Ihre Meinung zu: Verbände kündigen Musterklage gegen VW an

12. September 2018 - 11:11 Uhr

Der Weg zu einer Entschädigung von VW im Dieselskandal soll leichter werden: Im November wollen Verbraucherschützer und ADAC eine Musterfeststellungsklage einreichen. VW sieht dem aber gelassen entgegen.

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Kommentare

Die Menschen wollen betrogen werden

Diesen Grundsatz haben sich die Manager von VW zu Herzen genommen und ihre Kunden ordentlich hintergangen. Es ist ja schon fast eine Frechheit, dass sich die Opfer von VW nun gegen diesen Betrug wehren! Man kann nur hoffen, dass sich die Arroganz der VW Manager eines Tages rächen wird.

Hauptsache,,,

die Besitzer der Autos zahlen erstmal Ihre Steuern nach...Steuergerechtigkeit ist schon wichtig...

VW vs. Verbraucher

Dass VW das gelassen sieht, liegt an der Politik, die sie schützen. Es wird wohl weltweit in diesem Skandal so sein, dass in anderen Ländern die Käufer entschädigt werden und nur in Deutschland werden sie vielleicht als Umweltverschmutzer zur Verantwortung gezogen werden, weil sie sich diese Betrügerautos gekauft haben.

@ 13:02 von odindonar

"Hauptsache,,,
die Besitzer der Autos zahlen erstmal Ihre Steuern nach...Steuergerechtigkeit ist schon wichtig..."

Auch wenn ihr Post ironisch gemeint sein könnte, dies ist eine tolle Idee. Wenn der Staat in dieser Affäre bei den Eigentümern der Kfz eine höhere Steuer nachfordert, dann haben diese Eigentümer ein hervorragendes Argument für Schadensersatz in der Sammelklage. Leider wird der Staat deshalb kaum die eigentlich ausstehende Steuer einfordern, denn er gäbe damit den Klagen eine 100-prozentige Erfolgsaussicht.

Vorteile

Auch wenn die Sammelklagen in dem Artikel ein wenig beschrieben werden, als ob sie kaum größeren Erfolg bringen könnten, ist dem nicht so. Der entstandene Schaden beschränkt sich ja nicht auf Ideologie, sondern kann auch im Materiellen liegen, insbesondere bei der Abgasrückführung-Hardware und dem Verbrauch. Ein Einzelner kann dies kaum nachweisen, wenn sich jedoch viele Tausende zusammenschließen können, sind Belege für erhöhten Verschleiß oder erhöhten Verbrauch eher zu plausibilisieren.

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VW sieht dem gelassen entgegen

Dazu hat VW auch allen Grund. Betrachtet man die Zulassungszahlen in Deutschland, dann hat VW mit seinen Tochterunternehmen etwa 40% Marktanteil.

Wenn ich nun weiß, dass in der Vergangenheit die Autokäufer mit falschen Angaben getäuscht wurden, und nachdem dies vorsätzlich passierte, dies strafrechtlich als Betrug zu werten ist, aber die Automobilindustrie in Deutschland protegiert von der Politik und Justiz keine Angst vor Konsequenzen wie etwa in den USA oder anderen Ländern fürchten muss, dann lasst das nur einen Schluss zu, und das muss man so deutlich sagen:

Der Deutsche will beschissen werden.

Und die anderen Hersteller?

Bei der Klage geht es nur um Fahrzeuge des VAG-Konzerns.
Was ist mit den anderen Herstellern? Nehmen wir Fiat als Beispiel: Hier waren (oder sind noch?) unzulässige Abschaltvorrichtungen in der Motorsteuerung vorhanden.
Besitzer dieser Fahrzeuge gehen dann leer aus?
Es ist ja gut dass endlich was unternommen wird. Aber, Leute, macht es bitte richtig.

@2018 um 15:59 von hut

"Der Deutsche will beschissen werden."

Klar, den schwarzen Peter wieder einmal dem Verbraucher zuschieben. Der Deutsche will nicht beschissen werden, der Verbraucher hat bei dem Machtgefälle aber kaum eine Möglichkeit sich zu wehren.

Die Autolobby ist gleich doppelt mächtig. Zum einen erwirtschaftet sie ein enormes Steueraufkommen und schafft viele Arbeitsplätze. Zum Anderen ist es allerdings gerade bei VW so, dass Politik und Konzern massiv verstrickt sind - u.A. da der Staat nicht unerhebliche Anteile des Unternehmens hält.

Das ist schlichtweg ein Interessenskonflikt.

@hut "Der Deutsche will besch... werden."

Liebe(r) hut. Ich glaube, es ist nicht ganz so einfach. Es gibt auch deutsche, die - so wie ich - die Umwelt schonen wollen. Ich habe 15 Jahre einen VW-Diesel gefahren. Über 350000km gemitttelt hat der weniger als 2.8l /100km verbraucht. Heute fahre ich einen ebenso effizienten VW, der verbraucht 2.5-2.8 kg Erdgas/100km. Diese Zahlen sind echte Messwerte, und nicht die Anzeigen von irgendwelchen Bordcomputern. Nennen Sie mir einen Hersteller, der ein Fahrzeug mit auch nur annähernd dieser Effizienz anbietet! Ich kenne keinen.
Eine weitere Frage wäre allerdings, ob eine Entlastung der Umwelt wirklich gewünscht wird. Wenn ich mir die Fahrzeuge auf unseren Strassen ansehe, die zum Teil heute noch über 4l/100km verbrauchen, habe ich nicht den Eindruck, dass die Umwelt überhaupt eine Rolle spielt. Wieso soll man sich dann an den falschen Abgasdaten von VW und anderen Herstellern stören?

Boycott

Diese Arroganz von VW wird dazu führen, dass ich keinen VW mehr kaufe, zumindest bis es echte Reue gibt und die Schuldigen hinter Gittern sind.

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