Ihre Meinung zu: EU-Umfrage: Juden beklagen wachsende Feindseligkeit

22. Januar 2019 - 18:06 Uhr

Am 27. Januar ist Holocaust-Gedenktag. Einer neuen EU-Umfrage zufolge nimmt etwa jeder dritte EU-Bürger einen Anstieg von Antisemitismus in seinem Land wahr - in Deutschland sogar jeder zweite.

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Kommentare

Wir unterstützen Regierungen, die nicht eindeutig sind.

Z.B. die Ukraine. Eine Jüdin von dort erklagte sich in der Bundesrepublik ein Aufenthaltsrecht, weil die Ukraine nicht in der Lage oder nicht willens - das ließ das Gericht offen - war, sie gegen antisemitische Angriffe zu schützen.
Zuletzt wurde ihr Geschäft mit Hakenkreuzen beschmiert, und sogar ganz abgefackelt. (Urteil des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main vom 04.08.2014, Az.: 7 K 605/14)

Wir könnten unsere nicht unerheblichen Zahlungen auch an entsprechende Bedingungen knüpfen.

Leider gibt es aber auch ...

einen inflationären Gebrauch des Wortes "Antisemit".
Dies hat den Effekt das dieses Wort nicht mehr die Bedeutung hat welches es früher hatte.

Gerne wird dieses Wort heute benutzt um Menschen aus politischen Diskussionen auszuschließen bzw ihre Meinungen als ungültig abzustempeln.
Es gibt Fälle in denen dies auch angebracht ist, aber häufig wird es eben auch falsch gebraucht. Das hat dann zu Folge das selbst Juden als Antisemiten bezeichnet werden, sogar israelische Juden.

Btw nicht jeder Israel-Kritiker sollte als Anitsemit abgestraft werden. Wer aus der Geschichte wirklich was lernen möchte sollte hier die Grauzonen deutlich ausnutzen. Wir Deutsche brauchen keinen Staat huldigen in dem ein 2 Klassensystem so präsent ausgelebt wird. In unserer Geschichte sind nicht nur Juden umgekommen, sondern auch Sinti und Roma und andere Minderheiten. Unser Schutz und unsere Sorge sollte mehr als nur den jüdischen Gläubigen gelten.

EU-Umfrage

Es wäre schön, wenn diese Umfrage etwas mehr ins Detail gehen würde. Ist der Anstieg den deutschen Bürgern anzulasten oder tragen eventuell unsere neu hinzugekommenen Bürger den größeren Anteil.

und warum?

Weil wir durch die Gier den Neid sähen.
War doch schon immer so.
Nur warum lernen wir nicht daraus?
Brauchen wir eine Globalisierung die unsere Gesellschaft in Arm und Reich teilt?
Ich denke, in der Geschichte der Menschheit hat es noch nie so eine einseitige Bereicherung einzelner gegeben.
Daran ist die Politik schuld, die das zulässt.

Debatte muss ehrlicher werden

Wenn man ein Problem bekämpfen will, dann ist es sehr hilfreich ehrlich damit unzugehen. Da hapert es in Deutschland, aus politischen Gründen, noch massiv.

Laut PMK Statistik seien 94% der antisemitischen Straftaten rechtesextrem motiviert. Zwischen Propanganda- und Gewaltdelikten wird bei dieser Zahl aber nicht unterschieden, und Taten fraglicher Motivation werden automatisch als rechtsextrem eingestuft. Ein antisemitischer Aufmarsch der Hezbollah auch als rechtsextrem!
Laut der Studie "Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland" gaben die Opfer von antisemitischen Gewaltdelikten zu 81 Prozent an, dass die mutmaßlichen Täter einer "muslimischen Gruppe" angehört hätten.
Die Studie war sehr klein. Dennoch wenn sie der offiziellen Statistik so massiv widerspricht, sollte man näher hinschauen. Was hilft es wenn die Regierung 90% der Mittel zur Bekämpfung des Antisemitismus dort ausgibt, wenn die identifizierte Problemgruppe (rechstsextreme) 20% des Problems ausmachen?

Antisemiten sind wohl

Antisemiten sind wohl schlecht informiert und intolerant. Keine guten Voraussetzungen für friedliches Zusammenleben.

Und die Ursachen?

Es mag noch andere Ursachen geben, aber der anwachsende Antisemitismus in Europa ist auch eine natürliche Folge des verstärkten Zuzuges von Menschen, die aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit dem Judentum traditionell nicht freundlich gegenüberstehen. Was freilich keinesfalls pauschal gemeint ist.

Es wäre gefährlich vor diesem Punkt die Augen zu verschließen.

Ich hoffe ich darf das hier so schreiben.

Bildwahl sehr undifferenziert & problematisch

Man darf mehr von der tagesschau erwarten!

So wird der extrem problematisch Antisemitismus subtil verengt. Schlechter Journalismus!
Ein Halbmond alleine - neben einem durchgestrichenen Stern - wäre die gleiche Problematik gewesen! Mehr Differenzierung bitte - gerade auch bei der Bildwahl (die manchmal mehr implizieren als Worte...).

Wie kann man als Nicht-Jude Antisemitismus wahrnehmen?

Wie soll man denn als Nicht-Jude zuverlässig einschätzen können, ob der Antisemitismus zugenommen hat? An was kann man das festmachen? Gewalttätige Übergriffe auf oder lautstarke, verbale Anfeindungen von Juden in der Öffentlichkeit gehören zum Glück in meiner Wahrnehmung nicht zum Alltag. Ich arbeite direkt gegenüber der Ulmer Synagoge und habe noch nie Judenfeindlichkeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen.

Es wäre hilfreich, wenn die

Es wäre hilfreich, wenn die Tagesschau bei solchen Studien mehr Hintergrundinformationen geben würde. Wer hat die Studie in Auftrag gegeben? Wer genau wurde befragt? Wie wurde gefragt? Ein Link zur Studie fehlt völlig. Auch die Ergebnisse sind schlecht dargestellt. Wie genau äußert sich der Antisemitismus? Aus welcher Ecke kommt er? In dieser Form ist der Artikel zumindest für mich als Leser uninformativ.

antisemitismus ist nicht nur immer noch,

sondern wieder verstärkt ein großes problem - aber ist das verwunderlich?

in der gesamten bevölkerung scheinen (zu mindest meiner ansicht nach) diskriminierung, ausgrenzung und hetze wieder salonfähig zu werden. dass dabei auch der antisemitismus wieder erstarkt, wundert mich nicht!

diese erkenntnis macht die sachlage jetzt zwar nicht besser, aber man könnte vielleicht einmal darüber nachdenken, sich endlich einmal über die dinge zu unterhalten, die teile unsere gesellschaft spalten und radikalisieren (z.bsp systemische armut?)!

viele fühlen sich ungerecht behandelt, oder gar längst abgehängt.. solche gefühle führen häufig dazu, dass man andere diskriminiert und ausgrenzt. zudem steigt das aggressionspotential!

warum ist das so - und vor allem, warum nimmt das scheinbar niemand ernst und handelt entsprechend?

wo ist die politik hier? den menschen antisemitismus vorwerfen, ist einfach! zu klären, wo er herkommt offenbar (zu) schwierig?

Wahl der Schlagwörter - undifferenziert

Gleiches gilt für die Wahl: "Schlagwörter der Meldung"
Ein wenig Differenzierung ist die Basis für sinnvollen Journalismus. So bilden sich Wahrnehmungsblasen.

Die gilt es klein zu halten, gerade um diese schlimme antisemitische Entwicklung einzudämmen!

17:23 von krittkritt

Wir unterstützen Regierungen, die nicht eindeutig sind.

Z.B. die Ukraine. Eine Jüdin von dort erklagte sich in der Bundesrepublik ein Aufenthaltsrecht, weil die Ukraine nicht in der Lage oder nicht willens - das ließ das Gericht offen - war, sie gegen antisemitische Angriffe zu schützen.
Zuletzt wurde ihr Geschäft mit Hakenkreuzen beschmiert, und sogar ganz abgefackelt. (Urteil des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main vom 04.08.2014, Az.: 7 K 605/14)

Wir könnten unsere nicht unerheblichen Zahlungen auch an entsprechende Bedingungen knüpfen.
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Deutschland hat doch wegen des Holocausts keine Bedingungen zu stellen.
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Aber die Ukraine ist sicher eine zukünftig willkommene Bereicherung für den Antisemitismus auch in der EU.

Glücklicherweise..

bin ich zu einer Zeit geboren, die nicht von verordneten Ansichten und Wertungen getränkt war! Eher das Gegenteil, aber fast logischerweise mit den gleichen negativen Folgen nach dem Motto: Gut gemeint, aber schlecht gemacht! Ich glaube nicht, daß die Kenntnis der jüdischen Religion oder Bräuche den Antisemitismus aussterben läßt! Ich verstehe nur nicht, wie man das Entsetzliche, das unbeschreibliche Grauen des Holocaust verharmlosen kann!Es war eben einzigartig, weil dieses Verbrechen nicht mit politischer Gegnerschaft, sondern ethnisch begründet wurde. Das war und ist der Unterschied zu den Römern oder Stalin etc.!Das bedenkenlose Benützen dieser Opferrolle zu nicht sehr viel moralischerem Verhalten ist auch eher kontraproduktiv, ebenso wie die Behauptung, die jüdische Religion sei universalistisch. Dabei wäre es so einfach, das ganze Thema wie den Islam mit einem Schulterzucken abzutun!

17:31 von Barbarossa 2

"Ist der Anstieg den deutschen Bürgern anzulasten oder tragen eventuell unsere neu hinzugekommenen Bürger den größeren Anteil."
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Danke - das ist eine sehr berechtigte Frage!
Aber auf diesem Auge sind viele der guten Menschen, die sonst reflexartig den Begriff dort hinschleudern, wo der wenigste Antisemitismus ist, völlig blind.

@ Shantuma 17.4h - können Sie Beispiele nennen?

...............Gerne wird dieses Wort heute benutzt um Menschen aus politischen Diskussionen auszuschließen bzw ihre Meinungen als ungültig abzustempeln..............

Ist schon seltsam, dass solche abstrusen Meinungen NIE mit Beispielen belegt werden. Damit wären Sie ja auch angreifbar. Wer will das schon.

................Das hat dann zu Folge das selbst Juden als Antisemiten bezeichnet werden, sogar israelische Juden................

Mag sein, dass sich manche Juden wie Antisemiten verhalten (z.B. Georg Sand oder die Hausfrau Evelyn Hecht-Galinski) - Wollen Sie aufgrund solcher Einzelfälle vom Thema Antisemitismus ablenken oder ihn gar releativieren?

17:37, BRDDR

Sie verfälschen die Aussage einer Studie von Andreas Zick von der Uni Bielefeld, um das Rechtsextremismusproblem im Zusammenhang mit Antisemitismus zu verharmlosen.

@Barbarossa 2 17:31

Warum wundert es mich nicht, dass ausgerechnet Sie den Anstieg pauschal Muslimen anlasten wollen und nationalistisch gesinnte Rechte wie Höcke und Gedeon von ihrem Antisemitismus reinwaschen wollen?
Um es klar zu machen, Rechtsradikale, Nationalisten und radikale Islamisten oder Salafisten unterscheiden sich in nichts bezüglich ihrer Abneigung gegenüber Juden und ihrem Antisemitismus!

@Barbarossa 2 - schön, wenn Umfrage etwas mehr ins Detail geht

86 Seiten Lese Stoff

(fra.europa.eu/en/publication/2018/2nd-survey-discrimination-hate-crime-against-jews)

Im Internet/Social Medien und auf der Straße
sind Deutschland & Frankreich Spitzenreiter

17:31 von Barbarossa 2

diese frage hatte ich auch schon in den raum geworfen

17:37 von BRDDR - Debatte muss ehrlicher werden.

Wie wahr!
Unlängst hörte ich bei der Kür der Europawahl-Kandidaten für die Liste der Sozialisten aus dem Mund unserer Bundesjustizministerin die Kampfansage gegen den wachsenden Antisemitismus und betitelte im gleichen Atemzug die demokratisch gewählten MdBs einer Partei als "Gestalten" - denen sie die Schuld dafür zuschieben wollte.
Auf dem Auge der Realwahrnehmung, woher der eigentliche exponentielle Anstieg des Antisemitismus herkommt, ist die Dame völlig blind - und somit mutet die Eignung für ihre aktuellen und angestrebten Aufgaben höchst fragwürdig an.

Juden beklagen wachsende Feindseligkeit?

Einen zunehmenden Antisemitismus kann ich in meinem Bekanntenkreis und bei mir nicht fest stellen. Na ja, wahrscheinlich komme ich auch mit solchen Leuten, die diese Meinung haben, auch nicht zusammen.

Was haben etwa 20 Antisemitismusbeauftrage erreicht?

Es gibt A.-Beauftragte in Ländern, im Bund und auch in EU-Behörden. Schätzungsweise 2 Dutzend Experten tummeln sich dort.

Was haben die bisher erreicht?
Ich denke, sie verwalten Statistiken und geben Interviews. Mehr nicht.

Antisemitismus in Osteuropa

@ krittkritt:
Wir unterstützen Regierungen, die nicht eindeutig sind. Z.B. die Ukraine. Eine Jüdin von dort ...

Da haben Sie leider recht. Es gibt sogar gleich mehrere Menschen, die in der Ukraine oder in Russland als Juden diskriminiert wurden und nach Deutschland geflohen sind. In den ehemaligen Staaten der Sowjetunion ist der Antisemitismus noch immer sehr ausgeprägt.

Geht es hier um eine ehrlic he Benennung und Diskussion?

oder soll ein wesentlicher Aspekt des Problems außen vor gelassen werden? Vor Kurzem veröffentlichte die "Welt" eine Umfrage, nach der mehr als 70% der befragten Juden angaben, dass Beleidigungen und Angriffe von moslemischen Migranten ausgehen.

Antisemitismus und Rechtsextremismus

@ BRDDR:
Laut PMK Statistik seien 94% der antisemitischen Straftaten rechtesextrem motiviert. Zwischen Propanganda- und Gewaltdelikten wird bei dieser Zahl aber nicht unterschieden

Den Unterschied gibt es ja auch nicht.

Religionen und Politik

Das Grundproblem sind die tiefliegenden Feindseligkeiten der Anhänger der verschiedenen Glaubensrichtungen.
Hinzu kommen Gruppen von Menschen, die sich politisch haben einnehmen lassen und so eine ähnliche Struktur haben, wie die Religionen.
Und als Atheist und Antifaschist wird man von sämtlichen dieser Gruppen als Feind angesehen.

Ich beobachte eine sich immer stärker ausprägende Verachtung allen Menschen gegenüber, die nicht innerhalb der eigenen Anschauung zugeordnet werden können. Selbst in banalsten alltäglichen Lebensgewohnheiten.

Auf dieser Welt geht etwas schief. Und ich fürchte, daß wir auf ein unsagbares Elend zurennen, wenn nicht bald etwas Einschneidendes passiert. Etwas Positives muß passieren. Etwas, das die ganze Menschheit zum Lachen bringt. Wir brauchen Humor und Abstand von unseren eigenen, ganz privaten Macken.

Jeder kocht hier sein Süppchen

Einige benutzen das Thema, um Antiislamismus und Mugrantenfeindlichkeit zu befeuern, andere, um es für den Ukrainekonflikt zu instrumentalisieren.

Schrecklich.

„Auschwitz werden uns die Deutschen niemals verzeihen!“

-Zvi Rix, österreichisch-israelischer Arzt und Autor

Passende Bildwahl

Ich finde die Auswahl der Bilder passend und recht aussagekräftig.

@Shantuma

Bravo !
Das stete (mediale) Wasser höhlt den Stein..., könnte man meinen.

Ich bin absolut bei Ihnen !!!

Wir alle, ein jeder von uns braucht und verdient besonderem Schutz, bzw. eine besondere Würdigung, nicht nur der jüdische Bevölkerungsteil.

Der religiöse, ethnische und kulturelle Hintergrund kennt in Deutschland eben keine besondere Würdigung....und dies ist auch gut so !

Es geht um den Schutz des "Individuums"...und Juden sind hier nicht schützenswerter als andere, unabhängig von der dt. Geschichte.

Es gibt für die heute lebenden Deutschen eben keine Kollektivhaftung mehr für die NS-Zeit,...trotz aller medialen Einrede.

In der globalisierten Welt des Jahres 2019...gibt es offenbar keine Schonung mehr,...für NICHTS und NIEMANDEN !

Gemäß Umfrage - Feindseligkeiten am höchsten

Das sollte einem zu denken geben

Überproportional bei Männlich über 60 und Rentner

Bitte genau hinsehen

Zweifellos gibt es viel Antisemitismus unter "Bio-Deutschen" der intelligent und kraftvoll bekämpft werden muss. Dennoch müssen wir auch bereit sein bei Antisemitismus unter einer kleinen Gruppe von Muslimen genauer hinzusehen. Wenn "Du Jude" als Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen verwendet wird, dann müssen wir uns genau überlegen, wie wir damit umgehen wollen. Möglicherweise sollte man die Kinder dann sogar verwarnen.

@ krittkritt 17:23 Uhr

"Wir könnten unsere nicht unerheblichen Zahlungen auch an entsprechende Bedingungen knüpfen."
Das wagt nicht ein einziger deutscher Politiker. Eher werden Renten nach erfolgter Beitragszahlung gut verklausoliert gekürzt.

Leider beobachten wir eine

Leider beobachten wir eine immer stärker werdende Verrohung der Sprache. Die Bezeichnung des Holocaust Denkmals als
Mahnmal der Schande ist in diesem Kontext zu sehen. Höcke und viele andere haben leider den Unterschied zwischen Patriotismus und Nationalismus noch immer nicht verstanden bzw. verinnerlicht.

@MelkMichel

Warum denn in die Ferne schweifen..... Sie leben offensichtlich in Deutschland, also: Augen auf unter Ihresgleichen!

17:31 von Barbarossa 2

was für eine Frage !
unzweifelhaft bereichern die doch unsere Kultur

Die gesprüht haben sind keine echten Nazis

Das Hakenkreuz ist falsch herum angebracht.

Beunruhigend

An den sofort aufkommenden Kommentaren, die hier direkt Muslime dafür die Schuld zuschieben möchten, sieht man gut wie groß das Problem tatsächlich ist. Fremdenfeindlichkeit fremdenfeindlich motiviert zu leugnen vergrößert nur die Diskriminierung. Einfach mal keinen Unterschied machen würde helfen. Es ist nämlich egal ob ein Christ oder ein Muslim sich antisemitisch äußert, beides ist antisemitisch und gehört verurteilt und vorgebeugt!

Die nicht sehr friedfertige Politik Nethanjahus

ist bei weitem nicht dazu angetan positive Empfindungen für Israel zu entwickeln. Leider wird in diesem Zusammenhang berechtigte Kritik an Israel immer als Antisemitismus gewertet.

zwei Fliegen mit einer Klappe

schlägt man natürlich, wenn man den Antisemitismus den muslimischen Zuwanderern zuschiebt. Die eigene antisemitische Haltung wird nicht nur kaschiert, sondern sogar ins Gegenteil pervertiert, da man urplötzlich als Kämpfer für Rechte und Würde der Juden auftritt. Und man zündelt auch gleich am Pulverfässchen Migration und Flüchtlinge, kann diese mal wieder als Zeitgenossen fragwürdigen Charakters diffamieren.

"Billig" möchte man das nennen, aber das wäre ein Euphemismus. Schäbig trifft es schon eher.
Einzig positiv: es ist sowas von durschaubar, dass jeder mit Lese- und Textverständnis den Braten in diesen Kommentaren riecht.

Gelegenheit für neue Erfahrungen schaffen das A und O

Bei Fathaland slims Hinweis auf Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra im Kommentar von 15:53 unter „Freundschaft statt "mein Land first"“ - in der Tat ein leuchtendes und weltbekanntes Beispiel dafür, dass es auch anders geht - kommt mir eine vor einigen Jahren in den TV-Nachrichten ausgestrahlte Szene wieder in den Sinn, die sich irgendwo im israelisch-palästinensischen Grenzgebiet abgespielt hat:

Am Anfang wurde gezeigt, wie einige Jungen - allesamt Israelis - miteinander Fußball spielten.

Einige palästinensische Jungs saßen mit ihren Eltern in der Nähe und schauten unruhig-sehnsüchtig zu, während ihre Eltern offensichtlich versuchten, sie "im Zaum" zu halten.

Irgendwann stand einer der palästinensischen Jungs trotzdem auf, lief hin und spielte in der „israelischen“ Mannschaft einfach mit. Die anderen folgten natürlich sogleich.

Schlussszene: Die Erwachsenen - palästinensische wie israelische - standen um das Spiel herum und regten sich auf.
Die Jungs spielten Fußball.

17:46 von mispel

In dieser Form ist der Artikel zumindest für mich als Leser uninformativ.
.
das würde ich so nicht sagen
es ist sogar sehr informativ !

Falsches Foto.

Nicht das Hakenkreuz bedroht den Davidstern, sondern etwas anderes.

Wenn es stimmt, dass es in unserem Land

so wenig Wissen A) zur Judenverfolgung und B) zu jüdischem Leben und Traditionen gibt, woran liegt das dann?

Versagen Schulen, Medien, Elternhaus?

Ein Anfang wäre vielleicht, dass man aufhört, die Barbarei des "tausendjährigen Reiches" Holocaust zu nennen; ein solches Fremdwort, zumal eines, dass sich die wenigsten ableiten können, ist immer ein Filter, der einen vor der vollen Wucht der Bedeutung schützt.

Und man könnte wieder eine Ausstellung ähnlich der Monumenta judaica in Köln 1963 organisieren. Sie deckte die 2000jährige Geschichte der Juden am Rhein, Religion, Gebräuche und natürlich die Nazizeit ab. Köln könnte sicher behilflich sein.

Der Dokumentarfilm "Mein Kampf" von 1960 lässt zum Nazi-Gedankengut und seiner Umsetzung an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
Wer den gesehen hat, ist wohl für immer immun gegen nationalistisches und rassistisches Denken.

Auch und gerade heute kann man jungen Leuten (und älteren) diese Auseinandersetzung nicht ersparen.

Link zur Studie?

Gerne möchte ich mich tiefergehend mit angesprochener Studie auseinandersetzen und bitte die Tagesschau darum, einen Link zu dieser als Quelle zu veröffentlichen.
Vielen Dank.

Erstaunlich,...

...wächst die Zahl der hier in Deutschland lebenden Juden seit 2006 doch stetig, gerade der jungen Juden !

Wie passt dies mit der "Furcht" zusammen ???

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