Ihre Meinung zu: Brexit - die Unruhe vor dem Putsch?

18. November 2018 - 14:48 Uhr

Beim Treffen der EU-Botschafter zum Brexit am Abend wird kein Streit erwartet. Ganz anders ist die Lage in Großbritannien. Befürworter und Gegner giften sich an, ein Ex-Minister tritt nach. Von Karin Bensch.

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Kommentare

Sehr witzig

"May habe der EU nicht glaubwürdig damit gedroht, notfalls ohne Abkommen auszuscheiden"

Wie glaubwürdig soll denn ein Bluff sein, man würde lieber das eigene Land ins Chaos stürzen?

Brexit-Unruhe vor dem Putsch ??

Was für ein Putsch ? Eher doch was ganz anderes:Wenn der "Deal" Realität wird,dann gibt es weiter einen Binnenmarkt mit günstigen Exportmöglichkeiten nach Großbritannien,zugunsten der EU.Außerdem darf Großbritannien keine Unterstützung an schwächelnde Industriezweige geben.
Ob der einseitige Deal Chancen im Unterhaus hat ?

Natürlich ist es sinnvoll,

Natürlich ist es sinnvoll, keine Zollschranken zwischen GB und der EU zu errichten. Der Grund für die Popularität des Brexit war ja wohl eher die uneingeschränkte EU-Freizügigkeit für Migranten. Nach dem neuen UN-Migrationspakt haben diese übrigens gemäß Ziffer 31 einen uneingeschänkten Anspruch auf Grundsicherung. Und Migranten von einem Land der EU in ein anderes gelten als "reguläre", weil legale Migranten. Genau das wird sich ändern: GB braucht nicht mehr alle Leute aus der EU dauerhaft ins Land zu lassen, sondern kann auswählen. Touristen werden ja hoffentlich noch kommen dürfen. Der Warenaustausch würde aber nicht behindert, wenn es bei der Zollunion bliebe. Wieso soll das nicht ein vernünftiger Kompromiss sein?

Eine weitere Runde im

Eine weitere Runde im Kasperle-Theater.
"Wenn wir diesen Deal nicht zu vernünftigen Konditionen abschließen können, ........"
Was für Konditionen? Was für ein Deal?
Ihr wolltet doch raus, also geht. Geht mit Gott, aber geht endlich. Ihr nervt!
Ebenso dieses nicht zu vermittelnde Katastrophen-Szenario über eine irische Grenze. So what?
Hier wird förmlich eine Szenerie mit meterhohen Stacheldrahtzäunen und Selbstschußanlagen inszeniert.
Grenze ist Grenze und wir haben nun mal zu jedem Nicht-EU-Staat Grenzen.
Aber dieses ständige Rumgequängel wie ein kleines Kind nervt!
Ich will raus, aber noch eine ganz fette Extrawurst als Belohnung. Und ich bestimme, wie wir das machen.
Macht´s wie mit eurem Besuch. Haustüre auf, nochmal Händeschütteln, gegenseitig alles Gute wünschen, Tschüß, Haustüre zu machen und fertig.
Einem erneuten Besuch steht ja nichts entgegen, dann aber zu den Regeln des Gastgebers, den andere ja auch einhalten müssen.

"We want a people's vote"

"We want a people's vote", steht auf einem Plakat eines Demonstranten.

Man möge diesen Gentleman aufklären: Diese Volksabstimmung gab es schon: am 23.Juni 2016.

Dachte, es wäre hilfreich dies noch hinzufügen.

"Brexit: is it worth it"?

"Brexit: is it worth it"?

Yes!!

Definitely!!

Wie lange wollen die Engländer denn noch bei dem Unfug mitmachen, den Juncker, Verhofstadt & Co. tagtäglich in Brüssel und Strassburg verzapfen!?

Kamikazedrohung

"Der zurückgetretene Brexit-Minister Dominic Raab warf May schwache Verhandlungsführung vor. May habe der EU nicht glaubwürdig damit gedroht, notfalls ohne Abkommen auszuscheiden."

Was hat der Mann eingenommen? Und solche Leute haben auch noch Anhänger.

Sprüche aus dem Tollhaus, da kann man ja regelrecht froh sein, wenn die in Kürze auf ihrer Insel alleine spielen und in der EU nichts mehr zu melden haben.

Witzig, wie sich 27 Nationen

Witzig, wie sich 27 Nationen bei einer Sache so einig sind, während 1 Nation in sich komplett gespalten ist. Fairness halber muss man sagen, May's Auftrag ist praktisch unmöglich. 51,9% für Austritt, 48,1 dagegen (2016). Man kann die Meinung von 48,1% der Bevölkerung nicht unter den Tisch kehren. Somit muss ein Kompromiss her, den die Hardliner nicht wollen. Man will geschlossenen Grenzen zur EU, aber offene Grenzen zu Irland (EU). Man will sich von der EU abschotten, gleichzeitig aber im Binnenmarkt bleiben. Man will die Ausländer raus schaffen, aber gleichzeitig die ausländischen Firmen im Land behalten. Es gibt nur schwarz-weiß denken und keiner denkt an grau.

GB sollte noch mal nachdenken.

Jahrhunderte lang waren die Bewohner der Insel die mächtigsten, fähigsten auf der Welt. Es ist klar, dass sie sich den bürokratischen Zwängen der EU-Verwaltung nicht unterwerfen wollen. Das könnten wir viel besser, wird so mancher denken...

Die Zeiten ändern sich. Auch die meisten EU-Staaten sind nicht unbedingt zufrieden mit den Vorgängen. Ehe GB austritt, sollte es noch einmal versuchen, zu korrigieren, was zu korrigieren ist. Dazu sollten sich die Briten nicht zu fein sein.

@ 15:33 von Bote_der_Wahrheit

Richtig, es war eine Volksbefragung, aber kein Volksentscheid. Er wurde zu einer Frage durchgeführt, deren Konsequenzen selbst für Experten kaum zu beschreiben waren. Daher wurde der Bevölkerung ohne jede Hemmung ein vermutlich in der Geschichte der Demokratie einmaliges Sammelsurium von Fake-News und Wunschträumen vorgelegt, während die realistischen Gegner gar nicht erst mit einem Erfolg der Befragung rechneten, sich also nicht ins Zeug legten. Zudem ist es schwer, Wunschträume mit Fakten zu widerlegen, denn Träumen kann man in Sekunden (es werden Milliarden für den NHS frei), aber seriös nachzurechnen, dass das nicht stimmt, ist sehr schwer, noch schwerer, es dem einfachen Mann oder Frau auf der Straße zu erklären. Die Antwort der Brexiteers wäre vermutlich gewesen, dass man das alles durch Verhandlungen erreichen könnte. Und damit lag der schwarze Peter bei den anderen EU-Regierungen, die sich natürlich nicht in die Befragung eingemischt haben.

@ 15:42 von warumnichtgleichso

Schade, dass es das grau nicht gibt. Denn entweder ist eine Grenze offen oder zu. Wenn der Lastwagen nur eine Sekunde anhalten muss, kommt alles ins Stocken. Niemand im UK hat auch nur eine Sekunde berücksichtigt, wie vernetzt alle Staaten in der EU inzwischen sind - und wie abhängig von dieser Vernetzung. Um die beneiden uns ganze Kontinente.

tendenziös.

Mag sein, dass die britische Demokratie wehrhafter ist als die deutsche. Merkel macht ihre Stromwende am Parlament vorbei (man lese: "Die Patin" von Frau Prof. Gertrud Höhler), zieht TTIP durch ohne öffentloche Diskussion, entscheidet am Wochenende alleine, dass 1 Mio Menschen aus dem Orient hier leben sollen, nun die UN-Pakte für Migration und für Flüchtlinge. Alles heimlich, alles ohne Diskussion. Da ist die Streiterei in Britannien sehr wohltuend. Komisch, dass unsere Medien nicht so ganz glücklich mit der freien Diskussion auf der Insel zu sein scheinen.

Es gab ein Votum. Die

Es gab ein Votum. Die Brexit-Befürworter*innen hatten eine hauchdünne Mehrheit, aufgebaut auf unsäglichen Falschinformationen und abstrusen Horrorgemälden, die Johnson und Co schon am Tag nach der Abstimmung nicht mehr wiederholten bzw. nicht mehr aufrecht erhielten. Was spricht dagegen, die Brit*innen jetzt auf Grundlage realer Ergebnisse und vorliegender Entwürfe abstimmen zu lassen? Ich bin verwundert, dass das gerade von Leuten ziemlich rechts, die sonst keine Gelegenheit auslassen, nach "Volksabstimmung" zu rufen, so vehement abgelehnt wird: ist es ihnen vielleicht doch gar nicht um "Volksbeteiligung" gegangen, sondern um ein Ergebnis, dass ihnen politisch besser in ihre generelle Anti-EU-Linie passt?

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