Ihre Meinung zu: Entwicklungsminister will EU-Markt für Afrika öffnen

8. August 2018 - 10:49 Uhr

Entwicklungsminister Müller will mehr Perspektiven für junge Menschen in Afrika schaffen. Seine Idee: Die EU soll ihre Märkte für sämtliche Güter des Kontinents öffnen. Das schaffe Jobs.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4
Durchschnitt: 4 (12 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Endlich ein vernünftiger Vorschlag!

Die Fluchursachen sind die Armut in Afrika, und wir sind der Auslöser! Das ist jedem eigentlich bewusst, also müssen wir die Lebensumstände der Afrikaner ändern, und das wir ein Importverbot für die Waren aus Afrika haben ist beschämend!

Ein einfacher Tausch

Es ist schon verwunderlich, warum sich über die Migration aufgeregt wird, wenn es keine Perspektiven für viele Menschen in Afrika gibt.
Es wäre ein "einfacher Tausch" Waren nach EU zuzulassen und damit Migrationsgründe zu bremsen. Dann bleibt nämlich Ware Ware und nicht die Menschen werden zur Ware.
Hoffe das wird umgesetzt!

EU Markt öffnen

besonders für landwirtschaftliche Produkte?

Wäre es nicht viel wichtiger landwirtschaftliche Produkte in Afrika für Afrika von Afrikanern herzustellen.
Die Erfahrung zeigt doch, dass sich bei der Öffnung ausländische Großkonzerne eine goldenen Nase verdienen und die Bevölkerung als Hilfsarbeiter vor Ort mit Peanuts abgepeist werden. Außerdem werden für den EU Markt oft Produkte in Plantagen angebaut die weder auf die Böden das Klima oder den Wasserhaushalt rücksicht nehmen also Produkte die nur mit großen Aufwand und ohne Rücksicht auf die Nachhaltigkeit angebaut werden. Danach zieht die Karawane weiter und die Armut ist noch größer als vorher.

Revolutionär und gut

Es ist tatsächlich ein revolutionärer Vorschlag von Herrn Müller - und ein guter dazu. Glückwunsch und Anerkennung!
Dieser Vorschlag ist einer, der kurz- mittel- und langfristig Afrika helfen wird. Uns in Europa und in Deutschland wird er kurzfristig Geld kosten, vielleicht sogar Arbeitsplätze, aber langfristig wird auch Europa davon profitieren, dass der Migrationsdruck sinken wird.

Das können wir ja gerne

Das können wir ja gerne machen!
.
Angebot - Nachfrage.
.
Aber solange es Diktatoren schaffen, vom Staatskapital 2 Mrd. (!) € ins Ausland zu schaffen, ist den Menschen dort nicht wirklich geholfen. (s. Bericht der TS über Nigeria)
Auch nicht wenn der Nachfolger von Abacha dann mal eben 270 Mio. (7,5% (!)) ans Volk verteilt.
.
Was ist mit dem Rest? Für Infrastruktur?
.
Soviel mal zu der gerne propagierten Meinung, das "Wir" oder Ich Afrika ausbeute.

Der beste Vorschlag seit langem!

Durch wirtschaftlichen Aufschwung soll es Afrika aus der Armut schaffen. Bis jetzt erlauben wir es Afrika aber nicht, seine Produkte an uns zollfrei zu verkaufen. Unsere Autos können aber dort problemlos verkauft werden. Das ist unfair. Super Vorschlag von Minister Müller.

Sicherlich eine sinnvolle Sache

Es ist sicherlich eine sinnvolle Sache wenn die EU zulässt das afrikanische Waren zollfrei in der EU vermarket werden dürfen. Ich frage mich aber auch, ob der damit verbundene Wohlstand, oder bescheidene Wohlstand in Afrika dazu führt, das die dortige Bevölkerung noch mehr vermehrt als es jetzt schon der Fall ist? Die Fluchtursache Nummer eins in Afrika ist die Bevölkerungsexplosion dort und im Schnitt verdoppelt sich dort die Bevölkerung alle 20 Jahre.

Null Plan

landwirtschaftliche Produkte aus Afrika können nie und nimmer mit der "Massenproduktion" in Europa preislich mit halten.
Um die Landwirtschaft in Afrika zu unterstützen, muss es ehr Exportbeschränkungen landwirschaftlicher Produkte aus Europa nach Afrika geben.
Wenn europäischer Weizen in Afrika deutlich günstiger ist, als einheimische Hirse dann hilft man der dortigen Landwirschaft nicht - sondern verhindert diese.
Auch haben wir zahlreiche kleinst Molkerein in Afrika aufgebaut - aber die dortigen Milchkühe können mit den europäischen nicht mit halten - sodass dann für den Verbraucher in Afrika europäische Milchprodukte wie Milch, Käse und Joghurt günstiger sind, als eben einheimische Produkte.
Solange wir mit unseren Produkten den Afrikanischen Markt fluten - wird sich nie eine tragfähige Landwirtschaft in Afrika entwickeln können.

Entwicklungshilfeminister

Entwicklungshilfeminister Müller ist seit Jahren der einzige kompetente CSU-Politiker, was einerseits seine Haltung und andererseits seine Sachkenntnis angeht. Das tragische daran ist: Er wird sich nicht durchsetzen können in seiner Partei.

"Insbesondere landwirtschaftliche Produkte...

... müssten zoll- und quotenfrei nach Europa eingeführt werden können, um in Afrika Jobs für Millionen arbeitslose junge Menschen zu schaffen, sagte der CSU-Politiker der "Welt". Dies könne auch die Migration Richtung Europa bremsen."

Ich verstehe es nicht, und das meine ich ernst, nicht ironisch. Sind nicht im afrikanischen Kontinent die Menschen immer wieder von Hunger bedroht? Soll also die Lösung sein, dass wir Ihnen noch mehr Nahrung wegnehmen (damit einige wenige Unternehmer reich werden) und darum noch mehr Menschen nach Europa wollen?

Um Migration zu stoppen müssen meiner Meinung nach 1. die Menschen verstehen, dass man nur so viele Kinder in die Welt setzen darf, wie man selber ernähren kann und 2. die Ausbeutung armer Länder durch die Industrienationen gestoppt werden. Es müssen also beide Seiten etwas tun! BILDUNG (inkl. Meinungsbildung) ist ein wesentlicher Ansatz für 1. und Gewissensbildung für 2.

Afrika wurde Jahrelang ....

von Ländern der EU geplündert und Ausgebeutet! Es wird wirklich mal Zeit etwas zurück zu geben. Aber bitte Fair! Dann hat sich evtl. auch das ein oder andere Thema bzgl. der Flüchtlinge bald mal erledigt.

Ist Müller nicht bei der CSU?

Das ist eine wirklich gute Idee und sie kommt von der CSU. Träume ich?

Aber wer hätte etwas davon? Die Afrikaner.
Die haben aber leider keine Lobby. Die europäischen Bauern dagegen schon, sogar eine sehr starke.

Insgesamt hat die Fluchtursachenbekämpfung keine Lobby. Die obersten zehntausend profitieren vielleicht sogar von den Flüchtlingen (billige Arbeitskräfte, Hotels vermieten, etc.) und haben keine Nachteile, da sie sich nicht die Wohnungen, Krankenkassen etc. mit ihnen teilen müssen. Ich denke das man in einer Villa hinter einer Mauer in einem Nobelviertel nicht viel davon mitbekommt. Daher wird dieser Vorschlag in unserer Plutokratie bestimmt nicht umgesetzt. Die Handelsverträge wurde ja nicht umsonst so ausgehandelt.

Unglaublich !!!

Ein Linker und scheinbar wirklich wacher und heller Kopf. Und das bei der CSU, ich fasse es nicht.
Hoffe nur, dass er nicht sobald ob der nun folgenden Schelte aus eigenen Reihen wieder zurückrudert.

Gruß Nez-Rouge

Es ist die Überbevölkerung, Herr Müller

Wenn Afrika sein unmäßiges Bevölkerungswachstum nicht runterfährt, ist das alles für die Katz. Heute kommen jährlich zig Millionen junge Leute auf den Arbeitsmarkt - und das notwendige Wirtschaftswachstum ist nicht zu schaffen - und würde auch ökologisch weitere Schäden verursachen. Da helfen ein paar Handelsmaßnahmen gar nicht. Mittelfristig muß die EU sich gegen die Armutsmigration abschotten. Alles andere zerstört den Sozialstaat. Afrika muß seine Probleme zuerst selbst lösen. Alle Zahlen zeigen, dass hier mit ein paar Prozent Wachstum nichts zu machen ist, wenn die Bevölkerung weiter anwächst - von Ernährung und KLimaschutz ganz zu schweigen.

na dann mal los

3 wichtige Ansätze (auch für eine Eindämmung der Flüchtlingsströme) hat Müller ja nun genannt:
1. Handelsschranken beseitigen
2. Investitionen in Afrika fördern
3. gesteuerte Migration zulassen

Nun muss dies nur noch umgesetzt werden.

Subventionsabbau in der EU wäre ein weiterer Punkt.

Es liegt eben schon derart auf der Hand, dass dies nun sogar von einem CSU-Politiker gefordert wird.

Wieso wird nicht aufgeführt

in dem Artikel, dass die Bevölkerung in Afrika bis 2050 sich mehr als verdoppelt, siehe Interview mit H. Müller in der Welt.
Da sollte man mal ansetzen, solange es toll ist zb. in Niger am besten mehr als 10 Kinder zu bekommen (Artikel Welt) darf sich keiner wundern das der Strom nach Europa nicht abreißen wird. So ein Wirtschaftswunder schafft Afrika nie um der Bevölkerungsexplosion her zu werden.

Guter Mann, der Herr Müller !

Der einzige Minister im Kabinett Merkel, der das Problem erkannt hat und diese Erkenntnis auch in Politik umsetzen will.

Weiter so, Herr Müller !!!

Gruß Hador

Entwicklungshilfe statt Abschottung - der richtige Weg

Endlich mal ein Beitrag zur Entwicklungshilfe in den Herkunftsländern der Flüchtlinge. Das habe ich bisher in der Politik vermisst. Hier wurde überwiegend über "Abschottung und Abschiebung" gesprochen. Zur Entwicklungshilfe gehört auch Unterstützung, Bildung usw. vor Ort. Und v. a. eine menschenwürdige Arbeit und gerechte Bezahlung. M. E. der einzig richtige Weg.

Endlich der richtige Ansatz

Flüchtlinge an den Pranger stellen, aber den Menschen vor Ort keine Perspektive zur Verfügung stellen, ist einfach.
Hier wird zum ersten Mal wirklich die richtige Initiative vorgeschlagen, gegen all das Elend und die Zuwanderung. Menschen wollen doch zum Großteil in ihrer Heimat bleiben. Menschen wollen zu fairen Bedingungen leben und arbeiten. Erst dann wird der Strom nach Europa reduziert werden. Also muss man die Zölle nach Europa abschaffen.

Wollte sich da nicht noch jemand .....

drum kümmern, dass die Fluchtursachen reduziert bzw. beseitigt werden.
Ach ja, unsere Kanzlerin hatte da schon vor DREI Jahren davon gesprochen.
Was hat sich denn seither getan?
Was hat sich auch europ. Ebene da getan?
Warum kippen wir den Afrikanern unseren Elektroschrott vor die Füße?
Warum überlassen wir nicht den Einheimischen den Fischfang vor ihren Küsten?
Da kann man viel machen, wenn man nur will!
Wir bezahlen korrupte Politiker in den jeweiligen Ländern und liefern Waffen, weil es unauffälliger ist, die Menschen in der Wüste sterben zu lassen, statt im Mittelmeer, wo dann am Ende noch die Toten gezählt werden.

Lernfrage

Wenn Afrika seine rasend wachsende Bevölkerung nicht einmal ansatzweise ernähren kann, und deshalb auf Lebensmittel-Hilfslieferungen angewiesen ist, wo kommen dann diese "landwirtschaftlichen Produkte" für den Export her?

afrikanischen Markt nicht überschwemmen

Vor allem sollte die EU aber den afrikanischen Markt nicht mit billigen Lebensmitteln wie z. B. Geflügelfleisch, überschwemmen und so der Bevölkerung die Lebensgrundlage entziehen.

Es war ja auch

schon höchste Zeit, denn letztendlich zerstört der Export-Weltmeister mit seinen Exporten die Lebensgrundlage abertausender Menschen während es zugleich seine eigenen Absatzmärkte vor diesen verschließt. Vor Armutsmigration ganz abzusehen

Jetzt sagt es einer einmal deutlich . . .

. . . Abschottung der EU für afrikanische Produkte. Aber subventionierte Agrarprodukte nach Afrika exportieren. Da ist Herr Trump ja noch human mit der EU.
Ist es das, was die Politiker ständig wiederholen: Fluchtursachen bekämpfen !(sieht anders aus)
Abschottung des EU Marktes bei gleichzeitiger Ausbeutung der Rohstoffe und Entsorgung unseres Mülls.
b.k.

EU-Märkte öffnen

Das wäre mal ein Anfang. Wenn die EU dann noch die Subventionen streicht, die es ermöglichen, dass die EU-Landwirtschaft Afrika mit Agraprodukten zu Dumpingpreisen flutet, dann könnte die Wirtschaft in Afrika vorwärts kommen.

- 90% der im Senegal verkauften Milch stammt von europäischen Kühen.
- Die Elfenbeinküste importiert pro Jahr mehr als 35.000 Tonnen Schweineflisch aus der EU. Die innländische Produktion brach inzwischen zusammen.
- Neben Schweinefleisch exportiert die EU ca. 600.000 Tonnen Hähnchenfleisch nach Afrika. Eine 10 Kg-Box Hähnchenschenkel (TK) kostet in Ghana 19 Euro (Verkaufspreis). Zum Vergleich: Ein lebendes ganzes Huhn (ca. 5 Kg) kostet 11 Euro.

Die genannten Zahlen aus der NOZ, der SZ und der Zeit sind schon etwas älter, aber an der Situation hat sich seit dem nichts geändert.

Na endlich...

Na endlich werden Fluchtursachen bekämpft.

Herr Müller sagt das Richtige.

Hoffentlich hat er es schon vor Jahren in Kabinettssitzungen gesagt, denn dieser Zustand hält schon lange an. Das, was die EU/Deutscchland hier tun, ist an Dummheit nicht zu überbieten. Hat Frau Merkel wenigsten ihre Datsche bei Tremplin als Flüchtlingsunterkunft angeboten?
Bald sind die guten afrikanische Böden ohnehin an Agrar-Konzerne vergeben. Dann bekommen wir Rechnungen aus China und mit denen haben wir ja einen offenen Handel.

Anything but Arms

Mit der "Anything but Arms" Initiative können bereits jetzt viele afrikanische Staaten zollfrei in die EU exportieren. Aber es ist absolut gut und sinnvoll dies weiter zu stärken und auf alle Staaten Afrikas auszuweiten.

Bravo

Normalerweise fällt es mir angesichts Söder, Seehofer oder weiland Guttenberg schwer, auch nur gute Ansätze bei CSU-Strategen zu finden.
Wenn hier einer tatsächlich nicht nur merkt (wissen tun das alle in Berlin seit Jahrzehnten regierenden), sondern auch ausspricht, dass eine der Hauptursachen für Flüchtlinge die Wirtschaftspolitik der EU ist und in Afrika Arbeitsmöglichkeiten und nicht Absatzmärkte geschaffen werden müssen - bravo.
Hoffentlich hören genügend viele in Europa zu und tun dann auch was.

Ein löblicher Versuch, doch

... was werden wohl die vielen kleinen landwirtschaftlichen Betriebe in Süddeutschland zu dieser Großherzigkeit eines bayerischen Ministers sagen?
Und scheinbar ist es doch nicht so, wie hier manche Foristen behauptet haben, dass die EU auf Produkte aus Afrika keinerlei Zölle erheben. Ich habe dazu im Internet auch nur die Info gefunden, dass es für die ärmsten Länder diese Zollfreiheit gibt, aber nicht z. B. für Nigeria, Kenia, Südafrika, Namibia etc.

Ein CSU-Minister spricht Klartext

"Faktisch sei derzeit der europäische Markt für Produkte aus Afrika gesperrt ..."
Das ist ja wohl ein Unding. Würde mich mal interessieren, welche Großkonzerne davon am meisten profitieren. Die Lobbyisten und die (EU-)Politiker sollten sich schämen. Herrn Dr. Müller sehe ich hier als rühmliche Ausnahme. Er spricht diese Missstände wenigsten an, während die Grünen noch für die Zuwanderung von dort dringend gebrauchten Arbeitskräften in das deutsche Sozialsystem werben.

Meine Hochachtung Herr Müller

Meine Hochachtung Herr Müller für diesen wirklich guten, sinnvollen und nachvollziehbaren Vorschlag. Angesichts der derzeitigen Marschroute Ihrer aktuellen Parteigenossen wünsche ich Ihnen aber vor Allem viel Erfolg für Ihr nun wohl bevorstehendes Parteiausschlussverfahren. Das werden die etablierten CSU-Vorderen jetzt doch sicherlich fordern.

Stop von subventionierte EU Waren nach Afrika

mal sehen, was diese Absichtserklärung in 2 Monaten noch wert ist.
Was die EU unter der "Ursachenbekämpfung vor Ort" versteht, dass konnten die Empfänger vom ARD am 6.8.2018 in einem kritischen Beitrag zur Unterbindung der Fluchtruten in Nigeria sehen.

Diese subventionierten Waren aus der EU, welche die Existenz der Menschen vor Ort akut gefährdet, wären als erste Maßnahme sofort zu unterbinden.

Die Forderung "die Rohstoffe den Afrikanern" wäre ein zweiter Schritt. Aber bei den Multinationalen Konzernen wohl nur eine Utopie.

Wenn man bedenkt, das der Handel Deutschlands..

selbst mit dem kleinen Tschechien größer ausfällt, als mit allen afrikanischen Staaten zusammengenommen!

Die allermeisten afrikanischen Staaten leiden also noch nicht einmal unter unfairen Handel, diese Staaten sind einfach dermaßen arm, die haben noch nicht einmal einen Handel!

Was zu bedenken ist!

Ehrenwerter Vorschlag.

Was Herr Müller - den man irgendwie in den Schlagzeilen der letzten Monate ziemlich vermisst - vorschlägt, klingt zu schön um wahr zu werden.
Natürlich weiß die EU, dass der ungehinderte Import afrikanischer Waren hiesigen Produzenten schmerzhafte finanzielle Einbußen bescheren wird, Arbeitsplätze sind gefährdet.
Daher wird man in Brüssel sehr schnell eine große Schublade öffnen und die Müllerschen Vorstellungen darin verschwinden lassen.
Aber da sind auch noch die afrikanischen Diktatoren, Familienclans, Machthaber..., die sich erst einmal die weiten Taschen vollstopfen werden.

Der einzig richtige Weg

Nach Dekaden der Deutschen Technischen Zusammenarbeit setzt sich offensichtlich die Erkenntnis durch, dass Afrika eben auch den Zugang zu den europäischen Märkten benötigt und nicht auf alle Zeiten nur von Hilfe von außen abhängig sein kann und muss. Oder kurz formuliert: "Africa needs more trade and less aid"
Eine extrem hinderliche Rolle spielen hier u.a. die europäischen und nationalen Einfuhrbeschränkungen für afrikanische Landwirtschaftsprodukte. Werden diese sukzessive abgebaut, werden sich in vielen Ziel-Ländern der Deutschen TZ und EZ die wirtschaftlichen Verhältnisse bessern und wohl weniger Menschen sich auf die gefährliche Reise nach Europa begeben.

Bitte Differenzieren

"Seine Idee: Die EU soll ihre Märkte für sämtliche Güter des Kontinents öffnen."
Im Grunde in Ordnung, aber...
...warum auf diese Art auch Staaten in Afrika unterstützen die mit Krieg und Terror ihre Nachbarn drangsalieren?
Die EU kann für ausgewählte(!) Staaten in Afrika den EU Markt öffnen. Diese müssen sich keinesfalls eine europäische Ethik überstülpen. Kein Terror und keine Drangsalierung gegenüber Anderen wäre bereits ein ausreichend positives Kriterium.
Das würde bereits jedenfalls mehr als die aktuelle Entwicklungshilfe vom Typus "Brunnen bohren & Co" helfen.

Was soll das denn?

Zitat: "Insbesondere landwirtschaftliche Produkte müssten zoll- und quotenfrei nach Europa eingeführt werden können, um in Afrika Jobs für Millionen arbeitslose junge Menschen zu schaffen".
Es wird doch immer geschimpft, daß wir Lebensmittel nach Afrika verkaufen und den Markt dort damit kaputt machen? Und jetzt sollen die "Millionen arbeitslose junge Menschen" nicht für ihre eigene Produktion arbeiten, sondern für den Export?
Also wieder Verzahnungen und Abhängigkeiten schaffen?
Eher sollten wir den Export von Lebensmitteln nach Afrika drosseln, damit die Afrikaner einen Sinn durch Eigenleistung für ihr Land sehen, ohne das sich europäische oder afrikanische Zwischenhändler, bei diesen verschlungenen internationalen Handelswegen, eine goldene Nase verdienen und den Hauptgewinn abzapfen, den sie dirigieren können?
Der Herr Müller sollte eher an uneigennützige Lebensmittelspenden und Aufbauhilfe denken, als schon wieder kapitalistisch orientiert!

besser spät als nie

Die Erkenntnis, dass fehlende Arbeitsplätze auf dem afrikanischen Kontinent eine Fluchtursache sein können, ist für einen deutschen Politiker schon als Erfolg zu werten. Wenn Herr Müller noch bemerken sollte, dass Waffenexporte Kriege in diversen afrikanischen Ländern eben nicht unterbinden sondern anheizen, wäre er schon fast ein Kandidat für den Friedens-Nobelpreis.

Ja!

Und ich dachte immer, die EU sei gegen Abschottung und Zölle. Ach ich vergaß: Das gilt ja nur für die anderen. Wir selbst wollen unser Zeugs natürlich ungehemmt verkaufen, nehmen aber nichts von den anderen. Afrika wird von uns geknebelt. Ausgebeutet.

Von daher. Dem Minister ist hier voll zuzustimmen. Nur: Wir sollten bereit sein, dafür ein wenig von unserem Überfluß zu verlieren. Denn das ist der Preis. Ich denke, wir könntens verkraften ...

ein richtiger Gedanke der ausbaufähig ist

Er wäre für Deutschland kein Problem, ein beliebiges Land Afrikas mit einem Wirtschaftswunder zu beglücken und damit vor Ort mehr Perspektiven zu schaffen als Afrikaner in Deutschland jemals haben werden. Alle Handesschranken für Güter aus Afrika aufzuheben, geht in die richtige Richtung. Wenn Unternehmen sich deswegen in Afrika ansiedeln um mit billigen Arbeitskräften für den europäischen Markt zu produzieren, können wir dies locker verkraften. Lediglich auf Giftstoffe in den Produkten muss man weiter testen und klar machen, was nicht in die EU rein darf. Afrika hat ein riesiges Potential und liegt uns weit näher als China, wo momentan alles her kommt was billige Arbeitskraft nutzt. Es gewinnen beide Seiten, wenn sich Europa mit Afrika wirtschaftlich enger verbündet. Und genau das ist die richtige Antwort auf den Hilfeschrei der Migration. Nicht die Afrikaner müssen zu uns, sondern wir zu ihnen.

Gute Sache!

Wir sollten unsere Märkte öffnen, während Afrikanische Staaten ihre Märkte zumindest teilweise abschotten dürfen, so könnte sich dort auch etwas, wie ein vernünftiges Wirtschaftssystem entwickeln. Wenn die Bevölkerungen dann nach und nach ihre Produktivität und das Bildungsniveau steigern, sowie durch Letzteres die Bevölkerungsexplosion abnimmt, dann besteht die Möglichkeit, dass sich die Lage auf dem Kontinent substantiell zum Besseren wendet.

Überrascht!

Das kann ich nur unterschreiben - ein durchdachter Vorschlag der gleichzeitg humanitär und wirtschaftlich sinnvoll ist (Afrika ist wie China früher DER Markt der Zukunft!) von einem CSU Politiker - REspekt - wenn alle CSU Politiker so an die Sache herangehen würden wäre diese Partei für mich fast wählbar..

bin dafür

Das würde Afrika mehr helfen und uns die Flüchtlingsproblematik abmildern.
Was Afrika wirklich helfen würde ist nicht Entwicklungshilfe in Geld, vielmehr eine Importbeschränkung nach Afrika (auf Lebensmittel und chemische Produkte z.B. )und eine generelle Exporterleichterung aus Afrika.
Damit würden in Afrika Arbeitsplätze geschaffen und in Europa und anderswo die Sozialhilfe vom Flüchtlingsstrom entlastet.

Denn Fakt ist das der Technologievorsprung der Industriestaaten eine eigenständige Entwicklung von Afrika verhindert, weil die Produktion durch Maschinen und Anlagen mittlerweile in vieler Hinsicht auch die billigste Arbeitskraft unterbietet.

Genau das ist Fluchtursachenbekämpfung

nicht die vielen Gelder, die die EU und auch Deutschland dafür bezahlen, dass zum Beispiel im Niger die Wüstenrouten blockiert werden und die Menschen in der Wüste festsitzen und letztendlich wahrscheinlich sterben. Die Wüste ist inzwischen zu einem noch viel größerem Friedhof geworden als das Mittelmeer, nur sehen wir das nicht!

@ 12:20 von cari

"Um Migration zu stoppen müssen meiner Meinung nach 1. die Menschen verstehen, dass man nur so viele Kinder in die Welt setzen darf, wie man selber ernähren kann und 2. die Ausbeutung armer Länder durch die Industrienationen gestoppt werden. Es müssen also beide Seiten etwas tun! BILDUNG (inkl. Meinungsbildung) ist ein wesentlicher Ansatz für 1. und Gewissensbildung für 2."
.
Zu Punkt 1. möchte ich Ihnen recht geben.
.
Zu Punkt 2.: Es kann nicht sein, dass afrikanische Diktatoren zu den reichten Menschen der Welt gehören, während ihre Bevölkerung verhungert.
Da hört mein Gewissen auf!
Es kann nicht sein, dass Boku Haram, Wilderei, IS, Menschenhandel, Beschneidung, mein Problem ist.
.
Für Ware gibt es einen Preis. Wenn das gezahlte nicht bei den Produzenten ankommt, ist das meine Schuld? Beute ich dann Afrika aus?
.
Waren Sie schon mal in Schwarzafrika? Kennen Sie die Mentalität?
.
Und das ist gewiss nicht meine Schuld, oder die von Kolonien vor 150 Jahren.

Kaffee und das "wir"

Kaffee ist ein gutes Beispiel. Die Massenware wird von Großunternehmen abgenommen. Es kommt gerade soviel Geld bei den Erzeugern an, dass sich auch in Zukunft irgendjemand finden wird, der produziert. In DE kostet ein kg nach allen Steuer unter €5.

Parallel dazu gibt es einen winzigen Qualitätsmarkt. Der wirft bei den Erzeugern mehr ab. Zusätzlich sorgt er für gleichbleibende Betriebe / Kooperativen, weil die hohe Qualität mit Fluktuation nicht haltbar ist. In DE ist das kg (geröstet) kaum unter €20 zu bekommen.

Motor des Preisdumpings ist immer der Verbraucher, egal, ob die einzelne Person überhaupt etwas ändern kann. Die Großkonzerne geben sämtlichen Marktdruck an die Produzenten und Zwischenhändler weiter.

Deshalb fürchte ich, dass eine Zollreform lediglich zu günstigeren Verbraucherpreisen führt. Die Zustände vor Ort ändern sich nicht.

Dies ist der Punkt, an dem "wir" verantwortlich sind, obwohl "wir" kaum etwas ändern können.

re links234: Tragfähigkeit

„Solange wir mit unseren Produkten den Afrikanischen Markt fluten - wird sich nie eine tragfähige Landwirtschaft in Afrika entwickeln können.“

Vollkommen richtig und deshalb ist eine weitergehende Öffnung für afrikanische Produkte noch nicht einmal die Hälfte der Medaille.
Ein wirklicher Markt und damit ein wirklich funktionierender Handel setzt faire Bedingungen und Regeln voraus. Und diese müssen zugunsten der immer jeweils Schwächeren gestaltet sein - die Stärkeren brauchen keine Regeln.

Hier ist noch sehr viel sehr schnell zu tun. Der Vorschlag von Müller schärft hoffentlich den Blick für die Zusammenhänge. Er kann aber auch in die Irre führen - wenn er nicht zu Ende gedacht wird.

Klingt gut, aber unglaubwürdig

das liegt an der verstrichenen Zeit und dem was alles schon geschehen ist.
Sollte die Idee umgesetzt werden und sich nicht ausgerechnet irgendwelche Megakonzerne dort hinsetzen, das Land aufkaufen und "afrikanische" Agrarprodukte für den europäischen Markt herstellen, könnte es sogar gelingen. Die Hoffnung stirb zuletzt. Allerdings liegt meine schon röchelnd am Boden.

Glaubt irgend jemand, nach

Glaubt irgend jemand, nach dem die weissen Plantagenbesitzer aus Simbabwe, Namibia und Südafrika vertrieben und enteignet werden, daß der Anbau da noch eine Zukunft hat?
Früchte wie Weintrauben sind doch ungenießbar geworden. Grund ist die Vernachlässigung der Plantagen und die Aufgabe des Kulturlandes.

Entwicklungshilfe wird zurück geholt

Das Abkommen namens EPA (Economic Partnership Agreement) legt fest, dass die afrikanischen Länder ihre Märkte bis zu 83 Prozent für europäische Importe öffnen und hierbei schrittweise Zölle und Gebühren abschaffen müssen.

Im Gegenzug wird ihnen weiterhin zollfreier Zugang zum europäischen Markt gewährt. Weil viele afrikanische Regierungen das Abkommen nicht unterzeichnen wollten, hat die EU zum 01. Oktober 2014 Einfuhrzölle auf mehrere Produkte aus Afrika verhängt. Nach Recherchen hat das bereits zu Entlassungen z.B. in Kenia geführt. Unter diesem Druck haben die ostafrikanischen Länder, darunter Kenia, das Abkommen nun doch unterschrieben.

Damit wird die afrikanische Wirtschaft im Keime erstickt. Wie Griechenland hat Afrika keine Chance zu konkurrieren.

Die Flüchtlinge erzeugt die EU selber.

Ja den Weg

könnte man gehen, aber nur wenn die Agrarprodukte den Standards entsprechen, dann spricht nichts dagegen.
Warum es bis jetzt verboten ist, kann ich mir gut vorstellen, Schutz unserer Agrarwirtschaft.
Durch die hohen Subventionen in Deutschland und der EU wird es auch nicht klappen.
Weil dort die Preise nicht erreicht werden.

Und das mit den 3,5 Millionen Firmen wirft ein völlig falsches Bild ab, Minifirmen expandieren nicht über Kontinente.
Und die Großen sind längst dort, schaut euch dort mal die Märkte an, vom Getränk mit C bis zur bekannten Speisewürze ist alles zusehen.
Das wird bei der Bevölkerungszunahme nicht so funktionieren wie gedacht, dort werden Millionen Arbeitsplätze benötigt und nicht paar Tausend.

Ist nicht neu, aber richtig

Die Aussage von Herrn Müller ist nicht neu, den haben ALLE seine Amtsvorgänger auch schon gehabt, alleine es scheitert am Lobbyismus. Die europäische Landwirtschaft produziert mehr als die europäische Bevölkerung essen kann. Der Überschuss wurde früher gerne mal im Meer verklappt, um sich die Weltmarktpreise nicht kaputt zu machen. Dann wurden Prämien gezahlt, um Ackerfläche still zu legen, damit der Überschuss nicht mehr entsteht. Jetzt werden die Überschüsse nach Afrika gekarrt und zu Spottpreisen verkauft. Damit machen sie dort die einheimischen Märkte kaputt und treiben die Menschen in die Abhängigkeit von Lebensmittelexporten. Kann der afrikanische Bauer seine Familie nicht mehr ernähren, leiht er sich Geld und schickt seinen Erstgeborenen mit Schleppern über das Mittelmeer nach Europa. Was hier mit ihm passiert wissen wir.

offene Maerkte

Endlich kommt mal einem Minister die Erleuchtung !
U.a. ich bin bereits seit x von Jahren folgender Meinung b: Gebt den Ländern der 2 u 3 Welt Arbeit und Brote und Auskommen und sie bleiben zu Hause.
Wie war es vor 200 Jahren?? in Deutschland , in Irland u. anderen Ländern ? Es hat sich nix geaendert lediglich der Kontinent.
Bereits vor X von Jahren 30 Jahren oder sogar noch länger wird von vielen in Deutschland lebende u. beheimatet. u integrierten Buerger diese Massnahmen diskutiert .\

- Wenn Ihr nicht zu uns kommt und uns unterstützt dann kommen wir zu Euch -

Die Deutsche Wirtschaft und Politik fordert offene Märkte warum wird und wurde AFRIKA ausgegrenzt ? China denkt langfristig ! und die Europäischen Politiker -EU , Brüssel- und auch die Wirtschaft haben nix dazu gelernt. Also macht offen die Märkte in Afrika und in kürzester Zeit haben sich die Asylanten verabschiedet . Des Weiteren sollen die korrupten Regime in Afrika. bekaempft werden.

Ein richtiger Schritt in die

Ein richtiger Schritt in die richtige Richtung - und das von einem CSU-Minister!

Es schließt sich auch nicht grundsätzlich aus, Produkte für den eigenen Markt und für den Export zu produzieren. Es ist auch möglich, dabei auf einen nachhaltigen Anbau zu achten.

Entwicklungshilfeminister will EU-Markt für Afrika öffnen....

Da wirft einer mit Nebelkerzen.Er sagt kein Wort zum EU-Export nach Afrika,wo durch einheimische Produzenten verdrängt werden.Darauf wird vor allem in den Handelsverträgen mit Afrika bestanden(EPA).Zölle für europäische Produkte runter,sonst geht´s an die Entwicklungshilfe.So agierte schon Dirk Niebel.
Die einzige Alternative für Afrika ist,sich von der EU und der Franc-Afrique-Zone(verzicht auf eigene Währung und Unabhängigkeit) abzuwenden.Und dem Belt and Road-Seidenstraßen-Projekt zu.

um 12:26 von Nez-Rouge

>>"Ein Linker und scheinbar wirklich wacher und heller Kopf. Und das bei der CSU, ich fasse es nicht."<<

Wieso "Linker"? Die Ideen von Herrn Müller sind doch gar nicht so schlecht also kann er schonmal kein Linker sein und haben Sie schonmal ein "Linker" bei der CSU gesehen?

So einfach ist es nicht

Leider ist es nicht ganz so einfach. Afrikanische Produkte konkurrieren in Europa mit den qualitativ hochwerten einheimischen Produkten und den Billigprodukten aus China. Ich sehe da nur wenige Nischen. Und landwirtschaftliche Produkte sollten wohl zuerst auf dem eigenen Kontinent verbraucht werden, denn da werden sie benötigt.

Ich denke, für einen wirtschaftlichen Aufschwung bzw. für eine bedeutenden Steigerung der Produktion fehlt in den meisten afrikanischen Ländern die Infrastruktur. Und das Schaffen einer solchen scheitert leider oft an Mentalitätsproblemen - Stichwort Korruption.

Ich persönlich bevorzuge die Idee, dass sich je ein europäisches Land einem afrikanischen annimmt und als eine Art Pate fungiert. Mit Entwicklungshilfe vor Ort. Klar wäre das eine Form des Kolonialismus, aber eine positive!

Und falls sich die Geburtenrate nicht drastisch ändert, ist Afrika sowieso nicht mehr zu helfen!

um 12:17 von andererseits

>>"Entwicklungshilfeminister Müller ist seit Jahren der einzige kompetente CSU-Politiker, was einerseits seine Haltung und andererseits seine Sachkenntnis angeht. Das tragische daran ist: Er wird sich nicht durchsetzen können in seiner Partei."<<

Junger Mann, da tun Sie aber vielen Menschen und CSU-Mitglieder großes Unrecht (einzige). Und wie mögen denn erst bei Ihrem harten Urteil Mitglieder anderer Parteien (zum Beispiel die bildungsneutralen Damen Roth und KGE von den Grünen) abschneiden wenn Sie solch eine Messlatte definieren?

@ foeddie um 11.58 Uhr

..."Armut in Afrika, und wir sind der Auslöser!" - könnten Sie das näher ausführen?
Wir, das kleine Europa "müssen die Lebensumstände in Afrika ändern" - haben Sie schon einmal auf einen Globus geschaut und sich die Größenverhältnisse klargemacht?

um 12:45 von Frank von Bröckel

>>"Wenn man bedenkt, das der Handel Deutschlands selbst mit dem kleinen Tschechien größer ausfällt, als mit allen afrikanischen Staaten zusammengenommen!
Die allermeisten afrikanischen Staaten leiden also noch nicht einmal unter unfairen Handel, diese Staaten sind einfach dermaßen arm, die haben noch nicht einmal einen Handel!"<<

Tschechien profitierte nach dem Fall des östlichen Vorhangs von dem Umstand das Deutschland viele Produktionsprozesse dorthin verlagerte (heute nach Indien und China). Produktion in sogenannte Billiglohnländer. Warum aber gehen die produzierende Firmen nicht nach Afrika? Ich denke ein Grund liegt darin das man aufgrund Ihrer kulturellen Prägung diese Menschen nicht als "Produktionsfaktoren" einsetzen kann so hart das auch klingen mag. Und diese Menschen strömen jetzt nach Deutschland.

Landwirtschaftliche Produkte

Landwirtschaftliche Produkte sind ja ganz nett. Aber sowohl unter Umweltgesichtspunkten wie auch bei betriebswirtschaftlicher Betrachtung müsste man doch eigentlich in Afrika Sonnenenergie gewinnen und diese vor Ort für besonders energieintensive Produktion verwenden. Aber so gerecht will es in Europa sicher niemand haben.

Was für eine Entwicklungshilfe?

Mit EPA verschaft sich die EU einen neuen Markt und zerstört damit die Industrie oder Wirtschaft in Afrika, weil sie nicht konkurrenzfähig sind. Es zwingt Afrika, seine Märkte fast komplett – bis zu 83% – für europäische Produkte zu öffnen, ohne schützende Zölle.

Die EU möchte, dass die afrikanischen Märkte unbegrenzt für Exporte geöffnet und der Zugang zu Rohstoffen, wie etwa Erdöl, Holz bis hin zu Metallen und sogenannten seltenen Erden gesichert werden. Zudem möchte die Europäische Union geistige Eigentumsrechte ebenfalls in den EPAs verankern. Die Krönung ist jedoch, dass der Zugang zu lukrativen öffentlichen Aufträgen und die Liberalisierung des Wettbewerbs in den EPA-Verträgen fixiert werden soll.

Fazit: Mit EPA wird die Groß- bzw. Exportindustrie bereichert und durch die von den Steuerzahlern finanzierte Entwicklungshilfe wird die EPA durchgeboxt.
Das Geld fließt von den Steuerzahlern zu der Großindustrie. Genauso wie wir unsere Exportüberschüsse mit Steuergeldern bezahlen.

@ 12:45 von Frank von Bröckel

"Wenn man bedenkt, das der Handel Deutschlands..
selbst mit dem kleinen Tschechien größer ausfällt, als mit allen afrikanischen Staaten zusammengenommen!"
.
Tschechien produziert aber keinen Schrott, Müll oder Dinge, die die Welt nicht braucht.
.
Was wollen Sie nüchtern betrachtet aus Afrika importieren?
Lebensmittel für die Viehmast, das bei uns billiger erzeugt wird? Was letztendlich der eigenen Bevölkerung fehlt?
Elfenbein? Skulpturen? Kaffee? Obst?
.
Wir importieren Rohstoffe. Und auch afrikanische "Geschäftsleute" kennen den Weltmarktpreis. Leider kommt davon unten nichts an, da man dort so etwas wie "soziale Verantwortung" kaum kennt.
.
Wir exportiern z.B. Computer-Schrott. China hat uns auch gesagt, behaltet euren Müll!
.
Sie haben ein vollkommen verklärtes Bild von Afrika. Das sind keine Demokratien.
Boku Haram, IS, Hutu, Tutu, Clans,...
.
Aber klar, wir sind ja Schuld an allem Übel dieser Welt, daher: Alle zu uns.

Entwicklungsminister will

Entwicklungsminister will EU-Markt für Afrika öffnen
Nein, Doch, Och! Er soll nur nicht auf seiner Dienstreise mit wie ( Entwicklungshilfeminister Niebel, war nicht Zollpflichtig) einen "Bock" schießen. Oder hat er es(wegen China) schon...?

Die EU hat den meisten Ländern Afrikas Freihandelsabkommen ...

..aufgezwungen gegen die TTIP harmlos ist.

Seither überschwemmen wir sie mit hochsubventionierten EU-Agrarprodukten und vernichten damit die dortige Landwirtschaft.

Ja, wir sollten unsere Märkte für die afrikanischen Länder öffnen. Aber große Chancen haben die gegen unsere Produktivität, unsere Subventionen, den für Deutschland extrem niedrigen Euro, und unseren Niedriglohnsektor erstmal nicht. Deshalb müssten wir ihnen auch gestatten, Zölle auf EU-Produkte zu erheben, bis sich ihre Wirtschaft erholt hat.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Eine Anmerkung zur

Eine Anmerkung zur angeblichen Ursache der Armut in einer Bevölkerungsexplosion. Wenn ich es recht erinnere, dann ist die Bevölkerungsdichte in Deutschland doppelt so hoch wie in Afrika. Was machen wir mit unserem Überschuss ?

hat dieser minister denn nicht mitbekommen,

daß wir mittlerweile viele lebensmittel wie bohnen, erbsen un tomaten aus afrika importieren. neben unmengen an blumen für unsere mütter natürlich. sollte der minister nicht besser dafür sorgen, das alle afrikaner an die arbeit kommen, um sich selbst zu versorgen. ok, es ist dort sehr warm zum arbeiten. aber für das bevölkerungswachstum sorgen doch alle

Oh, welch ein Seher. Ich

Oh, welch ein Seher. Ich wurde hier schon oft abgewürgt, als ich schrieb, daß Afrika keine Entwicklungshilfe benötige, sondern eine echte Chance. Es bringt nichts, denen Essen und Klamotten zuschicken.
Gebe einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn einen Tag. Lehre ihn zu Fischen und Du ernährst ihn sein Leben lang.(Konfuzius)
Ist ja nicht so schwer zu kapieren.

Mir EU/Afrika - Freihandelsabkommen

Wie zb EPA betrachtend, kann ich mir kaum vorstellen, das etwas vernünftiges dabei heraus kommt.

“https://www.deutschlandfunk.de/eu-erpressung-beim-handelsabkommen-mit-ostafrika.795.de.html?dram:article_id=322037”

So schnell wird sich der Saulus nicht zum Paulus gewandelt haben.

Egal wie gross das Erschrecken ueber die Migrationsstroeme auch sein mag.

Über nicht wenige der hier abgegebenen Kommentare

.. ist vor allem ein Fazit zu fällen: ... Mangelndes Wissen über Zusammenhänge und die Fundamente unseres westl. Reichtums.
Ok! Wen wunderts? ... Schließlich bringt Einen solch Wissen nur in moralische Zwangslagen und am Ende schadets auch noch dem Geschäft falls Leute sich zum Handeln bewegen um sich nicht selbst der moralischen Lüge zu überführen!

Diejenigen die hier im scheinbarem Wissen darum, mit den Achseln zucken und obendrein noch hinterher rufen: ... "Selbst dran schuld!" ... haben nichts verstanden und den hier immer vergleichsweise zu findenden Wohlstand wohl am Wenigsten verdient.

Die Äußerungen von Herrn Müller führen die Politik zumindest soweit vor, daß dort genügend Wissen über die Zusammenhänge vorhanden ist, aber scheinbar kein genügender Handlungswille. Dieser Wille kann nur durch Druck von unten kommen! Dazu stehen sich aber leider die Allermeisten selbst zu sehr im Weg und zemmentieren damit das bestehende System aus Selbstknechtung und Selbstbetrug.

12:37 von GeMe

Agraprodukten zu Dumpingpreisen flutet
.
so wenig wie deutsche Verbraucher gezwungen werden Kleider von Kindern in Indien produziert zu kaufen,
so wenig werden Afrikaner gezwungen subventionierte Eisbein und Haehnchen der EU zu kaufen

@Klaerungsbedarf

In den europaeischen Laendern kam es parallel zu wirtschaftlicher Entwicklung und Bevölkerungswachstum (insbesondere durch verbesserte medizinische Versorgung).

Die Notwendigkeit viele Kinder zu bekommen wurden den Menschen durch soziale Massnahmen und den Steigenden Wohlstand genommen.

Auch Afrika bekam die Segnungen besserer medizinischer Versorgung - hatte aber keine Steigerung des Wohlstandes und keine die entwicklung flankierenden sozialen Maßnahmen.

Deren Ueberschuss ist von anderer Natur als unserer....

mal grundsaetzlich gefragt

wie sah es in China vor 50 Jahren aus
wie haben die ihre Probleme in den Griff gekriegt ?

Mal ein echter Vorschlag:

Mal ein echter Vorschlag: Subventionen für europäische Fischereiboote STOPPEN, und für WETTBEWERBSGLEICHHEIT sorgen, so dass die Senegalesen ihre Fischerboote mangels Fangerfolg nicht mehr an Schlepper verkaufen... und die übrigen arbeitslosen Fischer nicht übers Meer "getrieben" werden, gejagd vom afrikanischem Elend, was ja faktisch durch die Maßnahmen der Eu geschuldet ist.

12:11, eine_anmerkung

>>Es ist sicherlich eine sinnvolle Sache wenn die EU zulässt das afrikanische Waren zollfrei in der EU vermarket werden dürfen. Ich frage mich aber auch, ob der damit verbundene Wohlstand, oder bescheidene Wohlstand in Afrika dazu führt, das die dortige Bevölkerung noch mehr vermehrt als es jetzt schon der Fall ist?<<

Dann wäre das das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, daß so etwas passieren würde.

Bisher war es ausnahmslos immer so, daß die Geburtenrate sich umgekehrt proportional zum Wohlstand eines Landes bzw. seiner Bevölkerung entwickelt. Wird wissenschaftlich unter dem Begriff "demografisch-ökonomisches Paradoxon" beschreiben. Was Sie auch an den Geburtenraten afrikanischer Länder erkennen können, die sehr unterschiedlich sind.

Im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Wahrnehmung ist Afrika ja kein Land, sondern ein sehr diverser Kontinent.

12:29, eifel

>>Da sollte man mal ansetzen, solange es toll ist zb. in Niger am besten mehr als 10 Kinder zu bekommen (Artikel Welt) darf sich keiner wundern das der Strom nach Europa nicht abreißen wird.<<

Die Republik Niger ist das beste Beispiel dafür, wie Elend und hohe Geburtenraten zusammenhängen.

Etwa 80% der Bevölkerung sind Analphabeten, die Lebenserwartung liegt bei etwas über 50 Jahren und das pro Kopf- Bruttosozialprodukt ist eins der niedrigsten der Erde. Nur etwa jeder zweite Mensch dort hat Zugang zu halbwegs sauberem Trinkwasser.

12:08 von NeutraleWelt

bisher war "der Westen" ganz zufrieden mit den Despoten die es den Ölkonzernen ermöglicht ihre Geschäfte ungestört von Stuerbeamten oder Umweltauflagen oder Arbeitnehmerrechten zu betreiben. Die eigene Wirtschaft nachhaltig aufbauen führt unweigerlich dazu die ausländischen konzerne die dort aktiv sind zu benachteiligen. und da wird eben lieber geschmiert damit der richtige die Wahl gewinnt. die sog. Erste Welt hat Afrika über 300 Jahre lang nicht nur ausgebutet sondern bewusst an einer Entwicklung gehindert, und wenn ch mir das Gebaren heute anschaue bin ichmir sicher das Afrika weiterhin behindert wird wo es nur geht. man muss kein BWL-Experte sein um einzusehen dass es unklug ist in der EU Subventionierte Lebensmittel zu Dumpingpreisen nach Afrika zu verkaufen damit die dortigen Reste der Landwirtschaft auch noch Pleite gehen. Entwicklungshilfe für Afrka kann nur in Ausbildunng und faire Öffnung der Märkte passieren. Dass wird aber wohlweisslich verhindert.

Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

um Ihre Kommentare zum Thema „Handel zwischen EU und Afrika“ besser bündeln zu können, haben wir uns entschieden, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen. Gern können Sie das Thema hier weiter diskutieren: http://meta.tagesschau.de/id/136861/wie-die-eu-mit-afrika-handelt

Viele Grüße
Die Moderation

Darstellung: