Ihre Meinung zu: EU-Parlament stimmt für Reform des Urheberrechts

12. September 2018 - 12:52 Uhr

Die Reform ist heftig umstritten - jetzt hat das EU-Parlament zugestimmt. Das Urheberrecht soll modernisiert werden. Befürworter sprechen vom Schutz für Kreative, Gegner vom Ende der Meinungsfreiheit.

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Kommentare

Danke EU-Parament für die Beschneidung meiner Rechte

Das EU-Parlament steht hier nicht auf seiten der Verbraucher und Internetnutzer.
Die rroße Lobbyarbeit der Firmen hat sich voll und ganz ausgezahlt.

Was hat denn das Urheberrecht

Was hat denn das Urheberrecht mit der Meinungsfreiheit zu tun? Auch wenn ich die Zusammenfassung in dem Artikel zur Kenntnis nehme, wird das Äussern einer eigenen Meinung doch nicht von der Gesetzeslage verhindert. Nur, wenn ich Kohle machen will, indem ich abdrucke, was andere sich ausgedacht haben, trifft mich der Blitz. Recht so, denn wenn wir den Autoren ihr Werk direkt ab Feder, eh, Portal, abknöpfen, haben wir irgendwann nur noch Influencer und keine denkenden Köpfe als Publizisten.
Was Upload-Filter betrifft, so werden sich die Leser schnell zu denjenigen wenden, die Fehl-Sperrungen vermeiden. Die Branche, und zwar die druckende Verlagsbranche, hat sich schon vor 60 und mehr Jahren genug blamiert, indem sie Meldungen über Wasserstoffbomben unterdrückte - wegen des Wortes "Bikini" in Meldungen über das Testgelände, eben das Bikini-Atoll.

11. September -Wikipedia trägt Schwarz-

https://blog.wikimedia.de/2018/09/11/
wikipedia-traegt-heute-schwarz-warum-die-reform-des-urheberrechts-das-freie-netz-gefaehrdet/

Die Kollateralschäden für das freie Internet spielen bei den EU-Paralementariern offensichtlich kaum eine Rolle.

Wie stimmen die deutschen EU-Abgeordneten ab. Das wäre mal eine Information, die die Leser und viele betroffenen Bürger interessierten würde.

Wer sind genau die Befürworter dieser umstrittenen Reform?
Im Juni nächsten Jahres finden EU-Wahlen statt!

@14:09 von Zuschauer49

"Was hat denn das Urheberrecht mit der Meinungsfreiheit zu tun? Auch wenn ich die Zusammenfassung in dem Artikel zur Kenntnis nehme, wird das Äussern einer eigenen Meinung doch nicht von der Gesetzeslage verhindert."

Das fängt doch schon beim Zitieren oder dem Zeigen kurzer Videoschnipsel an auf die sich dann mit einem eigenen Beitrag bezogen wird. Eigene Meinungen entstehen ja häufig nicht im luftleeren Raum. sondern haben irgendeinen Bezug.

"Was Upload-Filter betrifft, so werden sich die Leser schnell zu denjenigen wenden, die Fehl-Sperrungen vermeiden."

Naja, die Marktmacht einiger Anbieter ist hier schon enorm. Das ist kein Meer von gleichartigen Anbietern.

was lernen wir?

die eigentlichen urheber, also die autoren werden nicht geschuetzt, sondern verlage, die das kreative potenzial von urhebern lediglich verwerten.

den mehrwert duch mehr- und vielfachverwertung eignen sich die verleger an, ohne entsprechende verguetung fuer die urheber. die werden mit pauschalen einmalzahlungen abgespeist, ohne recht auf verguetung in den weiteren verwertungsketten.

das prinzip gibt es auch bei den rundfunkveranstaltern, unabhaengig von ihrer organisationsform, tausende sogenannter freier mitarbeiter koennen ein lied davon singen.

und es wird sich erweisen, dass die upload-filter eine weiterer sargnagel sind fuer die freiheit des internets und die netzneutralitaet. information wird als ware zementiert. wer sie nicht bezahlen kann, wird von ihr ausgeschlossen.
und natuerlich soll auch die verbreitung unerwuenschter information damit erschwert, die alte deutungsmacht der grossen medienmaechte damit wiedererlangt werden.

aber alles nur verschwoerungstheorie.

Die Dinosaurier sind zurück

Die Industrie versucht schon seit Ewigkeiten die Uhren des Internets zurückzudrehen - häufig auch durch die Kriminalisierung der Nutzer. In der Vergangenheit ist das eigentlich immer nach hinten losgegangen.

Funktionierende Lösungen wird es nur geben wenn nicht eine Seite versucht ihren Kopf durch jeden Widerstand durchzusetzen.

Ein wichtiger Schritt für ein besseres Internet

Es ist vollkommen richtig, Internetplattformen bei Urheberrechtsverletzungen in die Pflicht zu nehmen. Bei Printmedien findet sich im Impressum stets der Hinweis, wer für die Inhalte verantwortlich ist.

Wer sich bisher bei geklautem Bildern an eine der großen Plattformen gewandt hatte, bekam anstelle der Adresse des Verletzers ein Formular, das darauf ausgerichtet war, den tatsächlich Geschädigten einzuschüchtern. Wer so mit denjenigen herumspringt, welche die Inhalte liefern, von denen wir alle profitieren, darf nicht erwarten, mit Samthandschuhen angefasst zu werden.

Upload-Filtern sehe ich indes gelassen entgegen. Ich weiß, welche Inhalte mir gehören. Auch kann ich gut darauf verzichten, Fremdmaterial in einer Weise zu "borgen", die darauf ausgerichtet ist, den Urheber außen vor zu lassen.

Wie im Text einleitend

Wie im Text einleitend erklärt ist es anzunehmen dass die Plattformbetreiber Upload-Filter einrichten um Rechtsverstößen vorzubeugen. Diese Filter basieren auf Algorithmen und werden, um keinerlei Verstöße durchzulassen, wahrscheinlich sehr restriktiv ausfallen. Das bedeutet, dass auch Inhalte die nicht direkt, in nicht strafbarer Weise oder auch gar nicht mit Urheberrechten zu tun haben nicht mehr hochgeladen werden können. Das könnte etwa eine Parodie auf ein künstlerisches Werk sein, obwohl in diesem Fall bestimmte Ausnahmen gesetzlich gelten, die man einem Filter so detailliert jedoch nicht beibringen kann. Darüber hinaus könnten die Filter in Verbindung mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz eingesetzt werden, was ebenfalls diesbezüglich in der Kritik steht.

Ich hätte gerne gewusst wie

Ich hätte gerne gewusst wie die Kreativen geschützt werden sollen. Ich kann mir keine konkrete Situation herleiten, in der ein Kreativerals Urheber tatsächlich etwas davon hat. Weder monetär, noch im Sinne von Image, Bekanntheitsgrad, Webung, etc. Selbst bei den zitierten Plattenfirmen und Verlagen erscheint mir der "Verlust" recht theoretisch. Leider mangelt es an konkreter, beispielbezogener Berichterstattung.

wieder

mal ein Gesetz von Leuten, die unter Internet "Neuland" verstehen.
Es ist eine Beschneidung der Meinungsfreiheit. Denn durch willkürliche Sperrungen ist es einfacher Gegenstimmen zu unterdrücken. "Manufacturing Consent"

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Was für ein weltfremdes Politik-Gebaren

Ich bin schockiert über die offensichtliche digitale Finsternis im Kopf der Mehrheit der EU-Parlamentarier.

Wenn man denkt, sie hätten die Zukunft für Europa lange abgeschafft, setzen sie doch immer wieder einen drauf und bringen das Fass ordentlich zum Überlaufen.

Was nun?
Willkommen in Dunkeldeutschland.

@gman

"Wie stimmen die deutschen EU-Abgeordneten ab. Das wäre mal eine Information, die die Leser und viele betroffenen Bürger interessierten würde."

abgeordnetenwatch.de/eu
könnte vielleicht für Sie hilfreich sein. Dort wird aufgelistet, wer, wie und wann abgestimmt hat.

@14:36 von WiPoEthik

""Was Upload-Filter betrifft, so werden sich die Leser schnell zu denjenigen wenden, die Fehl-Sperrungen vermeiden."
Naja, die Marktmacht einiger Anbieter ist hier schon enorm. Das ist kein Meer von gleichartigen Anbietern"
Ach, das glaube ich nicht. Ich habe noch drei Ausgaben derjenigen Wochenzeitschrift, bei der mal die Hälfte aller Deutschen denken ließ, aufgehoben, die mit den Hitler-Tagebüchern. Das Blatt wurde dann zwei Jahrzehnte lang weniger ernst genommen als die kostenlose "Bäckerblume". Und wo ist heute Kodak, der Fast-Monopolist in der Fotografie? Agfa? Wo Nokia, die nicht nur den Telefonmarkt, sondern die Telefontechnik jahrelang beherrschten? So blöd sind die Verbraucher nun auch nicht, daß sie brav alles nach wie vor bei Facebook oder wer-auch-immer als Beispiel dienen muss, hochladen würden, wenn sie's alle nicht wiederfinden.

CDU dafür, SPD/Grüne/FDP dagegen

Das EU-Parlament hat die Urheberrechte der Verleger nun gestärkt. Nicht Künstler und Kreative, nicht die Allgemeinheit werden geschützt, sondern Verlage erhalten von allen übrigen nun zusätzliche Gelder. Jeder Verlag konnte auch vorher frei entscheiden, ob er Inhalte frei verfügbar ins Netz stellt oder durch Anmeldung schützt. Künftig werden wir alle den Verlagen (und nicht etwa den eigentlich Kreativen) über Umlagen und Rahmenabkommen Geld bezahlen und deren Aufgabe, ihre Inhalte zu verwerten, durch Pauschalabkommen und Upload-Filter übernehmen müssen. Wie unsere deutschen EU-Parlamentarier abgestimmt haben, kann jeder auf https://www.abgeordnetenwatch.de/eu/abstimmungen/eu-urheberrechtsreform nachschlagen. Die CDU hat geschlossen dafür gestimmt, alle übrigen Parteien dagegen. Ich kann nur empfehlen, bei der nächsten EU-Wahl darauf zu reagieren und nicht alles klaglos hinzunehmen. Mit SPD, Grünen und FDP gibt es für jede politische Richtung Alternativen zur CDU. Aus meiner Sicht verhä

"Reform"

Und VW hat "Schummelsoftware" eingesetzt. Ist klar...

Technisch selbst für Milliardenunternehmen kaum wirksam durchsetzbar, aber klar, alle Betreiber die irgendwelche Öffentlichen Seiten mit Upload Funktion betreiben müssen jetzt nicht weiter technisch definierte Maßnahmen treffen.

Upload Filter sind keine gute

Upload Filter sind keine gute Lösung. Stattdessen hätte man andere Möglichkeiten finden sollen, Zeitungsverlage, Autoren, Plattenfirmen und andere Rechteinhaber fairer für ihre Leistung zu entlohnen. Z.B. könnte man Teile der Radio- und TV Beiträge zur Subventionierung von Zeitungsverlagen verwenden oder eine neue Abgabe einführen.

Was so alles gefiltert werden könnte

Wer soll z. B. noch über einen Artikel diskutieren, aus dem man keine Teile wiedergeben darf?
Und was ist mit den stolzen Eltern, deren 5-jähriger Sprössling irgendeinen Pop-Song auf der Kinderklampfe nachdudelt und die Eltern wollen es hochladen – verboten und zensiert wegen Copyrightverletzung? Ein interessanter Zeitungsartikel oder ein neuer Lieblingssong auf fb geteilt – jetzt nicht mehr, jeder Schnipsel ist ja geschützt? Das Teilen von Bildern eines Fußballspiels auf Social Media – verboten und zensiert weil ja die Springer Presse die Rechte an dem Bild hat?

14:44 von DerTopfgucker

Die Mär von dem hehren Schutz der Kreativen und Kulturschaffenden ist meiner Meinung nach ein großer Bullshit, da gerade Musik- und Presseverlage die letzten sind, denen es um etwas anderes geht, als Profitmaximierung. Im Gegenteil, viele Kreative werden eine zeitgemäße Kreativität nicht mehr umsetzen können, da vor jedem Remix, jedem kreativ verfremdeten Video oder jeder Arbeit mit Fremdtexten immer die Frage nach dem Copyright des genutzten Materials steht.

Das nennt man Kommunikation

"Upload-Filtern sehe ich indes gelassen entgegen. Ich weiß, welche Inhalte mir gehören. Auch kann ich gut darauf verzichten, Fremdmaterial in einer Weise zu "borgen", die darauf ausgerichtet ist, den Urheber außen vor zu lassen."
Aber so funktioniert nicht nur das Internet sondern Kommunikation generell. Einer setzt was in die Welt, andere nehmen es auf, geben es weiter, vervielfachen es und zitieren draus. Die Uploadfilter werden das verhindern. Das verstehe ich dann unter Zensur.

Ein bißchen 20.Jh. Wird uns

Ein bißchen 20.Jh. Wird uns sicher gut tun. Denn früher war ja alles besser. Wenn durch diese unsinnige Richtlinie allerdings Facebook und Co ein Stück weit unpopuläre werden, hat es tatsächlich etwas gutes.

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