Ihre Meinung zu: Deutschland im UN-Sicherheitsrat: In der ersten Reihe

1. Januar 2019 - 12:36 Uhr

Als Deutschland zuletzt Mitglied auf Zeit im mächtigsten UN-Gremium war, hieß der Außenminister noch Guido Westerwelle. Seitdem ist auf der weltpolitischen Bühne viel passiert. Kai Clement über Erwartungen und Ziele.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1
Durchschnitt: 1 (1 vote)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

also ich persönlich

würde mich in der 2. Reihe wohler fühlen

Erste Reihe

klingt sehr Deutsch, und hat natürlich den Ursprung in diesem Satz.
" "Die Rolle Deutschlands hier im Sicherheitsrat oder bei den Vereinten Nationen beschränkt sich nicht nur auf Blauhelme. Deutschland ist der zweitgrößte Zahler für das gesamte UN-System, dazu gehört die Finanzierung der Blauhelme, dazu gehört aber auch die Finanzierung von humanitären Organisationen, wie UNICEF oder Welternährungsprogramm."

Es geht um Geld wie immer, und das Sagen haben die Vetomächte und nicht Deutschland.
Und das jetzt so etwas wie bei Westerwelle passiert, ist nicht zu erwarten.

Politik macht was Sie will, ich denke nicht das viele Bürger gibt die unser Militär irgendwo im Ausland sehen will.
Das sollte mal etwas zurückgefahren werden, auf das was früher mal galt und wofür die BW mal gegründet wurde.
Und im GG steht es ja auch.

Bei den nächsten Wahlen wird man wählen wer sich an das GG hält, und nicht wer mehr Einsätze in der Welt will.
Ich halte die Politik für verehrend.
Und das als 1. im Jahr

Eine fürchterliche Mischung.

Zusammen mit Deutschland wird man dort weitere Länder vertreten sehen:
Belgien, Südafrika, Indonesien und die Dominikanische Republik. Da der Rat Sanktionen verhängen kann, Friedensmissionen entsenden und auch den Einsatz militärischer Gewalt billigen kann, ist dieser Sitz nicht unwichtig für das Weltgeschehen.

Mich fröstelt, wenn ich die Merkelvertretung dort weiß, die für eine multilaterale Weltordnung kämpft und die Krisenbewältigung auf Merkel-Art leisten möchte. Leider überwiegen hier die linksgerichteten Sozialdemokraten ( Merkel zähle ich da ohne Wimperzucken mit).

Deutschland ist schon überfordert, Krisen im eigenen Land zu lösen und erst recht in Europa.

Eines ist wohl sicher:
Der Blick geht wieder ins inner Deutschland verloren, weil Weltplayer den Globus im Fokus haben werden.
Wieder keine gescheite Innenpolitik wird zu erwarten sein, sondern nur Vorbildfunktionen für Multilateralismus und Co.

re sisyphos3

"also ich persönlich

würde mich in der 2. Reihe wohler fühlen"

Was genau soll uns dieses Bekenntnis denn mitteilen?

re yolo

"Eine fürchterliche Mischung.

Zusammen mit Deutschland wird man dort weitere Länder vertreten sehen:
Belgien, Südafrika, Indonesien und die Dominikanische Republik."

Was genau ist denn fürchterlich an Belgien, Südafrika, Indonesien und der Dominikanischen Republik?

Als Westerwelle noch Außenminister war

hat er verhindert, dass Deutschland an der Bombardierung Libyens teilnimmt. Jeder kann Heute sehen, wie dumm und falsch die damalige Politik der anderen NATO-Verbündeten war und welche Folgen sie nicht nur für den Nahen Osten, sondern für die ganze Welt hatte.
Ich denke, von seinem derzeitigen Nachfolger Maas sind solch vernünftige und weitsichtige Entscheidungen nicht zu erwarten.

@um 12:31 von yolo

Stimme ihnen zu..
diese Politik ist ver­hee­rend.

Deutschland im Weltsicherheitsrat:In der ersten Reihe...

Da will man ja auch hin.Aber im Artikel steht,"daß es da Erwartungen gibt auf mehr militärisches Engagement".
Das klingt aber nach einer Selbsteinladung.Nach der Devise:Andere erwarten das von uns.
Warum beruft sich da Kai Clement auf andere ? Wenn man Militäreinsätze haben will,dann soll man es doch schreiben.

In der ersten Reihe

Mit Deutschlands Sitz im Sicherheitsrat steigen auch die Erwartungen...
###
Ich würde es begrüßen und auch Erwarten wenn unsere Regierung erstmal in den nächsten Jahren die Probleme hier in Lande vernünftig löst. Das ist wichtiger als ein Sitz im Sicherheitsrat der Erwartungen schürt die wir nicht einhalten können...

12:39 von karwandler

so schwer zu verstehen ?
müssen wir Deutschen uns mal wieder vordrängen
haben wir nicht genug Unheil mit unserer Art alles besser zu wissen
andere zu bevormunden, unseren Willen durchzusetzen, über die Welt gebracht
am deutschen Wesen soll die Welt genesen ?

@ 12:31 von yolo

Was stört sie an einer multilateralen Weltordnung - wo wir längst die Hauptprofiteure einer multilateralen Wirtschaft und vor allem eines multilateralen Tourismus sind? Unilateralismus führt letztlich zu unauflöslichen Interessenkonflikten, Handelskriegen und letztlich echten Kriegen. Internationale Zusammenarbeit und internationaler Austausch sind die einzige Chance, dauerhaft Kriege zu verhindern, nicht mächtige Nationalstaaten und ein Gleichgewicht des Schreckens. Nationalstaaten bekommen in einer multilateralen Wirtschaft ihre inneren Probleme nicht wegen zuviel sondern wegen zuwenig Multilateralität gelöst. Nur eine internationale Zusammenarbeit könnte die weltweiten Flüchtlingskatastrophen (von denen wir nur sehr gering betroffen sind) mindern. Doch sieht man mit einem Kirchtumblick natürlich nicht - selbst wenn man im Ausland Urlaub macht, dann natürlich nur in streng abgezäunten Vergnügungsvierteln - wie das in "Pinocchio".

Bei den bisherigen Besuchen im Weltsicherheitsrat

1977–1978
1987–1988
1995–1996
2003–2004
und
2011–2012
konnte Deutschland kein einziges Veto beeinflussen.
Es spricht Alles dafür, dass es diesmal genauso ausgeht.

@von yolo um 12:31

Wieder keine gescheite Innenpolitik wird zu erwarten sein, sondern nur Vorbildfunktionen für Multilateralismus und Co.

Die Welt ist nun einmal multilateral, wass soll so schlimm daran sein?

Eine unilaterale (oder monolaterale) Weltsicht hat der derzeitige amerikanische Präsident. Ob das die Welt besser macht wage ich zu bezweifeln.

@yolo

„Leider überwiegen hier die linksgerichteten Sozialdemokraten ( Merkel zähle ich da ohne Wimperzucken mit).“

Mich fröstelt immer, wenn jemand Merkel und die heutige SPD als „linksgerichtet“ bezeichnet. Da frage ich mich immer, wo dann „Mitte“ bzw. „rechts“ anfängt.

Der Sitz im Sicherheitsrat ist wohl eher eine Prestigesache. Meistens werden ja wirkliche Entscheidungen durch Vetos verhindert. Oder, wenn nicht, werden Resolutionen ignoriert.

NIcht in der ersten Reihe

In der ersten Reihe

Nein, das sind die Vetomächte. Und ohne ein großes Nuklearwaffenarsenal, sitzt man nicht in der ersten Reihe.

Moralisch gesehen sollte kein UN-Mitglied mehr Beiträge zahlen als die kleinste Vetomacht. Deutschland und Japan machen aber diesen Fehler.

@ 12:39 und 12:43 von karwandler

Kombinieren Sie einfach die beiden von Ihnen kommentierten Beiträge
"Ich persönlich würde mich in der 2. Reihe wohler fühlen"
und
"Eine fürchterliche Mischung"
und Sie erhalten den perfekten Deutschen:
Alles kritisieren, aber bloß nicht selbst handeln.
Wahrlich ein trüber Jahresbeginn ...

re winne73

"Als Westerwelle noch Außenminister war

hat er verhindert, dass Deutschland an der Bombardierung Libyens teilnimmt."

So nicht richtig. Die Zustimmung zur Resolution 1973 hieß nicht automatisch die Teilnahme an militärischen Maßnahmen.

An der Nichtteilnahme haben weder Westerwelle noch Deutschlands Enthaltung entschieden.

12:53 von Sisyphos3

Genau so ist es. Wir müssen nicht immer vorne mitmischen wollen, zumal unser Einfluß bei sehr wichtigen Problemen eher gering ist. Einzig bei den Zahlungen geniessen wir hohes Ansehen.

@ um 12:53 von Autograf

Unilateralismus führt letztlich zu unauflöslichen Interessenkonflikten, Handelskriegen und letztlich echten Kriegen.
.....
Tatsächlich?
Das ist eine Behauptung, die Sie erst beweisen müssten. Derzeit haben wir mehr Konflikte weltweit, als sogar noch zu Zeiten des kalten Krieges....und warum?
Weil man nicht mehr bereit ist, die Modelle anderer Staaten zu tolerieren.
Mutlilateralismus ist eine Art Gleichmacherei von Ungleichen ohne Rücksichtnahme auf kulturelle Wünsche und Traditionen. Multilateralismus ist in meinen Augen daher nichts anderes als eine groteske Intoleranz gegenüber allen Nationen, die sich hier nicht bevormunden lassen wollen.
Trump hat mit seinen Prinzipien den Weg eröffnet, Staaten aufzuzeigen, dass er IHRE Nation und dessen Bestrebungen ernst nimmt und diese nicht per se verurteilt.
Respekt gegenüber anderen Nationen ist nämlich, ihnen ihre Nation zu lassen und nicht nehmen zu wollen.
Der Handel: Gebt eure Nation auf und ihr bekommt Wohlstand, ist nicht eingetreten.

re sisyphos3

"müssen wir Deutschen uns mal wieder vordrängen
haben wir nicht genug Unheil mit unserer Art alles besser zu wissen
andere zu bevormunden, unseren Willen durchzusetzen, über die Welt gebracht
am deutschen Wesen soll die Welt genesen ?"

Erstens: kein Vordrängen. Deutschland nimmt ebenso wie andere europäische Länder turnusmäßig einen nicht-ständigen Sitz ein.

Zweitens: Bevormunden. Wen kann Deutschland denn mit einem nicht-ständigen Sitz bevormunden?

Drittens: Am deutschen Wesen usw. Welches spezielle deutsche Wesen soll das denn sein, das im Sicherheitsrat jetzt mitspielt?

Nichts als leere Phrasen, was Sie da vorbringen.

@um 13:00 von Niemand

Eine unilaterale (oder monolaterale) Weltsicht hat der derzeitige amerikanische Präsident. Ob das die Welt besser macht wage ich zu bezweifeln.
----
Natürlich können Sie zweifeln, wie Sie mögen.
Die Fortschritte zwischen Nord- und Südkorea darf er sich dennoch auf die Fahne schreiben.
Bisher waren alle Vorgänger daran gescheitert.

Es ist der Respekt gegenüber anderen Staaten und ihren Nationen, ihren Völkern, Kulturen und Religionen, der es schafft, ins Gespräch zu kommen. Das war mal der Beginn der UN.
Heute ist sie zur Gleichmacherei verkommen und zum Diktat der Unterwerfung aller Nationen bis hin zum Ziel, die Nationen weitestgehend abzuschaffen, bzw. sie zahnlos zu machen.
Das aber lehne ich ab, weil es eine Unterdrückungsmentalität hat, die Vielfalten zerstört und nicht Wohlstand schafft, sondern überall eine relative Armut schafft. Die Nationen geraten in Abhängigkeiten und damit an Gesicht und Würde.
Ich bin für Identitätswahrung und nicht für Identitäsverlust!

re safe.space

"In der ersten Reihe

Nein, das sind die Vetomächte. Und ohne ein großes Nuklearwaffenarsenal, sitzt man nicht in der ersten Reihe."

Das ist historisch falsch. Vetomächte sind die Siegermächte des WK II. 3 davon waren bei der Gründung der UNO gar keine Nuklearmächte.

@um 13:03 von dr.bashir

@um 13:03 von dr.bashir
Mich fröstelt immer, wenn jemand Merkel und die heutige SPD als „linksgerichtet“ bezeichnet. Da frage ich mich immer, wo dann „Mitte“ bzw. „rechts“ anfängt.
.....
Dann lesen Sie doch mal das Wahlprogramm der CDU aus dem Jahr 2003. Das galt damals als mittig.
Heute ähnelt es sehr der AfD!
Vergleichen Sie es mal, Sie werden überrascht sein.
Wenn die UN mit dem Programm von 2003 konfrontiert werden würde, hätte ich kaum Bedenken.
Aber die heutige Politik ist weit davon entfernt.

Am 01. Januar 2019 um 12:54 von collie4711

" Bei den bisherigen Besuchen im Weltsicherheitsrat

1977–1978
1987–1988
1995–1996
2003–2004
und
2011–2012
konnte Deutschland kein einziges Veto beeinflussen.
Es spricht Alles dafür, dass es diesmal genauso ausgeht. "

Das ist auch nicht ganz so wichtig, wichtig ist das Deutschland bei den Zahlern ganz vor steht, und dabei viele große Länder überholt.

Und Sie müssen wirklich den Symbolischen Wert sehen, der ist besonders beim eigenen Bürger wichtig, man erwartet das Deutschland sich mehr in der Welt Militärisch beteiligt.

Ist doch ein gutes Argument für mehr Geld für die BW, dem kann sich doch ein Bürger schlecht verschließen.

Deutschland ist doch schließlich wer in der Welt, das sollte den Bürger doch mit Stolz erfüllen.
Probleme Innen sind da nicht ganz so wichtig, man muss immer das Große Ganze sehen.

Hobbes v Kant 2:0

Kant ist schön. Hobbes ist hingegen Realität. Kommentare zeigen deutschen Wohlgefühlsisolationismus. Lieber in der 2. Reihe zahlen statt sich in der 1. Reihe verantwortungsbewusst den unschönen Realitäten stellen. Wir haben wenig geopolitischen Instinkt, weil das nicht so angesagt ist wie innere Kümmernisse. Inneres Neurastheniethema Migration hat aber was mit Geopolitik zu tun. Läge zB West-Papua geografisch näher, hätte die Mitgliedschaft Indonesiens im SC eine andere Bedeutung für uns. Denn Indonesien bringt dort Einheimische um, was wiederum nachvollziehbare Fluchtreflexe auslöst. Befürworte folglich Auslandseinsätze. Nicht überall und um jeden Preis. Linke scheidet deshalb für mich als Wahlalternative aus.

@um 13:46 von wenigfahrer

Deutschland ist doch schließlich wer in der Welt, das sollte den Bürger doch mit Stolz erfüllen.
....
Lesen Sie eigentlich ausländische Presse?
Dann wüssten Sie:
Mit Hohn und Verachtung wird in Bezug auf Deutschland nicht gespart.
Nun könnte man hochmütig sagen: Alles Neid!
Doch leider werden die Thesen der Auslandspresse nur all zu oft mit guten Argumenten und Fakten untermauert...Fakten, die es meist gar nicht mehr in unsere Nachrichten schaffen.
Wir schlafen alle so tief und fest, dass uns wundert, wie die Welt sich um uns herum nur so rasant drehen kann, fürchte ich.
Mir scheint das ein verordneter Realitätsverlust zu sein.

Wir sollten aufhören, uns als Moralapostel aufzuspielen. Das stand uns zu keiner Zeit gut im Gesicht.

@13:33 von karwandler

Das ist historisch falsch. Vetomächte sind die Siegermächte des WK II. 3 davon waren bei der Gründung der UNO gar keine Nuklearmächte.

Ich rede von heute. Die Volksrepublik China war keine Siegermacht. Sie gibt es erst seit 1949, und sie wurde erst 1971 Vetomacht. Warum? Wegen ihres Nuklearsenals. Was Taiwan nicht hatte.

@ 13:24 von yolo

Zur Zeit des kalten Krieges hatten wir zwei multilaterale Systeme, kurz NATO und WP, die sich unter immensen Kosten und einer Reihe von Stellvertreterkriegen bekämpften. Innerhalb der multilateralen Systeme herrschte aber weitgehend Frieden. Wo sehen Sie, dass wir heute "mehr Konflikte" haben? Wir haben überhaupt nur noch Konflikte in Staaten, die sich in Zeiten des kalten Krieges haben halten können, aber heute so nicht mehr existieren können. Große Stellvertreterkriege, wie den Korea-, Vietnam, Afghanistankrieg usw. haben wir heute nicht mehr. Wenn Sie soviel Wert auf kulturelle Individualität legen, so soll denn die Grenze sein? Sollen multikulturelle Staaten, wie Belgien, UK, ja sogar Frankreich und Spanien unmöglich sein? Unabhängigkeit für die Sorben und südschleswigische Gemeinschaft? Trennung zwischen Köln und Düsseldorf? Letztlich ist jeder Mensch individuell - völliger Anarchismus? By the way, es gibt in dem Sinne keine US-Nation - die ist multikulturell.

Danke, Israel?

Israels Verzicht machte die Wahl in den Sicherheitsrat diesmal wieder möglich.

Es wäre fair gewesen, hätte Israel diesen Sitz diesmal erhalten können.
Warum?
In der bpb heißt es dazu: Zitat:
Geografisch gesehen gehört Israel zwar nicht zu Europa. Doch als Mitglied des asiatischen Anwärterraums hätte das Land faktisch keine Chance auf einen Sitz, weil eine Kandidatur am Widerstand der arabischen Staaten scheitern würde. Im Jahr 2000 wurde Israel deswegen dem Raum der westlichen Staaten Europas und Nordamerikas zugeschlagen. Zitatende

Es hätte dem Westen besser zu Gesicht gestanden, den Chancen für Israel nun auch eine Wirkung zu ermöglichen.
Statt dessen dümpelt Israel an der Seite der Europäer nun ebenso vor sich hin, wie unter der arabischen Welt, so scheint mir.

Gerade Deutschland hätte zugunsten Israels verzichten sollen. Der weltweite Antisemitismus nimmt zu und Israel hätte eine Vertretung sicher gebraucht.

re safe.space

"Ich rede von heute. Die Volksrepublik China war keine Siegermacht. Sie gibt es erst seit 1949, und sie wurde erst 1971 Vetomacht. Warum? Wegen ihres Nuklearsenals. Was Taiwan nicht hatte."

Weiterhin falsch.

Vetomächte waren ab Gründung die Siegermächte USA, UdSSR, Frankreich, UK, China (Taiwan).

China (Volksrepublik) hat 1971 den ständigen Sitz von China (Taiwan) übernommen. Politische Entscheidung, dass die Volksrepublik legitimer Vertreter Chinas ist. Hat mit Nuklearwaffen nichts zu tun.

re yolo

"Gerade Deutschland hätte zugunsten Israels verzichten sollen. Der weltweite Antisemitismus nimmt zu und Israel hätte eine Vertretung sicher gebraucht."

Als ein Land, dass seit Jahrzehnten UNSC Resolutionen ignoriert, wäre Israel ein ziemlich suspektes Mitglied im Sicherheitsrat ...

@14:43 von karwandler

Politische Entscheidung, dass die Volksrepublik legitimer Vertreter Chinas ist. Hat mit Nuklearwaffen nichts zu tun..

Falsch.

Wer heute Vetomacht ist, entscheidet die militärische, vor allem nukleare, Stärke. Sonst wäre die ROC noch heute Vetomacht.

@um 14:46 von karwandler

Als ein Land, dass seit Jahrzehnten UNSC Resolutionen ignoriert, wäre Israel ein ziemlich suspektes Mitglied im Sicherheitsrat ...
....
Witzig. Gerade weil diese immer antiisraelisch ausfallen, wäre ein Mitspracherecht ja für Israel so wichtig, um sich jedenfalls selbst vertreten zu können, wenn es schon nicht der Westen für Israel tut.
Die muslimische Übermacht in den Gremien ist kein Geheimnis. Daher hat man Israel ja neuerdings den Europäern zugeordnet.
Das ist eigentlich eine Bankrotterklärung, statt die arab. Welt mal auf den Pott zu setzen.
Selbst Abrahams Grabstätte erklären sie über Umwege zu muslimischen Heiligenstätten und sprechen den Israelis diese ab.

Wer das treibt, hat in meinen Augen einfach nur böse Absichten und nicht den Respekt und die Anerkennung anderer Religionen im Sinn.
Die UN ist eben längst kein Allheilmittel, sondern eine Fortsetzung der Starken gegen die Schwachen. Für mich ist dieser Zirkus daher inzwischen unbrauchbarer Nonsens.

Bei aller auf andere

Bei aller auf andere Politikbereiche bezogenen Kritik an ihm - Westerwelle war der beste Aussenminister, den Deutschland je hatte. Ihm wäre diese peinliche Entschuldigung beim saudischen Machthaber nicht unterlaufen. Ob Maas die Fähigkeit und den Mut aufbringt, im UNO-Sicherheitsrat zu deutscher Eigenheit zu stehen, wie es Westerwelle tat, ist schwer zu bezweifeln.

14:10 von yolo

Der weltweite Antisemitismus nimmt zu und Israel hätte eine Vertretung sicher gebraucht.
.
ob es dadurch besser wird
dass man den Bock zum Gärtner macht

löblich, was unser AM sich auf die fahne geschrieben

hat. er will frauen und mädchen in kriegen besser beschützen. gutes gelingen kann man da dem forschen herrn nur wünschen

re safe.space

"Wer heute Vetomacht ist, entscheidet die militärische, vor allem nukleare, Stärke. Sonst wäre die ROC noch heute Vetomacht."

Wer heute Vetomacht ist wurde 1945 entschieden und seitdem nicht geändert.

Da können Sie noch dreimal was anderes behaupten.

re yolo

"Als ein Land, dass seit Jahrzehnten UNSC Resolutionen ignoriert, wäre Israel ein ziemlich suspektes Mitglied im Sicherheitsrat ...
....
Witzig. Gerade weil diese immer antiisraelisch ausfallen, wäre ein Mitspracherecht ja für Israel so wichtig, um sich jedenfalls selbst vertreten zu können, wenn es schon nicht der Westen für Israel tut."

Erstens könnte Israel überhaupt keine Resolution verhindern, zweitens wird Israel meistens vom großen Bruder USA vertreten und notfalls mit Veto gegen Resolutionen geschützt wie zuletzt gegen eine sonst einstimmige Resolution gegen die israelische Siedlungspolitik.

@ 15:38 von karwandler

Wer heute Vetomacht ist wurde 1945 entschieden und seitdem nicht geändert.
Da können Sie noch dreimal was anderes behaupten.

Oder auch viermal wenn nötig.

Sie sprechen weiterhin von der Zeit vor 1971.

Die Voraussetzungen um sich heute als Vetomacht zu qualifizieren, wurden 1971 entschieden, und haben sich seitdem nicht geändert.

re safe.space

"Die Voraussetzungen um sich heute als Vetomacht zu qualifizieren, wurden 1971 entschieden, und haben sich seitdem nicht geändert."

Vetomächte "qualifizieren" sich nicht.

Nach Ihrem Schema wären jetzt Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea "qualifiziert".

Ist doch eigentlich völlig schnurz, wer im UN-Sicherheitsrat gerade in der „ersten Reihe“ sitzt.

Dessen Mitglieder können nämlich allesamt - das sollten uns alle bisherigen Erfahrungen, insbesondere die der letzten Jahre, eigentlich zur Genüge gelehrt haben - ohnehin keine wirklichen, d.h. nachhaltigen Veränderungen zum Besseren für die gesamte globale Bevölkerung bewirken oder anstoßen (und erst recht nicht durchsetzen), also bräuchten sie sich eigentlich auch gar nichts vornehmen, das sie in diesem Gremium „erreichen“ wollen.

Weil alle dem Diktat des Geldes unterworfen und dadurch gefesselt sind.

Was auch immer man jetzt darunter konkret verstehen will, woher es ursprünglich kommt (bzw. wer es „geschaffen“ hat) und wer alles darüber mitbestimmen darf, was damit damit auf welcher Grundlage und auf welche Art und Weise „bewertet“ wird.

@15:54 von karwandler

Nach Ihrem Schema wären jetzt Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea "qualifiziert".

Das nukleare Arsenal ist heute eine Bedingung. Ich habe nicht gesagt, dass es die einzige Bedingung ist.

Israel will das nicht. Indien, Pakistan und Nordkorea sind noch zu schwach.

Sobald aber Indien mehr in die UNO einzahlt als Russland, GB, oder Frankreich, werden die Inder auf einen permanenten Sitz bestehen. Und sie werden ihn erhalten.

re safe.space

"Sobald aber Indien mehr in die UNO einzahlt als Russland, GB, oder Frankreich, werden die Inder auf einen permanenten Sitz bestehen. Und sie werden ihn erhalten."

Dann zitieren Sie doch mal den Artikel der UN Charta, wie man einen permanenten Sitz beantragt und wie er vergeben wird.

Korrektur letzter Absatz meines Kommentars (sorry):

Weil alle dem Diktat des Geldes unterworfen und dadurch gefesselt sind.

Was auch immer man jetzt konkret darunter (unter „Geld“) verstehen will bzw. woher es ursprünglich kommt (wer es „geschaffen“ hat), und vor allem: wer alles darüber mitbestimmen darf, WAS damit auf welcher Grundlage und auf welche Art und Weise „bewertet“ wird (offensichtlich nicht jeder...).

@16:18 von karwandler

Dann zitieren Sie doch mal den Artikel der UN Charta, wie man einen permanenten Sitz beantragt und wie er vergeben wird.

Die UN-Charta ist dann irrelevant. Die Macht, und eine eventuelle Drohung Indiens keine Beiträge zu Zahlen, werden schon reichen. Da wird man einfach die UN-Charta ändern, es sei denn man ist bereit auf die Beiträge zu verzichten, und zuzuschauen wie das dann bevölkerungsreichste Land der Welt aus der UNO austritt.

karwandlerr

Meine volle Zustimmung: Israel hat seit seiner Gründung mehr als 70 UN-Resolutionen missachtet!!!

yolo 14.10 Uhr

"Gerade Deutschland...."??? Wieso? Reicht es immer noch nicht?- Israel pflegt eine weltumspannende Repression gegen alles, was nur den Hauch von Kritik hat. - Ist das Ihre Begründung für einen Sitz in der UNO, deren Resolutionen (70) nie anerkannt wurden?
Es gibt ein interessantes Buch von Hecht-Galinski: Das elfte Gebot: Israel darf alles. Das empfehle ich Ihnen.

@14:56 von yolo

> Gerade weil diese immer antiisraelisch ausfallen, wäre ein Mitspracherecht ja für Israel so wichtig, um sich jedenfalls selbst vertreten zu können, wenn es schon nicht der Westen für Israel tut.

Wenn die Vereinten Nationen mit solcher Regelmäßigkeit Resolutionen beschließen, die sich gegen Israel richten (was Sie als "antiisraelisch" bezeichnen), sollte man sich eher fragen, ob die israelische Politik nicht einen Kurswechsel nötig hat, anstatt ihm auch noch einen Sitz im Sicherheitsrat zu schenken, nachdem das Land diese Resolutionen einfach in den Wind schießt. Man beachte: All diese Resolutionen sind durchgekommen, obwohl die USA, eine erklärte Schutzmacht Israels, Vetorecht besitzen! Wenn sogar der große Bruder still zusieht wenn man abgemahnt wird macht man wohl etwas falsch.

yolo 14.56 Uhr

"---gegen die Schwachen"? Israel ist bis an die Zähne selbst mit A-Bomben bewaffnet. Wo sehen Sie da "die Schwachen"?
Isreal gehört "auf den Pott gesetzt", weil es glaubt, sich alles leisten zu können, ohne daß die Welt murrt.

Genau so ist es

Sie schreiben wahre Worte. Libyen wurde damals in ein Chaos gebombt. Dank Herrn Westerwelle war Deutschland nicht mitschuldig.

re safe.space

"Die UN-Charta ist dann irrelevant. Die Macht, und eine eventuelle Drohung Indiens keine Beiträge zu Zahlen, werden schon reichen. Da wird man einfach die UN-Charta ändern"

Dann ändert man einfach. So einfach.

Und wenn China sein Veto einlegt???

lieber in der zweiten Reihe?

Sofern es keine Hemmungen gibt, bei den Waffenexporten und in den globalen Märkten bei den "Großen" dabei zu sein, gibt es auch keinen Grund, sich im Sicherheitsrat nicht einzubringen.
Erschreckend, dass tatsächlich einige meinen, Deutschland könnte losgelöst von der Welt prosperierend vor sich hinwirtschaften und sich um den eigenen Nabel drehen.
Die Diskussion ist darum zu führen, wie die Rolle auszufüllen ist und welchen Beitrag man zu einer gerechteren und damit friedlicheren Welt leisten kann. Dabei wird die militärische Option m.E. zu schnell und zu häufig als Lösung diskutiert und eingesetzt. - Dabei sollte man sich auch davon frei machen, wer da von wem mehr militärischen Einsatz fordert. Ebenso wenig wie ich möchte, dass meine Kinder in der Rüstungsindustrie arbeiten, möchte ich, dass sie in die Welt geschickt werden, um die Exportschlager wieder einzusammeln.

17:03 von Teemann

wie war das mit dem Falschfahrer ?
Verkehrsdurchsage es kommt ihnen auf der A30 ein Falschfahrer entgegen
Anruf bei der Redaktion . . . ... einer ? hunderte !
und so scheint es mir hier auch, manche wähnen sich eben immer im Recht

und glaubt hier einer an eine ehrliche und faire Politik, jeder Nation gegenüber,
wenn man sich eines Staates aus Gründen der Staatsräson
und der besonderen historischen Verantwortung gebunden fühlt ?

@18:15 von karwandler

Und wenn China sein Veto einlegt???

Darauf bin ich schon eingegangen. Dann könnte Indien aus der UNO austreten. Damit wäre die UNO noch bedeutungsloser als sie schon ist. Ob China das will?

Darstellung: