Ihre Meinung zu: Länderchefs stoppen Grundgesetzänderung für Digitalpakt

5. Dezember 2018 - 14:32 Uhr

Der Bund will den Kommunen Geld für die Digitalisierung von Schulen geben. Dafür muss das Grundgesetz geändert werden. Doch alle 16 Bundesländern lehnen das ab. Es gibt konkrete, aber auch grundsätzliche Bedenken.

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Kommentare

Ihr seid ja drollig

Eine Eilmeldung zu einem Thema, dass sich noch Jahre hinziehen wird. Vor allem, wenn es, unter diesen Umständen völlig zu Recht, noch einem Vermittlungsverfahren zugeführt werden soll.
KI, Digitalisierung und 5G: Ein einziges Trauerspiel in der Verantwortung der mächtigsten Frau der Welt.
Wie schon der große, weltbekannte Philosoph Franz Beckenbauer sagte: „Schaun mer mal“

Leider entscheiden unsere

Leider entscheiden unsere gewählten Politiker sehr oft nicht sachbezogen sondern machtbezogen.

Aber natürlich

Will doch kein Landesfürst auch nur einen Zipfel Macht abgeben.
Hier geht es den Landesfürsten nicht um die Kinder, nicht um Bildung, nicht um Zukunft, nur um Macht.

Hier kocht jeder Koch sein eigenes Süppchen; dann wird alles zusammen geschüttet und jeder wundert sich, warum es nicht schmeckt.

Viele Köche verderben den Brei.

Der Unfug, dass jedes Land sein eigenes Bildungssüppchen kocht gehört ersatzlos gestrichen und zwar komplett. Am besten vorgestern.

Begründung?

Warum ist eine Mehrfinanzierung nicht erwünscht? Unsere Schulen müssen digitaler werden! Bei manchen steht noch ein Windows 95 PC im Klassenzimmer

Vllt besser so

Neulich sah ich auf ARD oder ZDF (spät abends) einen Bericht über die massive Zunahme von Kurzsichtigkeit bei Kindern in Europa, schlimmer in China bis hin zur Erblindung in Taiwan. Befragte Experten wollten, um es einmal ganz vorsichtig auszudrücken, nicht ausschließen, dass die soganannte Digitalisierung durch das ständige Scharfstellen der Augen auf den Nahbereich, einen grossen Anteil an den Ursachen dafür hat.

Und einen solchen Bärendienst sollen wir auch noch mit unseren Steuern bezahlen!?

Nicht, dass ich gegen 'die Digitalisierung' wäre, aber alles mit Verunft und in Maßen. Kinder haben so viel anderes zu lernen.

BTW.: Wer wäre wohl der Hauptnutznießer der Steuermilliarden gewesen? Richtig: Microsoft, Google, ..

Wahlkampf

Sehr verständlich, womit sollen unsere Herren Landeschefs denn dann noch mit Wahlkampf machen? Man muss sich eben beim Thema Jugend und Bildung klare Prioritäten setzen. Was ein Segen, dass der durchschnittliche Wähler das bis dahin eh wieder vergessen hat

Eine im Grunde …

… vermutlich sinnvolle Entscheidung. So gut und sinnvoll das Vorhaben erscheinen mochte, es höhlt das föderalistische Prinzip ganz klar aus. Natürlich hat der Föderalismus auch gravierende Nachteile, etwa dass in zB Bremen oder Berlin das Abitur quasi an jeden Dummkopf verschenkt wir, zusammen mit den passenden guten Noten, wärend die Qualität in Bayern wesentlich höher gehalten wird. Da wünschte ich mir schon etwas Einheitlichkeit.
Andererseits: wenn das Schulwesen mehr und mehr Bundesangelegenheit würde, würden die politischen Schulexperimente wohl auch nicht enden: Wenn die jeweilige Regierung bei Wahlen eher bei den unteren Schichten auf Stimmenfang geht, wird man auch dann wieder das Abitur an seine Klientel verschenken, nur dass das dann bundesweit geschähe.

Statt froh zu sein, dass der

Statt froh zu sein, dass der Bund Geld für die Digitalisierung von Schulen dazu gibt, stoppen die Länderchefs und die Kinder sind (wieder mal) die Opfer. Macht statt dessen einfach mit bei der Änderung des Grundgesetzes und achtet darauf, dass sich der Bund nicht durch die Hintertür in die Kultusangelegenheiten der Länder einmischt.

Sollte keine 2/3

Sollte keine 2/3 Ländermehrheit zustande kommen, dann müssten die Länder die Mittel selber aufbringen. Ein " Geld nehmen ", aber " keinerlei Einflussnahme zulassen ", wie es Herrn Kretschmann vorschwebt, wird sich kaum durchsetzen lassen. Bundeseinheitliche Bildungs-Standards sind im übrigen erstrebenswert, da sonst der Gleichheitsgrundsatz für Schüler z.B. bei aufnahmebeschränkten Studienfächern verletzt ist.

.....

"Wer wäre wohl der Hauptnutznießer der Steuermilliarden gewesen? Richtig: Microsoft, Google, .."

oh bitte.... ich denke die Schüler hätten auch einen ganz kleinen Teil davon... Es gibt nicht mehr viele Arbeitsplätze die ohne Computer und Technik funktionieren. Wäre vielleicht für die Kinder und Schüler hilfreich, wenn sie lernen würden damit umzugehen....

Wäre jetzt zu einfach die 5

Wäre jetzt zu einfach die 5 Mrd zu Verfügung zu stellen und den Ländern volle Kontrolle zu überlassen....

Peace

Na gut, dann halt noch warten auf bessere Bildung

Ich hoffe, alle Eltern sehen sich genau an, was ihre Ministerpräsidenten da treiben! Es steht viel Geld vom Bund zur Verfügung und dennoch wird lieber gestritten und verschleppt!

Gerade die Länder, die in Sachen Bildung hinterherhinken, haben es nötig die Sache abzulehnen! Es ist echt ein Skandal, wie jungen Menschen bessere Chancen auf Bildung vorenthalten werden, nur damit das Land die alleinige Hoheit über ein Ressort behält, dass zukunftsentscheidend für die Menschen ist.

Das war doch klar

Wir haben Windows 2000 an der Schule. OpenOffice weil alles andere zu teuer ist. Uralte Monitore und Drucker. Toner dürfen wir nur eine bestimmte Anzahl p.a. kaufen, weitere müssen wir selbst zahlen. Laptop und Tablets sowie Anschlusskabel für den Beamer müssen selbst bezahlt werden.
Mich wundert es nicht, da hat unser MP aus BaWü volle Arbeit geleistet.

Tolle digitale Revolution in Deutschland. Weiter so liebe Politiker und Politikerinnen.

... und was jetzt

hetzt man über die Länderchefs jetzt in gleicher weise wie über die AfD vor Tagen ?

Finde ich Klasse!!

Wir haben doch nicht gelernt aus unseren Fehlern.Die Verfasser unseren Grundgesetzes wußte schon warum sie ein Dezentralisierung unserer Schulwesen wollten.
Dadurch versuchten sie zu vermeiden dass es zu einer Gleichschaltung kommt.Was hindert die Bundesregierung daran Gelder ohne irgendwelche Bedingungen an die Länder zu geben.Wenn es möglich ist zweckgbunden so kann das Geld nicht für andere Dinge benutzt werden.Ich sehe die Grundgesetzänderung als einen Versuch an die Länderhoheit zu beschränken.Man kungelt sich mal schnell eine 2/3 Mehrheit zusammen und ändert das Grundgesetz.
Die ganzen Jahre sorgte man dafür dass die Komunen immer weniger Steuer zu Verfügung hatten.Der Bereich der Digitalisierung welche in den Händen das Bundes liegt wurde glatt verpennt oder viel der schwarzen Null zum Opfer. Was ist mit dem Flachland welches keine schnellen Netze hat. Durch die Privatisierung der Telekom wurde die
Möglichkeit auch auf dem Lande ein schnelles Netz auszubauen aus der Hand gegebe

Jeder will sein eigenes Ding machen

Danke dafür an die "Landesfürsten", insbesondere an die Bremer. Man will sich einfach nicht in die Karten gucken lassen. Nicht nur, dass man seit Jahren mit dem schlechtesten PISA-Ergebnis abschneidet - jetzt wird den Kindern auch noch die Unterstützung beim Lernen im Zeitalter der Digitalisierung versagt.

Es gab (gibt noch?) hier in Bremen einen Schulsupport zur Unterstützung der LehrerInnen beim digitalen Lehren und Lernen - wer sich darauf verlässt, dem ist nicht mehr zu helfen. Dieser Support muss teuer bezahlt werden und besteht aus ehemaligen LehrerInnen, die ihre Arbeit undurchschaubar und je nach Gusto ausüben. - So schön, wie es ist, wenn man sich in seinem Beruf selbst verwirklichen kann: "Selbstgestricktes" bei der Lehr- und Lernsoftware, wer braucht heute noch so etwas? Selbstbestimmtes Lehren und Lernen interessierter LehrerInnen und SchülerInnen bleibt auf der Strecke - alles muss vom Schulsupport abgenickt bzw. implementiert werden. Das ist nicht mehr zeitgemäß.

Diese Länderchefs müssen wir

Diese Länderchefs müssen wir zum Teufel jagen!
Wir brauchen in Deutschland endlich eine einheitliche Schulpolitik.
Es geht nicht um die persönliche Macht der Landesfürsten. Es geht um insere Zukunft.

Deutsche Bildungspolitik - ein Trauerspiel!

Super! Unsere Kinder dürfen weiter kiloschwere Schulranzen mit Büchern durch die Gegend schleppen anstatt mit (seit 30 Jahren üblichen) PDFs zu arbeiten. Hauptsache es gibt in jedem Land einen Oberindianer, der zwar meist selbst keine Berufserfahruzng in der Bildung hat, aber ein Pöstchen super auskleidet!
Auf der anderen Seite liest man heute auf heise.de: „Ausländische Informatiker retten den deutschen Automobilbau“. Ein Hoch auf unsere Politiker. Die anderen Länder werden es uns danken. Aufgrund veralteter Bildungsstrukturen und einer desolaten Infrastrukutr ist Deutschland (bald) kein Industrieland - also kein Konkurrent für technisch anspruchsvolle Güter - mehr.
Da ist es kein Wunder, wenn die größte Computer- und Technikmesse demnächst auch in Asien stattfindet. Die Schließung der Cebit ist symptomatisch!

Gelder sollten woanders eingesetzt werden

Wieso Gelder für die digitalisierung von Schulen? Die meisten Lehrer können leider nicht mit digitalen Medien umgehen, außerdem wäre das Geld woanders besser aufgehoben. Man sollte sich erstmal um den Lehrer Mangel kümmern, bevor man an die digitalisierung von Schulen denkt. Das Geld könnte man stattdessen in den Lohn der Pflege Kräfte z. B. Stecken.

Bildungshoheit in Gefahr!

Gibt es noch jemanden in diesem Land der die gewählten Politiker ernst nimmt.
So einen Quatsch kann nur jemand von sich geben, dem seine eigenen kleinen Machtspielchen wichtiger sind als die Bildung unserer Kinder. Nicht, dass ich der Digitalisierung eine Träne nachweine, aber da gibt es endlich, endlich mal einen Ansatz Bildung in der BRD zu vereinheitlichen und schon sehen die Landesfürsten ihre Macht beschnitten. Ich verstehe einfach nicht wo der Bildungspolitische Vorteil von 16 verschiedenen, völlig unabhängig voneinander agierenden Schulbehörden sein soll.

@Babase

"" Wäre jetzt zu einfach die 5 Mrd zu Verfügung zu stellen und den Ländern volle Kontrolle zu überlassen....""

Ja das wäre tatsächlich zu einfach. Denn genau das hat der Bund die letzten Jahrzehnte gemacht.

Der Bund gab einen bestimmten Betrag zweckgebunden an die Länder und die Länder kürzten daraufhin das Budget für diesen Bereich um genau diese Summe.

Die 5 Milliarden würden an die Schulen gehen.
Die reichen Bundesländer kaufen davon Computer und die armen sanieren die Toiletten.

um 15:15 von Sisyphos3

"... und was jetzt hetzt man über die Länderchefs jetzt in gleicher weise wie über die AfD vor Tagen ?"

Davon abgesehen, dass Berichterstattung noch lange keine Hetze ist: Sagt Ihnen der Begriff "Whataboutism" etwas?

Hier steht doch nicht

die Digitalisierung im Vorgrund.
Hier steht doch die weitere Abgabe an Hoheitsrechten an die EU im Vordergrund. Denn Gelder für Computer usw vom Bund an die Länder wären auch so möglich ohne großen Aufwand. Aber man möchte eine vom Bund gelenkte Schule haben. Wen ich daran denke graust es mir.
Damit wäre es auch möglich per Erlass die Schule so zu lenken dass sie EU kompartibel ist.
Möglicherweise wird die Schule dann auch privatisiert.
Dann bekommen wen sowas wie in anderen Ländern, wer es sich leisten kann schickt seine Kinder auf privat Schulen.
Der SPD CDU FDP Grüne usw traue ich nicht weiter wie ich sie sehe. Traue übrigends keiner Partei mehr.
Nach Schröder war Schluß.
Ich denke hier versucht die Regierung ihre Einflußnahme auf die Schule auszubauen.
Denn Gelder an die Kommunen zu geben ginge auch so siehe Flüchtlingskrise da waren auch die Kommunen alleine zuständig und es floß Geld.

Kleinstaaterei

Man kommt sich vor wie im Mittelalter. Einzelne Landesfürsten wollen die Tradition in einer hektischen Welt bewahren. Die Konkurrenten heißen nicht Bremen oder Sachsen sondern China,USA, Indien etc. Wir bräuchten eine einheitliche Weltklasse-Bildung, um in Zukunft konkurrenzfähig zu sein. Kretschmann und Co würden allerdings dadurch Macht abgeben müssen und schwache Bundesländer wären zu höheren Leistungen gezwungen

um 15:16 von GlaubeNix

"Die Verfasser unseren Grundgesetzes wußte schon warum sie ein Dezentralisierung unserer Schulwesen wollten.
Dadurch versuchten sie zu vermeiden dass es zu einer Gleichschaltung kommt."

Da haben Sie sicher recht. Aber wenn 16 Bundesländer partout nichts an ihrem Bildungssystem ändern wollen? Wo ist er denn, der essentielle Beitrag der Bundesländer mit ihrem jeweiligen Alleinstellungsmerkmal.

Ein föderales System ermöglicht grundsätzlich ein landeseigenes Vorgehen, genutzt wird es aus meiner Sicht jedoch nicht vollumfänglich. Sei es aus Schutz der Schulabsolventen, die in einem anderen Bundesland arbeiten möchten, sei es aus Gründen der Vergleichbarkeit von Noten und Abschlüssen. Doch da liegt der Hund begraben: Wenn eh alle das selbe machen, wozu soll das System föderal bleiben?

um 15:14 von DB_EMD

"Es ist echt ein Skandal, wie jungen Menschen bessere Chancen auf Bildung vorenthalten werden..."

Naja, bessere Bildung ist nicht gleichzusetzen mit moderner Digitaltechnik. Da müsste ganz woanders angesetzt werden. Schule muss neu gedacht werden, da helfen auch Tablets nicht

die deutsche Kleinstaaterei...

Wir reden über Europa, über lebenslanges und staatenübergreifendes Lernen und scheitern wieder an unseren eigenen Kleinstaaten-Fürsten-Grenzen!!!
Die Schulen verkommen, weil die Länder und Gemeinden es nicht schaffen, die notwendigen Investitionen zu stemmen, aber eine Beteiligung des Bundes: nie im Leben!! My home is my castle.
Das verstehe, wer will, ich nicht.

Chancengleichheit?

Es ist schon peinlich: Ein Land wie Deutschland propagiert ständig die Chancengleichheit, dabei hat ein bayrischer Abiturient viel bessere Chancen als ein Abiturient in Bremen. Es ist ein Armutszeugnis, dass Bildung bei uns in Länderhoheit ist. Dieser alte Zopf gehört abgeschnitten; das beste Bildungssystem muss für das gesamte Bundesgebiet eingeführt werden! Nur so werden wir wieder Weltspitze! Nun will der Bund Geld geben und die Länder lehnen ab.... Wenn das wichtigste Thema für unsere Zukunft in Länderhoheit bleibt, können wir eigentlich gleich alles an die Länder delegieren!

Kein bundesweiter Digitalpakt?

Da scheinen einige Lobbyisten aber wohl noch Luft nach oben zu haben.

Vor allem Lobbyisten solcher Verlage, die - in Hoffnung auf absatzgarantierte Gewinne (ähnlich wie schon bei Opas sog. "Volkslexikon" in XXL Bänden)- seit Jahren digitale Unterrichtsmedien erarbeitet haben.

Die diese Medien aber - mangels notwendiger Hardware, deren Kosten selbstredend nicht die Verlage, sondern "andere" (also letztlich wohl: die Steuerzahler) bezahlen sollen - noch nicht verkaufen konnten.

Nicht dass ich glaube, die Lobbyisten hätten nicht "alles" gegeben.

Nein, ihre Aufgabe ist einfach nur schwerer und kostspieliger zu erfüllen, wenn sie statt eines Bundesparlaments 16 Länderparlamente (und das auch noch mit unterschiedlichen Mehrheitsverhältnissen) "überzeugen" müssen.

Als ob die "Väter" des Grundgesetzes das geahnt hätten ...

@nie wieder spd - Trauerspiel der mächtigsten Frau der Welt

Wir leben in keiner Diktatur
Falls Sie es noch nicht wußten !

Es ist eine demokratische Endscheidung der Bundesländer , das nachträglich eingeschobene Kleingedruckte bei diesem Trojanischen Pferd nicht anzunehmen.

Bildungsföderalismus

Ein ärgerlicher Anachronismus, der schnellstens abgeschafft gehört.
Arbeitnehmer sollen mobil und flexibel sein - ihre schulpflichtigen Kinder haben das Nachsehen und müssen nach einem Umzug der Familie oft ein ganzes Schuljahr wiederholen, weil die Lehrpläne der Bundesländer nicht kompatibel sind. Abiturprüfungen und die Wertigkeit des Abiturs variieren erheblich.
Und jetzt will man noch nicht einmal Geld vom Bund annehmen, weil die „Bildungshoheit“ der Länder in Gefahr ist.
Willkommen in Absurdistan.

Wenn der Föderalismus

erhalten werden soll, ist dies die richtige Entscheidung. Der Bund will auf diese Weise im Bildungssektor dauerhaft einen Fuß in die Türe bekommen. Das könnte der Anfang vom Ende des Föderalismus sein. Es wäre ein Leichtes, durch erhöhte Steuerzuweisungen an die Länder die Finanzierung der Digitalisierung sicherzustellen. Aber das will natürlich der Bund auch nicht. Es sollte aber die Grundsatzfrage gestellt werden, ob Bildung wirklich am besten bei den Ländern angesiedelt ist. Angesichts der zunehmenden beruflichen Mobilität der Eltern und damit verbundener Umzüge ergeben sich wegen der unterschiedlichen Lehrpläne eklatante Probleme beim Schulwechsel von einem Bundesland in ein anderes. Kinder, die von Bremen nach Bayern wechseln müssen, haben eh gelitten.
Von daher gehört Bildung für mich in Bundeshand. Aber das stand ja hier nie zur Debatte.

Müssen unsere Schulen "digitaler" werden ??

@ 14:51 von LPferd

Sie fordern "Unsere Schulen müssen digitaler werden". Wozu eigentlich? Um vielleicht einmal mit MS Word oder MS Excel arbeiten zu können, muß man das nicht in der Schule gelernt haben, genau wie Gamer und Twitterer nicht Informatik studiert haben müssen und um Suchmaschinen zu bedienen braucht man ebenfalls keinen Schulunterricht der über Lesen und Schreiben hinaus geht!

Die Länder riskieren hier leichtfertig...

...die Zukunft unserer Kinder. Bereits jetzt liegt Deutschland auch dank der föderalistischen Struktur im Bildungssystem im Niveau bei Grund- und Mittelschülern eher im Mittelfeld, statt wie man es von einem "Weltmarktführer" zu erwarten hätte, im vorderen Bereich. Im Hinblick auf die Digitalisierung sind wir sogar nur 3.-Welt-Niveau!

Entmachtet endlich die 16 Sonnenkönige!

Es wurde schon mehrfach dargestellt, ich stimme der

Kritik zu, dass es den Ländern nicht wirklich um die Vorteile des föderalen Systems geht, sondern nur um den Erhalt der Macht.
Was die Vielfalt gerade in der Bildungspolitik gebracht hat ist eigentlich das Argument, die Bildung in eine Bundeseinheitliche Form und Hand zu geben.
@GlaubeNix von 15:16 "Was hindert die Bundesregierung daran Gelder ohne irgendwelche Bedingungen an die Länder zu geben."
Genau das ist ja das Thema. Der Bund darf laut Grundgesetz und entsprechende weiterführende Gesetze, Bundersmittel nur für Bundesbelange ausgeben. Bildung ist derzeit, wenn auch m.E. falsch, Ländersache, also darf der Bund kein Geld geben, auch nicht mit Zweckbindung! Alles was eine öffentliche Einrichtung macht, muss Gesetzeskonform und somit in letzter Instanz auch dem Grundgesetz entsprechen.
Deshalb der Antrag, dass GG so zu ändern, dass es möglich wird.

—-> Egleichhmalf

/// Andererseits: wenn das Schulwesen mehr und mehr Bundesangelegenheit würde, würden die politischen Schulexperimente wohl auch nicht enden: Wenn die jeweilige Regierung bei Wahlen eher bei den unteren Schichten auf Stimmenfang geht, wird man auch dann wieder das Abitur an seine Klientel verschenken, nur dass das dann bundesweit geschähe. ///
.
Dem kann ich nur zustimmen. Komischerweise sind die Länder die am konventionellen Schulsystem seit den 70er Jahrn festhielten oben auf was die Leistung der Schüler betrifft, ich denke da an ein südliches Land.
In Baden Würtenberg haben die Schülerleistungen komischweise auch nachgelassen (Vergleich Grundschule letztes Jahr). Es wird doch nichts mit grüner Ideologie zu tun haben? Bei Herrn Kretschmann kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen.

Die Entscheidung ist vollkommen richtig

Es gibt sehr gute Gründe für den Föderalismus und einige dagegen. Die Schulpolitik ist zentrale Grundlage des Föderalismus. Warum erhöht der Bund nicht einfach pauschal seine Mittelzuwendungen an die Länder? So als ob die Länder und deren Kommunen zu doof wären selbst zu entscheiden, was sie mit dem Geld machen. Der Bund möchte sich mit dieser Grundgesetzänderung zentralen Einfluss auf die Landespolitik sichern. Das aber haben die Verfassungsväter und Mütter aus gutem Grund begrenzt.

Digitalisierung heißt doch nicht tablets kaufen.

Munter geht die falsche Prioritätensetzung in der Bildung weiter. Nicht nur das der Bund mitmischen will, nein man verwechselt offenbar die Anschaffung von tablets und co. in Klassenstärke mit modernem Unterricht, der auch die Informatik von Beginn verständlich als Grundlagenfach im Bildungsplan haben sollte, mit dafür fundiert ausgebildeten Lehrern. Da wurde aber gar nichts getan!
Tablets sind so günstig zu haben wie nie, gehen schon als Werbegeschenke , die sollte jeder Schüler schon selbst beschaffen (Handy hat ja auch jeder), die Luxusschulranzen sind da schon mal teurer.
Und Wlan hat jede Schule (jede Schule,die ich interessehalber im Netz suchte, hatte ihre webseite.) Da gilt es höchstens Verteilung im Gebäude zu regeln, wobei da es auch schon losgeht, wie der Gebrauch des WLANs eingeschränktnund kontrolliert werden kann, zumal oft die Schüler sich besser damit auskennen, als die vergreiste Lehrerschaft...
Digitalisierung als moderner overheadprojektor macht keinen Sinn.

Der Foerderalismus..

...ist eine "Erfindung" der Alliierten um Westdeutschland zu schwaechen. Man wollte keine starke Zentralregierung und wir sehen das heute als Erungenschaft und pflegen, trotz aller Probleme, diese Politfolklore.

Der Föderalismus und das Schulwesen...

Es war zwar von den Vätern Dean Grundgesetzes gut gemeint, aber wenn ich mir anschaue, was für eine Flickschusterei wir im deutschen Schulsystem haben, dann kann einem nur Angst und Bange werden. Mit dem Niveau eines Abiturs in Bremen, wurde ein Schüler an einer bayerischen Realschule schon kläglich scheitern, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Jedes Bundesland macht was es will und wohin hat uns dies gebracht?
Auch bei diesem Streit geht es ausnahmslos uns liebe Geld. Sachargumente interessieren höchstens am Rande. Die Zeche zahlen natürlich wieder einmal andere, in diesem Fall die Schülerinnen und Schüler. Ein Hoch auf den Föderalismus!

Fortsetzung zu"müssen ....digitaler werden"

@14:51 von LPferd
... oder wollen Sie etwa KI wie z.B. Expertensysteme oder Mustererkennung mit Hilfe Neuronaler Netze auf der Grundschule lehren?

Lächerliche Kleinstaaterei.

Man sieht hier wieder die Pfründe davon schwimmen, und steuert rechtzeitig dagegen.
16 Länder, 16 Ministerien mit Verwaltung, dazu noch der Bund.
Wo bekommt man die Seilschaften sonst noch unter, als in einem krisensicheren Beschäftigungsverhältnis.

Mal ehrlich, es braucht Antworten in einer globalen Welt, und hier ist eines der Schlüsselthemen, die Bildung. Da sollten die Bildungsstandards in Deutschland gleich sein, aber es hapert ja schon am gleichen Mathebuch unter den Bundesländern!
Ich spreche da aus Erfahrung!

—> DB_EMD

/// Na gut, dann halt noch warten auf bessere Bildung ///

Nur wegen Tablet, PC, Whiteboard und Beamer etc. bekommt man keine bessere Bildung. Ich möchte gerne mal die überarbeiteten Lehrpläne sehen wo dann mit Tablet gelernt werden soll. Von einem Konzept habe ich bis jetzt auch noch nichts gelesen, geschweige denn ob Lehrer ausgebildet wurden/sind.

Wenn heutzutage Kinder die in die 5. Klasse einer weiterführenden Schule kommen dermaßen Defizite haben was die Deutsche Sprache in Wort und Schrift haben, dann frage ich mich auch was der „Digitalpakt“ eigentlich soll.
Es müssen erstmal die grundlegenden Sachen vermittelt werden, dann kann man über was anderes nachdenken. Digitalisierungswahn ist eben ein Wahn, mehr erstmal nicht.

Abgesehen von

dem, was die Politiker wollen: Solange die Schulen in desolatem Zustand sind (zu wenige LehrerInnen, undichte Fenster und Dächer, defekte Toiletten), ist es doch ein Hohn, Geld für digitale Spielereien auszugeben, die a) sehr bald veraltet sind und b) sehr bald "abgenutzt". Gutes Lernen lässt sich auch ohne Pseudo-Digitalisierung erreichen.

@Wolle_Uferlos

Da bin ich anderer Meinung. Digitale Bildung heißt nicht Windows/Linux/Unix oder OpenOffice/MS Office etc. benutzen zu können. Digitale Bildung heißt vor allem logisches Denken (für späteres Programmieren) und nicht jeder Meinung zu glauben nur weil sie im Interent steht.

@cyberacquirer

"Auf der anderen Seite liest man heute auf heise.de: „Ausländische Informatiker retten den deutschen Automobilbau“."

Man könnte auch sagen "Ausländische Ärzte retten die deutsche Gesundheitsversorgung."

"Unsere Kinder dürfen weiter kiloschwere Schulranzen mit Büchern durch die Gegend schleppen anstatt mit (seit 30 Jahren üblichen) PDFs zu arbeiten."

PDFs sind kaum besser als Bücher, wenn das Lernmaterial nicht angemessen aufgearbeitet ist. Es ist sogar schon bewiesen dass es sich mit Büchern besser lernt als mit Bildschirmen.
Was aber in den Schulen fehlt ist ein guter und klarer Umgang mit den heutigen Medien.

" also kein Konkurrent für technisch anspruchsvolle Güter - mehr"

Leider vergessen Sie eine entscheidene Sache, die man halt verpasst wenn man sich nicht an die heutige digitale Welt anpasst.
Es ist bekannt das gerade Asian in bestimmten Bereichen der E-Sport-Szene dominieren, dennoch werden die neusten Strategien nicht in Asien erfunden, sondern nur verbessert.

—-> evhie

/// Diese Länderchefs müssen wir zum Teufel jagen!
Wir brauchen in Deutschland endlich eine einheitliche Schulpolitik.
Es geht nicht um die persönliche Macht der Landesfürsten. Es geht um insere Zukunft ///
.
Genau, es geht um unsere Zukunft. Und deshalb müssen wir mit allen Mitteln verhindern dass wieder Mittel und Wege geschaffen werden uns gleichzuschalten.
Das ist es was uns die Geschichte gelehrt hat.

@14:51 von LPferd - Ihr O-Ton...

...Begründung?
Warum ist eine Mehrfinanzierung nicht erwünscht? Unsere Schulen müssen digitaler werden! Bei manchen steht noch ein Windows 95 PC im Klassenzimmer.

---

Na, na, na in meiner Schulzeit wurden noch hochmoderne Gerätschaften als Bildungshilfe
genutzt.
Die da waren,...
Tafel mit Kreide+Schwamm,
Tageslichtprojektor,
Betamax Videorekorder + alten Röhrenfernseher
Matritzen zum anfertigen von Kopien,
Kartenständer,
und das gute alte Buch und Schulheft zzgl. Füller, Bleistift, Radiergummi usw.

Heute muß jedes Kind einen Computer am Arbeitsplatz besitzen.
Mit der Argumentation, die Kinder würden abgehängt werden bei der Bildung.

Welche "rückständige und unzureichende" Schulbildung ich doch genossen habe, merke ich immer wieder.

Was aber endlich abgeschafft werden sollte ist der Förderalismus der Länder.
Der ist in der heutigen Zeit nun wirklich nicht mehr zeitgemäß.

@ GlaubeNix

"Was hindert die Bundesregierung daran Gelder ohne irgendwelche Bedingungen an die Länder zu geben."

Würden Sie denn 5 Mrd. € Investitionen einfach so verschenken, ohne sich nicht ein Minimum an Einflussnahme auf den Verwendungszweck zusichern zu lassen? Dann sind Sie - mit Verlaub - aber ganz schön doof. Bereits jetzt frohlocken einige Länderchefs, weil sie vermeinen, einen Teil der Gelder in andere Dinge, Wohnbau etc. abzweigen zu können.

"Durch die Privatisierung der Telekom wurde die
Möglichkeit auch auf dem Lande ein schnelles Netz auszubauen aus der Hand gegeben."

Und billiger ist dadurch auch nichts geworden, wie man uns versprochen hat. Kurz: Die Privatisierungen öffentlicher Infrastrukturen ist der größte Reinfall schlechthin. Da gebe ich Ihnen vollstens Recht.

Das Wohl...

... der Kinder steht hier mal wieder nicht im Vordergrund. Eigentlich ist doch die junge Generation unsere Zukunft. Aber die kann man ja schön verbauen, mit dieser Starrsinns-Haltung. Der ganze Föderalismus der Länder in Sachen Schulpolitik gehört meiner Meinung nach abgeschafft. Bildung muss Bundessache sein. Nur so kann man einheitlich lehren und sich auch mit Ländern, in denen dies schon so ist, vergleichen. Die Eltern sollen immer flexibel sein, und auch den Wohnort mal eben wechseln. Das geht aber alles zu Lasten der Kinder, die nicht selten mit ganz anderem Lehrstoff und Pensum zu kämpfen haben.

Das Gesetz beinhaltet kein einheitliches Bildungssystem

für Deutschland.
Deshalb ist es egal wie die Länderfürsten (Chefs) entscheiden.
Für die Bildung bliebe alles beim Alten.
Fürsten, die über die Bildung ihrer Untertanen entscheiden.
Das gehört ins 18. Jahrhundert nicht ins 21. Jahrhundert.
Warum gibt es keine einheitliche Bildungspolitik in Deutschland?
Gibt es noch so ein rückständiges Land wie Deutschland, in dem Bundesländer oder Regionen so etwas Wichtiges entscheiden?

....stoppen...Digitalpakt ...

Eine Sprechblase, ein Unwort, eine Farce, was wird da gestoppt?
Digitalpakt - es sollte doch seit einem Jahrzehnt Standard sein, dass junge Leute mit einem praxisgerechten Grundwissen in Sachen EDV die Schule verlassen.
Was also noch?
Natürlich muss ein Abiturient u. U. auch die Eingangsvoraussetzungen für ein Informatikstudium vorweisen, aber das sollte doch auch schon seit Jahrzehnten selbstverständlch sein.
Um was also geht es?
Ki? - um Autos, die einen Einkaufswagen nicht vom Eichhörnchen unterscheiden können? D. h. um falsch egstellte Fragen - dazu braucht es keine EDV Spezialisten sondern Philosophen.
Um Streichelroboter im Altenheim?
Wenn es das denn braucht, dann ist das relativ trivial und der sog. "Intelligenzaufwand" wohl sehr begrenzt - wenn es um mehr geht, dann bräuchten wir wohl eher Ideengeber als EDVler. Vielleicht jagen wir da wieder nur eine ohnehin schon tote Sau durchs Dorf?

Nur zum lachen.

Pisa beweist und jedes mal aufs neue wie gut unser Bildungssysthem ist. Ich selbs komme aus einem Bundesland welches regelmäsig einen der lezten Plätze belegt. Für mich wäre es wünschenswert das wir für Deutschland ein einheitliches Schulsysthen einführen würden. Wenn möglich auf dem Niveau von Bayern oder Sachsen, nicht von Bremen oder Hamburg. Noch einen Tip für Leute deren Kinder nicht die besten Schüler sind aber dennoch Abitur haben sollen. Kommt nach Bremen man sag hier hat das Abitur das Niveau der 6. Klasse in Bayern.

Länderchefs wollen nicht diktiert werden

Mein Eindruck, der Bundestag will sich in die Ausgabenpolitik der Länder einmischen. So wie ich die Einwände der Länderchefs verstanden habe, könnte der Bundestag eine Investition beschließen, von der er nur 50% zu zahlen hätte. Egal, was die Länder davon halten, sie müssten dann die übrigen 50% zuschießen. Den Ländern könnte so der Bundestag in dessen Ausgabepolitik hineinregieren, ohne dass sie sich wehren könnten. Welcher Länderchef hat es gern, wenn ihm so vom Bundestag Vorgaben diktiert werden?
Im Übrigen, halte ich den Digitalpakt eigentlich nützlich aber doch mehr ein Aushängeschild des Bundestages. Es wäre viel besser, wenn die Bundesländer, Gemeinden und Städte Geld erhielten, um marode Klassenräume oder Toiletten wieder instand zu setzen. Es muß Geld da sein, damit die Kinder Schwimmen lernen. Turnhallen müssen auch immer mal wieder renoviert werden. Was soll der schönste Digital-Unterricht, wenn es sonst am Nötigsten mangelt?

Gut so... Wieso zig

Gut so...
Wieso zig milliarden in WLAN und anderen Schnickschnack investieren, von dem bekannt ist, dass es dumm macht.

Zuerst sollten die Lehrer Stellen und Gehälter verdoppelt werden. Das würde weniger Kosten als die Zusätzlichen Gelder für Angriffskriege, die bereits genemigt sind.

@ Lyn 14:47 Uhr

Liegt das Problem nicht ganz woanders?
"schnelles Netz", nun;
neue Betriebssysteme werden auf dem Markt geworfen, wobei die Alten immer noch Fehlerbehaftet sind.
Wo ist z.B. ein EURO Betriebssystem / Netz?!
Weiter das Gewürge um die Besteuerung von Global Betreiber. Irland= Nein, zu viele Ja- aber!
Was nützt eine Schreibmaschine wenn die Mitteilung (immer noch) als Runen in Stein geschlagen werden muss?
Vor dem fünften Schritt sollte der Erste Schritt getan werden.

@ Lyn 14:47 Uhr

Liegt das Problem nicht ganz woanders?
"schnelles Netz", nun;
neue Betriebssysteme werden auf dem Markt geworfen, wobei die Alten immer noch Fehlerbehaftet sind.
Wo ist z.B. ein EURO Betriebssystem / Netz?!
Weiter das Gewürge um die Besteuerung von Global Betreiber. Irland= Nein, zu viele Ja- aber!
Was nützt eine Schreibmaschine wenn die Mitteilung (immer noch) als Runen in Stein geschlagen werden muss?
Vor dem fünften Schritt sollte der Erste Schritt getan werden.

die deutsche Kleinstaaterei passt nicht ...

ins digitale Zeitalter, das von großen, skalierbaren Plattformen geprägt ist und so im Ganzen ein funktionales Optimum erzielt. Das Land hinkt ohnedies bereits stark hinterher. Lächerliche Befindlichkeiten lokal geprägter Wirtshauspolitiker ohne jedes technisches Verständnis prägen das Land.

So ist es: Deutsche Bildungspolitik-ein Trauerspiel.

Dieser übertriebene Förderalismus paßt nicht mehr in eine digitalisierte Welt.
Innere Sicherheit, Vertretung nach Außen, Verteidigung und vor allem Bildung und Erziehung - dafür muß der Bund zuständig sein.
Und wenn ich eimal dabei bin hier was zu schreiben. Auch die Zahl der Bundesländer sollte schleunigst erheblich reduziert werden.

@Gundel Gaukeley - Schulen in desolatem Zustand

Schulen sind Kreis,Städte,Gemeindesache
wenn die Grundsteuer richtig angehoben ist,
so stehen dann auch wieder genügend finanzielle Mittel zur verfügung.
Dann fehlen nur noch genügend Fachkräfte
um die Arbeiten auch ausführen zu können

Machterhalt um jeden Preis!

Keine Sau, so klein die auch ist möchte etwas von seiner Macht abgeben. Völlig gleichgültig schauen die auf das Marode Schulsystem und die Schulen selbst. Die Zentrale in Berlin könnte mit Milliarden helfen, die Länder lehnen es aber ab. In einem Land in dem Bildung ein Kapital ist, geht die Bildung auf Talfahrt. In der Zeit der Digitalisierung müssten eigentlich die Jungen übernehmen.... aber das, ist ein anderes Thema!

@ Armagedon

"Wenn heutzutage Kinder die in die 5. Klasse einer weiterführenden Schule kommen dermaßen Defizite haben was die Deutsche Sprache in Wort und Schrift haben, dann frage ich mich auch was der „Digitalpakt“ eigentlich soll." Am 05. Dezember 2018 um 16:27 von Armagedon

Ganz genau.
Ein Programm verzeiht keine Fehler, da muss jedes Feld korrekt eingegeben werden.
Es sei denn wir überlassen unsere Bildung Google - da wird auch was gefunden, wenn man nicht die korrekte Schreibweise benutzt hatte.

Zuerst einmal mit Kreide an der Tafel

Die Digitalisierung ist schon sehr wichtig. Aber die Ausbildung in Digitaltechnik bedeutet doch nicht mit einem Tablett herummachen. Wir brauchen ein gutes Lehrbuch und Lehrer die dazu verpflichtet werden dieses Lehrbuch durch zu nehmen auch wenn es für viele Lehrer völlig fachfremd ist und zuerst noch eine Einarbeitung nötig ist.
Die Unterrichtsfreie Zeit ist nicht automatisch Urlaub. Ein Teil soll auch zur Weiterbildung verwendet werden. Das ist natürlich ein heißes Thema. Da schreit vielleicht nicht jeder Lehrer Hurra!

Hmh...

Es ist schon erstaunlich wie sich der Horizont des Geistes mit nur einem einzigen Feierabend Bier erweitert...

Mir ist so nebenbei aufgefallen, das so gut wie alle Teilnehmer/innen der Gesprächsgrundlage hier, die Bundesländer Chefs vermännlichen...

Modern wäre ja eigentlich: Was für einen Quark stellen da jetzt unsere Länder Bossinnen und Chefs an...;-()

Fazit...
Entweder können Frauen grundsätzlich keinen Mist bauen oder Frau Schwesig existiert einfach nicht...

Hmh...

@ Zeromix

"Man sollte sich erstmal um den Lehrer Mangel kümmern, bevor man an die digitalisierung von Schulen denkt."

Sie verstehen den Clue nicht. Die Digitalisierung ist auch eine Notwendigkeit gerade wegen des Lehrermangels. Der Präsenzunterricht ist nunmal viel zu kostspielig (Räumlichkeit, Ausstattung, Personalkosten etc.) und nicht planbar (spontaner Krankheitsausfall der Lehrer, keine Vertretung möglich etc.) und daher kein Modell für die Zukunft.

Verstehen Sie das nicht falsch: Ich bin Lehrer und ich finde es auch Mist, dass mein Arbeitsplatz wegrationalisiert werden wird. Aber so ist nunmal der Lauf der Technik. Ich kann nur hoffen, dass ich mich irgendwie in den nächsten 20 Jahren mit meinem Beruf noch irgendwie über Wasser halten kann, bis es mir an den Kragen geht, aber es wird meinem Berufsstand zu 100% an den Kragen gehen!

Gut so

Bildung ist Ländersache und sollte es auch bleiben .
Ich bin froh , dass Winfried Kretschmann Mitstreiter für die Länderhohheit bezüglich der Bildung gefunden hat!!

@ bobby3001

"Es gibt sehr gute Gründe für den Föderalismus und einige dagegen."

Mir fällt spontan keiner ein, außer die Regierung des Landes soweit zu schwächen, dass sie keine Alleingänge gehen kann, selbst wenn es um die Zukunft unserer Kinder geht.

Na, dass nenne ich mal einen tollen Erfolg.

P.S.: Und regionale Besonderheiten sind kein Argument. Die Landesgrenzen sind ziemlich willkürlich gezogen und nehmen auf die Ethnogenese nur marginal Rücksicht. Es handelt sich eher um historische Besitzstandsgrenzen: "mein Fürstentum, dein Fürstentum"!

Überhaupt: Kinder in Norddeutschland haben keine anderen oder spezifischeren Bedürfnisse wie Kinder in Süddeutschland. Also hinweg mit dem Föderalismus in der Schulpolitik!

@ GundelGaukeley um 16.30 Uhr

"Solange die Schulen in desolatem Zustand ... Gutes Lernen lässt sich auch ohne Pseudo-Digitalisierung erreichen." Das ist richtig. Leider machen aber die zuständigen Ministerien/Behörden oder (in den Stadtstaaten) die Senatorischen Dienststellen keine Anstalten, an den basalen Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen (ausreichende Klassenräume, gepflegte Turnhallen, Flure und Pausenhöfe, anständige Toiletten) etwas zu verbessern.
Die Nichtmitwirkung am Digitalpakt ist darauf zurückzuführen, dass die Behörden sich vom Bund nicht "in die Karten gucken" lassen wollen.
Der Bund sollte aber strengstens darauf achten, wie das Geld ausgegeben wird. Andernfalls wird es dazu herangezogen werden, irgendwelche anderen, sachfremden Löcher zu stopfen.

Als wenn durch Digitalisierung alles besser würde?

Ist es nicht eher der vernünftige, lebendige Unterricht, der zu guten Ergebnissen führt und unsere Kinder zu denkenden Menschen macht? Oder wollt ihr alle nur Maschinen, die das denken verlernt haben? Das Geld was Microsoft und andere bekommen um die "Digitalisierung" voran zu treiben, fehlt an anderer Stelle. Am Essen, an den Toiletten, an den maroden Klassenzimmern, letztlich an den Lehrern, aber dafür werden dann "schmalspur" Lehrer in einem Crash-Kurs weitergebildet. Das soll Bildung sein? Ein hoch auf die "Digitalisierung" damit noch mehr Zombis in die Gesellschaft kommen.

Wofür lernen Schüler ?

Einige Kommentatoren hier scheinen die Frage aus den Augen verlorenen zu haben, wofür wir unsere Kinder qualifizieren müssen. Es ist nicht ein Leben im 20. Jahrhundert, sondern im 21. Jahrhundert! Und dort ist ein Buch zunehmend ein veraltetes Medium. Deshalb brauchen wir die Ausstattung mit Computern. Dass die Landesfürsten um ihre Macht fürchten, war klar. Einige Länder mit dem Prinzip "jedem Deppen jeden Abschluss" fürchten halt jeden Vergleich....

@LPferd

Zitat: "Bei manchen steht noch ein Windows 95 PC im Klassenzimmer"

Ich habe Realschule, Ausbildung zum Elektroniker, Weiterbildung zum Industriemeister, Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg mit 1,4 geschafft. Und das ganz ohne Windows. Einfach durch Lernen...

Noch mehr Handy, Tablets und anderer Pipapo hilft auch nicht, wenn die Jugend keinen Bock auf Schule hat. Und wenn die grundlegendsten Dinge wie Deutschkenntnisse nicht einmal mehr im Abitur sinnvoll vermittelt werden.

@ 16:30 von Gundel Gaukeley

Wie sie sagen, es sollten erst einmal die grundlegenden Dinge in Ordnung gebracht werden!

Ich finde die Digitalisierung in Schulen fragwürdig und teuer. Gibt es hierzu Pilotstudien die ein besseres/schnelleres lernen überhaupt bestätigen? Früher konnten die Kinder besser lesen und rechnen als heute, auch ohne Tablet.

Von dem abgesehen finde ich unseren Föderalismus eher nachteilig, bläht nur unnötig den Verwaltungsapparat auf. Da will man ein vereintes Europa und jedes Bundesland braut sein eigenes Wässerchen, wie passt dies zusammen?

Im Grundgesetz steht etwas anderes

Im Grundgesetz steht, dass Schule Ländersache ist. Wenn man der Meinung ist, dass die Länder nicht genug Geld haben, um das Schulsystem fit zu machen für die Zukunft, muss man - und auch das steht im Grundgesetz (Art. 106) - die Verteilung der Steuereinnahmen zwischen Bund und Ländern neu festlegen. Der Bund scheint ja Geld genug zu haben. Was hier aber in den letzten Jahren läuft (nicht nur beim Thema Schule), ist eine Aushöhlung der Länderhoheit durch Mischfinanzierung. Dann soll man ehrlich sein und den Bildungsföderalismus abschaffen.

Am 05. Dezember 2018 um 17:26 von germanbhoy

"Einige Kommentatoren hier scheinen die Frage aus den Augen verlorenen zu haben, wofür wir unsere Kinder qualifizieren müssen. Es ist nicht ein Leben im 20. Jahrhundert, sondern im 21. Jahrhundert! Und dort ist ein Buch zunehmend ein veraltetes Medium. "

Bis der Stromausfall kommt, oder der Ausfall der Computersysteme! Wer dann noch in der Lage ist, selbst Lösungen zu finden, der wird wohl nicht auf so ein "veraltetes Medium" wie ein Buch verzichten. Also, was machen Sie, wenn Sie kein digitales Hilfsmittel zur Verfügung haben, aber nicht gelernt haben, selbst zu agieren?

Der Bund kann

den Ländern auch so Geld geben für eine Sache, deswegen muss nicht das Grundgesetz geändert werden.
Wir wollen unsere Schulpolitik behalten, wir brauchen keine Berliner.

17:26 von germanbhoy

Wofür lernen Schüler ?

Einige Kommentatoren hier scheinen die Frage aus den Augen verlorenen zu haben, wofür wir unsere Kinder qualifizieren müssen. Es ist nicht ein Leben im 20. Jahrhundert, sondern im 21. Jahrhundert! Und dort ist ein Buch zunehmend ein veraltetes Medium. Deshalb brauchen wir die Ausstattung mit Computern. Dass die Landesfürsten um ihre Macht fürchten, war klar. Einige Länder mit dem Prinzip "jedem Deppen jeden Abschluss" fürchten halt jeden Vergleich....
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Dafür haben ja die Lehrer (Kultusminister) gelernt wie man die Vergleichbarbeit beseitigen kann.
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Aber, jeder Mensch hat ja seinen Wert.
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Bei manchen fehtl dafür aber der grüne Punkt.
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Paradox ist nur das parteiübergreifend Alle glauben, die Wurzel allen Übels könnte mit mehr Geld das selbstverursachte Übel beseitigen.
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Seit wann überholt eine zulagenträchtige Reform die vorhergehende?
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Richtig seit 68 wurden Instandhaltungsrücklagen intelligent umgerubelt.

Bildung ist Ländersache, das ist schon ein Problem...

Das die Länder über das Bildungsniveau bestimmen ist ein grundsätzliches Problem der Bildung in unserem Land... Die Schulbildung geht von gut bis schlecht, je nach Bundesland.

Die Schuldbildung in Bayern ist zb auf einem grundsätzlich höheren Niveau als meinetwegen in Sachsen.

Ein Abitur mit der Note 2.0 ist nicht Bundesweit gleichviel wert, und das kann nicht angehen. Hier muss schon dringend was geändert werden. Die Schulbildung sollte überall auf nahezu gleichem Niveau liegen. Dabei ist sie nicht mal im Ansatz gleich... Wenn ich so mitbekomme was Realschüler oder gar Leute mit Abitur im Osten so "drauf"haben, da ist ja der Hauptschulabschluss hier offenbar höherer Klasse.

Das die Länder jetzt einen Entwurf stoppen der eigentlich ALLEN zu gute kommt zeigt doch auch was hier mal wieder schief läuft, alle fürchten darum etwas "Macht" abzugeben, das Niveau der Bildung steht an zweiter Stelle, das Eigeninteresse der Politiker ist wichtiger.

Kindergartenmentalität trotz Kohle?

Na, das ist ja mal was ganz Neues. Da gibt's Geld vom Bund und man will es nicht, weil der vermeintliche Konkurrent bzw. Nachbar es auch bekommt? Kindergarten!

17:26 von germanbhoy

«… wofür wir unsere Kinder qualifizieren müssen. Es ist nicht ein Leben im 20. Jahrhundert, sondern im 21. Jahrhundert! Und dort ist ein Buch zunehmend ein veraltetes Medium.»

"Ein Buch" wird von vielen zu einem veralteten Medium herbeigeredet.
Ist es aber nicht. "Und Buch ist auch nicht gleich Buch".

Ein wieder mal ernüchterndes Beispiel, "einen Kulturkampf" zwischen Büchern und elektronischen Lehr- & und Lernmöglichkeiten zu führen.

Computer im Schulunterricht dürfen Bücher nicht ersetzen.
Sie sollen die Kinder z.B. an den Umgang damit zur verantwortungsvollen Informationsbeschaffung heranführen.

Nicht in jeder Familie stehen den Kindern zuhause Computer in dem Maß zur Verfügung, als dass sich alleine damit lernen ließe.

Bücher zu Fremdsprachen werden nicht obsolet. Atlanten auch nicht.
Alle Kinder, die ich kenne, mögen Bücher sehr.
Von meinen "dicken Atlanten" sind sie begeistert.

Man lerne mal z.B. Japanisch nur anhand des Internet.
Kann ich nur viel Spaß bei wünschen …

@Hans Anderst - Da gibt's Geld vom Bund und man will es nicht

Es ist ein trojanische Pferd

Stellen Sie sich vor der Bund zahlt 90%
und Sie 10% für eine Lokomotive welche
ohne Gleise in ihren Garten steht.
Sie dürfen noch nicht einmal sagen ob diese eine Windows oder Linux anstrich erhält.
Alle Folgekosten wie Gleisanschluß wie z.b
Internetglasfaser etc als auch die wartung
sollen sie weiterhin auf ewig mit 50% selbst bezahlen :-)
Manch Millionär hat ja genügend Taschengeld und kann sich das leisten.

Pro Bildungswettbewerb...

Das Veto der Bundesländer finde ich richtig - und es muß auch nicht zwangsläufig eine höhere Bundesbeteiligung an Bildungskosten ausschließen.
_
Man erinnere sich bitte ... die plural gestaltete Bildungshoheit der deutschen Bundesländer wurde grundgesetztlich festgeschrieben, um künftig eine staatlich zentralistisch (und politisch) gelenkte Bildungspolitik auszuschließen. Wohin übermäßiger Mainstream-Staatseinfluß führen könnte, erleben wir in DE bereits heute wieder in gewissen Print- und teils in ÖR-Medien. Dabei kommt nun der schulischen Bildungspolitik (wer sind die Guten oder Bösen) eine besondere Bedeutung zu... ganz abgesehen von weiteren Schulstandards wie bspw. Abi-Reife = grundlegende u. zeitgemäße Bildung für den künftigen, beruflichen Wettberwerb ... und darüberhinaus (Uni) auch den weltweiten Wettbewerb. Freilich soll man intellektuell Schwächere nicht einfach zurücklassen... Aber warum nicht durch den Wettbewerb unter den Bundesländern immer noch Besseres zu erreichen..

Nein der Länder ist nachvollziehbar

Interessiert eigentlich jemanden hier, warum die Ministerpräsidenten der Länder nein zur Grundgesetzänderung sagen? Viele hier im Forum verurteilen nämlich das Nein, ohne den Grund dafür zu kennen. Die Bundesländer sind nicht gegen den Digitalpakt. Der Bundestag hat letzte Woche mit Zweidrittelmehrheit beschlossen, das Grundgesetz zu ändern und einen neuen Artikel 104b einzufügen. Dieser Artikel greift in die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern ein und schreibt eine 50/50-Finanzierung vor. Für jede Finanzhilfe des Bundes sollen die Länder künftig die gleiche Summe ebenfalls aufbringen. Das würde nicht nur den Bildungsbereich betreffen sondern generell die Hoheit über die Länderhaushalte berühren. Ist doch völlig klar, dass die Länder die Souveränität über ihre eigenen Haushalte behalten wollen und deshalb nein zur Grundgesetzänderung sagen. Darum geht es und um nichts anderes. Jetzt kann hier ja weiter geschimpft werden - oder vielleicht mal nachgedacht werden.

Hier wird so getan, als ginge

Hier wird so getan, als ginge es um die Digitalisierung. Das könnte man auch haben, indem man den Ländern genügend Geld gibt.
Es ist nicht richtig die Bildungshoheit der Länder durch Lockgeschenke schleichend abzuschaffen.
Der Föderalismus macht uns stark, da er zu einer Bildungsvielfalt führt, die uns besser auf die Zukunft vorbereitet als ein Einheitsbrei.

18:18 von Karl Klammer

Mal im ernst. Wieviel Milliarden werden von den Ländern, sinn- und zwecklos verbrasst? Zum zweiten, Digitalisierung in den Schulen wurde von den Ländern, über Jahre, verpennt! Man kann auch warten, bis Deutschland in der Welt, komplett abgehängt wird. Ich bin für eine Zentralisierung der Bildungspolitik. Dann hat auch das Bildungs-tohuwabohu in Deutschland ein Ende!

@14:47 von Lyn

>> Aber natürlich ... Will doch kein Landesfürst auch nur einen Zipfel Macht abgeben. Hier geht es den Landesfürsten nicht um die Kinder, nicht um Bildung, nicht um Zukunft, nur um Macht. <<
_
WIDERSPRUCH..! Klar hat unser bundesdeutsches plurales System mit Bundesländern wieder etwas von früheren Landesfürstentümern ... aber quasi als Reaktion auf die NS-Zeit, wo alles vereinheitlicht wurde. Insofern ist es also politisch sinnvoll und gewollt, daß nicht eine zentralistische Macht - auch nicht mit Geld - die schulischen Bildungsstandards in DE bestimmt. Nur so ist eine pluralistisch differenzierte Bildung möglich... je nach persönlicher Neigung und vor dem politischen Hintergrund des Gesamten.
_
Insofern bekümmern mich weniger die Landesfürsten, sondern eher mit politisch motivierten Vereinheitlichungstendenzen...

soziale Schieflage beheben ...

die soziale Schieflage beheben wegen der Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern benachteiligt sind

ist Sache derer, die für Schulen verantwortlich sind.

Und dazu braucht es der 100%-igen Lernmittelfreiheit, damit Kinder nicht stigmatisert sind weil der Finger gehoben werden muss bei: können deine Eltern das nicht finanzieren???
Die Kinder können nichts dafür, die müssen es aber ausbaden!

Und da die Länder das Recht auf Lernmittelfreiheit seit Jahren verweigern (den Bleistift kann man ja auch privat benutzen - so die Sozis?!)

müssen die Länder die Hilfe des Bundes annehmen, auch die Vorgaben zu gleichen Rechten, Pflichten und Abi-Anforderungen.

18:21 von Eidechse

aber das hätten die länderfürsten/innen auch dem bundestag vorher mitteilen können. würde man nicht heute wieder lächerlich und in kurzen hosen dastehn. natürlich wäre es sinnvoller, erst fenster abzudichten und toiletten benutzbar zu machen, als neuland zu betreten, was ältere leerkörper eh nicht beherrschen

Was meine Erfahrungen

aus der Lehrlingsausbildung (Laboranten) und dem Nachhilfeunterricht (MPC) angeht ist eine einseitige Ausrichtung auf "Digitalisierung" ungefähr das Letzte was wir brauchen, um die für Jeden sichtbaren Defizite in der schulischen Ausbildung auszubessern. Die sind ganz anderer Art, von überkandidelten Helicoptern angefangen, die maßlose Überforderung betreiben, Unstrukturiertheit, die niemand erkennt usw... Einfache schriftliche Subtraktion geht nicht mehr (Klasse 10 bis 12) weil die Zahlen so verkrackelt untereinander geschrieben werden, daß Einer, Zehner......nicht übereinander stehen, die Handschrift bogenförmig krackelig. Und das sind keinesfalls Ausnahmen. Als Ausbilder ist für den Anfang Sonderschulpädagogik hilfreich. Was haben die die ganze Zeit gemacht? Über diese Pseudowichtigkeiten, die warum auch immer jetzt auf der Agenda stehen... echt ich halt mir den Bauch vor Lachen..

Das GG zu ändern ist selten eine gute Idee

Es gäbe andere Möglichkeiten den Digitalpakt um zu setzen.

Der Bund müsste den Ländern einfach nur mehr an der MwSt. zukommen lassen. Und die Länder könnten sich verpflichten dieses Geld nur für bestimmte Zwecke aus zu geben.

Aber ich wohne auch in BW, also einem Bundesland, dass von Einflüssen des Bundes auf die Bildungspolitik eher negativ profitieren würde.

Föderalismus im Bildungssystem

ist nicht zeitgemäß. Hahnenkampf im Bildungskrampf. Opfer sind seit Jahrzehnten die Schüler.

Länderchefs stoppen Grundgesetzänderung für Digitalpakt

Ja,die mächtigste Frau der Welt hat mit KI und Digitalisierung wenig am Hut. Da sind wir auf gutem Weg an die afrikanische Spitze. Die machtbezogenen Entscheidungen der Länderchefs sind auch klar. Ich hoffe, die erstere geht bald und von den letzteren sind eigentlich acht bis zehn samt ihren Ländern überflüssig und könnten auch gehen.

Ein Blick nach Estland

Dort gibt es die digitale Schule bereits. Eine Software, die alle Schulen nutzen, e-school, erleichtert vieles. Zudem gibt es in den Klassen Tablets und die Lehrer können auch im Unterricht mit den Kindern damit arbeiten.

OK. Dort gibt es keinen Föderalismus, alle lernen im Prinzip das selbe. Das hielte ich bei uns für falsch. Ein gewisser Wettbewerb darum ist sicher nicht verkehrt.

Aber so eine Schulsoftware, die der Bund für alle Schulen vergibt, das wäre sicher sinnvoll. Keine Zettel mehr, die Krankmeldung erfolgt online. Die Hausaufgaben können die Eltern online einsehen, Kinder müssen nicht mehr Postmappeb für die Eltern heim schleppen. Usw.

Die Länder gehören allesamt entmachtet, der Bundesrat aufgelöst und der Staat zentralisiert!

Die Macht sollte vom deutschen Parlament und der deutschen Regierung ausgehen und nicht von Regionalregierungen, deren primäres Interesse offenbar der reine Machterhalt ist; dieses mal auf Kosten der Bildung.

Unser dezentrales System ist m.E. schädlich!

Föderalismus ist Friedenspflicht !!

Die grundgesetzl. Kompetenz der Bildung ist eine der wenigen, wo die Länder noch das sagen haben. In vielen anderen Politikfeldern haben die Länder viele Kompetenzen, Teilkompetenzen an den Bund verkauft - das unterhöhlt massiv den Föderalismus.
Ein deutscher Zentralstaat mit 80 Mio Einwohner? Dies bringt unsere europ. Nachbarn um den Schlaf. Nach 2 WK kein Wunder.
Um des europ. Friedens willen muss Föderalismus dt Staatsraison sein !!
Da nehme ich die Ungleichheiten im dt. Bildungswesen gerne in Kauf, weil der europ. Frieden einfach viel wichtiger ist.
Dt. Politik sollte sich vielmehr Gedanken machen, wie der dt. Föderalismus gestärkt werden kann, z.B. indem der Bund ein weiteres Politikfeld an die Länder abtritt.
In der Schweiz funktioniert Föderalismus ja auch gut mit Kantonen in der Funktion der hiesigen Bundesländer, aber nur so groß wie unsere Landkreise.

@ Eidechse

"... einen neuen Artikel 104b einzufügen. Dieser Artikel greift in die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern ein und schreibt eine 50/50-Finanzierung vor."
Genau das ist das Problem. Warum in aller Welt soll das im Grundgesetz stehen und nicht irgendwo anders? Das Grundgesetz regelt nur Grundsätzliches, etwa, dass der Bund das überhaupt darf. Die 50/50-Regelung dagegen ist was rein Technisches und braucht deshalb nicht im Grundgesetz zu stehen.

Das Recht wird doch hier im Mistloch der Gnade ersäuft

Das Recht auf Bildung usw. wird doch durch die Bundesregierung durch ihre "Wohltätigkeit" ersetzt! Wer weiß, vielleicht kürzt sie irgendwann die Gelder an die Länder, schafft den Föderalismus ab und macht Zahlungen von ihrer Laune bzw. den ganzen Lobbyisten im Bundestag ab.
Das ist doch Bestandteil des Krieges Reich gegen Arm!

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