Kommentare

warum Fahrverbot?

"auch spürbarere Sanktionen für Zahlungsverweigerer sind immer wieder in der Diskussion. Dazu könnten Fahrverbote gehören, doch das sei "verfassungsrechtlich problematisch"

Warum denkt man darüber nach?
Wenn ich mein Parkticket nicht bezahle, holt sich der Staat das Geld auch, warum soll das hierbei schwieriger sein? Die Möglichkeiten bestehen doch.
Natürlich ist es sinnlos, dass bei einem Geringverdiener zu versuchen, aber das sind dann auch keine "Verweigerer", sondern sie haben das Geld nicht.
Das ist nicht genügend differenziert.

Ich findes es gut

Das die Bewilligung der Ersatzleistung für den erziehenden Elternteil einigermaßen einfach zu bekommen scheint.
Dann das Kind sollte keinesfalls noch mehr unter dem Fernsein eines Elternteils leiden als ohnehin schon.

Die BA hat doch riesige Kapazitäten die nur dazu dienen jeden € 6 mal umzudrehen, warum übernehmen sie die Arbeit nicht noch mit?

Unser Staatsapparat ist doch vor allem deswegen so teuer, weil es jedes Pöstchen 12 mal gibt.

Einfach eine Behörde gründen die ausschließlich für das eintreiben ausstehender Gelder zuständig ist.
Ups das Finanzamt gibt es ja schon.

Wenn man alleine Unsummen betrachtet die BER, S21, der A400M oder die Gorch Fock Sanierung verbrannt haben...

Da könnten alle Kinder in Armutsbedrohter Situation mit allem Ausgestattet werden was brauchen... 3 mal

Weil der Unterhaltspflichtige noch Rechte hat

Weil der gewöhnliche Unterhaltspflichtige unter dem Hartz4 Level lebt und man ihm nicht auch noch das Blutz abzapfen kann.Diese Berichterstattung ist viel zu einseitig. Zum Wohle des Kindes... Es gibt auch noch andere Menschen mit rechten. Man darf daran erinnern, das der Selbstbehalt seit jahren nicht erhöht wurde, wenn dieser überhaupt akzeptiert wird.

verstehe ich jetzt nicht

Wenn jemand zu wenig verdient, muss er doch keinen Unterhalt zahlen, oder? Warum wird dann Unterhalt vom Staat gezahlt, der eigentlich gar nicht existieren würde? Oder verstehe ich das falsch?

Alles nur

Alles nur Augenwischerei.
Wenn man kein Geld hat, sollte man keine Kinder bekommen.
Und wenn man kein Geld hat, aber trotzdem Kinder, zahlt eben Vater Staat. Und wenn man so wenig Geld hat, daß es für einen kaum langt, kann man nichts zurück holen. Auch nicht, wenn die beiden Eltern noch zusammen wohnen.
Wie man da mit " Ich will nicht" durchkommen kann, sollte man genügend Geld haben, erschließt sich mir nicht. Selbst für nicht gezahlte Strafzettel kommt der Gerichtsvollzieher. Warum nicht auch hier?

ich kenn Fälle aus den 1970er Jahren,

da mussten Zahlungsverweigerer in der JVA Stadelheim (München) einrücken.

270 Millionen...

...sind doch Peanuts, Herr Reisin, im Vergleich zu den Milliarden aus dubiosen Cum-Ex Transfers, die heute noch von den mutmaßlichen Hintermännern, soviel ich weiß unbehelligt in der Schweiz, verjubelt werden.

Und was ist mit den 200 Millionen an Beraterverträgen, die das Verteidigungsministerium unter von der Leyenalleine in 2015 und 2016 verjubelt hat.

Im Kontext zu sog. Unterhaltsleitungensverweigerern darf doch die Frage nach dem Nutzen zu welchen Kosten gestellt werden.

Wo nichts ist

kann man auch nichts holen, jeder arbeitet hat eine Summe zum Selbsterhalt, alles andere wird abgezogen.
Wenn über den Selbsterhalt nichts vorhanden ist, war es das. Und Männer büßen ja fast immer bei der Scheidung ein, also haben dann meist nicht mehr viel.
So einfach ist das.

@12:21 von olsen

"Wenn jemand zu wenig verdient, muss er doch keinen Unterhalt zahlen, oder? Warum wird dann Unterhalt vom Staat gezahlt, der eigentlich gar nicht existieren würde? Oder verstehe ich das falsch?"

Der Unterhalt ist weniger eine Pflicht des Zahlers, als viel mehr ein Anrecht das Kindes. Das Kinder nicht zu ihrem Recht kommen, weil ein Elternteil zu wenig verdient ist nicht hinzunehmen - daher die Regelung.

Überraschung: Wo nichts ist,

Überraschung: Wo nichts ist, ist nichts zu holen.

Die interessantere Frage ist, warum der "faktenfinder" sich mit solchen Kleinigkeiten befasst, anstatt mit den wirklich relevanten Summen, die dem Staat entgehen z.B. durch Steuervermeidung von großen Unternehmen.

Anreize für Kommunen

Für mich ist der springende Punkt in dem Abschnitt enthalten: Wenn die Kommune sich bemüht, dann haben
die Länder und der Bund den Vorteil - aber die Kommune
bleibt auf dem Aufwand für die Bemühungen sitzen.

Damit sollte die Denkrichtung vorgegeben sein.

Es ist ja hier schon richtig formuliert worden: Sonst werden z.B. ja auch Bußgelder durchgesetzt, um Recht und Gesetz
durchzusetzen.

Sicher werden nicht alle Vorschüsse zurückfließen. Aber bei einer Quote von 87% einfach zu unterstellen, das sei richtig so, weil der Mindestlohn "zu gering" sei, kann als abschließende Antwort nicht ausreichen.

Rückholquote

Beachtlich ist die Rückholquote von 50 % wenn man sich darum kümmert. Aus meiner Sicht handelt es sich durch die (nicht)handelnden Personen in den übrigen Jugendämtern quasi um einen Akt der Untreue, da diese Gelder, die dem Staat zustehen, nicht beitreiben. Letztlich ist wieder Derjenige, der arbeitet und Steuern zahlt, der Dumme!

@olsen

Grundsätzlich muss ein unterhaltspflichtiger Elternteil auch Kindesunterhalt zahlen. Wenn dies aufgrund der Erwerbssituation nicht möglich ist, muss dieser nicht gezahlt werden. Dennoch ist der unterhaltspflichtige Elternteil hier in Verpflichtung sich um ein Einkommen zu bemühen, welches die Zahlung des Unterhalts erlauben würde. Ist man hier nicht kooperativ, kann auch ein fiktives Einkommen berechnet werden.

Der Unterhaltsvorschuss ist dann da, wenn es nichts zu holen gibt, bzw. ein Elternteil nicht kooperativ ist. In diesem Fall zahlt der Staat einen Teil des Mindestunterhalts , welchen man anschließend versucht - auch rückwirkend - wieder einzutreiben.

Grundsätzlich ist die Existenz des Unterhaltsvorschusses m.E. wichtig und richtig, damit diese Probleme nicht zu Lasten des Kindes gehen.

Das Problem ist wohl eher die Tatsache, dass man nicht in der Lage ist Forderungen, auch wenn ein Elternteil leistungsfähig sein sollte, wieder einzutreiben.

Unterhalt: Warum holt der

Unterhalt: Warum holt der Staat das Geld nicht zurück?
Ja, die Gesellschaft hat von Staatswegen sich verändert. Eine Kosten-,Nutzenanalyse wird immer mehr problematischer.

@12:41 von stöberkarl

Davon haben dann die Kinder, bzw. in den meisten Fällen die Mütter auch kein Geld und die Kosten für den Steuerzahler wären noch höher.

Nicht wirklich logisch oder?

@ 12:20 von Boesser

"Weil der gewöhnliche Unterhaltspflichtige unter dem Hartz4 Level lebt und man ihm nicht auch noch das Blutz abzapfen kann."

Ist dem so? Gibt es dafür irgendwelche Nachweise dafür?
Nur ein kleiner Teil der Männer der arbeitenden Bevölkerung, insbesondere Männer fällt in dem Bereich der Geringverdiener. Ich tippe mal eher darauf, dass der Unterhalt geprellt wird und zur Not arbeitet mann lieber schwarz, als die Kinder zu versorgen.

Ich finde da eher das Beispiel der Stadt Sigmaringen aussagekräftig. Wenn geprüft wird, sind es schon 50% die zahlen. Und ich vermute, dass sich der Anteil erhöhen würde, wenn nachhaltig geprüft würde.

@ WiPoEthik

Dafür sollten dann aber andere Sozialleistungen aufkommen (z.B. Hartz4). Verstehe nicht, warum da eine Unterschied zwischen getrennten und zusammenlebenden Partnern gemacht wird.

@ cynic

Danke! Jetzt kann ich es etwas besser nachvollziehen.

wenn ich dem finanzamt

etwas zu spät zahle oder ich mich im betrag vertippe bekomme ich eine saftige strafe. ich kann nicht verstehen warum der staat hier so lasch reagiert. ich würde für den entzug des führerscheins als maßnahne stimmen. dann kommt das geld ganz ganz schnell.

@ Boesser

Weil der gewöhnliche Unterhaltspflichtige unter dem Hartz4 Level lebt ..

Wieso das denn? Ist Hartz IV eine Voraussetzung dafür, vom Partner und vom gemeinsamen Kind getrennt zu leben?

„Hunderttausende Alleinerziehende erhalten einen Unterhaltsvorschuss, weil der andere Elternteil nicht für das gemeinsame Kind zahlt. Der Staat treibt das Geld in nur 13 Prozent der Fälle wieder ein. Woran liegt das?“

"Mann" ("Zahlungspflichtig sind demnach in neun von zehn Fällen die Väter. Das Familienministerium wertet die erhöhte Zahl der Kinder, die einen Unterhaltsvorschuss erhält, als Erfolg, denn viele seien dadurch aus "verdeckter Armut" herausgekommen") muss anscheinend nur dreist genug sein, dann erreicht er schon sein Ziel (sich gegen die Interessen und auf Kosten der Allgemeinheit durchzusetzen).

Finde ich nicht richtig

Zum einen finde ich solche einen Unterhaltsvorschuss gut, kommt er doch den Ärmsten unter uns zugute und besonders die Kinder sollten uns am Herzen liegen. Zum anderen finde ich es aber ungerecht wenn Väter, die finanziell in der Lage sind für den entsprechenden Unterhalt aufzukommen, nicht zur Kasse gebeten werden. "Mangelnde Ressourcen" kann doch keine Entschuldigung für solch ein Staatsversagen herhalten und der Bund sollte auf einen Teil dieser Einnahmen verzichten um die personelle Ressourcen bei den Jugendämtern sicherstellen zu können.

12:44 von Euro-Made

und was hat das jetzt mit dem Unterhalt zu tun ?

Unterhalt

Unter Umständen würden einige das Arbeiten nicht einsehen, den dann muss gezahlt werden und bei Steuerklasse 1 würden neben nicht gezahltem Unterhalt, auch noch Steuereinnahmen hops gehen, daher besser nur auf eines verzichten?

Der Staat produziert immer

Der Staat produziert immer mehr Leute, die nichtmal für sich selbst sorgen können aber jetzt fällt er regelmäßig mit zentral gesteuerten Pressekampagnen über diejenigen her, die nur nicht mehr für andere sorgen können. Oft sind es Leute, die sehr wohl für ihre Kinder sorgen könnten, wenn es ihnen nur gestattet würde, sich Betreuung UND Finanzierung mit der Mutter zu teilen. Vor der Trennung hat man zu zweit eine Wohnung und die Kosten der Kinder finanziert. Nach der Trennung soll einer plötzlich alles alleine bezahlen. Zuzüglich der 2. Wohnung, der Umgangskosten und auch noch höheren Steuern. Die Mutter muss plötzlich nichts mehr zum Unterhalt beitragen. Dieser Staat ist der schlimmste Feind seiner Bürger geworden.

Die Lösung des Problems wäre ganz einfach

man müsste aber viel weiter oben anfangen, nämlich da wo das Problem entsteht: bei der Trennung der Eltern. Oft kommt es vor, dass dann keine Einigkeit herrscht, wer wann wie betreut, so dass diese Fälle vor Gericht landen. Und dort geht es dann meist zu wie bei einer Tombola, ist die Mutter nicht willig einen Teil der Kinder "abzugeben", kriegt der Vater seine Kinder nur noch alle 14 Tage zu sehen (Regelfall Residenzmodell). Wenn man Glück hat vielleicht auch öfter. Was glauben unsere Politiker wohl, wie viel Lust ein Vater, der so von seinen Kindern getrennt wird, noch hat auch noch dafür, dass er sie kaum noch sehen darf, zu zahlen = "0". Würde man die Erziehungslast von Rechtswegen nach einer Trennung besser auf beide Elternteile verteilen, hätten wir (fast) keine Alleinerziehenden mehr, und U-Vorschuss müsste auch nicht zurückgepresst werden. Aber solche einfachen Lösungen will ja keiner, so wie unsere Fam.-Ministerin unlängst in den Medien verlautbarte, Stichwort: "Wechselmodell"

Es fehlt schlicht an Personal

Es ist sehr aufwendig, bei den säumigen Unterhaltszahlern die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Gründe warum jemand seinen Unterhaltsleistungen nicht nach kommt sind sehr verschieden. Dies muss alles geprüft werden und ggf. eingeklagt werden. Dazu benötigt es in den Jugendämtern Personal, das leider oftmals fehlt. Oftmals sind die säumigen Zahler außer beim Finanzamt nirgends bekannt und wehren sich gerichtlich gegen die Zahlungsaufforderungen. Dies alles muss personell vom Jugendamt abgedeckt werden. Wenn dann die Statistik auch noch alle säumigen Zahler in einen Topf schmeißt und nicht differenziert, wird es noch leichter für Unterhaltsmuffel, sich um die Zahlungen zu drücken. Das sollte sich allerdings schnell ändern, angesichts der großen Summen um die es geht.

Falsche Aufgabentrennung

"Die Jugendämter haben in den meisten Bundesländern auch keinen großen Anreiz dazu. Denn zurückgeforderte Gelder fließen in den meisten Fällen an Bund und Länder, die den Unterhaltsvorschuss zahlen. Die Jugendämter, die ihn bewilligen und deshalb für die Kontrolle zuständig sind, (...)"

Allein das Beispiel der Stadt Sigmaringen zeigt schon, dass es grundsätzlich nicht gut gehen kann, wenn einer das Geld zahlt und ein anderer nur fürs "Bewilligen" zuständig ist.

@AYN

Wenn jemand unter der Hand zahlt, dann kann das Geld nur von Schwarzarbeit oder sonstigen inoffiziellen Quellen kommen, den an jemand genügend verdient, dann wird dieser auch zur Kasse gebeten und das nicht einfach so, sondern mit Rechtsanwalt und Gerichtsbeschluss. Ich kenne da einige Fälle. Ganz so plump und einfach nicht zahlen ist nicht drin, man sollte bei der Wahrheit bleiben.

@AYN

"wenn doch andere Rückstände wie Steuern oder Sozialabgaben mit der ganzen Härte der staatlichen Exekutive durchgesetzt werden. "
Würde man die Prüfmethoden der amerikanischen Steuerbehörde in Deutschland anwenden, könnte man über 100 Milliarden Euro pro Jahr an Steuern mehr eintreiben.

Anderes gesprochen, man könnte die Steuern um 100 Milliarden senken, wenn man Steuerhinterziehung wie in den USA bekämpfen würde.

Da schreiben Sie:
"Nicht zuletzt an dem Beispiel läßt sich gut erkennen, dass die Nation immer weiter nach links rückt"
??

Sie glauben wohl ernsthaft, der Mindestlöhner sei das Problem. Gut, dass die Politik Wähler wie Sie hat.

@von IchMeinJaNr

Davon haben dann die Kinder, bzw. in den meisten Fällen die Mütter auch kein Geld und die Kosten für den Steuerzahler wären noch höher.

Nicht wirklich logisch oder?
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natürlich ist das logisch.
Was glauben Sie, wie die plötzlich zahlen konnten, wenn sie einmal 6 Wochen in der JVA waren.

Mein Eindruck ist: Die

Mein Eindruck ist: Die soziale Lage sieht schlimmer aus, als man uns vorgaukeln bzw. vorenthalten will.

"Warum holt der Staat das

"Warum holt der Staat das Geld nicht zurück?"
Weil die Meisten Beamten / Staatsdiener der Meinung sind der Steuerzahler wird es wie immer schon richten.

Scheidung lukrativ

Wie ich hier lerne, sollte ich mich umgehend scheiden lassen! Der Staat zahlt dann Unterhalt, den ich lohnhoehebedingt nie erstatten kann/ muss.
Anders gesagt: Wer sein Leben normal führt, nicht nur Steuern zahlt, sondern auch seinem /r Partner /in treu bleibt, ist wieder mal der Dumme.

Das Problem ist meines

Das Problem ist meines Erachtens die hohe Anzahl an Trennungen bei Paaren die Kinder zeugen. Eine "intakte" Familie mit Vater, Mutter und Kindern hat solche Probleme garnicht. Vllt. sollte man einfach wieder das zusammenleben fördern und akzeptieren das in einer nun mal nicht perfekten Welt man auf Zusammenhalt setzen muss. Das Vätern oft der Umgang mit ihren Kindern sehr erschwert wird, weil man der Mutter mehr Rechte/Glaubwürdigkeit einräumt als den Vätern fördert auch die Zahlungsunwilligkeit. Angenommen ich hätte Kinder die mir von meiner Frau vorenthalten werden - dann würde ich auch nicht zahlen. Genau den Fall hab ich im Bekanntenkreis =)... als ob der Mensch bereit wäre was für Kinder zu zahlen wenn er keinen Umgang mit ihnen hat, weil die Mutter immer ausflippt. Rechtlich hätte er das Umgangsrecht... in der Realität wird die Tür einfach nicht aufgemacht. Ich würde auch nicht zahlen. Augen auf bei der Partnerwahl - gilt für beide Seiten.

Unterhalt

WARUM nur in Sigmaringen möglich?

Rückständiges, ungerechtes Familienrecht (I)

Das deutsche Familienrecht degradiert eine Teil, fast immer die Väter, getrennt lebender Eltern in "Barleistungserbringer".
Würde man in D endlich, wie in vielen anderen Staaten das Familienrecht dahingehend anpassen, das das Wechselmodell der Standard wäre, wären beide Rollen gleich verteilt. In der Praxis müssten die Mütter dann für den Kindesunterhalt mit aufkommen und ebenso die Väter ihren Erziehungsanteil leisten. In Frankreich, Italien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Spanien, Griechenland, USA, Kanada und Australien ist dies Standard und auch vom Europarat gibt es eine Resolution zur "Gleichheit und gemeinsamen elterlichen Verantwortung", die empfielt, dies in den nationalen Gesetzen zu verankern. In D verhindert dies weiterhin eine unheilige Allianz aus Frauenverbänden, die um ihren bequemen Unterhalt und "Quasi-Alleinzugriff" auf die Kinder fürchten und Konservativen, für die die Kinder immer noch zu den Müttern gehören.

Rückständiges, ungerechtes Familienrecht (II)

Ungerecht ist die Benachteiligung getrennt lebender Eltern in steuerlicher Hinsicht. Zum einen geht der Vorteil des Ehegattensplittings verloren, der schon mal viele hundert Euro pro Monat betragen kann, zum anderen kann ein Teil des Kinderfreibetrages verloren gehen, wenn die eine Hälfte davon z.B. bei der Seite landet, die nur sehr wenig verdient, mit weiteren finanziellen Nachteilen.

Wo endet die Solidarität?

780.000 Kinder, für die der Staat Unterhaltsvorschuss zahlt und in fast 90% der Fälle auf den Kosten sitzen bleibt? Diese Fehlentwicklung ist besorgniserregend.

Unterhalt

Der Staat sollte die Zahlungsunwilligen zu Sozialdiensten verpflichten! Mehr ist dazu nicht zu sagen. Ich wette, daß einige dieser Leute zahlen werden.

@13:29 von eine_anmerkung

Staatsversagen?

Der Berliner würde sagen "Ham wa ditt nich nen bißken kleena"?

Nebenbei, von Staatsversagen faseln immer diejenigen, die es gerne sehen dass eine rechtsextreme "Partei" unseren Staat unterwühlt um ihn abzuschaffen. DAS wäre Staatsversagen.

@ Kirl um 14:07

>>Wie ich hier lerne, sollte ich mich umgehend scheiden lassen! Der Staat zahlt dann Unterhalt, den ich lohnhoehebedingt nie erstatten kann/ muss.
Anders gesagt: Wer sein Leben normal führt, nicht nur Steuern zahlt, sondern auch seinem /r Partner /in treu bleibt, ist wieder mal der Dumme.<<

Ihnen ist schon bewusst, dass es dabei in den meisten Fällen um ein Leben am Existenzminimum geht?

Sie können völlig unbesorgt sein.
Das Leben von geschiedenen Paaren mit Kindern, ist kein Paradies.
Von einem Paar, das sich getrennt hat, weil es finanziell lukrativ ist, habe ich in meinem ganzen Lebensumfeld noch nie gehört. Und ich kenne berufsbedingt doch recht viele geschiedene Paare.

Vielschichtige Problemlage

Die Problemlage ist vielschichtig. Das unnötigste aller Probleme ist folgendes:
Uns fehlt die Datenbasis um faktenbasiert über die Thematik zu diskutieren.
Dieses Thema ist sehr emotionsbeladen und politisiert. Anstelle die Daten, die zur Problemanalyse notwendig wären zu erheben, wird meist mit möglichst beeindruckenden Zahlen versucht zu belegen, dass Zahlväter rücksichtslose Zechpreller sind die schlichtweg keine Verantwortung übernehmen wollen.

Hier muss sich die Politik Versäumnisse vorwerfen lassen.

Die anderen Probleme sind z.B. strukturell: Die Ämter haben kein Interesse an Eintreibung der Gelder, da sie selbst Ressourcen aufwenden müssen, jedoch nicht davon profitieren. Hier muss entweder die Verantwortung umverteilt oder entsprechende Ressourcen bereitgestellt werden.

Und dann hat man das Problem, dass einige Personen schlichtweg nicht zahlen können - da kann man sich dann auch auf den Kopf stellen. Wieviele das sind wissen wir nicht- gibt leider keine Informationen dazu

@13:45 von stöberkarl

Belege dafür?

"Die Unterbringung von Strafgefangenen kostet Geld. Im Durchschnitt waren es 2010 rund 110 Euro pro Tag, bei stark steigender Tendenz."

Da sind die ganzen Nebenkosten noch nicht drin. Ihre Milchmädchenrechnung ähnelt der Diskussion Schwarzfahrer in die (überfüllten) JVA zu stecken.

Der Steuerzahler zahlt für eine fragwürdige Bestrafung oben drauf.

@Kirl

Naja was heißt dumm? Für mich ist in einer Beziehung die Treue das A und O, das ist mir wichtiger als Geld. Irgendwo sollte das aber auch nachvollziehbar sein, das Unterhalt zu zahlen ist. Erstens führen beide dazu bei das ein Kind auf die Welt kommt (daher müssen zwingend beide dafür auch aufkommen), zweitens hat es jemand mit Kind definitiv schwieriger mit der Versorgung/Unterhaltung/Geldverdienst, als jemand bei dem kein kleines Kind dabei ist.

Schwarzfahrer

Es gibt eine Menge Schwarzfahrer, die wegen nicht bezahlter Bußgelder im Gefängnis sitzen...wenn die Behörden den Aufwand scheuen, nichtzahlende Unterhaltspflichtige zum Unterhalt ihrer Kinder zu zwingen, dann sollten als letztes Mittel auch solche Maßnahmen erwogen werden. Ich glaube, schon bei einer solchen Androhung würden die Zahlungen erfolgen. Das eigentliche Problem ist aber nicht die Zahlungspflichtigkeit, sondern die Feststellung der Zahlungsfähigkeit...da werden u.a. die Antwortfristen nicht eingehalten, unrichtige Angaben gemacht und Einkünfte heruntergerechnet...am Ende sind es die Behörden leid, monate- bis jahrelange Schriftwechsel zu führen und geben schließlich auf. Das wissen selbstverständlich auch solche Väter. Moralisch ist das ganz natürlich unterirdisch, den Staat - sprich den Steuerzahler - für seine Kinder zahlen zu lassen.

Früher sagte man asozial

Wer Kinder zeugt oder bekommt und für diese dann die Verantwortung trägt sollte auch über die materielle Grundlage zur Familiengründung verfügen. Wer sie nicht hat handelt auf Kosten seiner Mitmenschen verantwortungslos. Denn der Staat fokussiert allein auf die armen Kinder und nimmt die Bürger in Haftung. "Die Kinder können ja nichts dafür," der Bürger aber auch nicht. Dieses Auseinanderfallen von Freiheit und Verantwortung, zum Beispiel Kinder zeugen und dann auch für sie sorgen, ist das Grundübel unserer Gesellschaft. Der Sozialstaat befördert dieses asoziale Verhalten und bringt uns alle in seine Abhängigkeit - als Zahler oder Hilfeempfänger.

um 14:38 von IchMeinJaNur

>>"Nebenbei, von Staatsversagen faseln immer diejenigen, die es gerne sehen dass eine rechtsextreme "Partei" unseren Staat unterwühlt um ihn abzuschaffen. DAS wäre Staatsversagen."<<

Wie würden Sie denn dieses Verhalten bezeichnen das Gelder worauf der Bund Anspruch hat einfach nicht eingefordert werden? "Kavaliersdelikt" etwa? Ich bleibe dabei, das ist Staatsversagen und hat mit der guten AfD auf die Sie hier anspielen nichts zu tun, im Gegenteil. Die AfD würde diese Gelder sicherlich einfordern?

Mehr als ausgesaugt geht nicht

In Anbetracht der enormen Steuerausfällle durch (bandenmässigen) Großkonzernbetrug scheint diese Diskussion geradezu heuchlerisch.

Nun denn, nachdem der geschiedene Partner ( zumeist der Mann) mit Unterhaltszahlungen seiner Ex schon an den Rand der Existenz gebracht wurde, schlägt dann noch der Kindesunterhalt zu. Traurig, aber Realität, der getretene Hund ( Mann) wehrt sich. Überstunden, sonstige Vergünstigungen oder Zusatzarbeiten werden zurückgefahren, da ja eh nur der ExPartner profitiert.
Die so gebeutelte Seele wird daher noch mit Kindesentzug bestraft...
Und da wundert man sich, dass es für den Großteil der Männer ( ausser denen in Sigmaringen ) nach Abzug aller Freibeträge und Kosten eben nicht mehr zu einer Unterstützung des Kindes reicht. Zynisch, aber so ist es.

um 14:24 von morph63

>>"Wo endet die Solidarität?
780.000 Kinder, für die der Staat Unterhaltsvorschuss zahlt und in fast 90% der Fälle auf den Kosten sitzen bleibt? Diese Fehlentwicklung ist besorgniserregend."<<

Wird aber scheinbar von den Regierungsparteien einfach so hingenommen?

um 14:46 von IchMeinJaNur

>>"Da sind die ganzen Nebenkosten noch nicht drin. Ihre Milchmädchenrechnung ähnelt der Diskussion Schwarzfahrer in die (überfüllten) JVA zu stecken."<<

Schwarzfahrer aber einfach so laufen lassen wie es Grüne und Linke fordern ist aber mindestens ebenso bescheuert (um sich mal Ihrem Argumentationsstil anzunähern).

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