Ihre Meinung zu: May-Appell im Unterhaus: "Wir müssen die Nerven behalten"

12. Februar 2019 - 14:49 Uhr

Die Zeit für einen neuen Brexit-Deal wird immer knapper: Premierministerin May will heute die Parlamentarier im Unterhaus über die Gespräche mit der EU informieren - und offenbar vor allem um Geduld bitten.

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Kommentare

Hoffentlich bleibt die EU hart und macht keine Zugeständnisse

Dieses Theater wegen des Brexits!
Ich hätte noch Verständnis dafür gehabt, dass man die Abstimmung der Bürger über den Brexit wiederholt, weil ich glaube, dass die nachwachsende jüngere Generation, um deren Zukunft es ja geht, mehrheitlich für den Verbleib in der EU ist.
Dass man aber seitens dieser May am Brexit festhalten will, den die aussterbende ältere Generation haben will, ist mir unbegreiflich.
Daher sollte die EU auch keine Zugeständnisse machen. Vor allem sollte in den Vertrag rein, dass England später auch nie wieder aufgenommen wird. Ich denke, England hat bisher und mit dem Brexit den Bogen bereits überspannt.
Diese Querulanten blockieren das Tagesgeschäft in der EU. Die EU sollte sich um ihre eigentlichen Aufgaben kümmern können.

Und was sagt Europa dazu...?

Wenn dann also künftig bei den auszuarbeitenden Rahmenbedingungen das britische Parlament jedes Mal die erreichten Ergebnisse in Frage stellen kann - die europäischen Parlamente aber allesamt brav zustimmen müssen.
Wenn wir dann schon von Demokratie sprechen, wie Mrs. May das so gerne herbeizitiert, dann bitte auch für die europäischen Parlamente und Wähler.

Wenn Europa diesen jetzigen Vorschlägen zustimmt, dann gibts eine Klatsche bei der Europawahl; ab bin ich ziemlich sicher.

Nein, WIR müssen Geduld haben, denn wer zuerste zuckt.... die Taktik der Möchtegern Thatcher, die ich selbst sehr geschätzt habe, ist zu durchsichtig als das man sich darauf einlassen sollte.

Ich sehe es

Ich sehe es kommen.....

Typisches "Beamtenmikado".

Ich behaupte, keiner von den britischen Abgeordneten wird sich bewegen, weil keiner Schuld sein möchte am harten Brexit.

Und Miss May mittendrin.

Ich glaube in der Woche 12 ist noch ein EU-Gipfeltreffen, dann kann Th. May am 26. März ihre "Verhandlungsergebnisse" präsentieren, über die das Parlament dann am 27. März abstimmen darf.

Und dann, hupps.

Statt morgen, besser wäre im Dezember gewesen, zuzugeben, dass mit so einem zerstrittenen Parlament nur ein No-Deal möglich ist.

Dann hätten die, die diesen ganzen Mist ausbaden müssen, wenigstens noch etwas Zeit um sich vorzubereiten.

In rund 7 Wochen

ist es hoffentlich vorbei, und GB aus der EU raus, dann werden wir sehen was von den ganzen Horrorszenarien wirklich eintritt.
Man muss erst mal einen harten Schnitt machen um zu sehen wie Leistungsfähig die Wirtschaft wirklich ist.
Wirtschaft ist Geld und beides wird ganz schnell Lösungen finden, ich bin gespannt.
Auch die EU benötigt mal eine Lektion, denn sehr entgegengekommen ist man GB ja nicht, ist auch verständlich weil man keine Nachahmer möchte.
Was passiert wenn der Brexit positiv für GB in der Zukunft ist ?, wie würde das auf die Mitglieder wirken.
In 10 Jahren sind wir schlauer.

Unfähig zu Kompromissen

Auf beiden Seiten die eigene Eitelkeit wahrend, bringen diese alten Leute keinen Kompromiss zustande. Kann ich nur mit Unverständnis kommentieren. Ob das nicht zum radikalen Abwatschen bei der nächsten Wahl führt? Aber dann ist der Karren schon im Dreck und die Protagonisten haben das Unheil schon angerichtet - nach mir die Sintflut?

die EU kann gar nicht nachverhandeln

wie hier in der TS schon mehrfach kund getan wurde, muss eine eventuelle Änderung der Verträge einstimmig von den verbleibenden Ländern abgesegnet werden.

Da ja nun der Backstop des Pudels Kern ist, wird die EU niemals einlenken.

Denn das würde bedeuten Irland hätte zugestimmt.
Und das wird niemals passieren, Irland wäre schön blöd, zu riskieren, dass Bürgerkriegs ähnliche Zustände zurückkehren an der Harten Grenze so wie in den 1960ern bis 1990ern.
Und schon gar nicht nur weil England nicht aus seiner selbstzerstörerischen Trotzphase herausfindet.

@ Margitt

"Ich hätte noch Verständnis dafür gehabt, dass man die Abstimmung der Bürger über den Brexit wiederholt, weil ich glaube, dass die nachwachsende jüngere Generation, um deren Zukunft es ja geht, mehrheitlich für den Verbleib in der EU ist.
Dass man aber seitens dieser May am Brexit festhalten will, den die aussterbende ältere Generation haben will, ist mir unbegreiflich."

So einfach ist die Aufteilung nicht. Ja, die Älteren waren tendenziell eher für den Brexit und die Jüngeren tendenziell eher dagegen. Aber nach deutlicher waren die Unterschiede im Wahlverhalten regional: Schottland, Nordirland und die City of London wollten bleiben; der Rest Englands wollte raus aus der EU, weil dort die Verlierer der Globalisierung wohnen. Das ist ein bisschen wie in den USA, wo die Bewohner der alten, heruntergekommenen Industriegebiete im "rust belt" für Trump gestimmt haben.

Kindergarten

Hoffentlich ist das bald vorbei. Man kann es ja nicht mehr hören.

Und die Populisten, die der Bevölkerung den Himmel auf Erden versprochen haben, haben wie erwartet gekuscht.

Mal sehen wie das Ganze in 5 Jahren aussieht und ob die jüngeren Briten dann nicht um den Wiedereintritt verhandeln

May ist vollkommen fehl am Platz

Ihr einziges Ziel ist es doch letztlich Europa die Schuldzuweisung zu geben , wenn es kommt wie kommen muß: Austritt ohne Einigung. Irland Nordirland wird EU Aussengrenze wie Griechenland Türkei etc . mit allen Konsequenzen . Ohne Zollunion kann es keine innerirische Binnengrenze geben. Wenn die Frau diese Logik nicht begreift ist irgend etwas wirklich nicht in Ordnung und Sie ist wie mittlerweil viele Politiker Realitätsverweigerer. Der Vorschlag von Corbyn schien mir zumindest ein und der einzige vernüftige das Problem zu lösen , allerdingst wäre das in der Tat ein recht weicher Brexit . Natürlich wäre die Vereinigung Irlands eine weitere Möglichkeit , aber die scheint mir ebenfalls unrealistisch.

@ Margitt

"Daher sollte die EU auch keine Zugeständnisse machen. Vor allem sollte in den Vertrag rein, dass England später auch nie wieder aufgenommen wird."

Das ist die übliche kompromisslose Mentalität, die man leider in den Kommentaren hier oft vorfindet. Das befriedigt vielleicht die Wut- und Rachgelüste von manch einem - wie können es die Briten auch wagen, aus unserer schönen EU auszutreten? -, ist aber nicht klug.

Der Brexit wird nicht nur den Briten, sondern untern den noch verbleibenden EU-Staaten vor allem Deutschland sehr schaden. Denn wenn die Briten rausgehen, verliert der "Freihandelsblock", den das UK, die BRD u.a. gebildet haben, die Sperrminorität im EU-Ministerrat. Wir werden in Zukunft eine EU haben, wo Frankreich und den mediterranen Staaten ohne Gegengewicht durchregieren: Protektionismus, aufgeblähter Staatsapparat, Transferunion von Nord nach Süd. Der Verlierer wird in erster Linie Deutschland sein.

Gerade wir hätten ein Interesse daran, die Briten in der EU zu halten.

um 14:15 von wenigfahrer

"Auch die EU benötigt mal eine Lektion, denn sehr entgegengekommen ist man GB ja nicht, ist auch verständlich weil man keine Nachahmer möchte."

Die EU konnte den Forderungen der Brexiteers schon rein logisch nicht entgegenkommen.

Die Nordirlandfrage lässt sich aktuell ausschließlich mit dem gemeinsamen Markt und der Zollunion lösen.

Gemeinsamer Markt geht nur mit Zollunion, aber Zollunion wollen die Brexiteers nicht, weil sie ja "eigene Handelsverträge" schließen wollen.

EFTA wie Norwegen wollen sie auch nicht, Schweizer Modell auch nicht.

Was also wollen die Brexiteers?

Die behaupten, technische Lösungen wären ganz schnell umsetzbar. Aber die wissen ganz genau, dass es diese Technik noch gar nicht gibt.
Deswegen wollen sie auch keinen Backstopp.

Wird es GB in 10 Jahren besser gehen? Nun, es kommt darauf an, was man unter "besser" versteht.
Der Wirtschaft kann es durchaus besser gehen, im Sinne von Profiten.
Aber den Briten? Ich glaube, die Mehrheit ist schlechter dran.

@14:34 von Laskaris

Es gibt keinen Freihandelsblock.

Es gibt keine Sperrminorität.

Nirgendwo ist gesetzlich festgelegt, in Stein gemeißelt, gottgegeben, dass die "Südländer" einen protektionistischen und die "Nordländer" einen wirtschaftsliberalen Kurs fahren müssen.

Wir werden in Zukunft eine EU haben, wo Frankreich und den mediterranen Staaten ohne Gegengewicht durchregieren:

Nein. Wir werden in Zukunft - wie aktuell auch schon - Meinungsverschiedenheiten über den wirtschaftlichen Kurs der EU haben. Die wird man genau wie jetzt gemeinsam diskutieren und zu Kompromissen führen müssen. Wer in Zukunft die "Guten" und die "Bösen" sind, weiß kein Mensch.

re laskaris

"Der Brexit wird nicht nur den Briten, sondern untern den noch verbleibenden EU-Staaten vor allem Deutschland sehr schaden. Denn wenn die Briten rausgehen, verliert der "Freihandelsblock", den das UK, die BRD u.a. gebildet haben, die Sperrminorität im EU-Ministerrat. Wir werden in Zukunft eine EU haben, wo Frankreich und den mediterranen Staaten ohne Gegengewicht durchregieren: Protektionismus, aufgeblähter Staatsapparat, Transferunion von Nord nach Süd. Der Verlierer wird in erster Linie Deutschland sein."

In der EU kann nicht gegen ein Mitgliedsland durchregiert werden. Schon gar nicht gegen den größten Zahler.

Genügt Ihnen das Beispiel Polen und Ungarn nicht, wie wenig da durchregiert wird?

"Gerade wir hätten ein Interesse daran, die Briten in der EU zu halten."

Selbst wenn könnten wir sie nicht halten. Schon gar nicht mit Zugeständnissen beim Austritt.

Man sollte selbst merken, wie paradox das ist.

Sträflich

Die stoische Gelassenheit, mit der May hier ihr Land auf den Abgrund zusteuert, ist einfach nur sträflich. Gelassenheit wofür? In der Erwartung, dass die EU in letzter Minute einknickt? Naja, oft genug hat sie es ja schon getan, wie man an den zahlreichen Britenrabatten sieht, die hoffentlich demnächst ihr Ende haben.
Es ist doch ganz einfach: die EU macht den Briten im Interesse ihres Mitglieds Irland jede Menge Zugeständnisse. Wenn die Briten den Backstop kategorisch ablehnen und die Grenze zu Irland ohnehin dicht gemacht wird, dann hat die EU keinen Grund, den Briten Zugeständnisse zu machen, dann gibt es eben einen harten Brexit. Und eine Aufschiebung des Austritts kommt nur in Frage, wenn die gewonnene Zeit genutzt wird, um ein zweites, diesmal bindendes, Referendum durchzuführen. Überhaupt, dass es ein Unding ist, den Status Quo mit einer hauchdünnen 51,8%-Mehrheit in einem nichtbindenen Votum anstatt einer qualifizierten 2/3-Mehrheit zu ändern, brauche ich wohl nicht zu erwähnen

EU Angst

Die Reallöhne in UK sind seit 20 Jahren nicht gestiegen, dank EU Kosten, Lobbyismus in Bruessel, Lohndumping durch Osterweiterung.

Da koennen noch so viele deutsche obrigkeitshoerige Lemminge und Handlanger-Medien der deutschen Wirtschaft was anders sagen, die EU ist ein failed state der fuer sich unrechtmaessig in Anspruch nimmt fuer Frieden verantwortlich zu sein, oder den Menschen Freiheit gegeben zu haben, was fuer eine Anmassung.

Die Junge Generation wird es den alten Generation noch einmal danken, dass UK der Anfang vom Ende fuer die EU ist.

@Margitt (14:00)

Dass man aber seitens dieser May am Brexit festhalten will, den die aussterbende ältere Generation haben will, ist mir unbegreiflich.
Daher sollte die EU auch keine Zugeständnisse machen. Vor allem sollte in den Vertrag rein, dass England später auch nie wieder aufgenommen wird. Ich denke, England hat bisher und mit dem Brexit den Bogen bereits überspannt.

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Interessant, dass Sie von "England" reden, also schon von einer schottischen Abspaltung reden. Sie können davon ausgehen, dass, sobald der Brexit in trockenen Tücheren ist, Frau Sturgeon ein neues Referendum abhalten wird, ob Frau May das schmeckt oder nicht.
Was den Wiedereintritt angeht: die ganzen Sonderregeln, die in geringerem Maße auch Dänemark und Schweden betreffen, sind Besitzstandswahrung. Sämtliche Neuanträge müssen die Spielregeln der EU ausnahmslos anerkennen. Bedeutet bei einem eventuellen Wiedereintritt der Briten, dass es diesmal keine Extrawürste geben wird.

Liebe Briten

Liebe Briten, es hätte alles so einfach sein können: Einfach in der EU bleiben und sich das Rumgeeiere, den wirtschaftlichen Bauchplatscher, das Chaos, die tiefe Spaltung des Landes, den zunehmenden Groll und das mitleidige Lächeln der anderen wäre euch erspart geblieben.

Jetzt beschwert euch nicht! Und: das Angebot der EU steht, Artikel 50 zurückziehen und wir können gern neu anfangen.
Aber zu verhandeln gibbet es nix mehr!

..Der Brexit wird nicht nur den Briten, sondern untern den noch verbleibenden EU-Staaten vor allem Deutschland sehr schaden. Denn wenn die Briten rausgehen, verliert der "Freihandelsblock", den das UK, die BRD u.a. gebildet haben, die Sperrminorität im EU-Ministerrat. Wir werden in Zukunft eine EU haben, wo Frankreich und den mediterranen Staaten ohne Gegengewicht durchregieren: Protektionismus, aufgeblähter Staatsapparat, Transferunion von Nord nach Süd. Der Verlierer wird in erster Linie Deutschland sein.
Gerade wir hätten ein Interesse daran, die Briten in der EU zu halten.

@Laskaris, richtig, es ist der Treppenwitz der EU-Geschichte.
Mit Mogeleien, Milliarden und mehr hat man die Griechen in die EU und Eurogemeinschaft gebracht und dort gehalten. Nicht zum Vorteil der EU-Bürger, schon gar nicht für die Griechen. ..und die Briten sollen gehen?!
Mit dem Brexit hat diese EU/RO- "Gemeinschaft" kaum eine Zukunft. Weiter mit Rechts-, Vertrags-, Kriterienbrüchen bis zum Ende!

um 14:47 von nikioko

"Gelassenheit wofür? In der Erwartung, dass die EU in letzter Minute einknickt?"

Ich glaube nicht, dass die EU einknicken soll.

Ich behaupte, dass das britische Parlament vor Theresa Mays Plan einknicken soll.

Ich glaube, dass Miss May am 28. März, einen Tag vor Ultimo, die entscheidene Abstimmung durchführen lässt.

Entweder ihr Deal oder harter Brexit.

Ich glaube, die gute Premierministerin will ihr eigenes Parlament "erpressen" weniger die EU.

@14:00 von Margitt.

Vor allem sollte in den Vertrag rein, dass England später auch nie wieder aufgenommen wird.

Ach, das ist doch kleinkariert. Natürlich sollte England (oder GB oder UK) wieder aufgenommen werden, wenn sich wieder Vernunft und Einsicht einstellen. Und falls das in den nächsten rund 6 Wochen noch passiert, sollte man den Brexit einfach absagen, ohne Grummeln und Nachkarten.

Allerdings würden in Zukunft dann Sonderregelungen, Britenrabatte etc. sehr, sehr schwer durchzusetzen sein.

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