Ihre Meinung zu: Studie: EU-Steuerpolitik schadet Entwicklungsländern

26. September 2018 - 8:45 Uhr

Knapp 90 Milliarden Euro plant die EU in ihrem nächsten Haushalt für Entwicklungshilfe ein. Dabei tragen viele EU-Staaten laut einer Studie selbst Mitschuld an der Armut vieler Entwicklungsländer. Von Samuel Jackisch.

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Kommentare

Sorry

aber werden diese "südlichen" Länder von Schwachköpfen regiert? Wenn solche Verträge für diese Länder schlecht sind, dann sollten sie sie wohl nicht abschließen!
Ich bin es verdammt leid, dass hier immer so getan wird als wären die Südländer arme Kleinkinder, die nicht wissen was sie tun. Diese Leute müssen selbst wissen was sie tun. Und nur um mal die Tatsachen zurechtzurücken, ohne Europa bzw. den Westen wäre Afrika in der Steinzeit ohne Medikamente oder Technologie jeglicher Art.

Geplündert ...

... haben wir Europäer in sog. Entwicklungsländern ja schon seit jahrhunderten. Heute wundern wir uns, dass die Menschen diesen Strömungen folgen. Doch beachte: Ist der Aufkauf Afrikas durch China erst einmal abgeschlossen, gibt es für uns nichts mehr zu plündern ...

Studie:EU-Steuerpolitik schadet Entwicklungsländern....

Aber doch nicht nur die Steuerpolitik.In erster Linie schadet die EU-Außenhandelspolitik den
Entwicklungsländern.Durch den starken EU-Export werden Produzenten in den dritte-Welt-Ländern vom Markt gedrängt.
Und in den Handelsverträgen lässt sich die EU niedrige Zölle garantieren.
Aber auch die Entwicklungshilfe gehört unter die Lupe genommen.Werden Länder in Abhängigkeiten gebracht und entsprechende Auflagen gemacht.Zum Beispiel welche Produkte bei bestimmten Projekten verwendet werden dürfen.

Das sieht man auch beim

Das sieht man auch beim Länderfinanzausgleich. Es gibt Länder, die wollen absolut nichts ändern. Die wollen immer weiter die Hand aufhalten. Und sie wehren sich dagegen, daß andere weniger zahlen wollen. Das ist im Großen genau so. Warum soll man mit Entwicklungshilfe etwas aufbauen, wenn man sowieso immer Geld bekommt? Afrika braucht mal eine Chance. Keine Almosen. Richtige Fabriken, richtige Jobs. Faire Fangquoten (also nur Afrikaner rund um Afrika), und Zugang zu europäischen, Amerikanischen und Asiatischen Märkten.

imperiale Lebensweise

damit die exklusive Lebensweise im globalen Norden aufrechterhalten werden kann, müssen sämtliche Kosten der Produktions- und Lebensweise in den globalen Süden exkludiert werden. Die Steuernachteile der armen Länder sind hier nur ein Teil: es geht um die Klima- und Umweltkosten, letztlich um das Soziale und Demokratie. Perfide ist, dass sich die globale Eliten in ihrer Zusammenarbeit angleichen und dass im globalen Norden zunehmend Menschen als überflüssig deklariert werden und die Forderung nach einer demokratischen sozialen Infrastruktur da wo sie hier und dort sicht- und hörbar ist, bekämpft wird.

Auf jeden Fall hat die EU

Auf jeden Fall hat die EU Schuld an der Misere in vielen Ländern, und das ist seit Jahren bekannt (Dokus über Westafrika insbesondere dort, wo die europäisch subventionierten Fischer den Afrikanern mit ihren grossen Schiffen die Fische wegfischen. Die, die dann nicht mehr fischen können, kommen als sog. Wirtschaftsflüchtlinge. Mittlerweile lässt man sie ja auch ertrinken in Mitteleuropa-.

Also ich weiss nicht, was für Ausdrücke hier angemessen wäre: Ein perverses Spiel?

Die glorreiche EU lebt nur auf Kosten anderer

Die EU sollte auch endlich mal aufhören, ihre Agrarüberschüsse und ihren Elektroschrott den armen Ländern vor die Füße zu kippen.
Das ist das europ. Verständnis von Fluchtursachenbekämpfung!
Die dt. Waffenlieferungen tun auch ihr Übriges!

Bezug auf Deutschland

Mit welchen Ländern hat Deutschland denn solche Abkommen? Sind die irgendwo einzusehen?

Fluchtursachen bekämpfen

und diese Abkommen reformieren.

Danke Linksfraktion

Sehr interessante Zahlen, die anhand dieser Nachfrage errechnet wurden...

Doch was wird sich aendern?

Solange die EU Unternehmen in Europa noch (mehr oder weniger) die Steuersaeckel fuellen, wird sich an der Situation nichts aendern...?!

Wie schafft man es, die betroffenen Unternehmen zu mehr (gerechtfertigten) Steuerabgaben "zu zwingen" - und wie erreicht man es, dass diese Einnahmen auch an der richtigen Stelle in dem Empfaenger-Laendern "landen"....?!
"...vor allem auf die Gewinne multinationaler Konzerne. Diese erwirtschaften einen Großteil ihrer Umsätze in eben diesen Entwicklungsländern, zahlen dort aber kaum Steuern, sondern bestenfalls in ihren Herkunftsstaaten..."
An dieser Stelle sollte ein "Angriff" der Politik starten...- das erste waere wohl, das kein Politiker nach seiner Amtszeit eine Position oder "Consulting" fuer diese multinationalen Unternehmen annehmen darf...- oder zumindest die ersten 5 Jahre nach Amtszeit...

Keine Überraschung

>>Bereits frühere Untersuchungen, beispielsweise durch den Internationalen Währungsfonds hatten ergeben, dass allein den Afrikanischen Staaten jährlich 175 Milliarden Euro Steuern entgehen. Diese Summe entspräche etwa der dreifachen Menge aller westlichen Entwicklungshilfe für den gesamten Kontinent.<<

Das überrascht keineswegs.
Wenn wir tatsächlich eine gerechtere und friedlichere Welt wollen und die viel besagten "Fluchtursachen" bekämpfen wollen, dann müssen wir noch zu viel mehr bereit sein, als ein paar Millionen Flüchtlinge bei uns aufzunehmen. Dann heißt es Wohlstand abgeben, teilen und tatsächlich gerechte Chancen zulassen.
Das mag schwer fallen und die Egoisten/Nationalisten sind weltweit auf dem Vormarsch. Aber wenn die Kluft zwischen Arm und Reich weltweit nicht verringert werden kann, dann helfen irgendwann auch keine noch so hohen Mauern mehr, um die Menschen abzuhalten, Gerechtigkeit von uns einzufordern. Und dann Gnade uns Gott.

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

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Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Vorsicht bei "Studien"

Wenn man den Satz "einer Studie zur Folge" ließt, ist meistens Mißtrauen angebracht.
Hier wird z.B. erwähnt, daß laut Doppelbesteuerungsabkommen oder ähnlichen zwischenstaatlichen Vereinbarungen Großkonzerne nicht angemessen in den Drittländer Steuern zahlen sondern offenbar in den EU Staaten. Die Medien hier rechnen uns jedoch seit Jahren vor, dass diese internationalen Konzerne auch hier in D keine Steuern zahlen. Wo soll also die Verlagerung von Steuern in die EU Staaten z.B. nach Deutschland liegen?

@guggi

Nicht von Schwachköpfen, aber oft genug von machtgierigen und korrupten Politikern. Sie nehmen da gleich an, die Machthabenden dort würden sich nur um das Wohl ihres Landes kümmern, tatsächlich ist so ziemlich alles was der Westen in Afrika tut ausgesprochen egoistisch und kommt lediglich uns und den dortigen Machthabern persönlich zu Gute (die werden nämlich anders "finanziert"). Vorallendingen wenn man dann liest, dass die jährliche Entwicklungshilfe des kompletten Westens für den gesamten Kontinent sich auf gerade mal 58 Milliarden, nichtmal ein Sechstel des Bundeshaushalts, summiert, während jedes Jahr Ressourcen von dort im Wert mehrerer hundert Milliarden ausgeschifft werden merkt man dass das nur ein Feigenblatt ist. Und kommen sie gefälligst von ihrem hohen Ross runter: Sie wissen überhaupt nicht was wäre wenn Europa Afrika nicht kolonisiert hätte, sie können es gar nicht wissen, also sparen sie sich diese billige Arroganz um ihre Schuld abzugeben.

Da kommt unser Reichtum her

Durch solche tollen Abkommen, bleibt unser Land reich. Da wird sich so schnell nix ändern.
Und Kommentatoren wie Guggi wünsch ich mal in der absolut schwächeren Position zu sein. Wehe er macht keinen gerechten Deral aus dieser Position raus mit seinem stärkeren Gegenüber.

@ alaskakid - Richtig und da liegt der Hund

...begraben.

Als Beispiel:

Wikipedia Zahlen zu "Amazon-Mitarbeitern" in Deutschland von 2016- Die Mitarbeiter sollten Heute wohl noch ein paar mehr sein:

ca. 19.000 permanent in allen Logistik-Zentren.

Saisonal ca.: 4000 mehr....

Wenn A**zon bei "Steuererhoehung sagt": Dann bauen wir Stellen ab - gibt es dem entsprechend weniger Arbeitsplaetze in Deutschland (Leipzig; Bad Hersfeld...etc..) - abgesehen von dem Lohndumping, was sowieso schon bei diesen Firmen betrieben wird - die Liste der Firmen ist lang :-)

Noch interessanter wird das ganze, wenn die "Kuenstliche Intelligenz" vollen Einzug in diese Logistik-Unternehmen erhaelt - soll ja laut Bundesregierung endlich "angepackt" werden...
Dann sind die meisten Arbeitsplaetze sowieso weg und Steuern wurden wenig, bis keine bezahlt....
Was bleibt dann...?! Wo arbeiten dann diese Menschen..wie gesagt - das ist ein Beispiel...
..und das sogar noch ohne die gegenwaertigen Probleme in Afrika...

@alaskakid

Nein, wenn man derartige Kommentare dazu liest ist Misstrauen angebracht. Die beiden Punkte widersprechen sich nur wenn man einer sehr einfachen, absoluten Lesart folgt. Es gibt bestimmte Großkonzerne die durch Steuertricks wenig bis nahezu keine Steuern in bestimmten Staaten zahlen, ja, aber längst nicht alle Unternehmen sind so aufgestellt, ansonsten würden ja überhaupt keine Steuern mehr von Unternehmensseite mehr gezahlt. Es gibt zig Unternehmen die im internationalen Handel tätig sind, und davon sind halt durch europäische Abkommen viele dazu angehalten, Steuern hauptsächlich in Europa zu entrichten. Das sind im Grunde zwei verschiedene Paar Schuhe, die sich nicht widersprechen, sondern einander ergänzen.

EU-Steuerpolitik?

Könnte nicht mal über die kommenden, zur Ratifizierung anstehenden neuen Dublin-Regeln der EU berichtet werden? Das ist eine viel größere Nummer! Künftig sollen sich beispielsweise Migranten aussuchen dürfen in welches Land sie gerne wollen? Die Angabe "ein Freund wohnt schon dort" oder "mein Nachbar ist schon dort" wird als Legitimation völlig reichen. Kann sich jemand vorstellen was das für Deutschland und einige andere Länder bedeuten wird?

09:40 von Auf eine Frage

…. Dann heißt es Wohlstand abgeben, teilen …..
.
dazu fällt mir eines ein
wenn einer trinkt - trink mit
wenn einer isst - iss mit
wenn einer schafft …. laß ihn schaffen

die Menschen sind nicht gleich oder wer will das in Frage stellen
innerhalb einer Gesellschaft und in verschiedenen Gesellschaft ohnehin.
Kümmert sich hierzulande jeder in gleicher weise um seine Berufsausbildung,
geht mit gleichem Elan an seine Arbeit, um sein Auskommen, sorgt für seine Rente vor ?
Wie sieht es mit der sozialen Verantwortung aus ?
Wer tut wieviel und was für die Gemeinschaft, wer ist nur ein Trittbrettfahrer
Natürlich kann man sich auf die Position stellen, die Gesellschaft
die anderen sind Schuld
wegen mir …..

@ 09:01 von guggi

"Sorry
aber werden diese "südlichen" Länder von Schwachköpfen regiert? Wenn solche Verträge für diese Länder schlecht sind, dann sollten sie sie wohl nicht abschließen!
Ich bin es verdammt leid, dass hier immer so getan wird als wären die Südländer arme Kleinkinder, die nicht wissen was sie tun."
.
Ich kann mich Ihrem Kommentar nur vollstens anschließen! Da gibt es ein Angebot und ein "Ja" oder "Nein".
.
Das nennt man Wirtschaft!
.
Ist es meine Schuld, wenn das Geld in die Taschen von "Staatsoberhäuptern" landet?
Bitte mal selber prüfen, wie schwer afrikanische "Präsidenten" sind.
.
Bitte mal alle an die eigene Nase fassen!
"......dass allein den Afrikanischen Staaten jährlich 175 Milliarden Euro Steuern entgehen."
.
Mal bitte über Irland, Luxemburg, Kanal-Inseln und Briefkasten-Firmen auf den Halligen nachdenken.
.
Jetzt fängt schon wieder dieser Schwachsinn mit Ausbeutung und "unserer" Schuld an.....
.
Nein, ich habe keine Schuld!

Die Entwicklungshilfe der Bundesregierung ist ein Skandal

Es werden nur die korrupten Regierungen und die großen Unternehmen unterstützt. Bei den Armen und Hungernden kommt kaum Geld an. Letztlich verstärkt die Politik der Bundesregierung die Armut in Afrika. Hier muss eine große Wende geschehen. Wir müssen vom Teufel zum Engel werden, von einem Ausbeuter zu einem Helfer, von einem Bösen zu einem Guten, von der Scheinheiligkeit zu einem Weltretter. Die SPD hat früher unter Erhard Eppler eine gute Entwicklungshilfepolitik betrieben. Jetzt überläßt sie die Entwicklungshilfe der CDU/CSU und wird damit zum Erfüllungsgehilfen der großen Konzerne. Ich erinnere an die Schlagzeile: Nestle tötet Babys. Das Verhalten der großen Konzerne in den armen Ländern der Welt ist moralisch nicht zu akzeptieren. Ich habe das in meinem Weltretterbuch genau dokumentiert.

Studie der Linksfraktion? So ist es eben!

Auch wenn die Studie von der Linksfraktion mit Zielvorgabe erstellt worden ist, deutet sie doch auf einen Trend.
---
Andererseits stellt sich jedoch die Frage, was bedeutete es für uns und unsere eigenen Armen, wenn tatsächlich ganz gerecht verteilt würde?
Die Linksfraktion, sollte die Interessen ihrer Wähler vertreten und keine ideologischen Utopien.

Geldverschwendung - Thema und Ziel verfehlt

Wann endlich setzt man z.B. diese 90 Mrd. E ein, um damit endlich die Hauptursache zu bekämpfen - nämlich für eine konsequente Kontrazeption, anstatt denjenigen, die die "Unverschämtheit" besitzen, zu arbeiten und dafür sich dann womöglich auch etwas leisten zu können, ein schlechtes Gewissen aufzuoktroyieren, auf dass sie für die Alimentation von (zugegeben ganz, ganz armen) Kindern aufkommen, deren offenbar völlig verantwortungslose Eltern sich nicht einmal selbst zu ernähren in der Lage sind?!

@Bernd Kevesligeti "EU-Produzenten drängen 3. Weltproduzenten...

... vom Markt"
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Das Leben ist kein Ponyhof. Auch Afrikaner können ihre Länder in Ordnung bringen. Binnen weniger Jahrzehnte sind Länder wie Taiwan, Korea, Singapur, Vietnam, China, Thailand von teilweise extremer Armut zu Wohlstand gelangt.
Allerdings haben diese in den Wohlstandszonen den Vorteil einer ethnisch und kulturell weitgehend homogenen Bevölkerung, die nur geringe Zentrifugalkräfte entwickelt und auf ein sehr langes kulturelles Kontinuum zurückgreifen kann.

Die nächste Flüchtlingswelle kommt sicher!

Und wieder hat die EU nichts gelernt!

Und wiederholt die selben Fehler!

Wer nicht hören will, muß es eben fühlen!

Almalexian "Ressourcen im Werte von mehreren hundert ...

... Milliarden ausgeschifft"
---
Das geschieht aber nicht ohne Entgelt. Der Artikel behandelt Steuerungleichheiten.
Viele afrikanische Länder leben vom Rohstoffverkauf.

@ Auf eine Frage, 9.40 h

Vielen Dank, ganz meine Meinung! Die Welt ist so eng zusammengerückt durch Globalisierung und Internet... Man kann das beängstigend finden oder großartig, kann es als Chance begreifen oder als Bedrohung - nur ändern werden auch die Nationalisten nichts mehr daran. Das heißt, es führt kein Weg daran vorbei, dass wir uns alle miteinander arrangieren. Und es wird höchste Zeit, dass jeder einzelne sich bewusst wird, dass er Verantwortung für dieses Miteinander hat. Wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, ist es gar nicht mehr so schwierig, die größten Ausbeuter zu meiden. Ist manchmal etwas teurer, ja - kauf ich halt weniger. Werd ich nicht immer pappsatt, ist auch nicht schlimm.
Klar, man kann auch weiter billiges Fleisch und billige Klamotten kaufen, immer die neueste Technik besorgen und wegwerfen, was einem alt vorkommt. Aber wer so lebt, auf Kosten der Ärmsten, der soll sich dann bitte auch nicht über Flüchtlinge aufregen.

Gutmenschen schaden

den Betroffenen. Die Flüchtlingswelle lockt in grossem Masse genau jene an, die man nicht haben will. Verbrecher und Gefährder. Die haben das viele Geld und die Beziehungen zur 'Flucht'. Zurück im Elend bleiben diejenigen welche es nötig hätten. Um die kümmert man sich nicht. Die Ursachen für deren Elend und Leid werden nicht beseitigt und sind seit Jahren auch durch die Industriestaaten gefördert. Die Ursachen gilt es zu beseitigen, nicht die Folge Flucht.

11:09 von Criticist

Liebe(r) Criticist, wieso betonen Sie, dass Sie arbeiten und sich daher etwas leisten können? Ich arbeite auch, kann mir daher etwas leisten, aber trotzdem ist mir klar, dass andere Menschen, von denen etliche vermutlich sogar mehr arbeiten als ich, diesen Luxus nicht haben. Und zwar nur, weil sie zufällig in einem anderen Land geboren wurden als ich. Weder das eine noch das andere hat mit persönlicher Schuld zu tun, aber es ist eine Ungerechtigkeit, und mit dieser Ungerechtigkeit muss man irgendwie umgehen. Entweder man zuckt die Achseln und sagt "Pech gehabt" - dann darf man sich allerdings nicht wundern, wenn einem irgendwann das Leid der anderen auf die Füße fällt. Oder man versucht, gegenzusteuern. Ich tue das z.B. durch mein Kaufverhalten. Sie möchten die Leute in Afrika zwingen, zu verhüten. Das wird so einfach nicht klappen - aber engagieren Sie sich doch mal in der Entwicklungshilfe, vielleicht können Sie ja hilfreiche Projekte unterstützen oder sogar anstoßen.

@Theodortugendreich

Naja, wenn Sie sich die Zahlen der Allianz anschauen, stimmt es allgemein schon, das der Wohlstand zunimmt, die Frage ist nur, fuer wen in den jeweiligen von Ihnen genannten Laendern?!
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/wohlstand-vermoegensbericht-...

Wenn ich in unterschiedlichen asiatischen Laendern auf dem Land unterwegs bin, sehe ich kein "Ritz Carlton" und eine erhebliche Anzahl der Menschen ist froh, das es Insekten zu essen gibt...

Und wieso werden die Rohstoffe nur exportiert (u.a. Gold, Edelsteine; vor allem die Edlen Erden-?! Ich empfehle hierzu:
https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article151650363/Nach-diesem-Hand...

Wo deutlich wird, wie afrikanische Kinder diese mit den Haenden ausgraben...

Sie haben Recht - Der Fisch stinkt vom Kopfe her...
Interessant wird es von wem "die Koepfe" installiert und unterstuetzt werden...

Wieso investiert China dort so viel in die Infrastruktur?(Leider) auch nicht aus "Naechstenliebe"

die 583ste Studie zu diesem Thema

Wenn man nicht schon lange wüsste, wie und warum Afrika und Südamerika von den Industrienationen geplündert werden, könnte diese Studie schockieren...
Wir sind doch schon viel zu sehr an solche Nachrichten gewöhnt, als das wir tatsächliche Umsetzungen zur Abhilfe wirklich hinterfragen oder gar einfordern würden.
Das einem eine solche Außenpolitik irgendwann einmal auf die Füße fällt, ist durch den Club of Rome in den 70ern bereits angekündigt worden. Und wieder einmal schlägt die Kausalität zu...

Bestes Beispiel sind die Hänchenabfälle...

Welche mit EU-Hilfen die dortige Entwickelung-Hilfe zunichte macht, weil preiswerter, als mühselig aufgebaute landeseigene Hühnerfarmen...

11:32, tagesard09

>>Gutmenschen schaden
den Betroffenen. Die Flüchtlingswelle lockt in grossem Masse genau jene an, die man nicht haben will. Verbrecher und Gefährder. Die haben das viele Geld und die Beziehungen zur 'Flucht'. Zurück im Elend bleiben diejenigen welche es nötig hätten. Um die kümmert man sich nicht.<<

Ihre tiefempfundene Anteilnahme rührt mich zu Tränen.

Es kommen also nur die Falschen und Bösen.

Eigentlich ist ja Migration gar nicht das Thema hier, aber trotzdem meine Frage an Sie:

Meinen Sie mit Ihrer Zuschreibung Menschen wie den jungen Mann aus Eritrea, der meine Mutter, die gerade mit Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus liegt, dort pflegt? Der kam vor dreieinhalb Jahren nach Deutschland und spricht so gut deutsch, daß meine Mutter ihn fragte, ob er hier geboren wäre.

Meine Mutter ist übrigens ein neunzigjähriger Gutmensch...

re von Theodortugendreich

Da haben Sie recht,die Afrikaner können ihre Länder in Ordnung bringen.Sie müssen dazu die unfairen Handelsabkommen(EPA´s) kündigen und sich vom Norden abwenden.
Und gut das Sie China erwähnt haben:Sein Belt and Road Programm,die Bank für Investition und Infrastruktur,können für die Länder eine Perspektive sein.Dazu gehört auch der Austritt aus der Franc-Afrique-Zone(Souveränität).

10:37 von Almalexian

nur weil es gerade populär ist, in unserem Land, für alles Verantwortlich zu sein,
können sie das gerne für sich in Anspruch nehmen
aber bitte verschonen sie andere dabei

14:44, Bernd Kevesligeti

>>re von Theodortugendreich
Da haben Sie recht,die Afrikaner können ihre Länder in Ordnung bringen.Sie müssen dazu die unfairen Handelsabkommen(EPA´s) kündigen und sich vom Norden abwenden.
Und gut das Sie China erwähnt haben:Sein Belt and Road Programm,die Bank für Investition und Infrastruktur,können für die Länder eine Perspektive sein.Dazu gehört auch der Austritt aus der Franc-Afrique-Zone(Souveränität).<<

Sie kämen vom Regen in die Traufe.

Auch China agiert kolonialistisch.

Glauben Sie wirklich, die Schwachen könnten den Starken die Bedingungen diktieren?

Dazu müssten sich sämtliche afrikanischen Länder einig sein. Aber ein solcher Einigungsprozess ist ja selbst im reichen Europa gerade hochgradig gefährdet. Es ist wohl nicht pessimistisch, sondern eher realistisch, wenn man annimmt, daß dies auf dem riesigen, kulturell höchst diversen afrikanischen Kontinent nicht unbedingt leichter ist.

@Theodortugendreich

Ja, sollte man meinen. Aber was zahlen denn westliche Konzerne für die Ressourcen und Waren, und wieviel davon landet bei denen die es herstellen oder abbauen? Es gibt nicht umsonst fair gehandelte Produkte, weil der weit überwiegende Anteil unfair gehandelt wird.

14:52, Sisyphos3

>>10:37 von Almalexian
nur weil es gerade populär ist, in unserem Land, für alles Verantwortlich zu sein,
können sie das gerne für sich in Anspruch nehmen
aber bitte verschonen sie andere dabei.<<

Die Folgen des Handelns unserer Vorfahren verschonen niemanden.

Das nennt sich "Geschichte".

Man kann trotzig behaupten, sie würde einen nichts angehen, das ändert aber nichts. Auch Sie werden davon in Anspruch genommen, ob Sie wollen oder nicht.

@Sisyphos

Ihr Lebensstil lädt die Schuld auf sich, ich erinnere sie nur daran. Sie von sich zu weisen weil man sie sich nicht eingestehen will macht es nur noch schlimmer.

Sie posten hier bei der Tagesschau wahrscheinlich mit Handy oder PC. Recherchieren sie mal was für Rohstoffe dafür gebraucht werden, wer sie abbaut und weiterverarbeitet. Das Ganze ist eigentlich allgemein bekannt. Ich bin auch nicht anders, nur ich gestehe mir ein dass mein Teil meines hohen Lebensstandards auf der unfairen Arbeit anderer beruht und versuche etwas dagegen zu unternehmen. Sie machen es sich hingegen einfach nur leicht. Und wenn sie das nicht hören wollen, lesen sie keine Diskussionen mit dem Thema.

! Geburtenkontrolle !

ist jetzt das wichtigste für diesen Planeten, und ich würde Entwicklungshilfe exakt daran koppeln. Dann aber eine Entwicklungshilfe, die uns auch weh tut! "Weh tut" im Sinne von: echte finanzielle und strukturelle Hilfe, ohne auf unsere Umsätze zu achten! Hier gehts um Menschen, nicht um Wirtschaft.

09:25 von OrwellAG - Etwas zu einfach

denn es gehören immer 2 Seiten dazu. Grundsätzlich teile ich Ihre Ansicht,- aber: auch Afrika selbst schafft es seit Jahrzehnten nicht, sich ihrer Despoten und Warlords zu entledigen. Und jeder schlechte Vertrag braucht auch einen Unterzeichner, der sich - wie auch immer - bestechen oder sich über's Ohr hauen lassen will...

Das Ausplündern der Rohstoffe

muss ein Ende haben. Warum produziert man dort z. B. keine Tantal Elkos anstatt sich den Coltan Mining Companies auszuliefern. Es gibt jede Menge qualfiziertes Personal dort und denen sollte eine Perspektive geboten werden.

Das ist ein genuiner Ausdruck

Das ist ein genuiner Ausdruck der europäischen Werte. Machtkapital eins zu eins umsetzen in finanzielles.

10:44 von eine-anmerkung

Ich würde gerne mal einen Kommentar von Ihnen lesen, bei dem es nicht immer um Migrationspolitik geht. So langsam nervt´s.
In diesem Artikel geht es nicht um Flüchtlinge!
Danke.
@fathaland slim
Gute Besserung an Ihre Mutter. Ist ja schon komisch, dass nicht alle Migranten Kriminelle und Verbrecher sind. Für manche Foristen "kann das einfach nicht sein"!

Hilfe zur Selbsthilfe,

deswegen möchte ich mal die Spuren der Entwicklungshilfen und deren Ergebnisse aufgezeigt bekommen.
Wenn die Hilfe nicht gut durchdacht ist, erreicht diese Hilfe, dass krasse Gegenteil.

re von fathaland slim

Vom Regen in die Traufe ? Es ist nichts bekannt darüber,daß die Brics-Bank,die IDB und die Entwicklungsbank Chinas,ähnliche Auflagen gegenüber den Ländern verhängt,als IWF,Weltbank und EU.
Auch werden bereits heute zehntausende Afrikaner in China ausgebildet,gibt es seit 2001 einen Zuwachs an Investitionen,Wirtschaftstätigkeit.Quelle:Rosa-Luxemburg-Konferenz 2018,Berlin.

Irgendwie hört sich das bei Ihnen so an,als daß
die sich nicht abwenden sollen,nicht wehren sollen.

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