Ihre Meinung zu: Sinkender Anteil von Eltern begleicht Unterhaltsvorschuss

18. Februar 2019 - 16:07 Uhr

Ein immer kleinerer Anteil der Eltern begleicht den vom Staat gewährten Unterhaltsvorschuss. Laut Familienministerium liegt das auch daran, dass die Finanzhilfe seit der Reform 2017 häufiger in Anspruch genommen wird.

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Kommentare

>>Den Unterhaltsvorschuss

>>Den Unterhaltsvorschuss bekommen Alleinerziehende vom Staat, wenn der andere Elternteil keinen Unterhalt zahlen kann oder sich weigert<<

Wenn er (meist sind es Herren) keinen Unterhalt zahlen kann, dann muss er selbstverständlich nicht. Wie denn auch. Bei der Rückforderung von Unterhaltsvorschüssen geht es ausschließlich (!) um Personen, die nicht zahlen wollen. Und da würde ich mir wünschen, dass die Justiz wesentlich rigoroser vorgeht. Aber auch da fehlt wohl das notwendige Personal…

Warum werden die Väter/Mütter

Warum werden die Väter/Mütter nicht sofort gepfended wenn sie zahlungspflichtig sind? Ist es wirklich richtig die Kinder bei Alleinerziehenden ohne geld zu lassen? Wieso ist die Gesellschaft dafr zuständig wenn Leute sich Kinder zulegen die sich das nicht leisten können und somit ihr fehlendes Veranteortungsbewustsein weiter geben?

miese Politik ist schuld

Auch hier ist es wie momentan überall in Deutschland. Wer nicht arbeiten will und auch nicht seinen Verpflichtungen nachkommen will, der wird belohnt. Wer jeden Tag arbeitet ist in diesem Land der dumme. Dann wundert sich die Politik, dass mehr und mehr das rechte und linke Lager gewählt wird. Unsere etablierten Politiker sind meilenweit von den Menschen, die das alles bezahlen, entfernt.

Ein immer kleinerer Anteil

Ein immer kleinerer Anteil der Eltern begleicht den vom Staat gewährten Unterhaltsvorschuss.
lag die sogenannte Rückholquote im vergangenen Jahr bei lediglich 13 Prozent.
.
eine Frechheit !

warum tut man da nichts dagegen
warum muß ich als Steuerzahler dafür geradestehen,
dass Leute Kinder in die Welt setzen aber für deren Kosten nicht aufkommen

15:53 von ablehnervonallem

Wer nicht arbeiten will und auch nicht seinen Verpflichtungen nachkommen will
.
genau der Eindruck entsteht
wobei der entsteht nicht nur ....
der ist Realität

@ ablehnervonallem

Dann wundert sich die Politik, dass mehr und mehr das rechte und linke Lager gewählt wird. Unsere etablierten Politiker sind meilenweit von den Menschen, die das alles bezahlen, entfernt.

Die Linken und Rechten sind allerdings noch weiter entfernt.

Lustiger Titel

Und nicht nur der, sondern auch im Text. Der Staat bleibt doch nicht auf dem Vorschuss und dem Geld sitzen. Das wäre ja herrlich! Dann hätten wir ja stets nen ausgeglichen Haushalt. Vielmehr scheint hier doch gemeint zu sein, dass er auf auf den KOSTEN für den Vorschuss sitzenbleibt. :-)

@15:53 von ablehnervonallem: miese Politik ist schuld

"Wer nicht arbeiten will und auch nicht seinen Verpflichtungen nachkommen will, der wird belohnt."

Da will die AfD ja einen Riegel vorschieben. Unter einer AfD Regierung sollen Alleinerziehende sich das benötigte Geld von getrennt lebenden Partner holen. Gelingt dies nicht, gibt es auch nichts vom Staat.

Das nenne ich konsequent. Völlig unsozial aber konsequent.
Nun wird die AfD ja nicht wegen ihres Sozialprogramms gewählt. Das geht ja auch gar nicht. Es gibt ja keines.

Wenn ich die ersten drei Kommentare hier lesen, müsste das aber im Sinne von Egleichhmalf, evhie und ablehnervonallem sein.

Ich frage mich nur: Wer will in so einem unsozialen Land leben?

um 15.36 von evhie, Zustimmung

"Warum werden Väter / Mütter nicht sofort gepfändet, wenn sie zahlungspflichtig sind?" Das frage ich mich auch.

Wer sein Strafmandat (Knöllchen) nicht bezahlt und die Mahnungen ignoriert, bei dem steht bald der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Wenn die Eltern nicht für ihr Kind zahlen, wird da ein Gewese drum gemacht, endlos viele Schreiben der Jugendämter und anderer Behörden? Haben die nichts Besseres zu tun?

Die Behörden haben doch z.B. per Amtshilfe Zugang zu den Kfz-Ämtern. Wenn jemand ein Auto fährt und das nicht zum Arbeiten / für Fahrten zur Arbeit braucht, sollte das sofort gepfändet werden können.

Das Auto - "die heilige Kuh" der meisten Männer. Wenn das zur Disposition stände, dann würde gezahlt - aber flott.

Unverständlich

Dass es Menschen gibt, die keinen Unterhalt bezahlen können ist klar. Die Frage ist, werden die überhaupt zur Zahlung "verurteilt"?

Dass aber offensichtlich viele mit "nicht wollen" durchkommen verstehe ich nicht. Ich bin mir sicher, dass wenn ich irgendwelche Schulden nicht bezahle (Finanzamt, Strafzettel oder privat) hilft mir "nicht wollen" ziemlich wenig. Aber vermutlich bin ich zu doof.

16:13 von draufguckerin

"die heilige Kuh"
.
das ganze Thema ist widerlich

hatte mal nen Kollegen im Stock drüber
der hat versucht seine Arbeitszeit halbieren lassen (20 h/Woche)
damit er weniger Alimente zahlen mußte
Ich kenne ja die Vorgeschichte nicht, vielleicht hat ihm die Ex böse mitgespielt,
(alles läßt sich erklären) sich aber der Verantwortung seinen Kinder gegenüber so zu entziehen .... "unterste Schublade"

Am 18. Februar 2019 um 15:36 von evhie

" Warum werden die Väter/Mütter nicht sofort gepfended wenn sie zahlungspflichtig sind? Ist es wirklich richtig die Kinder bei Alleinerziehenden ohne geld zu lassen? Wieso ist die Gesellschaft dafr zuständig wenn Leute sich Kinder zulegen die sich das nicht leisten können und somit ihr fehlendes Veranteortungsbewustsein weiter geben? "

Eigentlich ganz einfach zu beantworten, wo nichts ist wie bei H4 oder Mindestlohn, ist auch meist nichts zum pfänden vorhanden.
Es gibt eine Grundsumme die jedem zusteht, nur was darüber ist, kann geholt werden.
Eltern die Verdienen und dafür arbeiten müssen, überlegen was Sie sich leisten können und wollen.
Das ist auch bei der Kinderzahl so.
Deshalb gibt es auch nur bei einem Teil Großfamilien mit vielen Kindern, wie geordnet es dann in den Familien zugeht und wo das Geld herkommt.
Darüber gibt es im TV viele Beiträge, wenn es um die ärmeren Stadtteile geht, und wer wie dort lebt.
Also nicht ungewöhnliches.

Am 18. Februar 2019 um 16:13 von draufguckerin

Zitat:
"..."Warum werden Väter / Mütter nicht sofort gepfändet, wenn sie zahlungspflichtig sind?" Das frage ich mich auch..."

Ich bin im Weisen Ring ehrenamtlich tätig und weiß, in unserem Rechtsstaat hingt der Opferschutz dem Schutz Beschuldigter hinterher. Nach wie vor sind unseren Gesetzen Schranken aufgesetzt und wer sich auskennt, nutzt diese auch.

das Problem hat viele Gesichter

Einen Unterhaltsvorschuss kann man relativ leicht erreichen z.B. trotz besseren Wissens bei der Geburt „Vater unbekannt“ angeben, selbst keinerlei Anstrengungen unternehmen Informationen über den Zahlungspflichtigen zu erhalten etc.
Der Zahlungspflichtige und Unwillige wird sein Einkommen so gestalten dass bei ihm wenig zu holen ist oder „unbekannt verziehen“.
Der Staat geht aber nicht konsequent gegen die säumigen Zähler vor. Die Inkassobranche (es gibt einen Verband der sich streng an die Gesetze hält) versucht seit Jahren die „ aussichtslosen“ Fälle an sich zu ziehen. OHne Erfolg. Ich selbst habe diesbezüglich Gespräche geführt. Tatsache ist, dank Datenschutz, weiß die Abteilung Unterhalt nicht wenn ein Schuldner erbt, ein Haus verkauft, ein neues Auto zuläßt etc. Daten aus anderen Quellen (Schufa, Telekommunikation, Versandhandel) können nicht verwandt werden.wen wundert also die niedrige Rückholquote?

Unglaublich was in

Unglaublich was in Deutschland so alles möglich ist.Ich denke der geringere Anteil der nicht zahlungswillgen Väter ist nicht in der Lage den Rückzahlungen folge zu leisten.Der größere Teil nutzt alle nur erdenklichen Gesetzeslücken aus bzw. lebt von der langsam mahlenden Justiz. Alles auf Kosten der Kinder und der Alleinerziehenden und der Allgemeinheit.
Mach das mal mit einer Steuerschulden auch wenn diese nur gering ist.

Unterhalt vom Finanzamt einziehen lassen

Es ist mir unerklärlich, weshalb der Unterhalt nicht direkt vom Finanzamt eingezogen wird.

In meinem Fall ist der Vater Professor an einer deutschen Universität und behauptete jahrelang erfolgreich (!) fast nichts zu verdienen.

Es könnte viel Arbeit und Kosten gespart werden, wenn der Unterhalt direkt eingezogen würde.

Zweierlei Maß..

wird da angelegt, wo, wie in meinem Fall, ich immer Unterhalt für meine 3 Jungs geleistet habe aber Muttern trotz Erbschaften nie einen Cent Unterhalt zahlen musste..

Beim Amt angefragt hiess es nur,dass man da nix machen kann..

Zur Verdeutlichung..ich hab das alleinige Sorgerecht..

Unterhalt vom Finanzamt einziehen lassen

Es ist mir unerklärlich, weshalb der Unterhalt nicht direkt vom Finanzamt eingezogen wird.

In meinem Fall ist der Vater Professor an einer deutschen Universität und behauptete jahrelang erfolgreich (!) fast nichts zu verdienen.

Es könnte viel Arbeit und Kosten gespart werden, wenn der Unterhalt direkt eingezogen würde.

@IngaH um 17:14Uhr

Um welche Art von "Professor" handelt es sich? Gastprofessor , emerierter Professor? Fest angestellt, in welcher Besoldungs- oder Gehaltsgruppe? Vollzeit oder Teilzeit usw.? Glauben Sie wirklich, daß auch und besonders ein "Professor" in seiner Steuererklärung nur "das Blaue" vom Himmel lügen muß, damit ihm das Finanzamt glaubt? Im übrigen ist das Finanzamt nicht dazu da, Sozialgesetze anzuwenden, sondern für das Steuerrecht zuständig! Erfahrungsgemäß lösen sich Behauptungen wie die Ihren schnell auf, weil sie einer Überprüfung meistens nicht standhalten.

selbst Schuld

Das Thema kenne ich...und ich sage, entweder Unterhalt oder Knast. Alles andere bringt nichts!
Es ist doch irrsinnig, das der Kläger von Kindergeld bei Gerichten immer in Vorkasse gehen muss. Selbt danach, mit einen gerichtlichen Urteil kommt man nicht an sein Geld!
Hier muss eine Kinderfreundliche Regelung her!!!

Daten von Finanzämtern?

Da gibt es ein Problem, dass nennt sich Steuergeheimnis. Ist auch ein Grund, warum soviele Millionäre und Milliardäre in Deutschland kaum für dreckige Geschäfte belangt werden. Solange man für die illegalen Geschäfte Steuern bezahlt, solange gibts vom Finanzamt kaum etwas zu befürchten. Natürlich gibt es Ausnahmen. Aber die sind wiederum nicht gesetzlich einwandfrei geregelt, weshalb das Steuergeheimnis gilt. Und bei Unterhaltszahlungen geht das schon mal garnicht. Und da das Steuergeheimnis nie angetastet wird, man will es ja nicht aufweichen, bleibts auch dabei, dass jeder Elternteil das vom anderen einklagen muss. Der Unterhaltsvorschuss war auch eine Sache der Schwesig (damals hat sie noch Sozialpolitik gemacht), damit Alleinerziehende entlastet werden und nicht in Not geraten. Und lieber den Unterhaltsvorschuss als Hartz IV, das sagt ja auch selbst das Jobcenter so. Natürlich wird das auch ausgenutzt. Doch der Anspruch kann halt nicht abgetreten werden, ist ja kein Vertrag!

Achja

Wegen der Einkommensgestaltung um Unterhalt zu vermeiden. Das klappt nur, wenn man auch genügend verdient. Wer dem Durchschnitt hier in Deutschland nach bezahlt wird, der kann sich Unterhalt auch leisten. Natürlich gibts auch da Rabeneltern, aber der größte Teil dürfte die betreffen, die zu niedrig bezahlt werden. Nur da kann man sein Einkommen auch gestalten, wie manche hier sagen. Bei den Besserverdienenden ist das schon viel schwieriger, da die dann meist in abhängiger Beschäftigung sind und nicht einfach ihre Arbeitszeit reduzieren können. Die brauchen das Geld für ihre hohen Mieten und Lebenskosten. Alle anderen haben so ziemlich freie Wahl der Einkommensgestaltung und von dort wird wohl auch der meiste Vorschuss seinen Ursprung haben. Der Vorschuss ist aber eine Sozialleistung. Man sollte nicht erwarten, dafür im Gegenzug etwas zu erhalten. Das wäre nämlich asozial. Ich spende doch keinem Bettler Geld und erwarte dann, dass er bei mir für lau arbeitet.

Warum sollen das alle zahlen!

Anscheinend ist es zu einfach, sich den Unterhaltsverpflichtungen zu entziehen - mir ist das ein Rätsel, wieso es da keine gesetzliche Handhabe gibt und die Allgemeinheit das dann zahlt.

Hier sind Politiker gefordert, hier Gesetzesänderungen zu finden. Hierzu gehört auch, dass auf andere Daten anderer Behörden zurückgegriffen werden kann - das hat nichts mit Datendchutz zu tun.

Tcha Eigentor

Da Unterhalt aufgrund Düsseldorfertabelle festgelegt wird und Gerichte oft auch Rechte des Unterhaltspflichtigen ignorieren. Wird oft ein zu hoher Unterhalt festgelegt, welches den Unterhaltspflichtigen in die Erwerbslosigkeit treibt.

Gerade wenn man weite Wege zur Arbeit hat oder durch Krankheit Ausgaben hat, werden diese Kosten kaum in voller Höhe berücksichtigt.

Hierzu wird die zumutbare Belastung für außergewöhnliche Belastungen nicht an das tatsächliche Nettoeinkommen angepasst, welches dem Schuldner verbleibt.

Letztlich verarschen sich die Länder doch selbst, da die Familiengerichte auch den Ländern Untertan sind.

Fazit: so lange jemanden zum Leben zu wenig bleibt, wird keine Unterhaltsforderubg auf lange Sicht stand halten.

Eigentor.

17:53 von Oliver_0601

... man kann alles erklären

Fakt ist Eltern haben eine gewisse Verantwortung ihren Kindern gegenüber, die (in der Regel) Väter häufig nicht erfüllen

außergewöhnliche Belastungen oder was auch immer, bedauerlich, aber nicht mein Problem als Steuerzahler oder bin ich für das Unvermögen meiner Mitbürger ihre Verpflichtungen zu erfüllen, haftbar zu machen

Unterhaltsverweigerer?

Ich bedaure, dass viele hier pauschal über die Unterhaltsverweigerer herziehen. Klar, die reichen Väter, die zahlen können, gehören gepfändet! Aber die meisten haben doch Einlommen, das nicht üppig zu nennen ist.
Wer genau hinsieht, weiß, dass bei der Unterhaltsberechnung Unterhaltsverpflichtete sehr schnell ins Hintertreffen kommen. Miete? Sind im Selbstbehalt mit 380 € bereits inbegriffen und damit stehen Betroffene schlechter da als HARTZ IVer. Größere Wohnung für Umgang mit Kindern? Interessiert keinen. Umgangskosten mit Kindern? Interessiert keinen; das einzige was anerkannt wird, sind Fahrtkosten für Abholung der Kinder. Während in Deutschland die Unterhaltsverpflichteten ausgenommen werden bis aufs letzte Hemd, werden in anderen Staaten Europas BEIDE Eltern herangezogen. So aber kommt es hier stets zu Unterhaltskriegen auf Kosten der Kinder - und auf Kosten der Unterhaltsverpflichteten, die bei braver Unterhaltszahlung kein Geld für Umgang mit Kindern haben.

Wenn Eltern, wie es in den

Wenn Eltern, wie es in den meisten Großstädten wegen der hohen Mieten gar nicht anders möglich ist, zusammen mit ihrem Kind / ihren Kindern in einer Wohnung leben, liegt die größte finanzielle Belastung beider Elternteile nach einer Trennung schon darin, dass jedes Elternteil nun in eine eigene Wohnung umziehen muss. Was bleibt dann noch vom Einkommen eines jeden Elternteiles übrig?

18:21 von Chris Britain

Aber die meisten haben doch Einlommen, das nicht üppig zu nennen ist.
.
das behauptet doch auch keiner !!
auch nicht dass es eine schwierige Situation ist

aber warum soll der Steuerzahler geradestehen
für Dinge die ganz bestimmt kein Lebensrisiko sind
sondern vielleicht auch am Unvermögen der Betreffenden liegt,
Verantwortung die sie gemeinsam eingegangen sind,
auf die Reihe zu bekommen

Mal eine Frage,,,,

kann mir mal einer sagen wie einer Unterhalt zahlen soll, wenn er in prekären Arbeitsverhältnissen steht und selbst für sich nicht genug hat? Was soll er tun wenn er nicht mehr verdient? Darauf eine Antwort bitte...

@ 18:31 von waldbeutler __ Hm, Geld 1. ==> Kind & Scheidung 2.

Wäre doch eine Überlegung wert, im 21. Jahrhundert ?\ Noch eher wenn Leute die Anwendung der vielen versch. Möglichkeiten der Empfängnisverhütung berücksichtigen würden.

Hm, schwierige finanzielle Situation : selbst vorausscheuend entschieden als Erwachsener , oder nicht? Warum soll der Staat für den einen priv. Liebes-Akt blechen ?

Früher in der Nachkriegszeit, hat man keinen Gedanken darüber verschwendet dass der Staat , irgend eine finanz. Verantwortung für die selbst vorausschauend gezeugten Kinder hätte - die Eltern selbst eher

Was soll`s . . ..,
immer rein mit dem Anreiz-Geld für´s Kinderkriegen . . . ..
die Arbeitslosen der Zukunft warten schon
. . ..
bis zum BRD-Finanzinfarkt !

Nun...

vielleicht sollten sich viele um bessere Verhütung kümmern damit das Problem nicht entsteht. Schon mal daran gedacht ihr Schlaumeier? Sichere Verhütungsmethoden wie die Sterilisation und der Staat spart eine Menge Geld und hat weniger Probleme, basta!

Gehalt beider Elternteile relevant!

Wie wäre es, wenn man zur Berechnung des Unterhalts das Gehalt beider Elternteile heranzieht?

Gegenwärtig ist ausschließlich das Gehalt des Unterhaltspflichtigen relevant.

Das führt zu der absurden Situation, dass gegenwärtig ein Hartz-Vier-Empfänger gegen das Kind einer Einkommensmillionärin unterhaltspflichtig ist (das Geld geht zur Verwaltung selbstverständlich an die Mutter)!

Das soll gerecht sein, Sozialdemokraten?

Das System sollte fairer sein

Es sollte zumindest in irgendeiner Form geändert werden. Ich zahle auch Unterhalt für meine Tochter, da ist schnell 1/4 vom Nettolohn weg, aber ich zahle gerne für mein Kind. Zusätzlich zahle ich aber auch noch den Unterhaltsvorschuss zurück und die Unterhaltsvorschusskasse zieht direkt meine Steuerrückzahlung ein. Das ich noch eine Tochter habe, die bei mir lebt spielt da Rolle....
Auf der anderen Seite hat meine Ex-Frau jetzt “reich” geheiratet und die beiden haben mehr als doppelt so viel Einkommen wie ich, plus Kindergeld und Unterhalt....da passt die Verhältnismäßigkeit irgendwann einfach nicht mehr...
Ich bin ganz klar dafür, dass Eltern für ihre Kinder zahlen, aber nicht für die Urlaubskasse oder Luxusgüter der Ex-Partner und deren Ehepartner.... Wenn man eine alleinerziehende Person heiratet, dann sollte man -zum Teil zumindest- auch für die gesamte Familie mitverantwortlich sein.....

18:31 von waldbeutler

Wenn Eltern, wie es in den meisten Großstädten wegen der hohen Mieten gar nicht anders möglich ist, zusammen mit ihrem Kind / ihren Kindern in einer Wohnung leben
.
.... und ich dachte dieser Zustand wäre normal
ebenso dass man bei ner Trennung eben getrennt lebt

Er musste noch nie ...

18:14 von Sisyphos3

... oder hat ein enormes Einkommen über 50.000 Euro im Jahr.

Fakt ist, dass die Länder nicht für den fehlenden Unterhalt aufkommen wollen.

Teilweise bleiben dem Unterhaltsverpflichteten nach einer nicht selbstständigen Tätigkeit 900 Euro. Davon muss das ganze Leben im Monat durchgehen.

Miete Nebenkosten Fährt zur Arbeit Essen und Trinken.

Zur Tafel oder Unterstützung vom Sozialamt Mietzuschuss und Heizzuschuss ist nicht.

Da ist man schnell auf H4 und die einzigen die das verhindern könnten sind doch die Länder.

Schließlich hat der Unterhaltsveepfluchtete nur pflichten, welche er oft nur bei einem Jahreseinkommen über etwa 50.000 Euro bewältigen kann.

Der soziale Selbstbehalt für Unterhaltsverpflichtet wird kaum angepasst. Ob wohl wir in den letzten Jahren eine starke Inflation hatten.

Fakt ist doch, das für 2 Haushalte zu wenig Geld überbleibt!

"Früher, in der

"Früher, in der Nachkriegszeit..."
Früher waren die Bedingungen anders:
Das Einkommen _eines_ Elternteiles reichte für den Unterhalt einer Familie mit mehreren Kindern, und die Mieten waren noch lange nicht so hoch wie heute.
Und trotzdem blieben die allermeisten Eltern zumindest so lange zusammen und verheiratet, bis die Kinder "aus dem Gröbsten heraus" oder schon erwachsen und in Arbeit oder verheiratet waren...

Ich habe nur gesehen, dass

die staatlichen Organe oft keinerlei Lust haben, zahlungspflichtige Personen zu finden und zur Kasse zu bitten.

@ dr.bashir

"Dass aber offensichtlich viele mit "nicht wollen" durchkommen verstehe ich nicht. Ich bin mir sicher, dass wenn ich irgendwelche Schulden nicht bezahle (Finanzamt, Strafzettel oder privat) hilft mir "nicht wollen" ziemlich wenig. Aber vermutlich bin ich zu doof."

Ihre Beiträge waren auch schon mal besser. Der Unterhaltsvorschuss wird nicht gewährt, um Unterhaltspflichtige aus der Versntwortung zu entlasten, sondern damit Kinder, die ja nichts für die Versäumnisse ihrer Eltern können, nicht ohne Geld dastehen. Kinder sind keine unüberlegten Anschaffungen oder Spielschulden.

unterhaltsvorschuss

was viele hier nicht auf dem schirm haben, es gibt auch andere geschichten wie von meiner frau. amtsricht nauen entschied gegen das kindeswohl aber zu wünschen des vaters... seitdem nur stress und willkürliche entscheidung... desweiteren das jugendamt nauen einseitig parteiisch und zum thema unterhaltsvorschuss: wie kann es sein das der unterhalts schuldige mit 1300€ netto unterhalt zahlen darf, wenn der emfänger 2700 netto hat plus abbezahltes haus... nur soviel dazu... antwort vom fam. ministerium.. sowas muss im einzellfallbri gericht entschieden werden... da fragt man sich wieso elterngeld gedeckelt wird und unterhaltsvorschuss nicht. achso düsseldorfer tabelle... schaut euchmal die steigerungbei höhren gehalt an... wieder sehr lust..

17:32 von Jayray

Daten von Finanzämtern?

Da gibt es ein Problem, dass nennt sich Steuergeheimnis. .... Natürlich gibt es Ausnahmen. Aber die sind wiederum nicht gesetzlich einwandfrei geregelt, weshalb das Steuergeheimnis gilt. Und bei Unterhaltszahlungen geht das schon mal garnicht. Und da das Steuergeheimnis nie angetastet wird, man will es ja nicht aufweichen, bleibts auch dabei, dass jeder Elternteil das vom anderen einklagen muss. Der Unterhaltsvorschuss war auch eine Sache der Schwesig (damals hat sie noch Sozialpolitik gemacht), damit Alleinerziehende entlastet werden und nicht in Not geraten. Und lieber den Unterhaltsvorschuss als Hartz IV, das sagt ja auch selbst das Jobcenter so. Natürlich wird das auch ausgenutzt. Doch der Anspruch kann halt nicht abgetreten werden, is ja kein Vertrag!
///
*
*
Sie irren, selbst bei einer 20%-Prozentbeteiligung des Unterhaltsverflichteten an einer GmbH werden auch die Einkünfte der 80% Unbeteiligten im Unterhaltsverfahren "veröffentlicht".
*
(Geheimnis)

Warum?

 18:34 von Sisyphos3

Warum, sollten die Länder überhaupt Hartz4 zahlen?

Wenn jemandem mit staatlicher Hilfe die Lebensgrundlage genommen wird, gibt es zwei Wege.

1. Mehr Geld verdienen damit mehr bleibt. Für die meisten schwierig.

2. Weniger Geld verdienen oder bekommen, damit man ein Anrecht auf Sozialhilfe hat. Nur ist man dort erst drin, gibt's auch kaum einen Weg zurück.

Vielleicht sollte sich hier der eine oder andere erst einmal über das Unterhaltsrecht informieren. Was einem tatsächlich so bleibt und was damit möglich ist.

18:57 von Oliver_0601

ich glaube sie haben mich total mißverstanden

ich verkenne nicht die schwierige Situation in einer Scheidung mit Kindern
Dass für 2 Haushalte zu wenig Geld überbleibt! das ist ne Binsenweisheit
nur ist das ein Problem der Allgemeinheit
wie wenn jemand krank wird oder arbeitslos und dann Hilfe bedarf ?
also ich denke nicht
Es ist eine Sache für die sich 2 Menschen zu verantworten haben
- wobei ich nicht Schiedsrichter bin wer "Schuld" ist
Kinder sind die einen Leidtragenden und der Steuerzahler
wie im Beispiel beschrieben scheinbar auch

Seltsam?

Die Entwicklung der Rückforderung der Unterhaltsvorschüsse entwickelt sich genau entgegengesetzt zur gesteigerten Wertschätzung unsrerer Staatsdiener.
*
(sie warnstreiken gerade wieder)

@sisyphos, 18:14

"(…) außergewöhnliche Belastungen oder was auch immer, bedauerlich, aber nicht mein Problem als Steuerzahler (…)."

Nicht wirklich Ihr Problem. Aber daraus resultierende Kosten zahlen Sie, als ein Steuerzahler in diesem Land.

Zum Glück. Nennt sich Sozialstaat.

Dem Familienbild geschuldet

Wenn man sozialistische Vorbilder und Grundsätze vorantreibt, in denen Kinder eher dem Staat als der Familie geboren werden, dann ist das kein Wunder, dass der Staat sich verantwortlich fühlt und zahlt, statt es von den Vätern oder Müttern zurückzufordern.

Man kann ja nicht einerseits die Familienstrukturen schwächen wollen, und sich dann andererseits darüber beschweren, dass es immer mehr Alleinerziehende und nicht zahlungswillige Eltern gibt.

Wer A sagt, muss dann wohl auch B sagen.
Nun sind die Strukturen aber so schwach geworden, dass Armut und mangelnde Bildung schon die Demokratie gefährden können und man schwenkt um?

Für mich gehören Kinder in eine intakte Familienstruktur, nicht in Staatshände und nicht in Ganztagsplätze des Staates.
Kinder werden am besten sozialisiert, wenn man sie in geförderten Familien groß zieht und ihnen das eigenständige Denken und Handeln beibringt.

Aber das ist nicht im Kern des Sozialismus vorgesehen, wie man sieht.
Elternrecht werden getreten.

Erläuterung der Quote

Kurz zur Erläuterung :
Die Quote gibt nur das Verhältnis von eingezogenen Unterhaltsbeträgen zu insgesamt tatsächlich ausgezahlten Leistungen an.
Sie sagt gar nichts darüber aus, ob die Beträge überhaupt einziehbar sind.

Einfaches Beispiel:
Unterhaltsvorschuss wird gezahlt, Unterhaltspflichtige/r mit wenig Einkommen unter Selbstbehalt: Rückforderungsquote 0%
Und die Sachbearbeiter können daran gar nichts machen.

Auszahlung: 160 Euro
Unterhaltspflichtige/r könnte aufgrund Einkommen 40 zahlen. Ich hole die auch rein, also im Grunde 100 % des möglichen Betrags. ABER:
Die Rückforderungsquote ist hier nur 25% (ein Viertel des ausgezahlten Betrags).
Schade, dass das hier im Artikel nicht erläutert wurde.

Verantwortung - ich doch nicht...

Kinder können sich ihre Eltern ja leider nicht aussuchen. Aber wenn man Eltern wird muss man das Kind versorgen - egal welche Wechselfälle das Leben bringt, Trennung und Scheidung inklusive. Auch danach ist man immer noch Vater/Mutter und muss (!) sich kümmern. Wer das nicht tut, obwohl er noch zwei gesunde Arme und Beine hat, kündigt diesen Wichtigsten aller zwischenmenschlichen Verträge. Geringe Löhne, hohe Wohnkosten, etc etc - letzten Endes sind das alles Ausreden weil der zahlungsunwillige Elternteil seine Verantwortung nicht einsehen will. Das es dem anderen Elternteil (und dem Kind) wirtschaftlich meist noch viel schlechter geht wird dabei gerne in Kauf genommen. Unser Staat sollte die Zahlungsverweigerer entsprechend behandeln.

Endlich! Alle Unterhaltszahler in die Pflicht nehmen!

Endlich! Momentan haben Unterhaltsverweigerer es einfach viel zu leicht. Das sind allzu oft nicht diejenigen, die nicht können - sondern diejenigen, die geschickt oder einfach dreist die Unfähigkeit der Behörden ausnutzen, das Geld zu holen. Auf Kosten des Steuerzahlers. Und in eklatanter Ungerechtigkeit gegenüber den Unterhaltszahlern, die ehrlicherweise zahlen - und das Geld ja auch nicht geschenkt bekommen.

Die Behörden brauchen dringend mehr Kompetenz, um säumige Unterhaltszahler in die Pflicht zu nehmen.

Falsche Vorstellungen.

"Und da würde ich mir wünschen, dass die Justiz wesentlich rigoroser vorgeht."

Anscheinend herrschen hier völlig falsche Vorstellungen bezüglich der Unterhaltspolitik in Deutschland. Wer nicht zahlen will, hat selbstverständlich den Gerichtvollzieher auf der Schwelle und wird "gepfendet". Das dauert keine sechs Wochen. Wenn es um Geld geht, versteht der Staat selten Spass - ob Finanz- oder Jugendämter.

Bei den im Artikel erwähnten 13 (oder 87) Prozent handelt es bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich um Fälle, die nicht bezahlen können. Da kann man nicht "pfenden".

Problematisch sind davon die Fälle, die eigentlich mehr arbeiten und verdienen könnten, aber dies (auch) wegen Unterhaltsforderungen nicht wollen. Denen ist schwer beizukommen, auch nicht durch Pfändungen.

@ yolo

"Wenn man sozialistische Vorbilder und Grundsätze vorantreibt, in denen Kinder eher dem Staat als der Familie geboren werden, dann ist das kein Wunder, dass der Staat sich verantwortlich fühlt und zahlt, statt es von den Vätern oder Müttern zurückzufordern."

Was hat denn das mit sozialistischen Grundsätzen (was immer das sein soll) zu tun, wenn Leute sich vor Unterhaltszahlungen drücken? Meinen Sie, das kommt bei rechtslastigen Spießern nicht vor? Übrigens fordert der Staat das Geld sehr wohl zurück. Er bekommt es nur nicht immer.

"Dass für 2 Haushalte zu

"Dass für 2 Haushalte zu wenig Geld überbleibt...
...
Es ist eine Sache für die sich 2 Menschen zu verantworten haben..."
So weit stimme ich Ihnen zu, Sisyphos3.
Wenn nun die/derjenige, welche/r die Scheidung forciert, danach auch die/der Unterhaltspflichtige wäre, geschähe es der/demjenigen wohl zu Recht, dass sie/er verarmt.
Leider ist es aber oft auch so, dass der andere Elternteil die Scheidung betreibt, und damit die/den Unterhaltspflichtige/n durch die folgende Verarmung bestraft.

@ um 15:30 von Egleichhmalf

">>Den Unterhaltsvorschuss bekommen Alleinerziehende vom Staat, wenn der andere Elternteil keinen Unterhalt zahlen kann oder sich weigert<<

Wenn er (meist sind es Herren) keinen Unterhalt zahlen kann, dann muss er selbstverständlich nicht. Wie denn auch. Bei der Rückforderung von Unterhaltsvorschüssen geht es ausschließlich (!) um Personen, die nicht zahlen wollen. ..."
.
Na, da kennen sie aber einzelne Familienrichter nicht. Die langen gerne schon mal fiktiv zu, d.h. das Haus, in dem der Mann wohnt, wird mit 2000 € Miete angesetzt, dann bekommt der Mann einen Dienstwagen, ohne den er seinen Job nicht machen kann, der Arbeitgeber setzt den Dienstwagen fest und der Mann hat weitere 600 € fiktives Einkommen. Es gibt sogar Richter, die fantasieren weitere Einkommen zusammen und dann wird geteilt. Der Mann lebt vom fiktiven Einkommen, die Frau in Saus und Braus. Das Resultat ist, dass Unterhaltszahlungen ausbleiben, weil sich aus fiktiven Einkommen keine Zahlung abzweigen lässt.

@ um 16:21 von dr.bashir

"Unverständlich
Dass es Menschen gibt, die keinen Unterhalt bezahlen können ist klar. Die Frage ist, werden die überhaupt zur Zahlung "verurteilt"? ..."
.
Leider ja. Das Zauberwort heißt fiktives Einkommen, das so mancher Familienrichter dem Mann zuschiebt. Männer, die dann zahlen, haben selbst kein Einkommen mehr und nehmen eine zweite Job an – oder sie zahlen eben nicht, weil sie nicht können ohne selbst nichts mehr zu haben.

Die Behörden benötigen nicht mehr Kompetenz. Die haben sie. Auch das Steuergeheimnis steht Vollstreckungsmaßnahmen nicht im Wege.
Die Länder und der Bund sind nicht bereit, die nötigen Vollziehungsbeamte in den Außendienst zu schicken. Die Politik und die Mittelbehörden sind dabei der Meinung, dass Kontopfändungen völlig ausreichend sind und Vollziehungsbeamte nur einen Bruchteil im Außendienst vollstrecken könnten. Ein Irrglaube! Das Dumme ist, dass die säumigen Zahler häufig kein Konto mehr haben und ihren gesamten Zahlungsverkehr in bar abwickeln. Diese Misere betrifft nicht nur Kindergeldzahlungen sondern gilt insbesondere auch im Steuerbereich.
Leider wird davon weder in den Printmedien noch in Nachrichtensendungen wie der Tagesschau berichtet.

Ich bestätige....

....ich lebte damals noch in Finnland, und meine damalige Frau hatte natürlich eine schlaue Anwältin. Obwohl ich meine bescheidenen Einkünfte als Textilvertreter durch meinen Anwalt belegen konnte, wurden auf einmal durch die Anwältin Dinge erfunden: Herr Mustermann schenkt seinen Kindern immer "teure" Geschenke zu Weihnachten und zum Geburtstag, also muss er Geld haben. (Zack) Herr Mustermann ist oft zu Besuch bei seinen Kunden in Russland, also muss er viel Geld machen! (Zack) Herr Mustermann spricht verschiedene Sprachen und hat eine gute Schulausbildung, also muss er Geld haben! (Zack) Und damit ist sie durchgekommen und die Richter sind i.d.R. immer auf der Seite der Mutter. Väter haben nichts zu melden! Das ist meine Erfahrung, speziell in Finnland. Wird in Deutschland wahrscheinlich ähnlich sein. Ich konnte nicht zahlen und letztendlich lebte ich mit Hilfe des Sozialamtes. Das hat mich damals sehr depressiv gemacht. Vielen Dank an die Richter!!!

Momentan?

"Auch hier ist es wie momentan überall in Deutschland [...] Wer jeden Tag arbeitet ist in diesem Land der dumme [...] Unsere etablierten Politiker sind meilenweit von den Menschen, die das alles bezahlen, entfernt."

Ich wurde 1977 im Osten Deutschlands geboren, meine Mutter hat von ihrem geschiedenen Mann nicht eine müde (Ost-)Mark erhalten, der (sozialistische) Staat seine vorgeschossene Unterhaltszahlungen niemals zurückbekommen. Mein Erzeuger hat später gut verdient, wusste es aber immer so klug anzustellen, dass sein Geld immer gut geschützt war.

Und nun erklären Sie mir bitte, was dieses durch alle Generationen durchweg zu beobachtende Verhalten mancher verantwortungsloser Individuen mit der "momentanen" Politik in "diesem Land" und den "etablierten" Politikern zu tun hat?

20:13 von waldbeutler

dass der andere Elternteil die Scheidung betreibt
.
ich schrieb ja dass ich hier nicht den Schiedsrichter spielen kann und will
in meinem Alter hat man viel gesehen - glücklicherweise nicht hautnah miterlebt
und dass die Welt kein Ponyhof ist - keine Frage

@16:21 von dr.bashir

"Dass aber offensichtlich viele mit "nicht wollen" durchkommen verstehe ich nicht. Ich bin mir sicher, dass wenn ich irgendwelche Schulden nicht bezahle (Finanzamt, Strafzettel oder privat) hilft mir "nicht wollen" ziemlich wenig. Aber vermutlich bin ich zu doof."

Der Staat ist durchaus effektiv darin Gelder einzutreiben. Es wäre doch sehr überraschend, wenn es hier anders wäre.
Das hier immer wieder gemalte Bild des zahlungsunwilligen Vaters halte ich für irreführend bzw. unglaubwürdig. Viele Menschen können den Unterhalt einfach nicht (in voller Höhe) zahlen.
Hinzu kommt, dass Betreuungsleistungen des Unterhaltspflichtigen nicht anerkannt werden. Lebt das Kind zu 40% bei einem Elternteil und zu 60% beim Anderen, hat der 40%-Teil dennoch 100% des Unterhalts zu entrichten.

@18:55 von Geoscientist

"Auf der anderen Seite hat meine Ex-Frau jetzt “reich” geheiratet und die beiden haben mehr als doppelt so viel"

Es ist bei 'umgekehrten' Unterhaltszahlungen (Kinder gegenüber Eltern) ähnlich. Nur die Kinder, die durch eigene Arbeit Geld verdienen sind unterhaltspflichtig. Wenn jemand nicht arbeiten muss, weil der Ehepartner reich ist, muss er keinen Cent zum Unterhalt beitragen.
Selbst jemand der Geld veruntreut hat (in dem Fall, an den ich gerade denke, 200.000 Euro) jetzt von Hartz IV lebt und als zahlungsunfähig gilt, kann unbehelligt bei seiner reichen Frau leben, weil alles (möglicherweise auch das veruntreute Geld) ihr gehört.

"Wenn man eine alleinerziehende Person heiratet, dann sollte man -zum Teil zumindest- auch für die gesamte Familie mitverantwortlich sein....."

Das sehe ich auch so. Meine Schwester und mein Schwager hatten z.B. die Hälfte meines Unterhaltsbeitrags für meine Mutter übernommen. Verpflichtet waren sie dazu nicht.

Aber warum nur?

"aber warum soll der Steuerzahler geradestehen für Dinge die ganz bestimmt kein Lebensrisiko sind"

Das lässt sich sehr einfach beantworten: Der Steuerzahler zahlt dafür wie auch für die Diabetesbehandlung des unverbesserlichen Tortenessers oder die Krebstherapie des notorischen Kettenrauchers, weil dieser Kettenraucher wie auch der Tortenesser oder eben der Unterhaltsverweigerer für die Schulbildung des Kindes besagten Steuerzahlers zahlt und das, obwohl unter Umständen weder Tortenesser noch Kettenraucher eigene Kinder haben. Das liegt daran, weil alle vier in einer sozialen Marktwirtschaft leben und nicht im schönsten Manchesterkapitalismus.

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