Ihre Meinung zu: Europäische Armee: Große Worte - kleine Schritte

19. November 2018 - 8:09 Uhr

Seit einem Jahr existiert eine EU-Militärkooperation - 25 der 28 Länder machen mit. Ist das der erste Schritt zu einer europäischen Armee? Experten und Politiker sind skeptisch. Von Astrid Corall.

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Kommentare

Die EU geht dem ...

Ende entgegen und die einzige Idee die man hat ist eine gemeinsame Armee.

Es ist traurig zusehen wie einfallslos Politiker geworden sind.
Was bringt eine gemeinsame Idee, wenn es die wirtschaftlichen und sozialen Gründe sind die die Menschen von einem gemeinsamen Europa distanzieren lassen?
Will man die Leute mit der gemeinsamen Armee zwingen Europa toll zufinden? Sind wir auf dem Weg zu einem totalitären Regime?
Den Überwachungsapparat dafür haben wir ja schon und wir bauen ihn ja weiter aus. Unsere Demokratie geht geradewegs den Bach runter weil wir uns von Angst leiten lassen.

Nach gemeinsamen Wirtschaftsraum, Währung ist

das Nachholen von Haushalt und Verteidigung nur folgerichtig, je früher desto besser. Es müssen ja nicht alle Staaten gleichzeitig diesen Schritt machen. Wer kann und die Voraussetzungen erfüllt, der darf. Die USA dürfen sich natürlich weiterhin in der Nato engagieren.
War es nicht Trump selbst der die Nato in der alten Form in Frage gestellt hat und das aus gutem Grund?

Eine EU-Armee finde ich sehr

Eine EU-Armee finde ich sehr gut aber nicht für neben der NATO sondern anstatt der NATO.
So wäre ausreichend Geld dafür vorhanden. Als Einsatzort/ziel sollte ausschließlich die Verteidigung der EU/EU-Grenze gelten, keine Auslandseinsätze oder Ausbildung von Fremd- Armeen . Keine Einmischung in anderen Statten , nirgend wo.
Eine reine Defensiv-Armee.

Eine gemeinsame Armee halte ich keineswegs für eine schlechte

Idee. Unabhängigkeit von den USA ist, zunächst mal, nicht schlecht. Die USA entwickeln sich zusehends in einen unsicheren Partner, Drohungen und Forderungen der letzten Zeit zeigen, dass die EU von diesem Partner zu sehr abhängig ist. Die NATO wird weiter bestehen, auch die Verpflichtungen, die damit verbunden sind. Trump fordert mehr Eigenverantwortung, jetzt möchte die EU das verwirklichen, da meckert er auch schon wieder!!
Er möchte Geld für seine Dienste in Europa, Geld für die Flüchtlinge, die durch US Politik erst entstanden sind, bekommt die EU von den US Kriegern nicht. So geht das nicht!!

Europa muss vorankommen

Auch wenn ich der EU nur sehr wenig abgewinnen kann, bin ich doch für ein Europa der Menschen, was die EU eben nicht ist. Und in einem Europa der Menschen spricht auch nichts gegen eine gemeinsame Armee. Aber bitte als reine Verteidigungsarmee. Der Einsatz im Inneren Europas darf hingegen nur im Rahmen des Katastrophenschutz möglich sein.

Eine europaeische Armee

Das ist kurz gesagt, schon laengst ueberfaellig. Und dass das den USA ein Dorn im Auge ist, dazu braucht man keinen weitern Kommentar abgeben.

Gruss aus Brasilien

08:48 von mac tire

Austritt aus der NATO? Bitte bedenken sie, die USA handeln nach dem Motto: "Und willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein". Erst wenn die EU eine gemeinsame Armee hat, ist sie ernst zu nehmen und dann hat sie, innerhalb der NATO, ein Gewicht und wird von den USA nicht bevormundet. Nach dem IIWK haben die USA mehr leid in die Welt getragen als Frieden und von solchen Staaten muss man sich etwas unabhängiger machen! Die Verdienste um die zwei Weltkriege, stelle ich damit nicht in Frage, nur seit dem gab es viele unnötige Konflikte, die man besser am Verhandlungstisch gelöst hätte!

Eine Europäische Armee muss her

Warum sollen wir uns immer auch in der Verteidigung von den USA im Rahmen der NATO abhängig machen? Eine einheitliche europäische Armee bietet die besten Voraussetzungen, um Geld für die notwendigen Reparaturen und die Modernisierung zu sparen. Außerdem kann sie den Schutz unserer Außengrenzen am besten gewähren.

Einigkeit...

Einigkeit und Enschlusskraft haben die Europäischen Länder in letzter Zeit nicht gerade bewiesen. Wie soll das dann im Ernstfall mit einer gemeinsamen Armee nur funktionieren?

Armee

Wenn man schon eine Armee braucht - kann man diskutieren, so ja, sollten die Europaer sich selbst verteidigen. Das ist das was Trump verlangt - mer Beitrag. Die NATO sollte gekuendigt werden, es bedarf nicht zweier Armeen.
Die Sekpsis der Amerikaner,von Trump ? Er selbst ist die Ursache dieser Ueberlegungen.
Wenn er jetzt den Euroaern droht, deutet diese Verhalten auf dunkle Verdaechtigungen.
Geht es bei der NATO und der amerikanischen Dominanz in Europa gar nicht um Verteidigung und Freundschaft? Geht es statt dessen um Beherrschen und Macht? Besatzung?

Eine europaeische Armee

Das ist kurz gesagt, schon laengst ueberfaellig. Und dass das den USA ein Dorn im Auge ist, dazu braucht man keinen weitern Kommentar abgeben.

Gruss aus Brasilien

re.09:00 von Defender411

Wenn sie meinen Artikel richtig gelesen haben dann können sie doch wohl erkennen das ich nicht den NATO-Mitgliedern "Den Krieg" erklären möchte oder etwas von den USA verlange, das ein EU-Austritt aus der NATO nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen ist erklärt sich doch wohl von selber und bis das soweit wäre da ist ein Präsi. Trump schon Geschichte, denn er kann bestenfalls nur einmal noch gewählt werden.Wer oder was nach ihm kommt weis heute doch noch Niemand. Außerdem sollten wir uns "wider " von Russland als "Feindbild" verabschieden und bessere Handelsbeziehungen zu Russland auf bauen anstatt Sanktionen auszusprechen die unserer Wirtschaft mehr schaden als Russland und den USA nutzen, Beispiel Fracking-Öl.

europäische Armee

Den Ausführungen kann man schwerlich widersprechen: gemeinsame Forschung, gemeinsame Technik und sonstige Synergie-Effekte. Allerdings, in erster Linie braucht eine Kriegsmaschinerie ein gemeinsames Feindbild. Wer ist das? Wer hat auf dieser Welt ein Interesse daran EU-Europa anzugreifen? Russland? China? Persien? Es ist noch nicht lange her, da diskutierten wir über kleine, schlagkräftige Eingreiftruppen. Jetzt muss es eine riesenhafte Armee sein. Und das möglichst unter deutscher Führung. Wenn es so kommt, dann hätte die Enkelgeneration nichts gelernt aus den Verirrungen des 3. Reiches. Nie wieder Krieg!

@09:09 von sosprach

Wenn sie ihren letzten Satz (Geht es statt dessen um Beherrschen und Macht? Besatzung?), ein wenig drehen dann treffen sie den Nagel auf den Sprichwörtlichen Kopf :
Es geht statt dessen um Beherrschen und Macht und Besatzung!

Europäische Armee ja!

Ja eine EU-Armee wäre von vorteil weil dann die Europäer ein eigenes Sicherheitsrezept haben und die Nato nicht mehr brauchen.

Das führt zu folgendem:

1. US-Truppen ziehen aus Europa ab, da keine Nato mehr gebraucht wird
2.Die Gefahr für Russland oder Europa in einen großen Krieg verwickelt zu werden nimmt sehr stark ab

Eine Europäische Armee ohne US-Soldaten auf Europäischen Boden entschärft das Wettrüsten an der Ostgrenze.
So wäre Europa ein Puffer gegen die Streithähne Russland und USA!
So würde Europa den Frieden zumindest in Europa garantieren.

Die Russen haben vor den Europäern allein keine Angst und die Europäer nicht vor den Russen.
Zumal hier mal an alle Natobefürworter:
Die Russen haben 4 mal weniger Leute als Europa. Russland hätte keine chance eine vereinte Europäische Union zu erobern.
auch die Europäer können die Russen nicht erobern, sah man ja im 2. Weltkrieg.
Das Land ist zu groß und das klima zu beschissen-im Winter.

Also die Amis rausschmeißen-dann ist Frieden!

EU-Armee

Zu einer EU-Armee gehören doch auch die französischen Atomwaffen. Oder? Welcher französische Präsident soll den Oberbefehl dafür abgeben? An wen auch immer. Ein französischer Präsident soll die EU fragen ob er Syrien bombardieren darf. Mein Glaube an den Weihnachtsmann kehrt zurück.

Gründe für die NATO

"Die Amerikaner sind jedoch nicht bereit, den militärischen Oberbefehl der NATO mit einer gemeinsamen "Europäischen Armee" zu teilen.......
Norman Eisen sieht derzeit nur ein gemeinsames Interesse aller europäischen NATO-Partner: eine starke Verteidigung gegenüber Russland." TS

Hier sind klar und deutlich zwei, für die USA wichtigsten, Gründe für den Bestand der NATO angeführt.
Denkt man an die Geschehen seit 1989 und die weitere globale Entwicklung, stellt man fest, wer der eigentliche Verursacher vieler heutiger Krisen ist

@ mac tire 08:48 Uhr

"Eine reine Defensiv-Armee."
Das Kernproblem wird aber sein; in welcher Sprache wird sich verständigt?
Und:
Bsp. Frankreich; werde Atomwaffen überhaupt und wenn JA welcher Befehlsgewalt unterstellt?
Zudem muss ich befremdlich festhalten, dass es genau die Kriegswaffenlieferanten der Gegenwart sind, die sich in Gedenkfeiern über vergangene Kriege echaufiren.
Da passt doch etwas nicht zusammen!

@Klaus Leist

"Allerdings, in erster Linie braucht eine Kriegsmaschinerie ein gemeinsames Feindbild."

Nein, keineswegs.
Wie die letzten 25 Jahre bewiesen haben, können potentielle Feinde leider sehr schnell und unerwartet aus jeder denkbaren Richtung auftauchen, so dass es (leider!) absolut sinnvoll ist, ständig eine Armee vorzuhalten.

@Shantuma

"Was bringt eine gemeinsame Idee, wenn es die wirtschaftlichen und sozialen Gründe sind die die Menschen von einem gemeinsamen Europa distanzieren lassen?"

Es sind keineswegs wirtschaftliche oder soziale Gründe, die die Menschen sich von der EU distanzieren lassen. Es geht uns europaweit so gut wie lange nicht.
Es sind Verlustängste, die die Menschen dazu bringen, sich von der EU zu distanzieren.
Und da kann eine gemeinsame Idee durchaus Abhilfe schaffen.

Ich halte übrigens gar nichts von Merkel, und zwar, weil sie in 13 Jahren niemals solche Ziele hatte bzw. nicht geäußert hat. Dass sie jetzt in der Götterdämmerung endlich sich zu ehrgeizigen Zielen bekennt, lässt sie ein klein wenig in meiner Achtung steigen.

Als wenn wir nicht andere Probleme hätten

Bevor wir an eine gemeinsame Armee in EU denken, sollten erst einmal andere Dinge gelöst werden. Wer ein einiges Europa haben möchte, sollte erst einmal verbindliche Demokratiestandards für alle Mitgliedsländer in einer verbindlichen Erklärung schaffen, geduldet werden keine Pseudodiktaturen ala Ungarn. Wer diese Erklärung nicht unterschreibt, verläßt die EU. Es müssen gemeinsame Steuer-, Sozial-, Lohn- und Preisstandards geschaffen werden. Es kann nicht mehr sein, daß z.B. zu Dumpingpreisen osteuropäischer Firmen bei uns gebaut wird und unsere Baufachkräfte sind arbeitslos. Es kann in Zukunft dann auch keinen Sozialtourismus z.B. aus Rumänien mehr geben. Wir müssen in Europa in einheitliches Parlament wählen, nicht mehr in jedem Land. Dadurch sparen wir Milliarden an Kosten, die anderswo besser einzusetzen sind. Und wenn wir das alles erreicht haben, dann können wir über eine europäische Armee nachdenken, die unser aller Werte schützt und verteidigt. Das ist ein einiges Europa.

Als wenn wir nicht andere Probleme hätten

Bevor wir an eine gemeinsame Armee in EU denken, sollten erst einmal andere Dinge gelöst werden. Wer ein einiges Europa haben möchte, sollte erst einmal verbindliche Demokratiestandards für alle Mitgliedsländer in einer verbindlichen Erklärung schaffen, geduldet werden keine Pseudodiktaturen ala Ungarn. Wer diese Erklärung nicht unterschreibt, verläßt die EU. Es müssen gemeinsame Steuer-, Sozial-, Lohn- und Preisstandards geschaffen werden. Es kann nicht mehr sein, daß z.B. zu Dumpingpreisen osteuropäischer Firmen bei uns gebaut wird und unsere Baufachkräfte sind arbeitslos. Es kann in Zukunft dann auch keinen Sozialtourismus z.B. aus Rumänien mehr geben. Wir müssen in Europa in einheitliches Parlament wählen, nicht mehr in jedem Land. Dadurch sparen wir Milliarden an Kosten, die anderswo besser einzusetzen sind. Und wenn wir das alles erreicht haben, dann können wir über eine europäische Armee nachdenken, die unser aller Werte schützt und verteidigt. Das ist ein einiges Europa.

Die EU

sollte sich aber dann entscheiden was sie will, entweder Nato oder EU Armee.
Wenn die Nato weg fällt dann macht es Sinn, beides zu betreiben ist Unsinn.
Wir brauchen Geld für die Menschen, nicht für Rüstung und Krieg. Eine EU Armee macht nur Sinn wenn dadurch die Kosten für Alle Mitglieder gesenkt werden können.
Rund 300 Milliarden Ausgaben machen keinen Sinn wenn Gegner Nummer 1 nur 60-70 Milliarden ausgibt.
Im Prinzip macht die Menge des Militärs heute gar keinen Sinn mehr, wenn es heute richtig knallt dann ist es mit der Erde zu Ende.

Europäische Armee: NEIN

wir haben bereits die NATO, der wir nicht gerecht werden. Mit einer EU-Armee würden wir uns weiter verzetteln. Viel wichtiger wäre:
.

gemeinsame Waffensysteme
gemeinsame Ausschreibungen
gemeinsame Ausstattungen

.
Und dann muss es uns auch egal sein, wenn Krauss-Maffei oder Lürssen oder wer auch immer mal den Kürzeren zieht. Franzosen, Niederländer, Briten, Schweden können vieles besser und setzen Standards. So könnten Schiffe aus Frankreich/Italien/England kommen, Panzer aus Deutschland, usw.
.
Das sind die Ansätze, die unsere Wehrkraft steigern würde. Aktuell verzetteln wir uns im Klein-Klein. Und eine Europa-Armee scheitert schon an der national unterschiedlichen Außenpolitik ihrer Mitglieder.

Europäische Armee:Große Worte-kleine Schritte....

"Europa muß voranschreiten" und "an der Vision arbeiten",daß ist daß Wording der Aufrüster.Auch Elmar Brok ist wieder dabei,seit Jahrzehnten Hardliner im EU-Parlament.
Dabei gibt es schon jetzt das Pesco-Format.Und im EU-Haushalt stehen unter dem Titel "Industrieforschung" hohe Beträge für das Panzertauglich machen von Straßen,Brücken und Unterführungen.

Trumpsche Träume

Dieses zögerliche Streben nach Unabhängigkeit wurde von Trump initiiert, dessen Politik so gar nicht ins transatlantische Wunschbild passt. Seinem Nachfolger wird Europa aber wie gewohnt anhängen, zumal es die USA nicht zulassen werden, dass ihr Gefolge zu stark oder gar selbstständig wird.

Eine wirkliche europäische Armee...

ist Stand jetzt lediglich ein, eventuell, erstrebenswertes Zukunftsmodell, da die nationalen Gesetzgebungen zu unterschiedlich sind.

Was aber bereits jetzt absolut Sinn macht (und eigentlich schon seit Jahrzehnten hätte praktiziert werden sollen): eine "Europäisierung" der verschiedenen nationalen Armeen mit gleichen technischen und ethischen Standards, gleichen Rangstrukturen, standardisierter Ausrüstung. So dass sich der deutsche Soldat im Einsatz von einem Franzosen ein Magazin für's Gewehr borgen kann und der italienische Schlosser den niederländischen Panzer wieder fit macht dank gleicher Ersatzteile und alle benutzen gleiche Funktechnik. Wir brauchen keine zig unterschiedlichen Kampfpanzer, Schützenpanzer, Transportpanzer, Hubschrauber und Flugzeuge. Zur Not individuelle Wünsche über Modullösungen realisieren und auch mal statt der eierlegenden Wollmilchsau, die am Ende nichts richtig kann und kaputt herumsteht vielleicht einfach mal 2 unterschiedliche Modelle entwickeln.

@mac tire - Defensiv-Armee?

08:48 von mac tire:
"Als Einsatzort/ziel sollte ausschließlich die Verteidigung der EU/EU-Grenze gelten, keine Auslandseinsätze oder Ausbildung von Fremd- Armeen . Keine Einmischung in anderen Statten , nirgend wo. Eine reine Defensiv-Armee."

Auch wenn der Gedanke schön klingt, so lässt sich mit einer Defensiv-Armee kein fremdes Territorium für unser Wirtschaftswachstum erobern. Angesichts der inexistenten Bedrohungslage könnte man die Streitkräfte auch komplett abschaffen.

Eu - Armee ?

Sowas brauche ich wie einen Kropf!
Gegen wen sollte die sich richten? Vor wen oder was sollte sie mich schützen?
Etweder ist es eine imperialistische
Armee mit Zielsetzung der Sicherung westlicher Wirtschaftsinteressen zu Lasten anderer Völker oder eine gegen Russland gerichtete. Der erste Fall würde uns zum Ziel des internationalen Terrorismus machen, der zweite Fall könnte zum Atomkrieg führen. Ich lehne es ab, mich von dieser Armee „verteidigen“ zu lassen: lieber bin ich russisch als tot.

Zusammenarbeit ist gut, aber bitte an der richtigen Stelle!

"Wir sollten an der Vision arbeiten, eines Tages auch eine echte europäische Armee zu schaffen."

Wäre schön, wenn im Fokus dieser „Armee“ zur Abwechslung mal nicht das Militärische - also Rüstung, Waffen und deren Beschaffung (bzw.. deren „Finanzierung“) - stehen würde, sondern sich dieser auf konstruktivere Felder für die Zusammenarbeit innerhalb der EU richten würde. Zum Beispiel die Schaffung der nötigen Rahmenbedingungen für den zügigen Ausbau einer EU-weit flächendeckenden Abdeckung mit einer stabilen Infrastruktur zur zuverlässigen Versorgung aller Bürger mit Internet und Energie. Und die Förderung eines intensiven Austauschs der Bürger untereinander (auch über die EU hinaus).

„Die USA sind von der Idee nicht begeistert“

Mit „die USA“ ist derzeit wohl vor allem Trump gemeint. Der sieht angesichts dieser Bedrohung seiner Machtbasis natürlich seine Felle davonschwimmen.

Ist die globale „Vormachtstellung“ der USA doch zuvorderst auf deren militärischer Überlegenheit begründet.

@Gabromiel - Krieg läuft von selbst.

09:08 von Gabromiel:
"Einigkeit und Enschlusskraft haben die Europäischen Länder in letzter Zeit nicht gerade bewiesen. Wie soll das dann im Ernstfall mit einer gemeinsamen Armee nur funktionieren?"

In dem Fall geht es ja nicht um die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen sondern um die Schaffung von Fluchtursachen. Denken Sie nur daran, wer alles in Syrien herumbombardiert oder dabei hilft - in Sachen Krieg sind sich die EU-Länder völlig einig.
Dafür braucht es keinen Ernstfall.

@sosprach - US-Einflusssphäre

09:09 von sosprach:
"Geht es bei der NATO und der amerikanischen Dominanz in Europa gar nicht um Verteidigung und Freundschaft? Geht es statt dessen um Beherrschen und Macht? Besatzung?"

Staaten haben keine Freunde, sondern Interessen. Worum sollte es sonst gehen, wenn nicht um den Erhalt bzw. die Ausdehnung der US-Einflusssphäre?

Es ist schon entschieden

Diese EU Armee wird eine unter der Führung Frankreichs sein-DE stellt das Geld und den Großteil der Soldaten.
Glaubt jemand ernsthaft das FR die Kontrolle über seine A-Waffen abgibt?
Sollte es zu dieser EU Armee kommen werde ich in jedem Fall dafür sorgen das mein Sohn dort keinen Dienst tut.
Ich lehne diese Projekt ab!

Elmar Brok

Dieser Mann hat in dieser Frage still zu sein-hat der überhaupt mal als Soldat gedient?
Kennt er das Militär?
Solche Leute sind mir am liebsten-Hauptsache sich zu allem äußern obwohl man selbst keine Ahnung hat

Die EU ist unfähig...

über ein gemeinsames Sozialversicherungssystem überhaupt nur nach zu denken. Keine Regelungen bei Annerkennung von Arbeitszeiten im Rentensystem innerhalb der EU. Warum wird der Versorgungsausgleich nicht abgeschafft. In allen anderen EU Ländern (dank Gleichstellungswahn) zahlt jeder in seinen eigenen Topf. Kranken/Arbeitslosensystem...
Statt dessen Vereinfachungen bei Bankentransferzahlungen, Inkassosystemen (internationle Mahnbescheide) Denken wir mal an unseren Mallorca Klaus zurück. Internationale Haftbefehle wegen nicht ausgeglichener Rechnungen. Autofahrer die im anderen Land eine Owi begangen haben, ab 70€ wird er gejagt!

@DrBeyer - Welche Feinde gibt es denn?

09:56 von DrBeyer:
"Wie die letzten 25 Jahre bewiesen haben, können potentielle Feinde leider sehr schnell und unerwartet aus jeder denkbaren Richtung auftauchen [...]"

Was Sie beschreiben, sind Feindbilder. Die lassen sich bei Bedarf kurzfristig herbeipropagieren und sind als "äußerer Feind" besonders wirkungsvoll. Zwei aktuelle Beispiele von dringend benötigten Feindbildern sind die Flüchtlinge (für Populisten) oder Russland (für NATO & Transatlantiker).

Reale Feinde gab es in den letzten 25 Jahren auch. Nur lässt sich keiner von denen mit einer Armee bekämpfen - weder die gehypten Terroristen, noch der soziale Unfrieden.

Problematisch bleibt der Einsatz-Zweck

Wird das eine Verteidigungs-, eine Eingreif- oder gar eine Angriffs-Armee? Und wer bestimmt bei letzterem den Marschbefehl? Und dürfen EU-Soldaten auch im Binnenland, also z.B. in Frankreich eingesetzt werden, so wie heute schon das franz. Militär polizeiliche Aufgaben durchführt. Ich bin nach wie vor für WENIGER Militär - das kann bereits durch eine europaweite Armee erfüllt werden, weil einfach effizienter. Völlig sinnlos dagegen die Kleinstaaterei bisheriger Provinienz. Dafür kann man die EU-Armee mit dem Besten ausrüsten - aber eben nur 1mal statt 27mal. Und dann gibt es vielleicht auch mal einen richtigen Wettbewerb unter den Rüstungsfirmen, denn bisher kauft jeder bei seinem lokalen Hersteller, den er trefflich hätschelt und ihm die Aufträge in den A... schiebt, ohne überhaupt ein Pflichtenheft angefertigt zu haben? Klar gefällt dem Trump eine EU-Armee nicht, denn es gibt schlicht weniger Waffen-Deals. Und er die kann die NATO nicht mehr für jedes seiner Scharmützel missbrauchen.

Ach, nochwas

Was ich noch sagen wollte: wenn wir Europa Ernst meinen, dann nützen keine schönen Worte aller europäischen Politiker mehr was so frei nach den Märchenworten von Janosch: ach wie schön ist Europa. Es ist 5 vor 12 für Europa, ansonsten können wir den Pakt in die Tonne treten und jeder werkelt eigenbrötlerisch vor sich hin. Liebe EU-Politiker, kneift endlich mal die Arschbacken zusammen und zeigt praktisch, wofür ihr vor den Wahlen geworben habt. Schafft endlich eine verbindliche Sozial-, Wirtschafts-, Steuer- und Umweltunion. Zeigt, daß ihr für uns Menschen da seid und nicht für euer eigenes Ego und für eure eigene Pension. Und wenn ihr dafür nicht bereit seid, verlaßt sofort alle eure Posten und laßt demokratische Macher ran.

08:55 von Ravenbird

Ein sehr guter Kommentar! Zu oft wird die EU mit Europa in einen Topf geworfen und dabei ist die Rolle von Russland nicht berücksichtigt. Ohne Verhandlungen mit Russland wird es auf längere Sicht keine vernünftigen Lösungen geben. Weitere Aufrüstung mit PESCO und der NATO ist unlogisch und nutzt nur der Rüstungsindustrie.

@ Aufmerksamkeitsleser 10:13 Uhr

"Wir müssen in Europa in einheitliches Parlament wählen, nicht mehr in jedem Land. Dadurch sparen wir Milliarden an Kosten, die anderswo besser einzusetzen sind."
Wer soll aber diese nun nicht mehr benötigten Politiker bezahlen?
Drei mal dürfen sie raten - oder glauben sie die würden auf leichte Einnahmen verzichten!

Wieder einmal....

hatte Frau Merkel nicht den Mut, den Gedanken Macrons für eine europäische Armee als das zu bezeichnen, was sie ist: zwar gutgemeint, aber gefährlich naiv! Natürlich ist es Wahnsinn, wenn man schon nur die Verteidigungsausgaben der €-Länder aufaddiert. Aber man sollte nicht vergessen, daß jeder Staat seine Rüstungskonzerne, seine Elektronikkonzerne usw. hat, die nun möglicherweise überflüssig werden, mit den entsprechenden Folgen bei den Arbeitslosenzahlen. Warum fliegt die französische Luftwaffe nur französische Jets? Doch nicht, weil die besser sind, sondern weil die französische Luftfahrtindustrie mit Unterstützung der Gewerkschaften(!) auf Aufträge nicht verzichten will und kann. Fachleute werden die Probleme wissen, die es hinsichtlich einem gemeinsamen Panzer oder gemeinsamen Schiffen gab und gibt. Eine europäische Armee würde auch vermutlich eine atomare Aufrüstung bedeuten! Ausser Macron lügt und sieht alles nur unter französischem Kommando! Leider spricht viel dafür!

@ um 08:48 von mac tire

//Eine EU-Armee finde ich sehr

Eine EU-Armee finde ich sehr gut aber nicht für neben der NATO sondern anstatt der NATO.
So wäre ausreichend Geld dafür vorhanden. Als Einsatzort/ziel sollte ausschließlich die Verteidigung der EU/EU-Grenze gelten, keine Auslandseinsätze oder Ausbildung von Fremd- Armeen . Keine Einmischung in anderen Statten , nirgend wo.
Eine reine Defensiv-Armee.//

Das ist doch ein schlechter Witz. Glauben Sie ernsthaft, dass die Franzosen in ihrem Tun und Handeln sich vorschreiben lassen, ob diese die EU Armee im Ausland einsetzen werden? Wenn die BRD dank Schröder bei dem einen oder anderen Auslandkonflikt nicht Teilhaber war, so waren die Franzosen überall irgendwie dabei und diesem Treiben soll eine EU Armee Riegel vorschieben? Nimmer!

Die Franzosen werden ganz sicher die EU Armee genauso einsetzen wie ihre eigene, nur werden die Kosten für die Franzosen geringer, da auch die Deutschen dann die Einsätze zahlen!

Brok ist der Grund,

warum ich bei der Europawahl nicht CDU wähle. Einerseits ständig die "russische Bedrohung" vorhalten, andererseits gegen eine geordnete EU Armee sein. Transatlantiker durch und durch.

Eine geeinte EU Verteidigung würde die EU von der NATO, und damit den USA, unabhängiger machen und es fällt mir schwer das als etwas negatives zu sehen.

Der "unerwartete" Widerstand gegen die EU Armee zeigt deutlich, dass die geforderte Aufrüstung Europas nicht aus Gründen der Sicherheit Europas erfolgt, sondern die EU Staaten befähigen soll den USA bei deren militärischen Abenteuern besser beistehen zu können.

Die EU muss sich von diesem geopolitischen Eiertanz lossagen und ihre eigene Aussenpolitik machen. Eine von äusseren Kräften unabhängige Verteidigung wäre ein grosser Schritt in diese Richtung!

@ mac tire

... sollte ausschließlich die Verteidigung der EU/EU-Grenze gelten, keine Auslandseinsätze oder Ausbildung von Fremd- Armeen . Keine Einmischung in anderen Statten , nirgend wo.
Eine reine Defensiv-Armee.

Auslandseinsätze und die Kooperation mit Partnern sind doch auch rein defensiv. Unser Land wird nicht nur einen halben Meter vor der Grenze verteidigt, das wäre doch arg kurzschrittig gedacht.

Ich halte die NATO, nach wie vor wichtig.

Wenn die EU eine Armee hat, kann die USA nicht mehr eigenmächtig Sanktionen beschließen, gerade im Fall Iran war dies so. Auch das Verhältnis zu Russland kann dann die US Regierung nicht mehr für alle auf diktieren. Die USA nutzt Sanktionen, rein aus Eigennutz und ohne auf andere Rücksicht zu nehmen und das darf nicht so weiter gehen. Eine Partnerschaft funktioniert nur dann, wenn man die Interessen des anderen achtet und bei Trump sehe ich das nicht! EU Armee = mehr Gewicht bei Verhandlungen!

Man muss sich nur die ersten Kommentare durchlesen

und schon wird der Eindruck bestätigt, dass hier EU Trolle dabei sind.

Gänzlich ohne einen Gedanken an die Folgen wird zur EU Armee geblasen. Und dann wundern sich die Medien über Begriffe wie Lügenpresse. Nur die Russen setzen Trolle ein. Dafür hier alles Patrioten, die eine starke EU Armee haben wollen.

Das einzig Gute hier ist, dass ich feststellen konnte, dass viele echte Kommentatoren (keine EU Trolle) sehr wohl differenzieren und nicht stumpfe Texte generieren.

Texte wie "ja toll, super dass wir eine EU Armee kriegen ..." und Vergleichbaren sind doch ein Indiz für schlecht bezahlte Trolle.

@Nettie - Trump hat keine Ahnung von Geostrategie!

10:34 von Nettie:
"Mit ,die USA' ist derzeit wohl vor allem Trump gemeint. Der sieht angesichts dieser Bedrohung seiner Machtbasis natürlich seine Felle davonschwimmen."

Das ist völliger Unsinn. Trump hat weder eine Machtbasis in Europa, noch versteht er irgendetwas von geostrategischer Machtpolitik. Er versteht weder den Sinn der zahlreichen Auslandseinsätze und weltweiten Militärstützpunkte, noch den der NATO. Für Trump sind das nur Kosten, die - in seiner Wahrnehmung - dem Wohle anderer dienen.

Wenn Trump eine EU-Armee ablehnt, dann nur, weil ihm das seine strategischen Berater eingeflüstert haben.

Das ist doch ganz einfach

Die meisten Abgeordneten sind doch Beamte mit Garantie auf Rückkehrrecht. Und andererseits ist es doch heute schon so, wer nach einer Wahl nicht wieder ins Parlament kommt muß sich wieder was neues suchen, wie gesagt bei Beamten ja leider kein Problem. Für mich ist die Neuordnung für ein europäisches Staatsgefüge von Vorrang, ansonsten sollten wir den heutigen Laden auflösen. Es kann nicht sein, daß wir 28 Eigenbrödler in einer Gemeinschaft haben, was richtig Geld kostet um nicht zu sagen, es werden jeden Tag Milliarden und Abermilliarden aus dem Fenster geworfen, demnächst dann wohl auch durch die EU-Armee.

Atomare Perspektive nivht vergessen

Eine mögliche atomare Bedrohung aus Asien (z.B. Nordkorea) oder dem Nahen Osten oder dort wo in Zukunft eine Region mit Atomwaffen uns bedrohen sollte muss bei einer gemeinsamen europäischen Verteidigung aus strategischen Gründen mit berücksichtigt werden. Wenn die USA nicht wollen ist der heutige atomare "Schutz" durch die NATO futsch.

@superman 12:02 - Irrtum!

Zitat: "Wenn die USA nicht wollen ist der heutige atomare "Schutz" durch die NATO futsch."

... ich bin ganz Ihrer Meinung, dass von "Schutz" keine Rede sein kann ...

... allerdings haben auch Großbritannien und Frankreich Atomwaffen!

@10:28 von Nachfragerin

Auch wenn der Gedanke schön klingt, so lässt sich mit einer Defensiv-Armee kein fremdes Territorium für unser Wirtschaftswachstum erobern.
Hallo , seit wann erobert denn unsere Armee Territorien für Wirtschaftswachstum ? Habe ich da was verpasst?

@ 10:45 von skydiver-sr

Sollte es zu dieser EU Armee kommen werde ich in jedem Fall dafür sorgen das mein Sohn dort keinen Dienst tut.
Vielleicht haben sie es noch nicht bemerkt aber es gibt keine Wehrpflicht mehr und wenn ihr Sohn nicht freiwillig Soldat werden will dann muss er auch nicht zur Armee, sie brauchen sich also keine Sorgen machen.

@11:20 von heimatplanetmars

Die Franzosen werden ganz sicher die EU Armee genauso einsetzen wie ihre eigene, nur werden die Kosten für die Franzosen geringer, da auch die Deutschen dann die Einsätze zahlen!
Für eine EU-Armee muss natürlich als erstes ein Ramen ausgehandelt werden und wenn da dann festgeschrieben ist das es eine reine Defensiv-Armee sein wird dann kann auch Frankreich diese Armee nicht hinschicken wo es will. Alles eine Frage der Verhandlung was diese Armee darf und was nicht. Außerdem muss Frankreich auch seine Fremdenlegion ,welche es noch immer betreibt abschaffen.

Fremdenlegion?!

Ich verstehe nicht, was da so unglaublich schwierig sein soll.
Das französische Beispiel kann auch im größeren Maßstab umgesetzt werden. Oder nicht?
Dabei kommt es m.E. hauptsächlich nur darauf an, einen einwandfreien gesetzlichen Rahmen und die benötigte Finanzierung zu schaffen.
Nur als Start und/oder Grundlage, bis man "mehr" weiß.
Außerdem könnte man so mehrere Fliegen auf einmal erschlagen. Bsp. bei vielen arbeitslosen jungen Menschen in der EU, könnten sich Perspektiven ergeben.
Es gibt (oder gab) doch auch schon eine deutsch-französische Armee! Warum soll das auf EU-Ebene nicht funktionieren?

Persönlich brauche ich überhaupt keine Armee, weil ich keine Angst vor dem bösen Russen habe. Da gibt es ganz andere Bedrohungen, die viel näher liegen.
Aber die im Regen stehen gelassenen hätten eine Option mit Tradition...

@mac tire

...danke für die Info.
Ich weiß das es keine Wehrpflicht mehr gibt-ich war 10 Jahre Soldat-
Aber für sie zur Info-sie ist nir ausgesetzt und das auch nur im Rahmen des deutschen Rechtes.
Woher wissen sie denn wie eine EU Armee rechtlich aufgestellt sein wird?
Und was ist im so genannten Bündnisfall in ...irgendwo.
Wird dann das genau so sein?

re von Kowalski

Natürlich,rein defensiv.In Mali,in Libyen rein defensiv einen Failed state geschaffen,im Irak waren "Europäer" auch zweimal.Und auf dem Balkan 1999 nicht vergessen.

Wenn die Idee einer EU Armee

Wenn die Idee einer EU Armee den USA nicht gefällt zeigt dies nur, dass man mit dem Gedanken alles richtig macht.

Eigentlich wäre eine solche EU Armee alternativlos um etwaige weltweiten Mitentscheidungsansprüche einer EU zu untermauern.

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