Ihre Meinung zu: May spricht mit Opposition über Alternativen für Brexit

17. Januar 2019 - 5:07 Uhr

Das Misstrauensvotum hat die britische Premierministerin May überstanden. Doch ein Plan B für den angestrebten Brexit fehlt ihr weiter. Am späten Abend traf sie sich mit Chefs von Oppositionsparteien.

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Kommentare

Englischer Humor

Für mich absolut nicht nachvollziehbar.An einem Tag die Regierung verneinen,am anderen Tag die Regierung unterstützen.Dieses Verhalten ist sehr wirr.

"Die schottische

"Die schottische Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon sagte, ein zweites Referendum sei "die einzige glaubwürdige Option". Auch die proeuropäischen Liberaldemokraten im britischen Parlament sind dafür."
-
Ja genau, man sollte so lange abstimmen bis es passt, das ist echte Demokratie.

Was sagte sie damals

Brexit means Brexit.

Wie May

Und etliche weitere Frauen in Führungspositionen nachweisen sind sie kein bisschen besser als die Männer.
Deshalb destabilisiert sich die Welt derzeit deutlich stärker.

Da gibt es im Parlament

wohl fast so viele Lösungs-Möglichkeiten wie es Abgeordnete gibt, im Endeffekt damit also gar keine.

Am sinnvollsten scheint die Überlegung zu sein das Verhandlungsergebnis einer echten Volksabstimmung zu unterziehen mit den Optionen
- Vertragsentwurf ablehnen
- Vertragsentwurf annehmen
- in EU bleiben

Das wäre vernünftig, ist aber leider nicht zu erwarten.

"Montag muss May Plan B

"Montag muss May Plan B vorlegen" schreibt Tagesschau...wieso "muß" ...May muß gar nix. EU Deal gescheitert. Gut oder nicht Gut. Brexit nun ohne Deal. Wenn das ein Erfolg wird werden rasch andere folgen...

Und noch eine Runde und noch eine

Runde. Es erinnert an eine tibetanische Gebetsmühle. Schon kla, dass die Hardliner des Brexit, von der EU vielleicht noch eine Belohnung, für ihren Austritt, haben wollen, aber die Zeit für Extrawürste ist entgültig vorbei! Eine Frechheiten was sich GB hier erlaubt. May hat das maximale erreicht und jetzt muss Schluß mit dem Eiertanz sein! Der größte Fehler war, dass beim ersten Referendum keine 2/3 Mehrheit für einen Austritt gefordert wurde. Das ist nun die Quittung!

Wer in den letzten 2 Jahren glaubte, ...

dass es in der europäischen Politik zwei ältere Damen gibt, die nicht begreifen, wann es Zeit ist zu gehen, muss inzwischen feststellen, dass sich die Zahl auf eins reduziert hat. Diese eine macht den "Fortschritt" allerdings durch doppelte Sturheit und Unfähigkeit wieder wett.

Tja

Ich finde es gut, das das Brexitdebakel so allumfassend dokumentiert wurde.

Wir habe in der Geschichte zwar schon öfter die Auswirkungen gesehen, was passiert wenn Demagogen und Populisten das Ruder übernehmen, aber der Weg dahin war meist weniger gut dokumentiert.

Groß-Britannien erlebt genau das, was uns blühen würde, übernähme die AFD bei und das Heft.

Was das ganze besonders traurig macht, ist dass es in GB keine "kleine" Hassgetriebene Splitterpartei ist, die diese Katastrophe zu verantworten hat, sondern eine alteingesessene Traditionspartei mit Jahrzehnten an Regierungserfahrung.

England hat sich ohne not an die Wand gestellt, weil es immer einfacher ist der EU die Schuld zu geben für die eigenen innenpolitische Unfähigkeit.

Wären da nicht die Nordiren und die Schotten um die es mir echt leid tut, weil sie gegen ihren Willen abgeschossen werden, würde ich sagen: Man liegt wie man sich bettet.

Quadratur des Kreises

Das "Empire of the sun" hat sich endgültig auf den Weg zu "Little Britain" gemacht. Endweder die ziehen kollektiv die Notbremse oder das war's am 29.03.19 mit der EU und vielen Subventionen.
Aber die Parteienlenker sind hier scheinbar noch verbohrter als in anderen europäischen Ländern und eine Einigung auf ein tragfähiges Konzept nicht in Sicht. Schottland wird sich wahrscheinlich als nächstes aus dem UK verabschieden.
Allesdings wäre es für die EU-Kommission und das Parlament in Brüssel der Super-GAU, sollten in GB wieder Industriearbeitsplätze entstehen und das Land auch ohne EU wirtschaftlich gut dastehen. Ich halte das aber für eher unwahrscheinlich.

Doch ein Plan B für den angestrebten Brexit fehlt ihr weiter.

Und woher wißt ihr das? Vielleicht liegt er schon in der Schublade, weiß man's?

Labour wollte früher schon erfolglos Treffen.

Da hat Fr. May abgelehnt. Sie hat offensichtlich keinen "Plan B", wie auch vom Parlament gefordert.

Labour verlangt, dass der Ausstieg ohne Vertrag erst einmal vom Tisch muss.

Labour-Chef Cornyn steckt persönlich vielleicht noch in einem anderen Dilemma: Er hat ursprünglich - mit nachvollziehbaren Gründen - gänzlich gegen den EU-Beitritt gestimmt.

Frau May "Ich glaube, dass

Frau May "Ich glaube, dass es meine Pflicht ist, die Anweisung des britischen Volkes auszuführen, die EU zu verlassen, und ich habe vor, das zu tun"!

Ist das jetzt nur Altersstarrsinn einer 73-jährigen Dame oder welchen mantraartigen Wahnvorstellungen folgt diese Frau ?
Ihr ausgehandeltes Abkommen ist krachend gescheitert und im Unterhaus gibt es keine Mehrheit für einen "harten Brexit".
Jetzt dürfen wir alle darauf gespannt sein, was wohl als nächstes kommt.

Gruß Hador

Ich..

habe keine Vorstellung, wie dieser neue Vorschlag aussehen sollte , die EU hat ja Nachverhandlungen ausgeschlossen, und Corbyn hat ja klargemacht , das er diesem Vertrag niemals zustimmen wird..für mich sieht das nach einem harten Brexit aus.

Ich glaube langsam, die wollen gar nicht raus

Es wird nur ein Riesentheater gemacht, weil sich die Herrschaften einen Zacken aus der Krone brechen würden, wenn sie zugeben, dass sie Mist gemacht haben. Also machen sie weiter Mist.

Vielleicht sind da auch etliche ganz falsch auf ihrem Platz.

Der Brexit war und ist immer

Der Brexit war und ist immer noch eine katastrophal schlechte Idee. Aber das Verhalten der britischen Regierung ist wirklich unverständlich. Irgendwie, hauptsache raus aus der EU. Wäre es nicht viel besser, den Austrittsantrag zurück zu nehmen, dann hat man alle Zeit der Welt sich ne Strategie zu überlegen und kann dann wenn man bereit ist den Austrittsantrag erneut stellen. Noch steht ja nirgendwo das man das nicht so oft versuchen darf wie man will.

@Goldenmichel

"Ja genau, man sollte so lange abstimmen bis es passt, das ist echte Demokratie." Am 17. Januar 2019 um 05:26 von Goldenmichel

Sie sehen doch, dass der Brexit - ich sage mal vorsichtig - sich schwierig gestaltet.

Da wäre es doch angebracht in einem Referendum zu fragen, ob die Leute das Chaos jetzt nach Jahren abbrechen oder fortführen möchten. Denn so haben sich das selbst die Brexit-Befürworter ganz sicher nicht vorgestellt.

Die EU wäre gut damit beraten...

...Großbritannien keine Fristverlängerung zu gewähren und einen harten Brexit durchzuführen. Man kann es nur immer wieder wiederholen. Die Briten müssen als Exempel dienen, an dem man geschichtlich aufzeigen kann, was Populismus und direkte Demokratie für verehrende Folgen hat. Es tut mir wirklich leid um alle Engländer die gegen den Brexit gestimmt haben. Aber alle anderen müssen lernen, was es bedeutet, ohne Sachverstand dem Geschwätz von Polemikern zu folgen. Ich denke da an Frankreich mit Le Pen, Rumänien mit Orban, Italien mit Salvini und Deutschland mit der AfD. Die Bevölkerung in diesen Ländern wird sicherlich genauer hinschauen, wenn sie sehen, was passieren kann.

Ihr lieben Briten...

jetzt reißt Euch endlich mal zusammen und entscheidet das einzig Richtige: Bleibt in der EU! Beschließt das für Euch und für ein starkes Europa.

Die Briten, die Briten,...aber nicht die EU

Der "Vater des Brexit" David Cameron, sagte NICHT "die Flüchtlingää die Mässastächa" wie es AfD immer wieder behauptet, sondern "Es kann nicht sein, dass EIN EU Beamter mehr verdient als der Premier von Grossbritannien"
die EU könnte tatsächlich "den Briten" entgegenkommen mit einer umfassenden Reform das gigantisch aufgeblähten EU Beamtenapparats. Davon ist überhaupt keine Rede in der EU

erst stimmen

alle aus der fraktion gegen die chefin, dann sprechen sie ihr das vertrauen aus. warum? weil sie May vertrauen? nie im leben. wie der teufel das weihwasser fürchten sie im falle einer neuwahl um ihren posten. das und NICHT ANDERES steckt dahinter. und May geht ja schon seit monaten mit (schlechtem) beispiel voran. wie kann man sich nur, aus purer machtgeilheit, so lächerlich machen? um die menschen in GB geht es unter- und oberhaus doch überhaupt nicht. ging es nie...

Eigentlich einfach

Es gab doch vor dem Beitritt in die EU bestehende Verträge, die per 30.3. zur Geltung gebracht werden. Und die bis dahin geltenden EU Regelungen und Zahlungsverpflichtungen enden am 29.3.

frauen in führungspositionen

sind ja gerade "hip". und es sollte viel mehr davon geben. aber: dann müssen sie auch leistung bringen und sich mit den gleichen (beruflichen) maßstäben messen lassen, wie ihre männlichen kollegen. und da liegt vieles im argen. die schonfrist ist schon lange vorbei. leider gilt das ansch. nicht für Nahles, von der Leyen und vor allem May. die wurschteln weiter, liefern, anders als Merkel, Pelosi, Wagenknecht, Baetbaum, denen fleißig munition, die meinen, frauen hätten da nichts zu suchen. falsch verstandener feminismus kann auch ein übel sein...

Wenn ich aus meinem Sportverein austrete,

dann heißt das: Sehr geehrte Damen und Herren, zum 31.12. kündige ich meine Mitgliedschaft. Aber für die nächsten 3 Jahre möchte ich noch
- VIP Loge Freikarten für jedes Fußballspiel
- den Gratisverzehrbon für 2 Personen zur Sommerfeier
- Freikarten für die Aufführungen der Theater-AG
- das Geschenk und Gratisessen bei der Weihnachtsfeier.
- und nicht zuletzt unten angegeben meine Kontonummer für die Rückzahlung der letzten 3 Jahresbeiträge
Geht's noch?

Multiple Choice Abstimmung

[ ] Harter Brexit (Will Keiner)
[ ] Weicher Brexit (Wollen Alle, geben es aber nicht zu)
[ ] Erneute Volksbefragung
Der unfähige Debattierclub schiebt wieder die Verantwortung ans Volk ab und ist somit raus

Plan B

Also wir wissen jetzt genau, was die Briten alles nicht wollen:

- in der EU bleiben
- einen harten Brexit
- ein 2. Referendum
- eine Verlängerung
- Nachteile im Vergleich zu EU-Mitgliedschaft

Was wir nicht wissen ist, was die Briten wollen. Also einfach gesagt - wie müsste ein Deal aussehen, der eine Mehrheit im Unterhaus finden würde. Nur wenn man das weiß, kann man ja darüber verhandeln.

Das Problem ist wie immer - es gibt nicht "die Briten" oder "das Volk". Egal was diskutiert wird, irgendwer ist lautstark dagegen.

Wie da ein "Plan B" aussehen könnte kann ich mir nicht vorstellen. Außer es wäre einer dieser typischen politischen Formelkompromisse, so unkonkret, dass jeder seine Position hineininterpretieren kann und der den Streit nur auf einen späteren Zeitpunkt vertagt, wenn die notwendigen konkreten Gesetze und Verordnungen ausformuliert werden.

@ beamtenfreund

"Der "Vater des Brexit" David Cameron, sagte NICHT "die Flüchtlingää die Mässastächa" wie es AfD immer wieder behauptet, sondern "Es kann nicht sein, dass EIN EU Beamter mehr verdient als der Premier von Grossbritannien"" Am 17. Januar 2019 um 08:25 von beamtenfreund

Das hat rein gar nichts mit der EU zu tun. Selbst in GB gibt es 9000 Staatsdiener, die (weshalb auch immer) mehr verdienen, als der/die Premier. Dabei war ein Polizist und ein Direktor einer Grundschule.

Ich weiß nicht, ob das mit dem Adel zusammenhängt oder mit dem Einkomen der Anwohner der Umgebung. jedenfalls liegt es NICHT an der EU.

(Quelle ist etwas älter, von 2010, aber es wird sich nicht viel geändert haben: hxxp://www.spiegel.de/politik/ausland/grossbritannien-arme-politiker-reiche-polizisten-a-718512.html)

RE:tagesard09

"Und etliche weitere Frauen in Führungspositionen nachweisen sind sie kein bisschen besser als die Männer.
Deshalb destabilisiert sich die Welt derzeit deutlich stärker."

Das ist stark !!!
Sie behaupten ernsthaft, dass inkompetente Frauen die Welt stärker destabilisieren als ihre männlichen Kollegen ???
Ich schaue da nur nach Amerika: "Onkel Donald außer Rand und Band" !

Gruß Hador

Hühnerhaufen

Unglaublich, unterirdisch, erbärmßich, hier fehlt die Superlative für das Versagen der Demokratie in England. Und das Volk hat dieses Schicksal selbst gewählt. Anschauliches Beispiel was passieren würde käme eine Splitterpartei wie die ADF in Veratwortung, 85 % des deutschen Volkes sehen das Gott sei Dank genauso. Am 29. März ist Schluß mit dem Theater, Raus und No Deal.

Das ist ein typisches

Beispiel für ein Gefangenendilemma.
Spieler 1 für Austritt/kein Austritt &
Spieler 2 für Austritt/kein Austritt da gibt es keine dominante Strategien.
Es gibt dann nur wenn Spieler 1 und 2 für kein Austritt sind und oder Austritt.
Tabellarisch wäre es besser darstellbar.
Somit ist es besser, wenn Neuwahlen angesprochen und ausgeführt werden.

Was das britische Parlament will

... kann zur Stunde nicht genau festgestellt werden. Auf jeden Fall raus aus der EU, da scheinen sich die Mehrheit der Parlamentarier im britischen Parlament einig zu sein. Aber wie soll die zukünftige Beziehung zur EU aussehen? Vielleicht so wie das norwegische Modell, die zwar nicht in der EU sind, aber aus der Zeit der EWG jedoch dem europäischen Binnenmarkt angeschlossen sind. Oder vielleicht ein bisschen Zollunion und Binnenmarkt, aber auf jeden Fall nicht in der EU und schon gar nicht an EU-Richtlinien gebunden. Tja, was darf denn sein, Gentleman? Im Grunde alle Privilegien, aber keine Pflichten und für nichts Zahlen! Nun, spätestens seit Gestern Abend, nach May´s bestandenen Misstrauensvotum, wird man das Gefühl nicht los, dass der Brexit ohne Deal eigentlich die ganze Zeit als Druckmittel gegen die EU genutzt wurde und zur Zeit noch wird. Sollen ihnen die EU trotzdem Zugeständnisse machen? Was ist, wenn diese Vorgehensweise Schule macht? Ein schmutziges Spiel mit der EU !

@ uwtra

Genau richtig, danke für den Kommentar.

Genau so!

Ich hoffe auch, dass sich wenigstens ein Mitgliedsstaat findet, der einer Fristverlängerung nicht zustimmt.

Die Briten waren mit Maggie Thatcher der Anfang allen Übels für die europäische Einigung mit ihrem "Britenrabatt". Seither sind alle Mitgliedsstaaten stets bemüht, die Vorteile der EU mitzunehmen, die übernommenen Verpflichtungen aber möglichst abzustreifen.

Wer mehr will als eine Wirtschafts- und Zollunion, ein Europa der Konzerne will, also ein Europa für die Bürger mit wirklichen, demokratischen Strukturen anstelle der Postenhopperei in Kommission und EU Parlament, sollte über ein "Europa der Willigen" einfach mal nachdenken!

Und nein, Großbritannien wird da nicht dazu gehören wollen, allenfalls Teile davon.

@06:57 von Klausewitz

"Montag muss May Plan B vorlegen" schreibt Tagesschau...wieso "muß" ...May muß gar nix.

May ist vom britischen Parlament verpflichtet worden, im Falle des Scheiterns der Abstimmung einen alternativen Plan vorzulegen. Deshalb muss May liefern.

eine

neuerliche Volksabstimmung wäre sehr zu begrüßen. Und, wenn die Briten zukünftig wieder einmal unzufrieden sind mit der EU-Mitgliedschaft (in zwei Jahren oder so), nochmal eine. Vielleicht sollte es regelmässige Abstimmungen geben, und die Briten könnten aus- und wieder eintreten nach Belieben. Man könnte dazu eine fest installierte "Austritts-Kommission" in Brüssel schaffen, wären wieder ein paar Pöstchen mehr für daheim ausrangierte Politiker.

Früher wollten sie immer ein

Früher wollten sie immer ein Empire, wie die Deutschen. Da waren sie neidisch auf des Heilige römische Reich, deutscher Nation. Dann hatten sie ihr Empire, waren deutlich größer, als Deutschland, haben es mehrfach besiegt und sollen nun wieder kleiner und unbedeutender werden, als die Vettern vom Festland? Ohne kiloweise Sonderkonditionen werden die der EU nie etwas abgewinnen können. Also wird das ewig so weiter gehen.

RE:Vollgas

Sie haben mit der Feststellung recht, dass jetzt der Wähler befragt werden muss. Aber ich glaube nicht, dass Neuwahlen die vertrackte Situation wirklich lösen könnte. Ein Referendum muss her, am besten gleich zwei hintereinander, um die vom britischen Volk gewünsche Variante, herauszuarbeiten.
Und dann könnte das Parlament entsprechend handeln.

Gruß Hador

Ein neues Referendum ist die einzige Lösung

Ich denke, daß ein neues Referendum die einzige Lösung wäre, um das Ganze vernünftig abzuwickeln. Wenn Theresa May jetzt sagt, daß sie den Willen des Volkes vollziehen müsse, dann sage ich: Ein Referendum, bei dem nur etwa 37 Prozent der Wahlberechtigten insgesamt für den Brexit gestimmt haben, ist nicht der Wille des Volkes! Eine so schwerwiegende Entscheidung wie der Austritt aus der EU, der das Leben zukünftiger Generationen beeinflusst, kann und darf nicht von einer X-beliebigen einfachen Mehrheit abhängig gemacht werden. Ich hätte den Brexit von der Zustimmung der Mehrheit der Wahlberecchtigten abhängig gemacht. Jetzt, wo die möglichen Austrittsbedingungen bekannt sind, wäre der richtige Zeitpunkt, diese entscheidung noch einmal zu überdenken. Auch ist das Volk damals belogen und betrogen worden. Man hat ihm vorgegaukelt, dass man die Vorteile der EU-Mitgliedschaft behalten könne, ohne die Pflichten zu übernehmen. Das geht so nicht!

Glückwunsch an Frau May

Sie ist eine sympathische Politikerin und die Richtige für den Job. Es tut gut, wenn sie sagt, dass sie es als ihre Aufgabe sieht, den Willen der Bevölkerung umzusetzen.

Die Bürger hatten in den Referendum mehrheitlich entschieden, die EU verlassen zu wollen.

Es ist May hoch anzurechnen, dass sie ihre persönliche Meinung nicht über dieses Ergebnis stellt und den Auftrag annimmt und umsetzt. Andere würden so lange abstimmen lassen, bis Ihnen das Ergebnis gefällt.

Die EU torpediert ihre Bemühungen leider, aber wenn die EU es so will wird mit May auch ein harter Brexit ein Erfolg.

Was machen denn alle die

Was machen denn alle die Befürworter eines zweiten Referendums, wenn die Mehrheit wieder knapp für den Brexit entscheidet.
Dann ist England politisch nämlich keinen Schritt weiter an einer Lösung.
Ich habe eine Ahnung. Man wird hier im Forum wieder den Brexit hart kritisieren und sagen, die Mehrheit der Briten will den eigentlich nicht, die waren beim zweiten Referendum nur zu blöd, das alles zu durchschauen.
Deshalb folgerichtig. Genau. Ein drittes Referendum.

Frei nach dem Motto: der König ist tot, lang lebe der König

Das nennt sich Unterhaus?

Die Bezeichnung "Irrenhaus" wäre nach den letzten Tagen durchaus angebracht.

Die Briten sind ja durchaus für Humor und Klamauk bekannt (Monty Phython, Mr. Bean) Aber was da aktuell abgeht, kann nur mit dem Zitat eines bekannten Galliers beantwortet werden: "Die spinnen, die Briten".

Alles auf Null

Würde es um einen Vertrag zwischen 2 Unternehmen gehen, wäre natürlich jede Vertragsgrundlage durch das britische Chaos zerstört.

Es geht aber nicht primär um einen Vertrag, sondern um Menschen und Gesellschaften. und für die zählt die Zukunft, nicht die Vergangenheit

Verständlicherweise findet sich im Parlament keine Mehrheit für eine der zahlreichen „Optionen“, die allesamt versuchen, Nichtpassendes passend zu machen. Daran ist sowohl May als auch Corbyn krachend gescheitert. Logisch!

Lösungsvorschlag: Zurück auf Null!
Das Parlament sollte die Austrittsentscheidung eigenverantwortlich zurücknehmen und ein neues, dann konkretes und möglichst mi Quorum versehenes Referendum für die nächsten Jahre glaubwürdig in Aussicht stellen.

Auf dieser Basis würde sich fast von selbst eine wirklich zukunftsgerichtete politische Diskussion in GB, in den britischen Teilstaaten, in der EU und in den EU-Staaten entwickeln.

Und die brauchen wir und vor allem die britische Gesellschaft!

@MKir13 - Deshalb muss May liefern

Was soll denn May anderes liefern?
Die EU wird nicht mehr mit sich spielen lassen.

Jeremy Corbyn fordert von May keinen harten Brexit und legt selbst nix vor.

Ergo wird es im Parlament eine Abstimmung geben, bei der man die Verantwortung wieder zurück ans Volk geben wird.
Nur das ist in dieser Zeit ohne ein Aufschiebe gesuch an die EU nicht mehr möglich.

@8:42 von Hador Goldscheitel

Die Welt stabilisiert sich aber auch nicht durch Appeasement-Politik, wie die Historie zeigt.
Nur klare Kante führt zu ehrlichem Umgang miteinander.

@Hador Goldscheitel um 09:01Uhr

Und Sie glauben wirklich, daß zwei hintereinander folgende Referenden klar machen würden, was das britische "Volk" wünscht? Ich glaube eher, daß, egal, wie das Ergebnis wäre, die Spaltung trotzdem vorhanden wäre. In diesem Sinne sind auch die Abstimmungen in diesem Kasperltheater, genannt House of Commons, zu verstehen. Der Vertrag wurde abgelehnt, weil er den britischen Traditionen widerspricht und das Mißtrauensvotum wurde zurückgewiesen, weil die Torries panische Angst vor Neuwahlen haben. Wenn man nach einem Schuldigen sucht, dann wäre das David Cameron! Wie konnte man nur eine außenpolitische/wirtschaftspolitische Frage für einen parteiinternen Machtkampf mißbrauchen? Theresa May machte den gleichen Fehler, als ob Corbyn eine echte Alternative wäre! Nicht nur die MP, sondern auch der Großteil der Briten weiß eigentlich nicht, was es will! Doch, ja! Wieder ein Empire und einen brüllenden, britischen Löwen, wie es Mr.Farage androhte. Ich rechne aber eher mit einem Miau!

@Apollo1995

"Auf jeden Fall raus aus der EU, da scheinen sich die Mehrheit der Parlamentarier im britischen Parlament einig zu sein."Am 17. Januar 2019 um 08:51 von Apollo1995

Ganz und gar nicht. Das einzige, wobei die Mehrheit der Parlamentarier im britischen Parlament einig ist, ist:
"So nicht!"

Es wird aber nach dem "Wie?" gefragt, nicht nach dem "Wie nicht?".

Ps. Mein Mittlerer hatte mit 3 Jahren auch so eine extreme Trotzphase. Ihm könnte man absolut nichts recht machen. Im Kindergarten hat man ihn (unter Aufsicht, weil Kleinkind) in den Waschraum gestellt, bis er ausgeheult hatte.

RE:Sparer

"Die Welt stabilisiert sich aber auch nicht durch Appeasement-Politik, wie die Historie zeigt."
Hat das jemand behauptet ?

"Nur klare Kante führt zu ehrlichem Umgang miteinander."
Wie bei Onkel Donald und Erdi vom Bosporus?
Sie wissen aber auch, das zwei aufeianderrollende Züge immer Totalschaden verursachen, siehe der Weg in die Katastrophe der WK 1.

Gruß Hador

echter Volksentscheid muss her

Das damalige Referendum war/ist nicht rechtsverbindlich gewesen - es war eine Umfrage, aufgebaut auf vielen Aussagen die sich danach als Lüge erwiesen haben.

Heute liegen die Fakten auf dem Tisch und nachdem wohl nun auch der Letzte gecheckt haben sollte was auf dem Spiel für UK steht, sollte man einen echten Volksentscheid herbeiführen der dann auch rechtsverbindlich ist und ausgeführt wird.

Alles weitere Gequatsche wird nicht zum Ziel führen, hat es in 2 Jahren nicht und warum sollte es nun in den nächsten 10 Wochen passieren?

Jetzt eine echten Volksentscheid und der Drops ist gelutscht!

RE:karlheinzfaltermeier

Natürlich bleibt die Spaltung innerhalb der britischen Gesellschaft zu diesem Thema bestehen; da mache ich mit gar keine Hoffnungen.
Dennoch: Ich sehe die zwei Referenden als die demokratisch "sauberste" Lösung an, um annähernd dem Willen des Souveräns zu entsprechen.

Gruß Hador

Man mag den Austritt

des Vereinigen Königreiches aus der EU schlecht finden oder gut. Entscheidend ist, daß sich bei dem Referendum die Mehrheit für einen Austritt ausgesprochen hat (wer nicht abgestimmt hat, darf sich jetzt nicht beschweren). Wenn jetzt ein zweites Referendum gefordert wird, ist das wenig demokratisch (solange abstimmen, bis das Ergebnis paßt?). Wer garantiert denn, daß bei einem zweiten Referendum das Ergebnis erzielt wird, daß die EU-Befürworter wünschen? - Und was passiert, wenn das erwünschte Ergebnis erzielt wird? Verlangen dann die Unterlegenen, die bisher die "Sieger" waren, ebenfalls ein weiteres Referendum oder wird ihnen dies dann verweigert (was überhaupt nicht nachvollziehbar wäre)?

Ich persönlich wünschte, das Vereinigte Königreich verbliebe in der EU. Aber ich halte nichts davon, solange abstimmen zu lassen, bis alle zufrieden sind (was sowieso unmöglich ist).

es wird kein neues Referendum geben ...

... denn dies würde in UK bürgerkriegsähnliche Zustände hervorrufen. Es würde richtig als Verschwörung Mays, die dem Remainer-Lager zuzurechnen ist und der EU interpretiert werden. Ein Brexit ohne Deal wäre die Konsequenz einer uneinsichtigen EU, die nicht auf den Backstop verzichten will, der UK praktisch in Geiselhaft nimmt. May ist eine große Täuscherin, sie versucht, den Brexit nur pro forma umzusetzen und das Unterhaus zu erpressen, will so letztlich UK dauernd an die EU binden, wie es ihren eigentlichen Überzeugungen entspricht und vermutlich auch der hinter ihr stehenden Lobby. Dass sie als Gegenpol zur EU erscheint ist reine Täuschungspropagande, um den britischen Wählern vorzugaukeln, es gäbe einen Brexit.

re klausewitz

""Montag muss May Plan B vorlegen" schreibt Tagesschau...wieso "muß" ...May muß gar nix."

Sie stehen mal wieder nicht im Stoff.

Kürzlich hat das Unterhaus ein GESETZ beschlossen, dass sie beim Scheitern ihres Abkommens einen Plan B vorlegen MUSS.

re beamtenfreund

"die EU könnte tatsächlich "den Briten" entgegenkommen mit einer umfassenden Reform das gigantisch aufgeblähten EU Beamtenapparats. Davon ist überhaupt keine Rede in der EU"

In welchem Zahlenverhältnis steht z.B. die Anzahl der EU-Beamten zu den Verwaltungsbeamten in NRW?

Da wird die Propagandaphrase vom gigantisch aufgeblähten EU Beamtenapparat wiederholt und wiederholt, bis man es selbst glaubt.

re vonderKrischi: Drops

„Jetzt eine echten Volksentscheid und der Drops ist gelutscht!“

Das Problem ist ganz schlicht, dass es keinen „echten“ Volksentscheid gibt. Es gibt nur einen gültigen und nichtgültigen Volksentscheid.

Das bedeutet, dass sich GB vor einem „nächsten“ Volksentscheid erst auf die formellen Voraussetzungen eines dann bindenden „Volksvotums“ jenseits von demokratischen Wahlen einigen müsste. Oder eben einen Volksentscheid allgemein als das ablehnen, was er meiner Meinung nach immer war und auch sein wird: Ein „sogenannter Volksentscheid“. Dieser wird nämlich immer im Gegensatz zu einem Primat der parlamentarischen Demokratie stehen und genau deshalb wurde dieser auch vor allem von denen forciert, denen genau diese parlamentarische Demokratie mit wiederkehrenden „Volksentscheiden“, die dort Wahlen heissen, ein Dorn im Auge oder besser ein Hindernis zu ihrer eigenen Macht ist.
Gefragt ist vor allem wieder das Primat des Parlaments. Nur zu und die Bürger werden sich wieder vertreten fühlen!

Starkes Europa ist wichtig

Wie arrogant (oder dumm dreist) muß man eigentlich sein, die von 27 Mitgliedsstaaten angebotenen Austritts-Abläufe in Frage zu stellen? Das es überhaupt dieses Angebot zu einem geordneten Austritt gibt, ist ein großes Entgegenkommen zu Gunsten der Bevölkerung.
Mehr als z.Zt. kann sich das britt. Unterhaus (ähnelt einem schlechten Theaterstück aus dem Mittelalter) nicht blamieren. Das ist keine moderne Politik.
Seid doch endlich so mutig zu sagen "Wir haben eingesehen, der Austritt wäre ein Riesenfehler", und macht Eure Arbeit zusammen mit den 27 Mitgliedsstaaten der EU, damit Europa stärker wird gegen diese Putins, Trumps, Kims u.s.w.

re einfach unglaublich

"Es ist May hoch anzurechnen, dass sie ihre persönliche Meinung nicht über dieses Ergebnis stellt und den Auftrag annimmt und umsetzt. Andere würden so lange abstimmen lassen, bis Ihnen das Ergebnis gefällt."

Es liegt nicht in Mays Ermessen, ob erneut abgestimmt wird. Das müsste wiederum das Parlament beschließen.

Häufen Sie mal nicht unverdiente Lorbeeren auf das graue Haupt.

May sucht nach Plan B?

Warum nach etwas suchen, das gar nicht existiert und es mit der EU hoffentlich nicht geben wird!
Das Abstimmungsergebnis von gestern im Unterhaus erinnert mich fatal an unsere Situation mit der GroKo - klammern an die Pfründe: auf Teufel komm raus.

Erschütternd, was Populismus anzurichten vermag

So nach und nach entdecken die Briten ihre politische Mündigkeit. Nachdem sie (außer die Schotten) beim damaligen Referendum auf Parolen der völlig konzeptlosen Populisten hereinfielen bzw. viele überzeugte Europäer es nicht für nötig hielten, ihre Stimme abzugeben, wachen sie nun langsam auf und würden am liebsten mit einem zweiten Referendum das erste korrigieren. Es wäre ihnen zu wünschen, denn nicht nur ein vollzogener Brexit (geregelt wie ungeregelt) verursachte in UK und in der EU nur Probleme und Verluste, auch schon die permanente Vorbereitung dieses GAU hält die Regierung, die quasi nur mit sich selbst beschäftigt ist, vom eigentlichen Tagesgeschäft ab: dem Lösen dringender sozialer und wirtschaftlicher Probleme, von denen es in UK genug gibt. Das alles ist liegengeblieben und nicht dadurch besser geworden. Dem "Wir haben keinen Plan" wurde auch "Wir hatten keine Zeit für unsere Arbeit" hinzugefügt. Da muss man um so mehr warnen vor einem Dexit, den die AfD angesprochen hat.

09:43 von AufgeklärteWelt

Wow! Was für eine Verschwörungstheorie!
Respekt!
Wenn Sie jetzt ein Roman darüber schreiben, werden Sie stinkreich.

Verlängerung...

Wenn die Briten eine Verlängerung wollen, ginge es ohnehin bis max 30.06.2019!

Da endet nämlich die Legislaturperiode des EU-Parlaments.

Und es wären ein Treppenwitz, wenn die Briten nun noch an der EU-Wahl teilnehmen.

Intelligent wäre ein Verschiebung zum 31.03., 30.04., 31.05. oder eben 30.06. - dies schon allein unter steuerrechtlichen Gründen. Ein untermonatlicher Wechsel z.B. bei der Umsatzsteuer macht nur unnötige Zusatzarbeit ...

Zum 1001 Mal

Bitte an einzelne Kommentatoren.

Bitte, bitte findet den Unterschied zwischen Subventionen und Netto-Zahler, von mir aus über Suchmaschinen, heraus.

Man kann zum 1000 Mal kaum noch hinsehen, wenn UK als Bereicher durch EU-Subventionen deklariert wird.

Noch einmal! UK war Netto-Zahler, d. h. auch wenn UK, wie alle anderen EU Staaten, Subventionen erhalten hat, so waren die Zahlungen an die EU dennoch höher. Aus diesem Grund hat auch unsere Kanzlerin den anderen EU Staaten zugesichert 5 Milliarden (unter Umständen mehr) an die EU mehr als sonst zu überweisen, um den Ausfall der Zahlungen durch UK zu kompensieren.

Diese Informationen wurden genügend und informativ durch die Tagesschau kommuniziert.

Ich zitiere mich 'mal einfach

Ich zitiere mich 'mal einfach selbst: "Glaubt jemand ernsthaft, dass die Wirtschaft es duldet, dass die Politik Großbritannien nach dem Brexit anders behandelt, als sie die Schweiz oder Norwegen behandelt?"

re totengräber

"Ich zitiere mich 'mal einfach selbst: "Glaubt jemand ernsthaft, dass die Wirtschaft es duldet, dass die Politik Großbritannien nach dem Brexit anders behandelt, als sie die Schweiz oder Norwegen behandelt?""

Sie werden durch Selbstzitat nicht erreichen, dass Unsinn zu Sinn wird.

@ um 08:08 von Tada

//@Goldenmichel
"Ja genau, man sollte so lange abstimmen bis es passt, das ist echte Demokratie." Am 17. Januar 2019 um 05:26 von Goldenmichel

Sie sehen doch, dass der Brexit - ich sage mal vorsichtig - sich schwierig gestaltet.

Da wäre es doch angebracht in einem Referendum zu fragen, ob die Leute das Chaos jetzt nach Jahren abbrechen oder fortführen möchten. Denn so haben sich das selbst die Brexit-Befürworter ganz sicher nicht vorgestellt.//

Verstehe ich Sie richtig, dass eine Regierung die Umsetzung eines mehrheitlichen Volksentscheid nur kompliziert und konfus genug gestalten muss, damit die Regierung die Absolution erhält, so lange und oft abzustimmen, bis es der Regierung und nicht den Bürgern passt?

@9:31 von Hador

Herr E. fährt eben gerade NICHT die klare Kante nach außen (ausser in der K-Frage vielleicht) sondern hat es eher mit dem Tarnen und Täuschen und wechselnden Allianzen.
Mister T. aber kann (und hat schon) mit deutlicher Kenntlichmachung seiner Gefühlslage einige Dialoge anstoßen, die mit Kuschel-Pollitik nicht erreichbar wären.

GB wäre Drittstaat

@Totengräber:

Falsch! GB wird eben nicht wie die Schweiz oder Norwegen behandelt, sondern wie ein Drittstaat ohne jegliches Abkommen mit der EU.

Deshalb gilt der Comicspruch: „die spinnen, die Briten“

@karwandler um 09:54Uhr

Natürlich haben Sie recht, aber es bleibt vermutlich sinnlos, die EU-Kritiker auf deren lächerliche Vergleiche hinzuweisen! Diese Personengruppe will nicht erkennen, daß es25 Sprachen in der EU gibt, mindestens 26 IHK oder andere Verbindungen, es nicht nur die DIN gibt, sondern jedes Land seine eigenen Normen und Vorschriften hat usw. Stattdessen vergleicht man NRW (!) mit der EU ! Geht´s eigentlich noch dümmer?

Plan B

ist ganz einfach, knallharter Brexit.
Danach bewegt sich schon was, die Meinungen das die Schäden und Auswirkungen etwas hysterisch gesehen und geschrieben werden , mehren sich in den letzten Tagen auch in Artikeln.
Hart raus, dann bewegt sich die EU und ins besondere Deutschland schon.
Plan B ist also ganz einfach.

Am 17. Januar 2019 um 09:39 von KU

Warum kein 2. Mal abstimmen? Was soll daran undemokratisch sein?
Der Wähler kann ja neue Erkenntnisse gewonnen haben - was er hier garantiert getan hat.

Auch sollte man für solch eine weitreichende Entscheidung eine zwei Drittel Mehrheit verlangen, um eine klare Grundlage zu haben.

In Norwegen probieren es die EU-Befürworter übrigens auch immer wieder. Nur die letzten Jahre sind sie recht still, denn die EU hat ja diese letzten Jahre nicht viele Entwicklungen durchgemacht und Entscheidungen getroffen, die bei den Norwegern gut ankamen.

Also dann reden wer will,

aber Frau May ist keine Person die etwas nur aussitzt. Sie kämpft für das was sie umsetzen möchte und davor habe ich aller höchsten Respekt.
Hier bei uns sieht das ganz anders aus.
Da ich nicht so der richtige Freund der EU Politik bin, wenn dadurch nationale Werte verloren gehen, kann ich den Teil der Briten verstehe, die aus der EU raus wollen.
Und dieses Gejammer vor den Folgen, vollkommen überzogen.

Plan B

Man kann sicher über die EU schimpfen, teilweise sicher auch zu Recht. Man sollte aber bevor man austritt, sich Gedanken, wie man es anstellen will, anschließend besser leben zu können. Wie schon häufig festgestellt, kann man die Vorteile eines Vereins auch nicht mehr nutzen, wenn man ausgetreten ist. Abgesehen davon, dass ich der Auffassung bin, dass die EU den Briten keineswegs mehr entgegenkommen darf, so müssen doch die Briten, sich zunächst einmal Gedanken machen, wie sie ohne EU leben wollen. Eigentlich können sie doch kein Interesse an einer engen Bindung zur EU haben, wenn sie schon nicht dazu gehören wollen. Leider aber wissen die Regierenden dort überhaupt nicht was sie wollen. Der EUGH hat den Briten die Möglichkeit eingeräumt die Austrittserklärung zurückzunehmen. Das sollten Sie machen und sich dann überlegen, wie es nach einem EU Austritt ohne dieselbe weitergehen kann und dann erst erneut Austritt erklären, sie wissen ja jetzt was sie maximal von der EU bekommen können.

Am 29.03. verlässt GB die EU

Das ist der Plan B. Und trotz aller Unkenrufe hier: auch am 30.03. wird die Sonne wieder aufgehen, und das Leben geht normal weiter. Ein paar einflussreiche Leute werden Geld verlieren (Frau Klatten zB), andere erhalten neue unternehmerische Chancen (zB findige Briten). So ist das Leben!

re heimatplanetmars

"Verstehe ich Sie richtig, dass eine Regierung die Umsetzung eines mehrheitlichen Volksentscheid nur kompliziert und konfus genug gestalten muss, damit die Regierung die Absolution erhält, so lange und oft abzustimmen, bis es der Regierung und nicht den Bürgern passt?"

Konfus ist nicht die Regierung, sondern das Parlament. Richten Sie Ihre Verdächtigungen an die richtige Adresse.

@ um 09:14 von Einfach Unglaublich

guter Kommentar.

Ich stimme diesem bis auf die Aussage, dass die EU die Bemühungen von May torpediert, zu.

Die Zugeständnisse der EU mögen diesen Anschein erwägen aber die EU wird nicht grundlos von sehr vielen EU Bürgern als ein Apparat für die "Eliten" angesehen. Somit kann man von keiner böswilligen Torpedierung ausgesehen, sondern vielmehr von einer Grundeinstellung der EU Führung, wie diese sich die EU vorstellt.

Welch überzeugende Logik

WEIL Frauen in Führungspositionen kein bisschen besser sind als Männer, destabilisiert sich die Welt deutlich stärker?
Anders formuliert; Frauen tragen aus Ihrer Sicht eine größere Verantwortung für die Destabilisierung der Welt, weil sie nicht besser sind als Männer?
Etwas noch Groteskeres fällt Ihnen nicht ein, oder?

RE:Sparer

Mr. Trump, der große Dealmaker, ist doch selber ein Täuscher und Blender wie er im Buche steht, und die Brexit-Populisten Johnson und Farage stehen ihm in nichts nach.

Gruß Hador

RE:Sparer

... oh, ich hatte noch den dreisten Lügner als Merkmal für die drei Herren vergessen einzutragen.
Das hole ich hiermit nach.

Gruß Hador

re möbius

"Das ist der Plan B. Und trotz aller Unkenrufe hier: auch am 30.03. wird die Sonne wieder aufgehen, und das Leben geht normal weiter."

Wenn alles bleibt wie es war, wozu dann ein Brexit?

Verstehe es nicht

Die ganze Aufregung ist doch für die Katz. Die Briten haben selbst entschieden und Aus ist es. Das Gezerre nervt und solche Partner braucht keiner.

Mein Mitleid mit der europäischen, oder gar deutschen, Wirtschaft hält sich in Grenzen. Seit 2 Jahren hatte man die Möglichkeit Produktionsstätten oder Zulieferer auf dem Kontinent aufzubauen. Meinetwegen mit Bürgschaften für eventuelle Kredite. Deutsche Konzerne mit jährlichen Zweistelligen Milliarden Gewinnen ausgeschlossen.

Der Kontinent hat genügend Platz für Airbus und Konsorten, auch genügend schlaue junge Leute. Bei Airbus wäre es logistisch schon günstiger auf dem Kontinent.

Ich BETONE: Die Briten wollen raus und das hart. Den Wunsch kann man erfüllen!!!

Natürlich dann auch mit harten Auflagen für Banken, Fluglinien und Visa-Pflicht. Ähnlich zu Australien oder Neuseeland. Damit sollten sich die Briten ja auskennen, sind ja ihre eigenen Nachfahren;-)

Schade

dass sich offensichtlich der Gedanke an ein gemeinsames Europa selbst zerlegt.
Ich persönlich würde den Austritt vom UK sehr bedauern.
Bei dieser ganzen Debatte vermisse ich doch sehr, dass sich keiner der Brandstifter wie Boris Johnson oder Nigel Farage in die doch heftigen Debatten einbringen. Sie waren es doch, die lauthals für den Brexit warben und die Einwohner in UK wissentlich falsch oder gar nicht informiert haben.
Es erinnert an eine dunkle Zeit in D, keiner hatte ihn gewählt, aber doch war er da.

Was sagt eigentlich die Queen?

Der Verfassungstheoretiker Walter Bagehot schrieb 1867: "Die Monarchie hat das Recht, angehört zu werden, das Recht, Rat zu erteilen, und das Recht zu warnen." Zwar kann jede Parteinahme der Queen als unerlaubte Einmischung in die Angelegenheiten des Parlaments aufgefasst werden, aber ist es nicht ihre moralische Pflicht, ihre Meinung zum Wohl ihres Volkes kund zu tun, wenn die Vernunft abhanden gekommen ist? Es kann doch nicht sein, dass diese vornehmste Aufgabe eines Staatsoberhauptes, zuerst dem Wohl des Volkes verpflichtet zu sein, nicht wahrgenommen wird. Statt dessen scheint die Rolle des britischen Königshauses nur noch darin zu bestehen, die Volksmassen mit "Pomp and Circumstance" abzulenken. Traurig genug, dass die Queen 2016 die Premierministerin May einsetzen und in der Thronrede 2017 das Brexit-Regierungsprogramm verkünden musste. Ein Vernunftappell der Queen, ein Aufruf zur Besinnung auf das Wesentliche wäre jetzt wichtiger als belanglose News vom Hofe.

Genau das ist der Punkt. Einmal abgesehen davon, weshalb, durch welche inneren und äußeren Motivationen der Brexit überhaupt ins Leben gerufen wurde, alleine das war ein kollossaler Fehler, ist das, was jetzt in GB passiert, ein Armutszeugnis für jeden einzelnen der Mitwirkenden.
Sie haben sich durch eine Kette von Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen immer mehr in den Abgrund getreten, hocken jetzt in einer Sackgasse und wissen nicht mehr, wie sie da noch herauskommen sollen. Unfähig, eine dringend notwendige Strategie zu entwickeln, reagiert nur noch einer auf den anderen, anstatt zu agieren.
Als wären sie mit ihrer Aufgabe komplett überfordert.
Und ja, ihnen fehlt offensichtlich der Mut, den Exit vom Brexit anzutreten.

re möbius: Normal

„Am 29.03. verlässt GB die EU
Das ist der Plan B. Und trotz aller Unkenrufe hier: auch am 30.03. wird die Sonne wieder aufgehen, und das Leben geht normal weiter. Ein paar einflussreiche Leute werden Geld verlieren (Frau Klatten zB), andere erhalten neue unternehmerische Chancen (zB findige Briten). So ist das Leben!“

Sie haben Recht. Einerseits. Das Leben geht in der Gesellschaft immer weiter. Nur nicht für die gleichen Leute in der gleichen Form.
Und deshalb haben Sie andererseits eben wieder Unrecht.
Fatalismus (Es wird schon...) in der von Ihnen beschriebenen Form ist genauso unangebracht wie die Beschwörung von Katastrophenszenarien (Nie wieder...).

Sie sehen es gerade: Wer mit Multilateralismus, d.h. Zusammenarbeit, eine Bedrohung eigener Souveränität verbindet, der wird einer sich zusammenschließenden EU immer skeptisch gegenüber stehen.
Wer dagegen „Grenzen“ überwinden statt verstärken will, versteht die Angst der Nationalisten kaum.

Beide sind Realität. In der EU!

Der Brexit

ist wie die Einführung des Bachelor/Master Systems in Deutschland und die daraus resultierende Abschaffung des Diploms.

Man konnte erahnen, dass das Ergebnis eine massive Verschlechterung sein wird.
Es war abzusehen, dass der Internationale Ruf kräftig darunter leiden wird.
Und es war Abzusehen, dass die Umstellung einen Haufen Geld verschlingt dafür dass sie fast alles schlechter macht.

Und genau wie bei unserem Bildungssystem wissen GB die Politiker sehr wohl, dass sie extremen Mist gebaut haben, aber in beiden Fällen sind sie zu Egozentriert um gewillt zu sein ihr Versagen zuzugeben und zu versuchen das Ruder herum zu reißen.

@suomalainen, 08.37h

Zustimmung.
Nur warum Sie Merkel und Baerbock (Beatbaum) da ausnehmen, verstehe ich nicht.

Mal erhrlich: die Berichterstattungen

in den letzten 2 Jahren in allen Medien ähneln sich wie ein Ei dem anderen. Immer dieselben Formulierungen, dieselben Prognosen, ja sogar die Wortwahl ist oftmals identisch mit vorherigen Meldungen.
Die Kommentare der Politiker auch immer der gleiche Einheitsbrei. Das nervt uns Bürger!
Ich sehne den 29.3.19 herbei, an dem hoffentlich endlich
alles geklärt ist.
Auch wenn ich die Briten an sich mag, aber dass sie seit 2 Jahren täglich einen Teil meines Lebens verfolgen, stinkt mir ungemein.
Es gibt wichtigere Dinge in unserem Land, über das mehr berichtet werden sollte.
Die Insel wird nicht untergehen nach dem Brexit, alles wird sich wieder einpegeln, es wird keine Katastrophe geben und wir können uns endlich wieder unserem Sorgenkind in den USA widmen.

@ Karwandler

"Das ist der Plan B. Und trotz aller Unkenrufe hier: auch am 30.03. wird die Sonne wieder aufgehen, und das Leben geht normal weiter."

Wenn alles bleibt wie es war, wozu dann ein Brexit?“

In der Geschichte der Menschheit war noch nie ein Tag wie der andere. Denn sonst würden wir, wenn wir immer nur auf die Menschen mit Angst vor Veränderung gehört hätten, noch alle in der Höhle sitzen.
Ich persönlich mag die Veränderung und neue Herausforderungen. Der Brexit wird viele neue Türen öffnen und wir schauen uns mal gespannt an, was aus GB wird. Vielleicht ein Erfolgsmodell mit ganz neuen Möglichkeiten

um 10:10 von heimatplanetmars

>>
Verstehe ich Sie richtig, dass eine Regierung die Umsetzung eines mehrheitlichen Volksentscheid nur kompliziert und konfus genug gestalten muss, damit die Regierung die Absolution erhält, so lange und oft abzustimmen, bis es der Regierung und nicht den Bürgern passt?
<<
Das verstehen Sie keineswegs richtig. Man muss bei Referenden die zu beantwortende Frage nur so formulieren, dass sie zu klaren Ergebnissen führt. Ich gehe doch auch nicht Einkaufen, wenn ich nicht weiß, was ich kochen will. Beim Brexit-Referendum wurde über einen Zeitpunkt übrigens nicht abgestimmt.

Sprache kann sehr...

... entlarvend sein.
Frau May sagte: "Es ist jetzt an der Zeit, unsere Privatinteressen beiseite zu legen"
Daraus folgere ich: die vergangenen 2 Jahre haben die britischen Abgeordneten also überwiegend ihre privaten Interessen verfolgt. Aha.

Aber für wichtiger halte ich eines:
Die EU darf dem Vereinigten Königreich jetzt nicht weiter entgegenkommen.
Täte sie dies, wären die Auswirkungen verheerend.
Es wäre eine Einladung für andere Staaten ständig mit Austritt zu drohen, um nationale Sonderwünsche erfüllt zu bekommen. So aber KANN eine Gemeinschaft nicht funktionieren.

um 10:43 von berelsbutze

>>
Ich persönlich mag die Veränderung und neue Herausforderungen. Der Brexit wird viele neue Türen öffnen und wir schauen uns mal gespannt an, was aus GB wird. Vielleicht ein Erfolgsmodell mit ganz neuen Möglichkeiten
<<
Spricht die Wahrscheinlichkeit dafür, wenn man weiß, dass GB seit 1961 geradezu darum gebettelt hat, in die EG aufgenommen zu werden, weil das Wirtschaftswachstum soviel schlechter war als in der EG ? Dann hätte man die von Ihnen vermuteten ganz neuen Möglichkeiten doch schon damals nutzen können.

@ AufgeklärteWelt es wird kein neues Referendum geben

Hallo Aufgeklärte Welt, welch ein Name und dann schreiben Sie einen solchen Unsinn, der in seiner gesamten Sichtweise nicht engstirniger und unaufgeklärter sein könnte. Sie glauben nur gerne das, was Sie glauben wollen, weil das Ihrer Weltsicht entspricht nicht wahr? Das nennen Sie dann aufgeklärt, weil es gegen den allgemeinen gesunden Menschenverstand geht, am besten noch gegen das, was Sie als Elite bezeichnen, habe ich nicht Recht? In Ihrer Schwarz-Weiß-Welt gibt es nur gut oder böse, nicht wahr, es gibt nur ein entweder oder, nicht?
Ich darf Sie kurz daran erinnern, dass vor allem 2 Faktoren zum Brexit geführt haben: a) innerparteiliche Querelen bei den Konservativen und b) ein seltsamens Selbstbild vieler Briten im Verhältnis zur EU und Deutschland, das für sie ein Synonym für den einstigen Feind ist. Wer so denkt, der glaubt alles. Vor allem den Einflüsterungen durchgeknallter Krakeeler - die nur eines wollen: Zerstörung.
Ist das wirklich die Welt, dan die Sie glauben?

Anweisung des britischen Volkes ?

"Ich glaube, dass es meine Pflicht ist, die Anweisung des britischen Volkes auszuführen, die EU zu verlassen, und ich habe vor, das zu tun"
Man muss schon Politiker/in sein, um sich auf ein solches Referendum zu berufen, ein Referendum, dass im Vorfeld mit Lügen und einem politischen Mord und im Ergebnis mehr als fraglich ist, denn die Wahlbeteiligung betrug 72,2 % der Bevölkerung.
Für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union stimmten 51,9 % der Wähler (etwa 17,4 Millionen, was etwa 37,4 % der wahlberechtigten Bürger ausmacht.
Es ist daher schon sehr verwegen von "einer Anweisung zum Austritt des britischen Volkes aus der EU" zu sprechen, wenn diese Anweisung nur von ca. 1/3 der Bevölkerung ausgesprochen wurde.
Eine "Anweisung" kann daher nur aus Kreisen kommen, für die der Brexit einen satten Gewinn auswirft.
Politik war schon immer ein Sproß der Familie, die sich "Lug & Trug" nennt.
Nur wer 100% zu diesen Prinzipien steht, wird nicht schamrot dabei!

@10:01 von Tada

"Was für eine Verschwörungstheorie!
Respekt! Wenn Sie jetzt ein Roman darüber schreiben, werden Sie stinkreich."

Es ist nicht schwer, den Backstop als ein vertragliches Vehikel zu begreifen, das UK faktisch in Geiselhaft nimmt und so UK nur noch einen vernünftigen Ausweg läßt, nämlich den Wiedereintritt in die EU. Wenn Sie glauben, das Remainer-Läger würde nicht auf allen Wegen versuchen, den Austritt UKs aus der EU zu unterminieren, dürften sie irren. Es geht um Milliarden und da zögert keine Finanzlobby und keine Wirtschaftslobby.

re berelsbutze

"Ich persönlich mag die Veränderung und neue Herausforderungen. Der Brexit wird viele neue Türen öffnen und wir schauen uns mal gespannt an, was aus GB wird. Vielleicht ein Erfolgsmodell mit ganz neuen Möglichkeiten

Ein Zitat aus 1933;
Ich persönlich mag die Veränderung und neue Herausforderungen. Der Nationalsozialismus wird viele neue Türen öffnen und wir schauen uns mal gespannt an, was aus dem Deutschen Reich wird. Vielleicht ein Erfolgsmodell mit ganz neuen Möglichkeiten.

Soviel zu dem Thema: Hauptsache Veränderung und auf jeden Fall optimistisch gesehen.

@10:34 von Hador

Das erweitert den Kreis der Anwärter für den Titel "Tarner und Täuscher des Jahrzehnts" um einen Vorturner östlich von uns.

@05:26 von Goldenmichel

Frage:
Echte Demokratie ist aber, wenn nur 1/3 der Bevölkerung für z.B. einen Brexit stimmt und das als Volkes Wille genommen wird?
Dünnes Eis, sehr dünnes Eis!
In anderen Wahl - und Abstimmungsverfahren müssen zunächst eine gewisse Anzahl Stimmabgaben nachgewiesen sein, damit eine wirklich representative demokratische Aussage getroffen werden kann.
Beim Brexit hatten es einige Mächtige sehr eilig, da kann man auch mal mit Verhältnistricks eine Mehrheit aus dem Hut zaubern.
Demokratie war gestern! Heute regiert der neue Geldadel das Volk über die Parlamente und Regierungen.
Das gute daran: Der Geldadel stellt die politischen Akteure und das Volk darf sie wählen und man kann immer sagen: "Ihr habt sie doch gewählt!"
Der Zweck heiligt eben stets die Mittel!
Machiavelli lebt!

Oh man wie einige

Oh man wie einige Kommentatoren das ganze in eine Geschlechterdikussion ziehen. Als ob das ganze Chaos an einer Person fest zu machen ist und nicht am gesamten Regierungs und Oppositionsapparat plus Verhandlungspartner liegt...es erstaunt mich immer wieder wie vereinfacht Menschen denken und wie leicht man seine verkrustete Schubladen aufzieht um einen einzelnen Faktor als den EINEN Faktor für das hochkomplexe Chaos in der Welt heranzuziehen was auf unendlich vielen Faktoren beruht. Fast schon beindruckend

Die EU hat nicht nur Vorteile

Für viele Briten ist es eine Herzenssache geworden, sich dem Einfluss Brüssels zu entziehen, weil man es so wahrnimmt das Deutschland im Hintergrund die Fäden zieht und eine übermächtige Stellung hat. Nach dem Brexit wird sich für die verbleibenden EU Mitglieder dieser Eindruck zwar noch verstärken. Die allermeisten jedoch „leben“ regelrecht von den Zahlungen aus Brüssel (Irland, Portugal, Rumänien etc.) unabhängig ob das Durschnittsvermögen der Haushalte kleiner oder größer als in Deutschland ist. Und wer beißt schon gerne die Hand die ihn füttert? Großbritannien allerdings muss sich das nicht gefallen lassen. Es herrschen in der öffentlich verbreiteten Meinung in Deutschland sehr unrealistische Vorstellungen über den Mehrwert den die EU bietet. Zuerst mal ist es ein Wirtschaftsprojekt von dem die Verbraucher eher wenig haben. Ein „Friedenswerk“ ist die EU nicht seit sie mit der Osterweiterung geopolitisches Instrument geworden ist, was zu Unruhen (zB in Moldawien, Ukraine) führte.

@Reginald

Großbritannien hat die Grundsätz unserer Partei die „PARTEI“ übernommen:

Einmal dafür, das nächste mal dagegen!

Martin Sonneborn wird es freuen!

@ heimatplanetmars

'Verstehe ich Sie richtig, dass eine Regierung die Umsetzung eines mehrheitlichen Volksentscheid nur kompliziert und konfus genug gestalten muss, damit die Regierung die Absolution erhält, so lange und oft abzustimmen, bis es der Regierung und nicht den Bürgern passt?" Am 17. Januar 2019 um 10:10 von heimatplanetmars

Verstehe ich Sie richtig, dass die britische Regierung absichtlich so ein Durcheinander veranstaltet, Steuergelder dabei verbrennt, Bürger und EU-Partner verunsichert und in Wirklichkeit nie vorhatte, GB aus der EU zu führen? Dass es gar nicht darum geht, dass sie zu inkompetent gewesen ist, um die Folgen abzusehen?

Welche Gründe könnten dafür Ihrer Meinung nach vorgelegen haben?

@11:12 von Möbius

"Ein „Friedenswerk“ ist die EU nicht seit sie mit der Osterweiterung geopolitisches Instrument geworden ist, was zu Unruhen (zB in Moldawien, Ukraine) führte."

Das ist noch freundlich ausgedrückt. Die EU, allen voran Merkel, treue Gefolgsfrau des unseligen Regimestürzers Obamas in der Ukraine, hat die Ukraine faktisch in einen Bürgerkrieg gestürzt und zerissen und wirtschaftlich zu Boden geworfen. Der deutsche Steuerzahler wird daran noch lange zu kauen haben.

@ranie

Ich stimme ihnen zu, das Geschlechte des PM spielt in dem ganzen Debakel nicht die geringste Rolle.

Es ist die Unfähigkeit zur Mediation von May die einen Pfeiler bildete, genau wie ihre absolut nicht vorhandenen Weitsicht (siehe unnötige Wahl und resultierender Stimmverlust)
Es ist der Populismus der in GB das tägliche Meinungsbild bestimmt.
Es sind die Lügen die von der Boulevardpresse über die EU verbreitet werden (lesen sie das mal, hat teilweise schon chinesische Propaganda Qualität)

Es ist das System, dass nichts neben den nur noch rechtspopulistische Tories und den Linkspopulistischen Labour (genauso schlimm) zulässt.

Es ist eine Systemisches Versagen, dass nur Wert auf das Wohlergehen der Londoner Banker legt und auf die jungen Generationen einen feuchten Kehricht gibt.

All diese Probleme gab es schon unter Blair, Brown und Cameron, alles Männer.

Es ist halt das Pech von May, dass sie nun unter ihr zur vollen Blüte gereift sind.

Ein deutlich weicherer Brexit wäre besser fuer beide Seiten

Zu einem möglichen Plan B:

Doch ein Plan B für den angestrebten Brexit fehlt ihr weiter.

Nachdem ich mitbekommen habe, dass die Mehrheit eher einen weichen Brexit bis keinen Brexit befuerwortet, gehe ich in die gleiche Richtung. Auch ich bin fuer einen deutlich weicheren Brexit. England braucht die Bindung an die EU und folgende Dinge sollten auf jeden Fall erhalten bleiben:

-> England tut gut daran, im EU-Binnenmarkt zu bleiben
-> England tut auch gut daran, in der Zollunion mit der EU zu bleiben
-> die Freizuegigkeit fuer Personen, Waren und Dienstleistungen muss erhalten bleiben
-> der Backstopp muss bleiben, weil der durchaus Sinn macht, gerade auch mit Blick auf Irland und Nordirland und einer möglichen zukuenftigen Wiedervereinigung von Irland und Nordirland.

Zusätzlich sehe ich es so, dass Neuwahlen wirklich unumgänglich sind. Frau May ist mit ihrem Brexit gegen die Wand gerannt und ist gescheitert.

@11:23 von Tada

"erstehe ich Sie richtig, dass die britische Regierung absichtlich so ein Durcheinander veranstaltet, Steuergelder dabei verbrennt, Bürger und EU-Partner verunsichert und in Wirklichkeit nie vorhatte, GB aus der EU zu führen? Dass es gar nicht darum geht, dass sie zu inkompetent gewesen ist, um die Folgen abzusehen?

Welche Gründe könnten dafür Ihrer Meinung nach vorgelegen haben?"

Sehr einfach: der Volksentscheid stellte den "eigensinnigen" Bürgerwillen über die Interessen des Kapitals und der Wirtschaft des Landes, was in unseren Lobby-getriebenen kapitalistischen demokratischen Gesellschaften faktisch die Todsünde des Volkes ist, an deren Vermeidung Tausende Lobbyisten, Propagandisten, Journalisten, Verleger etc. dauernd angestrengt arbeiten.

re aufgeklärtewelt

"Es ist nicht schwer, den Backstop als ein vertragliches Vehikel zu begreifen, das UK faktisch in Geiselhaft nimmt und so UK nur noch einen vernünftigen Ausweg läßt, nämlich den Wiedereintritt in die EU. Wenn Sie glauben, das Remainer-Läger würde nicht auf allen Wegen versuchen, den Austritt UKs aus der EU zu unterminieren, dürften sie irren. Es geht um Milliarden und da zögert keine Finanzlobby und keine Wirtschaftslobby."

Wenn überhaupt alles von der Finanz- und Wirtschaftslobby gelenkt wird, warum hat sie dann nicht gleich das Referendum zu einem nicht eindeutigen Volkswillen erklären lassen?

Verschwörungstheorien sollten wenigstens in sich stimmig sein.

May wolte mit dem Kopf durch die Wand - schaut euch dass hier an

Sie wollte mit dem Kopf durch die Wand und hat sich von diesen rechten Socken der DUP den Kopf verdrehen lassen. Genau dass war ihr Fehler. Denn Frau May hätte gut daran getan, mehr auf die EU zuzugehen.

Denn ein harter Brexit schadet beiden Seiten. Schaut euch dazu bitte mal dass hier von n-tv.de an:

https://tinyurl.com/ybo7d95s
n-tv.de: "Die Angst vor totalem Chaos ist übertrieben" (MITTWOCH, 16. JANUAR 2019)

Die Hardliner im Parlament wollen doch aber gerade keine enge Anbindung an die EU. Warum sollten Sie so einem Plan B dann zustimmen?

Weil die große Mehrheit dafür ist, auch viele Konservative, wenn man sie frei abstimmen ließe. Und die Labour-Opposition ist überwiegend auch dafür. Allerdings müsste es eine parteiübergreifende Abstimmung geben. Bei klarer Parteidisziplin ist so ein Plan nicht durchsetzbar.

Von daher: die Mehrheit will einen weichen Brexit.

@11:31 von karwandler

"Wenn überhaupt alles von der Finanz- und Wirtschaftslobby gelenkt wird, warum hat sie dann nicht gleich das Referendum zu einem nicht eindeutigen Volkswillen erklären lassen?"

Es war ein klarer Mehrheitsbeschluss. Der Schein der Souveränität des Volkes muss gewahrt bleiben, sein Wille aber gelenkt und gefügig gemacht werden. Das gehört zum 1x1 der Politik-, Staats-, Wirtschafts- und Finanzpropaganda seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als diese Praxis in den USA von Edward Bernays beschrieben und formalisiert wurde.

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