Ihre Meinung zu: Statistisches Bundesamt: Weniger Zuwanderung nach Deutschland

15. Oktober 2018 - 10:29 Uhr

Im Jahr 2017 sind weniger Menschen nach Deutschland eingewandert als im Jahr zuvor. Im vergangenen Jahr zogen 416.000 Menschen mehr zu als fort. 2016 waren es noch 500.000, so das Statistische Bundesamt.

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Statistisches Bundesamt:

Statistisches Bundesamt: Weniger Zuwanderung nach Deutschland

Keine Sorge um Fachkräftemangel, man arbeitet zielführend daran! Was aus der Statistik nicht oder im Bericht ersichtlich ist, das ist eine Zuordnung der abgewanderten Deutschen.

Weniger Zuwanderung - wer hat etwas dagegen

Das wird wohl so sein, wenn Sie 2016 oder vielleicht sogar 2015 zum Maßstab nehmen. Aber wären die Zahlen aus 2015/2016 wünschenswert?

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Zuwanderung aus der EU

Ich würde in Zeiten von "Schengen" gar nicht mehr über Migration im eigentlichen Sinne aus der EU sprechen. "Schengen" bietet freie Migration zwischen den beteiligten Staaten, wodurch eine Migration z.B. aus Polen kaum mit einer z.B. aus Russland vergleichbar ist.

416.000 Zuwanderer

das ist aber ne ganze Menge
die keine Wohnung haben, keinen Arbeitsplatz,
andere Lebensgewohnheiten vorfinden, sprich integriert wohl auch nicht sind

re erfahrungsträger

"Was aus der Statistik nicht oder im Bericht ersichtlich ist, das ist eine Zuordnung der abgewanderten Deutschen."

Was verstehen Sie denn unter Zuordnung? Außerdem geben die Zahlen hier den Saldo aus Zu- und Abwanderung. Ohne Berücksichtigung der Nationalität.

Überhaupt nicht beruhigend

Man muss doch die kumulierte Zahl sehen. Dass mal wieder weniger kommen als zu Spitzenzeiten, ist ja eher normal. Wenn einem die Miete verdoppelt wird und im folgenden Jahr nur um 20% steigt, sind Aussagen wie "Mieten steigen viel langsamer" auch kein Trost. Die Vergangenheit macht das ja nicht ungeschehen.

@Giselbert (13:28):

>>Rein auf die Zahlen bezogen stimmt die Überschrift, stellt aber einen beunruhigenden Sachverhalt als harmlos dar, es werden ja "weniger". Anstatt 500.000 waren es "nur" 416.000 (z.B. die Stadt Mainz hat 215.000 Einwohner).

Die Überschrift müsste lauten "Einwanderung weiterhin auf bedenklich hohem Niveau".<<

2017 gab es in Deutschland 784.901 Geburten und 932.272 Sterbefälle. Das macht ohne Einwanderung einen Bevölkerungsrückgang von 147.371, also etwa in der Größenordnung von Regensburg (148.638 Einwohner im Jahr 2016). Bei einer Einwanderung von 416.000 im vergangenen Jahr ist Deutschland also "nur" um ~268.000 Einwohner gewachsen (in etwa das Ihrem Mainz gegenüberliegende Wiesbaden), oder um 0,32%. Das ist bei allen Wohnraumproblemen, die es in den Ballungsgebieten durchaus gibt, in meinen Augen kein wirklich alarmierender Zuwachs.
(Quellen: Statista, Wikipedia)

@Sisyphos3 (13:34):

>>416.000 Zuwanderer
das ist aber ne ganze Menge
die keine Wohnung haben, keinen Arbeitsplatz,
andere Lebensgewohnheiten vorfinden, sprich integriert wohl auch nicht sind<<

Im Saldo mit den Geburten- und Sterbefällen sind es grob 268.000 Menschen mehr in Deutschland. Da viele Zuwanderer aus der EU und dem restlichen Europa stammen, werden sich die Integrationsprobleme wohl in Grenzen halten. Und dass die alle keinen Arbeitsplatz finden, ist angesichts der seit Jahren anhaltenden positiven Entwicklung in der Wirtschaft auf eher unwahrscheinlich. Trotz Zuwanderung haben wir ein Rekordhoch an freien Stellen und ein Rekordtief bei den Arbeitslosenzahlen.

karwandler

Auch Ihnen, lieber Mitforist, ist ganz bestimmt klar, was erfahrungsträger unter "Zuordnung" versteht: Es geht um die Qualität der Zu-oder Abwanderer ! Wenn Deutschland Facharbeiter und Akademiker "exportiert", die aufwendig und teuer hier ausgebildet wurden, dafür aber deutlich mehr bildungsunfähige bzw. wenig qualifizierte Menschen , denen die hier übliche Arbeit eher fremd ist ,"importiert", ist es ein sehr schlechter Tausch. Langfristig wird dies unserem Land sehr schaden. Die "Buntheit" sieht auf den ersten Blick ganz nett aus und unter den Neubürgern sind auch einige sehr sympathische Menschen, doch der größte Teil wandert in die heute schon überstrapazierten Sozialsysteme ein. Ihnen ist das offenbar ein Herzenswunsch.

@ um 14:02 von ErebMacar

Laut der letzten Statistik haben wir aktuell ca 700.000 freie Stellen und ca 2,3 Millionen offiziell Arbeitslose, inoffiziell ca 6 Millionen Arbeitslose.
Das heißt, dass wir für jede freie Stelle 3-9 potentielle Bewerber haben und nach wie vor ein Millionenheer an Arbeitslosen, bei viel zu wenig freien Stellen!
Und damit nach wie vor auch massive soziale Probleme, die in keinster Weise behoben werden und sich durch weitere Imigration verschlimmern.
Selbst das Mindeste, was man erwarten könnte, nämlich Kigaplätze, vernünftige Schulbedingungen und ausreichend Wohnraum stehen nicht zur Verfügung.
Ob es ein Rekordhoch an freien Stellen gibt, entzieht sich meiner Kenntnis, da mir dazu keine Statistik vorliegt. Ein Rekordtief bei den Arbeitslosen vermag ich aber nicht zu erkennen.
Denn das kann ja nur dann existent sein, wenn es die Arbeitslosenzahlen zu Beginn der 1970er Jahre unterschreitet. Damals hatten wir, glaube ich, ca 200.000 Arbeitslose.
Also bei ca 3-10% der aktuellen Zahlen.

@ um 13:54 von ErebMacar

"@Giselbert (13:28):
>>Rein auf die Zahlen bezogen stimmt die Überschrift, stellt aber einen beunruhigenden Sachverhalt als harmlos dar, es werden ja "weniger". Anstatt 500.000 waren es "nur" 416.000 (z.B. die Stadt Mainz hat 215.000 Einwohner).

...<<

... Bei einer Einwanderung von 416.000 im vergangenen Jahr ist Deutschland also "nur" um ~268.000 Einwohner gewachsen (in etwa das Ihrem Mainz gegenüberliegende Wiesbaden), oder um 0,32%. Das ist bei allen Wohnraumproblemen, die es in den Ballungsgebieten durchaus gibt, in meinen Augen kein wirklich alarmierender Zuwachs.
..."
Sie liegen weitgehend richtig, nur nicht im letzten Punkt. Bei einem Unterangebot an Wohnraum steigen die Wohnraumpreise nicht linear mit steigender Nachfrage, sondern exponentiell. Somit wird auch der geringe Zuwachs von 0,32 % zu einer deutlich höheren weiteren Steigerung der Wohnkosten führen.

Die Zahl

ist nicht gerade klein, wie viel Städte haben wir die 400 000 Einwohner hat.
Das schlimme ist eigentlich das 250 000 Deutsche dem Land den Rücken gekehrt haben, vielleicht auch noch die gut ausgebildeten, einige Rentner sind natürlich auch dabei die sich das leisten können.

Man muss

bei diesen Zahlen natürlich berücksichtigen, dass auch ca. 250000 ausgereist sind ,die natürlich mit Zuwanderung wieder aufgefüllt wurden. Das macht dann eine Nettozuwanderung von ca. 600000.
Und sollen wir da nun glücklich drüber sein und Hurra rufen ? Ich denke mal nicht! Die ausgereist sind , sind überwiegend Gut- bis Hochqualifizierte, die nach Skandinavien, USA, Kanada ausgewandert sind, um nur einige Bsp. Zu nennen und worüber die Aufnahmeländer natürlich sehr glücklich sind, wie zumindest über die Medien berichtet wurde. Im Gegenzug kommen grösstenteils
Analphabeten zu uns, die überwiegend in unsere Sozialsysteme landen. Und das wird voraussichtlich die nächsten Jahre so weitergehen. Wo das hinführt, kann sich wohl jeder selbst ausmahlen. Um es auf den Punkt zu brigen: D steuert langfristig auf den Abgrund zu aber unsere Verantworlichen verschliessen die Augen davor.

@nie wieder spd (14:32):

>>Laut der letzten Statistik haben wir aktuell ca 700.000 freie Stellen und ca 2,3 Millionen offiziell Arbeitslose, inoffiziell ca 6 Millionen Arbeitslose.<<

Die Unterbeschäftigung (also die Zahl der Arbeitslosen plus die Zahl Menschen in Maßnahmen der ARGE) lag im September bei 3.169.646. Wo Ihre 6 Mio herkommen, müssten Sie mir erklären.

Wir haben seit Jahren steigende Beschäftigenzahlen und sinkende Arbeitslosenzahlen und trotzdem sinkt die Zahl der offenen Stellen nicht, da aus offensichtlichen Gründen bei steigender Wirtschaft auch stetig neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

>>Denn das kann ja nur dann existent sein, wenn es die Arbeitslosenzahlen zu Beginn der 1970er Jahre unterschreitet. Damals hatten wir, glaube ich, ca 200.000 Arbeitslose.
Also bei ca 3-10% der aktuellen Zahlen.<<

Ich beziehe mich auf Zahlen für das wiedervereinigte Deutschland, also ab 1990, wie so ziemlich jeder andere Vergleich gesamtdeutscher Arbeitslosenzahlen auch.

@Ritchi (14:38):

>>Sie liegen weitgehend richtig, nur nicht im letzten Punkt. Bei einem Unterangebot an Wohnraum steigen die Wohnraumpreise nicht linear mit steigender Nachfrage, sondern exponentiell. Somit wird auch der geringe Zuwachs von 0,32 % zu einer deutlich höheren weiteren Steigerung der Wohnkosten führen.<<

Die stark steigenden Preise für Wohnraum sind nun wirklich nicht allein der Zuwanderung geschuldet, sondern in großem Maße auch dem Umstand, dass Immobilien in der aktuellen Niedrigzinsphase als Geldanlage und Spekulationsobjekte benutzt werden (Stichwort: Luxussanierung) und der Attraktivität von Ballungsgebieten. Ländliche Gegenden hingegen bluten teilweise eher aus und haben massiven Leerstand.

@wenigfahrer (14:45) & Ferkelchen (14:47):

Bei Ihrer Verlustrechnung der deutschen Hochqualifizierten unterschlagen Sie mMn zu viel. Zum einen sind auch 167.000 Deutsche wieder zurück gekommen, sodass wir in Summe nur 82.000 Deutsche "verloren" haben und zum anderen wird hier nach Staatsangehörigkeit erfasst und nicht nach Ethnie. Die ausgewanderten Deutschen werden also mit einiger Sicherheit nicht alles Biodeutsche gewesen sein.

Darüber hinaus ziehen durchaus nicht nur Geringqualifizierte nach Deutschland, sondern auch viele Hochqualifizierte. Fragen Sie mal Länder wie Spanien, Italien oder Griechenland, was für einen Braindrain die Richtung Deutschland haben.

@ErebMacar

Bei einer Einwanderung von 416.000 im vergangenen Jahr ist Deutschland also "nur" um ~268.000 Einwohner gewachsen (in etwa das Ihrem Mainz gegenüberliegende Wiesbaden), oder um 0,32%. Das ist bei allen Wohnraumproblemen, die es in den Ballungsgebieten durchaus gibt, in meinen Augen kein wirklich alarmierender Zuwachs.

Ihre Rechnung stimmt so nicht angesichts der Tatsache, dass sich die Einwanderer, nicht gleichmäßig im Bundesgebiet verteilen, sondern vornehmlich in eben den Ballungsgebieten ansiedeln. Sie müssten also die prozentuale Zu- und Abwanderung nur in den Ballungsgebieten für Ihre Rechnung heranziehen.

mehr zuwanderung

der rückgang ist beunruhigend - liegt vielleicht an den rechten krawallmachern...
fakt ist, dass deutschland zuwanderung braucht, das hat auch gerade die wahl in bayern gezeigt. die grosse mehrheit der deutschen, sogar im konservativen bayern, sieht das so

re nie wieder spd

"Laut der letzten Statistik haben wir aktuell ca 700.000 freie Stellen und ca 2,3 Millionen offiziell Arbeitslose"

Während man die gemeldeten Arbeitslosen bis auf den letzten Mann zählen kann ist die Zahl der offenen Stellen unbekannt.

Nur ein Bruchteil der Betriebe meldet offene Stellen beim Arbeitsamt.

Beängstigende Verharmlosung

Der Titel der Meldung ist mal wieder Programm: Er suggeriert Beruhigung.

Aber lese ich das richtig: 2017 sind 1,3 Mio Menschen nach Deutschland eingewandert? Es ist ja hier schon in den Kommentaren angeklungen, dass die wenigsten davon ausreichende Qualifizierungen mitbringen, also keinen "Brain Gain" bewirken. Im Gegenteil.

Wann wachen unsere Verantwortlichen endlich auf!? Herr Schäuble hat doch unlängst in seinem Interview klar gemacht, dass eine Rückführung allenfalls in Einzelfällen erfolgen wird. Sprich: Wer kommt, kann zu 95 % bleiben. Wir sind längst schon eine Bananenrepublik - zumindest mit Blick auf die Migrationspolitik.

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