Ihre Meinung zu: Personalie Selmayr: Vernichtende Kritik von EU-Ombudsfrau

4. September 2018 - 14:56 Uhr

Die umstrittene Blitzbeförderung des Juncker-Schützlings Martin Selmayr zum EU-Generalsekretär hatte schon im Frühjahr hohe Wellen geschlagen. Nun hat auch die EU-Bürgerbeauftragte scharfe Kritik an den Vorgängen geübt.

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Kommentare

Selbst der Anschein der Korruption ist zu vermeiden

und nicht nur die Korruption selbst. Daher sind transparente Verfahren wichtig.
Egal wie gut Selmayr sein mag - selbst wenn der Aufstieg gerechtfertigt war. Ihm hängt nun der Makel der Vetternwirtschaft an und er wird mindestens so lange angreifbar bleiben wie er die Position bekleidet.

Solche Aktionen Schwächen die EU als Ganzes. Sie leisten EU-Gegnern Munition für Kritik - in diesem Fall sogar einmal gerechtfertigte - und untergraben Vertrauen. Die Kritik daran dürfen wir nicht den Populisten überlassen, sie muss auch aus den eigenen Reihen kommen. Es muss ein Ziel der gemäßigten Politiker bleiben, dass die Verfahren innerhalb der EU sauber ablaufen.

So ist das Leben

nur gut das vieles hinter verschlossenen Türen passiert, wenn die Bürger der EU oder eines Landes immer alles wüssten was hinter den Türen wirklich geredet wird.
Dann würden Ihnen wohl die Haare zu Berge stehen, Stammtisch in Bayern in einer Dorfkneipe ist wohl nichts dagegen.
Früher gab es ein nettes Sprichwort, außen hui und innen pfui, Hauptsache in der Öffentlichkeit politisch nette wohl klinge Worte finden.
Was man innen denkt ist eine ganz andere Sache, erinnert mich an einen Staat den es vor ca 30 Jahren gegeben hat.
Da gab es ein Schulfach, dort sagte man auch was der Lehrer hören wollte, und man bekam eine 1 ins Heft.

es ist wieder mal offensichtlich,

dass auch in EU-Gremien geschachert und gekungelt wird. Grenzen der Regeln werden gedehnt bis zum Gehtnichtmehr, Parteifreunden, die im eigenen Land keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen, werden Posten in Brüssel zugeschoben. Es würde mich nicht verwundern, wenn im Notfall neue Stellen "generiert" würden.
Ich frage mich, wie blind müssen Politiker sein um die Ursachen der Politikmüdigkeit der Bürger nicht zu erkennen (wollen)?
Naja, im Zweifelsfall wird eine neue Kommission gebildet, die ein paar Jahre eruiert.....

Da rührt doch jeder...

...mit dem eigenen Löffel in der gemeinsamen Suppe. Gerade Herr Oettinger wird wissen, wie man vermeidet, dass da nichts überschwappt...

Endlich Transparenz

Na das ist doch endlich eine Methode, die Prozesse in der EU auch für den Normalbürger verständlich macht. Die Führungsriege bestimmt einfach die Leute mit denen sie gerne zusammenarbeiten nach Nasenfaktor. Wenn man den Prozess noch dahingehend erweitert, dass die Ausgewählten auch noch ihre Gehälter selbst bestimmen kann man sich den Großteil der Personalverwaltung sparen.

Und wer sich darüber im Frühjahr aufregte

und die Postenschieberei der EU-Oberen als Skandal bezeichnete, wurde als Europa-feindlich und Verräter an der großen Idee Europa von denen bezeichnet, die erst vor wenigen Tagen über das große Gefühl des europäischen (Alb)Traums ins Schwärmen gerieten.

So wird man die Bürger nicht für sich gewinnen, da hilft auch keine Abschaffung der Sommerzeit!

Vordergründig geht

es um die Moral. Wenn es danach gegangen wäre, hätten wir wahrscheinlich heute noch keinen GS. Eigentlich geht es doch um Macht und Einfluß und nicht zuletzt um diese hoch dotierte Personalie. Hier sind nun mal keine Parlamentarier zum Zug gekommen und das stinkt den meisten.

steht denn fest,

dass die kommission die regeln und deren inhalte interessiert?
kann ich denn davon ausgehen, dass herr juncker das regelwerk der kommission kennt?

Personalie Selmayr:Vernichtende Kritik von EU-Ombudsfrau....

Juncker und Co.sollen ruhig so weiter machen.Dann ist die EU noch früher obsolet,als die inneren Widersprüche (Austerität,Handelsungleichgewichte) vermuten lassen.

die "Blitzbeförderung"

Selmayrs ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der EU zur totalen Unglaubwürdigkeit. Hoffentlich hat dieser Spuk bald ein Ende.

Sehr geehrte Ombudsfrau Emily

Sehr geehrte Ombudsfrau Emily O'Reilly, es geht um Pfründe sichern.
Was sollen wir hier mit einem Herrn Selmayr? Oder einem Herrn Oettinger? Oder einem Herrn Brok?
Wir haben kaum den Martin verkraftet.
.
Wozu ist eigentlich ein Herr Asselborn gut?
.
Behaltet die, macht weiter so, ihr schafft das.

Unkluge Selbstveständlichkeit

Gerade Juncker, der an so vielen Stellen, vielleicht nicht direkt gegen Gesetze, wohl aber gegen das Gerechtigkeitsempfinden der Bürger verstieß, tut dem EU-Projekt einen Bärendienst. Das Ganze hat mehr als ein "Gschmäckle", wirkt wie Vetternwirtschaft in Reinkultur. Doch leider, als mit höchste Instanz, wird sie sich nicht selbst ans bein pinkeln. Den Gegnern jedoch gibt man neues Futter, was absolut unklug ist!

Unkluge Selbstveständlichkeit

Gerade Juncker, der an so vielen Stellen, vielleicht nicht direkt gegen Gesetze, wohl aber gegen das Gerechtigkeitsempfinden der Bürger verstieß, tut dem EU-Projekt einen Bärendienst. Das Ganze hat mehr als ein "Gschmäckle", wirkt wie Vetternwirtschaft in Reinkultur. Doch leider, als mit höchste Instanz, wird sie sich nicht selbst ans bein pinkeln. Den Gegnern jedoch gibt man neues Futter, was absolut unklug ist!

Der Vorgang passt sehr gut zur demokratischen Legitimation

der EU-Kommission.

re neutralewelt

"Was sollen wir hier mit einem Herrn Selmayr? Oder einem Herrn Oettinger? Oder einem Herrn Brok?

Wozu ist eigentlich ein Herr Asselborn gut?
.
Behaltet die, macht weiter so, ihr schafft das."

Jean Asselborn ist luxemburgischer Außenminister und hat keinen EU-Posten.

Elmar Brok ist Abgeordnter des Europäischen Parlaments. Wenn Sie das auch für überflüssig halten bitten Sie doch erstmal Ihnen nahestehende Politiker wie Frau von Storch oder Herrn Meuthen, ihre Mandate im EP niederzulegen.

Es ist schon traurig zu

Es ist schon traurig zu sehen.
Das was man uns weißmachen will, moralische Instanz, Europäischer Gedanke, Einigkeit, .......
Es ist schon traurig, wenn Veternwirtschaft in einem Gremium stattfindet, welches Herr Macron noch mit mehr Befugnissen und Geldern ausstatten möchte.
Ich bin kein Gegner, sondern ein Befürworter von Europa. Es hat uns in den vergangenen Jahren sehr viel gebracht. Einheitliche Währung, offene Grenzen (gut, wegen Frau Merkel werden die jetzt langsam geschlossen).
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Aber so mal Ratz-Fatz, ich ernenne schnell meinen Nachfolger?
Herr Juncker sollte sich mal daran erinnern, dass er nicht nur für Belgien oder die Konservativen tätig ist, sondern dass es da noch eine Reihe anderer Staaten gibt.
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Und über seine Verfehlungen in der Belgischen Regierung (da war doch was mit Steuern?).
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Aber was soll man dazu noch sagen. Politikverdrossenheit.
Passiert eh nichts.
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Und wenn`s nicht mit dem Selmayr klappt: Wir haben hier noch einen Herrn Schultz.
Der sucht gerade einen Job

17:15 von NeutraleWelt

In Köln nennt man soetwas Klüngel.
Andererorts auch Korruption, zum Beispiel wäre das im Kreml gewesen, oder Polen, oder Ungarn.
Nur in Brüssel nennt man das Demokratie. So unterschiedlich sind Bewertungen und die Auslegung von Werten. Alles war ganz dringlich, mußte schnell entschieden werden.
Und so bekommen alle ihr Pöstchen und ihre Diäten, auch wenn nur 20 Prozent der EuropäerInnen zur Wahl gehen. Abgerechnet werden 100 Prozent. So macht man sich die Welt schön und das eigene Konto freut sich.
Ob Brok, Selmayer, Oettinger oder Asselborn, oder, oder.
:-)

Mist stinkt halt - auch in Brüssel.

Ich habe nie verstanden, wie Herr Oettinger EU-Kommissar werden konnte - egal auf welche Posten. Konnte doch noch nicht einmal das Ländle Baden-Württemberg anständig regieren. Ist aber vom gleichen schwarzen Haufen wie Juncker und wohl auch Selmayr. Mist stinkt halt - auch in Brüssel.

re neutralewelt

"Aber so mal Ratz-Fatz, ich ernenne schnell meinen Nachfolger?
Herr Juncker sollte sich mal daran erinnern, dass er nicht nur für Belgien oder die Konservativen tätig ist, sondern dass es da noch eine Reihe anderer Staaten gibt.
.
Und über seine Verfehlungen in der Belgischen Regierung (da war doch was mit Steuern?)."

Weder wird Herr Selmayer Nachfolger von Juncker noch war Juncker Minister in der belgischen, sondern in der luxemburgischen Regierung.

Ziemlich viele Fehler für einen "Ich bin kein Gegner, sondern ein Befürworter von Europa"

Was erwartet man wenn

man Brüssel als Zwischenlager für andernorts lästig gewordene Politiker betrachtet. Wenn auf Bundes- und Landesebene nichts mehr geht... für Europa reichts allemal.

Nicht die besten Europäer, die Postenschacherer

Den Eindruck, daß Herr Juncker und Herr Oettinger dem europäischen Gedanken und einer demokratischen Entwicklung in der EU nicht gerade förderlich sind, habe ich schon länger. Was sollte ich da von ihrem Protegé Selmeyer erwarten?

Die EU ist ein sehr junges Projekt, da gibt es noch jede Menge zu verbessern. Wer will denn da die Flinte schon ins Korn werfen, bevor die Jagd überhaupt angeblasen ist. Wir - die EU - können nur besser werden, kein Grund in Nationalstaaterei zurückzufallen.

Ja und?

Leute. Das sind politische Spitzenbeamte. Glaubt denn da wirklich jemand, dass man diese Positionen mit einem neutralen Ausschreibungsverfahren wie für eine Sekretärin besetzen kann? Selbst wenn da Ausschreibungen durchgeführt werden, dann sind die immer und ausnahmslos pro forma um irgend welchen weltfremden Vorschriften zu genügen. Da geht es um absolute politiknahe Vertrauenspositionen. Der Mann muss der Kommission im Hintergrund zuarbeiten. Da muss ein Rad ins andere greifen. Solche Positionen müssen genau so besetzt werden.

Wer jetzt meckert sind die ganzen zu kurz gekommenen. Die, die sich mit Blick auf die Renteneintritte der Stelleninhaber (im Beamtendeutsch sog. "Sterbetafel") ausgerechnet haben, wann sie dann "dran" sein könnten mit so einem Spitzenjob. Man hat ja lange genug gewartet. Und dann nimmt man jemanden der auch noch jünger als man selbst ist, nicht so lange gewartet hat. Und damit ist klar, dass der Job für die nächsten ca. 20 Jahre nicht mehr zu haben ist. Frust

Nicht unerwartet

In der Personalie zeigt sich wieder einmal mehr, wie abgehoben die Handelnden inzwischen sind.
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Es wird Zeit, dass Eine wirkliche Kontrolle stattfindet.
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Oder : brauchen wir diese gesamte Organisation wirklich, damit die EU funktioniert? Haben wir (und andere Staaten) nicht schon genug Staatsbeamte und -Angestellte, die das tun koennen. In der Wirtschaft loesen wir das mit zeitlich begrenzten Abordnungen.
Aber dann ginge ja das schoene EU-Salaer und die Luxusversorgung verloren.
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Leider wieder einmal ein Beispiel, wie "europaeische Werte" gelebt warden.

Wenn man einen guten Mann für

Wenn man einen guten Mann für einen Posten findet, dann sollte man auf " Formalien " nicht so grossen Wert legen. Das gilt in der freien Wirtschaft genauso.

Es ist offensichtlich, dass die Demokratie immer mehr abgebaut..

.. wird

Und nicht, wie die Vertreter der "Volksparteien" gerade in Chemnitz in den letzten Tagen immer wieder behaupten von "Populisten" und der "Faulheit" der Bürger, für die Demokratie zu kämpfen

Sondern von den Eliten und ihren Angestellten. Parteiklüngel, Korruption, Manipulation.. angefangen bei dem eigentlich grundgesetzwidrigen Fraktionszwang über die verdächtig reibungslosen Übergänge von ehemaligen Politikern (insbesondere in cDU, csU und FDP) in die Wirtschaft, besonders oft als leitende Lobbyisten. Ihren Hausausweis können sie da ja gleich behalten. Aushandeln von Hinterzimmerverträgen mit Wirtschaftsvertretern unter Ausschluss der Bürger und ihrer parlamentarischen Vertreter.
Und jetzt, wenig überraschend, das.

Ein vereintes Europa ist eine schöne Idee. Aber nicht wenn es um den Preis von Demokratieabbau wie hier, brutaler Privatisierung und Ausbluten der Sozialsysteme, wie es die Troika in Griechenland durchgesetzt hat, und Steuervermeidung wie sie Junckers unterstützt

Da ist wohl eine untergeordnete Ombudsfrau ...

... neidisch, nicht zur Generalsekretärin aufgestiegen zu sein! Leicht durchschaubar und geradezu widerlich intrigant...

Genau das meine ich...

@ 18:07 von Werner40

"Wenn man einen guten Mann für einen Posten findet, dann sollte man auf " Formalien " nicht so grossen Wert legen. Das gilt in der freien Wirtschaft genauso."

Yup, genau das ist die neoliberale Denkrichtung. Bürokratische "Formalien" wie Demokratie, Gleichbehandlung und Transparenz hindern nur die freie Wirtschaft und müssen deshalb abgebaut oder ignoriert werden.

Nee, sorry, Werner, aber das ist Unfug. Wer bestimmt denn, wer ein "guter Mann" ist?
In einer Demokratie doch wohl der Wähler, und nicht der Juncker, oder habe ich da was missverstanden?

Für die meisten EU-Bürger die lesen können dürften doch "Aber der Junckers findet den gut" eher ein Ablehnungsgrund sein.
Was Sie da gerade vorschlagen ist eher eine Erbmonarchie als eine erwachsene Demokratie.

18:05 von Chris7/ 18:07 von Werner40

Es erstaunt mich, wie offen Sie den Klüngel verteidigen. Woher wollen Sie wissen, ob der Mann tatsächlich "der Beste" ist oder nicht vielleicht nur derjenige, der sich als "dankbar erweist", wenn die Stunde kommt? Außerdem, die EU ist nicht gleichzusetzen mit der sog. freien Wirtschaft, auch wenn manche dies wünschen mögen. Doch das Leben der Menschen in der EU hat weitaus mehr Facetten, die aber zunehmend ignoriert werden, wie man auch hier sieht!

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