Ihre Meinung zu: Mays "Plan B" für den Brexit enthält nichts Neues

21. Januar 2019 - 18:21 Uhr

Wie sieht "Plan B" für den Brexit denn nun aus? Vor allem über die Irland-Grenzfrage will Premier May nochmal reden. Die Reaktion der EU darauf fiel deutlich aus. Kanzlerin Merkel rief London zu raschen Vorschlägen auf.

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Kommentare

Mays "Plan B" für den Brexit enthält nichts Neues

war zu befürchten

"Tatsächlich präsentierte May aber nichts Neues"

Es würde auch die ausgefallenste Phantasie überfordern sich vorzustellen, woher denn da was Neues kommen soll.

Peinlich ist es allerdings, dass May Vorschläge macht, die schon vorher abgeschmettert werden. Irland wird keinen Separatvertrag mit dem UK abschließen.

Was will die Frau mit solchem Gerede denn erreichen?

@ karwandler 18:45 Uhr

"Was will die Frau mit solchem Gerede denn erreichen?"
SIE will bessere Austrittsbedingungen und vergisst dabei, dass die Entscheidung darüber bei allen(!) EU Staaten liegt aber nicht im UK, mag das noch so sehr gewünscht sein!

Demokratie

Was ist eigentlich falsch daran, wenn Abgeordnete angesichts des inhaltslosen Herumgeieres der Regierung selbst die Initiative ergreifen wollen?
Denn nicht die Exekutive, sondern die Legislative vertritt das Volk als Souverän.
Das scheint aber nicht nur die britische Regierung vergessen zu haben.
Selbst in einfachen Verbänden ( in D) hat sich die Spitze weitgehend von den Delegierten verabschiedet ( außer direkt vor der Neuwahl).

"Plan B" für den Brexit enthält nichts Neues

Bei solchen Plänen, die nichts Neues enthalten, sollte Frau May auch nicht auf Zustimmung hoffen. Weitere Verhandlungen mit der EU sind wahrscheinlich völlig aussichtslos. Diese setzen immer Einstimmigkeit aller EU-Staaten voraus.

Schock

... die Umstände sind so geblieben, wie sie zuvor auch schon waren.

Was will May da ausloten, was nicht bereits ausgelotet war? B-Team mit B-Plan ab in die B-Liga, ist arg geschmeichelt.

Was für eine Farce

In dieser Sache steckt von Anfang an der Wurm. Wie es zum Referendum kam, wie es durchgeführt wurde (einfache Mehrheit)... kaum war das Ergebnis verkündet, sprangen die Ober-Brexit-Werbetrommler ab (Johnson, Farage), Frau May verschleißt einen Bexit-Minister nach dem andern und versucht permanent, anderen (EU, Labour) die Schuld in die Schuhe zu schieben, dass nix klappt, etc., die Liste ist (zu) lang.

Was für ein Hohn, jetzt auf einen Separatvertrag mit Irland zu zielen. Sollte sich langsam auch bis zu ihr durchgesprochen haben: Separatvertrag ist nicht. Irland ist nämlich (zum Glück) gerne in der EU und hält sich an die Regeln. Die Iren haben nun wirklich keinen Grund, daran ausgerechnet für England was zu ändern.

Eigentlich ist es einfach

mindestens 3 B-Pläne zu präsentieren:

B1 - give Ireland back to the Irish
B2 - Neues Referendum
B3 - May tritt endlich zurück, Neuwahlen und alles klärt sich von selber

Keine Bewegung im Streit

Komisch, dass May ein zweites Referendum immer kategorisch ablehnt. Auch bei den Brexit Beführwortern ist das so. Liegt das daran, dass jetzt wo die Fakten für alle klar und ersichtlich sind niemals eine erneute Mehrheit für einen Brexit zusammen kommen würde? Einer Demokratie sollte es nicht schaden sollche „Volksentscheide“ mehrfach abzuhalten, denn wie bei Politikern ändert sich ja auch die Meinung der Bürger von Zeit zu Zeit. Ein zweites Referendum wäre also höchst demokratisch und würde UK in die Karten spielen, denn es würde Zeit schaffen um den Brexit nach hinten zu verschieben und doch noch eine Lösung für Irland zu finden. Schlimmstenfalls kann man den Austrittsantrag auch zurückziehen und ihn, nachdem man einen guten Plan hat, einfach noch mal stellen. Erneuter Austrittsantrag heißt vielleicht auch neu Verhandeln und das wünschen sich die Abgeordneten ja.
Beide Optionen scheinen günstiger zu sein, als der Plan den UK da gerade verfolgt.

Amateurhaft

May glaubt doch nicht etwa, ihren schlechten Brexit-Plan zu retten, indem sie Irland aus der europäischen Solidargemeinschaft heraus kaufen will? Wie dumm kann Politik sein?

Den Knall nicht gehört?

Ich hatte mit Vielem gerechnet, aber nicht damit...
Ich war bisher recht positiv überrascht, dass sie so sehr am vereinbarten Abkommen festhielt. Nun frage ich mich, sind dies nur Starrsinn und fehlende Ideen (gewesen)??
Vielleicht liegt es in der Schweizer Natur, immer zu denken (denken zu wollen), dass das Volk eine zweite Abstimmung möchte...
Ich muss sagen, es ist schade, dass Corbyn nicht erst heute Abend das Misstrauensvotum ergriffen hat... es wäre heute vielleicht klarer...
Wobei.. auch er trägt seinen Anteil, legt er sich doch selbst auch nicht fest....

Idiocracy

May und Cameron sollten zusammen den Film genießen.
Die britische Regierung, das Unterhaus und das Oberhaus bemühen sich zur Zeit redlich dem Film gerecht zu werden.

Wer ist der Souverän?

@ Fenian:
Denn nicht die Exekutive, sondern die Legislative vertritt das Volk als Souverän.

In GB ist der Souverän wohl ohne jeden Zweifel die Königin. Nichts desto trotz könnte das Parlament durchaus etwas souveräner agieren.

Wenn Irland auch austritt

wäre das Problem erledigt.
Diese EU braucht ohnehin niemand.

Der Brexit schadet dem

Der Brexit schadet dem gemeinen Volk. Die Regierung sollte endlich davon Abstand nehmen.

Frau May hat keinen Plan B

Bei Frau May gibt es nur einen einzigen Plan und was neues hat die gute Frau heute definitiv nicht gebracht. Sie führt UK mit Ansage ins Verderben und zieht noch nicht einmal die Konsequenzen daraus.
Ich frage mich schon was diese Frau so daran hält sich diese Demütigungen vor dem Parlament anzutun. Heute wirkte sie auch schlicht wirr und planlos. So geht es einfach weiter und mit großen Schritten in Richtung No Deal. Es sei denn, es gibt Neuwahlen.

ein Land möchte aus dem Verbund

austreten. Alle anderen Länder des Verbundes diktieren die Bedingungen?
Normalerweise erfolgt eine Kündigung, das Land geht seinen eigenen Weg...jede weitere Einmischung ist ein Erpressungsversuch!

@ wolf47

Wenn Irland auch austritt wäre das Problem erledigt.

Toll. Das erinnert mich an die Geschichte, wo jemand das ganze Haus drehen wollte, um eine Glühbirne einzuschrauben.

Nein.

Seriöse Partnerschaft sieht anders aus. Wer eine Vereinbarung will, kann so nicht auftreten - mindestens dann nicht, wenn er keine 99 Jahre Zeit hat, sondern gerade mal noch zwei Monate - und vor allem dann nicht, wenn von den zwei Jahren mehr als die Hälfte an nichtstätige Zocker vergeben worden ist, die eine ernsthafte Vereinbarung nicht wollten.
Die EU tut gut daran, ihr gerade nach innen gewonnenes Standing nicht gleich wieder dadurch zu beschädigen, dass sich sich auf diese Weise erpressen lässt. Sie sollte es machen wie Corbyn - das Gespräch gar nicht erst anfangen, wenn klar ist, dass die bisher ausgehandelten Grundlagen infrage gestellt werden.

Gordischer Knoten

Niemand wird diesen Knoten lösen. May nicht, die EU nicht, keine Neuwahl und keine neue Abstimmung. Eigentlich ist das verhandelte Abkommen ja die Lösung. Aber die will man nicht, da ja dann auf unbestimmte Zeit Nordirland quasi in der EU verbleibt. Gut, wenn man mit der EU ja einen Freihandelsvertrag nach dem Vorbild Norwegen schließen würde... will man auch nicht, da man dann bezahlen muss und EU Regeln einhalten muss. BREXIT means BREXIT.

re wolf47: Sprüche...

"Wenn Irland auch austritt
wäre das Problem erledigt."

Da haben Sie zwar Recht, aber ausser England will überhaupt niemand "austreten". Warum auch?

"Diese EU braucht ohnehin niemand."
Aha - und Sie wissen das woher?

Ich kann Ihnen sagen, wer "diese EU" wirklich "nicht braucht":
Das sind einmal die, die lieber mit kleinen Einzelstaaten verhandeln, weil sie mit denen ein viel leichteres Spiel haben.
Und das sind da die, die meinen, ohne europäische politische und wirtschaftliche Konkurrenz viel leichter eine autoritäre Politik betreiben zu können.

Falls ich Sie noch nicht überzeugt habe:
Welche Probleme der Briten werden denn durch einen Austritt gelöst?
Und welche Probleme kommen für die Briten durch einen Austritt dazu?

EU-Gegner haben es durch diesen Brexit wirklich schwer und es war noch nie so leicht, die EU als Errungenschaft zu betrachten.

Das ist ja wohl absolutes Wunschdenken,

die Iren sind mit der EU zufrieden und werden den Teufel tun für England die Kohlen aus dem Feuer zu holen.Die Frau May sollte endlich zurücktreten, das was sie abliefert ist ja Nichts. Sie dreht sich nur auf der Stelle, und
die EU wäre dumm ihr noch irgendwelche Zugeständlisse zu machen. Einfach nur zurücktreten Frau May!

@Zundelheimer 19:35

Es gibt bestimmte Bedingungen wenn man austreten will. Dies ist bei einem Verbund so, es ist bei einer Organisation so und es ist auch bei der EU so. Ihre Vorstellungen sind unrealistisch. Von Erpressungsversuchen zu reden ist albern. Wenn hier einer erpresst, dann sind es Frau May und ihre Leute die meinen die Rest-EU in Sachen Backstop zu erpressen. So ein Vorgang funktioniert nicht. Die britischen Politiker wussten von Beginn was für Konsequenzen durch den Brexit drohen und sie haben diese Konsequenzen ausgesessen, jetzt will auf einmal niemand mehr was wissen.

Ich habe mich jetzt zum ersten Mal

mit dem britischen Parlament beschäftigt, indem ich die Sitzungen des Unterhauses zum Brexit life verfolgt habe.
Ich muss unserem Parlament, dem Bundestag, jetzt Abbitte tun: die Briten in ihrem Parlament sind ein wirklicher Witz, abgesehen davon, dass sie irgendwelche uralten Gepflogenheiten bei ihren Debatten haben , sind die Redebeiträge der Abgeordneten sowas von langweilig und nichtssagend, dass die BT-Debatten dagegen wie spannende Krimis erscheinen. Das Anbiedern so mancher Abgeordneter an Frau May ist schon mehr als peinlich. Lediglich die schottischen Abgeordneten bringen mit ihren Kritiken und Forderungen etwas Leben in die Sitzungen.
Alles in allem: seit 2 Jahren hören wir immer dieselbe Leier von Frau May, nämlich dass sie mit "Brüssel" verhandeln will. Dabei gibt es nichts mehr zu verhandeln, es ist alles besprochen und die Zusage von Frau May, dass man von der EU weitere Zugeständnisse erhalten will, sind reine Phantastereien. Am 29.3.19 ist alles vorbei, die Briten raus

Mays Plan ?

Fehlanzeige !
Nur Geschwafel, nach dem Motto :
ich red ja nur und sage nix.
Wer braucht solche Politclowns?
Das kann man doch nicht ernst nehmen, wenn es nicht so wichtig wäre.

Stay strong Madame Prime Minister!

Keine Verschiebung des Austrittsdatums, kein zweites Referendum!

May ist Respekt dafür zu zollen, dass sie standhaft bleibt und den Auftrag des britischen Volkes umsetzt - die EU zu verlassen.

Leave means leave.

Ja, auch ein Referendum kann knapp entschieden werden und 2/3 Mehrheitsbedingungen (wie sich mancher Forist hier erträumt) sind nicht zulässig.

Die EU hatte lang genug Zeit, den Briten entgegen zu kommen. Ein harter Brexit bringt vielleicht die Brüsseler Eurokraten zur Vernunft.

Lasst Euch nichts einreden - nach WTO Regeln können UK und EU erstmal genau wie vor dem Brexit verfahren. Alle Handelsbedingungen können erst mal gleich bleiben und die EU wird dann schon bereit sein, auf die Arbeitnehmer Freizügigkeit zu verzichten.

Dafür werden die Unternehmen in der EU, die auch weiterhin Geschäfte mit dem Vereinigten Königreich machen wollen, schon Sorgen.

You bet!

re Zundelheiner: Erpressung

"ein Land möchte aus dem Verbund
austreten. Alle anderen Länder des Verbundes diktieren die Bedingungen?"

Moment mal! Wer verbietet den Briten denn einen "harten Brexit"?

"Normalerweise erfolgt eine Kündigung, das Land geht seinen eigenen Weg...jede weitere Einmischung ist ein Erpressungsversuch!"

Sie meinen, die Verpflichtungen eines Vertrages kann man jederzeit durch einseitige Kündigung aufheben?
Und das Bestehen auf vorher eingegangenen Pflichten wäre dann eine "Erpressung"?

Meinen Sie das wirklich ernst oder gehören Sie auch zu denen, die sich weder vorstellen wollen noch können, dass die EU vielleicht - ganz vielleicht - auch etwas Gutes an sich haben könnte?

@ Zundelheiner

Normalerweise erfolgt eine Kündigung, das Land geht seinen eigenen Weg...jede weitere Einmischung ist ein Erpressungsversuch!

Das würde ich so nicht sagen. Bei einer Ehescheidung versucht man ja auch einen für beide Seiten erträglichen Kompromiss zu schließen. Dabei muss jeder ab und zu geben.

um 19:28 von wolf47

"Wenn Irland auch austritt wäre das Problem erledigt.
Diese EU braucht ohnehin niemand."
Da sind Sie wohl völlig auf dem Holzweg. Diese und eine verbesserte EU wollen alle anderen EU-Staaten und die Mehrheit der Bürger.

Das wird doch langsam lächerlich!

Wenn England Nordirland so am Herzen liegt, dann soll Nordirland eben freigegeben werden. Dann kann Nordirland selbst entscheiden, an welcher Seite eine harte Grenze verlaufen soll und an welcher nicht.

Infam

Frau May möchte ihre verpfuschte Europa-Politik retten, indem sie versucht, Irland aus der europäischen Solidarität heraus zu ködern. Das wird in Irland keine Mehrheit finden und auch sonst in keinem Mitgliedsland. Ich erwarte von meinem Wahlkreisabgeordneten im BT da jedenfalls ein klares Nein.

19:35 von Zundelheiner

«ein Land möchte aus dem Verbund austreten. Alle anderen Länder des Verbundes diktieren die Bedingungen?
Normalerweise erfolgt eine Kündigung, das Land geht seinen eigenen Weg...jede weitere Einmischung ist ein Erpressungsversuch!»

"Normalerweise" gibt es beim Austritt eines Landes aus der EU nicht.
GB ist das erste Land, das diesen Schritt tun will. "Ein Präzedenzfall".

GB könnte "einfach so gehen". Wäre das, was immer mit "Hard Brexit" benannt wird. Dann ab dem 29.03.2019 ohne Handelsverträge mit niemandem. "Only WTO" - wäre ein exklusives Alleinstellungsmerkmal von GB unter allen Staaten der Erde. Ein "Sales Benefit" wäre das wohl aber eher nicht …

Das will die Mehrheit des britischen Parlaments aber auch nicht.
Eben so wenig wie die Regierung, und die Bevölkerung auch nicht.

"Man kann das Ganze" auch zum 1000. Mal drehen & wenden & würfeln.
Es ändert nichts an der Tatsache, dass GB sich klar werden muss, was es denn nun tatsächlich will.

"The best of all worlds" ist nicht.

@19:17 von Azzura89

"Einer Demokratie sollte es nicht schaden sollche „Volksentscheide“ mehrfach abzuhalten, denn wie bei Politikern ändert sich ja auch die Meinung der Bürger von Zeit zu Zeit"

Wenn man das konsequent weiterdenkt müsste nach diesem 2. Referendum dann auch bald ein 3. und 4. usw. stattfinden, was unter Umständen ein permanentes Ein- und Austreten in bzw. aus der EU zur Folge hätte.
Keine Seite kann so oft abstimmen lassen bis es passt und dann finito.
Das jetzige Chaos reicht schon.

ganz so einfach ist das nicht - die briten möchten ja gar nicht einfach gehen - sie hätten gern alle vorteile der eu (z.bsp. zollfreier export nach eu-staaten), möchten dafür aber nichts leisten müssen (z.bsp. freizügigkeitsgesetz von eu-bürgern)!

dass das so von der eu nicht mitgetragen wird - nicht mitgetragen werden kann! - hätte eigentlich auch den brexitbefürwortern klar sein müssen!

vermutlich war es das sogar - man hat nur das eigene volk hierüber im unklaren gelassen..

ich würde daher sagen:

wer gehen will, der solls doch bitte auch tun - und nicht am ende noch über die konsequenzen jammern!

Live-Übertragung Guardian

Live angeguckt. Plan B ist Plan A. Von 107 Abgeordneten haben gefühlt mindestens die Hälfte einen Zeitaufschub gewünscht - oder ein 2. Referendum bzw. zumindest eine Garantie, dass May den no-Deal-Brexit ausschließt.
Doch für May und etliche der anderen gibt es nur eine Option: Referendum 2016 = Volkes Wille erfüllen. Klartext:
Austritt am 29.3.
Mit Deal - sofern "dieses Haus" mitgeht.
Sie will einen Deal, sagt May. Will darüber bis nächste Woche Einzelgespräche führen. Wenn er nicht mehrheitsfähig wird, gibt es eben keinen Deal. Dass er sich nennenswert vom alten unterscheidet, ist kaum anzunehmen. Doch wer den geordneten Austritt und no Deal vermeiden will, braucht ja nur dafür stimmen - egal, was drin steht.
Es gibt schon böse Kommentare (Guardian), spannend - traurig.

@Zundelheiner

"Normalerweise erfolgt eine Kündigung, das Land geht seinen eigenen Weg...jede weitere Einmischung ist ein Erpressungsversuch!"
Es mischt sich ja niemand ein. Es wurde verhandelt. Es gibt ein Ergebnis. Niemand erpresst daher irgendwas.
Aber genau was Sie beschreiben ist ja der harte BREXIT. Dann ist die Grenze in Irland zu, Zölle fallen an usw. Hier versucht das Land, das den Verbund verlassen will, den Verbund zu erpressen.
Sie müssen Brite sein und Johnson Anhänger.

Katholiken gegen Protestanten...

Die Artikel zum Thema Backstop und Plan B erzeugen den Eindruck, dass auch die Journalisten bei der Tagesschau die Brisanz von Nordirland nicht verstanden haben.

Spätestens mit der Autobombe heute in Londonderry sollte klar sein, was auf dem Spiel steht und in welcher Zwickmühle man sich befindet.

Weder EU noch UK wollen eine erneute Teilung Irlands riskieren. Trotzdem muss man eine effektive EU-Aussengrenze definieren.

Zugleich hat die Tory-Propaganda der letzten Jahre natürlich genau die "good old times" heraufbeschworen, als das "Great Britain" noch gross und mächtig war. Was irgendwelche Rebellen auf ihrer Kolonie denken kommt in dieser Vision gar nicht vor, daher will man an der Stelle nicht wirklich irgendwelche Kompromisse eingehen.

Die einzig verantwortungsvolle Handlung wäre, die bisherige Tory-Propaganda als solche zu erkennen das ganze Unterfangen abzublasen. Aber dafür stehen zu viele Karrieren auf dem Spiel.

Und wenn, die EU wird ja auch aktiv an die Wand gefahren..

@Der kleine Puti Nist

"Bei einer Ehescheidung versucht man ja auch einen für beide Seiten erträglichen Kompromiss zu schließen." Am 21. Januar 2019 um 19:52 von Der kleine Puti Nist

Es gibt aber das Trennungsjahr, und nicht die Trennungszweianderthalbjahreundvielleichtnochlänger...

@Zundelheiner

"Normalerweise erfolgt eine Kündigung, das Land geht seinen eigenen Weg...jede weitere Einmischung ist ein Erpressungsversuch!"
Es mischt sich ja niemand ein. Es wurde verhandelt. Es gibt ein Ergebnis. Niemand erpresst daher irgendwas.
Aber genau was Sie beschreiben ist ja der harte BREXIT. Dann ist die Grenze in Irland zu, Zölle fallen an usw. Hier versucht das Land, das den Verbund verlassen will, den Verbund zu erpressen.
Sie müssen Brite sein und Johnson Anhänger.

Was macht Corbyn? Aussitzen?

Die Rolle von Corbyn ist mir ja absolut schleierhaft. Er hat ein Misstrauensvotum gestellt, was nicht gerade ein konstruktiver Beitrag zur Lösung der Probleme war. Ansonsten kommt gar nix. Ich kann nur erkennen, dass er mauert und noch schlimmer auf Zeit spielt als diese May.

Haben wir schon eine Gebühr für die Engländer

eine Steuer für die Ferienhausbesitzer, die Autofahrer mit englischen Lenkrad, die viele Engländer müssen auch irgendwas zahlen.

Ich würde sagen "Visafrei" für 6 Wochen. Danach wird ein Visa nötig, für dessen Bearbeitung wir allerdings lange brauchen,

Wir sind zu freundlich

Grenzen als Allheilmittel?

@ pepe:
Weder EU noch UK wollen eine erneute Teilung Irlands riskieren. Trotzdem muss man eine effektive EU-Aussengrenze definieren.

Ja? Warum muss man das denn?

um 19:30 von Werner40

:-))) der Brexit schadet ihnen als Unternehmer... es fehlt Ihnen an Geld für den nächsten Porsche.... Fachkräfte gibt's eh zu wenig.
Eigentlich eine tolle Zeit, wenn man was gelernt hat :-)))

Hätte May Rückgrat würde Sie

Hätte May Rückgrat würde Sie die Abstimmung zu "ihrem Deal" mit der Vertrauensfrage verbinden. Im Fall einer Niederlage Neuwahlen. Wäre interessant zu sehen was den Hard Brexiteers wichtiger ist. Aber dazu bräuchte Frau May eben Rückgrat.

@ Zundelheiner

Normalerweise erfolgt eine Kündigung, das Land geht seinen eigenen Weg...jede weitere Einmischung ist ein Erpressungsversuch!

Von der EU gibt es definitiv keinen Erpressungsversuch. Das britische Königreich kann sich frei entscheiden, mit oder ohne Vertrag aus der EU auszuscheiden.

Ich selbst sehe das mittlerweile völlig emotionslos. Sollen sie meinetwegen doch den harten Brexit wählen. Wir kommen damit klar. Was kümmert es uns, wenn im Hafen von Dover ein Sack Linsen umfällt.

Frage...

An das Forum: Wenn das House of Commons (Unterhaus) nicht zu einer Entscheidung kommt kann das House of Lords (Oberhaus) das Unterhaus überstimmen oder überspringen? Für reale Antworten bin ich sehr dankbar.

20:06 von KowaIski

«Weder EU noch UK wollen eine erneute Teilung Irlands riskieren. Trotzdem muss man eine effektive EU-Aussengrenze definieren.»

«Ja? Warum muss man das denn?»

Weil es in einem Verbund, in dem freier Waren- und Personenverkehr nach einheitlichen Regularien gilt, eine Abgrenzung zu den Staaten geben muss, die diesem Verbund nicht angehören (nicht länger angehören wollen).

@Kowalski 20:04

Corbyn muss nicht liefern. Er ist nicht Premierminister, diesen Job hat Frau May. Er ist Oppositionsführer und gut ist. Er hat keinerlei Verpflichtungen vor Frau May

19:51, Einfach Unglaublich

>>Ja, auch ein Referendum kann knapp entschieden werden und 2/3 Mehrheitsbedingungen (wie sich mancher Forist hier erträumt) sind nicht zulässig.<<

Das gesamte Referendum fand ohne rechtliche Grundlage statt. Insofern ist der Begriff "zulässig" hier fehl am Platz.

>>Die EU hatte lang genug Zeit, den Briten entgegen zu kommen. Ein harter Brexit bringt vielleicht die Brüsseler Eurokraten zur Vernunft.<<

Wie jetzt?

England erklärt den Austritt, und die EU hat den britischen Forderungen entgegenzukommen?

>>Lasst Euch nichts einreden - nach WTO Regeln können UK und EU erstmal genau wie vor dem Brexit verfahren. Alle Handelsbedingungen können erst mal gleich bleiben und die EU wird dann schon bereit sein, auf die Arbeitnehmer Freizügigkeit zu verzichten.<<

Die WTO-Regeln sind für GB eine gewaltige Verschlechterung und führen zu einer Verteuerung sämtlicher Importwaren. Es müssten dann nämlich Zölle erhoben werden. Das wird den britischen Konsumenten gewiss freuen.

may

lehnt ein zweites referendum ab. sie befuerwortet den brexit unbeeinflussbar. sie weiss ganz genau, dass ihre plaene und vorschlaege von der eu abgelehnt werden. sie macht sie trotzdem. nein, sie macht sich damit nicht laecherlich und das ganze ist nicht peinlich.
sie wird nicht zuruecktreten. ja, nach dem 29. maerz.
sie geht unbeirrbar ihren weg. kann es sein, dass dieser weg vorgegeben ist und der brexit mittel zum zweck ist?

May wird unterschätzt - Sie weiß genau was sie tut! Ohne Ironie!

Wer glaubt, Theresa May hätte keinen Plan, sie wisse nicht was sie tue, sie lässt den Brexit ungeordnet ablaufen usw. wird sich noch wundern. Fr. May weiß ganz genau was sie macht.

Fr. May hat nicht umsonst 15 Monate lang mit der EU und allen Staatschefs x-mal in scheinbar aussichtsloser Position verhandelt. Sie wird sich an jedes einzelne Wort im Gespräch erinnern.

Wenn Fr. May das vorhat was ich vermute, kann, ja darf sie, Ihren Brexit-Plan noch gar nicht offen legen. Noch nicht einmal im Februar. Das wird sie erst wenige Tage vor dem 29. März machen können.

Fr. May hat bis Mitte März alle rote Linien abgesteckt und wird diese Linien punktgenau der EU um die Ohren hauen. Denn sie weiß: Nichts fürchtet die EU so sehr wie einen ungeregelten Brexit.

Merke: Wer zuletzt lacht lacht am besten. Fr. May weiß, dass sie derzeit von allen unterschätzt wird. Auch das dürfte gewollt sein.

re magfrad

"Corbyn muss nicht liefern. Er ist nicht Premierminister, diesen Job hat Frau May. Er ist Oppositionsführer und gut ist. Er hat keinerlei Verpflichtungen vor Frau May"

Anscheinend hat er auch keinerlei Verpflichtungen für sein Heimatland.

@ 19:28 von wolf47

Wenn Sie diese EU nicht brauchen - bitte, dies ist ein freies Land, wandern Sie nach Norwegen, Island, Lichtenstein oder Schweiz aus, alles Länder, die ihre Großmutter verkauft haben, nur um alle Vorteile der EU zu genießen, aber auch nicht in der EU sein wollen. Wann hatten wir übrigends zuletzt einen Krieg zwischen den Staaten, die zur EU gehören - und wieviele Kriege zwischen genau den gleichen Staaten gab es in den Zeiten vor der EU? Wie vergesslich viele Menschen doch sind ... Wenn es ihnen zu gut geht.

Man hat den Eindruck, dass PM May

ihre Verzögerungstaktik ausschöpft, um schließlich doch noch den EU-Austritt zu widerrufen - einfach weil nichts anderes mehr geht: ihre selbst gezogenen 'roten Linien' will sie nicht in Frage stellen; 'no deal' will höchstens eine kleine Minderheit, die sich einen Wirtschafts-Crash nicht vorstellen kann. Für ein 2. Referendum ist es zu spät, für Neuwahlen sowieso. Und der Austritt kann nur wenig über den 29. 3. hinausgeschoben werden, denn am 26. Mai sind EU-Wahlen, und da soll sicher kein Land mitmachen, das sich im Austrittsverfahren befindet/zu 95 % ausgetreten ist.

So lieb mir England immer war, ich möchte doch, dass es zuerst einmal zu sich kommt und versteht, dass die EU ein Langzeitprojekt ist, das konstruktive Beiträge braucht und nicht als Sündenbock für Binnenprobleme missbraucht werden darf. Das ist keinesfalls nur ein britisches Problem, aber sie haben sich über Jahrzehnte darauf eingeschossen, es nun mit dem Brexit übertrieben - und sich wohl hoffnungslos verstrickt.

Mays Mantra

Sie wiederholt immer wieder, die Verpflichtung, die sich aus einer Momentaufnahme der Volksstimmung, als niemand ernsthaft mit einem Brexit-Sieg rechnete (außer ein paar Insidern), ergäbe, als keinerlei Konsequenzen eines Brexit seriös bekannt waren, angeblich ergeben habe. Alle Umfragen zeigen, dass das Ergebnis heute alles andere als klar wäre - auch damals war die Mehrheit so hauchdünn, dass man daraus nicht seriös einen Volkswillen ableiten konnte. Diese Wiederholung gegen besseres Wissen, hier einen Volkswillen zu exekutieren, läßt mich an ihrer ehrlichen Überzeugung zweifeln. Entweder hat sie keine Überzeugung oder sie ist nicht ehrlich.

20:26, rogerburns

>>Wenn Fr. May das vorhat was ich vermute, kann, ja darf sie, Ihren Brexit-Plan noch gar nicht offen legen. Noch nicht einmal im Februar. Das wird sie erst wenige Tage vor dem 29. März machen können.

Fr. May hat bis Mitte März alle rote Linien abgesteckt und wird diese Linien punktgenau der EU um die Ohren hauen. Denn sie weiß: Nichts fürchtet die EU so sehr wie einen ungeregelten Brexit.<<

Während ein ungeregelter Brexit für GB natürlich a piece of cake ist, nicht wahr?

Denken Sie doch mal nach, wer nach dem ungeregelten Brexit mehr Nachteile hat.

Welche Nation steht dann beispielsweise komplett ohne Handelsverträge da?

Am 21. Januar 2019 um 20:16 von MSCHM1972

"Wenn das House of Commons (Unterhaus) nicht zu einer Entscheidung kommt kann das House of Lords (Oberhaus) das Unterhaus überstimmen oder überspringen? "

Ähnlich wie in Deutschland.
Der Bundespräsident (Oberhaus) kann Parlamententsentscheidungen (Unterhaus) nicht einfach überstimmen oder überspringen.

@einfach unglaublich, 19:51

Bitte um Erklärung: Warum soll eine 2/3 Mehrheitsbedingung nicht zulässig sein?

@um 20:19 von Magfrad

Corbyn muss nicht liefern. Er ist nicht Premierminister, diesen Job hat Frau May. Er ist Oppositionsführer und gut ist. Er hat keinerlei Verpflichtungen vor Frau May

Verpflichtungen gegenüber dem Land scheint er dann aber auch nicht zu haben. Wenn Corbyn/Labour den harten Brexit wirklich vermeiden wollen - so wie sie es immer gepredigt haben - dann hätten sie sich schon etwas konstruktiver einbringen müssen. Denn jetzt läuft es auf den harten Brexit hinaus. Gut, Corbyn könnte man auch zutrauen dass er mit dem harten Brexit und dem damit verbundenen Ende der PFZ zugunsten der Löhne der Einheimischen nicht ganz unglücklich ist.

20:25, higher

>>sie wird nicht zuruecktreten. ja, nach dem 29. maerz.
sie geht unbeirrbar ihren weg. kann es sein, dass dieser weg vorgegeben ist und der brexit mittel zum zweck ist?<<

Eine rätselhafte Frage.

Wer gibt den Weg denn vor und zu welchem Zweck ist er Mittel?

@ 20:26 von rogerburns

Die EU und deren Wirtschaft sieht einem ungeregeltem Brexit relativ kühl entgegen. Es ist nicht schön, macht eine Menge Ärger, aber jedes Nachgeben würde soviel Folgekosten durch einen bevorteilten Wettbewerber UK bewirken, dass das die teurere Variante ist. Wirtschaft denkt langfristig. Durch einen ungeregelten Brexit verschwindet ein Wettbewerber auf dem Finanzmarkt und man hat in einem relativen kleinen Exportmarkt mehr Konkurrenz zu fürchten, aber wir exportieren erfolgreich in viele Länder mit ähnlicher Situation und obsiegen im Wettbewerb. Lieber wäre der Wirtschaft ein geregelter Brexit wie in dem angebotenen Deal oder gar kein Brexit. Aber wenn man das nicht bekommt, so schaut man mal gespannt auf dieses politische Experiment, bei der eine ganze Volkswirtschaft von einer Minute auf die anderen gegen die Wand gefahren wird. Darüber werden noch Generationen von Volkswirtschaftlern Doktorarbeiten schreiben.

Neuwahlen unumgänglich.

May sollte endlich die Vertrauensfrage stellen. Es wird dann wohl zu Neuwahlen kommen. Die Neuwahlen werden die Basis sein für das was die UK will. So geht es ja nicht weiter. Ein dunkel schwarzes Blatt in der Geschichte der UK.

20:16 von MSCHM1972

«Frage ... An das Forum: Wenn das House of Commons (Unterhaus) nicht zu einer Entscheidung kommt kann das House of Lords (Oberhaus) das Unterhaus überstimmen oder überspringen? Für reale Antworten bin ich sehr dankbar.»

Nein, überstimmen und überspringen kann es nicht.

Es kann vom House of Commons erlassene Gesetze überprüfen, Änderungsvorschläge machen, und einzelne Gesetze in ihrer Rechtsgültigkeit bis max. 1 Jahr "aufschieben".

Da es im UK keine schriftlich niedergelegte Verfassung gibt, die dieses Recht im Detail regelt, geschieht das nach "Gewohnheitsrecht" (Common Law).

"Unbegrenzt oft" darf das House of Lords so nicht agieren. Tut es das "zu häufig", kann das House of Commons ihm nach dem "Parliament Act" in die Parade fahren. Und z.B. die aufschiebende Verfügung gegen ein Gesetz wieder aufheben.

Alles "nur" Gewohnheitsrecht, stets Einzelfallentscheidungen.
Die von A zu B zu C zu debattieren sind …

@karwandler 20:27

Politisch finde ich Corbyn komplett daneben, allerdings hat er auch nicht viel Möglichkeiten. Er hat ja keine Mehrheiten. Für sein Heimatland wäre wohl Neuwahlen die beste Lösung und für die steht ja auch Corbyn selbst. Wenn man sieht wie die aktuelle Regierung und Frau May sich verhalten wäre es nur fair wenn es erneute Wahlen gibt. Als konservativer Mensch bin ich vom Verhalten der aktuellen britischen Regierung entsetzt. Die gibt einfach nur ein peinliches Bild ab.

20:27 von karwandler

ich gebe dir nicht oft recht. aber hier hast du es. genauso könnte man ja auch dieses struwelköpfchen jonson nennen.

@Messi 20:34

Es ist bekannt wie EU kritisch Corbyn ist. Der will diesen Brexit und hat auch kein Interesse ihn zu vermeiden. Allerdings repräsentiert er damit definitiv nicht seine Partei. Gut möglich, dass er bald durch jemanden abgelöst wird durch jemanden der mehr den Willen der gesamten Partei wiederspiegelt.

Das ist eben echte Demokratie

die Mehrheit bestimmt über die Minderheit. Großbritanien macht momentan alles richtig. Lassen wir uns nicht von den vielen Diskussionen in UK beeindrucken. Das ist eben echte gelebte Demokratie. Hier kommen alle zu Wort, Brexit Befürworter/Gegener. Eine Diskussionskultur die man sich auch für andere EU-Länder wünscht. Ich denke nach dem Brexit wird UK besser dastehen als viele andere Länder in Europa.

20:34, Messi

>>Gut, Corbyn könnte man auch zutrauen dass er mit dem harten Brexit und dem damit verbundenen Ende der PFZ zugunsten der Löhne der Einheimischen nicht ganz unglücklich ist.<<

Was die Löhne der Einheimischen drückt, das sind der Abbau der Arbeitnehmerrechte und die Entmachtung der Gewerkschaften unter Thatcher. Corbyns Partei hat diese "Reformen" dann, als sie an die Macht kam, unangetastet gelassen.

Eine der britischen Extrawürste, von Thatcher ausgehandelt, war ja, daß GB sich nicht den EU-Sozialbestimmungen zu unterwerfen hat. Und die sind schon lax genug...

re magfrad

"@karwandler 20:27

Wie kommen Sie darauf? Politisch finde ich Corbyn komplett daneben, allerdings hat er auch nicht viel Möglichkeiten. Er hat ja keine Mehrheiten. Für sein Heimatland wäre wohl Neuwahlen die beste Lösung und für die steht ja auch Corbyn selbst."

Und wofür steht er außer für Neuwahlen? Harten, weichen oder keinen Brexit?

Eine Opposition, die nicht mal eigene Positionen anbietet, braucht keiner.

Theresa May ist nicht mehr regierungsfähig

Theresa May ist mit ihrem Latein längst am Ende und wird von Ober- und Unterhaus, nur noch vor sich her getrieben. Eine Niederlage folgt der Nächsten. Das Misstrauensvotum hat sie zwar relativ knapp überstanden, aber das war ganz offensichtlich auch keine Herzensentscheidung ihrer Parteikollegen, sondern vielmehr das kleinere Übel in politisch unsicherem Fahrwasser.
Was will, was kann sie noch ausrichten?
Letztlich wäre es klug von ihr, ihr Amt als Premierministerin niederzulegen. Wer die Scherben ihrer Regierungsarbeit zusammenkehren soll, dürfte offen bleiben.

Wer ist für remain?

Welche Partei ist für remain

Corbyn ist Europa Gegner
May sagt sie setzt die Entscheidung der Bevölkerung um
Dup sagt kein backstop
Hardliner sagen hard brexit

EU sagt (bisher) :
Keine nachverhandlungen
Kein aufschub
Und England weiß eh nicht was die wollen
(klingt für mich verständlich)

Was könnte passieren :
Am 29. März cancelt England den brexit
Hard brexit
Soft brexit wird doch noch angenommen
EU verhandelt nach
EU verlängert und foltert uns weiter

re geige3000

"Hier kommen alle zu Wort, Brexit Befürworter/Gegener."

Dass alle zu Wort kommen ist ja sehr hübsch. Aber zu Potte kommen wäre allmählich noch hübscher.

@geige3000 20:43

Ihr letzter Satz ist schon witzig. Logisch wird UK noch etwas besser darstehen als Griechenland oder Bulgarien. Ich finde es jedoch schon amüsant wie die ganzen Foristen die den Brexit gefeiert haben und die EU hassen Schreckensbilder für die EU malen und alles rosarot malen für UK. Es wird anders kommen. Jeder der ein bisschen logisch nachdenkt, dem ist klar, dass ein Verbund aus 27 Staaten den Brexit besser meistern wird als ein einzelner Staat.

So klug als wie zuvor

@ friedrich peter...
May sollte endlich die Vertrauensfrage stellen. Es wird dann wohl zu Neuwahlen kommen. Die Neuwahlen werden die Basis sein für das was die UK will.

Vorsicht, was die Briten wollen, das ist eine recht verzwickte Sache. Die eine Hälfte will den Brexit (ob mit oder ohne Wumms) und die andere Hälfte will in der EU bleiben.

@raenef 20:51

Der letzte Absatz wird nicht passieren. Die EU wird nicht nachverhandeln und es wird nichts verlängert. So sehr es auch die Parlamentarier in London gerne anders hätten, die EU Staaten sind der EU verpflichtet und nicht UK.

"Wenn Irland auch austritt

"Wenn Irland auch austritt wäre das Problem erledigt."

Wie würde das die Grenze zwischen UK und Irland verhindern? Gar nicht! Es gäbe dann nur noch zusätzlich eine Abschottung von Resteuropa.

Offensichtlich wurde hier das Problem nicht verstanden, nämlich die Gefahr einer geschlossenen Grenze zwischen Nordirland und Irland.
Das einzige Szenario, bei dem ein Irlandaustritt das verhindern würde wäre, wenn Irland gleichzeitig Großbritannien beitritt...

Meine Güte, die EU-Gegner hier werden immer grotesker.

@karwandler 20:50

Corbyn steht für einen geregelten Brexit. Man weis schon mal ganz genau, dass er gegen einen harten Brexit ist. Obwohl viele in seiner Partei ein 2.Referendum wollen, will Corbyn dies nicht. Aber dies alles spielt ja sowieso keine Rolle. Die Mehrheit haben die Konservativen und nicht die politisch linken Labour Politiker.

Kein Aufschub

Wozu sollte die EU Aufschub gewähren? Das kann nicht unser Interesse sein. Die EU hat wichtigeres zu tun und kein Interesse an einer Hängepartie.
Ob Brexit mit oder ohne Vertrag, ist den meisten Europäern mittlerweile egal. Hauptsache die Briten kommen mal zu Potte.

20:51, raenef

>>Corbyn ist Europa Gegner<<

Nein, das ist er nicht.

Er ist sozusagen Kapitalismusgegner.

Er weiß, daß das Verlassen der EU Großbritannien der Überwindung des Kapitalismus keinen Schritt näherbringen wird.

Er ist Sozialist, nicht nationaler Sozialist oder sozialer Nationalist.

20:55 von Magfrad

die EU Staaten sind der EU verpflichtet und nicht UK.
.
die sind erstmal sich selbst verpflichtet

und wenn man die aktuellen Töne aus Polen hört
und bei uns hat man auch Angst um seine Pfründe

20:34 von Messi

Gut, Corbyn könnte man auch zutrauen dass er mit dem harten Brexit und dem damit verbundenen Ende der PFZ zugunsten der Löhne der Einheimischen nicht ganz unglücklich ist.

Die Löhne steigen ??? Wenn irgendwas mit absoluter Sicherheit nicht passieren wird, dann genau das. Wie soll das auch gehen ?
Zölle machen es erforderlich, dass man die Waren billiger anbietet, um sie überhaupt noch verkaufen zu können. Welche Waren das sein sollen, sei mal dahingestellt. Ergo muss man billiger produzieren.
Alles, was man importieren muss, wird durch Zölle teurer. Und das ist, abgesehen vielleicht von Fisch und Heu nahezu alles.
Die Exporteure nach GB werden warten, bis GB allein durch Not richtig hohe Preise zahlen wird und erst dann liefern.
GB wird sich dem Niveau eines Dritte-Welt-Landes nähern.
Da steigen garantiert von niemandem die Löhne.

@ Magfrad

Corbyn steht für einen geregelten Brexit. Man weis schon mal ganz genau, dass er gegen einen harten Brexit ist. Obwohl viele in seiner Partei ein 2.Referendum wollen, will Corbyn dies nicht.

Das interessiert aber nicht. Labour hat eine klare Beschlusslage: kein Brexit, sondern Verbleib in der EU. Da kann ein Vorsitzender ja nicht sein eigenes Süppchen kochen.

nach WTO Regeln können UK und

nach WTO Regeln können UK und EU erstmal genau wie vor dem Brexit verfahren.

Können - wenn sie einen entsprechenden Vertrag ausarbeiten. Aber das braucht Zeit. Und wieso sollte die EU einem deutlich kleineren Wirtschaftsraum derart entgegen kommen? Freier Handel mit einem Land, das selbst wieder mit irgendwelchen Ländern Abkommen schließen kann ist das absurdeste, was man machen kann. UK könnte so die EU vollständig untergraben, also den Zoll aushebeln. Einfach Waren zollfrei bei sich einführen und an uns zollfrei weitergeben. Genau das haben sie sich sogar im Herbst gewünscht. Wie blöd müsste die EU sein, da mitzumachen? Dann kann sie sich gleich auflösen, wenn das System bereits derart unterlaufen wird.

Und ohne Abkommen wird man nicht einfach so weitermachen können. Z.B. müssen Firmen Einfuhren anmelden. Wie soll das gehen ohne Regel? Welches Formular sollen sie nehmen? Wie versteuern? Es bleibt also erstmal nur GATT (die oft erwähnten WTO-Regeln) mit üblichem Zoll.

20.53 Mannemer Bub - Was wollen die Briten

`Vorsicht, was die Briten wollen, das ist eine recht verzwickte Sache`.
Richtig, aber man kann hoffen das sie jetzt mehrheitlich in der EU bleiben. Eins sollte man NICHT tun, die UK die Entscheidung abnehmen.

Ich gewinne den Eindruck,

dass mittlerweile kollektiv GB unter Inselkoller leidet. So gesehen darf man sich über Nichts mehr wundern

re magfrad

"Corbyn steht für einen geregelten Brexit."

Dann könnte er doch dem Austrittsvertrag zustimmen, oder? Aber nein, an die Macht zu kommen ist wichtiger - obwohl es noch völlig ungewiss ist, ob Labour überhaupt Neuwahlen gewinnen würde.

MSCHMASCH1972

Frage ... An das Forum: Wenn das House of Commons (Unterhaus) nicht zu einer Entscheidung kommt kann das House of Lords (Oberhaus) das Unterhaus überstimmen oder überspringen? Für reale Antworten bin ich sehr dankbar.

Gerne. Aber ich mach's kurz: Nein.

20:37 von friedrich peter...

«Neuwahlen unumgänglich.
May sollte endlich die Vertrauensfrage stellen. Es wird dann wohl zu Neuwahlen kommen. Die Neuwahlen werden die Basis sein für das was die UK will. So geht es ja nicht weiter. Ein dunkel schwarzes Blatt in der Geschichte der UK.»

"Das mit der Vertrauensfrage" hatten wir doch erst vor wenigen Tagen.
In Form eines Misstrauensvotums, welches von Corbyn gestellt wurde.

Corbyn hat es verloren, May hat es gewonnen. Die Mehrheit im House of Commons wollte vor wenigen Tagen noch keine Neuwahlen.

Und Neuwahlen änderten an der bestehen Lage (der chronischen britischen Krankheit des Nicht-Entscheiden-Können-Wollens) erst einmal rein gar nichts.

"Das alles vor dem 29.03.2019" ist pure Illusion (evtl. auch schon Delirium).
2,5 Jahre verbaselt, um dann "auf den letzten Metern" in Hyperaktivität zu verfallen.

Eigentlich "very unbritish". Aber das Nonsens-Referendum von Juni 2016 hat da im UK so eine Art von Massenhysterie ausgelöst, der man nun nicht mehr Herr wird …

Corbyn

Corbyn hält sich mit einer verbindlichen Aussage klar heraus

Und damit hat er recht:
Was interessiert uns Arbeiter der Brexit oder ein Verbleib Großbritanniens in der EU?!

Das Ganze ist eine interne Auseinandersetzung in der britischen Bourgeoisie und sonst nichts. Lass sie sich doch kloppen! Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!
Arbeiter sollten sich da raus halten: man beobachtet, genießt und schweigt!

@um 20:42 von Magfrad

Gut möglich, dass er bald durch jemanden abgelöst wird durch jemanden der mehr den Willen der gesamten Partei wiederspiegelt.

Corbyn sitzt derart fest im Sattel, dass ihn selbst die heftigsten Antisemitismus-Vorwürfe (die nun wirklich nicht von der Hand zu weisen sind, wurde ja auch teilweise etwas halbherzig eingestanden) nicht sein Amt kosteten.

20:53 von Magfrad

gibt's für sie eigentlich nur 2 Möglichkeiten
die EU uneingeschränkt und blind zu lieben
oder sie abgrundtief zu hassen und zu verdammen
wäre es nicht mal an der Zeit sich Gedanken zu machen wie ne EU aussehen muß
dass alle (zumindest mehr) damit leben können

@ rogerburns

Fr. May hat bis Mitte März alle rote Linien abgesteckt und wird diese Linien punktgenau der EU um die Ohren hauen. Denn sie weiß: Nichts fürchtet die EU so sehr wie einen ungeregelten Brexit

Was will Frau May wem um die Ohren hauen? Wenn das britische Parlament dem Vertrag mit der EU nicht zustimmt, kommt er auch nicht auf die Tagesordnung der Parlamente der 26 anderen EU-Länder.

Dann kann GB einen harten Brexit machen oder den Austrittsantrag zurück nehmen. Aber sonst nix. Die EU wird von sich aus nichts weiteres mehr unternehmen. Sie hat alles getan.

Eben nicht. ..

UK will sich nicht an der Schuldenunion beteiligen und seine Souveränität bewahren. Das ist der Hauptgrund. Das es auch "Ohne" geht beweist hundertfach die Schweiz.

Wo sind die leisen Töne?

Wo ist ein wenig Verständnis für GB?
Seit dem hundertjährigem Krieg hat sich England auf seine Insel zurückgezogen - splendid Isolation.
Es hat auf Europa eingewirkt, sich vor diesem zu schützen, indem es für Gleichgewichte in Europa sorgte, aber es hat sich seit Jhdten nicht als Teil Europas empfunden und ist mit seinem Nationalstaat sehr gut gefahren; dies ist ein Teil seiner Identität.
Es hat auch nie den überbordenden Nationalismus erlebt wie Mittel-, Ost- und Südeuropa und damit auch nicht dessen Fiasko. Darum brauchte es auch nicht den EU-Staatenbund. Die "EU-Fremdherrschaft" wird so nachempfindbar.
Jetzt sollte die EU nach vorne schauen und Brücken bauen zur brit. Jugend und in der ir. Grenzfrage Flexibiltät signalisieren - auch die EU ist für den Frieden in Ulster mitverantwortlich. Also warum kein Sonderabkommen zw. GB u IRL?
EU-Ratspräs. Rumänien hat heute so etwas signalisiert.

Kommt noch

Für so einen wichtigen Schritt in die Unabhängigkeit muss mit allen Seiten gesprochen/gestritten werden und das ist gut so. Alles braucht seine Zeit vor allem bei so einem komplexen Thema. UK wird seinen erfolgreichen Weg gehen, davon bin ich überzeugt...

@Olivia59

"Wenn man das konsequent weiterdenkt müsste nach diesem 2. Referendum dann auch bald ein 3. und 4. usw. stattfinden, was unter Umständen ein permanentes Ein- und Austreten in bzw. aus der EU zur Folge hätte."

Sie nehmen an, dass das Ergebnis eines Referendums rein zufällig ist. Wenn man jedoch bedenkt, dass die Menschen den Konsequenzen ihrer Wahl bewusst sind, würde man eher denken, dass die Mehrheiten sich langfristig eher nur in eine Richtung entwickeln. Die Verhandlungen mit der EU haben lange genug gedauert um zu sehen, worauf ein Brexit hinausläuft und wo die Probleme liegen.

@ raenef

Soft brexit wird doch noch angenommen
EU verhandelt nach
EU verlängert und foltert uns weiter

Die EU wird von sich aus keine Vorschläge für Änderungen am Vertrag machen und von britischer Seite gibt es auch keine konkreten Vorstellungen. Die Brexit-Hardliner bei den Tories würden ja ohnehin nicht zustimmen.

Einer Verlängerung der Frist müssten alle EU-Mitglieder zustimmen. Das kann ich mir nicht vorstellen. Warum auch?

Wenn Nordirland austritt, wäre das Problem gelöst

Es gibt dort ohnehin eine schweigende Mehrheit, die keinen Brexit will.

Die einfachste Lösung wäre es, wenn Nordirland das UK verlässt und ein eigener selbständiger Staat wird. Der kann dann ja in die EU eintreten oder sich assoziieren und das Grenzproblem wäre gelöst.

Die Grenze zu Little Britain ist sowieso eine seegrenze und gut zu überwachen.

Und wer will schon zu einem untergehendem „Weltreich“ gehören..? ;-)

Zweites Referendum.

Wer heute Abend Gelegenheit hatte, Anne Will zu verfolgen, konnte lernen, dass es fast 1 Jahr braucht, wollte man tatsächlich ein zweites Referendum durchführen. Das kann das Unterhaus nicht mal eben so beschließen, und in ein-zwei Wochen ist es geschehen...
Dass das Ergebnis grundlegend anders ausfiele, ist auch keineswegs sicher. Die Krux ist u. a. vor allem die irisch-britische Grenze, für die überhaupt keine einvernehmliche Lösung in Sicht ist.
In Anlehnung an Fontane: “Das ist ein weites Feld, Theresa!“

Die Irland Frage wäre einfach in zwei Schritten zu lösen

1. Die gesamte Insel stimmt über eine Wiedervereinigung ab.
2. Das Vereinigte Irland darf im zweiten Wahlgang abstimmen, ob es zur EU oder zu GB gehören möchte.

Dann gibt es entweder 2 britische Inseln mit natürlichen harten Grenzen oder 1 Irische Insel in der EU und eine britische Insel mit harten Grenzen.

Leider werden die Briten dieser einfachen Lösung niemals zustimmen, obwohl Sie für die Bevölkerung von Irland die beste wäre.

Was soll das?

Das Parlament hat letzte Woche beschlossen, dass May innerhalb von drei Tagen eien Plan B vorlegen muss. Jetzt kommt sie nach 6 Tagen mit nichts.
Wozu debattieren die eigentlich? Schade um die Zeit und das Geld und das rumgeeiere geht weiter.

@ spock2000, um 19:16

Alle 3 B-Pläne sind leider illusorisch.
- Mit “Irland zurück an Irland“ machen Sie die Rechnung ohne den Wirt.
- Ein weiteres Referendum wird nicht kommen, und wenn doch, braucht man dazu Gesetzesänderungen. Das dauert wenigstens bis Ende dieses Jahres.
- Was sich von alleine klären sollte, wenn Frau May zurücktritt, ist mir überhaupt nicht klar.
Sie hätten natürlich noch einen 4. B-Plan anführen können:
- Zurück auf Start: GB bleibt EU-Mitglied

21:02 von fathaland slim

20:51, raenef

>>Corbyn ist Europa Gegner<<

Nein, das ist er nicht.

Er ist sozusagen Kapitalismusgegner.

Er weiß, daß das Verlassen der EU Großbritannien der Überwindung des Kapitalismus keinen Schritt näherbringen wird.

Er ist Sozialist, nicht nationaler Sozialist oder sozialer Nationalist.
///
*
*
Richtig, Sozialisten brauchen kapitalistisch erwirtschaftetes Geld für Ihre Ideologie.
*
Selbst haben Sie die Mittel noch nirgendwo erwirtschaften können.
*
Aber das können die ideologischen Befürworter hervorragend verdrängen.
*
Sie mögen es nur nicht oft hören?

wie sich doch geschichte immer wieder

wiederholt:

1815 schlacht bei waterloo...südlich von brüssel.

damals haben die alliierten truppen über bonaparte den sieg errungen.

200 jahre später steht in brüssel für die briten wieder eine schicksalsfrage an.

und diesmal wird dem land die uneinsichtigkeit und verblendung im unterhaus ein desaster mit unerwartetem schaden bescheren.

2-stufiges Referendum sinnvoll

Wäre es nicht richtig und konsequent das Volk noch einmal zu befragen? Das WAS (Brexit) als Auftrag war knapp aber klar. Und nun haben die Briten jedes noch so verschrobene WIE ungefragt zu akzeptieren?

Wie "souverän" ist man denn, wenn man zwar Aufträge erteilen kann aber der Beauftragte ab da treiben kann was er mag?

Ich verstehe ja die Angst der EU-Hasser, dass bei einem neuen Referendum mehr Informationen und damit mehr Vernunft zu anderen Ergebnissen führen könnten - besonders demokratisch ist diese dogmatische Hasenfusshaltung trotzdem nicht.

Also: lets do a real & fair poll... ;)

Täglich grüßt der Brexit

Doch habe ich weder jetzt noch vor zwei Jahren in der deutschen Presse lesen dürfen WARUM sich 52% der Briten so entschieden haben. Man liest nur dass es „falsch“ sei „ökonomischer Irsinn“, das die Brexiteers „falsche Versprechungen“ gemacht, die öffentliche Meinung in „populistischer Manier“ durch „Falschbehauptungen“ „manipuliert“ hätten etc. Der Vergleich mit der Berichterstattung über das Unabhängigkeitsstreben der Katalanen drängt sich auf. Wie es bei den Menschen im Kosovo wirklich aussieht, muss man sich auch zusammenreimen. Und warum deutlich über 90 Prozent der Krim Bewohner für den Anschluss an Russland gestimmt haben (weil sie niemand fragt) erfährt man nicht, oder wieso 2 Millionen Menschen aus der Ostukraine nach Russland geflohen sind (weil die auch nie interviewt wurden) oder wieso über 40 Millionen Amerikaner Trump gewählt haben (Relotius immerhin hatte eine erfundene Erklärung geliefert ...). Man liest nur das seien alles „angry old white men“. Stimmt das ?

@20.43- UK wird besser da stehen???

Sollte das Satire sein, dann bitte als solche kenntlich machen.

Egal wie die Sache ausgeht - GB wird die nächsten 20 Jahre ein gespaltenes Land sein. So lange bis die ältere Generation das Zeitliche gesegnet hat und Leute wie B. Johnson im Altersheim in die Windeln machen. Sprich keinen Blödsinn mehr von sich geben können.

Ziemlich wahrscheinlich, dass die Briten dann mehrheitlich wieder in die EU wollen. Sofern sie überhaupt raus gehen...

Es bleibt spannend, ist aber auf mittlere Sicht für die Katz. Es nützt vor allem der EU. Reformen sind ohne GB leichter und auch GB wird viel lernen in der Zeit außerhalb der EU.

Von Österreich lernen heißt zu begreifen, dass alles mal ein Ende hatte. So auch das Empire.

Kann man Demut lernen..?

21:08 von deutlich

Ich gewinne den Eindruck,

dass mittlerweile kollektiv GB unter Inselkoller leidet. So gesehen darf man sich über Nichts mehr wundern
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Aber wer mit Zustimmung der EU immer noch links fährt und als EU-Mitglied mit Pfund und Pence rechnet, der ist doch kreatiiv?
*
Aber jede Inklusion ist ja ein Gewinn.

May will verlieren

Das oberste Mantra für jeden britischen Politiker muss doch aktuell sein: wir respektieren das Referendum. Alles andere wäre politischer Selbstmord. Deshalb kann May nur so agieren, dass der Wähler ihr abnimmt, sie kämpfe für den Brexit.

Dass sie dabei an eine Wand rennt, kann ihr nur recht sein, tief in ihrem Herzen hat sie vielleicht ihre ursprüngliche Remain-Position nie aufgegeben. Und so erreicht sie eben nur mit einer Niederlage alles: sie verprellt die Wähler nicht, und GB bleibt in der EU. Noch besser für May wäre, falls Corbyn übernimmt: so hätte Labour den politischen Prozess zu schultern, der nur Verlierer kennen kann und der Verbleib in der EU wird wahrscheinlicher.

Insofern denke ich, läuft für May, alles nach Plan. Deshalb gibts auch keinen Grund für Plan B.

Der Plan B

war wohl nichts heute, dabei ist die Lösung relativ einfach.
Nur den will die EU nicht, es gibt nämlich einen Unterschied zwischen Zollunion und Freihandel.
Also sollte man weiter pokern.
Ich weis auch gar nicht warum viele den harten Brexit so negativ sehen, er hat doch für Deutschland auch gewisse Vorteile.
Brauchen wir nicht dringend Facharbeiter ?.

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