Ihre Meinung zu: Wie zum Ende der Berlusconi-Ära? Italien starrt auf den Spread

12. November 2018 - 14:57 Uhr

Die Zeichen mehren sich, dass Italien vor großen finanziellen Problemen steht. Aber die populistische Regierung bestreitet die Probleme und will Kurs halten. Morgen endet eine EU-Frist. Von Tassilo Forchheimer.

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Kommentare

Wie zum Ende der Berlusconi-Ära:Italien starrt auf den Sp....

Es ist nicht wie in der Berlusconi-Ära.Da reden wieder welche von der Staatsverschuldung und verschweigen ihre Ursachen:Arbeitslosigkeit die durch das Handelsbilanzdefizit faktisch importiert ist und die Rettung von Banken.
Italien widersetzt sich der verordneten Austerität,will durch Rentensteigerungen und Grundeinkommen soziale Verbesserungen einführen und die Kaufkraft stärken.Die EU-Kommission will das nicht.Hoffentlich denkt das Wahlvolk bei den EU-Wahlen 2019 daran.

Aus dem Verhalten der

Aus dem Verhalten der italienischen Regierung spricht die totale Verzweiflung. Sie ist mit einem Problem konfrontiert, das sich mit populistischen Mitteln nicht lösen lässt und das durch jahrzehntelange Misswirtschaft hausgemacht ist. Den Verantwortlichen fällt nichts Besseres ein, als die Schuld der EU in die Schuhe zu schieben. Mir tun die Italiener Leid. Besonders diejenigen, die diese Regierung nicht gewählt haben, aber auch die, die sich von Rattenfängern einen Bären haben aufbinden lassen.

Anderes Europa?!

„Das scheint der Regierung aber relativ egal zu sein. Allen Appellen aus Brüssel zum Trotz wollen die Populisten Kurs halten. Das Ziel ist ein anderes Europa, sagt Wirtschaftsminister Luigi di Maio.“

Interessant hieran ist, dass auch „Andere“ ein „anderes“ Europa wollen und auch noch glauben, sie wären hierbei Partner.
„Me first“ Regierungen sind aber gar nicht in der Lage, Partnerschaften zu bilden. Allenfalls wechselnde Allianzen gegen gemeinsame „Feinde“.

Ich bin also gespannt, wie die „nationalistische Internationale“ darauf reagiert, dass Italien die EU und damit die „anderen“ Staaten dafür verantwortlich macht, dass sie sich zu viel Geld geliehen und zu wenig damit erwirtschaftet haben.

Bisher höre ich nur lautes Schweigen.

@teachers voice

Ja, ein anderes Europa ist dringend erforderlich!
1. Bestrafung von Deutschland für seine Lohndumping-Politik und den dadurch immens gewachsenen Leistungsbilanzüberschuss!
2. Ende der Austerität, da bei sparenden privaten Haushalten und Unternehmen in der EU der Staat den dadurch entstehenden Nachfrageausfall ausgleichen muss!
3. Stärkung des Binnenmarktes durch Lohnerhöhungen, da nur 15 % des Bruttoinlandsprodukts der EU mit Handel außerhalb der Grenzen der EU erwirtschaftet werden!

Die italienische Regierung bestreitet Probleme?

Die Verdrängung von Problemen ist keine Lösung. Vielmehr ist das Hinschauen ein Anfang, der zur Lösung führen kann.
Das Erwachen kommt demnach, wenn die Zahlen auf dem Tisch liegen. Das wird sicher, wie eine Katerstimmung erscheinen.
Allerdings wäre eine schlechte italienische Wirtschaft schlecht für den Zusammenhalt in der EU- Hört das denn nie auf?

Auffaelligkeiten der Schuldaufnahmen

sind in Europa hauptsaechlich Suedlaender. Wobei zu bemerken ist, das dass Risiko der Schuldaufnahme mitunter ein wichtiges Indiz, fuer den europaeischen Markt hergibt. Wenn sich die Europaer in einer freien Marktwirtschaft nicht auf die Risiken, freien Entscheidungen und toleranzen einstellen wollten, wieviel mehr wird es kosten dass Prinzip "Athen" in Italien einzufuehren? Schwere Lasten fuer unsere suedlichen Nachbarn, da macht ein Europaeisches Verteidigunsprojekt schon sinn. Uebrigens, hat man im hypo & immo skandal ueberhaupt waehrung (schwankungen) beruecksichtigt?

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