Ihre Meinung zu: Transparency International kritisiert Handel mit EU-Pässen

10. Oktober 2018 - 10:39 Uhr

Ein EU-Pass für eine Millioneninvestition zum Beispiel auf Zypern - lukrativ für die Länder und Einfallstor für Geldwäsche. Transparency International kritisiert das in einem Bericht. Von Karin Bensch.

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Kommentare

EU Erweiterung

Das kommt davon, wenn man Länder in die EU aufnimmt, die strukturell (Wirtschaft, Gesetzlich sowie in den Ämtern) zuviel Korruption und schlechte Zahlen aufweisen...

Beispiele sind Malta, Zypern und Griechenland war es wirtschaftlich 2004 auch noch nicht. Lieber Klasse statt Masse und riskieren, dass sich ein paar Staaten eben doch anders orientieren (z. B. Richtung Russland) - sie tun dies ja nicht ohne Grund sondern weil ihnen Korruption und Seilschaften dort mehr zusagen.

Außerdem sollte langfristig eine Partnerschaft mit Russland im Fordergrund stehen und keine Feindschaft. Dafür muss man auf Augenhöhe mit den Russen reden und solange die unsere Demokratie unterwandern und hacken, sind erstmal ein paar ernste Worte angebracht und keine Assimilation in Richtung Osten.

Die EU ist nicht bereit, die Steuerrefugien auszutrocknen.

Und gerade Deutschland hat die Verschärfung von Transparenzregeln, z.B. Lobbyismusregister, bisher mit verhindert.
Der Handel mit Pässen ist da nur ein weiterer Mosaikstein.

Jedes Land hat eben seine...

... Kompetenzen, die sich offenbar ergänzen.
Während Deutschland eben das Land ist, in dem es das effizienteste Steuersystem und für die Arbeitnehmer die höchsten gibt, zahlt man andernorts eben gar keine Steuern oder verkauft die Staatsanleihen an bestimmte Strukturen die dafür von den Behörden nicht weiter verfolgt werden. Und wenn der Handel mit EU-Pässen ein gutes Geschäft ist, dann müssen diese Länder eben nicht ihre eigene arbeitende Schicht ausplündern.

Na und?

Es wird alles verkauft. Wenn man die Pflege von Menschen zu einem Geschäft macht (Privatisierung von Altenheimen), dann braucht man sich nicht wegen so was aufregen.

Was ist eine Staatsbürgerschaft wert?
Ich bin sicher, dass ein Khaled al-Masri den Wert der deutschen Staatsbürgerschaft gänzlich anders einschätzt, als jemand, der nicht in fürchterliche Lebensumstände zurück kehren möchte und durch diese Staatsbürgerschaft sicher wäre.

Bedauerlich finde ich nur, dass der einzelne Staatsbürger seine Staatsbürgerschaft nicht verkaufen kann. Oder tauschen. Ich hätte ne deutsche Staatsbürgerschaft im Angebot.

Aber gut. Ich darf ja nicht. Ich hab aber auch kein Problem damit, wenn mit Staatsbürgerschaften gehandelt wird.
In der EU gibt es viel grössere Probleme.

Zum Beispiel das Thema EU Förderungen. Eine Industrie, die die Anträge abwickelt, da diese extrem komplex sind, Missbrauch von Fördermittel, Korruption - das ist eine Schande.

Da kratzen mich die Pässe echt gar nicht.

Schon die Römer taten es

"Geheimtipp ist aber der Pass des Inselstaates Santa Luzia. «Für 100'000 Franken kriegt man visafreien Zutritt zu 125 Staaten weltweit, darunter alle EU-Mitglieder», erklärt Reeves. Dazu komme, dass Santa Luzia erst seit kurzem auf dem Markt mitmische."

"Schon die Römer taten es.

Die Idee, mit Bürgerrechten zu handeln, ist uralt. Schon im Römischen Reich konnten sich vermögende Herren die Fürsprache einflussreicher Römer erkaufen und dadurch auf der Überholspur zum «civis romanus» werden. Damit erwarben sie sich das Recht, in der Volksversammlung mitzureden, die Toga zu tragen und von der Todesstrafe verschont zu bleiben – ausser bei Hochverrat. Und selbst dann war ihnen der verhältnismässig milde Tod durch das Schwert garantiert."
Seit wann ist die EU ein Staat?
Dürfen die EU- Passinhaber wählen?

Bitte noch einmal den Artikel lesen

Die EU kann in diesem Fall nichts tun. Die Vergabe von Pässen liegt in der Hoheit jedes einzelnen Mitgliedsstaates, da hat die EU nichts zu sagen.
Dieses Recht will man doch nicht etwa an die böse EU abgeben? Wo doch derzeit chic ist, immer mehr nationale Freiheiten zu fordern.

Wie man an der Auswahl der Länder erkennt, stecken handfeste wirtschaftliche Gründe dahinter. Man baut eben nicht so schnell eine funktionierende Volkswirtschaft auf. Da geht so ein kleiner Passhandel viel schneller und man kann einen Teil seiner Schulden gegenüber der europäischen Zentralbank einfach abbauen. Dass man sich damit wahrscheinlich eine erhebliche Anzahl zweifelhafter Charaktere ins Land holt - who cares? Damit ärgern wir uns dann herum, wenn es soweit ist.

Schade, dass bei den Spitzenpolitikern der Mitgliedsstaaten der Gemeinschaftssinn so gering ausgeprägt ist. Das macht die EU kaput, nicht ihre Regeln. Davon bräuchte man - wie hier zu sehen - ab und zu auch mal ein paar mehr.

EU-Pässen.

EU-Pässen gibt es nicht nur in Zypern, sondern in den meisten osteuropäischen EU Staaten, also nicht nur Ungarn. Wobei es zumeist ungeniert verkauft wird. Das war schon in den kommunistischen Staaten Gang und Gebe, wobei man nur Zutritt zu diesem betr. Land hatte. Also eine Fluchtadresse für Crime. In Westeuropa wird es zumeist verbunden mit einer Unternehmensgründung und einer entsprechende Bankkonto-Eröffnung.

Pass und Staatsbürgerschaft

Kann man in diesen Ländern einen EU-Pass kaufen, so hat man dann auch die Staatsbürgerschaft dieses Landes. Wer also z.B. in Zypern eine Immobilie kauft, kann dann damit die zypriotische Staatsbürgerschaft erwerben, bekommt einen EU-Pass, ohne dieses Land je betreten zu haben. Verrückte Welt...warum läßt die EU den Kauf von Staatsbürgerschaften überhaupt zu oder knüpft dies an Bedingungen wie eine Mindestaufenthaltszeit etc...hier müßte das EU-Recht dringend nachgebessert werden. Wenn jedes Land als Geschäftsmodell EU-Pässe verkaufen kann, wird die EU zu einem Kramerladen.

Sumpf

Das ist doch keine Überraschung. Auch auf Malta kann man die Eintrittskarte ins EU-Land problemlos erwerben. Warum sollte es auch anders sein als bei EU-Fördermittel, EU-Gesetze, EU-Posten. Deshalb leben kritische Journalisten gefährlich.

wo ist das problem?

pässe und staatsbürgerschaften unterlagen schon immer angebot/nachfrage. mann schaue sich nur die sportler an wie diese eisläuferin aus russland, die jetzt eine deutsche goldmedaille verdient hat oder diese sängerin, die mit atemnot in der nacht kämpft.

Chinesen, Russen und Ukrainer

Das umschreibt nur: es handelt sich dabei um ausnahmslos zwielichtige Gestalten, Oligarchen, Kriminelle oder völlig zu Unrecht zu Vermögen genommene. Ganz sicher aber keine "Bürger", die Europa braucht oder will.
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Die EU Kommission ist aufgefordert, sofort die Rechtslage zu ändern. Wir brauchen keine Chinesen, Russen oder Ukrainer, die sonst eher feindlich dem Westen gegenüber agieren.
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Vorreiter im Passhandel sind

Vorreiter im Passhandel sind die Baltischen Staaten vor allem Estland.

re karl napf

"pässe und staatsbürgerschaften unterlagen schon immer angebot/nachfrage. mann schaue sich nur die sportler an wie diese eisläuferin aus russland, die jetzt eine deutsche goldmedaille verdient hat oder diese sängerin, die mit atemnot in der nacht kämpft."

Mal wieder voll daneben.

Helene Fischer ist Russlanddeutsche, Aljona Savchenko wurde schon 2002 eingebürgert.

Das passt so zum Thema wie Ihre Kommentare zu ernsthafter Diskussion ...

"Der Markt wird es schon richten"

Blick auf die obersten Akteure: Ist doch nur konsequent in dieser EU, in der jeder auf den eigenen Vorteil schaut und alle nach der Prämisse leben: "Der Markt wird es schon richten"
D. verhindert aus Eigeninteresse seit Jahren strengere Grenzwerte, profitiert von der Schwäche anderer EU-Staaten, andere haben ein Steuersystem, welches weit unter Durchschnitt liegt und verdienen so Mrd. und wieder andere verkaufen EU-Pässe.
Die angeblichen Werte werden nur bei Sonnenschein herausgeholt und gleich wieder verstaut. Letztlich scheint die EU getrieben von der Angst, "abgehängt zu werden".

USA; Kanada, Australia

Wie verhält sich das bei den traditionellen Einwanderungsländern ?

re demokratisch

"Die EU Kommission ist aufgefordert, sofort die Rechtslage zu ändern."

Wollen Sie es nicht kapieren?

Das Staatsbürgerschaftsrecht liegt in der Hoheit der EU-Staaten. Es gibt keine EU-Rechtslage.

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