Kommentare - FAQ: Grundsteuer - aber wie?

29. November 2018 - 08:38 Uhr

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat den Ländern Vorschläge für eine Grundsteuerreform präsentiert. Diskutiert werden unterschiedliche Modelle. Ein Überblick.

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Kommentare

Das Grundsteuerwesen

sollte sowohl aus der Hand der Kommunen wie auch aus der Hand des Staates in eine private Investment- Holding mit Sitz auf den Kaymaninseln fliessen. Nur ein Privater kann vernünftig wirtschaften. Per freiwilliger Selbstverpflichtung könnten ja beispielsweise die dringend zu erfolgenden Mieterhöhungen auf 50% im Jahr begrenzt werden.
Blackrock beispielsweise wäre so ein Konzern, der auch mit Politikern bestens vernetzt ist, um seine Leistungen verbessern und im Vorfeld anpassen zu können.

Fiktive Miete bei

Fiktive Miete bei Eigennutzung? Wozu leistet man sich ein Eigenheim? Eben um KEINE Miete mehr zu verschwenden.
Diese Abzocksteuer dient lediglich der Fluktuation. Rentner müssen ihre Häuser räumen. Denn diesen Nepp kann kein normaler Rentner bezahlen. Da rechnet man sich aus, bis 60 die Hütte abbezahlt zu haben und sobald nur noch Almosen von der Kasse kommen, kann man sich die Steuer nicht mehr leisten? Frechheit. Steuer nur auf gewerblich benutzte Gebäude und Wohnungen. Nicht umlagefähig. Sonst bringt das alles nichts. Wenn gemeinden Geld brauchen, sollen sie sich was faireres ausdenken.

Natürlich muss das

wertunabhängige Modell Vorrang haben.
Mit einer überbordenden Bürokratie ist niemandem geholfen.
Sollte die Grundsteuer nun für viele Hauseigentümer teurer werden, schießt sich die SPD noch weiter nach unten.
Wollte nicht Scholz die Internetgroßkonzerne mehr besteuern, welche fast keine Steuern zahlen? Aber diesen richtigen Schritt hat er wieder verworfen. Statt dessen greift er wieder dem kleinen Mann in die Tasche.

Steuer mehrmals kassieren

Und kauft jemand ein Haus oder Grundstück, zahlt er Grunderwerbssteuer. Verkauft er dieses Haus wieder, erhält er aber diese Steuer nicht mehr zurück, obwohl er ja dann keinen Besitz und kein Recht auf das Haus oder den Grund hat. Der Witz ist aber, dass der nächste Käufer des Hauses oder Grundstückes abermals diese Grunderwerbssteuer zahlen muss. Das heißt der Staat verdient jedes Mal daran. Wechselt das Haus dann in 20 Jahren mehrmals den Besitzer, kassiert der Staat ganz schön viel Geld für immer das gleiche Haus. Die Käufer mussten für den Erwerb jedes Mal löhnen, aber sehen das Geld nie mehr, wenn sie sich von dem Erwerb wieder trennen.
Ich finde diese Gaunerei müsste mal gründlichst reformiert werden. Wenn man für den Erwerb Steuern zahlen muss, dann sollte man diese wieder zurück bekommen, wenn man sich von dem Erwerb wieder trennt. Warum der Staat jedes Mal neu kassiert, finde ich dreist und pure Abzocke.

@ ophorus

Das mit Black Rock meinen Sie doch jetzt nicht ernst oder?
Eine Finanzheuschrecke, welche weltweit Firmen aufkauft, sich die Filetstücke heraus nimmt und die weniger rentablen Bereiche abstößt, ist alles andere als seriös. Fragen Sie mal die entlassenen Arbeitnehmer.

Niemand hat die Absicht mehr Steuern als bisher

zu verlangen.
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Das kommt uns allen irgendwie bekannt vor.
.
Das Problem für die SPD und andere Parteien ist aber, wie man die 40 Mio. Mieter von den Erhöhungen in den Städten ausnimmt, die neue Regelung fristgerecht umsetzt und gleichzeitig mehr Geld einnimmt.

Grundsteuer = Steuer auf Eigentum - so mal eine

Kurzfassung. Also ähnlich wie die Vermögenssteuer, die ja seit 1997 nicht mehr erhoben wird, aus gutem Grund.
Da wäre es nur logisch, wenn die Grundsteuer ebenfalls weg fällt. Auch liegt m.M.n. eine Doppelbesteuerung vor. Die Grundsteuer entfällt auf Grund und Boden in Verbindung mit dem was ggf. darauf gebaut wurde, welches von schon durch Einkommenssteuer besteuertes Geld erworben wurde. Die nächste Kuriosität der Grundsteuer ist, dass diese Steuer auf Vermögen eines Eigentümers, dann auf Mieter umgelegt werden kann, die keine Eigentümer sind. Das ist absurd und widerspricht sich. Schafft man die Umlagemöglichkeit ab, dann wird im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsberechnung ein Vermieter dies spätestens bei der nächsten Neuvermietung aufschlagen - also wie immer Augenwischerei!
Anstatt spekulativen Leerstand und Mietwucher zu bekämpfen, wird solange geschraubt, bis dann doch wieder die die Zeche zahlen, die sich am wenigsten wehren können, danke SPD-Mann Scholz.

keine guten Ideen

Bodenrichtwert und Nettokaltmiete ändern sich im Zeitlauf ständig, also Bürokratie ohne Ende für eine vergleichbar geringe Steuer.

Eigentümer sind besser gestellt als viele Mieter in teuren Wohnungen.
Fitktive Vergleichsmiete ist immer eine geringere Durchschnittsmiete.
Wenn das Baujahr eine Rolle spielt, dann sind Mieten in sanierten und modernisierten Altbaute bevorzugt. Solche Bauten haben Neubauqualität.

um 09:06 von dersenf

>>
Ich finde diese Gaunerei müsste mal gründlichst reformiert werden. Wenn man für den Erwerb Steuern zahlen muss, dann sollte man diese wieder zurück bekommen, wenn man sich von dem Erwerb wieder trennt. Warum der Staat jedes Mal neu kassiert, finde ich dreist und pure Abzocke.
<<
Der Abzocke-Spruch ist inzwischen doch ziemlich abgenutzt. Die Grunderwerbssteuer wirkt tatsächlich der Spekulation mit Grundstücken entgegen. Wahrscheinlich ist das sogar in Ihrem Interesse, oder ?

keine guten Ideen

Bodenrichtwert und Nettokaltmiete ändern sich im Zeitlauf ständig, also Bürokratie ohne Ende für eine vergleichbar geringe Steuer.

Eigentümer sind besser gestellt als viele Mieter in teuren Wohnungen.
Fitktive Vergleichsmiete ist immer eine geringere Durchschnittsmiete.
Wenn das Baujahr eine Rolle spielt, dann sind Mieten in sanierten und modernisierten Altbaute bevorzugt. Solche Bauten haben Neubauqualität.

Reaktivierung der Hauszinssteuer

Um dauerhaft günstige Mieten zu sichern, scheint wohl kein Weg am gemeinnützigen Wohnungsbau durch (gemeinnützige) Genossenschaften vorbei zu führen. Diese dürften im Gegensatz zu gewinnorientierten Unternehmen wohl kaum ein Interesse haben, Gewinn zu erzielen.
Nur um es allen gerecht zu machen, an der Grundsteuer umherzuwurschteln, halte ich für nicht zielführend.
Steuern sollten transparent, einfach, gerecht und vor allem Zweckgebunden sein.
Quersubventionierung führt zwangsläufig zu endlosen Diskussionen und Spaltungen.
Wenn es so wie bisher weitergeht, sehe ich die Reaktivierung der Hauszinssteuer von 1925 kommen.

um 09:05 von ladycat

>>Statt dessen greift er wieder dem kleinen Mann in die Tasche.
<<

Da es ja nur zu Verschiebungen kommen soll, werden Sie uns sicher erklären, welchen der kleinen Männer Sie meinen.

@ladycat

Immerhin ist unser designierter neuer Kanzler Merz für Blackrock als Vorstand tätig. Sie werden doch nicht annehmen, ein deutscher Politiker wäre in krumme Geschäfte verwickelt?

um 09:20 von HGP Aachen

>>
Anstatt spekulativen Leerstand und Mietwucher zu bekämpfen, wird solange geschraubt, bis dann doch wieder die die Zeche zahlen, die sich am wenigsten wehren können, danke SPD-Mann Scholz.
<<

Das Grundsteuergesetz ist von 1951. Sind Sie sicher, dass Herr Scholz da schon geboren war? Oder war das nur mal faktenfrei daher gesagt ?

Das Besondere

Das Besondere an der geplanten Grundsteuerreform wird sein, dass im Jahre 2019 ein Gesetz über eine Bemessungsgrundlage verabschiedet wird, dessen Auswirkungen auf die Steuer wird aber noch keiner einschätzen können. Die Einzelheiten der Besteuerung, insbesondere Messzahlen und Hebesätze ,werden
aber 4 oder mehr Jahre später gestaltet.

Ganz einfach

Überweisen Sie alle Einkünfte (Miete, Lohn und Rente) dem Staat, dann wird er endlich den Hals voll haben.
Wer glaubt das es billiger wird, der glaubt auch das, das eine Demokratie ist.

Schäuble und sein buddy Merz

Schäuble und sein buddy Merz werden am Ende Milliardengewinne aus diesen Änderungen einfahren!
Darauf würde ich wetten. Blackrock und der Vatikan sind die beiden großen, wenn es um hiesige Immobilien angeht. Die werden das Gesetz geschrieben haben, das jetzt vom letzten Sozi angepriesen wird.

Das von Scholz vorgeschlagene Modell...

...verstößt erneut gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung und würde vermutlich sofort wieder vom Bundesverfassungsgericht gekippt. Es kann nur auf ein Werte unabhängiges Modell hinauslaufen und die Steuerung wie bisher auch über den Hebesatz der Gemeinden erfolgen. Es wäre zu schön gewesen, wenn das Verfassungsgericht die Grundsteuer konsequent abgelehnt hätte. Das hätte für alle viel gebracht.

Tpisch SPD, typisch SPD

Hurra, der Staat nimmt angeblich nicht mehr ein, aber:
Zahlreiche werden doch mehr zahlen müssen. Für keine neue Leistung!
Wozu nennt man das G ru n d steuer? Weil der G r u n d besitz besteuert wird, verteilt auf die darauf befindlichen Wohnungen, je nach G r u n d stücksanteil entsprechend der Wohnungsgröße. Wenn es eben viele sind, dann wird das pro Wohnung eben billiger. Und wenn derWohnungsbesitzer aus Luxusgründen eben teuere Mieten verlangt, dann versteuert er das als E i n n a h m e n aus V e r m i e t u n g, nicht als G r u n d steuer.
Ist das so schwer zu verstehen?

09:29 von Klärungsbedarf

um 09:06 von dersenf

>>
Ich finde diese Gaunerei müsste mal gründlichst reformiert werden. Wenn man für den Erwerb Steuern zahlen muss, dann sollte man diese wieder zurück bekommen, wenn man sich von dem Erwerb wieder trennt. Warum der Staat jedes Mal neu kassiert, finde ich dreist und pure Abzocke.
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Der Abzocke-Spruch ist inzwischen doch ziemlich abgenutzt. Die Grunderwerbssteuer wirkt tatsächlich der Spekulation mit Grundstücken entgegen. Wahrscheinlich ist das sogar in Ihrem Interesse, oder ?
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Jetzt haben sie aber schon eine Bresche geschlagen für die generelle Erwerbssteuer, außerhalb der Mehrwertsteuer?
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Denn das bremst ja sicher auch die Spekulation in der Produktionskette, in unserem Interesse?

Grundsteuer - aber wie?

Egal wie es in Zukunft berechnet wird, im Kapitalismus kennt der Preis für eine Ware nur eine Richtung, und so wird es hier auch geschehen, der Staat wird als Grundpreis den heutigen Preis angeben egal wie das berechnet wird und welchen Namen die Berechnung erhält und die Gemeinden werden ihren Hebesatz auch weiterhin draufschlagen, da kann ich nur beten das in meiner nähe irgendwann doch noch eine Tafel aufmacht, ............

09:39 von Klärungsbedarf

um 09:20 von HGP Aachen

>>
Anstatt spekulativen Leerstand und Mietwucher zu bekämpfen, wird solange geschraubt, bis dann doch wieder die die Zeche zahlen, die sich am wenigsten wehren können, danke SPD-Mann Scholz.
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Das Grundsteuergesetz ist von 1951. Sind Sie sicher, dass Herr Scholz da schon geboren war? Oder war das nur mal faktenfrei daher gesagt ?
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Haben Sie wirklich das "doch wieder" ideologisch überlesen?
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Auch Ihre daher faktenfreie Frage hätten Sie besser gegoogelt =14. Juni 1958 .

Da an dem Hebesatz ja scheinbar...

festgehalten werden soll, erscheint mir das Flächenmodell als das einzig praktikable ohne total ausufernde Bürokratie. Die Hebesätze könnten die Kommunen ja dann je nach Lage und Nutzung variieren, so dass es z.B. in HH-Blankenese eine höhere Grundsteuer gibt als in HH-Mümmelmannsberg und ein Eigenheim niedriger eingestuft wird als eine gewerbliche Immobilie. Überschaubare Bürokratie, planbare Kosten und halbwegs gerecht...

08:58 von ophorus

Das Grundsteuerwesen

sollte sowohl aus der Hand der Kommunen wie auch aus der Hand des Staates in eine private Investment- Holding mit Sitz auf den Kaymaninseln fliessen. Nur ein Privater kann vernünftig wirtschaften. Per freiwilliger Selbstverpflichtung könnten ja beispielsweise die dringend zu erfolgenden Mieterhöhungen auf 50% im Jahr begrenzt werden.
Blackrock beispielsweise wäre so ein Konzern, der auch mit Politikern bestens vernetzt ist, um seine Leistungen verbessern und im Vorfeld anpassen zu können.
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Schlimmer könnte es dadurch nicht werden.
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Sicher würde es dadurch auch keinem Steuerzahler schlechter gehen.

Grundsteuer

Es ist schon erstaunlich - der Einheitswert wurde über Jahrzehnte nicht angepasst. Jetzt möchten die Politiker mehrere Daten (Nettomiete, Wohnfläche, Bodenrichtpreis, Baujahr, Grundstückfläche) aktuell halten.

Flexible Daten

Nettomiete ändert sich sehr häufig,
Wohnfläche kann sich durch Umbaumaßnahmen ändern,
Bodenrichtpreis ändert sich i.d.R. alle 2 Jahre,
Baujahr (Welches Baujahr? Bei einer Kernsanierung?)

Konstante Daten

Grundstückfläche

@ ophorus

Doch, das soll ja schon mal vorgekommen sein.

Also es ist jetzt

schon zu erkennen, das Mieten steigen, ein mittlerer zweistelliger Betrag mal ( 50 mal 36 Millionen ) ist doch ein nettes Geld für den Staat.
Und was dazu eine Frechheit ist, Hebesätze von 100-1000 Prozent, dort geht doch schon die erste Ungerechtigkeit los.
Im Vorfeld wurde mal kurz was gesagt das es nicht teurer werden darf als jetzt, sollte jemand unserer Regierung geglaubt haben, dann wird er wie immer enttäuscht werden.

Gestern gab es einen Artikel über Wien, wohnen und Mietpreise, den sollten sich unsere Staatslenker mal durchlesen.
5 € pro Quadratmeter, auch bei Neubau, und keine Kommunalen Wohnungen an private (Miethaie) die sich Investoren nennen verkauft.
Also es geht doch, andere zeigen wie es gemacht wird.

Was jetzt kommt wird für uns alle teuer ausgehen, sollte ich mich irren, wäre es positiv.

09:04 von Superschlau

Fiktive Miete bei Eigennutzung? Wozu leistet man sich ein Eigenheim? Eben um KEINE Miete mehr zu verschwenden.
Diese Abzocksteuer dient lediglich der Fluktuation. Rentner müssen ihre Häuser räumen. Denn diesen Nepp kann kein normaler Rentner bezahlen. Da rechnet man sich aus, bis 60 die Hütte abbezahlt zu haben und sobald nur noch Almosen von der Kasse kommen, kann man sich die Steuer nicht mehr leisten? Frechheit. Steuer nur auf gewerblich benutzte Gebäude und Wohnungen. Nicht umlagefähig. Sonst bringt das alles nichts. Wenn gemeinden Geld brauchen, sollen sie sich was faireres ausdenken.
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Warum sollten sich Pensionsberechtigte etwas Faires für die Masse der Rentner ausdenken?
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(solange sie wenigstens für die Neuerung keine Beihilfe erhalten)

@ Klärungsbedarf

Und diese Verschiebungen treffen mit Sicherheit die kleinen Häuslebauer, denn an die großen Fische traut sich die Gerechtigkeites-SPD ja nicht ran.
Die SPD will unbedingt unter 10%.

Keine Steuer ist die beste Steuer

Toll, wie hier die SPD zum Verfassunggericht gemacht wird. Ein bischen Nachdenken sollte reichen und schon versteht man die Problematik. Süß ist auch der "kleine Mann", der als Wutbürger mit seinen kärglichen Erträgen bemängelt, das Internetkonzerne für die Auffrischung der Rente sorgen soll. Hätte man richtig gewählt, würden alle Berufsgruppen, so wie in Österreich in die Rente einzahlen - und es würde reichen. Natürlich nicht für alle...

@Der Antichrist

"dann wird er endlich den Hals voll haben."
Das wird nie geschehen, da die Wirtschaftsmafia alles Geld das nicht auf den Caymaninseln virtualisert vorliegt, als Feind betrachtet.
Aber klar: Der Versuch ist in vollem Gange, den Deutschen und auch den EU Bürger zu einem "Zuteilungsempfänger" zu degradieren indem ihm alles genommen werden wird.
Das beginnt peu a peu im Sozialen (wo viele nicht betroffene Verständnis zeigen) und endet am Ende da, wo wir im Mittelalter waren. Der König besitzt Alles und verteilt nach Gutsherrenart um Aufstände zu verhindern-. Heute allerdings wird auch dieses Verteilen wegfallen, da die 6 Reichsten kein "Volk" mehr brauchen.....

Das Ergebnis ist jetzt schon

Das Ergebnis ist jetzt schon bekannt: Es wird teurer.
"Bodenrichtwert" finde ich gut, liebe sPD. Dann mal schnell in Stein meißeln, so lange es noch die Immobilien-Blase gibt!
Was kann ich dafür, dass ein Haus jetzt Spekulationsanlage ist? Und es nach Generationen leider jetzt am falschen Platz steht?

Raffzahn Staat

Nicht jeder ist Millionär und hat eine Immobilie als Investment gekauft. Viele haben mit Müh und Not abgezahlte Häuser oder das Häuschen der Eltern geerbt, das sie sich unter den heutigen Bedingungen nie selber kaufen könnten. Miete ist ja vielerorts unbezahlbar geworden ist, aber anscheinend arbeitet man im Namen der Gerechtigkeit jetzt dran, dass sich die einfachen Leute nicht mal mehr die Nebenkosten des ererbten Häuschens leisten können. Blackrock wirds dann günstig kaufen.

Schön zu lesen

"Der Mieterbund und Oppositionsparteien kritisieren das Modell deshalb und fordern, dass die Steuer nicht mehr umgelegt werden darf."
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Schön zu lesen, dass es Forderungen gibt, dass die Grundsteuer nicht mehr auf die Nebenkosten umgelegt werden darf. Diese wichtige Forderung wird viel zu wenig diskutiert. Die Grundsteuer ist eine Ausgabe des Eigentümers, sie hat beim Mieter genauso wenig zu suchen, wie beispielsweise die Steuer, die der Eigentümer auf seine Mieteinnahmen zahlt.

Aufblähen der Finanzämter, hohe Zusatzkosten für Alle

Wer eine vermietete Immobilie in schlechtem Zustand erbt, weiß, wie komplex die Wertermittlung für eine Steuererklärung sein kann und was für ein immenser Aufwand das ist - da ist man schnell im 5-stelligen Bereich für Steuerberater und Gutachter dabei.
Abgesehen von den höheren Belastungen durch die Steuer kommen also die Kosten für die Durchführung dazu - Steuerberater u. Gutachter muss man gleich selbst tragen, den Zuwachs bei den Finanzämtern zahlen die Steuerzahler gemeinsam.
Kein Bürger möchte zusätzliche Steuererklärungen zu Dingen, die längst mehrfach besteuert sind. Hier gehört eine einfache Regelung geschaffen ohne administrative Zusatzkosten.

re dersenf

"Und kauft jemand ein Haus oder Grundstück, zahlt er Grunderwerbssteuer. Verkauft er dieses Haus wieder, erhält er aber diese Steuer nicht mehr zurück, obwohl er ja dann keinen Besitz und kein Recht auf das Haus oder den Grund hat"

Und wenn ich mein Auto verkaufe hätte ich gern die gezahlte KFZ Steuer zurück. Schließlich habe ich keinen Besitz und kein Recht mehr auf das Auto.

@ophorus um 08:58

Das Grundsteuerwesen sollte sowohl aus der Hand der Kommunen wie auch aus der Hand des Staates in eine private Investment- Holding mit Sitz auf den Kaymaninseln fliessen.

Endlich ein vernünftiger Vorschlag! Aber Mieterhöhungen? Selbstverständlich meinen sie die 1/2-jährlichen Grundsteuer-Anpassungen, die per freiwilliger Selbstverpflichtung auf 100 bis 150% begrenzt werden. Die daraus erwirtschafteten Gewinne sind, per Selbstverpflichtung zu max. 10% zum Aufkauf der Infrastruktur zu verwenden.

Damit wäre für den Investment-Fond wenigstens ein bißchen Wachstum zu sichern und die Börsenkurse würden angemessen steigen (für die armen Investoren).

(Wer Ironie findet darf sie behalten)

ländlich finanziert städtisch

Eine rein flächenbezogene Ermittlung der Grundsteuer wäre sicherlich für Eigentümer von Grundstücken in ländlichen Gebieten nachteilig und würde die Grundstücke in Stadtgebieten finanzieren. (Vergleich: Fläche bebautes ländlich/städtisch)
Dort finden sich (aus der Historie) meist größere Grundstücke als in der Stadt, mit ländlicher Bebauung. Auch ist dort der "Verkehrswert" (Infrastruktur, Verkehrsanbindung, Fahrtzeiten, etc.) deutlich niedriger anzusetzen als in der Stadt. Und dabei rede ich nichtmal über städtische Prunkgrundstücke.
Daher ist es sicherlich richtig die Grundsteuer am tatsächlichen Wert des Grundstückes inkl. Immobilie festzumachen.
Je nach Berechnung besteht zu befürchten, dass Bürger mit überschaubarem Auskommen auf dem Land gezwungen werden Ihr Hab und Gut (welches ggf. seit langem in Familienbesitz ist) zu veräußern und sich in Zukunft nur noch Wohlhabende, bzw. Konzerne Grundstücke auf dem Land leisten können falls diese überhaupt noch attraktiv sind (Blackrock)

Steuern sollten transparent, einfach, gerecht ...

... und vor allem Zweckgebunden sein.

Da fangen wir doch gleich mal bei der Kfz-Steuer an. Diese wurde eingeführt, um die Straßen instant zu halten.
Heute wird davon die Bahn, der Binnenschiffsverkehr usw. finanziert. Kann man die Kfz-Steuer für das verwenden, wofür sie einmal gedacht war?

:-)

na denn

Bin ja froh, dass ich nicht in NRW oder Berlin wohne. Da NRW und Berlin so gut wie pleite sind, wird hier wohl am meisten zugelangt werden. Dazu kommt noch das der "Deutsche Staat" mit unseren Steuern die Ukraine, was sage ich da ??? natürlich die ganze Welt retten will. !!!

Schwierig, aber nötig

Wenn ich das richtig lese, werden dann auch die Hebesätze abgeschafft. Gut. Diese Möglichkeit der Kommunen, mal schnell mehr Geld zu bekommen als ein paar hundert Meter weiter in der Nachbarkommune gezahlt wird, gehört abgeschafft.
Aber dann muss es etwas anderes geben, das Werte abbildet - auf dem platten Land sind die Grundstücke (und oft auch die Wohnflächen) groß, aber der Wert (und die Leistungsfähigkeit der Eigentümer) ist nicht mit dem einer Stadtvilla auf einem Mini-Grundstück zu vergleichen.

Wesentlich wird aber vor allem die Frage, wie oft die Grundsteuer angepasst wird. Da, wo ich wohne, hat sich der Bodenrichtwert in den letzten 8 Jahren verdoppelt! Und Neubau gab es nicht, die jüngsten Bauwerke sind über 50 Jahre alt - das ist einfach nur Preisentwicklung. Wird die 1:1 abgebildet (was Leute wie mich dann wohl in Zukunft unerwartet höher belastet), ignoriert (was auch wieder ungerecht ist) oder gibt es irgendeine Zwischenlösung (und wer soll das regelmäßig rechnen)?

@ Clemens55

Da bin ich froh, dass ich richtig gewählt habe.

Grundsteuer

Würde mich überhaupt nicht wundern, wenn es am Ende einfach nur teurer wird für die meisten. Ich sehe irgendwo den Versuch die Luxus Wohnungen einiger bzw. eher dessen Kosten auf andere umzuwälzen. Ich würde dagegen Klagen, falls es so kommt. Jahrelang scheinte alles ok und jetzt soll es nicht mehr richtig sein? Seltsam.

um 10:06 von Boris.1945

>>
Haben Sie wirklich das "doch wieder" ideologisch überlesen?
*
Auch Ihre daher faktenfreie Frage hätten Sie besser gegoogelt =14. Juni 1958 .
<<

Wer selbst ideologisch unterwegs ist, der hält Fakten eben auch für eine Ideologie: Offenbar habe Sie ja Ihr persönliches google. Es bleibt bei 1951. Und wenn Sie noch Zweifel haben: Es gibt dazu ein Blatt des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags. Auch im Internet.

um 10:02 von Boris.1945

>>
Jetzt haben sie aber schon eine Bresche geschlagen für die generelle Erwerbssteuer, außerhalb der Mehrwertsteuer?
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Denn das bremst ja sicher auch die Spekulation in der Produktionskette, in unserem Interesse?
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Die Mehrwertsteuer ist eine Verbrauchssteuer, die Erwerbssteuer in der Nachfolge der EUSt auch. was wollen Sie sagen ? dass alle Steuern abgeschafft werden sollen ?

um 10:16 von ladycat

>>
Und diese Verschiebungen treffen mit Sicherheit die kleinen Häuslebauer, denn an die großen Fische traut sich die Gerechtigkeites-SPD ja nicht ran.
Die SPD will unbedingt unter 10%.
<<
Nun aber mal Butter bei die Fische: Grundsteuer gibt es. Sie fließt in zweistelliger Milliardenhöhe an die Kommunen, die damit kommunale Aufgaben finanzieren. Das Verfassungsgericht hat wegen Ungerechtigkeit eine Änderung gefordert. was ist denn nun Ihr konkreter Vorschlag. offenbar wird hier (nicht zum ersten Mal) die Meinung vertreten, dass Ausgaben und Einnahmen gleich hoch bleiben sollen, aber niemand mehr zahlen muss, bzw. man selbst nicht zahlen muss. Eben wenn alle an sich denken, dann ist an jeden gedacht.

Baumhütten

werden wir in Zukunft wieder in den Bäumen leben?
Ein paar Büsche überm Geäst, oder vlt. doch was Nobleres: eine Baumhütte zwischen ein paar starken Ästen? Im Sommer mehr und im Winter ohne Laub weniger.
Aber der Affe im Staat wird sicher auf die Idee kommen und die Fläche des darunterliegenden Wurzelwerks und die Höhe des Baums als Maßstab für eine Besteuerung zu nehmen - er ist ja schließlich nicht blöd.

Die wenigsten Häuslebauer planen tatsächlich ein Ende der Hypthekenzahlung mit 60, eher schon mit 67. Zwar immer mit dem Hintergedanken, nie mehr Miete zahlen zu müssen, und die Hypothek wird irgendwann ein Ende haben, aber er hat es nicht in der Hand, wie sich die Umgebung entwickelt in der ehemaligen Dorflage, bzw. welche Hebesätze die Kommune nächstes Jahr verlangen wird.

Eine jährlich zu zahlende Grundsteuer auf Wohn"eigentum" ist kontraproduktiv.

Wär ungefähr so, als würde man jeglichen Besitz - und wenn's nur eine leere Coladose ist - jedes Jahr erneut zu besteuern

Eine Werte abhängige Grundsteuer...

...ist eine verkappte Vermögenssteuer. Die Vermögenssteuer ist abgeschafft. Warum also wird nicht auch die Grundsteuer generell abgeschafft. Sie wird erhoben auf Vermögen, das von bereits versteuertem Geld erworben wurde. Das Bundesverfassungsgericht müsste sich eigentlich an seine eigenen Beschlüsse zum Thema Vermögenssteuer bei diesem Thema erinnern. Was über eine Grundsteuer erhoben werden kann, wäre eine Art "Verwaltungssteuer" für den Aufwand z.B. bei den Grundbuchämtern usw. Das wäre für Mieter und Eigentümer gerecht. Diese Kosten wären allein vom Eigentümer zu tragen. Ich fürchte, dieser Logik wird man leider nicht folgen.

Sie haben wohl noch nie ein

Sie haben wohl noch nie ein Auto verkauft? Die gezahlte und im Abrechnungsjahr noch nicht verbrauchte KFZ-Steuer gibt es Tag- und Centgenau zurück.
Sie meinten wohl eher die beim KFZ-Kauf entrichtete Mehrwertsteuer?

Wenn es denn ein

Wenn es denn ein wertbasiertes Modell sein soll, so sollte der Wert bei Erwerb zugrunde gelegt werden. Somit wird derjenige entlastet, der bereits lange ein Grundstück/Immobilie hält und auch für Mieterhöhungen gibt es bei Altmietern keinen Grund (vorrausgesetzt man beendet die Umlage auf den Mieter bei Verkauf von vermieteten Objekten).

Mein Eindruck ist, es werden

Mein Eindruck ist, es werden bei den hiesigen politischen Ideen wieder komische Verhältnisse geschaffen. Wäre es nicht vernünftiger, die Grunderwerbssteuer per Fläche zu berechnen? Wenn man nun ausgleichen will, weil sonst eine zu starke oder geringe Belastung einiger zustande kommt, und also eine zu starke Abweichung vom bisherigen stattfände, - ja also dann macht man da und dort ein paar Prozente oder Sondersteuern, und gut ist. Ich empfinde es eigentlich komisch, dass man Grunderwerbssteuern zahlen soll. Müll, Strom, Abwasser, von mir aus auch Straßenbau, dafür Steuern zu zahlen finde ich transparent und ehrlich. Aber dieser "Grunderwerbsteuer" beinhaltet einen Anachronismus (wenn man die beiden Worte Grunderwerb und Steuer heranzieht): Ist es nun ERWERB mit vollen Rechten eines Besitzes, oder so etwas wie eine Steuer auf etwas, das man erworben hat? Dann doch nur einmal beim Kauf oder nicht? So wie MWST? Da steckt schon in der Idee ein Haken finde ich.

09:07 von ladycat

>> @ ophorus
Das mit Black Rock meinen Sie doch jetzt nicht ernst oder?<<

Sicher war das nicht ernst gemeint. Gute Satire.

Grundsteuern

Wenn jemand sich ein Haus, oder eine Wohnung kauft, dann ist klar , dass Grunderwerbssteuern fällig sind. Wenn mir dann das Stück Land gehört ist es unerhört vom Staat ,oder der Kommune , monatlich bzw. jährlich Grundsteuern zu fordern von meinem Eigentum. Es ist ebenso wenig gerecht wie z.B. den Sprit mit 70 % Steuern zu belegt zu haben.

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