Ihre Meinung zu: Worüber streiten Deutschland und Polen?

2. November 2018 - 9:16 Uhr

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen sind schlecht, denn die Liste der Streitthemen ist lang: Ganz oben steht da die Migration. Auch zu Justiz, Gas und Reparationen gibt es Diskussionsbedarf.

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Kommentare

Man kann es ganz knapp

Man kann es ganz knapp verallgemeinern:
Zwischen links und rechts.
Daraus erwachsen Spannungen, die alte Wunden wieder aufreißen, von denen man dachte, sie wären irgendwie verheilt, zumal man ein dickes EU-Pflaster darauf zu kleben versuchte.

Polen bekommt Geld...

aus der EU und Deutschland ist größter Nettozahler. Reparationsforderungen sind IMHO rechtswidrig (2+4 Vertrag) unmoralisch (der heutigen Bevölkerung soetwas auferlegen zu wollen) und rein populistisch begründet.

Unser europäisches Rechtsempfinden will die PIS untergraben, aber unser Geld nimmt sie gerne.

Nichts persönliches

Die PIS baut sich nur einen externen Buhmann auf, auf den sie zurückgreifen können, sollte es einmal nötig werden innenpolitische Instabilität zu in den Hintergrund zu treiben.

Und wenn rechtsnationale, isolationistische, fremdenfeindliche Politik im laufe der Zeit eines bewiesen hat, dann, dass immer eher früher als später massiv ins straucheln gerät.

Siehe Brexit, siehe die USA und natürlich den Rekordhalter Italien, die schon ins schwanken geraten sind, ohne wirklich etwas getan zu haben.

Meiner Meinung nach...

Ist das Verhältnis zwischen Polen und Deutschen sehr gut.
Nur zwischen den Politischen Grossen nicht!
Und die Einflussnahme der Amerikaner ist dem nicht förderlich.
Es geht immer nur um Gas und Geld.
Und die politische Klasse in Polen ist auch korrupierbar. Wozu braucht Polen Lng aus den USA? Die nordstream Leitung geht nach Greifswald
Nein da wird mit 500 Mio Förderung ein Lng Terminal in Wollin neben Swinemunde gebaut.
Die deutsche Wirtschaft ist ausserdem sehr engagiert un Polen.
Jeder 5 Arbeitsplatz hängt von Deutschland ab.
Also lasst die auflaufen

Pacta sunt servanda

Im 1990 unterzeichneten Zwei-plus-Vier-abgeschlossenen Vertrag, wo es heißt, dass es "keine weiteren Reparationen" vorgesehen sind, wurde das Thema erledigt.
Das sollten auch die Polen wissen. Und sie sollten den Deutschen dankbar sein, weil gerade sie den Polen den Zugang zur EU besonders befürwortet hatten.
All die jetzigen Forderungen sind überflüssig.

Vielleicht sollte DEU mal die Gegenrechnung aufmachen; schließlich gehörten rund 30% der heutigen Fläche Polens zu Deutschland.
Eine ungeheure Zahl, wenn man bedenkt wieviele Deutsche so ihr Eigentum verloren haben.

Gut das vieles geregelt ist...

Zwei-plus 4-Vertrag hat ja nicht direkt etwas mit der EU zu tun aber gut das das damals geregelt wurde. Mit den Polen kann man ansonsten relativ gut auskommen zumindest die Leute untereinander und im Wirtschaftlichen wenn Polen hier in Deutschland arbeiten ist alles normal.
Das sich die polnische Regierung (nicht die Polen) von EU-Eckpunkten absetzen ist nicht gut und das die EU auf Einhaltung dringt finde ich richtig. Wenn Polen auf nationalen Kurs gehen will hätte es nicht die EU kommen sollen aber
"hätte,hätte Fahrradkette"
und eigentlich muß Polen die Konsequenzen ziehen wenn es wirklich nicht mehr mit der EU kann. Auf längere Sicht und bei Fortsetzung eines nationalen Kurses gegen EU-Richtlinien muß es wohl auch aus der EU rausgehen.

Geld ist nicht alles

Wenn aus kurzfristigem Kalkül von einer Seite Reparationen aus der Mottenkiste kommen, werden auf der anderen Seite Gebietsansprüche nicht lange auf sich warten lassen; nationale Egoismen sind schließlich keine Einbahnstraße.
Eigentlich hatte ich gehofft wir wären inzwischen zu schätzen gelernt was Frieden wert ist.

Nett gesprochen...

"dass wir Deutsche uns über vieles wundern, was da im Land vor sich geht"
Ja, vor allem wundern wir uns, was im eigenen Land vor sich geht.
Wir sollten da nicht mit Steinen werfen.

REPARATIONEN?

Also wenn Polen da drüber reden will, gerne, aber nicht, ohne dann auch über unsere ehemaligen Gebiete zu reden. Die haben schließlich auch einen gewissen Gegenwert inkl. der Bodenschätze. Ich denke, da werden die wohl eher den Kürzeren ziehen.

Nordstream 2

"Polen wirft Berlin bei der Pipeline Egoismus vor und warnt, sich zunehmend von Russland abhängig zu machen."

Es ist immer wieder rührend, wie sehr sich ausgerechnet jene Länder um unsere Versorgungssicherheit bemühen, die für uns einen Unsicherheitsfaktor darstellen.

Bin für

Reparationszahlungen. Die wird Deutschland schon abzahlen können. Genauso bin ich aber für die Rückgabe der völkerechtswidrigen annektierten Ostgebiete im gleichen Zuge. Kein Unrecht gleicht ein anderes Unrecht wieder aus. Im Gegenzug muss sich Polen um seine, von der damaligen Sowjetunion und heutige Ukraine, annektierten Gebiete kümmern.

"dass wir Deutsche

uns über vieles wundern, was da im Land vor sich geht".
Allerdings müsse man sich hüten, "oberlehrerhaft" zu urteilen
.
wenn man sich das beherzigt
kann doch nichts schief gehen

Die Wirtschaft brummt - wer

Die Wirtschaft brummt - wer profitiert? Kein Ende der Demokratie in Sicht - und was ist mit den Einschränkungen von Pressefreiheit und Gewaltenteilung? Auch der EU-Austritt wird vor allem von nationalistischen und tendenziell fremdenfeindlichen Gruppierungen propagiert. Alles nicht so beruhigend.

Wie in jeder krieselnden

Beziehung nutz jeder die Munition, die er finden kann. Königsberger Klopse oder Krim Sekt kommen hoffentlich nicht mehr auf die Menu Karte.

Verteilung der Flüchtlinge

Ups wieder ein Land welches den linksradikalen Vorstellungen der Weltmoralkanzlerin nicht folgt.

Den eigenen Fuß nicht auf der

Den eigenen Fuß nicht auf der Gasleitung zum goldenen Deutschland zu haben, ist für PiS natürlich ein verloren gehender Joker.
Und die guten alten Reparationsforderung kann man ruhig als Bettelei auf Länderebene interpretieren.
Ansonsten gebe ich @Deeskalator 09:43 Recht

Ich verstehe den Hang zu mehr Land gar nicht.

Klar sind jetzt eventuell geforderte Reparationen Blödsinn, nicht nur rechtswidrig, und darauf sollte nicht reagiert werden.
Aber den Bezug auf die "Gegenleistung" Gebiete zurück erhalten zu wollen, finde ich ebenso unangebracht und unsinnig. Viele alte deutsche Großgrundbesitzer und deren Familien-Erben scheinen es seelisch immer noch nicht verkraftet zu haben, ihren Besitz dort zurück gelassen zu haben.
Die gesamtdeutsche Grenze von 1945 bis in die Gegenwart ist genau so richtig, wie sie ist, und zu vermissen gibt es überhaupt nichts. Ich finde, wir leben hier in einem nicht nur freien, sondern auch sehr weiten Land! Viele hier sollten mal öfter zu Fuß über Feld, Wald und Wiese laufen, um das erkennen zu können.

Deutschland ...

... soll aufhören zu meckern.

Lasst die Polen in Ruhe.

Wenn die keine Migration wollen oder das Pensionsalter von Richtern herabsetzen, dann haben wir das zu respektieren und nicht immer unseren Senf dazu zu geben.

Aha...

„Warschaus Regierende wehren sich strikt gegen eine verpflichtende Aufnahme von Migranten. Die Migrationspolitik Merkels stieß bei der PiS auf große Kritik.“

Vielen Dank für die Information, das Merkels Flüchtlingspolitik in Wirklichkeit Migrationspolitik ist.

Wobei ich ich dan; aber frage, warum andere Länder bei dieser Migrationspolitik mitmachen sollen.

Polen hat eine noch recht hohe Arbeitslosigkeit.

Und weiss vor allem darum, das sehr viele der in den 60ern/70ern eingewanderten Türken nicht wirklich integriert wurden.

Ganz nebenher...
Die Migranten drängen immer noch bevorzugt in die länder mit den höchsten Sozialstandards.

Polen gehoert nicht dazu.

Und kein Migrant würde doers bleiben wollen.

Wundern würde es mich nicht,

wenn Merkel noch Geld verspricht. Sie hat ja in ihrer gesamten Amtszeit immer gegen ihr Wahlvolk regiert.
Diese Frau, wird uns für ihre Fehler noch lange beschäftigen.

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Die Moderation

@ Der Antichrist

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Wenn die Regierung Merkel „immer“ gegen ihre Wähler regiert hätte, wäre sie nach der ersten Legislaturperiode abgewählt worden. Offensichtlich scheinen nur SIe dieser Meinung zu sein. Schenken Sie sich Ihre unbelegbaren Verallgemeinerungen doch einfach

Konsultation

Klar das Nordstream in Polen nicht gut ankommt, kann da Polen nicht mitverdienen. Auch die Amerikaner wollen verhindern weil sie gerne ihren "Dreck" an uns für teuer Geld verkaufen will.
So die Wiedergutmachung aus Kriegszeiten gerne einige Milliarden.
Die Beziehungen waren selten schlechter wie unter dieser Regierung..
Auch so kann Demokratie gehen..

Mal muss auch gut sein

"Gerade für Deutschland empfehle sich "eine gewisse Demut" im Umgang mit Polen."

Irgendwann muss auch mal gut sein, Polen macht seine Politik ohne Rücksicht und National, Deutschland soll Demut üben.
Das kann kein Dauerzustand sein.
Und bei Nordstream geht es nur ums Geld was Polen gerne gehabt hätte für die Durchleitungsgebühren, zum Anfang hätten sie es gerne durch Ihr Land gehabt, aber die Polen sind ja reich und dürfen gerne mit teuren Gas aus den USA heizen.

Deutschland denkt immer an die Anderen, Polen zuerst an sich, Geld aus Deutschland immer gerne willkommen.
Das muss mal aufhören.

Es wäre schön, wenn sich

Es wäre schön, wenn sich Christen endlich mal christlich handeln würden.

Oberlehrerhaft?

Klar, wir können oberlehrerhaft, keine Frage. Aber ist konsequentes Vertreten der humanistischen Werte das? Nein, finde ich. Die sog. Justizreform in Polen ist ja nur eine Sache in einer langen Reihe, bei der die Werte missachtet werden. Zudem hat Demut nichts mit Maulkorb zu tun. Traurig auch dass die EVP gerade auch wegen Parteien wie PiS so stark ist. Es stimmt einiges nicht in Polen. Das darf man auch klar sagen!

Nur mit Kabinett ?

Oder eben auch mit dem politischen Willen, den Restitutionsansprüchen der faschistischen Regierung in Warschau zu befriedigen ?!? Der Brexit zeigt, dass es auch für die europafeindliche Regierung auch ein Polexit zumindest diskutiert werden sollte.

Wir sollten nicht mal daran denken, andere Länder aus der EU zu entfernen, nur weil die
nicht den Vorstellungen von Frau Merkel oder den hoch moralischen Linken in Deutschland entsprechen.
Das könnte dann sehr schnell einsam machen.
Obwohl....genau genommen ist doch unser Verhältnis zu allen Nachbarn mehr oder weniger arg gestört.
Dabei meinen wir es doch sooo gut.
Die kapieren es einfach nicht, wie schnell eine deutsche Meinungshoheit den Untergang einer europäischen Gemeinschaft beflügeln würde.

Der "Oberlehrer"

"Allerdings müsse man sich hüten, "oberlehrerhaft" zu urteilen, sagte der SPD-Politiker im SWR weiter."

Das stimmt. Aber das gilt nicht nur im Hinblick auf Polen. Auch viele Türken sehen Deutschland in dieser Rolle. Man tut in Deutschland so, als sein das Land ein "Musterschüler" in Sachen Demokratie und Minderheiten-Politik.

Dabei hat das Land noch viele eigene Baustellen. Man denke da nur an jährlichen Pisa-Studien, wo Deutschland bei der schulischen Förderung von Migranten immer wieder schlecht abschneidet. Von den rassistischen Übergriffen auf Ausländer (Mord- u. Brandanschläge) ganz zu schweigen.

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