Kommentare

"Die Grippeimpfung ist der effektivste Schutz"

"Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit - die nächste Grippewelle steht vor der Tür. Experten raten, sich rechtzeitig impfen zu lassen. Allerdings bietet auch der aktuelle Impfstoff keinen hundertprozentigen Schutz."
Ja, ich lasse mich zwar jedes Jahr gegen Grippe impfen und hatte bisher auch keine Nebenwirkungen. Aber garantiert ist der Impfschutz natürlich nicht, obwohl dieses Jahr die Vierfachimpfung sogar kostenlos ist.
Man muss eben dem Arzt vertrauen und sich die entsprechende Zeit nehmen.

Grippe kann tödlich sein, andere Erkrankungen auch

Tuberkolose und Lungenpest sind wieder in Europa aktiv.
Hier sollte man mal effektive Programme auflegen. In den Kliniken laufen immer mehr Patienten auf, die schon im Wertebereich für andere zur Gefahr werden.

Ich bin weiß Gott kein Impfmuffel...

..., also Polio, Diphterie, MMR, Tetanus, FSME etc. sehe ich ein und macht auch definitiv Sinn.

Bei Grippe sehe ich das allerdings etwas anders:

Wie im Artikel ja auch beschrieben wird, sollten sich hauptsächlich "ältere" bzw. Menschen in Heil-/Pflegeberufen impfen lassen. Da macht das evtl. auch noch Sinn.

Aber für einen "Normal-Gesunden" ist das meiner Meinung nach pure Geschäftemacherei.

"Schutz bis 80%". Betonung auf "BIS". Können auch nur 5% sein.

Aber OK, 20% nützt die Impfung also nichts. Bei 15,5 Millionen Impfdosen ist die also bei 3,1 Millionen Menschen nutzlos.

Ich weiß, die Prozentangabe ist anders gemeint, eher so : Die Chance, daß Sie gegen das in diesem Jahr grassierende Virus geimpft werden liegt bei 4:1.

Ach ja, von 4 mir bekannten Ärzten ist nur einer für die Grippe-Impfung ;). Ist aber natürlich nicht repräsentativ.

1600 Tote durch Grippe - 19.000 durch Behandlungsfehler

Jedes Jahr sterben in Deutschland..

- 19000 Menschen an Ärztepfusch,
- 3000 Menschen durch verursachte (!) Unfälle (Handy am Lenkrad?)
- 19000 Menschen an Infektionen (multiresistente Keime & Co)
- 44900 Menschen an den Folgen von psychischen und Verhaltensproblemen
- 356000 Menschen an den Folgen von Kreislaufstörungen (Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol, falsche Ernährung,...)

Komisch: Rauchen ist nicht verboten. Handys funktionieren im Auto. Antibiotika werden wie Konfetti behandelt.
Aber gegen Grippe gibt es was - nämlich einen "Wirkstoff" mit allerdings unbesicherter "Wirkung" für den Kunden?!

Auf jeden Fall "wirkt" das Zeug sehr gut bei den Pharma-Herstellern, die jede Form von (auch irrationaler) öffentlicher Panikmache sicher nicht als störend empfinden.

"vermutlich" gut gemeint aber umstritten...

Grippegeimpfte sind aus meiner persönlichen Erfahrung häufiger krank als nicht geimpfte Menschen. Googelt man ,findet man ohne große Probleme entsprechende Studien renomierter Institute ,die genau das belegen. Ebenfalls aus persönlicher Erfahrung: die Grippeimpfung schützt auch nicht vor einer Grippe .

Wenn es Sinn macht

Wenn es die Möglichkeit gibt, sich (und andere) ohne größere Umstände und Risiken vor gesundheitlichen Schäden zu schützen, sollte man sie m.E. grundsätzlich auch nutzen.

Das sollte eigentlich keine Frage des Geldes sein, sondern eine reine Abwägung zwischen dem Aufwand und dem Risiko und dem wahrscheinlichen Nutzen (also eine Frage der Verhältnismäßigkeit bzw. des Sinns).

Ist es aber in einer Gesellschaft, die (bzw. deren Wirtschaft) zuvorderst von finanziellen Interessen angetrieben wird.

Nicht nur im Gesundheitswesen (hier: am Beispiel der Grippeimpfungen) ist eine solche oben angesprochene Abwägung aber leider ziemlich schwierig, da man sich nie ganz sicher sein kann, ob - um beim aktuellen Beispiel zu bleiben - bei der Empfehlung einer medizinischen Behandlung oder Präventionsmaßnahme objektive und vernünftige (also sozial-humane bzw. sachliche) Kriterien oder doch eher finanzielle Aspekte (also rein "geschäftliche" Interessen irgendeines Marktteilnehmers) den Ausschlag geben.

Eine Frage der Lebensgewohnheiten

Die beste Grippevorbeugung ist viel Bewegung in frischer Luft bei jedem Wetter, statt Dauerberieselung von Smarthphone und TV im überheizten Wohnzimmer, oder Abhängen in völlig überfüllten Diskos. Eine gesunde Lebensweise stärkt das Immunsystem am besten. Eine Grippeimpfung kommt deshalb für mich nicht in Frage.

Macht schon Sinn

Ich denke man muss die Grippe erst einmal gehabt haben, bevor man der Impfung positiv gegenübersteht. Früher war mir das auch egal, aber seit ich die Grippe in der letzten Saison selbst hatte, hab ich dieses mal keine Lust mehr auf eine Woche hohes Fieber und Hilflosigkeit + chronische Erschöpfung noch einen ganzen Monat später. Die Impfung wird von meiner KK komplett übernommen, ich hatte keinerlei Nebenwirkungen davon und sehe keinen Grund mehr, dieses Angebot nicht wahrzunehmen.

@ 14:13 von yolo

"Tuberkolose und Lungenpest sind wieder in Europa aktiv."

Beides ist falsch! Die TBC war in Europa nie ausgestorben, folglich kann sie nicht "wieder" aktiv sein!

Die Pest allgemein gibt es noch in einigen unterentwickelten Ländern hauptsächlich in Asien (z.B. Indien etc.) sowie auch im Westen der USA. In aller Regel tritt sie dort in Form der Beulenpest auf.

In Europa gibt es keine Form der Pest - weder die Lungen- noch die Beulenpest.

Die Lungenpest hat eine extrem kurze Inkubationszeit und einen Extrem fulminanten Verlauf. Soll heißen: wer sich infiziert, erkrankt innerhalb von Stunden und stirbt innerhalb von 1 - 2 Tagen.

Sollte sie jemals wieder in Europa ausbrechen, bleibt dies nicht unbemerkt! In kürzester Zeit würden zivile und militärische Isolationsstationen aufgebaut und die Erkrankten isoliert. Da außerdem die Pest mit Antibiotika zu behandlen ist, wäre ein solcher Ausbruch schnell gestoppt.

Hauptproblem wäre nicht die Pest selbst, sondern die entstehende Panik!

um 16:50 von Rainer Bros: Grippeschutzimpfung

"Grippeimpfung schützt auch nicht vor einer Grippe "
Das ist falsch. Die Grippeschutzimpfung schützt besonders Kinder und alte Menschen in den meisten Fällen vor einer Grippe, aber nicht vor einer Erkältung. Das wird sehr oft falsch dargestellt.
"Grippegeimpfte sind aus meiner persönlichen Erfahrung häufiger krank als nicht geimpfte Menschen."
Diese Erfahrung haben wahrscheinlich nur Sie gemacht? Es kommt in erster Linie auf das Immunsystem des Patienten an, das von vielen Faktoren beeinflusst wird.

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