Ihre Meinung zu: Drei Monate DSGVO: Die große Abmahnwelle ist ausgeblieben

25. August 2018 - 7:33 Uhr

Seit drei Monaten ist die Datenschutz-Grundverordnung der EU in Kraft. Vereine und Betriebe befürchteten eine Abmahnwelle. Doch dazu kam es bisher nicht. David Zajonz zieht Bilanz.

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Kommentare

Aber was ist nun besser als zuvor?

Ich habe so viele "Wir haben unsere Datenschutzverordnung..." E-Mails bekommen, dass ich diese nach der 3. ungeöffnet gelöscht habe.
Ich habe beim Besuch einer Webseite nun erstmal anzuklicken, dass ich die DSGVO Bedingungen akzeptiere.
Und wofür das Ganze?
Was hat dich denn real verbessert?
Gefühlt: überhaupt nichts.

DSGVO: Die große Abmahnwelle ist ...

Ja, vorher ist die Angst immer groß, vor dem Mindestlohn, vor der Vorratsdatenspeicherung, vor dem Endlager, vor Veränderungen im allgemeinen - und wie man bei den ständig lästigen Cookie-Warnhinweisen und vielen anderem sieht, fürchtet man sich nicht genug vor all dieser Sch….

Bedrohung und Schaden

Einmal abgesehen vom bürokratischen Overkill, der Unsummen kostet, Massen an Papier erfordert und weiterhin Abmahnungen nicht unwahrscheinlich macht:
Die verantwortlichen Politiker haben wieder einmal nicht im geringsten die z.T. abstrusen Folgen ihrer Aktivitäten bedacht.
So muss selbst ein Notfallpatient erst einmal über die Verarbeitung seiner Daten aufgeklärt werden und seine Entscheidung muss er dokumentieren.
Als ob es nichts Wichtigeres zu tun gäbe, wenn man um sein Leben kämpft.
Was passiert, wenn man bewusstlos ist, bleibt völlig offen.
Für derartige Auswüchse müsste man die Verantwortlichen bestrafen!

Was hat sich

Was hat sich verbessert...
Die Spam emails haben sich auf ein zentel reduziert.

Mal wieder gesetzesunfug

Dieses ganze gesetz ist nicht nur sinnlos sondern auch sehr lästig. Wenn die cookiefrage aufploppt ist doch noch niemand schockiert Zurückgewichen und hat die Seite geschossen mit dem Ausruf ich hatte ja keine Ahnung!

Mehr Papierkram mehr Ärger für die Betreiber, die Hacker und Betrüger haben höchstens noch leichteres Spiel bekommen, weil wir jetzt alles mögliche mit ok anklicken.

Blinder dünner Aktionismus dieser überflüssigen Regierung. Mal wieder.

@ Si tacuisses

Und wofür das Ganze?
Was hat dich denn real verbessert?
Gefühlt: überhaupt nichts.

Gefühle können täuschen.
Was sich auf jeden Fall sichtbar verändert hat, ist die Datenschutzerklärung. Jede Firma und jeder Verein, der mit meinen Daten umgeht, muss eine Datenschutzerklärung haben und sie muss in allgemeinverständlichem Deutsch sein. Ich kann unkompliziert über alle von mir gespeicherten Daten Auskunft einfordern und das nicht am Firmensitz, sondern in Deutschland und auf deutsch.

Die DSGVO bringt dennoch einen Haufen Ärger

Beispielsweise musste ich auf wichtige Papiere vom Arzt 4 Wochen warten, weil, als ich Zeit zum Abholen hatte, sie noch nicht unterschrieben waren, ich sie dann von meiner Frau abholen lassen wollte, diese aber nicht durfte, da man mich noch nicht das DSGVO-Papierchen hatte unterschreiben lassen. Da sich deren Öffnungs- und meine Arbeitszeiten nur an einem Tag in der Woche nicht 100%ig überschneiden, die Praxis am nächsten Tag in Urlaub ging und ich eine Woche später, erhielt ich die Papiere erst 4 Wochen später - aus Datenschutzgründen.

Ein Patientenkonto in der Apotheke? Unterschreiben sie ein Papierchen - auch wenn Sie schon 10 Jahre Kunde sind!

Wer liest sich diese Papierchen oder die DSE auf Webseiten durch, bevor er sie abnickt (oder den Cookie-Disclaimer)? Die meisten akzeptieren ja sogar ungelesen die AGB.

Die Abmahnwelle blieb aus, weil etliche Webseiten bis auf Weiteres geschlossen wurden. Erst mal abwarten.

@ Flüchtling1

Einmal abgesehen vom bürokratischen Overkill, der Unsummen kostet, Massen an Papier erfordert und ...

Das trifft auf die neue Datenschutzverordnung nüchtern betrachtet aber gar nicht zu. Ich berate mehrere Arztpraxen und kleine Betriebe im Datenschutz halte die neue Verordnung weitgehend für vernünftig.

@ Flüchtling1

So muss selbst ein Notfallpatient erst einmal über die Verarbeitung seiner Daten aufgeklärt werden und seine Entscheidung muss er dokumentieren.
Als ob es nichts Wichtigeres zu tun gäbe, wenn man um sein Leben kämpft.

Wie dramatisch.
In der Praxis läuft das viel entspannter und normaler. Wer wirklich um sein Leben kämpft, muss hingegen definitiv keinen Datenschutz ausfüllen.

@08:45 von beam me up scotty

In der Praxis läuft das viel entspannter und normaler. Wer wirklich um sein Leben kämpft, muss hingegen definitiv keinen Datenschutz ausfüllen.

Die DSGVO sieht vor, daß der "Kunde" vor der Verarbeitung seiner Daten dieser Verarbeitung zustimmt. Eine Ausnahme wegen Dringlichkeit gibt es nicht. Wurde vermutlich schlicht vergessen (Die ganze DSGVO ist nicht besonders rund, und hier und da reichlich interpretierbar). Solange Sie den Patienten anonym versorgen, kein Problem - nehmen Sie aber dessen Daten auf, ohne daß er ausdrücklich und nachweislich zugestimmt hat, sieht die Sache anders aus, und es gäbe bereits einen Einhakpunkt zur Abmahnung.

Übrigens wurde sogar das private Ablichten von Landschaften mit Menschen drauf in Photographenkreisen sehr kontrovers diskutiert. Eine gerichtliche Entscheidung wurde bislang noch nicht angestrebt, daher gibt es hier keine Rechtssicherheit. Aber auch Bilder sind Daten.

@beam me up scotty

Ganz recht, und ich finde das sehr gut.

Aber was noch viel wichtiger ist: Der Datenschutz ist durch die Angst vor Abmahnungen wieder massiv in den Vordergrund gerückt, und die Firmen setzen jetzt endlich auch das um, was sie schon vor der DSGVO hätten umsetzen müssen.

Die neue DSGVO mag an der ein

Die neue DSGVO mag an der ein oder anderen Stelle in der Umstellung bzw. Einführung einen gewissen Aufwand mit sich bringen, aber letztlich geht es in der digitalisierten Informationsgesellschaft um ein hohes Gut, den Schutz meiner persönlichen Daten. Und der eigentliche Kern des Berichtes, dass bisher eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, beschreibt doch etwas erfreuliches.

@ riewekooche

Übrigens wurde sogar das private Ablichten von Landschaften mit Menschen drauf in Photographenkreisen sehr kontrovers diskutiert.

Wenn Sie das Bild kommerziell nutzen möchten, müssen Sie die Personen um Erlaubnis fragen und zwar schriftlich. Daran hat sich rechtlich gesehen aktuell nichts geändert.

Das ist schlicht falsch. Zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten bedarf es einer Rechtsgrundlage. Eine davon ist „Gefahr für Leib und Leben“
Niemand muss /wird von einem Notfall eine Einwilligung verlangen.

Vermute das die Einschätzung „ich bin ein Notfall“ vom Arzt nicht geteilt wurde.

Info-Mails

Sic tacuisses: "Ich habe so viele "Wir haben unsere Datenschutzverordnung..." E-Mails bekommen, dass ich diese nach der 3. ungeöffnet gelöscht habe."

Und ich habe die Gelegenheit genutzt, überall dort, wo überraschenderweise noch meine Daten gelagert waren, um Löschung derselben zu bitten.

Der Kunde muss der Verarbeitung zustimmen

Ich würde ihnen raten eine Blick in die DSGVO zu werfen. Dort lesen Sie bitte den Artikel 6 „Rechtmäßigkeit der Verarbeitung“ Im Anschluss sehen Sie sich gezwungen Ihren sachlich völlig falschen Artikel zu löschen.

Die Verarbeitung ist Ok bei „Gefahr für Leib und Leben“ und Nein Sie müssen als „Kunde“ nicht immer zustimmen.

Was habt ihr denn?

Das ganze war doch ein voller Erfolg! Die Gesetzgeber stehen selbst so stark hinter ihrer neuen Verordnung, dass Firmen wie Facebook, Google und WhatsApp praktisch vor Angst schlottern und transparenter sind denn je. Facebook überlegt dreimal, ob sie ab jetzt unsere Daten weitergeben sollen, dafür haben sie jetzt einen großen „Nein, danke!“-Button auf der Startseite. Bei Google heißt „Standort aus“ auch „Standort aus“. WhatsApp funktioniert nun auch ohne, dass man sein gesamtes Telefonbuch zur Verfügung stellt. Das hat die EU sofort aus ihren Nutzungsbedingungen nehmen lassen, ohne wenn und aber! Und neue Polizeigesetze haben wir auch nicht, die würden ja auch gegen die neue Verordnung verstoßen. Also niemand kann mir jetzt sagen, das ganze DSGVO-Ding sei nur leeres Gerede gewesen, um das aufkochende Volk für eine bestimmte Zeit in Sicherheit zu wiegen und dazu zu bringen, nun noch spendabler mit den Daten im Netz unterwegs zu sein...

Die, die die Verordnung treffen

sollte hat es nicht getroffen.

Ich bekomme nach wie vor personalisierte Werbung auf "kostenlosen" Dienstleistungsseiten.

Mir ist das recht, da ich lieber das sehe, als irgend einen Kram, der mich nicht interessiert.

Wer "kostenlose" Wettevorghersagen haben möchte, oder Videos schauen will, oder sonst etwas, muss wissen, er bezahlt mit seinen Daten. Vor, wie nach diesem Bürokratiemonster.

Völlig bescheuert ist diese Verordnung für kleine Vereine und andere kleine geschlossene Benutzergruppen. Ja, als solche können sich schwarze Schafe tarnen. Klar, ich kann auch behaupten, die Verordnung einzuhalten. DNn versuchen Sie doch mal die dreifach verschleiertrn Hintermänner einer Betrugseite aufzuspüren und dann in Somalia, oder sonstwo zu verklagen.

Ich bin nicht gegen Datenschutz, sondern dagegen das jeder einen Verwaltungsaufwand gleich einer Behörde mit x Verwaltungsbeamten leisten können muss.

Drei Monate DSGVO: Die große Abmahnwelle ist ausgeblieben

Ein Reha Verein beschwert sich darüber „Vertraulichkeitsverpflichtungen“ unterschreiben lassen zu müssen. Im Ernst? Das spricht nicht gegen die DSGVO sondern eher Bände über den Umgang mit Gesundheitsdaten in dem Verein.

Zudem wird der Eindruck erweckt eine „Datenschutzmitteilung“ , gemeint ist wahrscheinlich ein Informationsblatt, müsse für jeden einzeln erstellt werden. Das ist natürlich Quatsch. EIN gleichlautender Text geht an alle.
Vermute das der Verein (wie viele) das BDSG bisher ignoriert haben und nun plötzlich „OH GOTT „ Datenschutz. Daran ist aber nicht die DSGVO schuld.

Die DSGVO Bringt einen Haufen Ärger

So sehr das für Sie ärgerlich ist, mit der DSGVO hat das nur am Rande zu tun.

Ein Arzt ist nach §203 STGB zur Verschwiegenheit verpflichtet. Alles andere wäre eine Straftat.
Diese Verschwiegenheit schließt Ihre Frau mit ein, das wird sehr gerne vergessen.
Ohne Ihre Einwilligung keine Unterlagen an Ihre Frau.

Sicherheit, die es nicht gibt

Wer glaubt, dass die DSGVO den Schutz persönlicher Daten erhöht, glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.
Die Daten stehen trotzdem vollständig jedem und jederzeit zur Verfügung. Der Schwachsinn verbessert gar nichts und ist nur Opium für das Volk.

DSGVO wirklich ein Schutz?

DSGVO: Ein Gesetz, das nur zu unserer Sicherheit dient?.

Der Bürger ist erst mal beschäftigt, muss unverständlichen Gesetzestext lesen, Maßnahmen ergreifen, in ständiger Angst vor der Abmahnwelle. Die Wirkung der DSGVO ist kaum nennenswert: Cookie-Disklaimer oder Erklärungen werden ungelesen weggeklickt. Eine Nebelkerze, Schutz empfinde ich nicht.

Ich fühle meine Daten und auch mich persönlich an ganz anderer Stelle bedroht. Dann nämlich, wenn Verfassungsorgane verdachtsunabhängig, ohne richterlichen Beschluss und ohne meine Kenntnis mir Software unterjubeln, um meine Daten zu erfassen oder Telefonate belauschen.

Da fühle ich mich richtig ungeschützt. Nicht weil ich etwas zu verbergen habe, sondern weil ich nicht weiß, wer und wie meine Daten verwendet werden und wer darauf zugreifen kann. Und ich weiß nicht, wie meine Daten in Zukunft ausgewertet werden, sollte einmal der politische Wind rauer werden.

Wo sind eigentlich die Datenschutzerklärungen nach DSGVO unseres Staates?

Geschäftsmodell Abmahnung

Jaja der freie Markt findet seine Wege und Nischen. Wer bereit ist, seine Seele zu verkaufen und jegliche Moral über Bord zu werfen, kommt weit in einer Welt, in der die Politik den Leuten vorgaukelt, wir müssten alle Humanisten sein und für die Menschenrechte kämpfen. Gerade die Abmahn-Industrie kann sich wunderbar hinter dem schleier der Rechtschaffenheit verstecken, während die Blutsauger doch nur an ihrem Profit interessiert sind. Daher wären entsprechende Schranken hier angemessen. Die Unmündigkeit ist allgegenwärtig. Ohne Regeln würde das System zusammenbrechen. Gruß an die Liberalen: Euer Menschenbild ist unrealistischer als das der Linken! Ich schweife ab :D

Schön dass es für Sie nicht so wichtig ist

Nämlich die Tatsache, dass dieser Datenschutz-Krempel dafür gesorgt hat, dass das Internet eingeschränkt wurde.

Nein - Für Sie ist das nur ein Nachsatz.

Zugang zu Nachrichten aus aller Welt zu haben, das ist das Internet.
Aber hey, was reg ich mich auf, sind doch nur ein paar Seiten.

Ja. Bis jetzt. Das geht weiter. Denn: der Trend, der ist doch schon länger zu erkennen.

Zum Beispiel daran, dass man im deutschen Kabel TV kein Euronews (engl) mehr bekommt. Und ja - die unterscheiden sich!

Auch wenn man sich ansieht, wie man mit unerwünschten Medien umgeht.

Globalisierte Welt - aber die Nachrichten müssen national in gewünschte Häppchen verpackt werden.

Irgendwie befürchte ich, dass man in einer nicht zu fernen Zukunft die EU, natürlich nicht weil man totalitär ist, sondern um die Bürger zu "schützen", informationstechnisch abschirmt.

Es sind nicht die Bürger, die mit Freiheit nicht umgehen können - es sind die Regierenden!

Ich schaute mir gestern auf Ebay einen Artikel an,

ohne mich eingeloggt zu haben, und fand am Abend eine Mail von Ebay vor, dass dieser Artikel für den ich mich interessiert hatte, nicht mehr zur Verfügung steht.
Oder ich schaue bei Amazon nach einem Artikel und bekomme dann in meinem Mailprogramm bei T-Online, diesen oder ähnliche Artikel auf der rechten Seite angeboten.
Da kommen bei mir doch starke Zweifel auf, dass meine Daten wirklich geschützt werden. Und ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass ich das irgendjemanden erlaubt hätte.

@09:31 von beam me up scotty

Wenn Sie das Bild kommerziell nutzen möchten, müssen Sie die Personen um Erlaubnis fragen und zwar schriftlich.

Bislang galten die kaum erkennbaren Personen auf einem Bild, das als Hauptmotiv eine Landschaft oder ein Gebäude zeigen, als unwesentlich, und mußten nicht einzeln befragt werden (wie wollen Sie zB sonst ein Bild vom Kölner Dom oder dem Eiffelturm machen? Dort laufen immer Menschen herum.) - KUG §23. Die DSGVO sieht das nicht mehr so. Man darf also nur noch Bilder von menschenlosen Landschaften, Stadtansichten und Bauwerke posten, oder muß die Menschen, sofern sie erkennbar sind, verpixeln.

Auch private Bilder sind, sofern sie bspw. auf einer Vereins- oder Firmenveranstaltung vorgeführt werden, möglicherweise betroffen, denn hier gilt die Ausnahme nach DSGVO §2.c nicht unbedingt. Man darf auf Gerichtsurteile gespannt sein.

@10:38 von Karottix

Eine entsprechende Erklärung hatte ich vor einem Jahr bereits - nach altem Recht - unterschrieben. Warum muß es eine neue geben?

Übrigens hätte meine Frau das Zeug abholen können, wenn ich nicht persönlich nochmals eine solche Erklärung zuvor hätte unterschreiben müssen. Eine entsprechende Vollmacht hätte ich ihr mitgegeben.

Es ging also nur um eine erneute, IMO unnötige, Unterschrift unter eine Datenschutzerklärung mit etwas abgeändertem Text gegenüber der bereits unterschriebenen, nicht um die Verschwiegenheit an sich. Ohne DSGVO wäre dieser Unsinn nicht notwendig gewesen.

Gleiches gilt übrigens für die Einwilligung zur Datenverarbeitung per DATEV - die DSGVO erfordert eine Zustimmung zu einer neuen Datenschutzerklärung mit kaum merklich geändertem Text.

@11:02 von Duisburg

Und ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass ich das irgendjemanden erlaubt hätte.

Sie haben vermutlich irgendwann einem entsprechenden Cookie zugestimmt.

Schalten Sie Cookies in Ihrem Browser ab, dann haben Sie Ruhe davor - aber auch eventuell Probleme beim Einkaufen in Webshops.

Kaum jemand liest sich diese

Kaum jemand liest sich diese nervigen, schwer verständlichen, weil in Juristensprache geschriebenen Datenschutzverordnungen durch. Und selbst wer das tut, versteht nicht unbedingt was er da liest.

Alles was mit diesem Gesetz erhöht wird, ist die Rechtssicherheit von Unternehmen beim Datenhandel.

Die neuen Rechte muss man auch einfordern können

Mit der DSGVO ist es wie mit der Meinungsfreiheit: Das es sie gibt, ist erstmal gut! Aber deswegen muss ich nicht immer und überall meine Meinung in die Welt hinausposaunen und möchte ich auch nicht ständig darüber informiert werden.
Gegen diese ganzen DSGVO und Cookie-Banner nutzt man einen guten Adblocker und gut ist, genauso wie man im richtigen Leben die ganzen Broschüren und Flugblätter, die man bekommt, auch meist gleich in den Müll schmeisst. Auch wenn die Branche das möchte: Das stört alles recht wenig!
Aber wenn es daraus ankommt, möchte ich mein Recht für mich nutzbringend anwenden.
Wer sich die Mühe mal gemacht hat und bei einem der großen Internetkonzerne sein Recht auf Einsicht in die gespeicherten Daten nimmt, bekommt eine Ansammmlung von 1000 Dateien in 750 Ordnern im Rohdatenformat, deren Auswertung die meisten wahrscheinlich überfordert. Auch das ist wohl so gewollt. Auch ob das wirklich alle! Daten sind bezweifle ich, da darüber keine Auskunft gegeben wird.

@ 11:08 von Sehr-Gescheit

"Wir leben in einer vernetzten digitalisierten Zeit und müssen uns mit den Vorteilen und auch den Nachteilen abfinden."
=>
Wir müssen uns mit überhaupt nichts abfinden. Alles läßt sich ändern. Zur Erinnerung: Demokratie heißt übersetzt "Herrschaft des Staatsvolkes" und nicht Herrschaft der Globalisierung.

Und übrigens, der Roman 1984 ist bekannt. Sollt man mal lesen. Was wollen Sie mit diesem Hinweis begründen? Dass man als Bürger nichts ändern kann.

Welch ein verhängnisvoller Fatalismus.

@09:49 von Karottix

DSGVO §6 listet die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung auf. Im vorliegenden Fall (Nothilfesituation) sehe ich zunächst keinen Grund, ohne Zustimmung persönliche Daten des Kunden ohne seine Zustimmung zu verarbeiten. a) und b) scheiden aus, wenn der Patient nicht antworten kann. Selbst seine "lebenswichtigen Interessen" können auch berücksichtigt werden, ohne seine persönlichen Daten. Niemand muß beispielsweise zur Beatmung den Namen des zu Beatmenden wissen. Somit sind auch c) und d) vom Tisch. Im öffentlichen Interesse (e) ) ist das auch nicht, bliebe noch f) - das berechtigte Interesse, für die Hilfe Bezahlung vom Patienten verlangen zu können, falls der Patient verstirbt oder ins Koma fällt und nicht zustimmen kann. Aber für die Aktion der Hilfe selbst ist die Datenverarbeitung persönlicher Daten nicht notwendig und daher nicht ohne Zustimmung erlaubt.

@ Shuusui

Ich habe mir die Datenverordnung durchgelesen und ich bin kein Jurist und habe es verstanden, auch wenn es in einigen Passagen nötig war die Sätze mehrmals zu lesen um den juristischen Syntax zu verstehen. Ich habe als Designer wahrscheinlich einen besseren Zugang zu diesen Inhalten da ich mich teilweise mit Urheberrecht, Wettbewerbsrecht, Kartellrecht Datenschutz etc. im groben auskenne und der Weg zum DSVGO ähnlich verläuft. Im groben kann man sagen dass niemand das recht hat Daten anderer zu speichern (auch nicht automatisiert und teilweise anonymisiert durch Cookies und ähnlichem) und falls ja nur mit Zustimmung, so schwer ist das nicht.

User-Reife

Die Kommentierenden wünschen einerseits, Herr über die eigenen Daten zu sein, sind aber nicht bereit, sich mit den Software-Einstellungen ihrer Geräte zu beschäftigen und wünschen sich, dass andere das für sie tun.

Der eine wünscht, wenn überhaupt, personalisierte Werbung, der andere beklagt, dass die Werbung anhand nachvollziehbarer Aktionen personalisiert wurde. Die Klage ist nicht erforderlich, weil der User das SELBST einstellen kann. Wer sich aber NICHT informiert und entsprechend handelt, wird auch NICHT behandelt wie ein mündiger Bürger, sondern gemäß der default-Einstellungen.

@ Si tacuisses

Leider stimmt das, jeder klickt OK und macht weiter wie bisher, eigentlich völlig unnötig. Der User gibt damit trotzdem in fast allen Fällen sein OK zu allem was die Webseite verlang um Zugang zu bekommen. Dumm finde ich die Regelung dass Anrufe in Abwesenheit nach einigen Tagen gelöscht werden müssen, ausser der Anrufer gibt sein Einverständniss dass die Nummer für einen eventuellen Rückruf in irgendeinem Speicher vorliegt und nicht sofort gelöscht oder sogar weiter gespeichert wird. Völliger Blödsinn und keiner kann so etwas kontrollieren oder will der Staat nun Kontrolleure durch Büros jagen die dann schauen ob eine Nummer die in der Telefonanlage oder im Telefon gespeichert wurde auch vom Anrufer abgenickt wurde, schriftlich natürlich. Lol

@ riewekooche

Sie haben recht, ich denke auch das diese DSVGO Geschichte die Wirtschaft leicht abbremst und wahrscheinlich grossen Verlust generiert, auch in Zukunft. Würde gerne mal wissen ob das jemand gemessen hat, welche bremsende Wirkung diese unkompetente Gesetzgebung in Betrieben, Praxen etc. hat... hier haben wieder mal Politiker zugeschlagen und Gesetze geschaffen die Sie selber kaum in der Grösse anwenden wie sie es von Unternehmern fordern... der Horror, wie gewöhnlich, aus dem EU Parlament, vorbei an der Realität, hauptsache einfach durchgesetzt... hätte man bestimmt auch einfacher hinbekommen... im Detail wird das auf Dauer nicht in allen Bereichen funktionieren, da es auch nicht Gesamtheitlich kontrolliert werden kann... alles für denEimer, irgendwann in naher Zukunft wird das DSVGO verbessert und vereinfacht werden, aber erst wenn die Parlamentarier selbst merken wie idiotisch, ups ich meine diletantisch, das ganze umgesetzt wurde...

Abmahnindustrie gehört endgültig gestoppt!

Die Anmerkung in dem Bericht, dass ein Anwalt nur Abmahnungen verschicken dürfe, wenn er für einen Mandaten tätig sei, ist mir neu. Bisher reichte doch ein kleiner Fehler im Impressum und man hatte diese Heuschrecken am Hals. Die DSGVO war deshalb so ein Hype, weil jede kleine Firma dachte, dass dieser Zirkus von vorne losgeht. Der Gesetzgeber muss endlich diesen Abmahnanwälten einen Riegel vorschieben. Was schreibe ich da, unsere Politiker sind meistens selber Anwälte und die werden diese Geldquelle sicher nicht versiegen lassen. Zum Glück ist bei der letzten Abmahnwelle anscheinend ein sehr einflussreicher Geschäftsmann angeschrieben worden. Der hat dann den Abmahnanwalt in den Ruin getrieben. Das Gericht, das seine Daten einfach freigab, zittert noch heute vor ihm. Das ist der Grund, wieso die Abmahnindustrie einen Dämpfer abbekommen hat und jetzt bei der DSGVO die Abmahnwelle ausblieb. Vielen Dank an diesen streitbaren Menschen.

@ Flüchtling1 08:18 Uhr

"Für derartige Auswüchse müsste man die Verantwortlichen bestrafen!"
Nunja; in der Konsequenz wäre Deutschland ohne Politiker, welche ja die (negativen) Voraussetzungen in Gesetze kleiden!

Witzig

An den Kommentaren und auch am Nachrichtentext merkt man, dass anscheinend kaum jemand die DSGVO verstanden hat.
Witzig ist auch, dass eigentlich der Großteil des Inhaltes der DSGVO aus dem deutschen Bundesdatenschutzgesetzes übernommen wurde. D.h. eigentlich hat sich für die Deutschen gar nix geändert.

Hier wird mal wieder eine Sau durch Dorf getrieben und alle springen auf...

Mich hätte mal interessiert,

ob es eine öffentliche Stelle gibt, bei der man vermutete Verstösse gegen die DSGVO zur Überprüfung vorlegen kann, oder ob man gleich selbst mit Anwalt kommen muss?

Praktische Beispiel: Es heisst z.B. "Privacy by Design, not by addition", nun hatte das eine Software ursprünglich so, wurde aufgekauft und nun ist es nicht mehr "by Design", sondern "by addition".

Wo kann ich solch einen Fall prüfen lassen?

Keine Abmahnungen, weil keiner durchblickt

Die Regelungen der DSGVO sind ziemlich mysteriös, tatsächlich kann man sie auf viele verschiedene Arten auslegen. Das ist vermutlich auch der Grund, warum es noch keine Abmahnwelle gegeben hat: Niemand kann für sich beanspruchen, die Wahrheit zu wissen. Für ausländische Anbieter weltweit ein unwägbarer Horror, dem man tatsächlich am besten mit dem Aussperren europäischer Besucher begegnen kann. Die EU hat es geschafft, das WWW gründlich zu fragmentieren - das ist bisher noch keinem anderen Staat oder Staatenverbund gelungen.

11:35 von riewekooche

Wenn Sie keine Personenbezogenen Daten , für eine Tätigkeit wie Beatmung, benötigen nützt Ihnen auch eine Einwilligung nichts, weil Sie nicht dem Gebot der Zweckbindung entsprechen. Selbst mit Einwilligung ist eine solche Verarbeitung rechtswidrig.

Und was die Aussage „der Kunde muss immer zustimmen angeht „ :
Um Ihnen ein Packet zuzustellen darf Amazon wissen wo Sie wohnen (Vertragserfüllung)
Sie dürfen ihre Daten zu Werbezwecken weitergeben (berechtigtes Interesse)
So es ein Gesetz fordert geben die einfach Ihre Daten weiter.

In allen Fällen bedarf es keiner Zustimmung von Ihnen. Etwas völlig anderes ist das Amazon Sie nach Artikel 13 informieren muss.

@11:56 Seabiscuit

Sie bringen es exakt auf den Punkt.

Weil viele kleine Seiten aufgegeben haben ..

Ich kenne mehrere Seiten die deswegen aufgegeben haben.

Selbst ein Auto-Forum, weil die User auch Bilder von sich selbst und anderen Menschen posteten, von Treffen und Feiern. Ebenso auch Fotos von Autos + Kennzeichen (eigene!)

Die Großen haben Datenschutzbeauftragte und Anwälte, die alles irgendwie hinbiegen.

Die Kleinen können sich das nicht leisten.

Würde mich nicht wundern wenn dann auch Verbraucherportale und kleine Nachrichtenseiten weg vom Fenster wären.

Ob das alles Zufall ist oder man sich damit bequem mancher Kritiker entledigt?

wer weiß ...

11:12 von riewekooche

Ich kenne die Motivation Ihres Arztes nicht. Wenn Sie schon eingewilligt haben, das der Arzt Ihrer Frau gesundheitsdaten weitergeben darf, ist es nicht notwendig.

Einer „Datenschutzerklärung“ ( Info nach Artikel 13) müssen Sie eh nicht zustimmen da es eine Information ist und Ihre Zustimmung gar nicht notwendig.
Das Problem dabei :
Da der Arzt nachweisen sollte dass er Sie Informiert hat ist es für Ihn am einfachsten Sie unterschreiben zu lassen.

undurchschaubare Gesetze

"...Die große Abmahnwelle ist ausgeblieben" zit.TS. - Na, Gott sei Dank! Wer möchte, der google doch mal, wie sich die DUH Deutsche Umwelthilfe finanziert. Ich finde solche Profiteure, die sich die Unsicherheiten undurchschaubarer EU-Gesetze zunutze machen einfach nur abstoßend.

Ich ahne, dass ich gleich wieder gebasht werde, weil ich angeblich den Sinn solcher Gesetze nicht verstehe. Irrtum! Neuerdings muss man sich auf fast jeder Website mit der Erhebung von Daten einverstanden erklären. Wenn man mit seiner Arbeit noch vorwärtskommen will, klickt man die Einverständniserklärung an, statt mehrere Seiten Kleingedrucktes zu lesen, ansonsten kann man nicht mehr als 2-3 Info-Seiten/Tag schaffen. Wer nicht auf "einverstanden" klickt, bekommt keine Infos. Wer sich "einverstanden" erklärt, hat im Falle des Missbrauchs den "schwarzen Peter", weil er ja informiert wurde. Danke EU

@ Si tacuisses um 8.00Uhr - Nichts ist besser

"Aber was ist nun besser als zuvor?" Sie haben Recht - nichts.
Im Gegenteil: Wir erklären sich nun mit allem möglichen einverstanden, ohne alles bis ins Kleinste gelesen und verstanden zu haben. Im Fall eines Datenmissbrauchs haben wir, die User, nun die A...Karte, weil wir ja zugestimmt haben. Dank an die EU und unsere Datenschützer.

@Sie bringen es exakt auf den Punkt. 13:25 von andererseits

zu @@11:56

Nein, beileibe nicht.
Es ist immer wohlfeil auf die 'dummen' User abzuheben,
aber das ist nicht das Problem.
Sicherlich gibt es solche Leute,
aber das fäält kaum ins Gewicht.

Ins Gewicht fällt die absolut intransparente und IMHO bewusst
von den grossen Anbietern gefahrene Strategie: friss oder stirb

Haben Sie sich schon mal durch die ellenlangen Seiten
der Systemeinstellungen bei Android gewurstelt?
Wenn Sie denn tw. überhaupt wissen, was das alles bedeutet.

Und das Schlimme:
Beim nächstgrösseren Update sind alle wesentlichen
eigenen Einstellungen wieder futsch.

Ich habe deswegen jetzt angefangen Windows10 endgültig zu verabschieden.
Auf Linux läuft bereits die Emulation von Win95, wenns denn unbedingt sein muss.
Zur Not gäbe es auch noch ReactOS,
einen WinNT Nachbau.
(erstmals sinnvoll nutzbar)
Im übrigen laufen alle Steam-Spiele auch schon auf Linux.
Dasselbe mache ich auch mit Android demnächst.
Anders wird man der zunehmenden Systemunsicherheit nicht mehr Herr.

Datenschutz

Ich betreibe mehrere Internetseiten, die lediglich nur zur Information dienen. Keiner kann sich dort einloggen, ich verkaufe nichts. Eine Seite davon ist ein Reiseführer für Südnorwegen.
Für dieses, für alle kostenlose Hobby habe ich mich tagelang mit dieser Verordnung herumschlagen müssen und weiß trotzdem nicht, ob das alles so richtig ist.
Selbst wenn ich das für viel Geld von einem Rechtsanwalt prüfen lassen würde, bekäme ich von ihm keine Garantie auf Rechtssicherheit.

Diese Verordnung schert alle Internetseiten über einen Kamm.

Positiv

"Meine Daten können die ruhig haben, ich habe schließlich nichts zu verbergen."
Das war noch vor einem Jahr die Standardaussage, die ich bei Diskussionen um das Thema Datenschutz gehört habe. Heute sagt das niemand mehr. Allein die Sensibilisierung für das Thema ist ein Erfolg der DSGVO.

Die Umsetzung mag noch holprig sein, meine Erfahrung ist, dass es Seiten gibt, die wirklich eine einfache, klare und verständliche Lösung gefunden haben, bei anderen werde ich entweder komplett abgewiesen, wenn ich nicht alles abnicke oder werde bei der Durchsicht der Datenschutzerklärung nur auf die Datenschutzerklärungen dritter Seiten verwiesen, mit denen das Unternehmen zusammenarbeitet.

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