Ihre Meinung zu: Streit zwischen Bund und Ländern: Kraftakt Digitalpakt

6. Dezember 2018 - 11:18 Uhr

Wie kann der Digitalpakt nach der gestoppten Grundgesetzänderung umgesetzt werden? Aus Sicht der Länder gibt es andere Wege, die Milliarden für die Schulen freizugeben. Städte und Wirtschaft pochen auf eine rasche Einigung.

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Kommentare

Digitalisierung?

Wozu genau brauchen wir nochmal die Digitalisierung in Schulen? Smart bords für Lehrer anstatt der Tafel - ok, finde ich sogar eine gute Idee. Tables für jedes Schulkind - Unsinn. Bücher sind und bleiben das beste Lernmedium für lernende Jugendliche. Jeder der sich mit der "digitalen Demenz" schon mal auseinander gesetzt hat weiß das! Es gibt genug Studien die das belegen, wer das übersichtlich haben will guckt sich einen Vortrag von Prof. Spitzer an. Viel wichtiger hingegen wäre die Digitalisierung in Krankenhäusern!! Stationen mit nur einem PC, Papierkrieg und telefonischen Anmeldungen sind in meinen Augen ein viel größeres digitales Problem als Tablets für Schüler.

Pseudo-Debatte

Man streitet sich um Tabletts, während in so mancher Schule die Heizung nicht funktioniert, sich kein Fenster mehr öffnen lässt und die Toiletten einer Kloake gleichen. Gleichzeitig schwafeln andere "Verantwortliche" von Inklusion, Integration, Binnendifferenzierung und anderen Kopfgeburten. Einen Tag an einer Schule hat kaum einer dieser "Experten" verbracht, geschweige denn mit jemandem gesprochen, der Tag für Tag dort seinen Dienst zurechtimprovisieren muss.

Bildungsrepublik Deutschland. Gute Nacht.

Bund-Länder-Streit

Natürlich wollen sich die Länder nicht in ihre Kompetenten reinreden lassen. Aber ich finde es auch verständlich, dass der Bund versucht dafür zu sorgen, dass das Geld auch in den Schulen ankommt. Geld einfach ohne Bedingungen zu verteilen hat in der Vergangenheit auch schon dazu geführt, dass Länder ihre eigenen Ausgaben kürzen und das, was sie sowieso machen wollten eben mit dem Geld aus Berlin bezahlen. Dann verbessert sich gar nichts.

Bildung muss verbessert werden; ich zweifle nur daran, dass sie allein durch den Kauf von Tablets und Notebooks besser wird. Schüler werden nicht schlauer wenn sie den "Faust" auf dem Tablet statt im Reclam-Heftchen lesen. Es braucht also auch "digitalen Content", der teuer ist. Die reine Bedienung von Tablets braucht man Schüler meist nicht beizubringen. Und es braucht technischen Support an den Schulen. Jeder, der in einer Firma mit PCs arbeitet weiß, dass man von Zeit zu Zeit Probleme hat und bei der IT anrufen muss.

Soso, da wollen die Länder

Soso, da wollen die Länder kein Geld, um die schulen zu fördern, weil sie um Unabhängikeit ringen? Das wäre ein toller vorgang, um diesen unsinnige Föderalismus sofort zu beenden. Gesetze gelten in ganz Deutschland, wozu also 16 Innenminister, Justizminister, Kultusminister, etc? Und wenn man denen wirklich Geld zukommen lassen will, dann kassiert man einfach nicht so viel ab und benutzt das Geld für die Schulen dann beim Bund. Phantasieloses Gesindel.

Geld hilft, ist aber nicht alles

In Deutschland neigt man dazu zu glauben, dass wenn man genug Geld gibt, sich die Dinge schon gut entwickeln. Aber wo keiner Pfleger werden will, da kein Pflegedienst, wo kein Lehrer, da kein Unterricht. Und nur die Hardware beschaffen bedeutet noch keinen "digitalen" Unterricht. Was gibt es denn für digitale Lernkonzepte, was haben die Lehrer hier für Kompetenzen? Außerdem - natürlich brauchen wir heute digitale Kompetenz, d.h. Wissen über den Umgang mit digitalen Werkzeugen und Medien. Wir brauchen aber nicht nur Anwenderwissen, die Schulen sollten vielmehr die Grundlagen vermitteln, die zur Entwicklung der digitalen Hard- und Software notwendig sind. Dann wären wir wieder bei Mathe & Co. Ansonsten haben wir viele dumme Anwender und nur wenige kreative Entwickler.

Bildungsgrundlagen sind wichtiger als IT...

Zitat: >> Der Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Thüringens Bildungsminister Helmut Holter, forderte von der Bundesregierung einen Kompromiss beim Digitalpakt. Im RBB sagte er, die Haushälter in der Großen Koalition knüpften den Digitalpakt an Bedingungen, die für die Länder finanziell nicht tragbar seien. "Dass bei allen Bund-Länder-Programmen ab 2020, die Länder 50 Prozent der Finanzen übernehmen müssen, das ist uns zu hoch. Da muss der Bund nachlassen." <<
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Damit wird der hauptsächliche - und m.E. nachvollziehbare - Kritikpunkt der Bundesländer deutlich. Eine gutwillige Finanzförderung durch den Bund darf nicht mit gleichzeitigen Lenkungsanforderungen die föderale Bildungshoheit der Länder unterminieren.
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Im Übrigen und generell: Wer könnte garantieren, daß durch mehr IT-Hardware an Schulen sich auch der Bildungsgrad erhöht? Wer nicht richtig schreiben, lesen, rechnen und beweglich denken kann, dem hilft auch die beste Technik nicht.

Zitat: >> Der Deutsche

Zitat: >> Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unterstrich, wie wichtig die Freigabe der Gelder sei: "Für unsere Unternehmen, die sich bei der Ausbildung engagieren, ist eine schnelle Einigung beim Digitalpakt sehr wichtig. Denn insbesondere die Berufsschulen müssten lieber gestern als morgen ausgebaut werden", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur. <<
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... ist ja interessant..! Wem nützen "Berufs"schulen am meisten, und wer müsste die folglich zu 100% finanzieren..? Ich meine, die Wirtschaft selbst sollte ein hohes Interesse daran haben, eine ihr zuarbeitende Bildungsergänzungseinrichtung auch bestmöglich auszustatten und zu finanzieren. Gleiches gilt übrigens für Universitäten, wo dies bei einigen Instituten bereits heute geschieht.

Bildungshoheit der Länder...

Mir wird regelrecht schlecht, wenn ich höre, wie das Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen wird. Deren Schulbildung entspricht ja ohnehin weder den gesellschaftlichen Entwicklungen, noch den Entwicklungen im Arbeitsmarkt. Mein Sohn hat sich im sogenannten Computer-Unterricht schlapp gelacht. Irgendein drittklassiger Informatiker ohne jede didaktischen Kenntnisse, versuchte in seiner Klasse Umgang mit Anwendersoftwares vorzuführen. Hier müssen wieder einmal die Eltern in die Bresche springen. Während der Bund und die Länder sich gegenseitig beharken, ob Computer für Schulen angeschafft werden sollen, verfügt unser Sohn zuhause über einen eigenen Rechner. Es ist hier wie beim überfälligen Breitbandausbau. Alle nötigen Schritte liegen klar auf der Hand, aber ein Heer unfähiger Regierungsbeamter behindert sich gegenseitig- und unsere Kinder.

Warum können die Länder den Digitalpakt nicht akzeptieren??

Was den Digitalpakt angeht, frage ich mal die Länder: warum zum Teufel könnt ihr den Digitalpakt nicht akzeptieren??

Und dass hier von den Ländern:

https://www.tagesschau.de/inland/digitalpakt-105.html

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann kritisierte die Rolle des Bundes in dem Streit. "Der Bund hat die Grundgesetzänderung angestrebt, weil er nicht nur Geld geben und Technologien fördern will, sondern weil er in die Bildungshoheit der Länder eingreifen will", sagte sie der dpa.

ist doch Schwachfug!! Warum bitte darf es nicht sein, dass Bund UND Länder bei der Bildung zusammenarbeiten duerfen?? Denn es geht ja nicht nur um Geld. Nein, es geht auch um Lehrpläne, um Gestaltung der Schule fuer die Zukunft (also wie die Schule in Zukunft aussehen soll), es geht um Gestaltung beim Abi (also G10 oder G9 oder wie auch immer) und vieles mehr beim Thema Schule.

Fragt doch die Bürger im Wahlkreis

dann wüsstet ihr, wie normal denkende Leute dazu stehen. Ja, es braucht dann weniger Schulamts-Hengste, ja, man käme zu einheitlichen Standards. Die sind nicht weniger besser oder schlechter als die Experimente der Lokal-Matadoren. Beispiele für deren Verwirrspuel brauche ich nicht zu nennen, hat jeder sofort ein paar davon parat.

Kompetenzgerangel Miesere unserer Politiker

Wen soll man denn noch wählen, damit endlich mal im Sinne unserer Bürger und Kinder gehandelt wird. Ein einheitliches Schulsystem ist schon längst überfällig unter Regie des Bundes und nicht in den Händen einzelner Länder. Wäre mal im Sinne einer vernünftigen Schulpolitik.

Dr Bahir : volle Zustimmung

Hinzu kommt noch , dass bei zukünftigen Grossvorhaben des Bundes im Bildungssektor die Länder nicht mehr , wie jetzt beim Digitalpakt , 30% der Kosten übernehmen müssten , sondern 50% . Das würde bedeuten , dass sich finanzschwächere Bundesländer , die dies nicht finanzieren können, zukünftig an aufwendigen Projekten überhaupt nicht mehr beteiligen können . Dass dies keine Verbesserung der Chancengleichheit ist, liegt auf der Hand .

Gut , dass der Bundesrat eine starke Stimme dagegen setzen kann.

Das Geld kann auch so ausgezahlt werden und so wird hoffentlich auch eine schnelle Einigung erfolgen , im Sinne unserer Kinder !

Grundsätzliches...

Eine generelle Sache möchte ich mir noch erlauben anzusprechen ... Wir beklagen einen gewissen Bildungsnotstand in der Gesellschaft allgemein und insbesondere an Schulen, wo es - lt. Wirtschaft - im Ergebnis an Ausbildungsreife mangelt. Wenn dem so ist, könnte das wohl kaum durch mehr IT-Technik an Schulen behoben werden. Weil schon der Ansatz falsch ist, wie ein Rundumblick zeigt ... Es gibt kaum Heranwachsende ohne ein eigenes Smartphone und Kenntnissen im Umgang auch mit anderer IT-Hardware und www-Surfing; quasi als Ergebnis der praktischen "Lebensschule". Ein besonderer schulischer Ausbildungsbedarf besteht hier nicht... es sei denn, man beabsichtigt politisch gelenkte Konditionierungen (like as Another Brick in the Wall...).
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Wer politisch wirksam wirklich etwas für "moderne Bildung" tun möchte, sollte eher dafür sorgen, mit gescheiter Sozial- u. Arbeitsmarktpolitik grundsätzlich allen Familien mit Heranwachsenden bessere finanzielle Möglichkeiten zu geben.

Der Satz von Winfried Kretschmann...

..."...der Bund hat keine Ahnung von Schulpolitik" sagt eigentlich alles und macht verständlich, dass sich die Länder nicht in ihre Verantwortungshoheit reinpfuschen lassen wollen. Eine Grundgesetzänderung wegen eines aktuellen Vorgangs ist einfach "daneben", ist meine Meinung. Die Länder haben deutlich aufgezeigt, dass es ohne Probleme auch anders ginge. Wer das Thema nun nur auf die bereitgestellten 5 Mrd. herunterbricht, der springt zu kurz. Nicht immer ist "Geld" - auch wenn es viel ist - der richtige Maßstab für verantwortungsvolles Handeln.

@12:46 von Demokratieschue...

>> Was den Digitalpakt angeht, frage ich mal die Länder: warum zum Teufel könnt ihr den Digitalpakt nicht akzeptieren?? <<
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Also ... ich möchte Ihnen wirklich persönlich nicht zu nahe treten, zumal Sie in Ihrer typischen Art einen nicht uneheblichen Teil deutscher Foren-Öffentlichkeit repräsentieren. Dabei nehme auch ich nicht in Anspruch, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Allerdings bin ich bemüht, mich mit Postings nicht allzuoft zu blamieren.
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Zum Inhalt Ihres Postings: Nein, es ist kein "Schwachfug" und es geht auch nicht nur um Geld... und schon gar nicht um "die Schule der Zukunft". Denn wir in Europa sollten nicht versuchen, mit der Schul- u. Ausbildungspolitik in China, Indien oder den USA zu konkurrieren, sondern vielmehr selbstbewusst "unseren eigenen Weg" gehen, mit speziellen "europagerechten" Parametern für Bildung und Ausbildung. Denn nicht von ungefähr entstanden die Ideen von Aufklärung und Humanismus in Europa...

@11:45 von Der_Mahner

>> Pseudo-Debatte... <<
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Offenbar der Beitrag eines Praktikers. Meine Zustimmung und Chapeau..!

Da das Geld ja nicht den

Da das Geld ja nicht den Kindern zugute kommen soll, sondern der Privatwirtschaft, geht es darum wer seinen Freunden wieviel zuschanzen kann.
Leider ist hier die kriminelle Energie kaum zu unterscheiden von Bund zu Land.

Digitalpakt

Die Länder haben doch wirkungsvoll gezeigt, dass sie das Bildungssystem nicht optimal bedienen. Warum haben wir soviele unqualifizierte Kinder und Jugendliche, die kein Arbeitgeber für eine Lehrstelle brauchen kann? Warum werden die Klassenspiegel immer weiter nach unten korrigiert? Wo sind die leistungsorientierten Pädagogen geblieben?
Die Länder können Schulbildung nicht, also gebt die Aufgabe nach Berlin und somit dieser Aufgabe auch ihre hohe Wichtigkeit.

@ altbuergerin

Warum haben wir soviele unqualifizierte Kinder und Jugendliche, die kein Arbeitgeber für eine Lehrstelle brauchen kann?

Haben wir das wirklich? Woher wollen Sie das wissen? Vielleicht stimmt da ja gar nicht. Andere Menschen schlechtreden ist leicht und passiert im Internet andauernd.

@ altbuergerin

Wo sind die leistungsorientierten Pädagogen geblieben?

Ich vermute, dass diese Üädagogen einfach noch da sind wo sie hin gehören und Sie sie aus irgend einem Grund nicht sehen oder sehen wollen.

@ altbuergerin

Warum haben wir soviele unqualifizierte Kinder und Jugendliche, die kein Arbeitgeber für eine Lehrstelle brauchen kann?

Mit welchem Recht fällen Sie dieses abwertende Urteil über Jugendliche? Kennen Sie die Wirklichkeit in deutschen Schulen überhaupt?
Kinder schickt man übrigens noch nicht in eine Lehre.

@ Holyshit

Da das Geld ja nicht den Kindern zugute kommen soll, sondern der Privatwirtschaft, ...

Wer sagt das?

@ hans-rai

Der Satz von Winfried Kretschmann "...der Bund hat keine Ahnung von Schulpolitik" sagt eigentlich alles ...

Fast.
Ich würde noch hinzufügen, dass auch die Länder nicht immer alles richtig machen und leider oft auch keine Ahnung haben.

@12:17 von Zwicke

"Im Übrigen und generell: Wer könnte garantieren, daß durch mehr IT-Hardware an Schulen sich auch der Bildungsgrad erhöht? Wer nicht richtig schreiben, lesen, rechnen und beweglich denken kann, dem hilft auch die beste Technik nicht."

So ist es. Ein User hatte hier kürzlich schon angemerkt, dass Unterricht in Informatik ebenso wichtig ist. Da braucht man aber kompetente Lehrer.
Beim Schreiben, Lesen, Rechnen hakt es heute schon ganz gewaltig. Und gerade das Kopfrechnen ist wichtig, um das Arbeitsgedächtnis zu trainieren. Ohne gutes Arbeitsgedächtnis kann man eben auch nicht beweglich denken. Da hilft auch die beste IT-Ausstattung nicht.

Digitalpakt

Leider sagt der Artikel überhaupt nicht aus, warum sich die Länder eigentlich dagegen entschieden haben. Und anscheinend scheinen das einige Kommentatoren hier auch nicht recherchiert zu haben.

z.B. ist es totaler Schwachsinn, daß die Länder den Pakt abgelehnt haetten, weil sie die Einmischung des Bundes ablehnen.

Der Hauptgrund für die Ablehnung war, daß in einem kleinen Zusatz des Gesetzes steht, daß zukünftig bei Entscheidungen zu Ausgaben für Schulen automatisch die Länder 50% beisteuern müssen. Diese reine Pauschalität, ohne daß die Länder hier einen Einfluss hätten, das haben sie abgelehnt und auch genauso in Pressekonferenzen kommuniziert. Und ich kann diese Haltung verstehen, weil hier nämlich über die Hintertür eine Verfassungsänderung gemacht werden sollte, die für zukünftiog Fakten schafft, die man einfach nicht pauschal hinnehmen kann.
Warum hier das Ganze anders dargestellt wird, ist mir ein Rätsel liebe TS

Die Berufsschule

benötigen Werkstätten und Labore. Und qualifizierte Quereinsteiger, welche die teilweise haarsträubenden Defizite des deutschen Schulwesens in eine ausbildungsfähige Grundform bringen. Digitalisierung liegt auf einer "to do Liste" ungefähr auf Platz 75. Aber ein Jurist und Kaufmann aus der Abfallwirtschaft wie Herr Schweitzer kann das natürlich viel besser beurteilen als ich. Man könnte allerdings auch sagen, daß genau solche Leute wie Herr Schweitzer seit Jahrzehnten die falschen Akzente setzen. Weil sie nie aus ihrer Kaufmanns Echokammer rauskommen und nicht mit Technikern reden. Gleich verballern sie Unsummen in der falsche Richtung.

@12:00 von dr.bashir

"Die reine Bedienung von Tablets braucht man Schüler meist nicht beizubringen."

So ist es. Ich erinnere mich noch mit Vergnügen an die 80iger, als mein Freund mir den C 64 schenkte. Natürlich habe ich auch viel gespielt, aber ich habe auch viel Spaß daran gehabt, eigene Programme (in Basic) zu schreiben.
Da ich zu dieser Zeit unfassbar verliebt war, habe ich für meine ersten blinkenden Herzen auf dem Bildschirm auch nie einen Lehrer gebraucht - nur ein paar Bücher.

@ 12:46 von Demokratieschue...

"Warum können die Länder den Digitalpakt nicht akzeptieren?"
.
Weil der schwachsinnig ist?
Weil eigentlich das ganze Konzept schwachsinnig ist?
.
Anscheinend darf man ja bei der Frage im Grundgesetz rumwursteln.
Und dann? Ich gebe Ihnen 100€, dafür tun Sie 100€ dazu. Wenn Sie aber nur 50€ haben? Pech.
.
Glauben Sie, wenn man einem Schüler zeigt, wie man ein Tablet oder Notebook bedient (was die Allermeisten sowieso können) werden da die Ingenieure von morgen raus?
Fragen Sie doch mal nach dem Satz des Pythargoras, Formel von Wasser, wer Newton war oder wieviel 7x8 ist.
Moment, google ich mal eben......
.
Die Bundesregierung hat da was nicht verstanden. Man erreicht keine Digitalisierung oder Industrie 4.0, wenn man Schulkindern ein Tablet in die Hand drückt.
Das haben die selber zu Hause.

Empörung

Ja , liebe Länderchefs.
Da hat die diese Regierung versucht Euch etwas unterzuschieben was Ihr nicht wollt.
Klamheimlich und gehoft das Ihr es nicht merkt.
Und jetzt seid Ihr Empört.
Warum ?
Weil man das sonst nur mit den Bürgern so macht?

12:27 von Zwicke

"... ist ja interessant..! Wem nützen "Berufs"schulen am meisten, und wer müsste die folglich zu 100% finanzieren..? Ich meine, die Wirtschaft selbst sollte ein hohes Interesse daran haben, eine ihr zuarbeitende Bildungsergänzungseinrichtung auch bestmöglich auszustatten und zu finanzieren."

Das war das, worüber ich auch sofort gestolpert bin. Ohne Selbstbeteiligung immer wieder Forderungen an andere stellen. Scheint heute aber auch in vielen anderen Bereichen üblich zu sein.

@14:55 von altbuergerin

>> Die Länder können Schulbildung nicht, also gebt die Aufgabe nach Berlin und somit dieser Aufgabe auch ihre hohe Wichtigkeit.<<
_
Sorry ... plädieren Sie etwa für eine "Staats-Einheitsschule"..?
_
Nichts für ungut - aber ich möchte doch die Schwerpunkte einer allgemeinen Schulausbildung in Erinnerung rufen... als da wären Lesen, Schreiben, Rechnen, Denken...
_
Daß die einfachsten Bildungs- u. Lernziele heute schon oft nicht mehr an Grundschulen erreichbar sind, liegt doch wesentlich an einer völlig verfehlten Migrationspolitik durch (wirtschaftsgesteuerte?) Politiker. Leher/innen können ein Lied davon singen..! Um dem Übel abzuhelfen, nützen keine PC in Schulen oder noch so "leistungsorientierte" Pädagogen... zumal schon die Schüler behender mit Smartphones und PCs herumdaddeln als ausgebildete Lehrkräfte. Deshalb ist die Schulaufgabe die Vermittlung später wichtiger Kompetenzen wie Lesen, Schreiben, Rechnen und Denken... und kompatibles Sozialverhalten.

"Der Deutsche Industrie- und

"Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unterstrich, wie wichtig die Freigabe der Gelder sei: "Für unsere Unternehmen, die sich bei der Ausbildung engagieren, ist eine schnelle Einigung beim Digitalpakt sehr wichtig. "

DANKE!

Daher weht der Wind.

Und das wird auch die einzige Richtung sein.

In Sachen Integrarion liegt der Schwepunkt ganz klar im Bereich Sprache.

Dort sollten Milliarden inveatiert werden.

Das hieße Chancengleichheit vergrößern.

ABER :

Da würde die Industrie nicht dran verdienen.

An der Bildung hat die Industrie als LETZTE Instanz zu profitieren.

Niemals dürfen die Kompetenzen in dem Bereich an den Bund abgetreten werden!

Die Wirtschaft darf nicht auch noch diktieren, was Lerninhalt sein soll!

Föderalismus ist zu schützen!

Die Unterschiede können problemlos auch durch Absprache der Länder angeglichen werden.

Das Bildungssystem muss vor der Einmischung der Wirtschaft geschütz werden!

Das zu garantieren, erwarte ich von jedem Länderchef

@um 11:45 von Der_Mahner

"Einen Tag an einer Schule hat kaum einer dieser "Experten" verbracht, geschweige denn mit jemandem gesprochen, der Tag für Tag dort seinen Dienst zurechtimprovisieren muss.
Bildungsrepublik Deutschland. Gute Nacht."
Eben nicht "Bildungsrepublik Deutschland" sondern Bildungs-Kleinstaaten! Das ist es ja was Deutschland dringend braucht! Einen Vergleichbaren Schulabschluss für alle Abgangsarten und Bundesländern - Wenn dann der Bund auch die Bezahlung dafür übernimmt sollte es den Ländern doch nur Recht sein.
Wenn eine Schule Marode ist und die Grundlegenden Sachen nicht intakt sind liegt das aber weder am Bund noc an den Ländern - sondern an unfähigen Schulleitern und Gemeinden, die nicht in der Lage sind notwendige Gelder richtig einzuplanen, abzurufen und zu verwalten. Denn es gibt durchaus öffentliche Schulen in denen das funktioniert. Eine Aufsicht die auch auf ein wenig Ordnung sorgt, kann dabei auch nicht schaden.

Und obendrei könnte

man sich die Frage stellen, ob ein Kaufmann und Jurist aus der Abfallwirtschaft überhaupt das Segment "Industrie und Handel" repräsentativ abbildet. Wieviele Lehrberufe gibt es dort? Wieviele Ausbildungsplätze? Wie ist die Anforderung an einer Entsorger, Wertstoffsortierer anders, wenn Digitalisierung hinzukommt, außer mehr an Computerschrott? Steuert ein Roboter künftig die Sammelfahrzeuge und wird dieser im Hause Schweitzer von Digitalentsorgern programmiert? Oder müssen nur zwei Knöpfe neu gedrückt werden und dafür drei andere nicht mehr? Fragen über Fragen..

@ 14:55 von altbuergerin

"Die Länder haben doch wirkungsvoll gezeigt, dass sie das Bildungssystem nicht optimal bedienen. Warum haben wir soviele unqualifizierte Kinder und Jugendliche, die kein Arbeitgeber für eine Lehrstelle brauchen kann?"
.
Ein ernst gemeinter Vorschlag: Setzen Sie sich mal in eine Mathematik-Stunde 7. oder 8. Klasse in eine Haupschule in einer deutschen Großstadt. Ich empfehle Ihnen Duisburg, Köln, Düsseldorf, Stuttgard, Frankfurt, .......
Alle Ihre Fragen werden beantwortet sein!
.
Von blödem rumtippen auf einem I-Phone wird man halt nicht schlau!

@um 12:13 von Superschlau

Ganz ehrlich das frage ich mich auch. Kompetenzen da lassen wo sie hingehören und was im Land nötig ist muss es nicht auch noch im Bund geben und umgekehrt!

14:55 von

14:55 von altbuergerin
"Digitalpakt
Die Länder haben doch wirkungsvoll gezeigt, dass sie das Bildungssystem nicht optimal bedienen. Warum haben wir soviele unqualifizierte Kinder und Jugendliche, die kein Arbeitgeber für eine Lehrstelle brauchen kann?"

Weil der Bund lieber in die Wirtschaft imvestiert als in die Bildung.
Das erkennen Sie klar am Beispiel "Digitalpakt"

gestoppten Grundgesetzänderung

die Länderparlamente haben geschlossen dagegen gestimmt
die Kritik darüber hielt sich in Grenzen
im Bundestag stimmt nur die AfD dagegen
wie war da die Kritik
Gründe ... sachliche ??
die vermeintlichen Verfassungsfeinde stehen als einzige zur Verfassung
oder wie muß man das interprätieren

@15:22 von spax-plywood

>> Die Berufsschulen benötigen Werkstätten und Labore. Und qualifizierte Quereinsteiger, welche die teilweise haarsträubenden Defizite des deutschen Schulwesens in eine ausbildungsfähige Grundform bringen. <<
_
Werter User @spax-plywood ... ich wiederhole hier mein Posting von heute, 12:27 Uhr: > ... ist ja interessant..! Wem nützen "Berufs"schulen am meisten, und wer müsste die folglich zu 100% finanzieren..? Ich meine, die Wirtschaft selbst sollte ein hohes Interesse daran haben, eine ihr zuarbeitende Bildungsergänzungseinrichtung auch bestmöglich auszustatten und zu finanzieren. Gleiches gilt übrigens für Universitäten, wo dies bei einigen Instituten bereits heute geschieht. <
_
Übrigens: Das angeblich unterirdische Bildungsniveau heutiger Schulabgänger ist m.E. nur eine durchsichtige Behauptung der Wirtschaft. Erinnern wir uns an früher - wir alle benötigten auch erst die Berufsausbildung oder Uni, um zu "reifen"...

Wir sollten wohl nicht hochrechnen...

.., wer den größeren Unfug macht. Da bin ich ganz bei Ihnen. Es gibt durchaus ernst zunehmende Gründe, ein einheitliches Schulsystem in ganz Deutschland zu etablieren. Aber der Bund hat für mich da bisher absolut keine Kompetenz. Wer glaubt, man müsse nur mit genügend Geld allen Schülern ein Tablet vor die Nase setzen und das für "Digitalisierung" hält, liegt doch falsch und glaubt offensichtlich, dass Digitalisierung bedeute, ein Tablet, Smartphone oder einen Computer "bedienen" zu können. Die Grundlage - so neulich ein Vertreter aus der Lehrerschaft - liegt in der Mathematik als Grundlage für das Verständnis digitaler Prozesse. USW. ein weites Thema....

Ich bin heilfroh, dass die

Ich bin heilfroh, dass die Länder Verbandelungen des Bildungsministeriums mit der Wirtschaft ausbremsen.

Möge es für alle Zeiten so bleiben.

Bildungsinhalt muss sich an wissenschaftlichen und sozialen Maßstäben orientieren.

Bildungsinhalt darf sich eben nicht als allererstes an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientieren!

Das gäbe dieser Zivilisation den Todesstoß.

Also:
Bedürfnisse von Wirtschaft und Industrie fernhalten von Bildung.
D.h. Bund fernhalten von Einmischung.

Finanzhilfen immer gern.
Aber die SCHULEN müssen bestimmen können WIE sie das Geld sinnvoll einsetzen.

@ Oberstudienrat & @ Hartz-IV-Ossi

Glauben Sie mir, ich kenne die Wirklichkeit an deutschen Hochschulen.
Nein, mein Sohn wird kein Elektriker oder Schlösser!
Der ist ja so intelligent, der wird Gehirnchirurg oder Astronaut! Und meine Tochter macht ihren Master in Atomphysik oder wird auch Gehirnchirurgin!
.
Liebe Leute, wir machen Kinder und Jugendliche nicht intelligent, weil wir ihnen Tablets in die Hand drücken.
Es sei denn in den letzten Jahren hat sich was verändert und der IQ-Durchschnitt liegt jetzt bei 140.
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Wissen und Können hat nichts mit einem Tablet zu tun, obwohl ich zugeben muß, das im digitalen Zeitalter das Abrufen von Informationen wesentlich einfacher ist.
Aber man ist nicht wissend, wenn man alles immer mal googlen muß oder für 12x9 einen Taschenrechner braucht.
.
Der "Down-Grade" ist bemerkbar. Die Benotung erfolgt, damit überhaupt jemand einen Abschluß bekommt.
Und das wird nicht durch "Digitalisierung" beser werden.

Digitalpakt ist nichts als

Digitalpakt ist nichts als eine Finanzspritze für die Wirtschaft.

Das soll dann auch noch eine Grundgesetzänderung kosten?

Das finde ich skandalös.

Digitalpakt

Es ist für Schüler, wie für Eltern an der Zeit unseren Politikern deutlich zu machen, dass Bildung das wichtigste Zukunftskapital Deutschlands ist.
Nicht nur für die Rente brauchen wir möglichst viele gut bezahlte und gut ausgebildete junge Menschen.
Die Bildungshoheit der Länder gehört abgeschafft.
Unsere Kinder brauchen ein vielfältiges, vergleichbares, deutschlandweites Schulsystem.
Dieses Ziel hat eine Kultusministerkonferenz in mehr als 50 Jahren nicht erreicht. Wie lange soll denn noch jedes Bundesland einzeln daran herumdoktern.
Die Idee G8 zum Beispiel ist ja nicht schlecht gewesen. Die Umsetzung war aber so dilettantisch, dass viele Schulen und Eltern sich wieder davon abgewendet haben.

@ 15:54 von Zwicke

"Übrigens: Das angeblich unterirdische Bildungsniveau heutiger Schulabgänger ist m.E. nur eine durchsichtige Behauptung der Wirtschaft."
.
Nee, leider nein, erlebe ich jeden Tag.
Das mit dem Fachkräftemangel ist eine Lüge, die gibt es in allen Bereichen, leider will die Industrie die nicht bezahlen.
Aber ich weiß nicht, wie oft Sie mit Schulabgängern zu tun haben. Es ist kein Wunder, warum manche Branchen, für die man eigentlich nur minimale Anforderungen erfüllen muß, nur noch Abiturienten einstellen.
Das wird nicht besser, wenn sie in ihrem Lebenslauf schreiben: "Ich kann mit einem Tablet und einem Notebook umgehen".
Aber beim Kopfrechnen hört es dann schon auf.
Kann man ja alles im Internet nachschlagen....

16:05 von NeutraleWelt

"...obwohl ich zugeben muß, das im digitalen Zeitalter das Abrufen von Informationen wesentlich einfacher ist."

Macht das Abrufen der Informationen, die man in der "grauen Masse" gespeichert hat aber oft schwieriger.
Vermutlich weil man wegen der bequemen Abrufbarkeit anderswo, in dieser grauen Masse weniger Information dauerhaft speichert.

@16:05 von NeutraleWelt

>> Der "Down-Grade" ist bemerkbar. Die Benotung erfolgt, damit überhaupt jemand einen Abschluß bekommt. Und das wird nicht durch "Digitalisierung" besser werden. <<
_
Stimme Ihnen völlig zu.! Wer mit den Fingern noch so versiert auf irgendwelchen Tastaturen fummelt und sich sein (vermeintliches) Wissen ad hoc aus Wikipedia holt, ist damit längst nicht im intellektuellen Sinn "gebildet".
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Gerade die IT-Nutzung von sog. Informationen führt zu einer (gefährlichen) Verengung des Intellekts auf vom www vorgegebene Standards.
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Ein Beispiel: Es mag bequem sein, in sekundenschnelle thematische Sachinfos aus (primär) Wikipedia oder (eher secundär) anderen Quellen abzurufen... Aber ich zB. bevorzuge zu grundsätzlichen Themen immer noch das Nachschlagen in meiner kompletten Brockhaus-Enzyklopädie. Der gleichzeitige Effekt ... ich lese dabei immer auch nebenstehene u. themenfremde Infos, die insofern das Allgemeinwisen erweitern und evtl. neue Interessen wecken. Während Wiki nur punktuell wirkt.

@ 16:05 von StöRschall

" Digitalpakt ist nichts als eine Finanzspritze für die Wirtschaft.
Das soll dann auch noch eine Grundgesetzänderung kosten?
Das finde ich skandalös."

Danke, StöRschall, ganz meine Meinung! Und dazu noch diese Hochstapelei, mit der Politiker das Bedienenkönnen von mit vorgefertigten Algorithmen bestückten PC, Tablet und Co. als Kenntnis von Digitaltechnik ausgeben, ist hanebüchen!

@ 15:54 von Zwicke

"Übrigens: Das angeblich unterirdische Bildungsniveau heutiger Schulabgänger ist m.E. nur eine durchsichtige Behauptung der Wirtschaft."

Ich fürchte doch, dass die Anforderungen deutlich heruntergeschraubt wurden. Ich hatte im Fernsehen mal eine Sendung gesehen, in der man Hauptschülern Hilfestellung für das Diktat in der Abschlussprüfung bot.
Da wird der Text erst zweimal vorgelesen, bevor es ans Schreiben geht. Es wurde empfohlen, Wörter zu unterstreichen, bei denen man nicht sicher ist. Nach dem Diktat haben die Schüler dann noch 5 Minuten Zeit, mit Hilfe eines Wörterbuchs zu korrigieren. Ja, das nennt sich Prüfung. Kein Witz.

@zwicke

Ich bin nun wahrlich kein Vertreter der Wirtschaft, aber die ernormen Bildungslücken in Handschrift, Elementar-Rechnen, Zahlenaufbau, Strukturierung, sind keine Lügenmärchen und Nachgeplapper, sie sind existent bei allen Schulformen. Sie sind gewissermaßen der schon bereits bestehenden Digitalisierung geschuldet. Und sie sind extrem schädlich, weil sie Kritikfähigkeit und eigenes Denken behindern. Dadurch daß man sich alles von Maschinen vorkauen läßt. Und das ist weitaus schlimmer als das System Berufsschule und der Einfluss der Industrie "an sich". Der sucht sich immer Wege.

Am 06. Dezember 2018 um 16:39 von Anna-Elisabeth

" Macht das Abrufen der Informationen, die man in der "grauen Masse" gespeichert hat aber oft schwieriger.
Vermutlich weil man wegen der bequemen Abrufbarkeit anderswo, in dieser grauen Masse weniger Information dauerhaft speichert. "

Das sehe ich auch so, der Grund für Schule ist Lesen und Schreiben und vor allem die Deutsche Sprache.
Dann kommt Wissen der ganzen Naturwissenschaften wie Mathematik-Physik und Chemie, dazu noch Biologie und Erdkunde.
Diese profanen Dinge sind alle an Hand von Lehrbüchern erlernbar, sofern der Schüler das will, haben aber alle Generationen von Schülern bis zum Wissenschaftler auch geschafft.

Dieses Wissen ist im Kopf ohne Hilfsmittel abrufbar, wenn das drin ist, dann kommen die digitalen Hilfen zum Einsatz.
Der Hype in Deutschland ist mal wieder, wir spannen den Esel verkehrt herum vor den Wagen.
Also nach dem Grundwissen kommt Digital als nächster Schritt, das ist wie erst die Leitungen aus Glasfaser dann die schellen Server, dann das Anschluss.

Grundsätzliches ... (2)

Möchte mir erlauben, die "Streitfrage" mal auf eine praktische Ebene herunterzubrechen...
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Einige Diskutanten meinen, durch eine bundesweite Vereinheitlichung von Lehrstandards (zB. Abi-Grundlagen) den schulischen Bildungsstand verbessern (anheben) zu können, und plädieren oft zusätzlich für mehr IT-gestützte Schulausbildung. Dazu erlaube ich mir die Gegenfrage: Wären lernoptimierte Schulabgänger auch die intelligenteren Menschen..?
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Wer heute als Firmen-Personaler einen Einser-Abiturienten aus zB. Bayern oder BaWü lieber einstellt, als den Einser-Abi-Absolvent aus zB. Bremen, kann doch kaum sicher sein, auch den menschlich geeigneteren Kanditaten für das Firmenteam zu finden. Zumal die eigentliche "Reifung" erst im Verlauf der innerbetrieblichen Berufsausbildung erfolgt.

@16:19 von NeutraleWelt

Ich schrieb: > "Übrigens: Das angeblich unterirdische Bildungsniveau heutiger Schulabgänger ist m.E. nur eine durchsichtige Behauptung der Wirtschaft." <
_
Sie antworten: >> Nee, leider nein, erlebe ich jeden Tag. <<
_
okay - auch als Unternehmer habe ich nicht ständig mit Schulabgängern / Auszubildenden zu tun. Allerdings meine ich doch, daß man sich als Unternehmer auf veränderte Rahmenbedingungen / Zeitenläufe einzustellen hat... auch wenn dazu dann gehört, daß - im Gegensatz zu "früher" - heutige Berufsanfänger "andere" Voraussetzungen mitbringen. Die Berufsausbildung ist eben entsprechend darauf einzustellen... wo nötig eben auch mit erforderlichen innerbetrieblichen Zusatzschulungen. Ich weiß, das kostet eigenes Geld - aber gut gemacht bringt es auch Unternehmervorteile. Und da wäre auch immer noch die Frage des Kostenanteils, den Unternehmer allgemein heute - im Vergleich zu früher - für Berufsschulen zahlen...

@17:48 von Pandor

>> Sie fragen: > ". . . auch den menschlich geeigneteren Kanditaten für das Firmenteam zu finden . . ." Wie definieren Sie das und wie stellen Sie das fest? <<
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Ist sehr einfach (und entspricht verantwortungsbewusster Personalpolitik). Zunächst werden fachlich geeignete Bewerber zur Vorstellung eingeladen, und zwar bewusst ungeachtet ihres Geschlechts oder Alters oder Herkunft. Im persönlichen Gespräch mit den soziologisch versierten Fachkräften unserer Personalleitung - und unter Hinzuziehung innerbetrieblicher Fachabteilungleiter entsteht die Entscheidungsfindung. Die kann sowohl für eine Neueinsteiger ausfallen, alsauch für eine/n ältere/n Bewerber/in, der/die noch lange Jahre der Unternemensentwicklung nützt. Wobei oft gerade die Älteren bei der späteren Verabscheidung in die Rente oft nur mit Tränen in den Augen gehen ... und gerne noch zeitweilig mal "aushelfen"...
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So ist das in meiner Firma, die ich in diesem Sinne in dritter Generation führe...

Das fehlende iPad ?

Unsere Kinder brauchen neutrale und gut ausgebildete Lehrer! Ausfall und sinnlose Vertretungsstunden nehmen immer mehr zu. Lehrer, die sich aufgrund von Überlastung durch „Inklusion“, Schulenzusammenlegung überdurchschnittlich krankmelden, sind das Problem. Nicht das fehlende iPad ! Aber eine bessere Schule wird bei diesem Digitalpakt meiner Meinung nach ohnehin nicht angestrebt. Es geht nur um Geld und Einflussnahme des Bundes auf unsere Kinder.

Warum gibt man die Bildungspolitik

nicht zentral in die Hände des Bundesrates, mit Unterstützung des Bundeshaushalts? Wichtig ist doch, dass gute Bildung nicht vom Bundesland abhängig sein darf, in dem der Schüler lebt! Ferner sollte Bildung, bis zum Ende des Erst Studiums oder Meisterbrief kostenlos sein. Wir unterstützen Schulen im Ausland, Geld ist also genug da!

Wer zahlt schafft an. . Es

Wer zahlt schafft an.
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Es ist nur vernünftig, dass der Bund hier:
- die " digitale Kompetenz " der Schüler zusätzlich unterstützen will
- Einflussmöglichkeiten auf die Inhalte erwartet und die zweckgebundene Verwendung der Mittel vorschreibt
- verlangt, dass die Länder sich in gleicher Höhe beteiligen

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