Ihre Meinung zu: Digitale Abstimmung in Estland: "E-Voting ist sicherer als analog"

4. März 2019 - 17:12 Uhr

In Russlands Nachbarstaat Estland können Wähler seit 2005 ihre Stimme online abgeben. Angst vor Hackern oder Beeinflussung hat das baltische Land nicht. Ein Experte erklärt, warum das so ist. Von Jasper Steinlein.

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Kommentare

Ein Experte erklärt ...

Das soll ein Experte sein?! Wer sich mit Computersystemen auskennt, weiß, dass sie prinzipiell nicht sicher sein können! Man kann sicher das zugehörige Programm daraufhin untersuchen, ob es Hintertüren enthält. Aber man kann nicht prüfen, ob es auch tatsächlich das geprüfte Programm ist, das gerade läuft.
Nur in einem Wahlbüro mit Kontrolleuren der verschiedenen Parteien kann man garantieren, dass die Zählung, die man hinterher in der Zeitung liest, korrekt war!

Claudia Bauer meint ....

Estland, ein sterbender Staat, zu hundertausenden verlassen junge Leute das Land weil es keinerlei Perspektiven gibt. Die überalterte Bevölkerung lebt in ärmlichsten Verhältnissen und von Hungerrenten.
Aber Hauptsache das Internet funktioniert, was für ein realitätsfremder Beitrag.

Soso, dann müssten aber alle

Soso, dann müssten aber alle Wahlberechtigten über elektronisch auslesbare Ausweise verfügen.

Es stimmt zwar, das nicht dafür ausgebildete Personen nicht zuverlässig gefälschte Ausweisdokumene erkennen können, aber sagen Sie mal zu einem Polizeibeamten den Sie grad nach dem Ausweis gefragt haben: Ich kann nicht erkennen ob der echt ist, ich glaub nicht, dass sie ein echter Polizist sind.

Vor allem aber kann Manipulation nicht bloß bei der Abgabe, sondern auch und vor allem bei der Auszählung vorgenommen werden,wir erinnern uns an Hofer vs. Van der Bellen in Österreich und die Neuauszählung.

Kann ja sein ....

..., aber andersrum bedeutet es auch, daß die abgegebene Stimmen dem einzelnen Wähler zugeordnet werden können. In einer Demokratie und mit halbwegs demokratisch agierenden Regierungen mag das nicht entscheidend oder problematisch sein, aber es kann ja mal ganz fix anders gehen.
Angenommen eine rechts- oder linksaußen gerichtete Regierung übernimmt das Amt, wie z.B. in der Türkei - schon hat man eine fertige Liste der polit. Gegner, Opposition o.ä. - auf Knopfdruck....
"Bei der Briefwahl ist nicht nachvollziehbar, ob der Wahlberechtigte seine Stimme unbeeinflusst, unbeobachtet und höchstpersönlich abgegeben hat."
Dies trifft bei diesem digitalen Verfahren ebenso zu.

Ein bisschen zu kurz gedacht.

Ich bewundere Estland schon länger für seine Errungenschaften im E-Government. Die von Herrn Tammer hier angeführten Argumente halte ich aber für angreifbar:
- Natürlich ist die Identitätsprüfung im Wahllokal nicht unbedingt besser. Allerdings kann es hier nur zur Wahlfälschungen in Einzelfällen kommen. Eine genutzte Sicherheitslücke im E-Personalausweissystems könnte eine Wahl aber in viel größeren Maße manipulieren. (Es gibt einfach keine dauerhaft sicheren IT-Systeme)
- Es fehlt der Aspekt der Freiheit der Wahl. Wer überprüft am Computer zu Hause, ob der Oma die Hand geführt wird ?
- Die Sicherheit des Wahlprozesses ist beim E-Voting auch von der lokalen Sicherheit des verwendeten Computers abhängig. Privatnutzer haben üblicherweise nicht die Expertise dies sicherzustellen.
- Wahlautomaten im Wahllokal sind aber nicht die bessere Alternative, da ihnen die Transparenz fehlt mit der der Wähler nachvollziehen kann ob die Wahl tatsächlich frei, gleich und geheim abläuft.

Naja, das überzeugt nicht

Ok, dass das Wählen so bequemer wird glaube ich; und wenn die Software Open Source ist, ist das auch gut.

Dennoch: Niemand kann die Wahlen überprüfen; weder die Software noch die Hardware. Nur Spezialisten könnten das vielleicht, nicht aber die Bürger.

Und wer ernsthaft glaubt, dass Wahlfälschungen durch gefälschte Ausweise passieren, hat offenbar keinerlei Ahnung. Dieser 'Experte' war wohl nicht unbefangen.

Das muss ein Gerücht sein

Die NSA-Niederlassung „Tailored Access Operations“ hat eine Untergruppe, die sich auf ausländische Wahlmanipulation spezialisiert hat, nicht nur aus einer defensiven Position heraus, sondern als eine offensive Taktik bei der Durchführung von geheimen Operationen für Regimewechsel in Verbindung mit Wahlen. Da dürfte eigentlich niemand mehr von der Sicherheit von E-Voting überzeugt sein.

Die Wahl ist damit aber

Die Wahl ist damit aber anscheinend nicht (mehr) geheim.

Dieses E-Voting ist ueberhaupt nicht sicher

Dieses E-Voting ist ueberhaupt nicht sicher.

https://www.tagesschau.de/ausland/estland-wahl-cyber-101.html

tagesschau.de: Bei der Parlamentswahl in Estland konnten die Wahlberechtigten via Internet ihre Stimme abgeben. Wie funktioniert das?

Tõnu Tammer: Sie gehen auf die Wahlwebseite und laden das Programm zum Abstimmen herunter. Beim Öffnen fordert das Programm Sie auf, sich mit Ihrem Ausweis zu identifizieren. Dann erscheint die Liste mit den Kandidaten, aus der Sie auswählen. Anschließend identifizieren Sie sich noch einmal mit einer PIN-Nummer und bestätigen Ihre Wahl - dann wird sie an die elektronische Wahlurne abgeschickt. Anschließend haben Sie über eine App per QR-Code die Möglichkeit zu prüfen, ob Ihre Stimme auch dort angekommen ist.

Denn erstens sind diese Personalausweise - laut einem Tagesschau-Bericht ja schon gehackt und nicht mehr sicher, zweitens sind auch die Lesegeräte fuer die Ausweise nicht sicher...

eVoting ist ein Irrweg

Das Hauptproblem bei eVoting liegt nicht darin, dass die Wahl "gehackt" werden kann (oder evtl. nicht).
Das Problem liegt darin, dass das Wahlergebnis prinzipiell nicht mehr von jedem nachvollzogen werden kann.
Bei analogen Wahlen, kann man jederzeit die Wahlzettel nehmen und die Kreuze zählen, das kann jeder.
Beim eVoting muss man darauf vertrauen dass ein Informatiker nicht lügt, wenn er einem erklärt, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Dies untergräbt schon mittelfristig das Vertrauen in die Demokratie, weil es ein Leichtes ist, mittels Verschwörungstheorien Zweifel an Abstimmungsergebnissen zu schüren, die prinzipiell nicht ausgeräumt werden können.

Auch solche Schluessel + Webseite + Browser sind hackbar!

Weiterhin ist hierzu:

https://www.tagesschau.de/ausland/estland-wahl-cyber-101.html

Anschließend identifizieren Sie sich noch einmal mit einer PIN-Nummer und bestätigen Ihre Wahl - dann wird sie an die elektronische Wahlurne abgeschickt. Anschließend haben Sie über eine App per QR-Code die Möglichkeit zu prüfen, ob Ihre Stimme auch dort angekommen ist.

Um Ihre Stimme zu entschlüsseln, braucht man eine Reihe physischer Schlüssel, über die nur verschiedene Mitglieder der Wahlkommission verfügen. Einige dieser Schlüssel liegen bei externen Wahlbeobachtern - ein weiterer Sicherheitsfaktor.

zu sagen, dass auch solche Schluessel gehackt werden können. Kinderspiel. Dazu braucht man lediglich eine etwas bessere Malware. Zusätzlich können auch diese Webseite unerkennbar gehackt werden (Man-in-the-Middle-Angriff oder Phishing-Attacke) und auch der Browser kann gehackt werden oder sogar das Betriebssystem von so einem Wahlcomputer. In den USA bereits passiert!

Sicherheit - ziemlicher Unsinn.

Im BR haben Fachleute vorgeführt, wie leicht es bei entsprechendem Know-how ist, Fälschungen vorzunehmen.

Sie konnten das selbst mit Gesichtserkennung und Fingerabdrücken zeigen. Offensichtlich funktionierte es meiner Erinnerung nach mit einer Art Kopie, die die Geräte nicht auseinanderhalten konnten.

Sie wiesen auch darauf hin, dass ein "kopierter" Fingerabdruck dann natürlich auf ewig "verbrannt" ist.

Das größere Problem aber wurde gut benannt:
"gezielte Einflussnahme durch bezahlte Werbung".

Also Parteienfinanzierung endlich massiv begrenzen, dann sind die bei uns üblichen Wahlbeeinflussungen schon geringer!

Klingt für mich

umständlich, da wäre der Gang zum Wahlbüro die paar Hundert Meter einfacher.
" Sie gehen auf die Wahlwebseite und laden das Programm zum Abstimmen herunter. Beim Öffnen fordert das Programm Sie auf, sich mit Ihrem Ausweis zu identifizieren. Dann erscheint die Liste mit den Kandidaten, aus der Sie auswählen. Anschließend identifizieren Sie sich noch einmal mit einer PIN-Nummer und bestätigen Ihre Wahl - dann wird sie an die elektronische Wahlurne abgeschickt. Anschließend haben Sie über eine App per QR-Code die Möglichkeit zu prüfen, ob Ihre Stimme auch dort angekommen ist. "

Viele Fragen.

Programm auf den PC laden, was macht das Programm noch, ist was drin wie in anderen Programmen von dem keiner weis ?.
Wie oder mit was wird der Ausweis gelesen, oder wie funktioniert das.
Bekommt man die Pinnummer zugeschickt ?, oder muss man die anfordern.

Möglich das es sicher ist, bin kein Experte in Sachen PC, einfacher für mich ist es den Zettel einzuwerfen.
Oder eben es zu lassen.

Cybervoting

Cybervoting kann leider eines nie sein: Einfach durch Laien nachvollziehbar und erneut durch Andere durchzählbar. Bei Papierstimmern ist alles für Laien nachvollziehbar und dadurch demokratisch. Bei Cybervoting ist die Nachvollziehbarkeit nicht durch jeden möglich und daher ist es auch kein angemessenes Mittel in einer Demokratie.

Mit Sicherheit nicht!

Das zeigen die Wahlen in den USA!

"Sicherheit" greift zu kurz

Tõnu Tammer spricht von "Sicherheit" und meint damit anscheinend nur die Identitätsprüfung des Wählers.

Die wirklichen Probleme von E-Voting gehen weit darüber hinaus, nämlich Nachvollziehbarkeit des Ergebnisses (trotz Open Source: wer versteht das Programm wirklich, und wer kann garantieren, welche Version des Programms auf den Servern läuft?) und Privatheit der Stimmabgabe (wer weiss, was auf welchen Servern geloggt wird?).

Nachgeplappert

Wie kann man so unkritisch schreiben?
Es ist nur ein Interview. Und der Interviewte ist der Chef der Kriseneinsatzgruppe in Estlands staatlicher Behörde für Informationssysteme. Was soll der anderes sagen?
Wieso fragt ihn keiner: Wie wird verhindert, dass ein politisch Engagierter für politisch nicht interessierte Wahlberechtigte die Stimme abgibt? Ist die Wahlbeteiligung echt oder stimmt das 16jährige Enkelkind für seine bettlägrigen Großeltern ab?
Und wer zählt nach?
Für mich ist das ein Artikel, der Digitalisierung verkaufen will.

Aha, perHandy-Nr/Mail Stimme abgeben= keine Datenweiterleitung?

. . . .keine Datenweiterleitung in Gang gesetzt, aha ?

Wieso nicht gleich per "Cloud" , d. h. weltweit bis zur Haus/Wohnungsnummer ?

Noch besser , wenn man schon "SmartHome" installiiert hat

Viele Kriminelle freuen sich, & auch der Staat der die Wahl abhält.

Welche Systeme?

Sie gehen auf die Wahlwebseite und laden das Programm zum Abstimmen herunter. Beim Öffnen fordert das Programm Sie auf, sich mit Ihrem Ausweis zu identifizieren.

Wenn das so "liebevoll" wie Elster-Formular der deutschen Finanzbehörden programmiert ist, läuft es nur mit dem proprietären nichteuropäischen Betriebssystem MS Windows. Das wäre für mich ein absolutes KO-Kriterium, ganz abgesehen von Viren und Würmchen, die sich auf jedem System einschleichen können, aber auf cosed source noch weitaus einfacher als auf open source. Allerdings kann ich in keinem Fall verfolgen, wie die Wahlstimmen letztendlich ausgezählt werden - bei Urne und Papier kann ich mich dazusetzen und bei der Auszählung mitzählen.

Fazit: Nein.

Nein Nein Nein

Lieber nicht, da schließe ich mich den vielen Vorkommentatoren gerne an. Letztlich wiegt die größere Bequemlichkeit das ungute Gefühl nicht auf.

Kein Fan von.

Ich finde es gar nicht gut, Wahlen durch eine Blackbox laufen zu lass, die von aussen nicht mehr einsehbar ist. Selbst wenn das System sicher ist, muss man den Personen, die das System betreiben, blind vertauen.
Ist der gezeigte Quellcode tatsächlich der, der auch eingesetzt wird?
Wird meine Stimme tatsächlich so gezählt, wie mir der Bildschirm anzeigt?
Wie soll man das Ergebnis übeprüfen können, ohne abzuspeichern, wer was gewählt hat?

Dass man einen Ausweis auch fälschen und bei Briefwahl auch den Wähler ungesehen beeinflussen kann, finde ich kein Argument.
Für EINE Stimme einen Ausweis fälschen (UND hoffen, dass der echte nicht wählen geht!) oder einen Briefwähler manipulieren ist doch wohl deutlich aufwändiger und auffälliger als mit einem Hack das ganze Programm oder Ergebnis zu verfälschen.

„Sorgen um Datenschutz und die Sicherheit vor Einmischung in die Wahl durch den Nachbarstaat Russland, wie sie hierzulande verbreitet sind, haben die Esten nicht: Denn seit der kleine baltische Staat 2007 Ziel eines massiven Cyberangriffs war, hat Cybersicherheit dort höchste Priorität - und Estland gilt europaweit als Vorreiter in der Digitalisierung.“

Aus Schaden wird man klug.

Und dass den Esten in puncto Digitalisierung heute keiner mehr so schnell was vormacht, dürfte eigentlich niemand ernsthaft bestreiten können.

@Claudia Bauer

Liebe Claudia,
ich lade Sie herzlich nach Estland ein, um sich selber ein Bild von den Verhältnissen zu machen. Von St. Petersburg ist es ja nicht weit.
Im Ernst, seid mehreren Jahren ist der Wanderungssaldo nach Estland positiv. Wo leben sie?

@17:02 von Demokratieschue... Identitätsfreigabe : einfach gemac

"Anschließend identifizieren Sie sich noch einmal mit einer PIN-Nummer und bestätigen Ihre Wahl - dann wird sie an die elektronische Wahlurne abgeschickt. Anschließend haben Sie über eine App per QR-Code die Möglichkeit zu prüfen, ob Ihre Stimme auch dort angekommen ist. "

Was, mit PInNummer n & QR-Codes

.. .da wird einem schlecht. Wenn ich an die freiwillig Mitmachenden denke.

Vor kurzem habe ich eine Sendung über eine App für QR-Codes an Friedhöfen im Regionalfernsehen gesehen: Lebensläufe zu den Toten mit QR-Code nehmen dem Namen des Toten

Wenn schon Tote mit QR-Codes versehen werden ===> alle demnächst auch mit Chips am Handgelenk (Bank-, BitCoin- & Einkaufs-Bezahlchips schon heute) ===> jeder in der "Cloud", "SmartHome" & per "Homebanking" sowieso längst __ immer weniger Bankberatungstellen in der BRD

Hackerfreude inclusive __

Bloß nicht

Ich hätte null Vertrauen in die Sicherheit dieses Verfahrens und ich habe beruflich mit IT zu tun. Wer kann denn die Rechtmäßigkeit einer Wahl dann noch beurteilen? Wahrscheinlich eine Handvoll Informatiker. Heute gehe ich ins Wahllokal und schaue bei der Auszählung zu.

Kann funktionieren

Vorschlag:
- Jeder Wähler hat einen Slot auf einer Wahlliste (elektronisch, egal wo das Wahlbüro sich befindet)
- Im Wahlbüro stehen einfache Roboter, die einen Wahlzettel ausfüllen, für den aktiven Wähler
- Der Wähler guckt zu
- Anschließend bestätigt der Wähler, daß alles mit rechten Dingen zuging, der Wahlzettel ordentlich ausgefüllt wurde
- Der Slot auf dem Wahlzettel "gehört" dem Wähler, nur er kann kontrollieren, jederzeit

Bingo.

So ist die Wahl nachvollziehbar, nachzählbar etc.

Oder?

Wahlbeeinflussung durch (elektronische) Medien

Ist der Versuch der Wahlbeeinflussung durch Medien in anderen Ländern ein Alleinstellungsmerkmal von Rußland? Haben andere Staaten es nicht auch versucht, durch ihre Berichterstattung und soziale Medienpräsenz die Wahlen in Rußland, in der Ukraine, oder z.B. in Venezuela zu beeinflussen?

Und nun zu Medien selbst: früher gab es Druckmedien, Radio und Fernsehen. Die Sowjetunion hat es vehement versucht, diese ausländischen Medien nicht ins Land zu lassen. Wer früher Mal einen "Stern" aus Westberlin in die DDR bringen wollte, wird Ihnen erzählen, womit er an der Grenze zu rechnen hatte. Und jetzt? Jetzt darf man nach Russland Magazine mitbringen, man kann in Rußland problemlos das "Westfernsehen" im Kabel empfangen, und Internet gibt es auch überall.

Jetzt haben wir im Westen Angst, das die Russen uns durch Medien, wie Fernsehen oder Internet beeinflussen können?

So hat sich die Welt inzwischen verändert.

Abwanderung: 2009: 1,34 Millionen, 2018: 1,31 Millionen

17:46 von CantateC
Also von einem positiven Wanderungssaldo würde ich da eher nicht sprechen.

Medien und Propaganda

Vor 30. Jahren hatten wir keine Angst von damaligen von Moskau mit gesteuerten Propagandamedien , wie dem "schwarze Kanal" , oder dem Radio Moskau. Keiner wäre auch nur auf die Idee gekommen, diese Medien zu verbieten, oder überhaupt etwas dagegen zu unternehmen.

Liegt es jetzt an den neuen Medien selbst (Internet) , dass wir uns jetzt von der Russen Propaganda schützen wollen?

Oder liegt es an uns ?

Und was ist mit dem neuen Russen Fernsehen, wie RT? Lieber verbieten?

Der Fingerabdruck im

Personalausweis ist eine gleichstellung von normalen Bürgern mit Verbrechern.
Solange es geht werde ich keinen elektronischen Personalausweis besitzen. Mit dem Reisepass gibt es ja jetzt schon eine faktische Reisebeschränkung für die Menschen die sich nicht wie Verbrecher behandeln lassen. Und ich gehe auch gerne persönlich zur Wahl. Das ist weder Aufwand, noch bei unserem Wetter unzumutbar.

Wahlbeeinflussung durch (elektronische) Medien (re)

(18:07 Olympic Games)

Ein bemerkenswerter Beitrag, herzlichen Dank.
Doch man fragt sich, was sich geändert hat. Sind die Leute einfacher beeinflußbar als früher? Waren die Leute damals besser kontrolliert als heute oder besser geschult?
Den Briten wird bestätigt, daß sie über den Tisch gezogen wurden von Brexiteer, die logen. Man sagt, sie wurden beeinflußt und hatten keine Chance, die Wahrheit zu erkennen. Den deutschen Dieselfahrern wird das jedoch nicht unterstellt. In D ist man nicht so einfach beeinflußbar, schon gar nicht von der Industrie, oder?
Wie sieht's aus mit Werbung? Werden die Leute nicht beeinflußt durch Werbung, heute wie damals?

Kirche im Dorf lassen

Wenn ich das hier lese:
"Elektronische Abstimmung ist meiner Meinung nach sicherer als die klassische physische Stimmabgabe. Sie erlaubt es allen Staatsbürgern, sich an der Wahl zu beteiligen - auch wenn sie sich gerade sonstwo befinden. Das macht es so praktisch. "

Wieso ist die sicherer? Wenn das System etabliert ist, dann wecken die ganzen Daten (vor allem die Pass-Daten) Begehrlichkeiten.
Wer nicht in der Lage ist, den eigenen Bundestag zu schützen, dem trau ich doch nicht zu, dass er eine solche Aufgabe auf die Reihe kriegt.
Und dann am besten noch über ausländische Software betreiben, wo die Hintertüren der Geheimdienste schon eingebaut sind. Ne!

Weiter - wieso erlauben die bisherigen Wahlen nicht jedem sein Wahlrecht auszuüben?
Wer nicht da ist, kann die Briefwahl anfordern.

Ansonsten ist das wohl kein Problem - notfalls die Wahlzeiten verlängern.

Aber wer es nicht in die Wahllokale schafft, der wird auch nicht per E-Wahl seine Stimme abgeben.

Das bekommt Deutschland nie hin!

Das bekommt Deutschland doch so oder ähnlich nie hin. Wir bekommen doch nicht einmal ein vernünftiges Handynetz zustande. Deutschland, das Hightechland der großen Sprüche.

Falsche Fakten

E-Voting ist ganz bestimmt nicht sicherer als eine analoge Wahl. Erstens ist ein Ausweis sicherlich schneller geklaut als gefälscht, daher ist das Potenzial einer illegitimen Stimmabgabe beim E-Voting höher als bei einer analogen Wahl. Zweitens lässt sich beim E-Voting nicht verhindern, dass dem Wähler jemand bei der Stimmabgabe zusieht (ihn kontrolliert bzw. beeinflusst). Hier (ebenso wie bei der Briefwahl) ist also der Grundsatz der geheimen Wahl nicht gewährleistet.

Das sicherste ist immer noch der Stimmzettel aus

Papier.
Wenn die Leute nicht ins Wahlbüro gehen wollen oder können, können sie doch Briefwahl machen.
Dafür muß man nicht auf elektronische Medien zurückgreifen.

@krittkritt

Mein Herr: 2015: 1.313.271, 2019:1.323.824

Ich vertraue nicht "E

Ich vertraue nicht "E Voting". Dem Mißbrauch stehen alle Wege offen. Nein Danke

Nette Idee...

...so, wie das ganze Internet. Unbegrenzter Austausch von Informationen, alles Wissen für alle, keine Vertuschung mehr, das Ende der Unterdrückung, denn Wissen ist Macht.

Upps. Das war ja nur die Theorie. Danke, Microsoft, Amazon, Facebook, NSA...

@um 18:36 von dropofrain _ Wahlengagierte Ausweisdiebe

"Erstens ist ein Ausweis sicherlich schneller geklaut als gefälscht, daher ist das Potenzial einer illegitimen Stimmabgabe beim E-Voting höher als bei einer analogen Wahl."

Klar doch, Ausweis/Identitätsdiebe sind bestimmt total engagiert zu politit. Wahlen :/

Eigentlich wollte ich mich nicht mehr ...

aufregen doch irgendwie gelingt das nicht. Hmmm zwei Punkte die mich stören
- als Putin-versteher frage ich mich gerade wer Hierzulande, in nennenswerter Anzahl, Angst vor Einmischung Russlands in unsere Wahlen hat.

- "Die Überprüfung Ihrer Identität vor der Stimmabgabe hat aber schon durch staatliche Behörden stattgefunden, als Sie Ihren Ausweis erhielten - damit ist die mögliche Sicherheitslücke durch Identitätsfälschung viel geringer."

Ok?, meine Identität wurde hoffentlich auch von fachkundigem Personal festgestellt, bevor mir der Personalausweis in die Hand gedrückt wurde.

Ich verstehe gerade nicht inwieweit dies ein PRO für eVoting wäre, ich bin ein Freund von Papierwahlzetteln und anderen althergebrachten Ritualen :-)

Die Vorstellung irgendwann zuhause zwischen Zähneputzen und Morgenkaffee schnell meine stimme in den PC zu klicken erscheint mir nicht als erstrebenswert.

@Hadbang

- *als Putin-versteher frage ich mich gerade wer Hierzulande, in nennenswerter Anzahl, Angst vor Einmischung Russlands in unsere Wahlen hat.*

Ich zum Beispiel. Ich denke ein guter Teil der Putinversteher hier im Forum kommt nicht aus Deutschland.

-*Die Vorstellung irgendwann zuhause zwischen Zähneputzen und Morgenkaffee schnell meine stimme in den PC zu klicken erscheint mir nicht als erstrebenswert.*

Warum? Normalerweise weiss man doch wen man waehlt bevor man an die Urne tritt.

@Claudia Bauer

Sie waren sicherlich noch nie in Estland. Soll aber gar nicht so weit weg sein von Skt. Petersburg.

E-Voting

Und keiner hat sich diesmal reingehackt?

Einflussnahme, Hacker und andere Angstmacher

Basiert nicht jeder Wahlprozess auf einer individuellen Entscheidung, die aufgrund äußerer Einflüsse getätigt wurde?

Meine Sorge gilt der inflationären Verwendung politischer Schlagworte. Deren Hauptzweck besteht meiner Meinung nach einzig und allein darin, mit Feindbildern von den eigenen Verfehlungen abzulenken.

@dropofrain - Nichts ist sicher.

18:36 von dropofrain:
"E-Voting ist ganz bestimmt nicht sicherer als eine analoge Wahl."

Sie ist aber auch nicht unsicherer, denn spätestens bei der Auszählung wird es sowieso digital.

Außerdem erinnere ich mich an Fälle, bei denen Senioren bei der Stimmabgabe von interessierten Personen "geholfen" wurde.

Ich ....

bin der Meinung das eine Wahl mit Stift und Papier sicherer als eine Wahl mit elektronischen Wahlsysteme ist. Aber auch eine analoge Wahl manipulieren. Ich halte die analoge Abstimmung sicherer.

Ich denke 1 Mio Einwohner bzw

Ich denke 1 Mio Einwohner bzw besser stimmberechtigte sind eine ganz andere Nummer als 80 Mio wie bei uns.
Wir sind von Hause aus skeptischer und nicht so computergläubig wie andere Länder. Ich für meinen Teil möchte auch lieber analog wählen. Es sind einfach mehr Menschen daran beteiligt als an einer EDV Wahl. Die Möglichkeit einer möglichen Bestechung ist einfach geringer. Und zudem möchte ich die Oma oder den Opa (ich meine jetzt einfach Leute über 80) sehen, die hier mal schnell a. einen Computer besitzten und b. mal schnell dies und jenes herunterladen können.
Völlig aus der Luft gegriffen.
Ich mag nicht beurteilen wer den Beitrag lanciert hat, ob der vielleicht „seltsam“ drauf war.
Mir kommt es jedenfalls für uns hier in Deutschland nicht praktikabel vor.

Es ist so einfach...

... zwei Schlüssel Authentifizierung. Einen Schlüssel stellt der Ausweis dar, ein anderer wurde per Post verschickt. Wenn man es noch richtig schick macht, wird ein dritter Versuch mit Falscheingabe automatisch mit Zeitschloss geahndet. Sagen wir zwei Stunden. Und Brute Force Angriffe wären nicht mehr möglich. Da kann man mal sehen, was Menschen mit der Denknudel da oben so schönes anstellen können. Ahem, ja ist in D unpopulär, ist bekannt. :-)

Geheim ist anders...

"Anschließend haben Sie über eine App per QR-Code die Möglichkeit zu prüfen, ob Ihre Stimme auch dort angekommen ist."

Na immerhin täuscht das System keine geheime Wahl vor.
Wie praktisch...

Ich denke in einer Welt

Ich denke in einer Welt voller Bestimmungen, voller Roboter, voller künstlicher Intelligenz, voller Digitalisierung, voller naiver Technikglaube ist sowohl Bargeld als auch eine analoge Wahl, bei der man seine eigene Stimme als Papier in der Hand halten, begutachten und für richtig halten kann eine Wohltat, auf die man keinesfalls leichtfertig verzichten solle.

@axtos

Zitat: "Na immerhin täuscht das System keine geheime Wahl vor.
Wie praktisch..."
Äh, vielleicht haben sie da etwas nicht verstanden..... aber der individuelle QR-Code wäre dann ja der dritte Schlüssel. Also völlig unknackbar, egal ob über WLAN, Ethernet, man könnte den Datenstrom durch den PC des Hackers schicken, er könnte nix damit anfangen. Immer mal vorausgesetzt, es werden keine unverschlüsselten Zeichen versendet. Aber wozu drei Schlüssel, wenn man sie nicht zur Verschlüsselung nutzt. Und was bitte wäre daran "nicht geheim"? Sie haben eine Tür mit drei Schlössern. Die ist drei mal verschlossen. Und wo ist sie dann bitte noch offen?

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