünktlich.

Die Briten sind cool ...

... die Eu dagegen peinlich.

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