Ihre Meinung zu: Neue EU-Standards: Gegen die rauen Sitten im Trucker-Geschäft

4. Dezember 2018 - 8:13 Uhr

Mehr Lohn, neue Sozialstandards, Unterkünfte entlang der Route: Die EU-Verkehrsminister haben sich mehrheitlich auf Verbesserungen der Arbeitsbedingungen von Lkw-Fahrern geeinigt. Von Andreas Meyer-Feist.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4.42857
Durchschnitt: 4.4 (7 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

EU-Standards ohne Bindung

Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein. Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit.

....

Kommt wohl leider etwas zu spät. inzwischen sind die ersten LKWs bereits ohne Fahrer unterwegs.... Wenn auch noch nicht im "Regelbetrieb"...

ein

großer Schritt in die richtige Richtung, das ist zur Abwechslung mal eine sinnvolle gesamteuropäische Lösung (und ein Konjunkturprogramm für Trucker-Hotels). Fehlt nur noch ein umsetzbarer Vorschlag, wie das alles effektiv überwacht werden soll, und woher das Geld für die dafür nötigen zusätzlichen Beamten kommen soll.
Dass Polen und sicherlich auch andere osteuropäische Länder wie Bulgarien und Rumänien gegen die Regelungen sind, ist klar, verlieren diese Länder doch ihren Wettbewerbsvorteil, den sie durch die Ausbeutung ihrer Fahrer bislang genossen haben.

Im Radio: Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit sei das Ziel

Dann fangen wir doch mal bei den Vorständen der Unternehmen an. Die bekommen hundert-tausende Euro pro Jahr, weil sie so viel Verantwortung tragen (sollen!).

Nun, unsere LKW Fahrer tragen auch viel Verantwortung. Sie sorgen dafür, dass die Waren überhaupt verkauft werden können. Ohne LKW Fahrer wären die Hersteller der Waren pleite.

Jetzt wirds auf den Parkplätzen noch voller

Irgendwo muß noch der Wohnwagen parken
damit die Fahrer oder Fahrerinnen auch schlafen können.

Parkplätze

Es ist kaum vorstellbar, dass es genügend Hotels mit ausreichend Parkplatzkapazität gibt und geben wird. Wenn man sie schaffen wird, muß man wieder mal große Flächen unter Asphalt verschwinden lassen. Es gibt einfach zuviel Lkw Verkehr. Mittel-und Südeuropa sind zu dicht besiedelt.

um 08:18 von gestört aber geil

"Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein. Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit." - Wenn Arbeitnehmerschutz für Sie "Bevormundung" ist - na denn. Sie scheinen ja kein Arbeitnehmer zu sein.

Gar nicht dumm. Erst absolut

Gar nicht dumm.
Erst absolut unrealistische Vorgaben festlegen (Hotelübernachtungen).
Danach den Staatssäckel füllen durch Bussgelder.

Brüssel weiss wie man Geld herein holt

Sehe Ich das richtig, es soll

Sehe Ich das richtig, es soll in der Nacht nicht im LKW geschlafen werden? Nun, dann wird eben die Nacht gefahren und tagsüber gepennt. Wo schlafen die dann alle? So viele Hotels neben der Strecke gibt es nicht. Wie kommen die vom Rastplatz zum Hotel, bzw. wo stellen die am Hotel die Mühlen ab? Einheitliche Bezahlung? Also so viel Geld, wie im Land üblich, in dem gefahren wird? Bekommen dann deutsche Fahrer weniger, wenn sie mal nach Warschau müssen? Alles völlig unausgegoren. Besser wäre es, Fahrten zu vermeiden und nicht durch unsinnige EU Bestimmungen Transport auch noch anzuheizen. Zu viel Müll wird einfach durch die Gegend gefahren, um Subventionen abzugreifen.
Just in Time ordentlich besteuern, so daß Lagerhaltung wieder rentabel wird. Stärkung der Bahn. Sollten da Hotels an den Autobahnen entstehen, muß das das Transportgewerbe bitte alleine bezahlen. Das wäre ein Erfolg.

@gestört aber geil - britischen Spediteure können sich freuen

Genau deshalb , sind Volksumfragen unsinn.

Sobald britischer LKW Fahrer auf europäischem Boden ist,
gilt auch das jeweilige Länderrecht und dessen STVO :-)

wie wärs wenn wir es Japan gleich tun

und einsehen, dass das Just in Time Prinzip Schrott ist.
es frisst bloß die Infrastruktur auf und verstopft die Straßen.

Es ist nur daher in Deutschland so beliebt, weil die Unternehmen so eine Teil ihrer Produktionskosten auf den Steuerzahler umlegen können.

Sie Sparen ein wenig Geld bei der Lagerhaltung, dafür muss Papa Staat ein vielfaches der Summe in die Wiederinstandsetzung des durch das erhöhte Verkehrsaufkommen verursachten Verschleißes stecken.

Frei nach dem Prinzip, ich spar mir die Heizkosten, indem ich das Haus meines Nachbarn anzünde.

Überfällig

Grundsätzlich mal der richtige Weg in die richtige Richtung, was die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung und Sozialstandarts angeht. Doch damit manifestiert man die rollende Vorratslagerung für die Wirtschaft, spricht den Warenverkehr auf der Straße.
In anbetracht des Klimawandels wird somit auch festgeschrieben, dass täglich noch mehr Abgase in die Atmosphäre gelangen. Erwiesenermaßen hat die Schiene eine bessere Ökobilanz, doch die wird - was den Warenverkehr angeht - stückweise ab- statt aufgebaut.
Schön, dass was für die Trucker getan wird, was längst überfällig war, aber mit Blick auf den Klimaschutz muss das Verkehrskonzept insgesamt vollständig überholt werden - ein Konzept in dem die Trucker auch ihren Platz haben.
Neben den Sozialstandarts für die Trucker ist auch ein ökologisch-ökonomisches Verkehrskonzept ebenso überfällig, wenn man die Klimaziele ernsthaft erreichen will.
Doch danach sieht es selbst nach 20 Klima-Konferenzen und unübersehbaren Zeichen nicht aus.

08:18 von gestört aber geil

Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit.
,
stimmt
frei von Bevormundung
auf britischen Straßen (!)

@8:34 von ferrum

Mit der zu dichten Besiedelung haben sie recht. Auch in D. halte ich das für ein großes Problem, das man auch an der Entwicklung der Immobilienpreise und Mieten ablesen kann. Leider agiert unsere Bundesregierung seit mehr als 3 Jahren so, als ob es dieses Problem nicht gäbe und allein durch beständigen Zuzug ein annehmbares (leider nur rein quantitatives) Wirtschaftswachstum zu erzielen wäre.

Was für ein irrsin

Das einzige was den Lohn aufwertet sind die Spesen durch Übernachtung. Sollte mir das wegfallen verklage ich die EU. Bei Geld von nahezu 1000€im Monat was mir dann fehlen würde kann man kaum von Verbesserung reden. Wie kann die EU sich erdreisten zu denken sie wüssten was am besten für uns Fernfahrer ist? Anstatt die jeweiligen stvos in den Ländern zu lieberalieseren. Oder noch besser Parkplätze und rastanlagen zu bauen. Ganz davon abgesehen das es keine hotels gibt mit LKW Parkplatz. Ich habe selten so einen geistigen dünnpfiff gesehen wie diese deppen in Brüssel....

Wenig nachgedacht!

Ich halte das neue Abkommen für schwachsinnig. Bisher mussten die Brummi-Fahrer nach einem Parkplatz suchen, um auszuspannen. Jetzt suchen sie nach einem Parkplatz und einem freien Hotel zum Schlafen. Diese Forderung dürfte noch schwieriger zu erfüllen sein. Auch werden Trucks ohne Besetzung noch anziehender für Diebe. Ich erwarte große Proteste.l

Typisch Ost EU Mitglieder

Es ist definitiv ein wichtiger und auch richtiger Schrit. Die LKW Fahrer können in erster Linie mal nichts dafür, dass die Politik nicht in der Lage ist ein vernünftiges Verkehrskonzept in die Wege zu leiten. Und wir Verbraucher helfen hier und bei der Luftverschmutzung gar nicht, wenn wir weiterhin bei Amazon und Co. bestellen (aber das ist ein anderes Thema).

Ich hoffe, dass dieser neue Standard das EU Parlament passiert. Damit sich die ewigen Nörgler aus Polen, Ungarn etc. nicht noch mehr auf dem Rücken anderer Europäer ausruhen können. Alle monetären Vorteile der EU und militärischen Schutz wollen sie genießen, aber nichts zum Wertesystem, dem sie beigetreten sind (und das vorher klar war) beitragen wollen. Genauso wie in der Flüchtlingspolitik. Hoffentlich wird dem Osten bald der Geldhahn zugedreht.

Geniestreich!

Bis die ganzen Hotels in denen 2.000.000 Trucker pennen sollen fertig gebaut sind, fahren die LKW von alleine.

Die Fernfahrer-Hoteliers können dann wohl nur noch auf die nächste FDP-Finanzspritze warten...

Neue EU-Standards:Gegen die rauhen Sitten im Trucker-Geschäft...

Im Artikel steht nicht,ab wann die neuen Regeln gelten sollen.Vom ersten Tag der Fahrt eines Truckers ? Die EU-Arbeitszeitrichtlinie gilt für Trucker erst ab dem dritten Tag einer Fahrt.
Auch wird deutlich,wie die polnische Regierung um "ihre Bürger besorgt" ist.Sie ist für möglichst miserable Standards.

Was für ein irrsin

Das einzige was den Lohn aufwertet sind die Spesen durch Übernachtung. Sollte mir das wegfallen verklage ich die EU. Bei Geld von nahezu 1000€im Monat was mir dann fehlen würde kann man kaum von Verbesserung reden. Wie kann die EU sich erdreisten zu denken sie wüssten was am besten für uns Fernfahrer ist? Anstatt die jeweiligen stvos in den Ländern zu lieberalieseren. Oder noch besser Parkplätze und rastanlagen zu bauen. Ganz davon abgesehen das es keine hotels gibt mit LKW Parkplatz. Ich habe selten so einen geistigen dünnpfiff gesehen wie diese deppen in Brüssel....

@Superschlau 08:40

"Just in Time ordentlich besteuern, so daß Lagerhaltung wieder rentabel wird"

Und Sie sind dann einer der Ersten, die dann der EU die Schuld dafür geben, daß alles so viel teurer geworden ist.

Vier Sterne + SPA ?

Wovon träumen denn die Eurokraten, von Hotels in ihrem Standard? In den günstigen Hotels entlang der Autobahn ist Erholung gar nicht denkbar. Von schön ist keine Rede, Aufenthaltsräume gibt es nicht, die Betten und Bettwäsche ist erbärmlich und die Zimmer voll mit chemischen Raumspray. Jeder Brummi-Fahrer ist in seiner Kabine zu Hause, mit eigenen Sachen, Fernseher und einem Bett, das er kennt und in dem er erholsamer schläft als jeder Außendienstler der sich durch verschiedenste Hotelbetten quält. Ich will hier nicht mit Camping-Romantik kommen, aber so geht die Regulierungswut deutlich zu weit. Mehr kontrollierte Pausen- und Freizeiten mit Heimfahrten wäre deutlich hilfreicher als eine Idee, die noch keine Infrastruktur hat in der Menge der Hotels und nötigen riesigen zusätzlichen Parkflächen... Aber vielleicht ist das ja auch nur der Teil der ganzen Idee, der zum Opfern gedacht ist um dann Zustimmung für das schmälere Paket zu erzielen...

@In-U2-I-Trust

absolut unrealistische Vorgaben festlegen (Hotelübernachtungen)

Tja, Politiker sind eben nicht in erster Linie dem Profit der Spediteure verantwortlich, sondern dem Gemeinwohl. Und dazu gehört selbstverständlich auch der Schutz der Gesundheit der Berufskraftfahrer. Die permanenten Übernachtungen auf einer Liege im Führerhaus - ohne vernünftige Matratze - geht auf Dauer auf den Rücken. Es ist unverantwortlich, dass die Unternehmer ihren Fahrern das ständig abverlangen. Und wie immer, wenn Unternehmer nicht aus eigener Motivation vernünftig handeln (faire Bezahlung, Arbeitsschutz, Umweltschutz, Verbraucherschutz), müssen sie durch politische Regulierung dazu gezwungen werden.

Mich wundert immer wieder,

welche Themen bei der TS vorgetragen werden.
Die "Gelb-Westen" in Frankreich und nun die Trucker-Problematik. Nach den wahren Ursachen wird nicht geforscht oder hinterfragt. Die Trucker sind doch der Personenkreis, der an der "Lieferkette" am schlechtesten gestellt ist. Der sitzt nur auf dem "Bock" und bringt Waren/Gegenstände von A nach B. Aber während der Konsument, jeder Bürger, egal ob Arm oder Reich ist doch derjenige, der nichts bezahlen will. Also alles billig haben will. Wer trägt dann die Kosten, die angefallen sind, um ein Produkt auf den Verkaufstisch zu präsentieren ?? Es wird durch die vielen "Hände" vom Hersteller, Zwischenhändler, Großhändler etc. und jeder möchte seinen Anteil davon abhaben, nicht umsonst. Also ist der Truckerfahrer der am Ende steht, der "Dumme". Und der Konsument fragt nicht danach !!!

@Deeskalator 08:51

"und einsehen, dass das Just in Time Prinzip Schrott ist.
es frisst bloß die Infrastruktur auf und verstopft die Straßen."

Und wie kommen Ihrer Meinung nach dann die Waren von der eigenen Produktionsstätte zur Stätte der Weiterverarbeitung oder des Vertriebs?

Traumtänzer

Die schaffen es seit Jahrzehnten nicht ausreichend Parkplätze für LKW bereit zu stellen aber fordern jetzt für jeden Trucker ein Zimmer?
Warum erkennen die nicht langsam das sie absolut kein Talent haben und treten zurück?
Politiker machen die Welt jeden Tag ein bisschen schlechter!

Das wird hart für die Fahrer...

denn das bedeutet ja, dass sie dann eher in einem Zelt oder direkt an der frischen Luft neben dem Truck als im Truck schlafen müssen, wenn kein Hotel zur Verfügung steht...!? Das hat auch einen Vorteil: So kann der Fahrer eher mitbekommen ob seine Ladung geplündert wird und kann sich so in zusätzliche Lebensgefahr für seinen Arbeitgeber bringen ;-)

Hmm, aber das sind ja alles studierte Leute, die darüber zu entscheiden haben. Außerdem wurden sie ja in ihr Amt gewählt, nicht wahr ?

Zu viele LKWs unterwegs

Güter gehören endlich auf die Schiene!
Das wäre mal ein Schritt in Richtung "die EU tut was gegen den Klimawandel und die Umweltverschmutzung!"
Dann wäre hier auch Ende mit der modernen Sklaverei!

Oder will man jetzt wieder Fläche für Truckerhotels zubetonieren?
Wer soll den Irrsinn kontrollieren?

Bevormundung

Die Unternehmer im Speditions-Gewerbe werden mit Arbeitnehmer-"Schutzvorschriften" immer mehr bevormundet und können kaum noch auf dem freien Markt agieren. Gut, dass die Briten sich aus dem Bevormundungs-Szenario mit Hilfe des Brexit verabschieden.

Das hier ist immer noch die EU....

...auch wenn das unpopuläre Konstrukt sich mit sozialen Gesten akzeptabler machen will.

Die Sache wird wohl am ehesten wie folgt laufen :
- Unterbringung in billigsten Behausungen entlang der Autobahnen.
Zwangsweise.
- Abschoepfung der zwangsweise erhöhten Loehne durch überteuerten Lebensmittelverkauf in den Behausungen.
GGF mit Hilfe von Gutscheinen, damit die Leute keine Ausweichmoeglichkeiten haben.
- Vermehrter Einsatz von Werkvertraegen. Damit koennen dann die Regelungen zum Lohn ausgehebelt werden.

Alles in Analogie zu dem, was so alles in deutschen Schlachthoefen mit Osteuropäern abgeht.

Ich denke, die EU unterschätzt die kriminelle Energie, die vielen Unternehmern heutzutage innewohnt.
Sie sind sehr verwöhnt durch ihre Protegierung durch das neoliberale Projekt EU.

Wenn man derartige Regelungen einführen will, soll man gleichzeitig Werkvertraege und Scheinselbststaendigkeit verbieten.

Und Zuwiderhandlung mit Gefaengnis bestrafen - und nicht etwa mit läppischen Geldstrafen

@ Derdarki

Wie kann die EU sich erdreisten zu denken sie wüssten was am besten für uns Fernfahrer ist? Anstatt die jeweiligen stvos in den Ländern zu lieberalieseren.

Richtig. Freie Fahrt für LKW auf allen europäischen Autobahnen. Schluss mit unsinngen Vorschriften.

Die Fahrer dürfen zu Hause schlafen.

Das Transportgewerbe wird durch diese stark gestiegene Nebenkosten der Fahrer noch teurer. Schon jetzt gab es eine erhebliche Verlagerung zu Gunsten der Osteuropa-Staaten, jetzt dürfte sich mit voller Kraft die Automatisierung durchsetzen. Die Fahrer dürfen demnächst zu Hause schlafen.

@ kannnichtanders

Jeder Brummi-Fahrer ist in seiner Kabine zu Hause, mit eigenen Sachen, Fernseher und einem Bett, das er kennt und in dem er erholsamer schläft als jeder Außendienstler der sich durch verschiedenste Hotelbetten quält.

Ich hab früher viel Außendienst gemacht, aber meist im Dienstwagen geschlafen und die Spesen eingesteckt.

erst mal überlegen

Man sollte erst mal überlegen warum wir so viele LKW Fahrer haben? Warum muss alles durch Europa gekart werden?
Hier liegt doch das Problem.

Am 04. Dezember 2018 um 08:18 von gestört aber geil

"EU-Standards ohne Bindung

Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein. Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit."

Nun,solange die englischen Trucker auf der Insel rumkurven mögen Sie ja Recht haben, aber, wenn sie auf den Kontinent kommen müssen sie sich an EU-und nationale -Gesetze halten. Also, das hat nix mit dem Brexit zu tun. Sie müssen doch auch im Ausland die jeweils nationalen Regeln beachten.

@lh - Güter gehören endlich auf die Schiene!

Seit den CSU Bundesmautministern
wurde in Punkto Schiene nix getan.
Der Gotthardbasistunnel ist fertig und
in Deutschland fehlen die Gleise um die Züge
überhaupt aufnehmen zu können.

@gestört aber geil

Arbeitnehmerschutz ist für Sie Bevormundung?
Urlaubstage auch? Feier-und Sonntage? „Schaden ja auch die Wirtschaft „ Und überhaupt alle Gesetze?

Ich stimme den Kollegen zu. Das war schon längst überfällig. Nur kommt es viel zu spät und in Anbetracht der Tatsache, dass unsere Ressourcen sich dem Ende zuneigen und Alternativen zur Verfügung stehen ist mir das Gesetz nicht nachhaltig genug. Sowohl umwelttechnisch als auch wirtschaftlich.

Die Arbeit als

Die Arbeit als internationaler LKW-Fahrer wird in ein paar Jahren sowieso wegautomatisiert, da lohnt es sich kaum, jetzt, auf den letzten Metern, noch ein paar (unrealistische) Sozialstandards einzuführen. Mit der Verteuerung der Transporte duch diese Anforderungen wird der Niedergang des LKW-Fahrer-Berufs nur noch schneller vorangetrieben.

...

"Nach dem Beschluss sind sich viele um den Hals gefallen. "

Wohl vor lauter Lachen!

"https://boerse.ard.de/anlagestrategie/branchen/die-selbstfahrenden-lkws-erobern-die-strassen100.html"

Wenn ich mir den Artikel so anschaue, dann wäre es wohl grob fahrlässig noch viele Unterbringungsmöglichkeiten für LKW-Fahrer zu schaffen, es sei denn man hat zukünftig andere Pläne für diese Unterkünfte.

Mal gespannt,

wie die Niedriglohn-Länder diese EU-Vorschrift austricksen werden.
Der Bau der geforderten Unterkünfte wird wohl die Konjunktur am Bau mächtig ankurbeln.
Wenn ich mir die Rastplätze an den Autobahnen so anschaue, müssen hier Bettenburgen entstehen, die man sonst nur auf Malle sieht.
Ob diese Unterkünfte dem Komfort in manchen LKW-Kabinen Paroli bieten können, dürfte fraglich sein.

08:18 von gestört aber geil

"Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein. Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit."

Wieso? Wer oder was bei UNS in Europa fährt bestimmen doch wir bzw. die "Bevormunder aus Brüssel"
Kleine Gegenfrage: Wie sieht es bei Ihren Arbeitnehmerschutz aus, können wir den auch etwas reduzieren? Überspritzt auf Sklavenniveau?

Die höheren Kosten....

.....werden doch von den Spediteuren, Frachtkunden etc. sozusagen eins zu eins an den Endverbraucher weitergegeben. Somit bedeutet diese Entscheidung aus Brüssel - bessere Bedingungen für die LKW-Fahrer hin oder her - dass der einfache Bürger mal wieder die Zeche zahlt!

um 08:31 von Mifra

"Kommt wohl leider etwas zu spät. inzwischen sind die ersten LKWs bereits ohne Fahrer unterwegs.... Wenn auch noch nicht im "Regelbetrieb"..."

Zumindest verbrauchen die pro Transporttonne weniger Platz in der Infrastruktur weil die dann ständig fahren können und zum zweiten werden sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse abgeschafft.

@08:31 von Mifra

Lastenbewegung ohne Fahrer gibt es schon ewig, nennt sich Bahn.(OK 1 Fahrer für das 50fache an Ladung) Das Problem ist das diese Transportart nicht mehr ausgebaut wird stattdessen will man Übernachtungsmöglichkeiten schaffen. Wie denn ? Auf den Rasthöfen ist doch jetzt schon kein Platz oder sollen diese auf Stelzen gestellt werden und somit überdachte Parkplätze. Desweiteren werden dadurch noch mehr LKW-Fahrer aus Osteuropa kommen, die hausen jetzt schon auf jeden Rastplatz. Und warum muss schon wieder von meinen Steuern die Industrie Subventioniert werden, was noch alles ?

@Europa Son

Mit der Bahn, Bahn Cargo ist nur daher so in der Bredouille, weil das Planen, Beladen und auf die Schiene bringen eines Bahncontainers etwa 2 Tage benötigt.
Hat man eine vernünftige Lagerhaltung ist dies absolut kein Problem.

Oder was glauben sie wie die Firmen es gehandhabt haben bevor das Just in Time Prinzip eingeführt wurde?

Es würde nicht nur die Straße entlasten, sondern die Bahn würde eine bessere Auslastung erhalten, was langfristig sogar zu einer Reduktion der Fahrkartenkosten führen könnte.

Bevor sie jetzt sagen, die Bahn kann das nicht stemmen; wir nehmen einen kleinen Teil der Kosten für die Straßensanierung, stecken dies in die Bahn und schon kann es sehr funktionieren

08:34 von sfrings75

"Dann fangen wir doch mal bei den Vorständen der Unternehmen an. Die bekommen hundert-tausende Euro pro Jahr, weil sie so viel Verantwortung tragen (sollen!).

Nun, unsere LKW Fahrer tragen auch viel Verantwortung. Sie sorgen dafür, dass die Waren überhaupt verkauft werden können. Ohne LKW Fahrer wären die Hersteller der Waren pleite"

Da wäre nur zu sagen:
Reich wird man nur durch Andere! Selbst kann man keinen Reichtum erarbeiten, der wird durch Abhängigkeiten ermöglicht.

....

"Mit der Verteuerung der Transporte duch diese Anforderungen wird der Niedergang des LKW-Fahrer-Berufs nur noch schneller vorangetrieben."

Vielleicht ist das ja auch der ganze Plan dahinter? Wenn man höhere Preise mit höheren Transportkosten begründen kann und uns glauben macht das es für die LKW Fahrer ist.... Ob die Preise dann wieder runter gehen,wenn die LKW-Fahrer nicht mehr gebraucht werden ist fraglich und bleibt abzuwarten.

So entlasten wir also die Autobahnen

Wie immer in Deutschland: Es gibt ein Problem. Man tut nichts gegen die Ursachen, sondern schafft für das Problem neue Strukturen.
Seit Jahren wird dafür plädiert, mehr Lastverkehr auf die Schiene zu verlagern, wir jammern über die Abgasbelastung und dann verbessern wir die Bedingungen für den LKW-Verkehr. Als ob das dazu führen würde, dass weniger über die Straße transportiert wird... Als ob das dazu führen würde, dass weniger LKW über die Autobahnen rasen (ich schreibe extra rasen, da man mit 110 km/h kaum noch einen Lkw überholen kann), als ob das zu weniger Abgasen führen würde...
Ich bin sehr für bessere Arbeitsbedingungen. Aber an der richtigen Stelle...

Wunschkonzert

der EU, Lagerhaltung findet auf der Straße statt,
der Punkt hätte geändert werden müssen um etwas
zu entlasten.
Wo sollen denn auf einmal die Ganzen Unterkünfte
herkommen, dann auch die Idee Wohnungen anzumieten.
Haben wir nicht in der Richtung schon reichlich Probleme.
Stehen dann die ganzen Trucks in Wohngebieten ?, oder vor
den kleinen Zimmervermietungen.
Das einzige was passieren wird, Zimmer für Urlauber werden
noch teurer und es werden mehr Trucks ausgeräumt, weil
Fahrer nicht mehr darauf aufpassen.
Das ist gut gedacht für die Fahrer, aber ganz mies umgesetzt.
Auf die Bettenhäuser entlang der Autobahn bin ich mal gespannt.

re deeskalator

"Sie Sparen ein wenig Geld bei der Lagerhaltung, dafür muss Papa Staat ein vielfaches der Summe in die Wiederinstandsetzung des durch das erhöhte Verkehrsaufkommen verursachten Verschleißes stecken."

Erklären Sie mal die Logik: Wenn 10 Lkw fahren, um ein Lager aufzufüllen, macht das weniger Verschleiß als wenn 10 LKW fahren, um just in time anzuliefern.

Ausbeutung wohin man schaut

und das, obwohl die SPD viele Jahre in der Regierung war, unglücklicherweise bei der Agenda 2010 sogar federführend.
Aber es ist noch reichlich Platz nach unten.
Aus meiner Sicht hat sich die SPD von 2 Buchstaben getrennt, vom S und vom D. Was bleibt ist das P, nur dafür muss man die nicht mehr wählen.
Zum einen ist der Mindestlohn zu niedrig, zum anderen wird der nicht einmal bezahlt, ohne Konsequenzen für DHL, DPD, Hermes und Co.
Wenn man hier mal Milliarden Sanktionen verhängen und die Manager ins Gefängnis stecken würde, würde sich auch etwas ändern. Aber der Dieselskandal zeigt ja, wie es um die Gerechtigkeit in Deutschland bestellt ist.
Vielleicht wird die deutsche Regierung wach, wenn hier mal Gelbwesten auf die Straße gehen. Ausgebeutete haben wir im 2 stelligen Millionenbereich, es haben nur noch nicht alle begriffen, dass sie ausgebeutet werden.
Leider weiß die Politik, dass die Deutschen zu träge für Widerstand sind.

08:34 von ferrum

"Es ist kaum vorstellbar, dass es genügend Hotels mit ausreichend Parkplatzkapazität gibt und geben wird. "

Da sich der Transport damit automatisch verteuert, wird der Transport-Verkehr also zumindest nicht mehr so stark zu wie es die letzten Prognosen vorhersagen.
Und nun werden die Parkplätze nicht mehr nur vom Steuerzahler bezahlt, sondern das Gewerbe zahlt den. Das werden dann die zusätzlichen und bestehenden Bestimmungen regeln, denn bisher musste man da die Ausnahme zur Regel erklären, das braucht man dann nicht mehr, weil der Betreiber der Parkplätze dann nicht mehr der Staat wäre.

um 08:40 von In-U2-I-Trust

"Brüssel weiss wie man Geld herein holt"

nein, endlich sind da ein paar Leute am Werk die Volkswirtschaft verstehen, und das eben nicht nur nach gestrigen Bedingungen sondern den Bedingungen die uns morgen erwarten.

Na endlich.

Es wird dringend Zeit, dass diesem Chaos abgeholfen wird.
Dass die Polen mit der derzeitigen Situation weiter leben wollen, kann ich gut verstehen - aber bitte nicht mehr weiter so mit diesem endlosen Lohn- und Sozialstandard-Dumping mit dem Ergebnis, dass wir auf unsere Kosten denen auch noch die Infrastruktur bereit stellen sollen.

08:40 von Superschlau

Sie liefern schon die Gegenargumente für ihre Gegendarstellung.
Wie wollen sie denn sonst Fahrten vermeiden? Mit freiwilliger Selbstbestimmung? Das funktioniert nicht, weil alles auf Just in Time abgestimmt ist und der Steuerzahler die Kosten trägt, und die Belastung auf die Fahrer abgewälzt wird.
Und wegen der Besteuerung: zusätzliche Steuern bringen gar nichts, weil die der Endverbraucher dann zahlt, oder wurde durch die LKW-Maut weniger Fahrten erzeugt? Und dazu kommt, wir hoch soll am Produkt noch die Staatsquote sein? Sprich soll der Staat noch mehr Steuern einnehmen um noch mehr Subventionen zu zahlen, für Dinge die er (der Staat) nicht GEREGELT bekommt?

Rolle rückwärts

In welchen Unterkünften sollen die Fahrer übernachten. Mit Sicherheit werden die Innenstädte durch den Schwerlastverkehr höher belastet, um ein Hotel oder Pension zu finden, dazu werden einige findige Unternehmer Wohnungen anmieten, um die Vorgabe zu gewährleisten. Wird die Mietpreise wieder in die Höhe treiben. Der gesamte internationale Frachtverkehr gehört auf die Bahn, alles andere ist ökologisch unsinnig.

@Karwandler

siehe meine Antwort an Europa son 3 Posts über ihrem

@kritische Trucker

Die Diskussion erinnert mich sehr an meine Zeit im Taxi, als der Mindestlohn eingeführt wurde. Ausgerechnet meine Kollegen hatten sich damals darüber beklagt, dass der nicht eingefahren werden würde. Das lag aber nicht am Stundenlohn, sondern daran, dass es zu viele Fahrer gab. Wenn der Versandhandel mangels Billiglohnfahrer endlich ausreichend für diese Dienstleistung bezahlt, sind viele oben erwähnten Probleme handhabbar.

09:57 von cari

ich schreibe extra rasen, da man mit 110 km/h kaum noch einen Lkw überholen kann
.
dann überholen sie doch schneller !

@COJO

"Zumindest verbrauchen die pro Transporttonne weniger Platz in der Infrastruktur weil die dann ständig fahren können und zum zweiten werden sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse abgeschafft."

Da haben Sie vollkommen Recht und umso fraglicher ist was da gestern Nacht gelungen sein soll:
"Da ist eine große Sache gelungen"

Fragt sich für wen... Ich bezweifel das es zum Wohle der LKW Fahrer gedacht ist.

09:04 von Derdarki

Sie müssen weiter denken als Ihr LKW an Reichweite hat. Das heißt nicht das Sie im Unrecht sind, was Ihre Problematik als Fahrer betrifft, aber wie soll es gelöst werden? Es gibt keine Ultimative Lösung die allen Recht ist.
Sie werden aber sehen, das dies ein Schritt in die richtige Richtung ist. Wahrscheinlich schon wenn das zur Richtlinie wird, weil Sie als Fahrer und als Mensch aufgewertet werden.
Sie dürfen nämlich nicht vergessen, das Sie bald mit einer Maschine (Level 5 Fahrzeuge)konkurrieren, und das unausweichlich!!

@COJO

" endlich sind da ein paar Leute am Werk die Volkswirtschaft verstehen, und das eben nicht nur nach gestrigen Bedingungen sondern den Bedingungen die uns morgen erwarten."

?? Ich glaube nicht das autonome LKWs Schlafplätze in Hotels und Unterkünften brauchen. Das sind die "Bedingungen die uns morgen erwarten".

sie klatschen sich vor freude ab

die eu bürokraten haben wieder was gemacht, wenn es auch nur der normale irrsinn war

@hinten

Die Unternehmer im Speditions-Gewerbe werden mit Arbeitnehmer-"Schutzvorschriften" immer mehr bevormundet und können kaum noch auf dem freien Markt agieren.

Wenn der Erfolg der Unternehmer im Speditionsgewerbe auf schlechten Arbeitsbedingungen beruht, dann ist es richtig, dass der Staat oder die EU hier regulierend eingreifen und das tun, was eigentlich Aufgabe der Spediteure wäre: Die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen.

Und am freien Markt ändert sich nichts, denn natürlich müssen bei Inkrafttreten einer solchen Regelung auch Spediteure aus Nicht-EU-Ländern diese Regeln einhalten, wenn sie in EU-Staaten fahren. Es herrschen also weiterhin gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle.

Und gleich noch was ...

Wieder zwangsweise den Beifahrer einführen ...

Dann wird es mit großer Sicherheit weniger Unfälle geben - insbesondere Unfälle beim Rechtsabbiegen sind dann erheblich unwahrscheinlicher, wenn dort zusätzlich jemand sitzt und schaut.

Das bringt auf jeden Fall viel mehr, als die Installation von irgendwelchen Überwachungen, die schon aufgrund der hohen Kosten nicht überall hingestellt werden können.

08:34 von ferrum

es gibt genug Autohöfe
mit freien Parkplätzen
kosten halt Geld
parkt man eben die Rastplätze zu

selbstverständlich gibt es zu viele LKW´s
aber wie auf die Bahn bringen
mit fehlenden Schienen
und bauen sie mal ne zusätzliche Bahnstrecke
da prozessieren sie Jahrzehnte mit den Anwohnern

@Sebastian15 - der einfache Bürger zahlt die Zeche

Die Zeche zahlt der LKW Fahrer/in
mit seiner Gesundheit und Löhnen, für die
Sie natürlich "niemals" aufstehen würden.

Was für ein genialer Schachzug

Wenn er denn durchdacht wäre. Die einzigen die profitieren sind die Hotelleriebetreiber. Wo bitteschön sollen die Motels denn stehen? Wo sollen die Fahrer parken? Wer will das kontrollieren? Oder kommt der Vorschlag von der FDP die einst die Steuern senkten, allerdings nur für die Betreiber von Motel und Hotels. Das nächste Problem wird die Hygiene in Hotels zu verbessern. Die Bettwanzen und Milben werden sich vermehren... Was für ein Gesetz... Schnapsidee

Einmal mehr sind Träumer am Werk

Hochbezahlte Träumer oder Wichtigmacher?
Wie soll denn das funktionieren?
Es ist gut den Druck auf die Fahrer zu reduzieren. Und dafür zu sorgen dass deren Job etwas menschlicher wird. Aber dies wird so wie in der Regelung vorgesehen nicht funktionieren. Ein LKW Fahrer aus Rumänien wird so in 4 Tagen in der Schweiz so viel verdienen wie ein Arzt in seinem Land in einem ganzen Monat zu Hause....
Und darf der Fahrer dann in einem teuren Hotel übernachten wenn er keinen billigen Schlafplatz mit Parkplatz finden kann. Oder muss er sich einen solchen suchen, ganz ideale Startbedingungen für eine Schlafplatz- Mafia. er findet wird die Regelung für die Fahrer nicht sein, funktionieren kann und wird dies auch nicht so wie hoch gelobt. Aber der Herr Minister ist vermutlich noch nie 2 Tage mit einem Fernzug mitgefahren.....

Warum nicht mehr im LKW schlafen?

Was ich noch nicht ganz verstanden habe, ist, wo der Vorteil im Sinne des Arbeitnehmerschutzes liegen soll, wenn der Fahrer nicht mehr in seiner eigenen Kabine schlafen darf.
Dort nächtigt er doch weit lieber als in irgendwelchen verwanzten und verwarzten Ekelbetten in einer Billigunterkunft?
Oder soll er dann im Zelt schlafen, wenn am Parkplatz keine oder keine annehmbare Unterkunft zur Verfügung steht?

Es gibt doch an den Rastplätzen, die für LKWs in Frage kommen, gar nicht die erforderlichen Kapazitäten. Kommen da jetzt überall Containerdörfer? Vielleicht als Zweitverwertung für abgewohnte Flüchtlingsunterkünfte? Und da muss er dann nächtigen, während im Brummi das wenigstens halbwegs gemütliche eigene Kabuff leer steht?

Was für ein Murks!

Übernächtigte Verkehrs"experten"

Wenn sich übermüdete Verkehrsminister um den Hals fallen, ist höchste Skepsis geboten.

Wenn die "Experten der Landstraße" die Sozialstandards für Trucker verbessert vereinheitlichen wollten, haben sie diese im Grunde löbliche Zielmarke offenbar verfehlt.

Die Schlafmöglichkeit im LKW ist für die Durchsetzung der Ruhezeiten grundsätzlich notwendig. Ein Schlafverbot im Fahrzeug dürfte weder zulässig noch durchsetzbar sein. Ein "Hirnfurz" zu später Stunde?

Wer will/kann überprüfen, ob ein Fahrer die Ruhezeit dösend oder schlafend im LKW verbringt?

09:06 von Hansix

Jedes Problem erzeugt eine Lösung und zwar erst mal die Billigste.
Bisher war der Billigste der Fahrer, den man schlecht bezahlt weil er mit jedem auf der Welt konkurriert auch mit dem der hier schuftet um seiner Familie in Mali zu ernähren. Und genau der Fahrer soll dann das hohe Risiko tragen, für eine Fracht die teilweise mehr wert ist, als sein Lebenseinkommen?
Mit der Forderung wird es schnell ausreichend sichere Parkplätze geben, weil die Privatwirtschaft nun etwas dran verdienen kann, weil sie eben nicht mehr mit dem steuerbezahlten Parkplatz konkurriert.

Darf man mal die Frage stellen

Wer bitteschön bewacht die Ladung. Na das gibt aber Theater mit der Versicherung. Wo waren Sie als die Ladung geklaut wurde? Sie haben Fahrzeuge für eine Million unbeobachtet gelassen? Das tut uns jetzt leid... wenn Laien Gesetze machen...

Mein Gott, wie weltfremd ist die EU?

Ich bin sehr für Verbesserungen für die Trucker, die als moderne Sklaven durch Europa gehetzt werden.Das bedeutet natürlich Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten.Aber damit das besser funktioniert muß es bei Verstößen mehr Konsequenzen für den Unternehmer geben! Denn diese tragen die Hauptverantwortung.Und wie praktikabel ist das eigentlich Schlafkabinen zu verbieten?? Wo ist die Fläche und auch der Investor um bezahlbare Unterkünfte für Trucker zu bauen? Aber vielleicht führt diese Maßnahme ja zur Abschaffung der Lagerhaltung auf dem LKW, just in time ade, das ist vielleicht das eigentliche Ansinnen der EU und wäre dann vernünftig.Vielleicht sollte man die Unternehmen an den Kosten beteiligen, die keine Lagerhaltung betreiben.Man könnte doch eine neue Steuer erheben für Großunternehmen wie z.B. VW, BMW und Mercedes Benz.Sonst zahlt die Zeche nur der Steuerzahler.

um 09:14 von Vollgas

"Also ist der Truckerfahrer der am Ende steht, der "Dumme". Und der Konsument fragt nicht danach !!!"

Wieso? Dieser Richtlinienvorschlag erzwingt ja gerade eine Lösung des bisher ungelösten Problematik. Und gleichzeitig wird der Wettbewerb weg vom Staat wieder gefördert und das eben nicht zu Lasten der Fahrer, dem Steuerzahler, und dem der die Sozialkasse sonst noch bezahlt. Prinzipiell wird das regionale Produkt dann besser gestellt und das gilt dann auch für den Fahrer.

Hab das nicht geglaubt...

...als ich die Meldung heute früh im Radio gehört hab.
Ein Kabinenschlafverbot ist keine einfache Anpassung der Arbeitsbedingungen, sondern ein radikaler Paukenschlag!
Ich möchte nicht behaupten dass ich für alle Fernfahrer spreche (ich mache selbst nur 10-15 Fernfahrten im Jahr), aber ich kann mir vorstellen dass dieses Verbot auf wenig Gegenliebe stößt.

Für mich ist mein Motorhome mein zweites Zuhause, viel mehr als es irgendeine Billig-Absteige sein könnte, sofern sie denn überhaupt in Rastplatznähe existiert.

Ich fühle mich durch diesen Teil des Gesetzes bevormundet und kann darin nur eine Verschlechterung sehen.

Danke für nichts, Brüssel!

Wäre aber ehrlich interessant für mich, hier einen Voll-Berufsfernfahrer mit anderer Meinung zu hören, um Argumente auszutauschen.

Grüße

@Karl Klammer

@lh - Güter gehören endlich auf die Schiene!

Seit den CSU Bundesmautministern
wurde in Punkto Schiene nix getan.
Der Gotthardbasistunnel ist fertig und
in Deutschland fehlen die Gleise um die Züge
überhaupt aufnehmen zu können.

Das ist sicher richtig. Aber die Aussage an sich war und bleibt richtig, Güter gehören auf die Schiene, das ist umweltfreundlicher und es reduziert die Unfallgefahr auf unseren Straßen.

Im Westen nichts neues...

Die Idee hatten wir auch schonmal. Und es ist ja auch verlockend. Es bringt mehr Geld in die Transitländer, macht Transport etwas teurer, so dass zumindest teilweise Nonsensfahrten zur Subventionsabgreifung entfallen, Just-in-time unattraktiver, so dass ein Teil der Lagerhaltung wieder in Lagerhallen passiert, senkt die Anfälligkeit der deutschen Wirtschaft und damit für aus steuermitteln finanzierte Kurzarbeit, verbessert die Arbeitsbedingungen der Fahrer, und schafft vor allem wieder ordendlich Platz auf den stets überfüllten Rasthöfen.

Allerdings war uns auch im kleinen Kreise klar, dass dazu die Kapazitäten der Hotels nicht ausreichen, dass viele Fahrer keine gesteigerte Lust auf Hotel-Suchverkehr haben dürften,und dass die autobahnnahen Hotels mit LKW-Parkplätzen jetzt vielleicht auch keine Wellnessoasen sind.

Da hätten doch auch unsere hohen Imperiumsbeamten mal auf die Idee kommen können, einen Kompromiss zu bilden.

- Jede zweite Übernachtung muss im Hotel stattfinden und n

@ 08:18 von gestört

"Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein. Frei von Bevormundung durch Brüssel dank Brexit."

Genau! Und rechts fahren müssen die dann auch nicht mehr..

@Duisburg - Ausbeutung wohin man schaut

Dann sollten Sie sich mal die prekären
Zustände der Lokführer ansehen !
Die können bis zu 12 Stunden mit pausen
wo sie irgendwo stehen auf dem Führerhaus machen.
Da kontrolliert keine BAG.

Am 04. Dezember 2018 um 09:06 von Realist70

"Ich hoffe, dass dieser neue Standard das EU Parlament passiert. Damit sich die ewigen Nörgler aus Polen, Ungarn etc. nicht noch mehr auf dem Rücken anderer Europäer ausruhen können. Alle monetären Vorteile der EU und militärischen Schutz wollen sie genießen, aber nichts zum Wertesystem, dem sie beigetreten sind (und das vorher klar war) beitragen wollen. Genauso wie in der Flüchtlingspolitik. Hoffentlich wird dem Osten bald der Geldhahn zugedreht. "

Von Realist haben Sie aber sehr wenig, und was hat Militärschutz und Flüchtlinge mit den Truckfahrer zu tun, und bedrohen tut uns auch niemand.
Beide Themen haben nichts mit Trucks auf der Straße zu tun.

Die Truckfahrer sparen sich die Auslöse damit Sie mehr Geld in der Tasche haben, die schlafen nicht zum Spaß in Ihrem Auto.
Das entfällt bei dieser Reglung, das hat also 2 Seiten für die Fahrer, und durchführbar ist es auch kurzfristig nicht.
Das geht völlig an den Möglichkeiten und der Realität vorbei.

Und noch eine Idee

Um die häufigen LKW Unfälle auf der Autobahn zu reduzieren könnte die EU den Nationalstaaten empfehlen ein generelles Überholverbot für LKW auf Autobahnen durchzusetzen.Die Motorleistung bei modernen LKW reicht aus, um auch vollbeladen mit 80 km/h fahren zu können.Der Verkehr würde viel ruhiger und gleichmäßiger fließen und auch die vorgeschriebenen 50m Sicherheitsabstand für LKW auf Autobahnen ließen sich besser überwachen.Aber Schlafkabinen vorzeitig zu verbieten,ohne das die erforderliche Infrastruktur geschaffen ist halte ich für falsch,zumal ja auch die Überwachung nicht ausreichend gegeben ist.Dann werden wieder 2 Fahrer im Führerhaus sitzen und beide sind übermüdet.

09:16 von Kessl

das hat doch methode. wer sich zuhause als unfähig erwiesen hat, wird nach brüssel verbracht. bestes beispiel der franzose moscoskowi, oder so. selbst hollande hat erkannt, das dieser herr unfähig als FM war, jetzt ist er dafür in brüssel zuständig

Bitte auch für Busfahrer

Bei FlixBus fahren polnische Fahrer für den polnischen Mindestlohn. 2 Fahrer wechseln sich ab, einer schläft in der Kabine - so sind sie im Dauereinsatz - mir fällt gerade nicht ein, wieviele Tage/Wochen am Stück.

Hintergrund

"Übernachtungen in den Führerhäusern sollen nicht mehr erlaubt sein - die Spediteure müssen in Zukunft für Unterkünfte in Hotels, Pensionen oder angemieteten Wohnungen entlang der Route sorgen."
Und wie soll das gehen? Haben wir an den Hauptgruppen genügend Hotels mit genügend Stellplätzen für LKWs?
Ich denke, dass hier Deutschland federführend war. Deutschland spart sich mit dieser Regelung den weiteren Ausbau der vielen fehlenden Stellplätze für LKWs entlang der Autobahn sowie das Aufstellen von Anzeigetafeln, die die Belegung schon mehrere Parkplätze vor dem Erreichen des Wunschparkplatzes anzeigen. Frankreich hat flächendeckend solche Anzeigetafeln.
In Brasilien wird die Polizei über voll belegte Rastplätze informiert, Trucker, die deshalb weiterfahren müssen, bleiben dann straffrei und die Polizei hat die Aufgabe, diese Trucker auf Nebenstraßen zu leiten, wo sie dann übernachten können.

Ääääh, warum sollte es teurer

Ääääh, warum sollte es teurer werden, wenn man Just in Time abschafft? Da kommt ein ordentliches Lager hin und fertig. Das wird per Schiff, Bahn und LKW aufgefüllt. Und ja, die LKW Steuern müssen verdreifacht werden. Transport ist viel zu billig. Dann werden ein paar Waren eben teurer. Na und? Dann gibt's kein Gemüse aus der Pfalz in Oberbayern und kein Paulaner in Frankfurt. Die haben alle selber Bier und Gemüse. Dann gibt's nicht in jedem Supermarkt die gleichen Artikel. Dann merkt man auch mal wieder, daß man irgendwo anders ist. Dann werden eben keine Schweine mehr aus Niedersachsen in Tirol zu Tiroler Speck verwurstet. Das kann man auch in Niedersachsen. Katenschinken ist keinen Meter schlechter. Immer diese Phantasielosigkeit. Alle glauben, daß es ohne sinnbefreite Transporte nichts mehr gäbe und der Rest teurer würde. Ganz im Gegenteil. Die Vielfalt würde wieder wachsen. Und es würde auch wieder regionaler produziert werden. Der Globalisierungswahn hat sich doch selbst überlebt

Endlich!

Endlich sollen unglaubliche und unhaltbare Zustände beendet werden. Vielleicht werden dann auch mal ein paar weniger Leute z.B. am Ende von Autobahnstaus von übermüdeten Fahrern in Schrott-Lkw plattgewalzt. Ja, die Kosten erhöhen sich, dann muss der Verbraucher halt soviel für die Fracht zahlen, dass für die Preisdrückerei aus dem Osten nicht Sklaven zu Sklavenlöhnen fahren müssen, geschweige denn sich das Wochenende über in mobilen Hundezwingern auf Autohöfen verkriechen müssen.
Das ist das erste Mal, dass ich befürworte, den Verbraucher "gerechte" Preise zahlen zu lassen. In der Tat muss der Wähler dann auch anfangen, politisch zu werden und darauf zu achten, daß bei derlei Entscheidungen auch der Regelsatz für Hartz IV angepasst wird! Und dennoch, wenn im Extremfall die Buddel Wein aus Italien 2.80 Euro im Laden kostet statt 1.80 Euro, muss eben woanders gespart werden. Bevorzugt bei Wahlgeschenken vom Staat!

Luftnummer

09:59 von Duisburg
Zitat:"und das, obwohl die SPD viele Jahre in der Regierung war, unglücklicherweise bei der Agenda 2010 sogar federführend."

Ihrer Übersäuerung gegenüber der SPD kann ich nichts substantielles entgegensetzen.

Allerdings sollten Sie nicht übersehen, das unser Land bei dem thematisierten "Fachministerauflauf" durch unseren dafür zuständigen CSU-Experten vertreten wurde. Ähnlich wie bei der unsäglichen PKW-Maut sind da andere Parteien am drehen, die von Ihnen gescholtene Partei setzt dem nur nichts entgegen.

Kann man sich vorstellen, daß unser Herr Scheuer einer tatsächlichen Verbesserung von Sozialstandards zustimmen würde? Wenn nicht, wissen wir, was von den Beschlüssen zu halten ist.

Warum müssen Rastplätze

Warum müssen Rastplätze eigentlich vom Staat gebaut werden? Die sind Bestandteil des Transportes. Also sollen Speditionen die bauen lassen. Die Kosten dürfen sie dann den Kunden weitergeben. Diesel kaufen sie ja wohl auch selber. Und bei der Bahn regt man sich auf, daß die so teuer sei. Ist ja kein Wunder, wenn die LKW alles subventioniert bekommen.

Herumdoktern an Symptomen

Die Absicht klingt zunächst einmal gut, aber eine hilfreiche Idee zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist es nicht. Und überprüfbar ist sie schon gar nicht. Die Misere bei den LKW-F. fing mit der Verlagerung der Lagerkapazitäten auf die Straße an. "Just in Time" heißt dieser Blödsinn und hat zu einem unheimlichen Zeitdruck geführt, der letztendlich auch zu immer mehr LKW-Unfällen geführt hat und die Fahrer einem enormen Stress aussetzen.
Die zum Teil schlechten Arbeitsbedingungen sind also von unseren Verkehrsministern hausgemacht, weil sie "Just in Time" zugelassen haben und den Güter-Schienenverkehr vernachlässigt bzw. zurückgebaut haben. LKWs die durch ganz Europa karren sind eigentlich überflüssig.

@Ritchi

In Brasilien wird die Polizei über voll belegte Rastplätze informiert, Trucker, die deshalb weiterfahren müssen, bleiben dann straffrei und die Polizei hat die Aufgabe, diese Trucker auf Nebenstraßen zu leiten, wo sie dann übernachten können.

Ich sehe überhaupt nicht ein, warum die aus Steuermitteln bezahlte Polizei hier Aufgaben übernehmen sollte, die eigentlich in der Verantwortung des Transportgewerbes lägen. Auch der Ausbau der Anzeigetafeln wäre eigentlich deren Aufgabe, denn die haben schließlich als einzige einen Nutzen daraus. Alles, was nicht der Allgemeinheit nützt, sondern nur einzelnen Unternehmen oder Branchen, sollen die auch bezahlen. Wenn der Staat nicht ständig Infrastrukturaufgaben der Wirtschaft übernehmen (und bezahlen) würde, könnte man vielleicht auch mal die Steuern senken.

Wie verträgt sich das Verbot...

von Übernachtungen im Führerhaus mit der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten? Ist kein freies Hotelzimmer mit LKW-tauglichem Parkplatz verfügbar kann der Fahrer ja nicht einfach weiterfahren und ein anderes Zimmer suchen, die Lenkzeit ist schließlich aufgebraucht. Vorgebuchte Zimmer sind aufgrund von Stau, Verzögerung bei der Beladung etc. auch nicht zuverlässig erreichbar.

Ganz davon abgesehen, dass, wie bereits vielfach kommentiert, die Infrastruktur schlicht nicht vorhanden ist. Bereits jetzt überfüllte Rasthöfe werden nicht leerer, wenn Teile der Parkfläche nun mit Hotels bebaut werden...

Zweifel

10:16 von Mifra
@COJO
Zitat:"Da ist eine große Sache gelungen"
Fragt sich für wen... Ich bezweifel das es zum Wohle der LKW Fahrer gedacht ist."

Ich teile Ihre Zweifel.

@von COO um 10:31

Da muss ich Ihnen widersprechen. Die regionale Ausrichtung wäre sehr schön, wenn aber Südfrüchte und andere Produkte - abgesehen von Tomaten oder Gurken aus den Gewächshäusern - produziert werden, welche nach nichts "schmecken !!" verkauft werden wollen, da muss man die Sonne nach Mitteleuropa für 24 Stunden einfliegen lassen. Wenn der Fall mit Auto bzw. Autoteile oder anderen nicht mit Lebensmitteln in Verbindung gebracht werden - Supply Chain lässt Grüßen - , diese über die Strassen transportieren müssen, ist es auch wieder der Konsument, der es so will. Es wird doch kein Konsument an dem Ursprung des Produktes hinfahren und kaufen. Die Bequemlichkeit zeigt sich doch schon mit dem bestellen im Internet. Die Menschen sind nicht bereit noch in die Geschäfte zu gehen. Die Zustellung erfolgt dann über die Strasse über ein regionales Handelszentrum und das muss auch beliefert werden.

@wenigfahrer

Mein Kommentar bezog sich auf den Teil in dem von der TS berichtet wurde, dass Länder wie Polen etc. sich wohl nicht mit dieser Verordnung anfreunden können, da sie ihren Wettbewerbsvorteil billiger Arbeitskräfte verloren gehen sehen.

Ich bin der Meinung, dass gleiche Löhne im gleichen Gebiet gezahlt werden sollen egal von wem die Tätigkeit ausgeübt wird. Im Bauhandwerk hat dies auch geholfen, auch wenn wir weit von einer optimalen Lösung entfernt sind.... sorry für die Konfusion.

Ich glaube die Damen und

Ich glaube die Damen und Herren aus Brüssel haben noch nie einen modernen LKW von innen gesehen.
Man könnte ja auch Caravans verbieten. Ist auch unmenschlich, wenn eine Familie freiwillig in einem T4 oder Sprinter hausen will.
Bauen wir am besten EU-subventionierte Trucker-Hotels entlang der Autobahnen mit bewachten LKW-Tiefgaragen-Stellplätzen. Oder wie wäre es mit Zeltplätzen neben dem Truck? Rent-A-Tent. Leben im Zelt ist bestimmt auch menschenunwürdig.

Bei der ganzen LKW-Willkür

Bei der ganzen LKW-Willkür macht sich niemand mehr Gedanken wie gefährlich es durch den immer mehr zunehmenden LKW-Verkehr und seiner immer rücksichtlosen Fahrer, wie gefährlich es für den normalen PKW Fahrer hier auf den deutschen Autobahnen geworden ist. Ganz abgesehen, wie die Infrastruktur mit den Schwertonnenlastern hier kaputt gemacht wird. Wenn dann endlich wieder eine Brücke 'restauriert' wurde, verkauft man es uns autosteuerzahlenden Autofahrern, als hätten wir die alleine kaputtgefahren. Längst überschreitet der LKW-Verkehr auf den Autobahnen ein noch sicheres Maß, die vielen Toten durch andauerde Auffahrunfälle von LKW sprechen da mehr als ein deutliches Wort. Dieser Transportverkehr muss auf Schiff und Bahn und nicht auf unsere Straßen. Die Ausreden von wegen Kapazitätsgrenzen der Bahn ziehen nicht, weil jeder weiß, dass diese absichtlich zum erhöhten Absatz der LKWHersteller schon vor Jahren abgewürgt wurden. Dazu spricht da keiner von Umweltverträglichkeit, komisch?

Hotelzwang für LKW-Fahrer?

Was für ein lebensfremder Unsinn.

re deeskalator

"siehe meine Antwort an Europa son 3 Posts über ihrem"

Die geht von einer sehr schönen Theorie aus: Zulieferer schicken jeweils Containerladungen an einen Empfänger.

Falschschläfer?

Nach der durchwachten Nacht wird der Österreichische Verkehrsminister möglicherweise gerade schlafend, schon wieder korrigiert.

Ein absolutes Übernachtungsverbot im LKW ist schon nicht mehr beabsichtigt. Jetzt sind die wöchentlichen Ruhepausen gemeint. Da kann sich jeder etwas schwammiges, nicht durchsetzbares drunter vorstellen.

Es wird weiter gegoren.

Lenk- und Ruhezeiten

Und was ist, wenn der Trucker im Stau steht und nach Ablauf der Lenkzeit sein Hotel nicht mehr erreichen kann?

10:56, Superschlau

>>Dann werden ein paar Waren eben teurer. Na und? Dann gibt's kein Gemüse aus der Pfalz in Oberbayern und kein Paulaner in Frankfurt. Die haben alle selber Bier und Gemüse. Dann gibt's nicht in jedem Supermarkt die gleichen Artikel. Dann merkt man auch mal wieder, daß man irgendwo anders ist. Dann werden eben keine Schweine mehr aus Niedersachsen in Tirol zu Tiroler Speck verwurstet. Das kann man auch in Niedersachsen. Katenschinken ist keinen Meter schlechter. Immer diese Phantasielosigkeit. Alle glauben, daß es ohne sinnbefreite Transporte nichts mehr gäbe und der Rest teurer würde. Ganz im Gegenteil. Die Vielfalt würde wieder wachsen. Und es würde auch wieder regionaler produziert werden. Der Globalisierungswahn hat sich doch selbst überlebt.<<

Sie zahlen natürlich gerne mehr.

Und Orangensaft gibt es dann nirgendwo mehr in Deutschland. Orangen wachsen hier ja nicht.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sie Ihre Kommentare ernst meinen.

@08:18 von gestört aber geil

Die britischen Spediteure können sich freuen, an diese (und andere) Arbeitnehmerschutz-Standards werden sie bald nicht mehr gebunden sein.

Abgesehen davon, daß die Briten dann ohnehin nicht mehr auszuliefern haben: Wenn ein Kabinenschlafverbot in der EU gilt, dann für alle, ganz gleich, woher sie kommen.

Ich frage mich allerdings, wo 2Mio Wohnungen und Zimmer für die Fahrer herkommen sollen - und um wieviel teurer Logistik damit werden wird. Und was passiert, wenn der LKW im Stau steckenbleibt und innerhalb der erlaubten Fahrzeit das Ziel nebst Zimmer nicht erreichen kann.

Besser wäre es gewesen, die Logistik mehr auf die Schiene zu verlagern, und den LKW-Fernverkehr damit zu verringern.

08:34 von Karl Klammer

Jetzt wirds auf den Parkplätzen noch voller

Irgendwo muß noch der Wohnwagen parken
damit die Fahrer oder Fahrerinnen auch schlafen können.
////
*
*
Richtig, die auch NL ohne Mautzahlungen, nur zu den Stauzeiten unterwegs sind.
*
Aber wer arbeitet, dem ist auch sonst nicht zu trauen.
*
Sicher haben LKW-Fahrer auch das Rechtsüberholverbot für Radfahrer aufgehoben und Ihnen im Wissen des toten Winkels, die Lizenz zum Selbstmord gestattet.
*
Ode waren das die EXperten des Verkehrssichwerheitstages.
*
Ironie aus.

Mehr Realitätssinn, bitte!

@08:31 von Sparer
„Fehlt nur noch ein umsetzbarer Vorschlag, wie das alles effektiv überwacht werden soll, (...)“

Ersetzen Sie „überwacht“ durch „umgesetzt“, dann stimmt‘s.

Das ist doch absolut typisch - und gerade das Problem:

Die „Politik“ schmeißt den Bürgern ständig irgendwelche „Vorgaben“ vor die Füße, ohne sich vorher groß über die Realitäten vor Ort zu informieren (oder sich gar mit denen auseinanderzusetzen).

Und überlässt es dann denen (den Bürgern) - unter Androhung von Geld- und anderen Strafen - zuzusehen, wie sie damit klarkommen.

Da können die sich auch gleich selbst um eine Lösung dieses - in der Tat erheblichen - Problems kümmern. Wäre ohnehin besser.

Realität = 0

Ein Forist schrieb; die verantwortlichen Politiker hätten wohl noch nie einen modernen LKW von innen gesehen. Dem schließe ich mich an.
Wir haben bequeme 2m lange Matratzen, können aufrecht im Fahrerhaus stehen, können die Sitze für eine Party-Runde drehen und haben das volle Entertainment-Paket.

Aber mal ganz abgesehen davon ist ein Kabinenschlafverbot einfach nur relitätsfern. Jede Nacht ist jeder Rastplatz und jeder Parkplatz brechend voll mit Trucks. Wie sollen diese Fahrer alle untergebracht werden?
Auf den Rastplätzen könnte man vielleicht noch Hotels schaffen, aber wir reden hier auch über jeden popeligen Parkplatz, jede halbwegs vernünftige Autobahnabfahrt und jedes schnell erreichbare Industriegebiet abseits der BAB.

Selbst wenn die Trucker wollten, und ich bezweifle das, es wird einfach nicht durchführbar sein.

09:59 von karwandler

>>Erklären Sie mal die Logik: Wenn 10 Lkw fahren, um ein Lager aufzufüllen, macht das weniger Verschleiß als wenn 10 LKW fahren, um just in time anzuliefern.<<

Ganz einfach; bei "just in time" braucht man nur eine kleine Lagerhaltung VorOrt beim Verbraucher, ist aber dadurch auf sehr schnelle Lieferbarkeit (Mobilität) angewiesen. Das geht heute nur per LKW. Größere Lagerhaltung VorOrt kann durch die Bahn gewährleistet werden weil der "Zeitdruck" viel kleiner ist. Bedeutet dann nur den Kurz-Strecken-Verkehr von Güterbahnhof zum Verbraucher. Aber, warum sollte ein Zulieferer eine große Lagerhalle bauen wenn er nicht weiß ob er in 2 Jahren den Vertrag noch hat (?).

@ 11:48 von Hepheistos

"Dieser Transportverkehr muss auf Schiff und Bahn und nicht auf unsere Straßen."
.
Und wie kommt die Ware zum Hafen oder zur Bahn? Und von dort zum Kunden?
Wenn Sie nur drei oder vier Paletten haben, stellen Sie die dann so auf das Schiff oder den Waggon?
Da dürfen Sie sich erst mal einen Container besorgen.
Und zum Thema Schiff: Der Rhein hatte den ganzen Sommer und noch immer Niedrigwasser. Die Schiffe können nur zu 30% beladen werden (merken Sie am Sprit-Preis, gell?).
Na dann bleibt Ihre Ladung Fisch mal stehen. Nimmt der Käpitän dann in drei Wochen mit.
Oder bringen Sie den zur Bahn. Geht dann in zwei Tagen los......
Es gibt Dinge, die nur per LKW transportiert werden können. Da spielt auch sicherlich der Preis und die Menge eine Rolle.

@Karwandler

>>Die geht von einer sehr schönen Theorie aus: Zulieferer schicken jeweils Containerladungen an einen Empfänger.<<

Das hat überhaupt nicht mit einer schönen Theorie zu tun.
Dies ist ein weltweit viel praktiziertes Beispiel.
Niemand sagt, dass der Güterwagon dem Unternehmen in die Produktionshalle gerollt wird.

was wir momentan haben, ist dass ein Zulieferer aus Bulgarien etwas für einen verarbeitenden Betrieb in Groß Britannien herstellt, dies wird nun über diverse Autobahnen eben auch in Deutschland zum Bestimmungsort gefahren, erhebliche Abnutzung inklusive.
Werden die Güter aber nun nur per LKW zum Verladebahnhof gefahren dort auf Güterwagons geladen und zum Verladebahnhof in GB gebracht kann es dort wieder auf LKWs verladen werden.
So würden 95% des Weges nun nicht mehr auf die Straße sondern die Schiene entfallen.

Wir müsste dafür kaum neu bauen, sondern Altes reaktivieren da Deutschland bis tief in die 90er hinein genau so viele seiner Güter transportierte.

@fathaland slim

Ich finde ganz generell das Gemecker bezueglich der Kabinen albern.

In einem modernen LKW bietet der durchaus ausreichend Komfort, um eine ganz Zeit durchzuhalten.

Sinniger waere wohl gewesen, vernünftige Standards fuer Kabinen zu schaffen.

Und die maximale Fahrtzeit am Stueck zu deckeln.

Was den Hotelzwang angeht....

Warten sie erst mal ab, wieviele Behausungen mit 3 stoeckigen Betten und 12 Mann pro Raum aus dem Boden schiessen werden.....

Der Markt bedient jede Nachfrage..... wenn nur genug Gewinn in Aussicht ist.

@ 11:10 von Superschlau

"Warum müssen Rastplätze eigentlich vom Staat gebaut werden? Die sind Bestandteil des Transportes. Also sollen Speditionen die bauen lassen."
.
Weil die Transportunternehmen Steuern zahlen oder zumindest Maut, die für Finanzierung des Straßennetzes gedacht ist?
Außerdem baut Rastplätze nicht "der Staat", sondern der Pächter, Mineraölkonzerne, Gewerbe. Und die zahlen auch Steuern.
.
Mal zynisch: Warum baut der Staat gehbehindertengerechte Zugänge? Können ja auch die Gehbehinderten bezahlen.....

@ um 11:12 von BotschafterSarek

"@Ritchi
...
Ich sehe überhaupt nicht ein, warum die aus Steuermitteln bezahlte Polizei hier Aufgaben übernehmen sollte, die eigentlich in der Verantwortung des Transportgewerbes lägen. Auch der Ausbau der Anzeigetafeln wäre eigentlich deren Aufgabe, denn die haben schließlich als einzige einen Nutzen daraus. Alles, was nicht der Allgemeinheit nützt, sondern nur einzelnen Unternehmen oder Branchen, sollen die auch bezahlen. Wenn der Staat nicht ständig Infrastrukturaufgaben der Wirtschaft übernehmen (und bezahlen) würde, könnte man vielleicht auch mal die Steuern senken."
.
Natürlich kann man sagen: der Verursacher soll auch zahlen. Dieses Prinzip haben wir jedoch grundsätzlich nicht. Dann müssten auch Heiratswillige das Standesamt finanzieren, Autofahrer die Zulassungsstelle, Menschen, die Umziehen, die Meldestelle und selbstverständlich hat niemand eine Straße irgendwo, wenn er sie nicht selbst bezahlt.
Für Anzeigetafel und Parkplätze muss der Staat per Steuern und Abgaben sorgen.

Immer wieder der Ärger

mit LKW Fahrern die mit Lohndumping Verdiensten wochenlang durch die ungleichen EU länder unterwegs sind und alle Rastplätze verstopfen!
Wann kommt auch da endlich die digitale revolution der Fahrerlosen Geisterlaster, wo es diese Probleme dann nicht mehr gibt? ;)

Verbesserungen???

Da fehlen mir die Worte und der Glaube das davon etwas in die Realität umgesetzt wird.

Belgien ist das einzige Land der EU in dem bestehende Gesetze und Vorschriften seit einigen Jahren konsequent angewendet werden.

Wer sich informieren möchte, das Internet ist groß.
Auf Youtube gibt es viele Reportagen und Beiträge,
auch von den gebührenfinanzierten Anstalten.

Es ist eine Schande wie seit vielen Jahren mit den Fernfahrern umgegangen wird und das mit Duldung der Politiker.

Ich denke die Fernfahrer hätten allen Grund ihre gelben Westen über zu ziehen.

11:10 von Superschlau

>>Warum müssen Rastplätze eigentlich vom Staat gebaut werden? Die sind Bestandteil des Transportes. Also sollen Speditionen die bauen lassen.<<
>> Ist ja kein Wunder, wenn die LKW alles subventioniert bekommen.<<

Die Lenkzeiten bei LKW Fahrern ist vorgeschrieben und limitiert. Die Rastanlagen an der Autobahn ist Staat- oder Landessache. Sie wollen ja auch nicht an einer Autobahnraststätte für das Parken bezahlen, oder?
Subventionen für LKWs sind mir unbekannt. Es gibt Subventionen für die Weiterverarbeitung und/oder Herstellung von Artikel, quer über die EU. Das betrifft aber die Waren, nicht den Transport. Ob sich das für den Auftraggeber rechnet.... da ist die Spedition und der Trucker außen vor.

@fathaland slim - 12:09

"Und Orangensaft gibt es dann nirgendwo mehr in Deutschland. Orangen wachsen hier ja nicht."

Na-na-na-na-na, um Importgüter geht es nicht. Es geht darum, dass es schon etwas skurriles an sich hat, wenn am Frankfurter Kreuz der Paulaner-Laster von München nach Hamburg und der Becks-Laster von Hamburg nach München aneinander vorbeifahren.
Ich stehe den Grünen prinzipiell kritisch bis ablehnend gegenüber, aber diesem Grundsatz der Regionalität kann ich schon etwas abgewinnen.

11:12 von BotschafterSarek

>>Ich sehe überhaupt nicht ein, warum die aus Steuermitteln bezahlte Polizei hier Aufgaben übernehmen sollte, die eigentlich in der Verantwortung des Transportgewerbes lägen.<<

Schlicht und einfach Blödsinn. Wenn die Infrastruktur so schlecht ist dass das Verkehrsaufkommen nicht bewältigt werden kann, dann ist der Betreiber der Transportwege gefragt; und das ist nun mal der Staat. Oder wollen Sie alle Straßen privatisieren?

12:48, Kein Einstein

>>Es ist eine Schande wie seit vielen Jahren mit den Fernfahrern umgegangen wird und das mit Duldung der Politiker.

Ich denke die Fernfahrer hätten allen Grund ihre gelben Westen über zu ziehen.<<

Gründe hat jeder, nicht nur die Fernfahrer. Jeder hat eben seine eigenen Interessen, die, auch wenn sie gerechtfertigt sind, mit den Interessen anderer kollidieren können.

Deswegen ist ein demokratisches System auf Interessenausgleich angelegt.

Wenn sich jetzt jeder die gelbe Weste überzieht, um seine Interessen durchzusetzen, dann wird dieses System des Interessensausgleichs und damit die Demokratie gesprengt. Das sehen die Fans des Plebiszits natürlich nicht ein, denn für die bedeutet Demokratie die Diktatur der Mehrheit.

Man stelle sich doch bitte einmal eine Gesellschaft vor, in der kein Interessenausgleich mehr stattfindet. Eine solche Gesellschaft fliegt auseinander. Um dies zu erkennen, braucht es nicht viel Phantasie.

Aber vielleicht ist es ja das, was die Rattenfänger wollen.

Keine Steuererhöhung

Aber was hat das alles zur folge? Richtig alles wird teurer, wer ist der Gewinner, richtig der Staat.
Man macht keine Steuererhöhungen mehr, man macht alles teurer.
Super Idee der Politkaste, weiter so, wir haben auch gelbe Westen.

Cargo-Lifter! Klingelt da was?

LKW's sind schlecht fürs Klima und die Bahn ist viel zu unflexibel und unzuverlässig (abgesehen von zu teuer), da drängt sich doch eigentlich die Idee des Cargo-Lifters gerade zu auf! Sollte vielleicht mal reanimiert werden...

Details unbekannt

Ich arbeite bei einer Spedition und diese Änderungen waren natürlich ein großes Thema. Von den neuen Vorschriften fehlen aber noch entscheidende Details in diesem Bericht . Ein Bericht aus Brüssel hat wegen der Übernachtung festgestellt das es hier nicht um die Pause in einer regulären Schicht gehen soll- hier kann nach wie vor in der Kabine geschlafen werden. Pro Woche müssen Fahrer aber 45 Stunden am Stück pausieren und hier gelte dann das Verbot. Siehe auch den Artikel in der Süddeutschen Zeitung!

@ 12:03 von Tschingis

"Und was ist, wenn der Trucker im Stau steht und nach Ablauf der Lenkzeit sein Hotel nicht mehr erreichen kann?"
.
Am besten so machen wie ein Franzose.
Gelbe Weste an, Karre ausschalten und auf der Autobahn einfach stehen bleiben.

@botschafter

nach deiner logik müssten dann auch die besucher der weihnachtsmärkte für die verschanzungskosten und polizeisicherung die kosten übernehmen

Transport-slots einführen

Das Problem ist vor allem, dass mittlerweile viel zuviele LKW über eine begrenzte Resource = Straße rollen wollen.
Die Österreicher machen es doch schon vor, indem sie mit der Blockabfertigung nur noch 300 LKW pro Stunde auf die Brennerautobahn lassen.
Man sollte also Transport-slots einführen und wenn die A3 etc. mal wieder dicht ist, darf kein LKW mehr drauf.
Wer dann seine Ladung nicht (schnell genug) transportiert bekommt, muss sich nach Alternativen z.B. Bahn umsehen oder anders disponieren.

Zu den Arbeitsbedingungen:
Wenn z.B. mitten in Deutschland Fahrer über Wochen nur in ihren Kabinen wohnen und am Fahrverbots-Sonntag auf einem Speditionshof unter primitivsten Bedingungen (ohne Waschraum/WC) kampieren müssen, ist das eine riesige Sauerei.
Siehe auch Stern/Spiegel-Bericht über philipinische Fahrer, die von polnischen Speditionen angeheuert und dann via dänischer Spedition als Leihfahrer für deutsche Speditionen fahren.

@ 12:17 von riewekooche

"Ich frage mich allerdings, wo 2Mio Wohnungen und Zimmer für die Fahrer herkommen sollen - und um wieviel teurer Logistik damit werden wird."
.
Die frei werdenden ANKER-Zentren?
Oder Kasernen (Da gibt´s auch tolle Parkplätze auf dem Rollfeld!)?
.
Ironie aus.
.
Statt Transport wird sich die Logistik dann mit Route von Hotel zu Hotel beschäftigen müssen.

Nur ein Beispiel

Die meisten osteuropäischen Trucker fahren durch Deutschland zu einem Stundenlohn von 2,50 Euro. Dafür bekommen sie großzügige Spesen von 15,00 Euro/Tag.

Nur wenn sie dann auf einem sicheren Parkplatz übernachten wollen müssen sie dafür 10,00 Euro zahlen, die allerdings von den Speditionen nicht erstattet werden.

Sehr viele Fahrer kommen nur alle 3 - 6 Monate für ein paar Tage nach Hause.

Das ganze beeinflusst natürlich auch die Löhne der deutschen Fahrer.

Gleichzeitig werden die Fahrtzeiten von den Disponenten ohne Berücksichtigung von Staus usw. festgelegt.

Und dann wollen Politiker noch etwas von Werten erzählen.

Ja liebe TS, das ist Realität, wo bleibt hier der Faktenfinder?

04. Dezember 2018 um 10:03 von claudio_im_osten

Das sind nicht "die Polen" die so weiter leben wollen sondern die polnischen und deutschen Speditionen.

12:47 von Ultimo25

Immer wieder der Ärger

mit LKW Fahrern die mit Lohndumping Verdiensten wochenlang durch die ungleichen EU länder unterwegs sind und alle Rastplätze verstopfen!
Wann kommt auch da endlich die digitale revolution der Fahrerlosen Geisterlaster, wo es diese Probleme dann nicht mehr gibt? ;)
///
*
*
Sorry,
hoffentlich erst an dem Tag, an dem auch Ihr Arbeitsplatz wegfällt!

Das ist sicher wieder nur so

Das ist sicher wieder nur so ein Schnellschuss eines unterforderten EU-Kommissars. Gleiches Geld ist ja schön und gut, aber wichtiger wäre es wohl, dem Zeitdruck, mit dem Fernfahrer unterwegs sind und der letztendlich dazu führt, dass Fahrzeuge schlecht gewartet und/oder schlecht beladen sind, Fahrer übermüdet sind oder die Lenkzeiten überschreiten müssen, entgegen zu wirken. Die Ankündigung, Fernfahrer sollen nicht mehr in ihren Kabinen übernachten, ist typischer Schwachsinn. Wo sollen sie übernachten? Oder ist das dann doch eher eine versteckte Wirtschaftshilfe der EU an Hotelunternehmen, Autobahnhöfe und andere Quartiersgeber?
Es ist ein immer wiederkehrendes Phänomen in der Politik, Probleme werden in der Regel nicht an der Wurzel angegangen sondern am schwächsten Glied ausgelebt.

Fahrtplanung

Wenn ich irgendwohin fahre und übernachten muss, dann buche ich vorher ein Quartier.
Mit den Möglichkeiten von Industrie 4.0 sollte es doch möglich sein, dass jeder rollende LKW, von dem man ja jetzt schon weiss wann er wo sein soll (Liefertermin!) auch seine vorgeschriebenen Haltepunkte festgelegt bekommt. Dann muss der Auftraggeber oder die Spedition für den LKW einen Parkplatz buchen bzw. selbst bereitstellen, entweder mit Sozialstandard oder Familienheimfahrt des Fahrers. Schluss mit wildem LKW-Parken, wer einen LKW betreibt muss auch die Parkfläche sicherstellen.
Und wenn es Verstöße gegen Auflagen (Sicherheit, Ruhezeiten etc.) gibt, dann ist der LKW für mindestens mehrere Tage einschliesslich Ladung festzusetzen, selbstverständlich bei Weiterentlohnung des Fahrers !
Wenns dann Weh tut, passiert endlich was !

13:01, Totengräber

>>@fathaland slim - 12:09
"Und Orangensaft gibt es dann nirgendwo mehr in Deutschland. Orangen wachsen hier ja nicht."

Na-na-na-na-na, um Importgüter geht es nicht. Es geht darum, dass es schon etwas skurriles an sich hat, wenn am Frankfurter Kreuz der Paulaner-Laster von München nach Hamburg und der Becks-Laster von Hamburg nach München aneinander vorbeifahren.
Ich stehe den Grünen prinzipiell kritisch bis ablehnend gegenüber, aber diesem Grundsatz der Regionalität kann ich schon etwas abgewinnen.<<

Becks kommt aus Bremen.

Sie meinen, die Münchner sollten ihr Paulaner und die Bremer ihr Becks trinken?

Ich glaube, diese Forderung wäre weder in Bremen noch in München populär.

Internationaler Handel (Orangensaft) ja, Handel zwischen den deutschen Regionen nein?

Ich glaube, Sie haben den Ansatz der Grünen ein wenig mißverstanden.

04. Dezember 2018 um 13:11 von fathaland slim

Ich hätte auch streiken schreiben können.

Gleichzeitig bin ich der Meinung, statt hier wieder direkt zu politisieren sollten Sie sich zuerst einmal mit der Materie vertraut machen.

Was im Speditionsgewerbe passiert ist moderne Sklaverei.

@ 14:00 von Kein Einstein

"Gleichzeitig bin ich der Meinung, statt hier wieder direkt zu politisieren sollten Sie sich zuerst einmal mit der Materie vertraut machen.
Was im Speditionsgewerbe passiert ist moderne Sklaverei."
.
Sie haben den Artikel nicht verstanden!
Es geht nicht nur um Mindestlohn, es geht darum dass man EU-flächendeckend LKW-Fahrern die Übernachtung in ihren gut ausgebauten Führerhäusern verbieten will.
Damals eine Forderung der EU: Stehhöhe, Mindestbreite, Mindestlänge. Sie waren bestimmt auch noch nie in einem modernen LKW? Da haben Sie sogar Multimedia drin und Platz.
Ich würde meine Ruhezeit lieber in solch einem, meinem "Caravan" verbringen, als mir eine Spelunke suche zu müssen.
Sind die Motels in Österreich nicht genug ausgelastet?

Es geht um die Fuhrunternehmen

13:37 von Kein Einstein
Zitat:"Das sind nicht "die Polen" die so weiter leben wollen sondern die polnischen und deutschen Speditionen."

Ein guter Hinweis auf die Speditionen, wobei es einen Unterschied zwischen polnischen und deutschen Fuhrunternehmern gibt. Aus dem Artikel: "Allerdings waren es vor allem Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Schweden und Luxemburg, die Druck gegen raue Sitten im Trucker-Geschäft machten."

Die Speditionen aus den genannten Ländern können ihre Lohnkosten nicht in gleichem Maße drücken wie die ponischen, rümänischen etc. Also muß man dafür sorgen, daß die Standards und damit die Kosten für die billigeren Speditionen steigen um wettbewerbsfähiger zu werden.

Das Angleichen der Arbeitsbedingungen der "Dumpingspeditionen" ist der richtige Ansatz, nur scheinen mir die angebotenen Mittel nicht zielführend zu sein.

Staatliches Sanktionssystem einführen

um bei Verstößen entsprechende Strafen aussprechen zu können.
Mit einem Punktesystem für gewerbliche Fahrzeuge und Speditionen/Arbeitgeber (wie bei der Fahrerlaubnis in Flensburg) werden Verstöße registriert. Wird eine bestimmte Anzahl an Punkten überschritten erfolgt ein (zeitweiser) Entzug der Betriebserlaubnis bis hin zu Stilllegung und Gewerbeentzug plus Strafzahlungen.
Kann ohne Kosten ab sofort eingeführt werden.
Ging/geht bei Alkohol und Handynutzung am Steuer ja schliesslich auch.

Werden die Zimmer in den

Werden die Zimmer in den Truckerhotels gross genug damit man den LKW mit aufs Zimmer nehmen kann ?!?

In meinen Augen wird das Parkproblem für die LKW s nur verlagert weil die Länder jahrelang geschlafen bzw. nicht hingeguckt haben.

Unsere Lagerhäuser sind die LKW

Ich bin zwar nicht im grünen Lager, aber in diesem Punkt kann ich die Standpunkte voll teilen.
Diese Ressourcenverschwendung, Umweltbelastung und Infrastrukturbeanspruchung kann gesamtheitlich mit stationären Lagerhäusern verglichen werden. Da sind Lagerhäuser wirtschaftlicher und bieten zentrale Arbeitsplätze.
Für frische Lebensmittel sollte saisonal und regional bewusst mit umgegangen werden.
Ich begrüße die deutliche Verteuerung dieser Just in Time Logistik. Dann wird sich vielleicht mal an der Grundphilosophie aller Beteiligten etwas ändern.
Und den ganzen Fernostimport von Wegwerfartikeln und Schrottprodukten braucht niemand wirklich. Es wird nur gekauft, weil es billig ist.

Man sollte sich selbst immer fragen: brauche ich das wirklich zum Leben, oder geht es auch ohne die Produkte, die nur dem Wachsen der Müllberge dienen.

Mit Gefangenenbussen, um all die dann dort illegal übernachtenden Fahrer direkt einzusammeln?

Natürlich ist der Teil mit

Natürlich ist der Teil mit der gleichen Bezahlung längst überfällig. Das "Schlafverbot" in der Führerkabine ist allerdings weltfremd. Wichtiger wären hier Mindeststandarts bei der Größe und Ausstattung der "Schlafkabine". Ich bin selbst Fernfahrer und habe bereits die abenteuerlichsten "Lösungen" gesehen.

Mal nachdenken.

Hier scheint in der EU wirklich jemand zu träumen. Ich würde zuerst mal die ohneh9in schon vorhandenen Gesetze durchdrücken und dafür sorgen, dass so ein LKW überhaupt erstmal irgendwo an der Autobahn sicher geparkt werden kann. Wichtiger als Hotelbetten sind da günstige Einkaufsmöglichkeiten sowie überhaupt erstmal günstige und saubere Duschen. Das sind zumindest die Dinge, die ich öfters von Leuten höre, die jeden Tag auf der Autobahn sind. 2 Mio. Hotelbetten wollen nämlich auch erstmal gebaut sein und das dann auch noch an den richtigen Plätzen.
Alles andere ist vorerst nur Philosophie. Auch das Autonome Fahren übrigens, das sich schätzungsweise erst in 10-15 Jahren, also mindestens zwei Produktgenerationen in der Autoindustrie, wirklich durchsetzen wird.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: